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1899
Sonmag ven 10. Dezember
gtt. 29 l Fünftes Blatt
Amts- und Anzeigedtatt für den KreU Gietzen.
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1900 eine bedeutende Veränderung eintreten. Während man seither die unehelichen Kinder durch ihre Mutter als
— AuS dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht sei I hervorgehoben, daß die Sektion mit 96 Mitgliedern in ihr | 14. Vereinsjahr eintritt. Die 13 Vereinsabende deS ab- gelaufenen Jahres waren von 291 Herren besucht. Es fanden 9 Vortragsabende und 11 Ausflüge, darunter 9 TageSausflüge, statt. Der Vorstand besteht fernerhin aus den Herren Prof. Hedderich, Kaufmann F. Kühn, Fabrikant W. Meyer, Dr. Rehling, Realgymnasial- lkhrer Schierholz, Stadtbaurat Schmandt, Kaufmann A. Waldschmidt, Fabrikant Zurbuch. Die altherkömmliche Dünsbergtour sindet Sonntag, den 14. Januar statt. |
♦* Aenderung im Mahnverfahren. Mit dem 1. Januar 1900 tritt eine durch das neue Bürgerliche Gesetzbuch in Verbindung mit einer Abänderung des § 692 der Zivil prozeß-Ordnung geschaffene Aenderung im Mahnverfahren in Kraft, welche im Interesse der Verfolgung fauler Zahler jedem GeschäftSmanne willkommen sein wird. Im Mahnverfahren hatte bisher bekanntlich der Schuloner, vom Tage der Behändigung des Zahlungsbefehls angerechnet, zwei Wochen Zett, um gegen den Befehl Widerspruch zu erheben, und der Gläubiger bekam erst, wenn innerhalb 14 Tage kein Widerspruch erfolgte, das Attest der Voll streckbarkeit des Zahlungsbefehls (die sogen. Vollstreckungs- klausel) in die Hand. Vom 1. Januar 1900 ab wird diese Frist nur noch eine Woche betragen, vom Tage der Zustellung an gerechnet.
** Fürsorge für alleinreisrnde Frauen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat die Eiseubahndirektionen daran erinnert, daß nach der Dienstanweisung für Schaffner allein reisende Frauen, soweit es angeht und mit ihren Wünschen übercinftimmt, in Frauenabteilen oder in Ab teilen, in denen sich andere Frauen befinden, unterzubringen sind. Auch in der vierten Klasse sind allein reisende weibliche Personen in die für Frauen bestimmte Abteile zu I weisen. Ferner hat der Minister betont, daß die Schaffner streng darauf zu halten haben, daß die Frauenabteile nur von Frauen benutzt werden. Das Zugpersonal soll an die genaue Beachtung dieser Dienstvorschriften erinnert und die gehörige Durchführung überwacht werden. Daß für eine den Vorschriften und dem Bedürfnis entsprechende Einstellung von Frauenabteilen Sorge getragen wird, setzt der Minister
llrtffe für Depeschen: Anzeiger Hieße»
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Siebener Anzeiger
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OrstisvdtsHm: Gießener FmmlirMütter, Zer hessische Handunrt, Hlättrr für hessische Dsckskunde.__
Lokales und Provinzielles.
Gießen, 9. Dezember 1899.
- Vor 116 Jahren, am 11. Dezember 1783, wurde in Tilsit der Dichter Max v. Schenkendorsf geboren. Er nimmt unter l den Sängern der Befreiungskrieoe eine rühmliche Stelle ein und war begeistert für des deutschen Volkes Ve aangenheit und Zmunft Zu seinen schönsten Liedern gehört datz Landstuimlied. Der Dichter I starb am Tage der Wiederkehr seines Geburtstages, am 11. Dezember I 1817 tn Koblenz.
