ÄÄ Sä ;■!<■> Sy**
ÄS*
Ä?» $ ^Pfangen wirb ’ e».fe -LS""» " d°lh d, (jIaB(
b[r Mtab dk " ^°b- sich »ich,
■* M
M°" »-'!> h-w i vung der deutsche! lchen das richterliji ^end es in Frankreie französisch? An- die wichtigsten Zch, "affe 1897, d. h. ^
Ia-re ult eilten der Jahresklassen 1897 waren in die 'intzetragen, was gegee M) einen Mindererttüc av gegenüber der Kl^ tragt. Jedenfalls habr rals Billot als Krieg- der vierten Bataillor! mbeö Mehrerträgnis n tigt. Bon den 3311t! irden bei der ärztliche antauglich erklärt. U igenen der JahresU H. Analphabeten, n.. fett unb schreiben 382« H.) falten eine weile
n die Polizei in Er ernvlmien txw,ire ,e WÄ entseck Fortsetzung der Reck n Auftrag, aufs streus
utigen Blätter bespikt. wberlains, wobei!'' iren. M [ar gemacht werden, daß enieinsamer llntersuchuT chnel werden möge, der
e und wesentliche M U „tue W di-r m Siegeln «S#« “
* W •*?.' M
S'SK Uta”b8toa$ta5 ®"‘ Schwernsberg ;
oerlei^en 9,(I. gtii
j v" * «d « Xi w ffl ,.. der ichp-r *" '1 •?£&** S-S'"
K'S'">
Ausnahme ber Kreise Alsfeld, Lauterbach unb Schotten, auf den 20. August l. I. festgesetzt. Für bie Kreise Alsfelb, Lauterbach und Schotten behält es bei ber allgemeinen Be- stimmung, wonach bie Heegzeit ber genannten Wilbarten am 31. August enbet, sein Bewenben.
** Anerkennung. Dem „Wetzl. Anz." wirb aus Groß- Rechtenbach vom 10. August geschrieben: Zu den gestrigen Mitteilungen bieses Blattes über ben hierselbst stattgehabten Brand ist noch ein Nachtrag zu machen. Unter den Löschmannschaften, welche bei der Bekämpfung des Brandes mitgewirkt haben, befanden sich 20 Soldaten vom Kaiser-Wilhelm-Regiment in Gießen, welche zu den Erntearbeiten hierher kommandiert waren. Diese Leute haben sich an den Löscharbeiten in so hervorragender Weise beteiligt, daß die ganze Gemeinde ihres Lobes voll ist, und ihnen für ihre wackere Mithilfe wärmsten Dank weiß.
*• Tagestelegramme. Von den Telegrammempfängern wurde es früher oftmals als störend und beunruhigend empfunden, daß ihnen Telegramme unwichtigen Inhalts auch während der Nachtzeit durch die Telegraphenboten zugestellt wurden. Es wurde daher witderholt beim Reichspostamt angeregt, daß eine vereinfachte Bezeichnung für solche Telegramme geschaffen werde, von denen der Aufgeber wünscht, daß sie nicht während der Nachtstunden dem Empfänger ausgehändigt werden. Die daraufhin vom Reichspostamt am 1. Dezember vorigen Jahres zunächst eingeführte Einrichtung, alle Telegramme, welche vor der Aufschrift die Bezeichnung („Tages") tragen, während der Zeit von 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens nicht bestellen zu lassen, hat sich gut bewährt. Die Einrichtung der »Tages"-Telegramme soll daher nach einer neuerdings vom Reichspostamt erlassenen Verfügung für den inneren Verkehr und für den Verkehr mit Bayern und Württemberg nunmehr dauernd beibehalten werden. Der Vermerk „Tages" vor der Telegrammadresse wird als ein Textwort gezählt.
