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11.6.1899 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

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4.

Ette Anzeigen-Bermittlung-stetten des In- nnfc Hu»l<mNl »rhmen Anzeige« fflr den Gießener Anzeiger entgehe«

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Sonntag dm 11. Juni

3.

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4.

28.

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Itbufthn, Lspedition und Druckerei:

Zchakkraße Ar. 7.

komponist, e.

6. 9. Karl Wilhelm, Komponist derDacht am Rhein", *.

17. 5.

27. 9.

Kunst und Kunstgewerbe.

Ernst v. Bandel, bedeutender Bildhauer, *.

G. B. Genelli, bedeutender Historien­maler,.

Nestroy, Komiker und Lustspieldichter, *.

Baumeister Zwirner, Leiter des Kölner Dombaues, *.

L. U. Schwanthaler, berühmter Bild­hauer, *.

Bellini, italienischer Opernkomponist,.

Theodor Döring, berühmter Schauspieler, *.

Emil Devrient, berühmter Schauspieler, *.

L. A. Richter, berühmter Maler, *.

Lortzing, Komponist, *

Gottfried Semper, berühmter Baumeister,.

Hektor Berlioz, franz. Komponist,.

Moritz v. Schwind, bedeutender Maler,.

Maria Taglioni, berühmte Tänzerin, *.

Benjamin Bautier, ausgezeichneter Geure- maler,. ,

Jenny Lind,die schwedische Nachtigall", berühmte Sängerin, *.

Lola Montez, Tänzerin, * (aus 1848 be- kannt).

Jacques Offenbach, Operettenkompomst,. Canova, berühmter ital Bildhauer, f- Karl Helmerding, großer Komiker, e.

G. K. L. Richter, bekannter Maler, e, Historien- und Porträtmaler. (Königin Luise).

Richard Gens, Komponist, e. (Operetten­musik).

Beethovens 9. Symphonie erscheint. Johann Strauß, Walzerkomponist,. Jacques Louis David, der Wiederhersteller der französischen Malerei im 18. Jahr­hundert, f.

Earl Maria von Weber, der nationale Romantiker in der Musik, f.

Karl von Piloty, berühmter Historien­maler, *.

Friedrich Haase, der geniale Schauspieler,- Ludwig van Beethoven f.

Arnold Böcklin, berühmter Maler,- Karl Sonntag, bedeutender Schauspieler,. Georg Bleibtreu, Schlachtenmaler,. Stiftung des Sächsischen Kunstvereins. Johannes Schilling, Bildhauer,. H. v. Förstel, bedeutender Architekt,. Franz Schubert, Liederkomponist, f.

(Fortsetzung folgte

güiutme Anzeige« zu der nachmittag- für de» Lag erscheinenden Nummer bi- vor«. 10 Uhr.

Gratisbeilagen: Gießener Lamiiicnblälter, Der hessische Landwirt, Ktätter für hessische Volkskunde. ___

Ebreffe für Depeschen: Anzeiger Atefcau Fernsprecher Nr. 51.

z-ezugspret- vieriellährlich

2 Mark 20 Psß. monatlich 75 Pfss» mit vringerlob».

Bei Postbezug R Mark 50 Psg.

>«ierieltährlich^

Feuilleton.

Das 19. Zaßrßundett.

Enter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herauSgegeben von Friedrich Thieme.

(Nachdruck oder AuSzug verboten.)

Chronologische Uebersicht V.

Deutsches Deich.

. Reichstag. Der Senioren-Konvent hat am Mitt- ich o'bend die Geschäftslage des Hauses beraten. Seitens ' !*i terrbünbetcn Regierungen wird beabsichtigt, den Reichs- 1ag nixch in diesem Monat zu vertagen und ihn zum 10. r Itr 1.5. November wieder einzuberufen. Der Senioren- - wiimlt hat dagegen an die verbündeten Regierungen das SWchsn gerichtet, den 14. November für die Einberufung > »l ivMen. Der Beginn der Vertagung kann noch nicht festgesetzt werden, da derselbe vom Verlaufe der Verhand- Mgr>t abhängt. Bis zur Vertagung sollen nur noch die Mvrlle zum Jnvalidenversicherungsgesetz in zweiter und j ititttu Beratung, der Nachtragsetat in zweiter und dritter Staat Hing, der Gesetzentwurf betreffend die Handelsbeziehungen ^oi! England in drei Beratungen und der Gesetzentwurf , sw Z.chutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisses in erster Bnatrng, eventuell auch die Vorlage wegen des Ankaufs : »et Karolinen erledigt werden. Die Novelle zum Post- - i'ksktz, Ibie Fernsprechgebührenordnung, die Novelle zur Ge- NMbcurdnung u. s. w. bleiben liegen. Die Beratungs- uiwlttinlien für den Reichstag bestehen nach einer jetzt amt* 1 i:d) ^gestellten Uebersicht noch aus 19 unerledigten Vor- l »gen der Regierung, 11 Berichten der Wahlprüfungs- kÜMmistsion, 28 Berichten der Petitionskommission und einer apojjfn Anzahl von Initiativanträgen von Parteien.

