4^ feit ?SGrt. ®ie'aJtlbtt !^s?- §Är- «äA- •*.: t*s nÄ*** ^b rlahnkreis, übrr ®ePttmbet 1899 be>
3» bm Numu der ;.5> Bwtai plranten ftr beteiligen an dieser chMSomissäre fun. ° Reglmngsbaüfiihrer roetbttl die ganze lövche ,®k lN den vordere» Minter von der &06h • über die derzeitige Lage -age des Arbeiterstandes erner werden über dir , die Lebenshaltung der gehende Ermittelungen id Gewerbevereine mit beauftragt worden. Karneval im Jahre
tziauzvvUer
i alltn hiesigen Vereinen im großen Karnevalszug I wird an ein bestimmtes ndern in zwei Gruppen, »ristische zerfallen. Dem ereitS unser Herr Obcr- s auszubieten, um die )t so glänzend wie nur 1. Januar 1900 ist eine ^eplant, wobei den Ehren- -eicht werden soll. Auch ift/fchen DheaterDÄ ist
Sönigl. Hoheiten die Lippe und die Prinzessen irasen gestern in und reisten m b Hr s znrnä.
Großherzvgl. Hoheit die en berg tras nachmittaz n ein und kehrte abends rillige, zahlreich besuchte piach fi-h i« «”,r mbrei®«« ««'!; Ehesten äug. (hO-JL!
66
schwerer Bau-Unfall gimbM Seine graul- raerfitaje 89 «etr-ge», San««*”; sSF.s
iorbenen K^rmögen
rtarrfttW j<E, Reiche
EL Kirchen, die kathol^ beit ix
i«b
ben W* jwelen^'SO n in W«n°ie«I° et. ®‘r®y geM!e”' 1 nie®* Aie
«W|("
! Jl ‘ L leJie’S * >°°L
-SA- am
-ie- AuS de» Kreise Wetzlar, 10. Oktober. Die Sch ul- ferien müssen laut Verfügung König!. Regierung zu Koblenz, bereits mit dem 10. Oktober beendet sein. Mit dem gestrigen Montag sollte daher in sämtlichen Landschulen der Unterricht wieder beginnen. Da aber durch die große Nässe die Kinder in der ersten Zeit der Ferien ihren Ellern wenig behilflich sein konnten, so sind laut Verfügung Kgl. Landratsamtes die Ferien ausnahmsweise um eine Woche, bis zum 16. Oktober, verlängert.
* Ludwigshafen a. Rh., 9. Oktober. Hier haben die Raiffeis en'schen Genossenschaften der Pfalz eine neue Z e ntr a l ka sse „Pfälzer Genossenschaftsbank e. G. m. b. H." errichtet. Als Direktor der Bank ist der pfälzische Ver- bandSdirektor Dr. Nolden bestellt worden.
* Zell a. Mosel, 8. Oktober. Bürgermeister Schaefer von hier, der wegen Unterschagung verhaftet werden sollte, ist geflüchtet. Von einem ihm übergebenen Legat von 10,000 Mk. verwandte er 4000 Mk. zur teilweisen Deckung seiner Schulden, die übrigen 6000 Mk. und wie verlautet auch andere Gelder hat der Flüchtige mitgenommen.
Hochheim a. M., 8. Oktober. Bei dem heute hier stattgehabten Wettfahren des hiesigen Radfahrervereins auf einer Strecke von 60 Kilometer erhielten folgende Herren, den 1. Preis Adam Weilbücher, den 2. Georg Enders, den 3. Jean Harn, den 4. Rudolph Siegfried, den 5. Heinrich Siegfried, den 6. Peter Stickert, den 7. Heinrich Jahn. — In dem Garten der Frau Runzemer sind jetzt Erdbeeren, die in zweiter Blüte stehen, ebenso ein Birnbaum, der die dritte Blüte hat.
Neueste Meldungen.