§ Aus dem Ohmlhal, 10. August. Von einer auffallend starken Erkrankung des Kohles, namentlich der Krautpflanzen, haben wir kürzlich berichtet. Der am Schluß der Mitteilung gestellten Bitte, Ursache und Heilung der Erkrankung im Fall ihres Bekanntseins kundzugeben, ist von feiner Seite entsprochen worden. Es freut uns deshalb, jetzt selbst in der Lage zu sein, die wünschenswerte Aufklärung und Belehrung über die auffällige Erscheinung geben zu können. Diese Kenntnis verdanken wir einer Mitteilung im „Prart. Wegweiser". Hiernach nennt man die beschriebene Krankheit des Kohles „Kropfkrankheit". Sie wird verursacht durch einen kleinen Pilz, der sich bei der Entstehung ber Wurzeln entwickelt. Sie zeigt sich durch Auswüchse und knotenähnliche Verhärtungen, von denen bald alle Wurzeln ergriffen werden. Sobald ein Terrain von diesem liebel befallen ist, kann es kaum mehr zur Anpflanzung von Kohl benutzt werden. Das einzige bis jetzt bekannte Heilmittel gegen diese Krankheit war, während dreier Jahre keinen Kohl mehr auf die nämliche Stelle zu pflanzen. Oft bemerkt man beim AuSreißen alter Wurzeln die Entwicklung des Pilzes. Als Mittel gegen die Erkrankung hat sich Kalk- asche, Ueberreste von Kalk, die auch manchmal mit Steinkohlenasche gemischt sein können, trefflich bewährt. Mit Kalkasche gedüngte Beete bleiben von der Entartung des Kohles bewahrt. Auch eine Begießung der bereits von der Kropfkrankheit befallenen Pflanzen mit Kalkwasser soll dieselben gründlich heilen. Dagegen hat der Versuch, Blumenkohlpflanzen vor ihrer Verpflanzung in altes Kalkwasser unterzutauchen, diese Pflanzen zum Absterben gebracht, weil bie jungen, zarten Wurzeln nach vier Tagen verbrannt waren. Es ist zweifellos von größtem Interesse für den Gemüsebau, ein Mittel zu wissen zur Verhütung und Heilung der beschriebenen Erkrankung, die in diesem Jahre in nie gesehenem Umfang auftritt. — Gerade, weil der Kohl in diesem Jahre schlecht zu geraten verspricht, dürfte es geboten erscheinen, einen anderen Schädling von ihm abzuhalten, den Kohlweißling. Dessen Raupen sind bekanntlich bie Krautzerstörer im Herbst. Der Kohlweißling tritt eben sehr häufig auf. An feuchten Stellen sieht man ihn in Schwärmen sitzen. Hier ist Gelegenheit genug geboten, ihm wirksam beizukommen. Wenn nur Gebrauch davon gemacht würde.
Darmstadt, 10. August. Wie die „N. H. V." hören, soll Herr Landgerichtsdirektor i. P. Küchler durch die Beschluß-Strafkammer des Landgerichts dahier außer Verfolgung gesetzt worden sein.
△ Mainz, 10. August, lieber die Hierherkunft des deutschen Kaisers liegt jetzt die amtliche Mitteilung, daß der Kaiser am 30. d. M. eintreffen werde, vor. Die Ankunft erfolgt auf dem Zentralbahnhof, von wo sich der Laiser direkt zur Truppenschau auf den „großen Sand" begibt. Nach der Truppenschau reitet der Kaiser mit dem am Morgen gleichfalls hier eintreffenden Großherzog von Hessen nach dem Großh. Palais, wo das Frühstück eingenommen wird. Die Abreise des Kaisers erfolgt am Nachmittag und zwar nach Darmstadt. Für den Empfang des Kaisers werden seitens der städtischen Behörden umfassende Borkehrungen getroffen, und ist unter anderem geplant, dem Monarchen von sämtlichen Mainzer Gesangvereinen eine Ovation bringen zu lassen.
t* In Metz wurde am Montagvormittag der 7. Jahres- la»g des Bundes deutscher Gastwirte eröffnet. Durch etwa 200 Delegierte waren 11 Einzelverbände vertreten, bmrunter der hessische mit 12 Abgeordneten.