** Pfarrwesen. Das Verordnungsblatt für die kvange- I lische Kirche des Großherzogtums, Nr. 15, enthält folgende Ernennungen: Pfarrvikar Köhler zu Nleder-Noßbach zum Pfarrverwalter in Muschenheim; Pfarramtskandidat I Schlösser zu Worms zum Pfarrvikar in Nieder Roßbach; | Pfarramtskandidat Becker zu Darmstadt zum Pfarrvikar | in Okarben; Pfarrassistent Fresenius zu Bönstadt zum Pfarrverwalter in Sellnrod; Pfarramtskandidat Römheld I zu Darmstadt zum Pfarrassistenten m Bönstadt; Pfarramtskandidat Hill zu Wald UelverSheim zum Pfarrassistenten in Lauterbach; Pfarramtskandidat Kehr zu Oppenheim zum I Verwalter der Pfarrgehilfenstelle zu Londorf; Pfarrvikar | Simon zu Nieder Ramstadt zum Pfarrv^rwalter in Ober- I Moffau; Pfarrverwalter Linck zu Alsbach zum Pfarrvikar in Brauerschwend; Pfarrverwalter Müller zu Lang Göns I zum Pfarrverwalter in Maar; Pfarrverwalter Schrimpf I zu Sprendlingen zum Pfarrassistenten in Darmstadt; Pfarr- I vermalter Weber in Mörfelden zum Pfarrverwalter in Hitzkirchen; Pfarramtskandidat Landmann zu Gießen zum Pfarrverwalter in Rothenberg. I
•* Wilderer. Man sollte nicht meinen, daß in nächster Nähe der Stadt die Wilderei betrieben werde, und doch wird gemutmaßt, daß im Leihgesterner Gemeinde- I walde dieses lichtscheue Handwerk blühe. Bei der dritten I Treibjagd, die in diesem Jagdrevier in diesem Herbste stattfand, sollen sieben Stück Rehwild verludert aufgefunden worden sein, wie man glaubt, angeschossen von Wilderern. Andere meinen, bei den vorausgegangenen Treiben seien die Rehe vom Jagdpächter oder von seinen Gästen mit Schrot nugeschosscn worden und trotz Nachsuche verloren gegangen. Mag dem sein, wie ihm wolle — jedenfalls steuert man der Wilderei am besten, indem man das Wild abschießt, | Dann bleibt für die Freibeuter nichts übrig.
** Sektion Gießen des D. u. Oe. A B. In der vorgestrigen Hauptversammlung schilderte Herr Prof. Hedderich seine diesjährigen Touren im Bregenzer Wald, im Allgäu und im Wettersteingebirge. Nach einer humorvollen Einleitung über die Vorteile des Reffens ohne gebundene Marschroute führte der Redner seine Zuhörer durch das Appenzeller Land, wo ihm nach nur zweijähriger Abwesenheit das schnelle Zurückweichen der Volkstrachten ausfiel, nach Lindau. Den immer noch, vielleicht nicht ohne Mitschuld der benachbarten Sektionen, wenig besuchten Bregenzer Wald durchquert man in östlicher Richtung, am lohnendsten den Spuren unseres Reisenden folgend, der über den Pfänder auf den Hohen Hedrich, über Hittisau, Lingenau, Eggle, Bezau, Mellau auf die Canisfluh und weiter über den Schroecken auf den Widderstein wanderte und über das Genscheljoch den Bregenzer Wald verließ. Wer ohne allzugroße Anstrengung eine herrliche Gegend genießen will, deren Gebirgscharakter in mancher Beziehung den Uebergang vom Schwarzwald zum Hochgebirg darstellt, auch wer gern gut und billig ißt und trinkt, wer die peinlichste Sauberkeit in Wirtshäusern schätzt und gern freundliche Menschen um sich hat, dem feien solche Schlendertage im Bregenzer Wald bestens empfohlen. - Bon Oberstdorf aus gings nun auf die Rappenseehütte, die sich namentlich seit Anlage des Heilbronnerwegs als viel zu klein erwiesen hat, dann über diesen großartigen hochalpinen Spazierweg auf das HoheLicht, den Wilden Mann, die Bock karspitze und die M äd elegabel. Der Plan, von dieser entzückenden Aussichtswarte über die Kemptener Hütte nach dem Merzle und dem Krotten- köpf weiterzuwandern, mußte mit Rücksicht auf die Gems- jagden aufgegeben werden. — Durch das Taunheimer- thal verlassen wir nun den Allgäu und besteigen auf dem gewöhnlichen Weg über die Knorrhütte die Zugspitze, deren Grat für jedermann gut gangbar ist. Dagegen er- sordert der Abstieg nach der Wiener NeustädterHütte, den unser Bergsteiger wählte, immerhin einige Vorsicht. Ueber den Walchensee, den Herzogenstand und den Kochelsee erreichte der Vortragende wieder München und damit den Endpunkt seiner diesjähriaen Alpenreise, deren anschauliche Schilderung manchen zur Nacheiferung angeregt haben mag.
