Ausgabe 
14.12.1899 Drittes Blatt
 
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sich der Gefährlichkeit desselben nicht bewußt sind. Durch einen hoppelten Drückerverschluß wäre die Gefahr schon wesendlich gemindert, da nach O-ffnung beider Verschlüsse doch wenigstens jeder Erwachsene weiß, daß bann die Thüre ausgehr und demgemäß auf seine Kinder aufpaßt, während jetzt viele noch einen zweiten Außenverschluß vermuten und die Thüre gesichert glauben.

Gingesandt.

(Für Form unb' Inhalt aller unter dieser Rubrik stehend« Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 13. Dezember IM».

Zur Lesehallefrage.

Von Professor Wetz.

Herr Adolf Willkomm, der in einem kritischen Augenblick die Verwaltung der Lesehallebibliothek übernahm und viel zum Aufblühen der Anstalt beitrug, wie dies von dem Vorstände jederzeit gern anerkannt wurde, hat sich in drei Artikeln mit einem kürzlich gefaßten Beschluß des Vorstandes beschäftigt, die manche irrige Vorstellung bei den Lesern zu erwecken geeignet sind.

In der Ausschließung schulpflichtiger Kinder sieht Herr Willkomm einen Verstoß gegen das Lesehallenprinzip. Hätte Herr Willkomm der Gründung des Vereins bcigewohnt, oder die zahlreichen Kundgebungen gelesen, in denen sein Ziel genauer bezeichnet wurde, so würde er nicht den leicht verschleierten Vorwurf erhoben haben, daß man in die Bahnen derVolksbiblivthek" alten Stiles einlenken wolle. In dem Aufruf, der zum Beitritt von Mitgliedern auf­forderte, hieß es, daß der Verein es als seine Pflicht an­sehe,die Schätze unserer Nationallitteratur und die besten fremdländischen Werke in höherem Maße als seither allen Kreisen zugänglich zu machen". Ausdrücklich wurde betont, daß wir nicht an eine Volksbiblivthek herkömmlicher Art dächten, sondernvielmehr beabsichtigten, eine geistige Zentralstelle zu schaffen, wo jedermann den ihm zusagenden Lesestoff findet, und wo im Laufe der Jahre außer der schönen Lttteratur und den gewerblichen Fachschriften auch das Beste vereinigt fein soll, was von Erscheinungen auf dem Gebiete der Geschichte und Biographie, der Erd- und Völkerkunde, der Volkswirtschaft und der Naturwissenschaften allgemeineres Interesse besitzt". Wenn unter den ersten Anschaffungen sich Treitsches deutsche Geschichte befand, und die Handbibliothek des Lesesaals nur die besten und neuesten Werke umfaßt, trenn Herr Willkomm selber für Leser aller Richtungen und Klassen, für solche, die sich für Bienenzucht und Getreidebau, wie für solche, die sich für philosophische und religiöse Fragen interessieren, Bücher anschaffen konnte, so ist damit doch zur Genüge bewiesen, daß dem Vorstand das Ideal einer öffentlichen Bibliothek nach dem Muster der Public Libraries in Eng­land und Amerika vorschwebte. Daß der systematische Aus­bau der Bibliothek nicht die Fortschritte macht, die man hätte wünschen sollen, liegt vor allem an dem Mangel an Mitteln und daran, daß zu wenig bekannt ist, wie viel wertvolle Sachen unsere Bibliothek jetzt schon besitzt, daß diese darum zu wenig benutzt werden und ihre Ergänzung nur langsam erfolgen kann, weil so viele andere dringende Wünsche noch zu befriedigen find. Es darf nie vergessen werden, daß unsere Mittel für unsere Aufgabe ganz unzu- reichend sind. Ist der Bibliothekar, der Diener und die Putzfrau bezahlt, so reicht der Rest unserer festen Einnahmen nicht einmal für die Buchbinderrechnung. Und daneben sollen abgängige Bücher ersetzt und namentlich die großen Lücken, die noch überall klaffen, langsam ausgefüllt werden. Das Defizit, mit dem wir in das neue Jahr eintreten und das durch zu erwartende außerordentliche Zuschüsse nur eben gedeckt werden kann, wird sich, fürchten wir, in späteren Jahren wiederholen, falls die Bibliothek nicht zum Still­stand und zum langsamen Verkümmern verurteilt sein soll, wie wir es bei ähnlichen Anstalten anderer Orte sehen. Aufs dringendste legen wir daher den Appell des Herrn Willkomm unseren Mitbürgern ans Herz, dies allen Klassen und allen Bedürfnissen ohne Unterschied dienen wollende Unternehmen nicht durch ungenügende Unterstützung langsam verkommen zu lassen. Daß es nebenbei noch eine eminent soziale Bedeutung hat, wird jeder mit Herrn Willkomm und in seinem Sinne gerne anerkennen. Aufs Energischste ist ihm dagegen zu widersprechen, wenn er in der Ausschließung

