1809
Sonntag den 11- Juni
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Aus^-llungsbild, welches sich auf dem oft en en Febtvi lcrmgs der^ainzer Landstraße, gegenüber dem Guter- bahll^oje;, auf der inen Seite von den bläulichen Silhouetten den Lnmudberge bgren^t, entfallet, ist ein in sich ge- fchliloh-nvrs, einheitlich >ruppiertes, desien lehrhafter Charakter buüLOff leiine „Vergnigmgsanlagen" und „Juxplätze" ge- ftöiiitl Mld.
«i, i „Erholungsstä^n- und „Erfrischungsplätzen" fehlt
__ Der Oberbürgermeister von Elberfeld, Geheimer Regierungsrat Jäger, ist gestern gestorben.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße».
Fernsprecher Nr. 51.
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GraiisKeilaaen: Gießener FamilieiMätter, Der hessische Kandwirt Dlütter sür hessische Volkskunde.
Die 13. Wanderausstellung
Mischen Landwirtschafts Gesellichaft zu Frankfurt a. M.
M. In Frankfurt a. M. hat sich im Laufe des
des Staates bezwecken.
Zur Eingabe des Evangelischen Vereins in Laufach I um Unterstützuna zur Erbauung einer Gedächtniskapelle für I die bei Laufach "am 13. Juli 1866 gefallenen Krieger, beantragt der Vierte Ausschuß, diese Eingabe zur Zeit für erledigt zu erklären. (Die Regierung erklärte, daß dem Gesuche erst näher getreten werden könne, wenn em Nach- I weis über den voraussichtlich erforderlichen Gesamtaufwand für den in Rede stehenden Bau und eine Aufstellung darüber vorgelegt werde, inwieweit die Mittel bereits sichergestellt sind, und in welcher Weise die weitere Aufbringung derselben gedacht sei. Ein solcher Nachweis sei ihr bis jetzt nicht zugegangen.)
Der Bericht desselben Ausschusses über den Antrag I des Abg. Schönberger, betr. die Anlage von Bäumen, I gipfelt in dem Antrag: den Antrag Schönberger für erledigt zu erklären. (Die Sache ist bei der Beratung der Vorlage über die Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuches zur Erledigung gelangt.)
Derselbe Ausschuß beantragt, das Gesuch des Pfarrers I Hepding zu Großen Linden wegen Gewährung eines Zu-
I schusses zur Restaurierung der Kirche daselbst für erledigt I äu erttärewesuch Gemeinderats von Groß-Umstadt an | die Zweite Kammer geht dahin: der Eingabe der Stadt j | Dieburg, welche um Errichtung eines Amtsgerichts in Die- |
ÄBcpigspms vierteljährlich
2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn.
Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich.
Feuilleton.
frankfurter Brief.
Ortatnalbertcht für den „Giehener Anzeiger".
(Nachdruck verboten.)
9lnl35 Viertes Statt.
liqt sind. Täglich wird dasselbe in seinem Betriebe gezeigt, wobei die prot'eusartige Wandelbarkeit der elektrischen Kraftform, die 1. zur Beleuchtung. 2. zum Betriebe landwirtschaftlicher Maschinen, 3. zu Koch- und Heizzwecken, 4 un Nachrichtenwesen und zum Signalgeben dienen kann, dem Freunde des Fortschritts deutlich in die Augen springt.
Für uns ist ein Gang durch die Frankfurter Ausstellung noch dadurch von Wert, daß er uns em Bild von dem guten Stande der Viehzucht im Großherzogtum Hessen übermittelt. Die in Oberhessen gezüchteten Vogelsberger Rinder, verschiedene Landschafe, zahlreiche Saanenziegen u. s. w. zeigen einen ganz prächtigen Schlag.