Depeschen deS Bureau „ftcrolb*.
Berlin, 10. Oktober. Beim Kaiserpaar fand gestern abend 8 Uhr eine musikalische Abendunterhaltung statt, zu welcher etwa 30 Einladungen ergangen waren. Das Kaiserpaar nahm im Marmorsaale vor dem für die Künstler errichteten Podium Platz.
Berlin, 10. Oktober. Der König von Griechenland trifft, wie aus Wiesbaden gemeldet wird, am Donnerstag zu zweitägigem Aufenthalt hier ein.
Kirche und Schule.
Sr lin, 7. Oktober. In der Schöneberger Schülermiß- handlu rffaire hat das Reichsgericht da« Urteil des Landgerichts II aufgehoben, wonach Redakteur Brüning und Journalist Vormeng wegen Beleidigung des Rektors Ptepke und des Lehrers Rtcharf 500 bezw. 300 Mark Geldstrafe verurteilt worden sind. Der senfm-onelle Fall, der jetzt der Prüfung durch das Reichsgericht unterlag, durfte unseren Lesern noch in Erinnerung sein. Der Knabe Fischer war nach einer von Richard erhaltenen Züchtigung erkrankt und gestorben. Die öffentliche Meinung schien geneigt, die Züchtigung Todesursache anzusehen, und in mehreren Artikeln machten xrc . fltten iu Vertretern dieser Ansicht. St- wurden wegen öffentlicher Beleidigung angeklagt, und in einer zweitägigen Verhandlung wurde nach der damaligen Urteilsbegründung folgender Sach- oerhalt fesigestellt: Die Mißhandlung des verstorbenen Knaben stand in ursächlichem Zusammenhang mit seiner tödtlich verlaufenen Erkrankung. Der Lehrer Richard hat nicht nur das zulässige Maß »n Züchtigung überschritten, sondern im vorliegenden
Falle überhaupt keinen Anlaß zu einer Züchtigung gehabt. Wenn auch der Redakteur Brüning sich auf den Schutz des S 193 nicht ^anV' lo darf ihn Vormeng doch in Anspruch nehmen; denn als Vater eines die Gemeindeschule besuchenden Mädchens hatte er das berechtige Interesse wahrzunehmen, derartige Exzessen zu steuern. Trotzdem kam das Gericht zu einer Verurteilung, weil objektiv beleidigende Ausdrücke, wie „brutaler Mensch" und „^Brutalität* gebraucht worden waren, und weil dem Rektor Piepte der Vorwurf, seine Amtspflichten vernachlässigt zu haben, gemacht worden sei. Gegen dieses Urteil hatten nun Brüning und Vormeng die Revision eingelegt, und zwar der Letztgenannte, weil er die in den inkctminterten Ausdrucken gefundene „beleidigende Absicht bestritt", und Brüning außerdem, weil er ebenfalls den Schutz des S 193 für sich in Anspruch nahm, weil ferner die betreffenden Artikel ohne sein Wissen ausgenommen worden waren, und weil er deshalb behauptete, für sie nicht verantwortlich zu sein. Das Reichsgericht hob, rote schon oben erwähnt, das Urteil des Landgerichts II in allen Fällen auf und verwies die Sache zur anderweitigen Entscheidung an das Land- gericht I Berlin mit der sehr interessanten Begründung, daß, wenn die Bezeichnungen „brutal" und „roh" als strafbar gelten sollten, das Landgericht II hätte darlegen müssen, durch welche anderen nicht strafbaren Worte das Verhalten des Lehrers Richard hätte zutreffend bezeichnet werden können, und daß zweitens hinsichtlich der in- kriminterten „Ausdrücke" über die Vernachlässigungen der Amtspflicht, die sich der Rektor Piepke habe zu Schulden kommen lassen sollen, das Urteil des Landgerichts Widersprüche enthalte.
Kunst und Wissenschaft.
