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Dienstag den !4. November
Drittes Blatt.
Nr. 268
Aints- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Giefzen
steht noch immer die Einführung einheitlicher Postwertzeichen, I Handel und Verkehr. Volkswirtschaft die ebenfalls im Reichstage zur Sprach- gebracht werden <=> XahlnncHiinHtellniigen.
wird. Auch weitere, in die Interessen des Einzelnen tief | Konkurseröffnungen: Modistin Maria lacht, Aachen; R. Haus
Auvahme »on Anzeigen zu der nachmittag« für den ^lßmden Lag erscheinenden Nummer bi« vorm. 10 Uhr.
Alle Auzeigen»Verini.Uungsstellcn de« In- und AuSla- r t nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen
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Hrlckcint lügltch out Ausnahme de« MsntagS.
Die Gießener KomikienSkLtter werden dem Anzeiger »LchrnUich viermal beißelegt.
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O'.V. I l'.-.Ji'iitfl 2 Mari 20 Pfg monatlich 75 Pfg. mit Brtngerlohn.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Fchokßraße Ar. 7.
Konkurseröffnungen: Modistin Maria Licht, Aachen; R. Haus- felder, Breslau; Handelsfrau Marg. Oster (F. Jak. Oster), Coblenz; Schnittwarenhändlerin Klara Ernest. Karol. Lohe, Blasewitz, (Dresden); Buchbinder Jos. Seger, Eugen; Nachlass der Ehefrau des Postagenten Thom. Oberhofer, Niederstinzel (Einstiegen); Kürschner Job. Weber, Freising; Kaufmann Otto Schrodt, Gleiwltz; Schuhbändler Nikolaus Schmitt, Hellimer (Grosstänchen i Lotbr.); Nachlass des Lehrers Konrad Volkenand Kirchberg (Gudensberg); Spezereihändler Hub. Weihachler, Hayingen i. L); Modistin Maria Schreiber, Ingolstadt; Landwirt Sebald Braun. Beiertheim (Karlsruhe); Drahtweber Georg Kessler, Harleshausen (Kassel); Buchbinder Karl Heu- ber, Stadt Kehl; Zigarrenhändler Karl Rich. Rohner, Leipzig; Dro- guenhändler Jos. Laszynski, Mogilno; Zimmermeister Heinr. Ritter, Moringen; Buchhändler Otto Jobeimann (E. Obertüschens Buchhandlung), Münster; Müller Klaus Voss, Holtdorf (Nortorf); Gelder Maschinenfabrik und Eisengiesserei Kröger & Janus, Oelde; Schuhfabrikant Heinrich Kaufmann, Pirmasens; Handelsmann Abr. Rothschild, Gailingen (Radolfzell); M. Wolff, Salzungen; Kaufmann Paul Prowosnik, Ober-Waldenburg (Waldenburg); Spezereihändler Georg Strauss, Mkt. Bergei (Windshelm).
— Münchener Brauer«Akademie Dr. Doemens. Nach dem soeben erschienene. Jahresberichte wuide bk Anstalt im ab- a lauferien Jahre im ganzer von 135 Her> eri bri^dff, urfc tr.nnte den meisten Äbsolv nten durch die Vermitielung b-r Anstalt, resp. des Vt-retn--, pajfet'.be S'eüung nackoewtcien melden. Im ganzen rouiben 116 Stetten n- vmitt.lt. — Prospikte und Jahresbericht sind gratis durch die Di cklion zu beziehen.
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Zandwirt, Glätter für hessische Volkskunde._________________
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einschneidende Postgesetze stehen zur Lösung, ferner der weitere Ausbau der Unfallversicherung. Und wer da glaubte, die sogen. Zuchthausvorlage sei endgiltig ad acta gelegt worden, der war in einem Irrtum befangen, denn wie vor einigen Tagen offiziös versichert wurde, denken die Regierungen nicht daran, die Vorlage zurückzuzichen. Ein volles Maß von Arbeit steht den Vertretern des Volkes bevor, große Anforderungen werden an ihre Arbeitskraft und Opferfreudigkeit gestellt, aber das Bewußtsein muß sie entschädigen, dem Wohle des Ganzen sich gewidmet und zur Lösung wichtigster Zeitfragen beigetragen zu haben.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen Fernsprecher Nr. 51.
xx Zeitfragen.
