Ausgabe 
10.12.1899 Zweites Blatt
 
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Tagen ein weiterer Beamter, der seither bei der Königl. Sächsischen Lotteriedirektion in Thätigkeit war, in Dienst treten. Demselben sollen hauptsächlich die auf die Herstell ung und die Verschickung der Lose bezüglichen Geschäfte übertragen werden, da diese Geschäfte besondere Erfahrungen und Fachkenntniffe erfordern. Die bis jetzt ins Publikum gedrungenen Mitteilungen über die Zahl der Lose und der Treffer, sowie über den Preis der Lose können noch nicht als definitiv gelten, über diese Punkte schweben zurzeit noch Erwägungen, die aber in allernächster Zeit ihren Abschluß finden dürften. DieMainz. Reust. Rachr." schreiben: In Darmstadt scheint in den maßgebenden Kreisen der Lotterie-Verwaltung noch in jeder Beziehung Unklarheit und Unbestimmtheit zu herrschen. Roch ist kein fester Ziehungsplan beschlossen, noch sind keine Kollekteure fest angestellt; erlaffene Bestimmungen werden wider­rufen und Einladungen zu Konferenzen abgesagt, sodaß die Sache fast täglich eine neue Physiognomie erhält. Hoffent­lich kommt die Angelegenheit nun bald zu einem guten Ende, sodaß das Resultat durch diese Unschlüssigkeit nicht beeinflußt wird."

Polizeibericht. Vor einigen Tagen verunglückte der Leutnant a. D. Karl Schäg aus Gießen dadurch, in­dem demselben die brennende Lampe auf die Erde fiel, das Petroleum sich entzündete und sich hierbei erheb­liche Brandwunden zuzog, an denen derselbe am gestrigen Tage in hiesiger Klinik verstorben ist. Gestern abend kur; nach 7 Ühr gingen zwei Pferoe mit Chaise, dem Hoflohnkutscher Huhn gehörig, von der Marktstraße aus durch die Schulstraße nach dem Ludwigsplatz durch. Der Kutscher, welcher auf dem Bock saß, sprang in der Markt­straße herunter, kam jedoch zu Fall, so daß die Pferde einen Vorsprung erhielten und er dieselben nicht mehr einholen konnte. Trotz rasender Schnelligkeit kamen die Pferde nebst Chaise an dem ihnen entgegenkommenden Omnibus vorbei, und wurden an der Bürgermeisterei, woselbst sie ein Bäumchen umrannten, aufgefangen. Meder das Fuhrwerk noch der Kutscher haben hierbei Schaden gelitten.

Mücke (Oberhessen), 8. Dezember. Die beiden Ein­brecher, welche wie berichtet wurde hier verhaftet wurden, scheinen auch noch größere Diebstähle auf dem Kerbholz zu haben. Sie führten nämlich einen Koffer mit sich, in welchem etwa 100 feine Messer in Etuis und mehrere Päcke Taschenmesser sich befanden. Ohne Zweifel sind diese Gegenstände in Frankfurt oder Offenbach, wo sich die beid n Gauner zuletzt aufgehallen haben wollen, gestohlen worden und sollten nun in hiesiger Gegend durch Hausieren verkauft werden. Die Besitzerin des Wirtshauses in Bobenhausen, in welchem der Einbruch verübt wurde, erkannte in einem der Einbrecher, die ihr am Amtsgericht Grünberg gegen« übe'gestellt wurden, ihren eigenen Bruder, der schon seit Jahren in der Fremde ist und auch eine längere Gefängnis­strafe verbüßt haben soll. Das saubere Brüderchen leugnete jedoch, die Frau zu kennen, gibt vielmehr an, er stamme aus Wiesbaden und heiße Feldmann.

