I ordnung vom 31. Juli 1897 schreibt in I. 4. direkt vor, I daß Wände und Decken, soweit sie nicht mit abwaschbarer I Bekleidung oder Oelfarbenanstrich versehen sind, mindestens I jährlich einmal mit Kalk srisch angestrichen werden sollen. I Was ist aber in diesen Betrieben seit 31. Juli 1897 ge° I schehen? Beinahe nichts!
Auf Vorhaltungen bekommt der Beamte zur Antwort: | „wir können unseren Betrieb nicht 3 bis 6 Tage stehen I lassen." — Dagegen könnten bei gutem Willen die Wände I während des Betriebes ohne Störung für diesen verputzt werden. Der Anstrich, welcher nur wenige Stunden Arbeit erfordert, wird dann einmal nachts oder auch ausnahmsweise auf Grund des § 105c, Absatz 1, Ziffer 3 d. Gew.- Ord. Sonntags bewirkt. Es wäre dann der Verordnung entsprochen, und der Unternehmer besäße freundliche und Helle Betriebsräume.
Dichter Fußboden und saubere, Helle Wände sollten für die Arbeitsräume sämtlicher Betriebe mit allen zu Gebote stehenden Mitteln erzwungen werden!
IV. Wirtschaftliche und sittliche Zustände der Arbeiterbevolkeruug; Wohlfahrtseinrichtungen; Verschiedenes.
Ernährungsverhältnisse.
Es wird nicht zu viel sein, wenn man annimmt, daß in der Stadt Gießen 1200 und mehr Arbeiter aus den Nachbarorten beschäftigt werden, welche allabendlich in ihr Familienheim zurückkehren und jeden Tag früh in die Stadt kommen. Viele von diesen Arbeitern haben Gelegenheit, die Speiseräume ihrer Fabrik zu Mittag aufzusuchen, in welchen sie sich mitgebrachte Speisen wärmen können. Einem großen Teil geht jedoch diese Vergünstigung ab. Die Männer gehen, um sitzen zu können, zur Mittagszeit in das Wirtshaus, die Arbeiterinnen gehen bei schönem Wetter auf der Promenade auf und ab. Beide verbringen jedoch die Mittagszeit bei kärglichem Imbiß, da sie nicht viel Geld dafür ausgeben können. Kaffee und etwas Butterbrot, bei den Männern Bier mit Wurst und Brot bilden das gewöhnliche Mittagessen. Erst abends, wenn die Leute heim kommen, wird warm gegessen. Bei schwerer, beziehungs- ; weise andauernder Arbeit ist es entschieden ungesund, mit- I tags kalt zu essen. Unter diesen Umständen dürfte in Erwägung zu ziehen sein, ob nicht eine Speiseanstalt oder einige Wärmehallen in der Stadt Gießen sehr am Platze wären. Den Speiseanstalten, in welchen für wenig Geld eine warme Suppe mit Fleisch und Gemüse zu haben ist, stehen die Arbeiter allerdings meistens sehr skeptisch gegenüber. Große Fabriken mit Speiseanstallen haben vielfach die Erfahrung gemacht, daß die Arbeiterfrauen ihren Männern lieber stundenweit her zu Mittag das Essen bringen, als daß der Mann sich zum essen des billig und meist besser Gebotenen entschließen könnte. Städtische Speiseanstalten müssen Frauen zu Köchinnen haben, welche die Kost der I Landbewohner bereiten können und ihren Geschmack ver- I stehen. Die Wärmehallen dagegen bieten den Vorteil, daß I die Arbeiter, ohne im Wirtshaus sitzen zu müssen, doch I unter Dach und Fach, vor den Unbilden des Wetters ge- I schützt, ausruhen können.
(Fortsetzung folgt.)
