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Sonntag den 3. September
1899
Drittes Blatt
Rr. 207
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger
Aants- itnb Jln^eiaeblatt für ben Tkreis Giefzen.
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Ende des Monats eine Stunde früher unter. — Jupiter in der Wage nähert sich der Sonne rasch. Sein Untergang erfolgt am 1. September gegen 81/2 Uhr, am 30. September zwei Stunden früher. Noch läßt sich der helle Planet daher in der Abenddämmerung auffinden. — Saturn und Uranus sind im Skorpion am Abendhimmel zu finden. Ersterer geht am 1. September um 10>/z Uhr, am 30. zwei Stunden früher unter. Uranus geht ihm etwa eine Stunde vorauf. Neptun endlich im Bilde der Zwillinge erhebt sich am 1. September bald nach 3 Uhr morgens, gegen Ende des Monats zwei Stunden früher über den Horizont.
Von den Fixsternen finden wir das wohlbekannte Bild des großen Bären im Nordwesten. Gegen Westen glänzt der Arktur im Bootes. Weiter nach Westen zu erblicken wir einen nach Norden geöffneten Halbkreis von vier Sternen vierter und einem Sterne dritter Größe: das Bild der nördlichen Krone. Im Südwesten steht hoch am Himmel das Bild der Leyer mit der glänzenden Wega, ferner der Herkules und tiefer am Horizont der Ophiuchus. Gegen Süden zu erblicken wir hoch über unserm Haupte das Bild des Schwans mit Deneb und tiefer den Adler mit Atair. Im Süden dehnt sich der Pegasus und darunter der Wassermann aus, während wir im Osten wieder ein leicht zu findendes Sternbild, die Cassiopeja, deren Hauptsterne ein W bilden, antreffen, unterhalb deren sich die Andromeda zeigt. Im Nordosten steht der Perseus und tief am Himmel die funkelnde Capella im Bilde des Fuhrmanns. D. T. A.
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde.______________
Reise- in sich. — Zur Deckung der Unkosten ist ein freiwilliger Beitrag von 50 Pfg. erwünscht. Geschäftsstelle des „Verein Paris 1900" Karlsruhe (Baden).
* Münchener Brauerakademie Dr. Doemens. Der gegenwärtige Sommerkursus wird von 61 Studierenden besucht. Der Nationalität nach verteilen sich dieselben auf Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Rußland, Frankreich, Belgien, Schweden. An den kürzeren Kursen beteiligten sich bis jetzt 9 Herren. Der Hauplkursus endigte Ende August, beziehungsweise mit Hefereinzuchtkursus, Ende September, so daß sich zu diesen Terminen den Herren Brauereibesitzern wieder reichlich Gelegenheit bietet, vakante Braumeister- oder sonstige Vorderstellen durch Absolventen der Münchener Brauerakademie neu zu besetzen. Bekanntlich werden auf direkte Anfragen hin, passende Leute von der Direktion gerne in Vorschlag gebracht.
* Wieviel Lokomotiven gibt es? Von der kolossalen Ausdehnung des Eisenbahnverkehrs kann man sich einen Begriff machen, wenn man die folgenden Zahlen über die im Betriebe befindlichen Lokomotiven betrachtet. Es sind auf der ganzen Erde gegenwärtig gegen 110 000 Lokomotiven im Dienst. Davon kommen auf Europa 64 000, Amerika 40 000, Asien 3300, Australien 2000 und Afrika 700. In Europa selbst besitzt Großbritannien die größte Anzahl von Lokomotiven, nämlich 17 000. Dann folgt Deutschland mit 15 000, Frankreich mit 11000, Oesterreich- Ungarn mit 5000, Italien mit 4000, Rußland mit 3500, Belgien mit 2000, Spanien mit 2000, die Niederlande mit der gleichen Anzahl und dann die Schweiz mit 900 Lokomotiven.
* Die Fertigkeit der linken Hand zu steigern, hat sich ein amerikanischer Schulmann, Herr I. Liberty Tadd, Direktor der öffentlichen Schule für Kunstgewerbe in Philadelphia, zur Aufgabe gestellt. In England hat Herr Bloomfield Bare aus Liverpool das Taddsche System übernommen. Beide Hände, beide Augen und beide Gehirnhälften werden beim Zeichnen in gleichem Maße in Anspruch genommen. Der berühmte Walter Crane, der in Amerika die Erfolge Tadds zu beobachten Gelegenheit hatte, spricht mit vielem Lob von der Methode. Sie soll die Hand leicht machen und die Fähigkeit des Freihandzeichnens mit festen, ungebrochenen Linien entwickeln. Die Pflege der doppelten Handfertigkeit geschieht sowohl durch Modellieren aus Lehm und Holzschnitzerei wie durch Freihandzeichnen. Herr Bare hielt dieser Tage im South Kensington-Museum zu London einen Vortrag, wobei seine Tochter mit beiden Händen recht hübsche Dekorationsmotive nach freier Erfindung auf die Tafel zeichnete.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße».
Fernsprecher Nr. 51.