von Kindern einen Verstoß gegen die Aufgabe einer Lese­halle erblickt. Ich selber habe einige Lesehallen in England gesehen, die Herr Willkomm wohl nur aus Beschreibungen kennt, und wiederholt das Ausleihen der Bücher beobachtet. Es waren eigene Empfindungen, als ich in einem Dörfchen von zweitausend Seelen eine public library mit 2400 Bänden traf, in Städten von der Große und Bedeutung Gießen- monumentale Prachtbauten mit einem glänzend ausgestatteten Lesezimmer, einer reichen Bibliothek und einem Stab von Bibliothekaren fand und an dem Sitze einer Universität in der Public Library gelehrte Werke und kritische Ausgaben einsehen konnte, die die Universitätsbibliothek nicht besaß. Ueberall aber fand ich, daß eigentliche Kinder, die in Gießen schon mit neun und zehn Jahren Bücher entliehen, fehlten und daß die zeitraubende und umständliche Legiti­mation es ausschloß, daß die Heranwachsende Jugend ohne Zustimmung der Eltern die Anstalt benutzte. Auch die nächste Altersstufe, die von vierzehn bi- siebzehn Jahren, mußte sich manche Beschränkung gefallen lassen, da sie nur aus der Jugendabteilung (Juvenile Department) Bücher wählen durfte.

Die Jenaer Bibliothek schließt ebenfalls schulpflichtige Kinder aus und aus ihren Satzungen wurde die entsprechende Bestimmung für Gießen übernommen. Es war unbedenk­lich, wenn sich zunächst das eine oder andere Kind unter jener Altersstufe sich zu den Benutzern gesellte, die Nebel­stände mehrten sich jedoch, als ihre Schaar immer mehr zunahm und die erwachsenen Leser, die vermutlich auch Herr Willkomm al« |bie wichtigeren Benutzer ansieht, daneben vielfach zu kurz kamen.

Diesem von Herrn Willkomm selber empfundenen Nebelstande suchte man durch Einrichtung einer besonderen Ausleihestunde für die jugendlichen Leser abzuhelfen. Ihre Zahl, die stetig noch zunahm, belief sich schließlich auf etwa 150 an einem Abend. Man lege sich die Frage vor, ob ein Bibliothekar oder eine Bibliothekarin, selbst mit einer ober zwei freiwilligen Hilfskräften, für jeben bieser kleinen Leser etwas für sein Alter passenbes in einer fast ganz burch Geschenke zusammengebrachten Bibliothek hätte auffinben können! Man hätte ein paar hunbert Bünde Jugendlitte- ratur anschaffen müssen, wozu wir nicht bas Gelb unb nach den Statuten auch nicht bie Befugnis hatten.

Die Frage, ob diese Ausschließung wünschenswert oder zu bedauern sei, ist es hier nutzlos zu erörtern. Für und war sie einfach ein Gebot der Not, da unsere Mittel und namentlich auch unser Personal nicht ausreicht, Kinder unb Erwachsene zugleich zu befriebigen, so müssen wir auf die Kinder wenigstens vorläufig verzichten. Daß die geschilderten Verhältnisse auch zu pädagogischen Be­denken Anlaß geben mußten, liegt auf der Hand. Ein Vorwurf für Herrn Willkomm liegt in der Feststellung dieser Thatsache um so weniger, als das Hebel sich erst in allerjüngster Zeit vermöge der gesteigerten Benutzung heraus­bildete und früher Herr Willkomm, von einem sehr ge­schätzten Mitarbeiter unterstützt, in der Lage war, ihm zu steuern.