0. Aus Oberheffe», 9. Juni. Gefälschte „neue" Kartoffeln lautet die Ueberschrift einer größeren Mitteilung in Nr. 131, erstes Blatt des „Gieß. Anzeigers" v. 7. d. Mts. Am Schluffe des Artikels wird ausgespochen: Die Umgestaltung alter Kartoffeln zu jungen ist nicht mehr neu, und das ist sehr richtig, denn der „Gieß. Anzeiger" hat bereits zu Anfang der 90er Jahre in seine» „Land- wirtschaftlichen Winken und Ratschlägen" einen größeren Aufsatz über Fälschung von Nahrung«- und Genuß-
Aus dem Jahresbericht des Grotzh. Hessischen Gewerbe-Inspektors der Gewerbe-Inspektion Gießen sür 1898
(die Provinz Oberhessen umfassend) (Fortsetzung).
Handhabung der gesetzlichenBe st immun gen.
Die Baugenehmigung der Neubauten und Umbauten von gewerblichen Anlagen wird neben Vorkehrungen gegen Feuersgefahr und Sicherheit der Betriebsstätte im besonderen noch von der Einrichtung guter Licht- und Luftverhältniffe abhängig gemacht. Ebenso wird eine genügende Anzahl von Aborten verlangt. Abgelegene Betriebe haben für gutes Trinkwasser zu sorgen. Bei großen Betrieben wird ein Hauptaugenmerk auch auf gute Wasch- und Badeeinrichtungen gerichtet, sowie auf Garderobe- und Speiseräume, letztere mit Wärmevorrichtungen für mitgebrachte Speisen.
Die Cigarrenfabriken haben bei Neuanlagen, welche namentlich auf dem Lande entstanden sind, wirklich Befriedigendes geleistet. Hohe, luftige Räume, genügende Anzahl von Fenstern und fachgemäße Ventilationseinrichtungen zeichnen die neueren Cigarrenfabriken aus. Nur für guten, dauerhaften Fußboden haben die Unternehmer bisher noch wenig Sinn gezeigt. Fichtene Bretter werden dicht zusammengefügt, damit der Fußboden den Vorschriften allenfalls entspricht, ein Uebriges wird aber nicht gethan. Selten sieht man, daß die Fußbodendielen mit Nut und Feder ineinandergreifen und auf diese Weise für später einen dichteren Fußboden gewährleisten. Die so vorzüglichen Fußböden aus Rotbuchenriemen, welche mit Harz oder Parafsin imprägniert sind, sich nicht verziehen, schwer abnutzbar sind und auch nicht glatt werden, wollen sich gar nicht recht einführen. In gleicher Weise sind diese Fußböden aus Rotbuchenriemen für Buchdruckereien sehr zu empfehlen. Namentlich wurden die Fußböden verschiedener Buchdruck-Maschinensäle sehr mangelhaft befunden. Dagegen sind die Fußböden der Setzereien durchweg besser. Die Wände der Arbeitsräume in älteren Cigarrenfabriken und Buchdruckereien sind zum großen Teil sehr abqestoßen, abgenutzt, schmutzig und staubig. Bei Neubauten sollte man die Wände der Arbeitsräume 1,80 Meter hoch in hellen Verblendsteinen ausführen, damit Beschädigungen mcht so leicht Eintreten. Außerdem wäre dann die Wand 1,80 Meter hoch abwaschbar. Es empfiehlt sich überhaupt Wände und Decken der Arbeitsräume aller Betriebe jährlich hell anzustreichen, die Fußböden zeitweise zu ölen und die Ritzen L7 Fußboden zu verkitten. Die Buchdruckerei-Ver-
Lokales und Provinzielles.
Gießen, 13. Juni 1899.