Nur noch einige Tage trennen uns von der Wiederaufnahme der Sitzungen des deutschen Reichstags. Mehr als bisher werden dann die Ereignisse auf internationalem Gebiete zurücktreten und dem Interesse für unsere innerpolitische Situation Platz machen. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, das ist auch betreffs des Regimes der Reichstagstagung der Fall, womit mir in einer voraussichtlich sehr bewegte, ja stürmische Zeit eintreten. Wichtige Fragen sollen gelöst werden, die verschiedenen Anschauungen über das, was dem Volke zum Besten dient, sollen ausgeglichen werden. Noch vor wenigen Wochen dachte niemand daran, daß neue Verstärkungen unserer Marine beabsichtigt seien, und heute steht bereits die ganze innere Politik unter dem Einflüsse der nunmehr sicher zu erwartenden Marinevorlage. Wie sie aussehen wird, darüber werden nur Vermutungen gehegt, ob eine abermalige „Bindung" des Reichstags beabsichtigt wird, oder ob das alljährliche Budgetrecht des letzteren gewahrt werden soll, steht noch nicht fest, oder aber es ist noch nicht bekannt. Der Kampf um die Marineverstärkung wird ein sehr heißer werden, da er voraussichtlich nicht geführt werden wird vom Standpunkte der ruhigen Erwägung aus, sondern unter dem Eindrücke der Parteidisziplin, welche da vorschreibt: dies wird genehmigt, jenes wird verworfen. Von der einen Seite werden nur die Gründe vorgebracht, welche für die Verstärkung sprechen, während von der anderen Seite alles aufgeboten wird, um eine Ablehnung zn begründen. Daß manches für und manches gegen eine Vorlage sprechen kann, wird selten erwogen, und doch müßte ganz objektiv beurteilt wtrden, ob der Vorteil den Nachteil Überwiegt oder umgekehrt.
Interessant ist eine am Dienstag in der bayerischen Kammer von einem liberalen Abgeordneten gemachte Bemerkung bezüglich der Flottenpläne. Der Abg. Casselmann meinte, wenn das bayerische Centrum die Mittel zum Schutze des Reichs versagen wolle, so stehe er gegenüber dem deutschen Centrum isoliert da. Bisher hat sich aber unseres Wissens das letztere über die Flottenfrage noch gar nicht schlüssig gemacht, war ja auch dazu noch gar nicht in der Lage. Daß es dem Plane, falls die Mittel zur Deckung der Kosten nicht allzu hart das Volk belasten, ernstlich Opposition machen und denselben zum Scheitern bringen wird, glauben wir freilich auch nicht.
Daß es neben dem Marineprojekt noch eine ganze Reche von Fragen zu lösen giebt, ist bekannt. Im Vordergrund
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Humoristisches.
* Verkannt. Bauer: „Serif, Weiberl, hab' ich mich in eine Lebensversicherung aufnehmen lassen." — Bäuerin: „Natürlich, Du denkst halt immer nur an Deine eigene Person."
* Auch ein Erfolg. Anna: „Hatte euer Bazar Erfolg? — Martha: „Ja, wir sind zufrieden." — Anna: „Wieviel ist denn ernge- kommen?" — Martha: „Die Einnahmen haben die Ausgaben nicht gedeckt, — aber zehn von uns haben sich verlobt!"
* Vtelverhetßend: Freundin: „Ach, was hast Du nur da für ein komifches Buchzeichen in Deiner G-dichtsammlung?" — Backfisch (schwärmerisch: „Eine Bartbinde von „ihm"!"
* Mißverständnis. Dienstmädchen: „Hcrr Leutnant, die Frau Rittmeister läßt f. agen, ob Sie mit ihr spazieren reiten möchte t?" — Leutnant: „Oui!“ — Frau Rittmeister: „Was hat er denn geantwortet?" — Dier.stmädch^: „Pfui" ;
* Teilnehmend. Bettler (schluchzend): „Bester Herr! bitte rch hab' eine Frau zu Hause ..." — „Hausherr (in Thränen ausbrechend): „Jch-i-ich auch!"
Schisssnachrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten: Carl Loos und I. M. Schulhof.
Der Doppelschrauben-Postdamvfer Königin Luise, Kapitän W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr vormittags wohlbehalten in New-York angekommen.