Man möqe bei der Beurteilung der hiesigen Lesehalle doch nie bie beschränkten Mittel, mit denen sie arbeitet, außer Augen lassen! Es ist ein ganz besonderer Glücks­fall, daß es gelungen ist, als Ersatz für Herrn Willkomm eine fo ausgezeichnete Kraft zu gewinnen, bie baS mühsame unb verantwortungsreiche Amt bes Bibliothekars gegen eine so bescheidene Vergütung versieht unb bie in der kurzen Zeit ihrer Thätigkeit burch ihre Sachkenntnis, ihre Umsicht unb ihre Thatkraft sich bie Anerkennung aller erworben hat unb hoffentlich der Anstalt noch recht lange erhalten bleibt. Wären wir hier weniger vom Glück begünstigt ge­wesen, so hätten wir wohl schon eine weitere Hilfskraft zur Unterstützung bei der Ausleihe bestellen müssen. Es ist nützlich, wenn uns immer wieder vorgehalten wird, welche Ideale eine Lesehalle erstreben soll, und Herr Willkomm verdient dafür den Dank aller Freunde unserer Anstalt. Es ist aber unbillig, wenn man von ihr etwas verlangt, was sie mit dem besten Willen vorläufig nicht leisten kann. Hätten wir die Benutzung durch Kinder nicht eingeschränkt, überhaupt die thaisächliche Lage des Lesehallen-Vereins nicht mehr in8 Auge gefaßt, als es Herr Willkomm that, so hätten wir in einem halben Jahre die Lesehalle schließen können, weil die Mittel und der Kredit des Vereines dann völlig erschöpft gewesen wären.

Ich verkenne am allerwenigsten, welche Vorteile es hat, wenn in der Lesehalle die verschiedenen Klassen auf gleichem Fuße verkehren und die Lehrlinge des Wissens mit den Lehrlingen des Handwerks aus derselben Quelle schöpfen. Aber das ist auch in Zukunft möglich, und immerhin ist eS beffer, daß die Bedürfnisse der Erwachsenen notdürftig be­friedigt werden, als daß Erwachsene unb Kinder gleich­mäßig zu kurz kommen ober gar baS ganze Unternehmen verkommt.

Es ist barum zu erwarten, baß bei Maßregeln, bie im eigensten Interesse der Anstalt unvermeiblich waren, bem Vorftanb nicht anbere als sachliche Motive untergelegt werben unb baß bie Benutzer nach wie vor burch volles Vertrauen unserer trefflichen Bibliothekarin ihr schweres Amt erleichtern.______________________________________________

Vermischtes.