** Vom Sprachvereine. Die geringschätzige Behandlung der deutschen Sprache im Schweizer Verkehrs- und namentlich Gasthofswesen sucht man oft mit dem Hinweise auf die nichtdeutsche Mehrheit der Reisenden zu entschuldigen oder gar zu rechtfertigen. In Wirklichkeit aber sprechen die Zahlen zu unseren Gunsten. Von den 2300000 Fremden, die 1897 in schweizerischen Gasthäusern übernachtet haben, sind 18 vom Hundert Schweizer, 34 v. H. Reichsdeutsche, 17 v. H. Engländer, 8 v. H. Amerikaner, 11 v. H. Franzosen, 2 v. H- Italiener, 10 v. H. Sonstige. (Nach der Aufstellung in der von Prof. Dr. Julius Wolf zu Breslau herausgegebenen „Zeitschrift für Sozialwissenschast".) Hieraus folgt, daß nicht das Französische, sondern das Deutsche den Anspruch auf vorwiegende Verwendung im Schweizer Verkehrsgewerbe hat. Und nach dem Deutschen kommt erst das Englische, ehe das Französische Berücksichtigung erwarten dürfte. Das sollten sich unsere deutschen Besucher der Schweiz merken und überall ihre Folgerungen und Forderungen daraus ziehen.
** Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 21.—27. Mai in Mainz 23, in Darmstadt 23, in Offenbach 15, in Worms 7 und in Gießen 9, zusammen 77, davon 21 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 14,9, Darmstadt 17,2, Offenbach 18,3, Worms 9,7 und auf Gießen 19,1. — Die Todesursache anbelangend, verstarben an Diphtherie 1 (Darmstadt), an Diarrhöe und Brechdurchfall 5 (je 1 in Mainz, Darmstadt und Gießen, 2 in Offenbach), an Lungenschwindsucht 12 (je 5 in Mainz und Darmstadt, je 1 in Offenbach und Worms), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 9 (3 in Mainz, je 1 in Darmstadt und Offenbach, je 2 in Worms und Gießen), an Gehirn-Apoplexie 5 (je 1 in Darmstadt und Worms, 3 in Offenbach), an sonstigen Krankheiten 45, (je 14 in Mainz und Darmstadt, 8 in Offenbach, 3 in Worms, 6 in Gießen).
Ausland.
Wien, 12. Juni. Heute fand unter dem Vorsitz des Kaisers ein gemeinsamer Ministerrat statt. Wie verlautet, stellen sich der Ratifikation der Ausgleichs-Vereinbarungen wegen der Handels-Verträge neue Schwierigkeiten entgegen.
Wien, 12. Juni. Der „Extrapost" zufolge soll der Reichs rat Anfang September einberufen werden.
Genua, 12. Juni. Der Herzog und die Herzogin von Orleans sind nach Turin abgereist. Sie werden immer noch von zahlreichen französischen Geheim-Agenten auf Schritt und Tritt bewacht.
Paris, 12. Juni. Am Samstag gab der Senator Trarieux zu Ehren Piequarts ein Festmahl, an welchem etwa 300 Personen teilnahmen, darunter Prinz und Prinzessin von Monaco, sowie zahlreiche Senatoren und Deputierte.
Paris, 12. Juni. Nach heftiger Debatte, welche die sozialistischen und radikalen Abgeordneten über die gestern vorgekommenen Mißhandlungen einer Anzahl republikanischer Journalisten und Abgeordneten seitens der Polizei in der heutigen Kammersitzung hervorgerufen haben, erklärte die Regierung, sie werde keine andere Tagesordnung annehmen, als eine solche, in welcher die Kammer ihr vollstes Vertrauen für die Regierung Ausdruck gebe. Nachdem nacheinander sechs Tagesordnungen von der Kammer abgelehnt worden sind, wurde mit 366 Stimmen eine Tagesordnung angenommen, welche folgenden Wortlaut hat: „Die Kammer ist entschlossen, nur eine solche Regierung zu unterstützen, welche ihrerseits die repulikanischen Institutionen mit Energie durchzusetzen und die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten bestrebt ist." Alsdann geht die Kammer zur Tagesordnung über. Nach der Annahme dieser Resolution j erhoben sich sofort die anwesenden Minister und zogen sich zurück. Der Ministerpräsident Dupuy begab sich alsdann sofort in's Elysee, um dem Präsidenten Loubet die Demission des gesamten Kabinetts anzubieten. Die Kammer vertagte sich bis auf nächsten Montag.