Andrees Nordpol-Boje. Wie aus Stockholm berichtet wird hat auf Anlaß der Auffindung der großen Boje Andrees der Kapitän Andree in Göteborg, ein Bruder des Nordpol-Ballonfahrers, einem Mitarbeiter des „Göteborg Posten" gegenüber sich dahin ausgesprochen daß sein Bruder niemals selbst gesagt oder geschrieben habe, er wolle die sogenannte Polarboje beim Passieren des Nordpols auswerfen es sei vielmehr seine Absicht gewesen, sie auf dem nördlichsten Punkte' welchen die Expedition erreichen würde, ins Meer fallen zu lassen. Nach der Richtung der Polarstrüme schien cs dem Kapitän Andree undenkbar daß sein Bruder die Boje am Nordpol hätte auswerfen können. Dagegen wäre es möglich, daß die Lustschiffer beschlossen hätten, die Boje «lszuwerfen, und daß diese dann während der Vorbereitung zur Einlegung des Telegrammes verloren wurde. Alles spreche dafür meinte der Kapitän, daß Andree in der Richtung von Britisch-Nordamerika S^s-g-lt sei, in welchem Falle man erst im nächsten Sommer Nachricht von den Polarschiffern erwarten könne.
Sportplatz. Kommenden Sonntag, den 15. Oktober, f«?t U^r' fi"^t als Schlußrennen ein großes Herbstwettfahren i FrftS a$reJ ®oä Rennprogramm umfaßt folgende Nummern: v2‘ Ermunterungsfahren, 3. Vorgabefahren, 4. Haupt- ayren, .. Tandemhauptfahren, 6. Landsturmfahren. Das Schlußmeetinq, & a- ®etet. $ zahlreiche Meldungen vorliegen, verspricht noch einmal ^r- SÄtPateure am Start zu vereinigen, sodaß äußerst mtereffante Radwettkämpfe zu erwarten sind.
Gerichtsfaal.
Berlin, den 9. Oktober 1899.
Prozeß gegen den Klub der Harmlosen.
Kriminal-Kommiffar von Manteuffel verlangt zunächst das Wort zu einer öffentlichen Erklärung gegenüber den vielen gegen ihn gerichteten Preß-Angriffen der letzten Sage. Derselbe bezeichnet die Aeußerungen der Blätter, daß er hier gesagt haben solle, er hätte auch gegen Dr. Kornblum Ermittelungen wegen gewerbsmäßigen Glücksspieles angestellt gehabt, als auf einem Mißverständnis beruhend. Gegen Dr. Kornblum war die Einleitung des Verfahrens beschloffen und er. von Manteuffel, habe sofort der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß Dr. Kornblum intakt sei. Frühere Ermittelungen, welche er angestellt, hätten ergeben, daß Dr. Kornblum ein sehr bedeutendes Vermögen, keinen Anhang in gewerbsmäßigen Spielerkreisen hatte und aus guter Familie stammte. Sein, des Kriminal-Kommissars Dementi im „Kleinen Journal" bezweckt eine Unterdrückung der Preßfehde, wozu er vom Untersuchungsrichter ausdrücklichen Auftrag hatte, damit Dr. Kornblum nicht vor den Kopf gestoßen werde. Die Angeklagten von Kayser und Kröcher bleiben dabei, daß eine Voruntersuchung gegen Dr. Kornblum geschwebt und daß sowohl ein dem Angeklagten von Kayser befreundeter Referendar diese Akten in der Hand gehabt, als auch ein vom Untersuchungsrichter vernommener Oberkellner namens Sommer die Akten auf dem Tisch des Untersuchungsrichters habe liegen s.hen. Es kommt alsdann zu einer längeren Auseinandersetzung bezüglich der ä la oaito-Stellung des Angeklagten von Kröcher. Das General-Kommando soll um genaue Angaben hierüber gebeten werden. Der nächste Zeuge ist der Gerichts- «ffeflor von Mörs, welcher im Victoria-Hotel mit dem Angeklagten