Aus der Zeit fßr die Zeit.
Dor 137 Jahren, am 12. August 1762, wurde zu Üiungensalza einer ber berühmtesten Aerzte Christoph Wil- hellm v. Hufe land geboren. Der Arzt von Weltruf wurde
nur durch den edlen Menschen in ihm übertroffen; die Zahl der Armen, welche er unenlgelllich behandelte, war Legion. Sein populärstes Werk, die „Makrobiotik" oder die Kunst das menschliche Leben zu verlängern, wurde in viele Sprachen übersetzt. Er starb am 25. August 1836 zu Berlin.
Vermischtes.
*D. Frankfurt a. M., 10. August. Eduard Strauß, der nach Absolvierung seiner Konzertreise durch die Rheinlande und Westphalen über Cassel und Marburg hierherkommt, verweilt leider nur zwei Tage in Frankfurt, um, wie schon so manchmal im Zoologischen Garten Konzerte zu geben, die für Montag den 14. und Dienstag den 15. August angekündigt sind. Wie immer, gleicht seine Reise einem Triumphzug und auch hier heißt es wieder: Eduard Strauß kommt, wer freute sich nicht den alten Meister der Tänze wiederzusehen, mit seiner entzückenden Art, die Kompositionen verschiedenster Tondichter, besonders aber die von seinem Vater, seinen Brüdern und ihm selbst wiederzugeben, seine weltbekannte Eigenart des Dirigierens mit der Violine in der Hand und häufig selbst mitspielend, von neuem zu bewundern. Auch diesmal bringt Strauß wieder neues mit, darunter einen neuen Walzer von sich selbst, dem er den Namen „Menüblätter" gegeben hat.
* Die Sommerkleider ber Dollarköniginnen stellten in diesem Sommer alles in ben Schatten, was bisher in dem Seebade Newport auf Rhode Island, wohin die New-Aorker Gesellschaft sich vor der Hitze geflüchtet hat, dagewesen ist. Vor wenigen Jahren noch erschien ein jährlicher Aufwand von 1000 — 2000 Dollars für Badekleider schon viel, heute müssen es 10, 12 oder 15 neue kostbare Anzüge allein für den Sommer sein. Wieviel tausend Dollars dazu gehören, um in Newport — wie es im Millionärjargon heißt — passend gekleidet zu sein, dafür ist Mrs. William Astor ein Beispiel, die in diesem Sommer nur wenige Kleider, diese aber in einem Gesamtwerte von 240000 Mark, für sich hat machen lassen. Eine ihrer glänzendsten Toiletten ist aus Purpursatin und mit einer ganz besonderen Sorte von irischen Spitzen besetzt. Die Spitzen sind so wunderbar auf dem Kleide befestigt, daß es den Anschein hat, als ob sie in das Kleid eingewebt wären. Besonders prächtig aber ist die Art, wie Amethyste auf den Aermel und am Halse angebracht sind. Eine andere Toilette ist ganz aus schwarzen Spitzen über weißem Satin. Die Vorderseite des Rocks ist mit römischen Perlen besetzt, die großen Seltenheitswert besitzen. Es ist ein tiefausgeschnittenes Abendkleid mit Courschleppe und kurzen Aermeln und augenscheinlich darauf berechnet, mit den berühmten Astor-Juwelen als Halsgeschmeide zu prunken. Es hat 35 000 Mark gekostet. Ein Ballkleid ist aus herrlichem weißen Satin, mit Spitzen besetzt, von denen man die Elle auf 16000 Mk. schätzt. Dazu sollen die berühmten Astor-Diamanten getragen werden. Ein einfacher Umhang hierzu kostet allein 6000 Mk. Er besteht aus schwarzem Chiffon, ist mit violettem Satin gefüttert und mit einem großen weißen Spitzenkragen versehen; die Spitzen fallen vorn bis auf den Boden und reichen auch auf dem Rücken bis auf den Saum des Kleides. Neben Mrs. Astor ist Mrs. Ogden Mills zu nennen. Diese hat für eine einzige Toilette 200000 Mark bezahlt.
