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Provinzialkasse,
gegen Empfangsbescheinigung auszuzahlen.
Anlage 1.
Waht-Wokkmacht.
Bei der heute
ordnungsmäßig stattgehabten Wahl eines Wahl-
1899.
Verdingung. IM
: Lleferung von 150 Stück |
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schilderten Vorgänge bte durchweg, selbst in den geringfügigsten kinzel- h-iten, geniale Ausführung - das alles weist diesem Buche einen eigenen, ganz besonderen Platz an unter denjenigen litterarischen Erzeugnissen, welche der ganzen Menschheit gehören. Da der Autor die brennendsten ^,-^agen des gesellschaftlichen Lebens berührt — Fragen, welche den Gebildeten wie den Ungebildeten in gleicher Weise beschäftigen — und dabei weder die weltlichen noch die kirchlichen Gewalten scheut, so kann der Roman t* Rußland selbstverständlich nur sehr verstümmelt erscheinen. Ja, sogar in Deutschland hat bisher noch keine Zeitung es gewagt, ihren Lesern das Werk des großen Ruffen zu bieten, ohne ganz wesent- iche Teile bis zur Unkenntlichkeit ebenfalls zu verstümmeln oder ganz fortzulaffen. Die Ausstattung ist eine hervorragend schöne der Preis von 3 Mk. ein enorm billiger, denn der Roman wird gegen 32 Bogen umfassen. Das Buch ist ein Kunstwerk ersten Ranges, nicht genug zu empfehlen. B ö
— »Chinesische Nadelmalerei" benennt Luise Schuller eine rn Heft 2 des neuen Jahrgangs der bekannten illustrierten Familien- zertschrift „Vom Fels zum Meer" (Union Deutsche Verlagsgesellschaft m Stuttgart, Berlin, Leipzig) veröffentlichte Plauderei, mit welcher sie, unterstützt durch Bildmuster, der weiblichen Bethätigung auf dem emsig gepflegten Gebiete der speziellen „Handarbeiten" neue, dabei wahrhast stilkünstlerische Wege öffnet. In dem gleichen Hefte wird noch über eine andere Kunstthätigkelt berichtet, die sich in den bayerischen und nordtiroler Alpen vorfindet: die Farbenkunft der „Dorfmaler", deren eigenartige Arbeiten in mehreren farbigen Darstellungen vorgeführt werden. Von dieser naiven Dorfkunst führt uns ein Artikel in Heft 3 zu der Van Dyck-Ausstellung in Antwerpen, deren Schätze in zahlreichen Abbildungen dem Leser vor Augen treten. Sehr zeitgemäß mutet andererseits die soziale Studie über „die Ausbildung der Kellner" an aus der zu erkennen ist, daß auch der vielverlästerte Beruf eines Kellners nicht bloß sehr schwer ist, sondern auch seine eigene Wissenschaft hat. Zahlreiche farbige und schwarze Illustrationen geben den Heften von „Vom Fels zum Meer" einen hohen künstlerischen Reiz, während die im belletristischen Teil vertretenen Namen von Adolf Wilbrandt, G. von Ompteda und Wilhelmine von Hillern für eine spannende und künstlerisch bedeutsame Lektüre bürgen.
—Deutscher Kaiser-Kalender für 1900. 20. Jahr- gonfl. UJcit einem Wandkalender auf Karton und zahlreichen farbigen Beilagen. Preis 50 Pfg. Druck und Verlag von Wilhelm Köhler Ln l- Wests. Es hieße Eulen nach Athen tragen, sich über
den Wert und den umfassenden Inhalt des Köhler'schen Kaiserkalenders noch hier weiter zu äußern, ist derselbe doch überall da bekannt und beliebt, wo patriotischer Sinn gehegt und gepflegt wird. Mit diesem neuen Jahrgang hat die durch ihre zahlreichen patriotischen Erscheinungen bekannte Verlagshandlung Köhler in Minden auö Anlaß der bevorstehenden Jahrhundert-Wende etwas ganz besonderes geboten, tote dies aber bei dem billigen Preis von 50 Pfg. möglich gewesen »st, das ist kaum zu verstehen, es muß denn schon eine Riesen- Qu|lage üeranftaltet werden, wie dies allerdings bei dem Köhler'schen Kaffer-Kalender der Fall ist.
(Unterschrift.)
(Folgt Beglaubigung der Unterschriften durch die Ortspolizeibehörde.)
wärts gegen Einsendung -des Betrages.
Diese letzte Schrift des hier so bekannten Afrikareisenden, der leider vor Karzern in Afrika auf der Jagd verunglückte, dürfte für viele von Interesse sein.
Brtr.: anb
SBegen btt im herrschenden Maul u Liehmärkte übermalt t» Gieren, 14.
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„ Gründer-, n Gießen, 2S Gießen, bei
vormittags 117* Uhr, öffentlich verdungen werden.
Die Verdingungsunterlagen während der Dtenststundm bei in Zimmer Nr. 6 einzusehen.
Angebote auf Vordruck find
§ 23.
Die an den Wahlen der Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten bei den unteren Verwaltungsbehörden (§ 10), der Wahlmänner zur Wahl der Ausschußmitglieder (§ 18) und an den Wahlen der letzteren (§ 19) teilnehmenden Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber erhalten aus der Kasse der Versicherungsanstalt Ersatz für notwendige bare Auslagen und entgangenen Arbeitsverdienst nach Maßgabe der Bestimmungen des Statnts der Versicherungsanstalt, und zwar, so lange nicht durch Statut etwas anderes bestimmt ist, nach Maßgabe des § 21 des dermalen noch gütigen Statuts vom 20. Dezember 1890. Die einzelnen Beträge sind durch den die Wahl leitenden Beamten anzuweisen und unmittelbar nach Beendigung der Wahl, nötigenfalls vorlagsweise aus der Kreis- bezw. Stadt- oder
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KeKanntmachung.
