Ausgabe 
12.8.1899 Erstes Blatt
 
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Dr. Ortwein, niemand an der Bahn eingefunden. Der Fürst bewohnt die Villa Thielemann in der Viktoriastraße. Behandelnder Arzt ist Medizinalrat Dr. Grödel.

Berlin, 10. August. Der Kaiser hörte auf Schloß Wilhelmshöhe heute die Vorträge des Chefs des Militär- Kabinetts v. Hahnke, des Kriegsministers v. Goßler und des Gesandten Grafen Wolff-Metternich. Letz­terer hat auch gestern dem Kaiser Vortrag gehalten.

Berlin, 10. August. DerReichs-Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Ober-Regierungsrats Frhrn. v. Rei- witz zum Regierungspräsidenten in Stade.

Berlin, 10. August. DerNordd. Allgem. Ztg." zufolge erhielt der Botschafter Graf Münster den Namen Fürst von Derneburg".

Berlin, 10. August. Zu der Auszeichnung des Grafen Münster schreibt heute diePost": Dieselbe drücke die Hochachtung aus, die der Kaiser dem mit der heimatlichen Scholle fest verwachsenen hannoverschen Edel- manne entgegenbringt, der in seiner Person die Verbindung zwischen den ruhmreichen Traditionen Alt-Hannovers und den nicht minder ruhmreichen Thaten Neu-Hannovers unter preußischem Szepter darstellt.

Berlin, 10. August. Die großen Berliner Bank­häuser haben ihrer Kundschaft ein Rundschreiben zugehen lassen, in welchem sie mitteilen, daß sie gemeinsam den Beschluß gefaßt haben, ihre Kassen für die Zukunft um 3 Uhr nach­mittags zu schließen.

Berlin, 10. August. Nach der im Reichs-Eisenbahnamt aufgestellten Nachweisung sind auf den deutschen Eisen­bahnen, ausschließlich Bayerns, im Juni d.J. 196 B etriebs- Unfälle vorgekommen, bei welchen 53 Personen getötet und 109 verletzt wurden.

Berlin, 10. August. Nach einer Meldung aus Essen wird Geheimrat Krupp morgen abend 9 Uhr zu Ehren des Kaisers auf seiner Villa Hügel eine große Festlichkeit arrangieren, an welcher auch die bei der Kanal-Feier in Dortmund anwesenden Minister teilnehmen werden. Der Kaiser wird bis einschließlich Sonntag auf der Villa Hügel verweilen.

Berlin, 10. August. DemLokal-Anzeiger" wird zu den gestern nach Schluß des Kriegsgerichts vorgekommenen schweren Tumulten aus Rennes telegraphiert, daß für dieselben sowohl von revisionistischer wie von antirevisio­nistischer Seite die Gendarmerie verantwortlich gemacht wird, welche, ohne zu mahnen, auch in die Journalisten hineinritt und es dabei besonders auf Zeichner und Photographen abgesehen hatte. Ein tragikomisches Bild boten gestern etwa 30 Pariser Camelots, die eine Gastspielreise gemacht hatten, um sich bei Bernard Lazare, dem Anführer der Dreyfus- Leute, zu melden. Dieser dankte aber. Nun hatten die Camelots keinen Sous in der Tasche. Der Kommissar Hennion schickte nun dieselben schnellstens nach Paris zurück.

Berlin, 10. August. DiePost" meldet aus Warschau: Die Stadt und das Gouvernement Lomska wurden von einem furchtbaren Orkane heimgesucht. Die Keller und Erdgeschosse der Stadt wurden überschwemmt. Der Verkehr stockt; Militär arbeitet an der Beseitigung der Hindernisse. Die Stadt Opole im Gouvernement Lublin wurde durch eine furchtbare Feuersbrunst heimgesucht. Heber 500 Familien lagern unter freiem Himmel. Man vermutet, daß Brandstiftung vorliegt.