London, 12. Juni. Ein aus Teheran eingelaufenes Telegramm meldet, daß die Pest in Duskire aufgetreten ist Mehrere Eingeborene sind erkrankt. Bis jetzt sind 30 Todesfälle zu konstatieren. Die persische Regierung, unterstützt von englischen, französischen und russischen Aerzten, trifft energische Maßregeln zur Einschränkung der Krankheit.
Afrika. Zur Transvaalfrage liegen folgende I Drahtmeldungen vor: In Bloemfontein glaubt man zu I wissen, daß Präsident Krüger bei dem Volksraad die Ab- I schaffung des Dynamit-Monopols in Vorschlag gebracht I habe und daß der Oranje-Freistaat seinen Einfluß in Pre- I toria für die Erlangung von Reformen geltend mache. — I „Von Kapstadt eingelaufene Nachrichten machen es wahr- I scheinlich, daß das Ministerium der Kapkolonie, unterstützt I von der Liga der Afrikander, sich in einem dem Frieden I günstigen Sinne aussprechen werde. Nach diesen Meldungen I werde die Agitation von der Partei des Cecil Rhodes I genährt."
I Etel gebracht und darin auch angeführt, wie alte ZU neuen herausgeputzt werden. So burditrtVhL A geleimt wie die Pariser Fälscher sind unsere deutschen Ä'. köpfe bei wertem nicht, die Fälschung geliebt und zwar ungefähr in folgender Weise: Die suchen im Frühling ihre Vorräte durch und Knollen von mittlerer Große, etwa wie Hühner,?/? noch etwas geringer, beiseite. Diese kleinen ’ um deswillen bevorzugt, weil die wirklich neuen ff»? - in der Regel anfangs nur von mäßiger Größe * werden stach dem Ausscheiden sorgfältig untersuch h J irgenb em Mackel an der Knolle ist und kommende ' oder zwei Tage, je nach Bedürfnis, in eine Bütte mit r J Wasser. Die Kartoffeln saugen sehr rasch Feucht jede Runzel verschwindet, und die äußere Schales angespannt. Nun nehmen die Aufputzer saubere 8fr* deren Haare nicht zu hart sein dürfen und bürfaV Knollen, eine Arbeit, die flink vonstatten gebt Die Schale der Knollen platzt auf und fliegt nur so hinwe/ siehe da, es tritt eine neue Kartoffel, gelblich- bl?' rötlich glänzend zu Tage, je nach der ursprünglichen & und Farbe. Für zwei oder möglicherweise auch brei ' hält die Fälschung stand, besonders wenn die Knoll., einem kühlen, dunklen Orte aufbewahrt werden andern schrumpfen sie bald ein. Wenn die gefällten ©ortrv einem guten Jahrgang stammen, wie wir z. B. im w/ Jahre einen hatten, gelingt die Täuschung vollkommen h der Geschmack ist ein guter, und das Auge wird butd Auffrischung bestochen. Zwei Sinne zusammen wirken siver als ein einziger; aber bei einem vorausgeaan«-i schlechten Jahrgang gelingt es nicht so leicht. Die vered?
I liebenswürdigen Hausfrauen können Übrigens ba« Suniti- recht gut einmal probieren und nachmachen und sie uy einen doppelten Vorteil davon, einmal: lernen sie Rummel und werden dadurch in die Lage versetzt, sich
I Täuschung zu bewahren; dann: können sie sich'm,-' I gestrengen Eheherrn einen ganz netten, unschuldigen machen, wenn sie ihm gelegentlich einmal friifotitig rej
I Kartoffeln vorsetzen, die im eigenen Keller ntn I Probatum est!