• Eine eigenartige Wette. In Dresden hat ein wohlhabender Bürger infolge einer Wette das Kunststück fertiggebracht, in Jahren eineMillion abgefahrener Fahrscheine derStraßenbahuen zusammenzubringen. Am Ablieferungstage lag die Million in Packeten zu je 1000 Stück in drei großen Kisten zur Ansicht aus. Um die Million zusammenzubringen, waren in den letzten neun Monaten Hunderte von fleißigen Händen in Thätigkeit. Alle Freunde des Wettenden halfen mit und in verschiedenen Geschäften der Stadt waren Sammelstellen errichtet. An 100 000 Stück lieferten allein die königlichen Stallamtsbediensteten ab; auch viele Schulkinder sammelten mit, freilich nicht ohne Entgelt. Der Verlierer hatte an den Gewinner 500 Mark zu zahlen, welche der Letztere in dankenswerter Weise dem unter dem Protektorate der Königin stehenden Krüppelheim überwiesen hat. — Solche lobenswerte Verwendung des Wettbetrages mildert das Unsinnige solcher Wetten wenigstens etwas.
Kirchliche Nachrichten.
Svangelifche Gemeinde.
Sonntag den 13. August. 11. nach Trinitatis. Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markus- gemeinde.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.
In der JohanneSkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde.
Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 12. August.
Nachmittags um 4Vt Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zui heil. Beichte.
Sonntag den 13. August. 12. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags von 6>/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Meste;
vor und in derselben Austeilung der heil. Communion;
Vormittags um 8 Uhr: die zweite heil. Meste;
„ um 91/a Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2»/, Uhr: Andacht.
Montag den 14. August.
Nachmittags um 4'/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Dienstag den 15. August.
Mariä Himmelfahrt.
Vormittags von 6V9 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austheilung der heil. Communion.
, um 8 Uhr: Die zweite heil. Meste;
„ um ÖV2 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2</, Uhr: Andacht mit Segen.
Pottrsdienst in der Synagoge.
Samstag den 12. August 1899.
Vorabend 7" Uhr, morgens 830 Uhr, nachmittags 4 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 8» Uhr.
Schiffsnachrichten
Der Postdampfer „Kensington" der „Red Star ßtne* in Antwerpen ist laut Telegramm am 9. August wohlbehalten in New- Bork angekommen.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemessen am 11. August, zwischen 11 u. 12 Uhr mittag«:
Master 17°, Luft 18'/,°.
Rübfamen'sche Badeanstalt.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold-.
Berlin, 11. August. Der Kaiser ist gestern abend 11 Uhr von Kassel nach Dortmund abgereift. Die Wiederankunft in Kassel erfolgt Sonntagabend 7 Uhr. — Der Kaiser spendete für die Abgebrannten von Marienburg 3000 Mark. — Im November folgt der Kaiser einer Einladung des Fürsten Hohenlohe-Oehringen zur Fasanenjagd nach Schloß Slawentzitz in Oberschlesien. — Nach einer Meldung aus Wilhelmshöhe hat sich die Verletzung am Fuße der Kaiserin derart gebessert, daß dieselbe bereits ohne Stock oder Stütze gehen kann.
Graz, 11. August. Blättermeldungen zufolge wurde ein französischer Kap itän, welcher der Spionage verdächtig ist, verhaftet und nach Wien transportiert.
Paris, 11. August. Frankreich und Rußland sind übereingekommen, im Falle eines Bruches zwischen England und Transvaal sofort ihre Vermittelung zur Beilegung des Streites anzubieten. Man glaubt, daß auch der Dreibund den beiden Regierungen seine Vermittlung zur friedlichen Beilegung des Konfliktes anbieten werde.