Mainz, 8. Dezember. In einer Zuschrift an das Mainzer Tageblatt" bestätigt jetzt Seminarpro­fessor Dr. Holzammer die Blättermeldung der jüngsten Tage, daß er den ihm von dem Großherzog verliehenen Orden Philipps des Großmütigen dankend abgelehnt habe. Dr. Holzammer schreibt zur Hauptsache u. a. fol­gendes:Ich hatte nicht die geringste Ahnung davon, daß mir dieser Orden zugedacht sei, sonst würde ich sicher ge­beten haben, von mir abzusehen, weil ich aus naheliegenden Gründen die Ueberzeugung habe, daß ein Orden Philipps des Großmütigen für einen katholischen Priester wenig ge­eignet ist. 2. Von einer Brüskierung und Taktlosigkeit meinerseits kann keine Rede sein, da ich noch an demselben Abend dem Herrn Minister meinen verbindlichsten Dank aus­sprach für seine Bemühungen, wie auch für diese Bekundung der Zufriedenheit und Huld meines Landesfürsten, zugleich aber auch unter ehrerbietiger Andeutung der Gründe auf meine peinliche Lage hinwies und es tief bedauerte, mich außerstande zu sehen, diesen Orden anzunehmen und zu tragen. 3. Ich wies dabei darauf hin, daß dieser Orden früher prinzipiell nicht an katholische Geistliche verliehen wurde, und daß, als dies später doch geschah, einzelne hervorragende und bei der Regierung im hohen Ansehen stehende Geistliche diesen Orden ablehnten, ohne daß die Regierung darin eine Taktlosigkeit sah, viel­mehr die Gründe dieser Geistlichen auf das huldvollste würdigte; darum darf ich gewiß das Vertrauen hegen, auch mein Verhalten nicht anders beurteilt zu sehen. In­folge der durch den niederen Wasserst and beschränkten Schifffahrt ist der Güterverkehr auf den beiderseitigen rheini­schen Linien gegenwärtig ein ganz enormer und werden fortgesetzt Extragüte-züge eingeschoben. Leider macht sich hierbei wieder ein sehr empfindlicher Wagenmangel be­merkbar.

Aus dem Kreise Mainz, 8. Dezember. Mit Rücksicht auf die starke Ausbreltnng der Maul- und Klauen­seuche im Kreise Mainz hat das Kreisamt verfügt, daß der Handel mit Klauenvieh im Umherziehen bis auf weiteres verboten ist.

Hanau, 8. Dezember. In großer Gefahr schwebten am Mlttwochnachmittag der um 4 Uhr von Hanau West nach Frankfurt-Ost abgehende Schnellzug und ebenso der zu gleicher Zeit von Hochstadt abgehende G ü t e r z u g. Beide Züge hatten bereits von Station WilhelmSbad Einfahrs- zeichen, als im letzten Moment bei der zur Zeit im Kesselftädter Walde stattfindendcn Abholzung ein Seil riß, und ein schwerer Eichbaum auf die Geleise fiel, dabei sämtliche Telegraphenleitungen zerstörend und die Geleise sperrend. Nur dem umsichtigen Handeln des Vorstandes der Station Wilh.lmsbad ist es zu danken, daß ein gröberes Unglück verhindert wurde. Ein in einem hiesigen Gast-

Hause seit einigen Tagen engagierter Kellner, Namens Rain aus Lieblos, nahm gestern mittag Urlaub und fuhr nach Frankfurt. Es wurde ihm aufgegeben, kurz nach 6 Uhr wieder in Thätigkeit zu treten, jedoch verstrich die Urlaubszeit, ohne daß eine Rückkehr erfolgte. Als der Wirt sich nun in das von dem Kellner bewohnte obere Zimmer begab, sand er denselben leblos vor; er hatte sich durch einen Schuß in das Herz getötet. Die Ur­sache zu der That ist noch unbekannt, jedoch wird angenomen, daß auch hier eine Liebesaffaire mitspielt.

Vermischtes.