M.P.C. Zur parlamentarischen Lage wird uns aus Abgeordnetenkreisen geschrieben: Es darf als ziemlich zweifellos angenommen werden, daß ebensowenig wie die Frage der Gemeindewahlreform die des Mittel­landkanalbaues noch große Schwierigkeiten machen werden. Es gilt in den Kreisen der Mehrheitsparteien inklusive der konservativen als so gut wie feststehend, daß beide Gesetz­entwürfe eine Mehrheit von Stimmen auf sich vereinigen werden. Ob sich unter diesen Umständen die Session noch allzuweit in den September ausdehnt, darf als fraglich gelten.

Zur Kanaleinweihung. Es erregt einiges Befremden, daß gerade die am Kanal am meisten interessierten Minister, Finanzminister Dr. v. Miquel und Handelsminister Brefeld, noch in letzter Stunde ihren Besuch abgesagt haben.

In der sozialdemokratischen Presse wollen die Er­örterungen über das rot-schwarze Bündnis in Bayern kein Ende nehmen. Auch Herr v. Voll mar hat das Wort ergriffen, um neben anderem zu berichten, wie sich die von den Ultramontanen bishergeleitete" Arbeiter­schar die Führung angeeignet hat: Zwar wolle ein Teil der Partei, bestehend aus Beamten und Großbürgern, um jeden Preis an dem alten Grundsatz festhalten, daß das Zentrum niemals mit der Sozialdemokratie einen wie immer be­schaffenen Pakt schließen könne, und deshalb lieber Fühlung mit den Liberalen suchen. Aber wenn im Zentrum bisher jede Stimmzettelabgabe für einen Sozialdemokraten als ein Verrat an der Kirche und ein Eidbruch am Staat hingestellt werden konnte, und wenn noch bei den vorjährigen Reichstags­wahlen der Einfluß des Hofes und der höheren Geistlichkeit die Massen der Zentrumswähler bewogen hatte, zur Be­kämpfung der Sozialdemokratie die Liberalen zu unterstützen, so war hierin mittlerweile eine bedeutende Aenderung ein­getreten. Die Arbeiter, Handwerker und Bediensteten, die das Zentrum in den katholischen Arbeitervereinen organisiert hatte, um sie der Sozialdemokratie fernzuhalten und als dienstbereite Hilfstruppen zu verwenden, hatten sich allmäh­lich fühlen gelernt. . . Die katholischen Arbeiter vor allem waren es, die mit aller Entschiedenheit darauf hindrängten, daß das liberale Vertretungsmonopol um jeden Preis zu brechen und daß zu diesem Zwecke mit den Sozialdemokraten eine Vereinbarung zu treffen sei. Und als diese dann zur Thatsache wurde, da waren die katholischen Arbeiter wiederum die ersten, die einen Kandidaten aus ihren Reihen aufstellten, den bürgerlichen Elementen großmütig die Aufstellung des anderen unter der Bedingung überlassend, daß dazu ein Mannaus dem praktischen Leben" genommen werde. So

wurde denn, allen Mahnungen und Warnungen der alten Führer entgegen, die Wahlverabredung mit uns vom Zentrum mit großer Mehrheit beschlossen und in offizieller Form festgestellt.

Neben der Berliner hat sich auch die Bonner Universität dagegen ausgesprochen, daß den Technischen Hochschulen das Recht gewährt werde, den Doktortitel zu verleihen.