Der Schnellpostdampfer Trave, Kapitän H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr abends wohlbehalten in New-York angekommen.
Splrlplais 'dtt vereiniM Frankfurter Stadttheater,
Opernhaus.
Dientztag den 14. November: „Barbier von Sevilla", bi.rauf: „Vergißmeinnicht". Im Abonnement. Gewöhnliche P eise. Mittwoch den 15. November: „Walküre". Im Abonn. Gew. Pr. Donnerstag den 16. November: „Goldene Kreuz", hierauf: „Vergißmeinnicht". Im Abonn. Gew. Pr. Freitag den 17. November geschloffen. Samstag den 18. November: „Hernani", hierauf: „Vergißmeinnicht." Im Abonn. Gew. P . Sonntag den 19. Nov mber, nachmittags 3’/a Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Opernball^ Außer Abonn. Abends 7 Uhr: „Undine". Im Abonn. Gr. Pr. Mor.tag den 20. November: Vorstellung bet ermäß gten Preisen: „Der Verschwender". Außer Abonn.
, Schauspielhaus. ma
Dienstaa den 14. November: „Madame Sans Göne .
Abonn. Gew. Pr. Mittwoch den 15 November: ZiM ersten Male wiederholt: „Das liebe Ick " Im Abo.-n. Gew. Pr. Donneistag den 16 Nov mb. r: Vorstellung bet kleinen Preisen: Minna von Barnhelm". Außer Abonn. Freitag den 17. Nov.: ".Fuhrmann H.n'chel.". Im Abonn. Gew. Pr. Sam?tag den 18. Nov mber: Nru einstud'ert: „Jugeud". Im Abonn. G-w. Pr. Sonntag den 19. Nommber, nad-mittogs 3'/» Uhr: Vorstellung bet kleinen Preisen: „Als ich wiederkam". Autzcr Abonn. Abends 7 Uhr: „Jugend". ImAbonn. Gew Pr. Montag den 20. Nov.: „Doctor Klaus". Im Abonn. Gew. Pr.
Keßmer Anzeige
Heneral-AnMer
stamme aus England. Und da gegenwärtig alles Englische in Deutschland ebenso nachgcäfft wird wie vor dem großen Kriege alles Französische, so scheint die Behauptung etwas für sich zu haben. Besteht die Unsitte aber wirklich in England? Und wenn sie dort besteht, in welchen Kreisen besteht sie? In den gebildeten ganz sicherlich nicht. Keine anständige englische Frau würde sich von einem Manne eine solche Rohheit bieten lassen. Viel wahrscheinlicher ist es, daß die Unsitte mit der immer auffälliger werdenden Umkehr der Geschlechter und der Verfeminierung (auf Deutsch: Verweibischung) unserer Männerwelt zusammenhängt. Unsere jungen Damen möchten am liebsten die Herren spielen, sich kleiden wie die Leutnants, radeln, Cigaretten rauchen, Spazierstöckchen tragen usw., und unsere jungen Herren und leider auch schon manche ältere Herren können sich nicht weibisch genug zustutzen und putzen: zu den bunten Schühchen, Strümpfchen, Hemdchen und Shlipschen sind diesen Sommer auch noch die bunten Hütchen mit den bunten Bändchen gekommen und die Schwüppchen mit den silbernen Griffchen; und nun sehe man nur, wie sie einhergehen, diese 20jährigen weibischen Trottel, wie sie schieben in den Schlotterhosen mit der Bügelfalte und in den langen Psützentitschern, die ihre dünnen Beine verbergen sollen, wie sie den Kops hängen, wie sie den Rücken krumm machen, als ob sie keine Spur von Mark mehr drin hätten? Zu alledem paßt es, daß sie sich nun auch noch schleppen lassen. Und wie stolz sind die Dämchen, wenn ihnen die große Ehre widerfährt, einen solchen Trottel zu schleppen. — Wie glückstrahlend halten sie ihren Henkel hin, damit sich der Trottel einhenkeln kann, als ob sich das ganz von selbst verstünde! , , t ,, ..