von Kayser und von Kröcher gespielt hat. Derselbe sagt aus, daß er beiden Herren Vorwürfe gemacht habe, weil sie mit Leuten wie Wolff verkehrten und solch dunkle Ehrenmänner in ihren Klub aufnähmen. Die Angeklagten hätten chm erklärt, daß Wolff tadellose Manieren habe und unmöglich ein Lump sein könne. Bald nach diesen Vorstellungen seien die Enthüllungen im „Berliner Tageblatt" erfolgt. Der Zeuge verwahrt sich gegen die Verdächtigung, daß er ein Freund und Vertrauter des Dr. Kornblum gewesen sei. Derselbe sei nur nach den Veröffentlichungen im Berliner Tageblatt zu ihm gekommen. Er habe ihn gebeten, in einer Affaire mit v. Kayser und v. Schachtmeier sein Kartelltläger zu sein, da sich beide Herren abfällig über Kornblum, welchen sie als Urheber des Artikels im „Berliner Tageblatt" schilderten, geäußert hatten. In der Nachmittagssitzung gab der Kriminalkommissar von Manteuffel auf wiederholtes Drängen der Verteidigung zu, daß einzelne Sätze des Protokolls über die Vernehmung des Zeugen von Gersdorf dem Untersuchungsrichter von ihm, Manteuffel, diktiert worden seien. Es wurde sodann die Zeugenvernehmung fortgesetzt. Der Zeuge, Oberkellner Krieger war im Winter 1897/98 im „Viktoria-Hotel" als Kellner bedienstet und hatte die dort tagenden Spielerzirkel zu bedienen. An denselben hätten sich von den Angeklagten nur die Herren von Kröcher und von Kayser beteiligt. Es sei ziemlich hoch gespielt worden. Alsdann folgt die Vernehmung des Oberkellners Kotz, der bei Hecht die Spieler-Zirkel zu bedienen hatte. Den Dr. Kornblum habe er einmal aus dem Lokale hinausgeworfen, weil ihm derselbe verdächtig vorkam. Kornblum habe übrigens als Leiter des Spielklubs bei Hecht fungiert und ihm jedesmal Anleitung gegeben, wem er unbedingt Geld zum Weiterspielen leihen könne Uffd wem nicht. Oberkellner Montaldi sagt aus, daß er nur deshalb von Berlin abgereist sei, weil er in Monte Larlo eine gute Stelle in Aussicht hatte. Die Angeklagten hätten ihm sogar angeraten, vorläufig in Berlin zu bleiben, bis die Prozeß-Angelegenheit beendet sei. Nach Vernehmung einiger weiterer Zeugen wird die Forffetzung der Verhandlung auf morgen früh vertagt.
Berit«, 9. Oktober. Das Urtheil gegen den Grafen von Eglofsstein, welches in der Verhandlung am S>amstag auf heut« vertagt wurde, ist heitte nachmittag 3% Uhr verkündet worden. Dasselbe lautet auf neun Monate Gefängnis, wovon 6 Monate als verbüßt erachtet wurden. Der Angeklagte wurde mcht aus der Haft entlassen.
Coblenz, 8. Oktober. Der Handlungsgehilfe Wilhelm Geiße ; aus Gießen und der Zahntechniker Georg Frey aus Hanau miß- I handelten in der Nacht zum 31. Juli in roher Weise einen hiesigen Gärtner, welcher zwei Mädchen nach Hause geleitete. Auf der Schiffbrücke griffen sie ihn von hinten an, Geiße stieß ihm einen spitzen Dolch in die Lende, warf ihn zu Boden und versetzte ihm noch mehrere Dolchstich-. Darauf schleppten die beiden den Mißhandelten an das Brückengeländer, um ihn in den Rhein zu werfen. Eines der Mädchen hielt den Gärtner an den Haaren fest. Auf die Hilferufe kam ein Schutzmann herzu, welcher die Raufbolde verhaftete. Die Slraskamwer verurteilte den Geiße zu 15 Monaten und den I Frey zu 8 Monaten Gefängnis.