* Lübeck, 11. Dezember. Der Lehrer Stunck, der mit einer Abteilung bes Roten Kreuzes sich auf ben Kriegs­schauplatz nach Afrika begeben wollte, in Neapel aber wegen Unwohlseins zurückblieb und dort gegen seinen Willen in ein Irrenhaus gebracht wurde, giebt jetzt in der hier erscheinenden Eisenbahn-Zeitung folgende Schilderung des Thatbestandes:Auf Anraten des Herrn MattbyoluS, bes Chefs ber Expedition, und des Herrn Dr. Gräser, Leiter des evangelischen Krankenhauses in Neapel, blieb ich am Mittwoch den 8. November meines Zustandes wegen zurück, um mich in Neapel der Ruhe und Erholung hinzugeben, damit ich, wie die Herren Doktoren mir versicherten, in 14 Tagen mit bem DampferBunbesrat" nach bem Kriegs­schauplätze folgen sollte. Was meinen Zustand betrifft, so erkläre ich, baß ich infolge ber in wenigen Tagen auf mich cinftürmenben Einbrücke: Abschieb von ber Heimat, Ein- Heibnng unb Einreihung in bas Sanitätskorps bcs Roten Kreuzes, Vorstellung vor dem Kaiser, überhastete Reise usw. woht nervös geworben war, aber geistig fühlte ich mich boch vollkommen gefunb. Im evangelischen Krankenhause blieb ich eine Nacht und einen Tag. Am Donnerstagnach­mittag wurde mir von einem Wärter bes evangelischen Krankenhauses namens Sebastian Straßner aus Biemanns- burg bei Neuötting heimlich mitgeteilt, daß der der deutsche Vizekonsul Aselmeyer darauf bestände, mich bem Jrrenhause zu übergeben. (Der Wärter ist für biefe Menschenpflicht entlassen worden.) Dr. Gräser habe dem widersprochen. Solange er, Dr. Gräser Leiter des evangel. Krankenhauses fei, komme aus demselben ohne seine Einwilligung keiner heraus. Nachdem am Nachmittag ber Konsulatsiekretär Nocutach mit seiner Mission, mich zum Ueberfiebeln nach einer sog. Villa zu veranlassen, keinen Erfolg gehabt hatte, erschien ber Vize-Konsul Aselmeyer unb verlangte entschieben meine Internierung in einer Villa. Am Schluffe ber unerquick­lichen Unterrebung sagte der Vize-Konsul mir:Legen Sie baS Rote Kreuz ab, bann können Sie gehen, wohin Sie wollen." Trotz meiner Vorschläge, Bitten und Ein­wendungen ward ich am Abend per Droschke und Sekretär nach Copodichino ins Irrenhaus gebracht. Ein Wagen mit zwei Wärtern folgte, falls ich nicht gutwillig mitsahren sollte. In der Irrenanstalt habe ich acht schreckliche Tage unter ben benlbar ungünstigsten unb traurigsten Verhält­nissen zwischen 60 irrsinnigen Menschen (Italienern, Egyptern u. f. w.) zugebracht. Nach meiner Ansicht ver­danke ich nur dem schnellen Handeln des bayerischen Krankenwärters meine Rettung, da ich sonst Gesunder unter den Irrsinnigen in kurzer Zeit körperlich und geistig ruiniert worden wäre. Dank dem nun folgenden schnellen, sofortigen Eingreifen der Lübecker Herrn vom Roten Kreuz bin ich jener Gefahr entronnen. Das Rote Kreuz, davon bin ich fest überzeugt, trifft bei der ganzen unseligen Ge­schichte keinerlei Schuld, ich kann ihm nur dankbar fein. Der Vize Konsul Aselmeyer mache ich für den ungünstigen Ausgang meines Unternehmens und für die Gewissenlosig­keit, mit welcher ich einer gesetzlichen Gefahr für Leib und Seele ausgesetzt war, verantwortlich. Wir zwei haben bie weitere Sache mit einanber auszufichten. Daß mir Genugthuung weiden muß, ist meine feste Ueberjeugnng. Deshalb werde ich einstweilen von jeder weiteren öffent­lichen Erörterung auch im Interesse des deutschen Ansehens und des Roten Kreuzes absehen. Die Tage in ber Irren­anstalt gönne ich nicht bem ärgsten Feinb. Mein Leben hindurch werben sie mir eine beti übende Erinnerung fein."

drei Kirschen wären und Deine Schwester eine davon essen würde, wie viel Kirschen würden übrig bleiben? Karl- chen:Aber das ist doch unmöglich, Herr Lehrer . . . Jetzt giebt es keine Kirschen!" Lehrer:Wir nehmen aber an, daß es Kirschen giebt. Also, weiter." Karlchen: Es sind also eingelegte Kirschen?" Lehrer:Nem!" Karlchen:Getrocknete Kirschen?" Lehrer:Nein. Ich habe Dir bereits gesagt, daß wir nur annehmen wollen, baß drei Kirschen auf dem Tische sind." Karl- chen:Wir nehmen sie also an!" Lehrer:Schon, nun kommt Deine Schwester, ißt eine Kirsche unb entfernt sich Karlchen:Nein, meine Schwester entfernt

sich nicht, bevor sie alle brei aufgegeffen hat." Lehrer: Sei boch vernünftig, Karlchen ..." Karlchen:Ja, ja, Herr Lehrer, Sie kennen meine Schwester noch nicht!" Lehrer:Nehmen wir an, baß Dein-Papa baba ist unb ihr verbietet, bie anbereu beiben zu essen ..." Karlchen:Papa ist in Frascati unb komm! erst Montag zurück ..." Lehrer: (sich ben Schweiß abwischenb) Paß auf, Karlchen, ich werbe bie Frage noch einmal wieberholen, unb wenn Du nicht Acht giebft, stelle ich Dich in bie Ecke. Wenn auf bem Tische brei Kirschen wären und Deine Schwester eine davon essen würde, wie viel Kirschen würden auf bem Tische bleiben?" Karlchen (mit bem Brustton ber Ueberzeugung): , Keine . .