Paris, 11. August. Zweitausend ausständige Gasarbeiter, welche gestern abend versammelt waren, entsandten Delegierte zu den im Betriebe befindlichen Gasfabriken, zu dem Zwecke, die dort noch arbeitenden aufzufordern, mit den Streikenden gemeinsame Sache zu machen. Die Beilegung des Streikes ist noch nicht zu erwarten.
London, 11. August. „Daily Mail" veröffentlicht ein Telegramm, nach welchem die Mitglieder des Alaska Expedition am 17. Juli von einem Jndianerstamm angegriffen wurde, wobei die Expedition 17 Tode verlor. Die kanadische Regierung hatTruppen abgesandt, um die Indianer zur Rechenschaft zu ziehen.
Rennes, 11. August. General Negrier empfing in dem nahe gelegenen Seebade Dinard die Generale Mercier, Zurlinden und Roget. Diese Generale sollen den Plan verfolgen, eine Unterbrechung des Dreyfus-Prozesses für längere Dauer zu erzwingen. Die Handhabe hierfür soll die morgige Aussage Merciers bieten. — Die Freunde Casimir Periers versichern, derselbe werde morgen die Frage der Verteidigung, ob es wahr sei, daß er 1894 Mercier zu bestimmen gesucht habe, den Dreyfus-Prozeß wenigstens teilweise öffentlich zu führen, bejahen, und eine Erklärung abgeben, daß er damals unter schwierigen Umständen zwar das Staats-Interesse zu wahren bestrebt gewesen sei, daß aber ein voller Ausschluß der Oeffentlichkeit bei dem Verfahren gegen Dreyfus durchaus nicht notwendig erschien. — Es verlautet, Demange haben gestern nachmittag eine Mitteilung Esterhazys mit irgend welchen Anerbietungen erhalten. — Demange bestätigt, daß die bisher diskutierten 300 Aktenstücke des geheimen Dossiers Dreyfus nicht im mindesten belasten. — Die Antisemiten arbeiten eifrig daran, hier Ruhestörungen zu veranstalten. Für morgen sind Versammlungen einberufen, in denen Dsroulöde und Guerin sprechen sollen.
London, 11. August. Die „Times" veröffentlichen heute folgende Erklärung: Wir sind in der Lage, zu versichern, daß außer der Uebermittelung der im Bordereau aufgezählten Schriftstücke von zweideutigem Wert mehr als 160 Schriftstücke von bedeutendem strategischem Wert von Esterhazy an den deutschen Militär-Attacho Obersten von Schwartzkoppen ausgeliefert worden sind. Esterhazy hatte bei dieser Auslieferung alsMitschuldigeSandherr undHenry. Unter den ausgelieferten Schriftstücken befand sich auch der allgemeine Mobilisierungsplan der französischen Armee. Die durch diesen Verrat erworbenen Gelder wurden zwischen Henry und Esterhazy geteilt. In Pariser diplomatischen Kreisen war Esterhazy genügend als Verräter bekannt. Mehr als eine europäische Regierung dürfte Mitteilungen von ihm erhalten haben.
London, 11. August. Eine Politische Persönlichkeit will wissen, daß innerhalb 14 Tagen England der Transvaal- Regierung ein Ultimatum stellen werde. Zu Beginn der nächsten Woche werden bedeutende Waffensendungen sowie Ergänzungstruppen nach Kapstadt abgehen.
Belgrad, 11. August. Der Polizei- unb der Handels- Minister haben demissioniert. Das Kabinett wird so- fort wieder vervollständigt werden.
Alexandrien, 11. August. Die Meldung, daß der Khalif mit 50,000 Mann sich anschicke, den Sudan wieder zu erobern, wird von unterrichteter Seite mit dem Bemerken dementiert, daß der Khalif nur über wenige tausend Mann verfüge, und damit nicht in der Lage sei, einen feindlichen Angriff auf die ägyptisch-englische Armee zu unternehmen.