Ans Oberhessen, 9. Juni. Eine alte Sille ober m1 mehr Unsitte ist der noch in vielen Dörfern Nicht
I „Leichenschmaus". Bei einem Trauerfall tottbtn v. Verwandten, Bekannten und Freunde des SJerflotbeiM Reiche „gebitt" (zum Mitgehen gebeten). Nach der -y
I erdigung finden sich dann sämtliche Leidtragende im I hause ein und werden da bewirtet. An Speise unb T i: I mangelts nicht. Mit Brot, Wurst, Butter, Käse, Bier.Br^c wein, Kaffee, Wecke wird aufgewartet, und war btr F: nicht besonders schwer, so entwickelt sich schließlich eine gr. animierte Stimmung. Hinterher wird dann der Leich- schmaus von den Teilnehmern und Verwandten des Ä storbenen oft selbst mißbilligend besprochen. Manempki! cs selbst als etwas Lästiges und — Ungehöriges. 1!- trotzdem besteht diese „alte Sitte" immer weiter, und n mand will den Anfang zur Abstellung dieser „Unsitte' t Dorf machen. Wird man nicht „gebitt", so faßt mans. als Beleidigung auf, und veranstalten die $intetblitlw.i kein Mahl, so werden sie als geizig verschrieen. Man vl sich aber keine Feindschaft machen, und so gehts ruhig tuen: In vielen Dörfern ist aber der Leichenschmaus schon Lrc abgestellt. Die Leidtragenden aus dem Dorfe werben. S: gar nicht mehr und die von auswärts gekommenen mit eirr
I einfachen Kaffee bewirtet. Dadurch wird die Irautrfti viel stiller und würdiger begangen. Für die llngch-'n-ir des Verstorbenen muß es eine Erlösung fein, wenn fic nia mehr wie früher die Aufregungen und Anstrengungen dies' Nachfeier durchzukosten haben. Möge diese Zeilen mit ; beitragen, daß diese „alte Sitte" recht bald übtiatt -c gestellt werde. D. T. A.
x Vom Lande, 12. Juni. Allerorts finden ge£T wärtig die Heugrasversteigerungen statt. Die babtii zielten Preise sind verhältnismäßig gering, da viele fianbiu noch bedeutende Vorräte aus dem vergangenen Jahre besi s" Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, bleibt der diesjähr? Heuertrag weit hinter dem vorjährigen zurück. Hält *d| trockene Wetter längere Zeit an, so dürfte auch die Gre meternte nur mäßig ausfallen. Auch auf den bereits n: gemähten Kleeäckern wächst der zweite Klee nur langer nach. — Dem Roggen, welcher jetzt in voller Blüte j > kommt die trockene Witterung sehr zu statten. Da der die bei uns am meisten angebaute Getreideart ist, so zu wünschen, daß die Blüte gut verläuft.
O Reiskirchen, 12. Juni. Durch die Gendarr-' wurde heute morgen im Felde dahier ein armer zwölsjäh Junge aufgegriffen und auf die Großh. Bürgermei'-" verbracht. Er gab an, daß er von Lollar sei und fi«^ Samstag von dort entfernt habe, um seinen Bruder, wew auf dem Heibertshäuser Hof dient, zu besuchen. Am 2,(* tag morgen habe er sich bann hierher gewandt. Nao^ er leiblich gestärkt worden war, wurde er nach Gießen^ von da nach Lollar geführt.
△ Aus dem Ohmthal, 12. Juni. Man erinnert < gewiß noch des blutigen Zusammenstoßes 3» nt Zigeunerbanden im November des vorigen 3a^rc^J Wettsaasen. Daß die überfallene, angeschossene und btfl geschlagene Herde der anderen blutige Rache geschwlr läßt sich nach den Umständen leicht annehmen. Die griffenen Zigeuner stammten aus Norddeutschland. A> genannte Zigeunerschlacht erinnert uns lebhaft eine et. Tage stattgefundene bei Aurich. Messer, Säbel, Dß Gewehr und Revolver haben hierbei wiederum eine j , gespielt. Wie berichtet wird, wären die Parteien f^ori Jahren gegenseitig verfeindet, und bei dem nunmey folgten Zusammenstoß wurde die alte Fehde zum Aus. . gebracht. Männer, Frauen, Jünglinge und Greise beteckz sich mit Messern und Dolchen am Kampfe. Spater; man zu den Schußwaffen. Drri Schwerverletzte, eine a.
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