* Eisenach, 8. Dezember. Diel von sich reden macht hier und in Weimar der von uns bereits gemeldete Ueber- fall auf die Großh. Hofschauspielerin Fräulein Adolphi. Der Vorfall, der anfangs sehr diskret behandelt wurde, trug sich am Freitag voriger Woche auf dem Wege von der Wartburg nach der Hohen Sonne zu, wohin Frl. Adolphi, mit Ueberschreitung ihres Urlaubs, ganz mutter­seelenallein einen Ausflug unternahm. Ein hiesiger Barbier, namens Reinmann, der die seine Führerdienste annehmende Schauspielerin mit einem Rasiermesser bedrohte, ist der Attentäter und sitzt jetzt im hiesigen Landgerichtsgefängnis.

* Würzburg, 8. Dezember. Der Rechtspraktikant Medicus stürzte heute nacht in seinem Hause von der Stiege und brach das Genick.

* Görlitz, 8. Dezember. Der hiesige stellungslose Tapezierer Friedmann beschloß aus Nahrungssorgen sich, seine Frau nebst Kind zu vergiften. Beim Auf­brechen der Wohnung wurde der Mann als Leiche vor­gefunden. Der Zustand der Frau und des Kindes ist hoff­nungslos.

* Bremen, 8. Dezember. Ein 19jähriger, vielfach vor­bestrafter Arbeiter, der seit einer Woche aus der Straf­anstalt zu Oslebshausen entlassen war, wurde gestern abend bei einem Mordversuch auf einen hiesigen Bürger ver­haftet. Der Arbeiter gestand weiter ein, der Urheber eines an einem jungen Mädchen begangenen Mordes, sowie des Attentates auf den Direktor des Nordd. Lloyd Bremermann und weiterer zweier Frauen zu sein. Sämtliche Verbrechen passierten seit den letzten 8 Tagen und verursachten in der Stadt allgemeine Aufregung.

Universität und Hochschule.

Berlin, 7. Dezember. Die hiesige Universität wird nach der amtlichen Statistik im gegenwärtigen Winterhalbjahr von 6478 immatrikulierten Studenten besucht, die größte Ziffer, die bisher erreicht wurde. In diesem Semester wurden 2988 immatrikuliert. Die theo­logische Fakultät umfaßt 379 Kommilitonen (289 Preußen), die juri­stische 2334 (1792 Preußen), die medizinische 1348 (909), die philoso­phische 2419, darunter 1659 Preußen. Außer den 6478 immatriku­lierten Studenten sind noch 4843 Personen zum Hören der Vorlesungen berechtigt, sodaß diese in Summa von 11,321 Personen besucht werden könnten. An Frauen sind in diesem Winter 406 als Hörerinnen zu­gelassen. Die übrigen Anstalten, deren Zöglinge auch die Universitäts- Vorlesungen besuchen dürfen, haben gegenwärtig folgende Frequenz Die Technische Hochschule zählt 2568 Studierende, die Tierärztliche 378, hie Landwirtschaftliche Hochschule hat 349 Studierende mit dem einjährigen Zeugnis, die Hochschule für die bildenden Künste 309, die Kaiser Wil- helni-Akademie für das militär-ärztliche Bildungswesen 300 und die Bergakademie 57 Studierende.

Heidelberg, 6 Dezember. Der Bürgerausschust hat, dem Antrag des Stadlrats entsprechend, genehmigt den Verkaufs des zwischen der Grabengasse und btt Sandgasse gelegenen Grundstückes, auf dem das alte Vollsichmbaus und d>e K» abenturnhalle stehen, für 342500 Mk. an den Staat zur Errichtung eines Neu­baues für die Universitätsbibliothek. (Im badischen Budget für 1900/1901 find beiettö 250000 Ulf. für diesen Zweck vorgesehen.) Zu dem Baup atz gebärt noch das daran ansch!ießrnbe Fallel'sche An­wesen, b«S ber Staat bereits früher um 95000 Mk. g.kauft hat.