Vor den Stallungen der Pferde und Rinder wimmelt es ständig von Besuchern, die mit fachmännischem Blick die verschiedenen Zuchten mustern. Noch zahlreicher aber ist das Publikum, welches sich bei den Klängen der Militärkapellen zu den Steh- und Sitzplätzen des „Großen Rrng" drängt, wo täglich zweimal eine große Tierschau, eine Galaparade der erlesenen Exemplare stattsindet, bei welcher Preisrichter ihres verantwortungsreichen Amtes walten.
Dem Liebhaber ist bann noch Gelegenheit geboten, die wertvollsten Repräsentanten eines Schlages wenigstens als „Ansichtspostkarte" zu erstehen und seine Lieben daheim Mit diesem Gruß zu erfreuen.
Die Verkäuferinnen in den kleinen Kwsks machen gute Geschäfte.
Parlamentarisches aus Hessen.
: ~)n bar neuen Stempelabgaben-Vorlage sind .Wrlde Stempelbeträge vorgesehen: für Approbatwns-
Ausland.
Wien, 9. Juni. Zwischen Thun und Szell ist ein Kompromiß abgeschlossen worden. Thun hat die ungarischen Forderungen acceptiert und die sofortige Einführung der neuen Bank-Organisation zugestanden.
Peking, 9. Juni. Der hiesige Bischof stattete im Namen des Papstes dem Kaiser von China seinen Dank für die den Katholiken eingeräumte Stellung ab.
London, 9. Juni. „Daily Chronicle" berichtet, die englische Regierung habe bei einer bekannten Firma ungefragt, wie schnell sie dem Kriegsministerium 1300 Transportwagen liefern könne. Dem Anschein nach soll jetzt das Säbelgerassel nach dem Muster der Faschoda-Faree mit einer kleinen Mobilmachung begonnen werden.
aus i di-stm Gebiete seit dem Jahre 1887, wo in Frankfurt'. di- er)? dieser Wanderausstellungen tagte, profitiert
es selbstverständlich nicht, doch auch darin giebt sich em weises Maßhalten kund, und mit der großen „Traubenwem- kosthalle," welche mit 114 Weinsorten beschickt ist, verbinden sich schließlich doch auch instruktive Absichten. Was Ohr und Auge wahrnimmt, das ist nicht das Klingeln elektrischer Stufenbahnen oder das Gesurr aller möglichen Karoussels, sondern das Sausen der Schwungräder, das Summen der Dampfkessel, das mehr oder minder geräuschvolle Arbeiten von Hunderten von kleinen und großen Mechanismen, die alle im Dienste der fortschreitenden Kultur stehen.
Vom Ackerbau ist die Zivilisation, die „Kultur" — wie ja schon das Wort besagt — ausgegangen, und ihre höchsten Leistungen muß sie wiederum m fernen Dienst stellen.
Die Landwirtschaft hängt so innig mit dem Organismus eines jeden Hauswesens, mag dieses nun klein oder groß sein, zusammen, daß man sich wirklich kaum einen auf nähme- fähigen Menschen vorstellen kann, der nicht mit regstem Interesse den Darbietungen der einzelnen Abteilungen und Gruppen der Frankfurter Ausstellung folgte.
Wie sehr unsere gegenwärtige Zeit im Zeichen der Elektrizität steht, wie die Elektrotechnik, diese jüngste Tochter der Physik, bis in das weltabgelegenste Dorf, hinein in den stillen Frieden des Landlebens ihren Siegeszug halt, bringt uns unter anderen ein elektrisch betriebenes Gehöft zum Bewußtsein, an welchem 15 Aussteller betei-
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tlnnadlri ton Anzeigen zu der nachmittags für den •-igmtc.rlaii erscheinenden Nummer bi« vorm. 10 Uhr.
