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Donnerstag den 9. November
Amts- uni' Anzeigrblatt für den "Kreis Gieren
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Napoleons-Koyje.
Champagne-Schloß.
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HtUhisn, Expedition und »rudcrti: Ar. 7.
Hochachtung und Beliebtheit sich derselbe in den weitesten Kreisen erfreut. In den mit Blumeu und blühenden Pflanzen zur Feier des Tages festlich geschmückten Räumen der Privatwohnung des Herrn Jubilars in der Sedanstraße erschienen um 11 Uhr heute vormittag der Ober- landesgerichts Präsident Herr Wirklicher Geheimer Ober- Justizrat Eccius, sowie der Oberstaatsanwalt Herr Ober- Justizrat Bartels, um im Namen der Räte und Kollegen des Oberlandesgerichts den Herrn Jubilar persönlich in herzlichster Weise zu beglückwünschen und demselben zugleich den ihm anläßlich seines Jubiläums von Sr. Maj. dem Kaiser huldvollst verliehenen Königl. Kronenorden dritter Klasse mit der Zahl 50 persönlich zu überreichen.
Adresse für Drprschrn:
Fernsprecher Nr. 51.
IioHm »te Anzeigen zu der ne^mittagl fit erscheinenden Nummer M »or*. 10 Uhr.
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde._________________
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger
Nr. 264 Drittes Blatt
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Lokales und DrsvmüeLes.
Wetterfeld, 6. November. Heute abend 5 Uhr 50 M. war in der Richtung von Osten nach Westen ein hellleuchtender Meteor sichtbar.
cf Bermuthshain,6. November. Ueber em trauriges Vorkommnis wird aus dem benachbarten Lichenroth berichtet. Gestern abend waren mehrere junge Burschen von Fleschenbach in Lichenroth. Einer derselben stand in einem Liebesverhältnis mit einem Mädchen aus letzterem Orte. Gegen 12 Uhr nachts gingen vier Burschen von Fleschenbach nach Hause; auf dem Heimweg oberhalb Lichenroth erhielt ein denselben jedenfalls nachgegangener Bursche einen Schuß, der »über dem rechten Auge in den Kopf drang. Der anscheinend schwer Verletzte wurde heute in die Klinik nach Gießen verbracht. Der Thal dringend verdächtig ist einer der vier ledigen Burschen von Fleschenbach.
Darmstadt, 7. November. Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Baden haben dem Flügeladjutanten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, Oberst Frhrn. v. Senarclens-Grancy, beauftragt mit den Funktionen des Generaladjutanten, das «ommandeurkreuz 2. Klasse des Ordens Berthold des Ersten mhC/fn$atmftabt, 7. November. Im Turnsaale des Schulgebäudes in der Soderstraße dahier begann gestern vormittag unter Leitung des Großherzoglichen Turninspektors Schmuck ein vierwöchiger Turnkursus für Volksschul- lehr er. An demselben beteiligen sich 32 Lehrer aus allen greifen des Großherzogtums. Der Kursus wurde Mit einer kernigen Ansprache seitens des Instrukteurs eröffnet. Den theoretischen Teil des Jnstruktionskursus hat Herr Dr. ftebel Vernommen. Derselbe wird über die geschichtliche Ent- Vicklunq des deutschen Turnwesens im allgemeinen und des VolkSschulturnens im besonderen mehrere Vorträge halten.
Kassel, 6. November. Einen seltenen Ehrentag beging heute im Kreise seiner Familie, seiner zahlreichen Verwandten, Freunde und Gönner Herr RechnungSrat Maaß, der erste Gerichtskassenbeamte un Oberlandes- atrichtsbezirk Kassel und Rendant der Justizhauptkasse hier- se-lbst, die Feier seines fünfzigjährigen Amtsjubl- ILumS. Der Herr Jubilar, welcher im 69. Lebensjahre stützt, erfreut sich einer beneidenswerten körperlichen Rüstigkeit u nd geistigen Frische. An Ehrungen, Ovationen und Gra- Milationen der verschiedensten Art hat es dem verdienten Beamten selbstredend nicht gefehlt, ein Beweis, welcher
>,< W* *" November, mittags 1 W. ftaurotion 8*1
Direktion die Verteilung einer Dividende von 14 Prozent (s. V. 121/2) in Vorschlag gebracht werden.
Frankfurter Börse vom 7. November.
Wechsel auf New-York zu 4.191/2-201/2-
Prämien auf Kredit per ult. November 1.60/, do. per ult. Dez. 3.100/ , Diskonto Kommandit per ult. Nov. 1.20 / , do. per ult. Dez. 2 40%, Lombarden per ult. Nov. 0.60%, do. per ult. Dez. 1 /o, Staatsbabn per ult. Dez —,
Notierungen: Kreditaktien 229.80-280 Diskonto - Kommandit 191-70.80, Staatsbahn 140.40, Gotthard 143—, Lombarden 32.10-30, Ungar. Goldrente 97.80, Italiener 92 bO, 6prozentige Mexikaner —, 3proz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.18%, Privat-Diskont 5% B 5% /o G
1% bis 2% Uhr: Kredit —, Diskonto Kommandit 191.80-60, Staatsbahn 140.80-90, Lombarden 32.30-50.