Berlin, 9. August. In die Ungewißheit, die über das Schicksal der Kanalvorlage ausgebreitet liegt und in die wahrscheinlich erst am Freitag bei dem Kaiserbesuche in Dortmund klärendes Licht fallen wird, bringen auch längere Betrachtungen der führenden Zentrumsblätter einige Anhalts­punkte. DieKöln. Volksztg." übt freilich nur die Zentrums­kunst des Eiertanzes, nach Lieberscher Weise. DieGermania" aber sagt klipp und klar: die Negierung brauche nur zu wollen und sie habe den Kanal, mit welcher Erklärung sie übrigens nur die Behauptungen der nationalliberalen kanal­freundlichen Presse wiederholt. Allerdings ist die Kanalvor­lage nach der Erklärung derGermania" vom Zentum nur zu bekommen gegen die Gemeindewahlreform.Sollte es, so schreibt sie, bei der Abstimmung auf einige wenige Stimmen pro oder contra ankommen, so wäre es von der Regierung gewiß nicht sehr klug, wenn sie die von ihr vertretene Ge­meindewahlreform in der Versenkung verschwinden lassen und damit das ganze Zentrum brüskieren wollte. Bezüglich des Zentrums weiß also die Regierung ganz genau, woran sie ist. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg." Die national­liberaleMagdeb. Ztg." erklärt:In dem Augenblick, wo die Regierung zu erkennen gibt, daß sie unter allen Um­ständen auf der Erledigung der Kanalvorlage bestehen muß, hat sie auch eine Mehrheit für diese im Abgeordnetenhause wie im Herrenhause." Das ist, bemerkt hierzu dieGerm.", auch unsere Meinung.Die Regierung brauchte nur zu wollen und es ist gegründete Hoffnung vorhanden, daß in der Kanalfrage etwas Ersprießliches zu stände kommt."

Aus Friedr ichsruh schreibt man derT. R.": Am Mittwoch mittag um 12 Uhr kamen hier, wie schon angekündigt, die Herren B. Keller und R. Jonas mit dem Silberkranz des Vereins deutscher Reichsangehöriger zu Moskau an. Fürst Herbert Bismarck hatte die Absicht ge­habt, Dienstag abend zurückzukehren, war daran aber ver­hindert worden. Sein Sekretär Herr Weishaar, ein ge­borener Oesterreicher, empfing die Herren am Bahnhofe und führte sie nach dem Mausoleum, wo sie den ebenso kostbaren wie kunstvollen Kranz am Sarkophag niederlegten, auf dem sich prächtige zum Sterbetage des Altreichskanzlers geschickte Kränze, vor allen der des Kaisers, befanden. Später soll das Moskauer Kunstwerk, gleich allen anderen metallenen Kränzen, im Sterbezimmer aufbewahrt werden. Dieses, sowie das Schloß und der Park samt allen Lieblings­plätzen des eisernen Kanzlers zeigte Herr Weishaar den Abgeordneten in liebenswürdigster Weise. Die Herren fuhren dann über Hamburg nach Berlin zurück, von wo Herr Bernhardt Keller bereits Donnerstags früh wieder nach Hause reiste.

Hamburg, 10. August. Die aus ständigen Bau­arbeiter haben heute vorläufig bedingungslos die Arbeit wieder ausgenommen, da die InnungBauhütte" sich nur dann zu Unterhandlungen bereit erklärte.

Die deutschen Orte in Siebenbürgen. In Sachsen ist, wie dortige Blätter berichten, nichts davon be­kannt, daß der sächsische Minister des Innern an sämtliche ihm unterstellten Landesbehörden die Verfügung erlasfen habe, im Verkehr mit den ungarischen Behörden die deutschen Orte in Siebenbürgen mit ihren deutschen Namen zu be­zeichnen. Wahrscheinlich liegt auf magyarischer Seite eine Verwechselung mit einem Rundschreiben vor, das deutscher Selbsterhaltungstrieb in Siebenbürgen in die Welt gesandt hat. Es lautet: Es ist allenthalben zur Genüge bekannt, daß die Magyaren in ihrem Bestreben, ihrem Staate das Gepräge rein nationaler Eigenart aufzudrücken, nicht davor zurückgescheut sind, sich auch an den althistorischen deutschen Ortsnamen Siebenbürgens zu vergreifen und ihnen magyarische Bezeichnungen unterzuschieben. Das magyarische Namens­gesetz hat aber Geltung nur für den amtlichen Verkehr, für den geschäftlichen ober privaten Verkehr aber ist es voll­kommen bedeutungslos. Es liegt also ganz bei uns Deutschen, ob wir uns eines angestammten Rechtes, des Rechtes des Gebrauchs unserer Muttersprache, entäußern oder es kräftigst wahren wollen. Und darum sollten sich alle die, die im brieflichen Verkehr mit Siebenbürgen ober überhaupt mit Ungarn stehen, sagen, daß es nationale Ehrenpflicht ist, in diesem Verkehr nur der deutschen Sprache sich zur Bezeich­nung deutscher Orte zu bedienen. Wer das thut, der ent­spricht nicht nur einem allerersten Gebot nationaler Selbst­achtung, sondern er darf auch das Bewußtsein haben, daß er einem schwer bedrängten Zweige unseres deutschen Volkes in der Erhaltung seiner deutschen Eigenart behilflich ist.