3n übte Zweite Kammer gelangte eine Vorlage der । GroM Ministerien des Innern und der Finanzen, betr. •«ufbimng der Gehalte der Geistlichen. Zu diesem Zwecke ' ronrtnw am die Kammer das Ansinnen gerichtet: für das ‘ '(eckmMsiadr 1899/1900 aus der Staatskasse unverzms- > uÄwn; a. an bie evangelische Kirche von 140000 M b. a .nnöie katholische Kirche von 70000 Mk.,, c. an die alb ! kathEe Gemeinde in Offenbach von 1200 Mk. zu be- üiniiÄ . ... .
feiner weiteren Vorlage ersucht das Finanzministerium,
Amts- und Zlnzsigsi'latt für den Tireis Giefzeu
.iir, in. rju uuuquu U. — -
’n letzi'firDszenniums eine flotte Ausstellungstechnik h^aus- OX gebüßt Die jeder nächsten Veranstaltung m hohem Grade v MQiiilt lommt.
---1 1 '/ tu gegenwärtige Landwirtschaftliche Ausstellung zeigt LIII W nich«!:Ml dem Fachmanne, sondern auch dem Laien, wieviel
Kichmer Anzeiger
Z// . I ▲ y** z* Alle Anzeigen.VermittlungSstellen de« In- und Auslande« 1 VA/) TT H I W tVl II LLl vL nehmen Anzeigen für den Giehener Anzeiger entgegen.
A |U a. .rioiqerjut: 'CJicuipviuvuuyv wcyv|vV.... r r .
^schein - jiii Aerzte, Zahnärzte, Tierä^te und Apotheker Ü 10 2M. Austritt aus einer Kirche 6 Mk., für Automaten I 6 und -Musikwerke in Bahnhöfen, öffentlichen Wirtschaften, für i Krafiflichi und für jedes in einem öffentlichen Wutschafts- I lokal I iutefteüte Klavier oder sonstiges Musikwerk 10 bis t sjOBi. J ahreskarte). Bei besonders leistungsfähigen In- I l'tiunuimten kann die Abgabe bis auf den zweifachen Betrag I ll erhöhDiveriVen; für Gestattung einer Beerdigung an einem I anberim Sitte, als auf den öffentlichen Friedhöfen oder m I polizczülich gienehmigten Familiengräbern 10—300 3J(L; für I BcfrMÜM von dem zur Erlangung des Ortsbürgerrechts I woÄ n Alter 100 Mk; für Bestätigung von Familieit-
I stiftpigen 3 Prozent des Gesamtwertes ohne Abzug der I | chu Ük!N für die Genehmigung zur Errichtung einer Börse | >o -IM Mk.; für Eheverträge nach Maßgabe des beider- i itig pH Vermögens 3—50 Mk.; für Doktordiplome 20 Mk.; fi>r ^ki-Ge^iehmigung der Konzession zu einer ärztlichen Rot-
N ApotWle U—30 Mk., zu einer Filial-Apotheke 100 bis ! 200 M, MU einer Apotheke 3OO-1OOO Mk. ; zum Betriebe B einer Mrhichaft in Orten mit weniger als 1OOO Einwohnern I m für eine Gastwirtschaft 50 Mk., für «sine Schankwirtschaft “ 35 TM; iin Orten mit 1000—3000 Einwohnern für eine astrnWiast 150 Mk., für eine Schankwirtschaft 100 Mk;
N i Oleltn mit 3OOO-1OOOO Einwohnern für eine Gastwirt- ? jaftr 30( Mk., für eine Schankwirtschaft 200 Mk.; in B Orte m mit mehr als 1OOOO Einwohnern für eine Gastwirt- ^schafb 500 Mk.; für eine Schankwirtschaft 300 Mk. Wenn nebei" der Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwutschcfft ö auch rbie Erlaubnis zum Ausschank von Branntwein nach- 6 nesucchi iinbb erteilt wird, erhöht sich die Taxe für die örte iit i Kniqer als 1000 Einwohnern um 20 Mk., für Orte v mit IlOOÖ—3000 Einwohnern um 40 Mk., für Orte nut 000-10'000 Einwohnern um 60 Mk., für Orte mit mehr als IOOOO Einwohnern um 100 Mk. Handelt es sich um den »etrieeb einer Wirtschaft von besonders bedeutendem Umform, so kann die Taxe für die Erlaubnis bis zum doppln Betrage der vorstehenden Satze erhöht werden. Für iSk Genehmigung einer Sparkasse 20—300 Mk. Für StarMei Höhungen und Anerkennung einer von einem aud= märtrii$io Souverain erteilten Standeserhöhung 1000 bis
HrschM tigN» h nut Alliü^b-ne deS 1 HMr.ii; 6.