Collegierigelder in alter Zeit. Man schreibt aus Erlangen: Das KaptlelProlesforeneiei d tu der guten a ten Zett" illustriert sehr gut der raLfolgende Brief tes berühmt n Mtd ztners Lorenz Heister, eil es ber bedeutendNen M.d'ztner, Botaniker und Pharmako­logen seiner Zett, an R ktor und © nat feiner Universität, den wir wortgetreu hier zum Abdruck bringen:

Magnifice Domine Vice Rector Hockwürdtge, Hochebelgebortne und Hochgelehrte Jnsonder« Hochgeehrteste Herren Collegae.

Es wird Ew. Magr.tfic. und meinen hochgeehrtesten Herren Eollegen hoffentlich noch bkandt f yn, dcß diejenigen Studiosi Medicinae, welche mir pro labore anatomes nichts haben Zaslen wollen, durch einen Kön gl. Beiehl von Hannover aus ohne wette, es E'nwenden Zwey tarier vor meine Mühe zu zahlen cond mntert, Ihnen auch solches noch im vorigen Jahr ab Arnplmo Senatu Academico sub poena relegationis innerhalb vier Wowen auferle^t und a befo len woiden. Oo ich nun zwar in der Hoffnung gestanden, es würden diele unetkantl che Leute diesen doppelten nachdrücklichen B f hl respeotiren und nachkomm n, auch v rschtedene andere Pmsch Ihnen in der Güte zugeredet, daß Sie Sich zu Ihrer Schuldigkeit bequemen, und in der Bühr mit mir abfinden sotten, ich I men auch deswegen lang über den anberaumten Termin mit Gedutt nachgesehen, um Sie nicht zu übereilen, io hat sich koch von s Ibifltn b.shero nut ber einige Schmid, welcher bei Herrn Sliper wohnt, mit mir ab­gefunden, der andere Schmid a er Förster und Wagner bleiben conrumaces, und zwar Förtter in duplici reata, nebmlich wegen der Anatomie, und dann auch wegen 8 labler pro collegio chirurgico, welches in einem gewissen Tern in, ker ob«r auch schon längstens ver­strich' n ist, Ihm gleichfalls ab Ampl^? Senatu Academico eub poena relegationis zu zahlen schon vor et itte Monalhen auferleget worden. Di weilen aber per talem contumaciam, wenn man selbig' obn- g straf, t li fee hingehen, nicht r ur bet Respect unb Auctoritas Senatua Academici sebr geschmä ert, sondern auch bas Königl. Sief npt oder Befehl durch dies hominee contumaces et immorigenes illudi i und dies' Illueio unb Ungehorsam zu Vt kn üblen Conaequentien Ge egenh it geben uürbe, ich auch letzt! ch vo Hannover aus durch e ne sichere Person ob bemelbctet Königl. Befehl wäre exequirt und befragt worden (woran' aber noch nicht geantwortet). AlS ersucheEw Magnific. und meine sämmtllch- hochgeeh'testen £) et ren Collegae gantz di nNlich, b<e Gütigkeit zu Haden, dieses Uitheil unb Bef-Hl, indem bemelbeien Putsche lang genug ist nachgeseh.n rrorben, ohnbeschwert ehestens zu vollziehen und dieser v rdri fei ch n Sach damit ein Ende zu machen. Sie werben mich durch diese faveur sehr obligiren, ich' aber werde beständig m t aller Hockachiu g verbleien Ew. Magnifice und meiner sämmtlichen Hochgeehrtesten Herrn Collegae

trtu erg-denster Diener

L. Heister.

Musaeo, d. 15. Mart. 1721.

Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen.

Aufgebote.

Am 4. Dezember. Johann Merz, Schutzmann zu Aachen mit Marie Flach zu Schalke. 4. Carl Conrad Heinrich Rückert, Schreiner zu Haina mit Margarethe Stöhr zu Rosenthal. 4. Johannes Planz, Taglöhner zu Kirtorf mit Sophie Ort geb. Kraft daselbst. 4. Johann Heinrich Deibel, Postbote dahier mit Lina Spamer daselbst. 6. Franz Paul Müller, Schutzmann zu Darmstadt mit Anna Katharine Elisabeth Großhaus zu Lich. 6. Waldemar Paul Vierth, Kaufmann zu Gießen mit Emma Martha Elise Ebert zu Landsberg a. d. W. 7. Heinrich Vonderschmidt, Schreiner zu Darmstadt mit Anna Marie Zirkel daselbst. 7 Johann Heinrich Lehmann, Taglöhner dahier mit Margarethe Peppe! hier selbst.