Samoa. Die Wahrscheinlichkeitsschlüsse, die die Tägl. Rundschau aus den lückenhaften Samoaner Nachrichten über den Verzicht des Dr. Solf auf das Oberrichteramt zog, erweisen sich richtig. Es heißt in neueren am 18. Juli in Apia aufgegebenen englischen Nachrichten: Gestern lösten die Kommissare die sehr verwickelte Angelegenheit der Stell­vertretung für das Oberrichteramt. Die Kommissare über­trugen diese Stellvertretung dem amerikanischen General­konsul Osborn; auf diese Weise sollte das Amt des Vor­sitzenden des Regierungsrates nicht mit dem des Oberrichters auf einen Deutschen fallen. Dr. Solf schrieb auf den Rat des Freiherrn v. Sternburg, daß er auf feine Ansprüche aus dem Berliner Vertrage verzichte.

Ausland.

Wien, 10. August. Graf Goluchowsky reist heute an das Hoflager nach Ischl.

Kladno, 10. August. Auf der Poldihütte ist ein

partieller Arbeiterstreik ausgebrochen. Die Arbeiter drohen mit einem allgemeinen Ausstand, wenn ihre Forder­ungen, in der Hauptsache höhere Löhne, nicht erfüllt werden.

Cilli, 10. August. Heute nacht gab es noch entsetz­liche Scene n. Slaven, die das Vereinshaus verließen, schossen mit Revolvern aus dem Schatten auf die ange- fammelten Deutschen, von denen mehrere schwer verwundet wurden. Hierauf stürzten sich die Deutschen auf die Slaven, und es entstand ein entsetzliches Blutbad.

Budapest, 10. August. Auf dem hiesigen Güterbahn­hofe der Staatsbahn steht das große Kohlenlager der ungarischen Allgemeinen Kohlen-Aktien-Gesellschaft in Flammen.

Rom, 10. August. Der König entsendet eine außer­ordentliche Gesandtschaft an den Sultan von Marokko, welche dieser in der Stadt Marrakosch empfangen wird.

Monaco, 10. August. Der amerikanische Rentier Burendt hat sich wegen großer Spielverluste ins Meer gestürzt.

Paris, 10. August. Einer Blättermeldung zufolge dürfte Dnpaty heute von Paris nach Rennes abreifen.

Paris, 10. August. Hier war heute das ernste Gerücht verbreitet von dem baldigen Ableben Paly de Clams. Journalisten begaben sich infolge dessen in die Wohnung Dupatys, wo sie den Bescheid erhielten, der Zustand des Erkrankten fei derselbe geblieben, er habe sich nicht ver­bessert und nicht verschlimmert. Man glaubt noch immer, daß Dupaty nach Rennes kommen werde.

Paris, 10. August. DerFigaro" weist heute in einem Artikel auf die Zusammensetzung der deutschen Kriegsgerichte hin, bei welchen das richterliche Element wesentlich vertreten sei, während es in Frankreich fehle.