Lehrer:Unb weshalb keine?" Karlchen:Weil ich

selbst sofort bie anberen beiden aufessen würde." Lehrer: Uff!" (Bricht erschöpft zusammen.)

* Meister de8 Stils. Für die deutschen Zeitungen in Budapest ist ein Reporter thätig, der sich sowohl durch seinen Eifer als auch durch feine unbesiegliche Vorliebe für Methaphern hervorthut. Jeder Redakteur kennt die an sich schätzbaren Mitarbeiter dieser Art, und ber Kämpfe, bie er selber mit bem Stil ihrer hektographierten Mitteilungen geführt, wirb er sich heiter erinnern, wenn er bie folgenben Ausiprüche bes Bubapester Reporters lieft, bie basNeue Pester Journal" mit Fleiß gesammelt unb soeben veröffent­licht bat:Zwei Arbeiter würben schwer befchäbigt; anbere Drei befanben sich in jäher Enlrinnungsg-fahr."Unb nun entstaub ein Chaos von Stimmengewirr."Sie hatten bas Motiv ber golbenen Freiheit auf bie rote Fahne bes Banners gruphiert." -Die Reichen wühlen in ben feuersicheren Kassen ihrer golbenen Kälber."Das ganze Leben ber Bäckergesellen ist nichts als eine Vegetation." . . . eine von schwach bewohnten slovakischeu Taglöhuem wimmelnbe Gegeub."Die Maurergehilfen sind beS Hungers satt."Für ben gestörten Ehefriebeu suchte er Trost in ben Armen beS Alkohols."Die Abhaltung eines Tischlergehilfenkongresses ist bemnach bereits eine affaire accompli."Durch biefe iuS Herz getroffene Maßregel waren bie Arbeiter, besonbers die Maurer, auf­geregt."Die Arbeiter stehen nicht auf der Höhe des

Niveaus."Die nächste Frage: Peusivusvcrbaud, wurde vom Referenten unter großem Lärm auf das Tapet ber Beratung gezerrt."Der Zahn ber Zeit reift bie Mensch­heit."Müllers Name war einer ber ersten, bie feinen Pfad kreuzten."Anna Hubocsek ist eine vor innerer Glut sich selbst verzehreube, lebende Fackel ber Fraueu- rechte ..."

Humoristisches.

* Boshaft, Hausfrau (zu dem entlassenen Dienstmädchen): Leider muß ich in Ihr Zeugnis schreiben: Diebstahl, Naschhaftigkeit, Frechheit ..." Dienstmädchen:Schreiben Sie auch noch .Un­gehorsam' dam, ick sollte nämlich Ihrem Manne einmal einen Kuß geben, und das habe ich nickt gethan!"

* Spezialität.Darum behalten S e diesen Scklingel von Kontoristen?"Der K il mährt großartig".

* Reisevorbereitung.Na, Michel, habt Ihr denn gar so arg den «Schnupfen?" Michel:Dös net, aber i will morgen in die «Stabt und da üb i mi vorher im Gebrauch des Scknupftückels".

* Immer Sportmann.Wann haben Sie Ihre Frau heimgeführt?" Bergkraxler:Vor vier Wochen wurden wir beide angeseilt" (Meggendorser Blätter".>

* Zuvorkommend. Gnädige Frau (zu dem neuen Diener): . . . Nock eins, Jean: Ihr Vorgänger, den ick weggeschickt habe, hatte ein Verhältnis mit meinem Hausmädchen ..." Diener (gutmütia):Das werde ick natürlich übernehmen, gnädige Frau!"

* Gutmütig. Dame:Der Dienst bei uns ist sehr leicht; wir sind nur zwei Personen und haben keine Kinder!" Dienst­mädchen: .Ack, Dadame, meinetwegen brauchen Sie sich nicht zu genieren; ich habe Kinder sehr gern".

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