Iw Konkurse über das Vermögen des Chr. Nebe und Ehefrau in Gießen soll nach Beschluß des Gläubigerausschuffes eine Vorverterl- ung von 17 Proz. der nicht bevorrechtigten Forderungen stattfinden.
Ein Verzeichnis der zu berücksichtigenden, nicht bevorrechtigten Forderungen ist bei Großh. Gerichts, schreiberei hier niedergelegt und b> tragen die anerkannten Forderungen 18416 Mk., während die zur V r* teilung verfügbare Masse 3130 Mk 72 Pfg. beträgt. 7869
Helfrich, Konkursverwalter.
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Kirche und Schule.
Hagen (Wests.), 8. November. Das hiesige Gymnasium und Realgymnasium feierte in diesen Tagen sein hundertjähriges Bestehen. Gegründet ist die Anstalt am 4. November 1799 durch den Pfarrer Dahlenkamp als Handlungs-, Bürger- und lateinische Schule. 1817 wurde sie höhere Bürgerschule, 1858 Realschule, erst zweiter, dann erster Ordnung, bis sie endlich Gymnasium verbunden mit Realgymnasium wurde. Die Hauptfeier wurde im Viktoriasaal abgehalten, wobei Oberbürgermeister Prentzel die Geschichte der Schule entwickelte. Provinzialschulrat Dr. Rothfuchs und Regierungspräsident Winzer nahmen an der Feier teil. Letzterer brachte bei dem Festessen den Trinkspruch auf den Kaiser aus. Rach dem Festessen folgte ein Fackelzug durch die festlich geschmückte Stadt.
Ktteratur.
— Europa, Sammlung von Romanen und Novellen aus den Litteraturen aller Völker Europas. Band I. Tolstoy, Auferstehung, aus dem Russischen von Wilhelm Lange. Heft 1. (8 Lieferungen ä 40 Pfg. 8 , kompl. 3,— Mk.) Die litterarische Welt ist in dieser Saison durch Tolstoys neuen Roman „Auferstehung" beständig in Aufregung gehalten worden. Man muß zugestehen, daß es gerade der deutsche Buchhandel ist, der diesem Roman eine besonders große Aufmerksamkeit schenkt. Bereits 2 Aufgaben haben zu erscheinen angefangen. Jetzt veröffentlicht der Verlag Hugo Bermühler in Berlin unter dem Titel: „Europa, Sammlung der besten Romane und Novellen aus den Litteraturen aller Völker Europas" als erstes Hest ebenfalls den Roman Tolstoy, Auferstehung und zwar scheint dies, wie auch auf dem Heft betont wird, die vollständigste Ausgabe zu sein. Wir finden viele Stellen, die den anderen Uebersetzungen fehlen. Aber nicht nur dies. Die Ausgabe ist geradezu meisterhaft übersetzt; Lange, der uns ja genügend durch seine Uebersetzungen hervorragender Werke Turgenjeffs, Gogols, Puchkins, Lermontoffs und anderer bekannt ist, zeigt uns hier, daß er in seinem 12jährigen Schweigen nichts verlernt hat von seiner Kunst, wir müffen im Gegenteil zugestehen, daß die jetzige Verdeutschung des Tolstoyschen Roman geradezu ein Meisterwerk ist, das wohl einzig dastehen dürfte. Ueber Tolstoy selbst und den Roman geben wir am besten das Vorwort der Verlagshandlung wieder: Als vor sechzehn Jahren in Bougival bei Paris Iwan Turgenjeff unter furchtbaren Schmerzen mit dein Tode rang, sandte er seinem berühmten Landsmann Leo Tolstoy vom Sterbelager einen letzten Gruß. Dieser Scheidegruß, von dem bereits der Sprache Beraubten mit bebender Hand auf ein Läppchen Papier gekritzelt, lautete: „Leo Tolstoy, großer Dichter des Russenlandes, kehre zum Roman zurück!" Endlich, nach sechzehn Jahren, hat Tolstoy diese Mahnung befolgt: er veröffentlicht einen neuen großen Roman. Und das Erscheinen dieser neuen Dichtung aus der Feder des Grafen Tolstoy, — jetzt, da niemand mehr ein solches Werk erwartete, — bUdet an und für sich schon ein Ereignis in der Weltlitteratur. Die Tiefe und Weite der dem Roman zugrunde liegenden Idee, die erbarmungslos wahrhaftige, alles durchdringende Beleuchtung der ge°
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(Wohnort) juhi (Ersatz-)Wahlmann gewählt worden und wird beauftragt (im Falle der Verhinderung des Wahlmanns N. N. zu N.) in der für die Wahl
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Gießen, 8. November 1899.
Das Stadtbauamt.
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Submission.
Die Li'seiung des Bedarfs an Back-, Fleisch- «ud Spezerei- wareu, sowie an Milch für die Balserische Stiftung dahier pro 1900 soll im Submisfioneweg vergeben werden. Bedingungen können etngesehen und Offerten eingereicht werden bis zum 15. lfd. Mts. Gartenstraße 11, part.
Giößen, am 7. November 1899.
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