doch unerwartet. Noch herrschte vorgestern die gewohnte milde Herbstwitterung. Die Gänseblümchen, die — wie wir jüngst berichteten — in so großer Zahl zu blühen begonnen, schienen zu sagen, es gibt keinen Winter. Da guckte er gestern durch die Fenster herein von weiß beschneiten Dächern und Feldern. Ja, im oberen Gebirge liegt die Schneedecke geschlossen. Dazu setzte der Winter mit einer so eisigen Kälte am gestrigen Tage ein, daß selbst die Sonne es nicht zu hindern vermochte, daß die Wasserpfützen sich mit einer Eiskruste überzogen. Heute sind die so lange Zeit schmutzigen Wege und Straßen vollständig trocken gefroren. Wie grimmig ernst es der Winter gleich beim ersten Auftreten meint, zeigte heute morgen das Thermometer mit sechs Grad Frost nach Reaumur. Wenn der Winter so gar plötzlich auf dem Plane erscheint, namentlich nach vorausgegangenem mildem Wetter, dann sind die Rüstungen gegen ihn meist noch unvollständig. Offene Kellerluken, nicht geschützte Blumenstände (insonderheit Rofen), schlecht verwahrte Bienenwohnungen u. a. wollen gewappnet sein, soll König Winter nicht hieran seine erstarrende Wirkung zeigen. Allerdings den Kellerlucken selbst kann er nichts anhaben, aber sie sind ihm die Eingangspforten zu den dort lagernden, leicht erfrierbaren Wurzelgewächsen.
§§ Vom Laude, 8. Dezember. Wenn man in früheren Jahren um diese Zeit vor Weihnachten durch ein Dorf kam, da hörte man von weitem schon, daß in den Häusern die Hausschlachtungen vorgenommen wurden. Dieser Lärm wurde verursacht durch das Hacken des Fleisches mittelst Hackmessern. Zu zweien wurde im Tambourtakt i darauf losgehackt, daß nicht selten die schlecht verbleiten Fensterscheiben zitterten oder mittiommelten. Dieser Lärm ist jetzt verschwunden; man hort nicht mehr, daß in einem Hause geschlachtet wird. Die Hackmesser sind durch die Fleffchhackmaschinen vertrieben worden. Letztere werden mittelst einer Leier gedreht und arbeiten völlig geräuschlos. Anfangs begegnete man diesen Maschinen mit Mißtrauen und meinte, die Wurst würde minderwertiger, man hat sich aber bald von der Haltlosigkeit dieser Meinung überzeugt.