Möchte doch in allen Kreisen, ruft das „Leipz. Tgbl. aus, energisch gegen diese abscheuliche Unsitte vorgegangen werden. Möchten vor allem auch die Frauen und Mädchen darüber aufgeklärt werden, wie sehr sie sich erniedrigen,
wenn sie sich solche Rohheit von den Männern gefallen lassen! Lassen sie sich's auch dann noch gefallen, nun, dann verdienen sie freilich nichts Besseres.
♦ Hinrichtung eines Pastors. Vor kurzem wurde in Vernon, Texas, der Pastor Morrison gehängt. Er war der Ermordung seiner Ehefrau überführt und zum Tode verurteilt worden. Morrison hatte im Oktober 1897 seine Ehefrau vergiftet. Die Beweisaufnahme hatte ergeben, daß das Verbrechen mit einer selbst in den Annalen der Kriminal- geschichte seltenen Kaltblütigkeit vorbereitet und ausgeführt worden war. Das Motiv der That war Habsucht. Der Mörder entledigte sich seiner Frau, um ein anderes, sehr- reiches Mädchen heiraten zu können. Dieses Mädchen war seine Jugendliebe, Frl. Anna Whittelesey. Im August 1897 machte er der Dame einen Heiratsantrag. Seine Ehefrau sei seit elf Jahren bereits lot, so sagte er; er habe da- Predigen aufgegeben und sich auf einer ihm gehörenden Ranch der Viehzucht gewidmet. Am 7. Oktober 1897 besorgte der Pastor sich Strychnin, um, wie er sagte, „Ungeziefer", welches hinter seinen Hühnern her wäre, zu vertilgen. Am nächsten Morgen brachte er das Gift dem Apotheker wieder und erzählte diesem, er wolle das Gift nicht gebrauchen, da er fürchtete, er könnte die Hühner seiner Nachbarn vergiften. Das Packet war geöffnet worden. Nm Abend desselben Tages wurde die Frau des Pastors in bewußtlosem Zustande und in Krämpfen liegend vorgefunden und war tot, ehe der Arzt eintraf. Inzwischen hatte Morrison seinen Briefwechsel mit Frl. Whittelesey fortgesetzt. E neu Tag nach dem Tode seiner Frau sandte er ihr glühende Liebesbriefe. In dem Prozesse gegen den Giftmischer trat Frl. Whittelesey als Hauptzeugin auf; ihre Aussagen führten in erster Linie die Verurteilung herbej.
Feuilleton.
* Besonders lernt die Weiber führen! Dies Wort Mephistos an den Schüler möchte man, wenn auch in etwas anderem Sinne, unserer heutigen Männerwelt zurufen. Lernt die Weiber führen! oder vielmehr: lernt sie wieder führen! Denn wie ein anständiger Mann eine anständige Frau auf der Straße zu führen hat, das scheint ihr ganz vergessen zu haben! Seit einigen Jahren fyat, roie immer: bei neuen Unsitten, anfangs in kleineren, bald aber in immer weiteren Kreisen und mit immer größerer Schnelligkeit die Unsitte um sich gegriffen, daß der Mann auf der Straße die Frau nicht mehr führt, sondern sich von ihr führen, richtiger gesagt: schleppen läßt. Wenn das ein gebrechlicher oder kranker alter Herr thut, wenn der sich an den Arm seiner Frau oder seiner Tochter hängt, so wird kein Mensch etwas dagegen haben. Wenn sich aber starke, gesunde Männer oder junge Burschen von 20 Jahren auf der Straße von einer Frau oder einem Mädchen führen lassen, wie man es jetzt täglich hundertfach sehen kann; was soll man dazu sagen! Man sehe nur, wies gemacht wird: entweder packt der Herr die Dame an ihrem linken Arm und schiebt sie dann vor sich her, etwa wie der Schutzmann einen Strolch; oder er steckt seinen Arm oder seine Hand zwischen ihren Arm und ihre Brust und läßt sich im eigentlichsten Sinne des Wortes von ihr schleppen. Daß ems wie das andere eine große Rohheit ist, darüber kann wohl unter gebildeten Menschen keine Meinungsverschiedenheit herrschen, und es giebt ja auch noch immer eine Anzahl von Menschen, die die Unsitte nicht mitmachen. Aber unter den jungen Leuten machen sie leider schon recht viele mit und auch unter Personen reiferen Alters kann man sie schon sehr oft sehen.
Woher- stammt die Unsitte? Es wird behauptet, sie
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