D'8f ki'ßener jjlamliffllin Ilütter (werden» kt Anzeiger i öchenM t i trmal
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tausch' der betr. Aktien gegen Staatsschuldverschreibungen f.lb g^t ) -Gehaltsverhältnisse der Straßenwärter versäumt und sich dadurch einen Verlust von letzt allaemeinen eintreten lassen; 2) die Kammer wolle be-
190 Mk. pro Aktie ^gezogen haben. (Von 18650 schließet daß den Straßenwärtern für die von ihnen aussind 36 Stück in der festgesetzten Zeit nicht umgetauscht aus Staatsmitteln eine besondere Verwogen.) aütunQ zu gewähren sei, event. nach einer bestimmten Zahl
Zu der Vorlage Großh. Ministeriums der Fwanzen 9 Dienstjahren, auch wolle die Witwenversorgung in ge- betr. Kosten der Herstellung an der Stiftskirche zu Wimpfen von mW) werden. D. T. A.
i. Th., beantragt der Erste Ausschuß Zweiter Kammer, der neigte uro g 9 9 -------
Großh. Regierung für die bezeichneten Arbeiten der Stifts- Rpisil
kirche zu Wimpfen i. Th. den zu 39 500 Mk. veranschlagten MUlsMS Ueily.
Betrag zu Lasten der Ueberschüsse der laufenden Finanz- $ctlin, 9. Juni. Die Nachricht von einer Reise des Periode zur Verfügung zu stellen, sowie die Zustimmung zur I jcer 5 uach England wird offiziell dementiert. Uebertragung der bereits verwilligten Mittel im Betrage I «Berlin, 9 Juni. Wie das „Berliner Tageblatt aus von 25000 Mk. in die laufende Finanzperiode für die Huppest meldet, ist der aus der Affaire der Prinzessin Jahre 1897/1900 zu erteilen. Louise von Koburg bekannte Oberleutnant Wattasich vom
Qum Antrag des Abg. Reinhart, betr. die Erbauung Kriegsgericht hauptsächlich wegen Wechselfälschung zu funt von Mietwohnungen für die niederen Beamten und Arbeiter I Jahren Gefängnis verurteilt worden. M
d°S S.°°tts in ben größeren Stabten, beantragt bie Mehr. Berlin, 9. Juni W.e bas Berltner Tageblatt heil besselben Ausschusses: bie Großh. Regierung zu er- „fjjhr,, giebt man in hiesigen gut unterrichte en Kreis n bte suchen, bei Ausstellung des nächsten Voranschlags ben Antrag Hossnung nicht auf, baß bet Streitfall zw'sch-n bes Abg. Reinhart in Erwägung zu ziehen; bie Minb^heit Englanb unb Transvaal auf g f
beantragt: bie Großh. Regierung zu ersuchen, tm nächsten werben wirb. Sollte es >eboch zum Ausbruchvon Femb^ Dauptvorauschlag bie Mittel vorzusehen, welche bie Errichtung jeligfeiten kommen, so würbe die Haltung Derllschlanbs nne von Mietswohnungen für bie niederen Beamten unb Arbeiter ftreng neutrale fein. Bon einer deutschen Vermittelungs- 1 ' absicht ist hier nichts bekannt. .
Berlin, 9. Juni. Das aus Madrid verbreitete, m verschiedene deutsche Blätter übergegangene Gerücht von einem beabsichtigten Ankauf auch der spanischen Insel Fernando Po gegenüber Kamerun wird dem „Berliner Tageblatt" von hiesiger gut unterrichteter Stelle entschieden