-i- Darmstadt, 8. Dezember. Die „Neuen Hessischen Volksblätter" brachten vor etlichen Tagen eine Nachricht
I darüber, daß Neuorganisationen im Finanzministerium bevorständen. Die Sache hat ihre Richtigkeit und dürften die ' Im hessischen Vormundschaftswesen wird mit 1. Januar neuen Einrichtungen wohl bis zum 1. ^t^er nächsten 1 • - ■ Jahres ins Leben treten. Darnach sollen die Rentämter
. I aufgehoben, die DistriktSeinn ehmereien in den Eim sieÄschen gtBSeren S.lld^en vermehr, di-jmng-n -us dem Gesetzbuch sämtlich Vormünder haben. Aufgabe der Amts- Xi an be je n ach Bed ürfni s v ergrvße r t o a-.icht- ist -s daher. in nächster Zeit diese Vormünder zu kleiner, werden Die Vermehrung der Distr.k.s- destellen und zu verpflichten^ Von der im Bürgerlichen Ge- einn-hm-rei-n IN den Städten ist schon lan^t -IN dringender Auch gegebenen Befugnis, die Mutter einer unehelichen Bedürfnis geworden wie l-d-r der ,°,n° Sten rn nur mtt Kmde? ihm zum Vormund zu wählen, dürfte aus praktischen h-ft'g-m Drängen. Pressen und Stotzen 'A-n^'e. @rÜn-.en B°?d.r®L°rsi.5^Jn ">unser"°r gestrigen Mit- « Haup.staa.skassierliö.ig werden
teiluna ük-r di Fr"au!n der hiesigen Hochschn ? muß es und die Trennung der Staats,chuld-ntilgungskas - »on b« Hauptstaatskaffe. von welcher vielleicht auch die Lande - wie sich ja auch aus den ».
unb Zugangsziffern crgiebt. ^ie Distriktseinnehmereien, die viel höhere Geldsummen ver-
tt hetti Anrfnfitiirtr R topipmbpr Pünktlich auf I rechnen müssen, eine sorgfältige Kontrolle erforderlich.
regnerischen Herbste -ing-Ir-.en. ^Wir hatttn 5 Grad Kälte, nicht gewachsen sind. I »erbHt »» a-ysÄ? rs. SSSxä
N. Aus dem Nidderthale, 8. Dezember. Eine un- Gegenstände zu begutachten haben. <-.
zu^7aber^tz^r" d^t^^Lffst ministtr» des Lsstawts^über di/Feuer-
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r-gung. Bo? 4 bi- 5 Jchren verschwand -in Mädchen Veräffen,licht der Benützung unserer Feu-rb-stattungsanstalt spurlos; es soll ermordet und in den Schafstall eines der sieht also nichts mehr im Wege.__________________________
Helfershelfer verscharrt worden sein. Die Untersuchung ist I -gine richtige D ät, geeignete Nahrungsmittel und Getränke bilden im Gang und wild Aufklärung bringen. I die Hauptfakloren bei jedem Genesungeprozeß. Das Köstritzer Schwarz-
U Ulrichstein, 8. Dezember. Dieser Tage sollen die j bier wird von allen ärzlichen Autoritäten als ein vorzüglich diätisches Flurschäden, welch- durch die Manöver verursach, wurden.
durch die DistriktScinuehmeret dahier auSgezahlt werden. ^icht verdauliches und in hohem Grade blutbildendes Nahrungs- Im hiesigen Bezirke sind sieben Gemeinden von Schaden mittel. Im Gegensatz zu den stark alkoholreichen Bieren, welche eine betroffen worden, wofür rund 4300 Mark zur Auszahlung I Übermäßig stimulierende Wirkung auf die Herzthät'gkeit Eüöen, besitzt gelangen. Die Leu.- -°N"°N zufrieden sein, denn die Schäden W W Schwer
find sehr anständig abgefchätzt worden. I ftroteR Ausstellungen der Neuzeit hat das Kdüritzer Schwarzbier erste
§ Aus dem Vogelsberg, 8. Dezember. Seit gestern ist „halten und ist sein Ruf weit über den Ozean gedrungen. Wegen bet Winter eingezogen. Zwar kam er nicht unzeitig, aber I des Bezuges verweisen wir auf den Inseratenteil dsr. Ztg.