Ktteratur.
— Hans Thoma, der berühmte Frankfurter Maler, hat soeben m großer Frische seinen 60. Geburtstag gefeiert und sich gleichzeitig von semem Freundeskreis in der Mainstadt verabschiedet, um seine neue Thäirgkert als Museumsdirektor in Karlsruhe zu beginnen. Als eine nachträgliche Festgabe erscheint in 8 Tagen bei Schuster u. Loeffler in I „nCC n innerhalb der von Franz Hermann Meißner herausgegebenen Monographien-Sammlung „Das Künstlerbuch" ein reich illustrierter Thoma-Band, der gleich den ersterschienenen Bänden: Böcklin, Klinger, Stuck em lebhaftes Interesse finden dürfte__
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Stetze«, 10. Oktober. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.90—1.10, Hühnereier Per St. 7—8 4, 2 St. 14-15 Enteneier 1 St. 0-0 H, Ganse, eiet per St. o—00 H, Käse 2 St. 5—8 Käsematte 2 St. 5-6 Erbsen per Liter 18 H, Linsen per Liter 29 Tauben per Paar
•£ 0.70—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.20, Hahnen per Stück ** 0 60—Lio, Enten per St. X 1.80—2.00, Gänse per Pfund JC 0.50—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 66—74 <4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 H, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bis 6.00 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 5.00—6.00 Milch per Liter 16 H, Zwetschen per Etr. 8,00—12,00.
Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nach, mittags. Während der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf im Umherzieben nickt feilqeboten werden.
Mainz. Uebersicht der Durchschnittspreise der am Markttage vom 6. Oktober 1899 verkauften Früchte (pro 100 Kg.): Weizen I 16,80 Mk., Roggen (Korn) 15,69 Mk., Gerste 17,00 Mk., Hafer 14,75 Mk., Heu 5,00—6,40 Mk., Stroh 3,20-4,20 Mk., Kartoffeln 4,50—7,00 Mk. — Auf dem Viehmarkt zu Mainz vom 30. September bis 6. Oktober wurde folgendes Vieh verkauft und nachstehende Preise (alles per 50 Kg. Schlachtgewicht) erzielt: 6 Farren 56—58 Mk., 126 Ochsen, 1. Qual. 00-70 Mk, desgl. 2. Qual. 00-68 Mk., 3. Qual. 00—66 Mk., 296 Kühe und Rinder, 1. Qual. 56—58 Mk., desgleichen 2. Qual. 50—54 Mt., 3. Qual. 00—00 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 349 Kälber 66—70 Mk., mittlere' Mast- und gute Saugkälber 00 Mk., geringe Saugkälber 60 Mk., 1231 Schweine 50—55 Mk.
Heu und Stroh.
Berlin. Richtstroh, höchster Preis 3.82 Mk., niedrigster Preis 3.50 Mk., Heu höchster Preis 6.30 Mk., niedrigster Preis 3.50 für 100 Kilo. — Köln. Heu 5.80 bis 7.90 Mk., Krummstroh 2.00 Mk., Maschinenstroh 2.10 Mk., Richtstroh 0 00 Mk. für 100 Kilo. — Nordhausen. Heu 5.00 bis 6 00 Mk., Richtstroh 2.50 bis 3.00 Mk. für 100 Kilo. — Halle. Sämtliche Preise gelten für 100 Kilo, und zwar bei Partien frei Bahn hier. Roggenlangstroh (Handdrusch) 2.50 bis 3.20 Mk., Maschinenstroh (Roggenstroh) 2.00 bis 2.50 Mk., Weizenstroh 1.70 bis 2 Mk., Wiesenheu, hiesiges oder Thüringer, beste Sorten 6.50 bis 7.50 Mk. — Nürnberg. Heu 6.00 bis 7.80 Mk., Stroh 3.60 bis 4.00 Mk. für 100 Kilo. — Würzburg. Heu 5.00 bis 5.60, Stroh 3.60 bis 3.80Mk. für 100 Kilo. — Karlsruhe. Heu 6.60 Mk., Stroh 0.00 Mk. für 100 Kilo. — Offenburg. Heu 4.60 Mk., Stroh 3.40 Mk. für 100 Kilo. — Freiburg. Heu 7.00 Mk., Stroh 5 Mk. für 100 Kilo. — Konstanz. Heu 5.00 Mk., Stroh 0,00 Mk. für 100 Kilo.