Gestern Abend bis 6% Uhr sollten D. Effekten- u. Wechselbank 127.90 bz. u. G., ItaL Veloce 65.50 ult. bz., Zellstoff Dresden 105.50 bez. u. G. notiert sein.
— Tabak. Im Lause der letzten Woche hat sich der Einkauf in den Ztgarrenoiten nur langsam und zurückhaltend entwickelt, es wurde sehr wenig gelaust, was nicht zu verwundern ist, da die Ware nicht einladend hierzu ist. Wären die Händler von Anfang der Einkaufskampagne an so ruhig vorgegangen, so wäre es nur von Vorteil gewesen. In den Herbstorten wurde so ziemlich alles gekauft, doch sällt die Ware für den angelegten Preis nicht gut aus, und läßt, was Farbe anbelangt, sehr zu wünschen übrig. Die Tabake in Heddesheim fallen sehr schlecht aus. Viernheim, das auch abgehängt hat, entspricht auch nicht den Preisen, die hierfür angelegt wurden. Es wurden ferner oer kauft Kirchheim am Dache zu Mk. 26 btS 28, Rotb Mk. 20-21. In Hockenheim alles verkauft, doch ist d-r Tabak für Rollenzw.cke zu kurz und brüchig und hat wenig i Gehalt. In den übrigen Gundiorten, die noch am Dache und als sehr ordinär bezeichnet werden, thun die Händler jedenfalls gut, wenn sie warten, bis abgehängt ist, sonst könnten sie nur schwere Verluste erleiden. Die Sandblätter der Gundio ten entsprechen größtenteils auch nicht den hierfür angelegten Preisen, während die Abhängung derselben gut ist. Die rhetnbayrrischen Schneidtabake sind, was die Gleichheit der Farbe anbelangt, besser und Heller. Im alten Geschäft ist es übrigens auch sehr ruhig. Verkauft wurden in Seckenheim einige hundert Zentner 1896er zu Ausgangs Mk. 40 versteuert. In Altenheim und Dundenheim wurde mit dem I Verkauf des Tabaks begonnen. Dundenheim Mk. 30—31, Altenheim, der verschlagen, von Mk. 15-28. Pfälzer R ppen gefchäftslos, lo'e seine mehr gefragt. In alten Tabaken wurde ein Posten 1897er I Oberländer von Spekulanten an Händler zirka 600 Zentner zu I Mk. 43 in transit genommen verkauft.
Zahlungseinstellungen.
Konkurseröffnungen: Kaufmann Eddy Peltzer (F. Macco Nachf.) I Aachen; Bäcker Wilh. Heizen, Bottrop; Ehefrau des Drehers Wilh I Rügen,’ Rüttenscheid (Essen); Holzhändler Fritz Mundin (C. F I Mundin), Halle a. S.; Küohengerätehändler Wilh. Haunstein, Leipzig; I Kaufmannswitwe Karol. Günther, München; Mühlenbesitzer Karl I Weigel, Oranienburg; Ziegeleibesitzer Paul Pudollek, Rybnik: Brauerei- I besitzerin Laura Drückler, Stallupönen; Schumacher Hermann Knod, I Traben (Trarbach); Bäcker Karl Moritz Mittag, Werdau.
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9. uvd Freitag nachmittags 2 Uhr a,
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Bilder aus Natal.
Die Entscheidung im südafrikanischen Kriege steht auf dem östlichen Kriegsschauplatz bei Ladysmith nahe bevor, unseren Lesern werden deshalb einige Ansichten aus der Umgebung der belagerten Stadt willkommen sein, zumal durch sie veranschaulicht wird, mit welchen natürlichen Schwierigkeiten die beiderseitigen Truppen zu kämpfen haben.
Eisenbahn-Gebirgspaß bei Ladysmith. Eisenbahubrücke über den Loweufluß.
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Aus dem Gelchäftsleven.