«heschlietzurrgeu.

Aw 2. Dezember. Heinrich Georg Kaus, Spengler dahier mit Eleonore Marie Schneider von Steinbach, Kr. Gießen. 2. Georg Kinkel, Kaufmann dahier mit Anna Verena Susanna Wilhelmine Bender hier- selbst. 2. Friedrich August Wilhelm Hotz, Monteur Hierselbst mit Wil­helmine Schalch Hierselbst. 2. Wilhelm Seitz, Schutzmann dahier mit Katharine Kaiser zu Stammheim. 5. Paul Robert Hesse, Friseur zu Mainz mit Katharine Marie Brück Hierselbst. 7. Heinrich Häuser, Tag­löhner dahier mit Elise Schmidt zu Romrod. 7. Karl Johann Konrad Heckviann, Metzger dahier mit Elisabeth Jakobi Hierselbst.

Gedornte.

Am 29 November. Dem Steinmetz Louis Schmidt ein Sohn. 30. Dem Kaufmann Heinrich Carl Emrich eine Tochter, Clara. 1. Dez. Dem Lokomotivführer Peter Schmidt eine Tochter. 2. Dem Hilfsführer Hugo Strohdach ein Sohn. 4. Dem Realgymnasiallehrer Rudolf Block eine Tochter. 4. Dem Taglöhner Johannes Grün ein Sohn. 4. Dem Postschaffner Heinrich Bourcarde ein Sohn.

Gestorbene.

Am 2. Dezember. Jakob Kraus, 79 Jahre alt, Kanzleidiener i P. dahier. 2. Adolf Marx, 36 Jahre alt, Nagelschmied zu Münster, Kr. Friedberg. 3. Marie Böhmer geb. Latsch, 39 Jahre alt, Ehefrau von Bahnwärter Peter Böhmer zu Niederscheld. 5. Konrad Muscat, 39 Jahre alt, Ortsdiener zu Aßlar. 6. Elisabethe Arnold, 9 Jahre alt, Tochter von Wagner Heinrich Arnold zu Rödgen. 7. Hermann Löber, 24« x Jahre alt, Posthilfsträger von Freienseen. 7. Karl Heinrich Melchior Schaeg, 50 Jahre alt, Leutnant i. P. dahier. 8. Christina Morgel, geb. Lepper, 28 Jahre alt, Ehefrau von Landwirt Georg Morgel zu Reiskirchen, Kr. Gießen. 8. Mathilde Hartmann, 5 Monate alt, Tochter von Schneider Georg Hartmann dahier.

Auszug aus -en Kirchenbücher«

-er Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Matthäusgemeinde.

Den 5. Dezember. Paul Robert Heffe, Friseur zu Markranstädt und Katharine Marie Brück, Tochter von dem verstorbenen Fuhrmann Johannes Brück zu Gießen.

Markusgemeinde.

Den 2. Dezember. Wilhelm Seitz, Schutzmann zu Gießen und Katharine Kaiser, Tochter von dem Landwirt Heinrich Kaiser zu Stammheim.

Den 3. Dezember. Georg Kinkel, Kaufmann zu Gießen, ein Witwer und Anna Verena Susanne Wilhelmme Bender, Tochter von dem Loko- motivsührer i. P. Samuel Bender zu Gießen.

Lukasgemeinde.

Den 2. Dezember. Heinrich Georg Klaus, Spengler zu Gießen und Eleonore Marie Schneider, Tochter des verstorbenen Händler- Heinrich Schneider zu Steinberg.

Denselben. Friedrich August Wilhelm Lotz, Monteur zu Gießen und Wilhelmine Schalch, Tochter des verstorbenen Güterexpeditions- gehilfen Konrad Schalch zu Braunfels.