Kartoffeln.
Magdeburg. Eßkartoffeln 450 bis 5.00 Mk. für 100 Kilo. — Stettin. Kartoffeln 3.40 bis 4.00 Mk. für 100 Kilo. — Nord- hausen. Kartoffeln 4.50 bis 5.00 Mk. für 100 Kilo. — Konstanz. Kartoffeln0.80 Mk. für 20 Liter. — Freiburg. Kartoffeln 0.85 Mk. für 20 Liter. Offenburg. Kartoffeln 0.80 Mk.' für 20 Liter. — Karlsruhe 0.80 Mk. für 20 Liter.
Scriin, 10. Oktober. Zum Regierungspräsidenten von Posen ist nunmehr der dortige Ober-Präsidialrat Krahmer ernannt worden.
Nürnberg, 10. Oktober. Die zwölfte Hauptver- L??mI£n9 evangelischen Bundes ist aus allen Teilen Deu'ichlands zahlreich beschickt. Dieselbe begann gestern abend mit zwei stark besuchten Begrüßungs-Versammlungen. u
Zurich, 10. Oktober. Die Regierung in Genf hat die Untersuchung Uber das vom türkischen Konsul denunzierte angebliche Komplott gegen dasLeben desSultans geschlossen und die Akten der Bundesanwaltschaft übergeben. Die Verdächtigen sind absolut schuldlos, und der Konsul scheint fremden Spitzeln zum Opfer gefallen zu sein. Einer davon ist bereits ausgewiesen worden. Der beschuldigte Schweizer Arzt Dr. Lardy wird gegen den türkischen Konsul wegen Verleumdung gerichtlich vorgehen.
Rom, 10. Oktober. Nach einer Meldung der „Italic" einigten sich Italien, Oesterreich und Deutschland in betreff der Unterzeichnung des Haager Friedens-Konferenz-Protokolls. Die Unterschrift soll in den nächsten Tagen erfolgen.
London, 10. Oktober. In Iokohama ist infolge eines Zyklons ein Personenzug, welcher über eine Brücke fuhr, in den Fluß gestürzt. Bisher sind 12 Tote und eine große Anzahl Verwundeter konstatiert.
Kairo, 10. Oktober. Die Blätter melden, Dreyfus habe eine Villa in Kairo gemietet, um mit seiner Familie den Winter dort zu verbringen.
Kronprinzessin Stephanie von Oesterreich.
Berlin, 10. Oktober. Das „Kleine Journal" meldet aus Budapest: In hiesigen aristokratischen Kreisen erzählt man sich, dieKronprinzessinStephanie von Oe st erreich würde demnächst unter Verzicht auf alle Vorrechte eines Mitgliedes des Kaiserhauses mit dem Attacho der österreichisch-ungarischen Botschaft in London, dem Grafen Elemer Lonyay sich vermählen. (Wir hatten bereits von unserer Seite aus die Meldung des Berliner Sensationsblattes als unglaubwürdig bezeichnet, als uns die folgende, unsere Ansicht bestätigende Depesche zuging:)
Wien, 10. Oktober. Die von Budapest aus verbreitete Nachricht von einer beabsichtigten Vermählung der Kronprinzessin Stephanie mit dem Grafen Lonyay wird von Hofkreisen dementiert.