Paris, 9. August. Heber die französische Aus­hebung des Jahres 1898 liegen jetzt die wichtigsten Zahlen vor. Es handelt sich um die Jahresklasse 1897, d. h. die­jenigen Wehrpflichtigen, welche in 1897 zwanzig Jahre alt geworden sind, und um die Zurückgestellten der Jahresklaffen 1896 und 1895. Von der Klasse 1897 waren in die Ziehungslisten 331 179 junge Leute eingetragen, was gegen die Klaffe 1896 (Aushebung von 1897) einen Minderertrag von 7148 ergiebt, während der Ausfall gegenüber der Klaffe 1895 (Aushebung von 1896) 189 beträgt. Jedenfalls haben sich die Voraussetzungen des Generals Billot als Kriegs­minister gelegentlich der Aufstellung der vierten Bataillone, welche ein mit den Jahren wachsendes Mehrerträgnis in Aussicht gestellt hatten, nicht bestätigt. Von den 331179 jungen Leuten der Klasse 1897 wurden bei der ärztlichen Untersuchung 26198 als gänzlich untauglich erklärt. Von den 331 179 in die Listen Eingetragenen der Jahresklaffe 1897 waren 16154 oder 4,88 v. H. Analphabeten, nur lesen konnten 4477 (1,35 v. H.), lesen und schreiben 38206 (11,54 v. H.). 249302 (75,28 v. H.) hatten eine weiter fortgeschrittene Volksschulbildung.

Bukarest, 10. August. Nachdem die Polizei in Er­fahrung gebracht, daß die Sozialdemokraten eine neue Aktion planen und Emissäre in alle Landesteile entsenden, um die bäuerliche Bevölkerung zur Fortsetzung der Revolten zu bewegen, erhielt die Behörde den Auftrag, aufs strengste gegen die Emissäre vorzugehen.

London, 10. August. Die heutigen Blätter besprechen die gestrigen Erklärungen Chamberlains, wobei sie eine sehr kriegerische Sprache führen.Daily Graphic" sagt, in Prätoria sollte der Punkt klar gemacht werden, daß eine Verwerfung des Vorschlages gemeinsamer Untersuchung, wie sie auch ausgedrückt oder bezeichnet werden möge, dem casus belli gleichkomme. DieTimes" schreibt, England spaße nicht; es verlange sofortige und wesentliche Wahl­rechte für die Uitländer. Wenn das neue Gesetz dies nicht gewähre, müßten wirksamere Maßregeln ergriffen werden. Es verlautet, Chamberlain würde das Gesetz von eng­lischen Sachverständigen prüfen lassen, wenn die Buren- regierung die gemeinsame Untersuchung des Wahlreform­gesetzes enbgiltig ablehne. Sollte die Entscheidung ungünstig ausfallen, so werde die britische Regierung weitgehende Bürgerrechte für die Uitländer in der Form des Ultimatums fordern.

Lokales und Provinzielles.

Gießen, den 11. August 1899.

** Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 9. August dem Kammerherrn Alexander Freiherrn Schenck zu Schweinsberg in Schweinsberg das Dienst- Ehrenzeichen für 25jährige Dienste im Großherzoglichen Hoff dienste (in Gold) Allergnädigst zu verleihen geruht.

** Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß' Herzog haben Allergnädigst geruht, am 9. August der Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Mainz. Dr. Emil Schäffer, zum Kreisarzt des Kreisgesundheits amts Erbach, und den Kreisassistenzarzt bei den Kreis' gesundheitsämtern Büdingen und Schotten, Dr. Ernst Walger zu Gedern, zum Kreisassistenzarzt bei dem Kreis gesundheüsamt Mainz beide mit Wirkung vorn 16. August 1899 an zu ernennen.

* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 9. August dem Vizefeldwebel Fischer vorn 5. Infanterie- Regiment Nr. 168 das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen geruht.

* * Für den Zusammentritt der Landessynode ist Diens tag, der 26. September, in Aussicht genommen.

* * Jagd. Auf Grund des § 3 der Verordnung vom 2. September 1893 ist, laut amtlicher Bekanntmachung, nw Rücksicht auf den Stand der Ernte und der Weinberge das Ende der Heegzeit für Feldhühner und Wachteln in ben Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen, mD

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