Zur Erwerbung der Karolinen. In Madrid n T-'hb vvraussichtlich in wenigen Tagen der Gesetzentwurf über b.;:t flftretung der Karolinen, Marianen und Palau-Jnseln bfewten werden. Es heißt, der Kaufpreis werde dort zu nnebrig befunden. Das wird man wohl ruhig abwarten fühlten. Ferner verlautet in Madrid, Deutschland beab- silchige auch den Ankauf von Fernando Po. Aus Washington n rirb ssolgrndoS gemeldet: ©taatffcticliii Huq laßt oen Zj.ei!untgen eine offiziöse Mitteilung zugehen, die betont, daß Twutschland bei seinen Unterhandlungen mit Spanien über d iirSbüretung der Karolinen in loyalster Weise vorgegangen f, e-.i uttib sie keineswegs in einer Weise geführt habe, als o Lkö die Vereinigten Staaten überraschen wollte. Herr vMMlow habe den amerikanischen Botschafter in Berlin in: sreumdschaftlicher Weise, sowie es überhaupt angemessen ßl^eserit, auf dem Laufenden gehalten. Spanien habe die KlMlimen den Vereinigten Staaten während der Friedens- wmlchandlungen als Entgelt für gewiffe Handelsvorrechte üi»|ftui&a und Portoriko angeboten, diesseits aber sei ab- lcWird geantwortet worden, mit dem Hinzufügen, man müsse

Weßener Anzeiger

Heneral-^Heiger

M. 135

lttzllch i et Ai-nahme de« Kontag«.

Ih Gießener

«wein dem Anzeiger ilMtutid) viermal d eigelegt.

es Spanien überlassen, über die Karolinen, Palaus und Ladronen nach Gutdünken zu verfügen.

Eine Novelle zum Gesetz über die Rechtsver­hältnisse der deutschen Schutzgebiete ist dem Bundesrat zugegangen. Die Vorlage wird wie folgt be­gründet : Die zur Zeit geltenden Gesetze bieten keine Hand­habe für die Gründung solcher Gesellschaften, welche die Ausnutzung der uns von China in dem Vertrag vom 6. März v. I. für die Provinz Schantung zugesicherten Bergbaurechte zur Aufgabe gestellt haben. Die Gründung derartiger Gesellschaften kann insbesondere nicht nach Maß­gabe des auch die Rechtsverhältniffe der deutschen Kolomal- gesellschaften regelnden Reichsgesetzes über die Rechtsverhält­nisse der deutschen Schutzgebiete erfolgen, da dieses Gesetz nur solche deutschen Kolonialgesellschaften im Auge hat, welche die wirtschaftliche Erschließung von deutschen Schutz­gebieten bezwecken und außerdem ihren Sitz entweder im Reichsgebiet oder in den deutschen Schutzgebieten haben, während die für die Ausnutzung der bezeichneten Rechte m der Provinz Schantung zu gründenden Gesellschaften ihre Hauptthätigkeit gerade in Gebieten, die nicht unter deutscher Herrschaft stehen, ausüben wollen. Die Bestimmungen des genannten Gesetzes haben sich nun, insbesondere auch inso­weit sie sich auf die Bildung von deutschen Kolonialgesell­schaften erstrecken, bis jetzt bewährt. Es empfiehlt sich des­halb, diesem Gesetz eine Fassung zu geben, welche auch die Errichtung solcher Gesellschaften ermöglicht, die ihre Thätig- keit auf Gebieten, die nicht unter deutscher Herrschaft stehen, auszuüben die Absicht haben. Dieser Zweck soll durch die vorliegende Novelle erreicht werden.

Zu den deutsch-russischen Beziehungen. Der russische Generaladjutant Graf Paul Schuwalow ompfiug $u sein«»NI BOjä^xigcu Offiziccsjubilaum ein Neftript des Kaisers Nikolaus, in welchem es u. a. heißt:Mein unvergeßlicher Vater, der Ihre schönen Talente hochschätzte, ernannte Sie zum Botschafter bei Sr. Majestät dem deutschen Kaiser und König von Preußen. In dieser hervorragenden Stellung erwarben Sie die allgemeine Sympathie und trugen viel dazu bei, die auf gegenseitiges Vertrauen gegründete Freundschaft mit der benachbarten Großmacht fester zu ge­stalten." Russische amtliche Aeußemngen pflegen in der­artigen Bemerkungen sehr zurückhaltend zu fein. Die Wärme, mit der hier der Verdienste des Grafen Sckuwalow gedacht wird, kann wohl als Symptom einer besonders guten Stimmung gelten.

(23. 4. 1884 f.)

Friedrich Preller, der bedeutendste Vertreter der historischen Landschaft, *.

Wilhelmine Schröder-Devrient, eine der be­deutendsten dramatischen Sängerinnen, *.