Der Transvaalkonflikt.
Brüffel, 10. Oktober. Die deutschen und belgischen Großkaufleute in Antwerpen haben einen Ausschuß eingesetzt, um für die Transvaalarmee eine Ambulanz zu schaffen.
Rom, 10. Oktober. Viele Garibaldianer haben der Transvaal«Regierung ihre Dienste angeboten und erklärten sich bereit, gegen die Engländer zu kämpfen.
London, 10. Oktober. Die Petition zur Aufrechterhaltung des Friedens zeigt 40000 Unterschriften.
London, 10. Oktober. In Edingburgh fand gestern ein Meeting zu gunsten des Friedens statt, bei welchem drei liberale Wähler das Wort ergriffen.
Loudon, 10. Oktober. Der Sozialistenführer Tom Man wird in der nächsten Woche ein großes englisches Sozialist en-Organ gründen.
London, 10. Oktober. Alle hier eingetroffenen Uit» länders erklärten, daß keiner von ihnen beabsichtigt habe, irgend welche politischen Rechte zu verlangen und wenn sie dieselben erhalten hätten, vorläufig keinen Gebrauch davon zu machen.
London, 10. Oktober. Depeschen aus Afrika melden, daß starke Unzufriedenheit im Lager der Buren herrscht über die Nichteröffnung der Feindseligkeiten. Tatsächlich erlangen dadurch die Engländer die Möglichkeit, ihre militärische Ueberlegenheit zu sichern. Bis gestern hatten 66 Minen-Kompagnieen die Arbeit eingestellt. 17 Kompagnieen arbeiten noch. Tausende von schwarzen Arbeitern sind ohne Beschäftigung.
London, 10. Oktober. Daily Mail meldet aus Durban, der deutsche Dampfer Welfe habe 400 Kisten Mu- uition für Transvaal in Laurenzo Marauez auS- geschifft.
Wien, 10. Oktober. Der italienische Botschafter hatte gestern mit dem Grafen Goluchowsky eine längere Be- prechung angeblich wegen der Transvaalfrage.
Loudon, 10. Oktober. Daily Mail meldet aus Prä- toria, die Auswanderungen seien nunmehr beendet.
Zum Attentat in Konstantinopel.
Berlin, 10. Oktober. Wie einem kleinen Blatte aus nplomatischen Kreisen, die der türkischen Regierung nahe tehen, mitgeteilt wird, ist in der Ermordung des Sohnes des Großvezirs Djavid Bey ein neuer Verstoß der jungtürkischen Bewegung zu erblicken. Der Haß der Jungtürken richtet sich vor allem gegen den Großvezir und seine Familie sowie gegen den Marineminister. (Vgl. „Ausland").
Darmstadt, 10. Oktober. 12 Uhr. (Telephonmeldung). Se. Maj. der russische Kaiser und Ihre Mas. die Kaiserin kamen heute vormittag 8<s mit dem fahrplanmäßigen Schnellzuge von Station Wolfsgarten hier au und fuhren zum Großh. Schloß, woselbst sie unter Führung es Professors Benoit ein für die russische Kapelle auf der Rathildenhöhe bestimmtes Gemälde besichtigten. Von hier uhren die Herrschaften nach der russischen Kapelle zu einem urzen Gottesdienste und begaben sich dann nach dem Mauso- - eum auf der Rosenhöhe, woselbst sie Kränze niederlegten. Nach dem Schloß zurückgekehrt gingen die Majestäten ohne ede Begleitung zur Ernst-Ludwigstraße und machten in )em Glaswarengeschäft der Firma Eckert einige Einkäufe. Von hier kehrten dieselben wieder nach dem Schloß zurück und fuhren 11" wieder nach Schloß Wolfsgarten.