Den 7. Dezember. Heinrich Häuser, Tagldhner zu Gießen und Elise Schmidt, Tochter des Schuhmachers Christian Schmidt II. zu Steinberg.

Getaufte.

Matthäusgemeinde.

Den 2. Dezember. Dem Schreiner Georg Haubach eine Tochter, Johanna Elise Marie, geb. den 2. November.

Den 3. Dezember. Dem Schneider Karl Dechert eine Tochter, Margarethe Katharine, geb. den 14. Oktober.

Denselben. Dem Kaufmann August Stiebeling ein Sohn, August Karl Jakob, geb. den 13. Oktober.

Denselben. Dem Lackierer Konrad Dürr ein Sohn, Georg Louis Martin Albert, geb. den 9. November.

Markusgemeinde.

Den 3- Dezember- Dem Schuhmacher Heinrich Stein ein Sohn, Johannes Heinrich Friedrich Wilhelm Otto, geb. den 6. November.

Den 6. Dezember. Eine uneheliche Tochter, Marie, geboren den 2. November.

Lukasgemeinde.

Den 3. Dezember. Dem Lokomotivheizer Georg Hartmann ein Sohn, Wilhelm, geboren den 13. Oktober.

Denselben. Dem Professor am Realgymnasium Dr. Rudolf Erb ein Sohn, Ludwig Emil Rudolf, geb. den 12. August.

Johannesgemeinde.

Den 3. Dezember. Dem Hilfsbremser Konrad Weber eine Tochter, Bertha Luise Katharine Elisabeth, geb. den 30. November.

Denselben- Dem Schreiner Karl Wirth ein Sohn, Wilhelm Adolf Heinrich, geb den 3. November.»

Denselben. Dem Forstwart Peter Arft eine Tochter, Frieda Maria, geb. den 13. Oktober.

Beerdigte.

Matthäusgemeind e.

Den 2. Dezember. Johanna Christina Lina Euler, Tochter von dem Küfer und Wirt Georg Euler II., 17 Jahre alt, starb den 30. Nov.

Den 3. Dezember. Johann Christoph Wenzel, Wagenmeister, »er­heiratet, 64 Jahre alt, starb den 1. Dezember.

Den 4. Dezember. Karoline Habenicht, geb. Loos, Witwe von dem Fabrikant Friedrich Habenicht, 55 Jahre alt, starb den 1. Dezemb.

Denselben. Jakob Kraus, Hofgerrchtsdiener i. P., ein Witwer, 79 Jahre alt, starb den 2. Dezember. _____

Zu den besten Erzeuan'ssin, bte ber deutsche Delikat« ssen- handel aufweist und durch die er ausländische Fabrikate verdiängt und gefch agen hat, gehören unzweifelhaft die Wend's^en Saucen, drrgrstellt auf englische Manier. Es war kein leichter Kampf, dm die Firma F. Th. Wend & Co. in Strafeburg aufgenommen hatte; in'den Kreisen der deutschen Konsumenten und Händler, die oft nur allzugern baS Ausland begünstigen waren viele Vorurteile zu b« fettigen, bis man die Güte und Gleichwertigkeit des deutschen Er- zeugniffeS anerkannte. Dre verschiedenen Arten ber Wend'schm Saucen, von den mildesten bis zu den schäissten Marken, insbtfonbeve Wend's Worceste'shire Sruce. haben aber nunmehr ben vollen, un­geteilten Beisoll btß Publikums gefunden unb auch wir, die wir Proben entnahmen, können uns dem ©tfamlurtdl voll unb ganz anschliefeen. Auch an äußeren Anerkennungen hat eS nicht gefehlt, so wurde in Magdeburg und München, anläßlich der dorttgm Nahrungsmittelausstellung der Firma die goldene Medaille und Ebrendiplom verliehen; eine gleiche Auszeichnung erhielten Wend'» Saucen in Löbau in Sachsen an'äfeltch deS 13. sächsischen GastwtrtS- oerdandstage?.