15. 12. Ernst Nietschel, berühmter Bildhauer,. 1IM65 15. 10. Wilh. v. Kaulbach, bedeutender Maler, *.

Ausland.

Frankreich. Gegenwärtig beschäftigt man sich, tote bec T. R." aus Paris geschrieben wird, lebhaft mit dem Fall Emile Zola. Der Verfasser des Artikels JaccuBe ist bekanntlich nach Paris zurückgekehrt, und die Staatsanwaltschaft hat ihm das Urteil des Schwurgerichts in Ver ailles, welches Zola wegen Nichterscheinens ver­urteilte, kund thun lassen. Was wird nun nach dem Ur­teile des Kassationshofs aus Zolas gerichtlicher Verfolgung? Man glaubt und das ist besonders die Ansicht zahlreicher Parlamentarier daß sie fallen gelassen wird. Die Mit­glieder des Kriegsgerichts, die Zola in seinem Artikel be­leidigte, zur Zurücknahme ihrer Klage zu veranlassen, scheint aus verschiedenen Gründen nicht sehr zweckmäßig. Nun hat vor einem Jahr die Kammer eine Amnestievorlage geneh­migt, welche hauptsächlich die gelegentlich der algerischen Wirren verurteilten Personen und andere politische Ver­brecher mit Ausnahme von Emile Zola und Urbam Gohier begnadigte und jetzt der Prüfungskommission des Senats vorliegt. Urbain Gohier ist inzwischen freigesprochen worden. Die Ausnahme bezieht sich also allein noch auf Zola. Die erwähnte Kommission hat sich einesteils noch nicht entschieden, weil sie der Vorlage feindlich gegenüber steht, und andern- teils das Urteil des Kassationshofs abwarten wollte. Die Ansicht der Parlamentarier, von denen wir sprachen, geht nun dahin, die Emile Zola betreffende Ausnahmebestimmung in der Amnestievorlage einfach zu streichen, und es scheint heute begründete Aussicht vorhanden, daß Kammer uno Senat dies gutheißen werden. Der Militär-Gouverneur von Paris, Zurlinden, versandte ein Rundschreiben an die aktiven, Reserve- und Landwehr-Offiziere der Pariser Gar- ntfon, tn dem er sie ermahnt, fiq tn otefer unruhigen Zett stets so zu verhalten, wie es die Achtung vor dem Gesetz verlangt, einerlei ob sie in Uniform oder in Civll sich befinden. _______________________

Schiffsnachrichleu

Norddru kicher Lloyd, ta Gießen vertreten durch die Agenten teil Loo» und I. M. Schulhof.

Bremen, 8. Juni. (Per tranSallantifcheo TtteMaph.) Der Schnellpostdmuyfer Lahn, Capt. C. Pohle, vom Nordd«rtschM Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr abend» wohlbehalten in Newyork angekommen.

1806

3. 1.

Henriette Sonntag, große Sängerin,. Karl Friedrich Lessing, bedeutender Historieu-

24. 4.

1808

15. 2.

6. 10.

und Landschaftsmaler, *.

1809

3. 2.

Felix Mendelssohn-Bartholdy.

1. 3.

F. Chopin, bedeutender Tondichter, *.

-

31. 5.

Joseph Haydn f.

1822

20. 7.

1810

8. 6.

Robert Schumann, Komponist, *.

23. 6.

Fanny Elßler, berühmte Tänzerin,. (27.11.

13. 10.

1884 f).

1823

29. 10.

1811

22. 10.

Franz Liszt *.

31. 8.

1812

27. 4.

v. Flotow, Opernkomponist, *.

1813

22. 5.

Richard Wagner *.

1824

7. 2.

1814

22. 9.

Jffland, großer Schauspieler, f-

9. 10.

Giuseppe Verdi, italienischer Komponist,.

1815

21. 2.

Meiffonier, berühmter französischer Genre­

maler,.

1825

25. 10.

28. 6.

Robert Franz, Liederkomponist,.

29. 12.

16. 7.

Zurückgabe der von Napoleon aus Preußen

entführten Kunstschätze.

7. 6.

28. 9.

Maler Andreas Achenbach *.

1826

9. 12.

Adolf v. Menzel, berühmter Maler, *.

1816

-

Fr. Ludw. Schröder, berühmter Schauspieler

1. 10.

und Dramaturg, fi.

1817

-

Errichtung des Wiener Konservatoriums.

1. 11.

1918

8. 2.

Wilh. Camphausen, bedeutender Schlachten­

1827

26. 3.

maler, *.

16. 10.

15. 5.

Bogumil Dawison, großer Mime, *.

1828

20. 2.

17. 6.

Gounod, franz. Opernkomponist,.

27. 3.

Vollendung des Münchener Hoftheaters.

7. 4.

-

Hugo Bürkner, berühmter Holzschneider, *.

23. 6.

1819

22. 12.

Franz Abt, Komponist, *.

17. 7.

1820

18. 4.

Franz v. Supps, beliebter Operette»-

18. 11.