Entscheidung über Aufrechterhaltung einer wichtige« Schutzmarke. Der gute Ruf, den das unter dem Namen „Mondamin bekannte Mais-Produkt gewonnen hat, hat natürlich die Konkurrenz nicht ruhen lassen. Versuche anderer Fabrikanten, ihre eigenen Produkte unter diesem so rühmlich bekannt gewordenen und zu Brown u. PolsonS Gunsten geschützten Namen an den Markt zu bringen, konnten jedoch bisher noch im Keime erstickt werden. Die Konkurrenz hat nun m jüngster Zeit einen weiteren Schlag gegen genannte Firma versucht durch Einleitung von gesetzlichen Schritten zur Herbeiführung der Löschung des Schutzes auf den Namen „Mondamin", um dadurch die Freiheit zu gewinnen, ihren Produkten den gleichen Namen beizulegen. Die von der zuständigen Behörde getroffene rechtskräftige Entscheidung ist so interessant, daß wir gern Gelegenheit nehmen, die wichtigsten Stellen daraus im Auszuge unseren geschätzten Lesern zur Kenntnis zu, geben. Es war vorgegeben worden, daß das Wort „Mondamin" FrcizeichcwElgenschast erlanat habe, auf diesen Einwand erwidert nun die Entscheidung: „.Sie Behauptung, daß zwei andere Firmen das Wort „Mondamin neben Brown u. Polson benutzt haben, würde, wenn sie richtig wäre, zur Annahme eines allgemeinen Gebrauches nicht ausreichen. H'/rvon aber abgesehen, ist durch die stattgehabten Ermittelungen unzweifelhaft dar- qethan, daß die Mitbenutzung des Wortes seitens des Löschungsanregers keine loyale gewesen ist, die zur Freizeichenbildung führen konnte. Der von ihm selbst eingereichte Brief läßt die Absicht, von dem guten Ruf des Brown u. Polsonschen Fabrikats Nutzen zu ziehen, klar erkennen. Denn, wie die Handelskammer in M . . hervorgehoben hat, galt daS Wort „Mondamin" wenigstens schon seit dem Jahre 1863 dem deutschen Publikum als der bestimmteste Hinweis auf die Ware der schottischen Firma. In gleichem Sinne wie die genannte Handelskammer haben sich mit seltener Einmütigkeit die anderen Handelskammern ausgesprochen. Die K . • Handelskammer ist der Ansicht, daß es dem Ansehen bei deutschen Handels schaden würde, wenn das Zeichen gegenüber den wohl- begründeten Ansprüchen der Firma Brown u Polson zum Freizeichen erklärt würde. Die Handelskammer B.. teilt mit, daß in Interessentenkreisen lebhaftes Erstaunen darüber herrsche, wie man das Wort „Mondamin", das als geistiges Eigentum der genannten Firma allgemein bekannt' sei, habe als Freizeichen angeben können. Von einer Entwickelung des Wortes zum Freizeichen kann in keinem Falle die Rede sein." Mit R-cht warnen daher Brown u. Polson vor Nachahmungen ihrer Schutzmarke „Mondamin". .
Kunst-Ausstellung. ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis J> Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 Ptg., an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.
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• a. Kiel.
• F- Chopin.
• fr- Liszt.
• E. Paar,
• 0. Mann.
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*„p* w. Dezember statt Mömng), Herr Heinrich Kieftt
Herein.
ch den 8. November,
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Ende nach 10 Ubr.
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Challier und an der Abendkasse.
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i“ mit Prl. Triesch als Gast.
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9 Uhr abends pünktliche
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Meratur.
— Vier große Gelehrte stehen an der Spitze der beiden neuen Lieferungen 37 und 38 beß We,k.s »Das Neunzehnte Jahrhundert in Bildnissen", herauSgegedm von Kart Werckmetster, Berlin, Photographische Gesellschaft; Claud e B et n et b , der in der Nachwelt in erster Linie als der eiserne „Vtoisektor" des neunzehnten Jahrhunderts sortleben wird, dessm Entdeckungen und dessen menschliche Größe aber außer allem Zweifel stehen, Max v. P e t t e n k o i e r , der große Münchener Gelehrte, der Schöpfer der modernen Hygiene, dessen weittragende Bedeutung im Hinblick auf die Erklärung der Entstehung der epidemischen Krankheiten sich täglich neu befestigt, Wilhelm Wund t, dervonder Pbyfiologte ausgegangen, einer der ideenreichsten und wirksamsten Philosophen des neunzehnten Jahrhunderts geworden .ist, und R u dolph v. Jherina, aus der Reihe der großen deutschen Jurtstm neben Saoigny unstreitbar der bedeutendste, dessen «Kampf ums Recht und „Zweck im Recht" ihn wahrhaft populär gemacht haben. Zwölf Bildnisse berühmter Männer folgen den Genannten in den beiden uns vorliegenden Nummern. So schreitet das Werk rüstig der Vollendung des dritten Bandes entgegen, der zu Weihnachten ab- geschloffen^sein soll^ ,Äried6tnorfd> M Boeren^ ist eine musikalisch sensationelle Komposition von F. van Heyden tm Verlage von Rühle & Wendling in Leipzig erschienen. — Der Marsch, welcher mit einem wuchtigen Originalsatz beginnt, im zweiten Teil durch das Choralmotio „Ein fest- Burg ist unser Gott bas Got - vertrauen der Boeren musikalisch illustriert, bringt als Trio. „Die Boeren-Hymne" mit Text. - Bei dem allgemeinen Interesse, welches den Boeren Siegen entgegengebracht wird, tst eS wohl anzunehmen, daß obige Novität, die übrigens sehr schön auSgestattet ist, demnächst in allen Mustkalien-Schaufenstern ausliegen dürfte.
Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Kassel, 6. November. Die Hofbierbrauerei Schöfferhof- Dreikönigshof in Mainz und Kassel erzielte im Geschäftsjahr 1898,99 einen Mehrabsatz von 9307 Hektoliter und tm ganzen wnen Absatz von 138 623 Hektoliter Bier. Der am 8. Januar 1900 stattfindenden Generalversammlung wird seitens des Aufsichtsrats und der
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