Beete wieder neu bepflanzen, Unkraut vernichten und die Wege sauber Herrichten. Bei der Pflanzung von Wintersalat und Kohlkopfarten ist die Erde zwischen den 40 bis 50 Zentimeter auseinander stehenden Reihen hoch anzuhäufeln, wodurch wir den Pflanzen einen Schutz vor den kalten Winden verschaffen' und sie bei strenger Kälte leichter decken können, ohne daß sie gedrückt werden. Wer einen sehr frühen Ertrag haben will, der säe jetzt noch die Samen von Blumenkohl, Weiß- und Rotkohl, Wirsing und Salat in ein kaltes Mistbeet. Die bald auflaufenden Sämlinge werden in einen kalten Kasten ohne Mistunterlage in die lockere Erde pikiert. Kommen die Pflänzchen, von denen man die Mäuse auch abhalten muß, gut durch den Winter, so können sie bereits im März zum Bepflanzen der ersten Gemüsebeete verwendet werden.
Für den Gebrauch im Frühjahr säet man jetzt noch wiederholt Spinat (spätaufschießenden oder Viroflay) und Rapunzel (auch Feldsalat, Kornsalat, Rabinschen, Nüßchen, Ackersalat re.) genannt.
Im September ist es immer noch Zeit, Erdbeeren zu pflanzen. Sehr bewährt haben sich die aus Frankreich voriges Jahr als Neuheit gekommenen beiden remontierenden, d. h. wiederholt in einem Jahre fruchtbringenden Erdbeersorten „Louis Gauthier" und „St. Joseph". Thatsachlich ist der Ertrag ein hochbefriedigender, und die Fruchte sind von großem Wohlgeschmack. Während der Preis der Pflanzen voriges Jahr noch sehr hoch war und bis zu Mk. 1.— das Stück betrug, hat der deutsche Gärtner in sicherer Voraussicht, daß diese Sorten eine große Bereicherung unseres Erdbeersortiments darstellen wurden, eine so große Vermehrung eintreten lassen, daß das Stuck jetzt schon für 10 Pfg. zu haben ist, und damit in jedem Garten Zutritt finden kann.
Himmels-Erscheirrurrgen im September.
Nach den kurzen Nächten des Sommers nahen nun wieder die längeren des Herbstes, die mit ihren tieferen Dunkel dem Freunde des gestirnten Himmels weit günstiger find. Früher und früher geht die Königin des Tages, die gewaltige Lichtspenderin Sonne, unter, und aus dem Schatten der Nacht blitzen immer früher die goldenen Sterne am Firmamente auf. Der Sonne mächtiger Feuerball eilt dem Acquator zu: am 1. September steht er noch über 8 Grad nördlich von letzterem und erhebt sich daher noch bis zu einer Höhe von 46 Grad über den Horizont. Am 22. September ist der Aequator erreicht, Tag und Nacht sind auf der ganzen Erde gleich lang. Am letzten September ist das Tagesgestirn schon wieder drei Grad weiter nach Süden vorgerückt und steigt daher für uns nur noch bis zu einer Höhe von 34 Grad auf. Der Sonnenaufgang erfolgt am 1. September gegen 5^, am letzten erst um 6 Uhr. Der Sonnenuntergang dagegen findet am 1. September um 6r/z Uhr, am 30. September eine Stunde früher statt.
Der Mond zeigt sich bei Beginn des Monats abnehmend als schmale Sichel am Morgenhimmel. Am 5. September ist Neumond, am 12. wieder erstes Vietel, am 19. Vollmond und am 26. letztes Viertel.
Von den Planeten finden wir den derSonne nächsten, Merkur, am Morgenhimmel. Er steht zuerst im Bild des Löwen und erreicht hier am 5. seine größte westliche Elongation von der Sonne, wobei er von letzterer 18 Grad ub- steht und fast zwei Stunden vor ihr aufgeht. In der Frühe des 7. September kann dex Planet besonders leicht auf- gesunden werden, weil er dann dem Hauptstern int Löwen, Regulus, sehr nahe ist. Merkur ist der obere von den beiden, nur etwa um einen Mond-Durchmesser entfernten Sternen. Später tritt der Planet in das Sternbild der Jungfrau über und nähert sich der Sonne schnell wieder, erreicht sie jedoch erst bei Beginn des nächsten Monats. — Venus ist zunächst noch Morgenstern im Löwen und dann in der Jungfrau. Sie ist dem Tagesgestirn aber schon sehr nahe gekommen und erreicht dasselbe am 16.September in oberer Konjunktion — sie steht hinter der Sonne in größter Entfernung von uns, ihr Durchmesser beträgt knapp 10 Bogensekunden. Danach kommt sie an den Abendhimmel und geht in das Bild der Jungfrau über; ihr Untergang erfolgt am Ende des Monats nm 5% Uhr. — Mars ist rechtläufig in der Jungftau am Abendhimmel, ist aber ungünstig zu sehen. Erstens ist er recht lichtschwach — sein scheinbarer Durchmesser mißt nur 4 Bogensekunden — und zweitens steht er der Sonne zu nahe. Er geht am 4. September bald nach 7*/, Uhr, am
Vermischtes.
* Nach der Kölner Volkszeitung wurde dem Herrn Karl B u ß-Wetzlar auf der Deutsch-Oesterreichischen Bienen-Ausstellung in Köln die silberne Medaille zuerkannt. Auf der Ausstellung in Ortenberg am 20. August erhielt derselbe den 1. Preis für Schleudermaschinen.
* „Verein Paris 1900". Soeben erscheint Nr. 1 der Mitteilungen genannten Vereins. Wer die Weltausstellung zu besuchen gedenkt, versäume nicht, diese Nummer von demselben gratis und franko zu verlangen. Sie enthält Aufklärung über den Verein, der keinerlei Privatinteressen dient; alle Vorteile, die durch planmäßiges Vorgehen erzielt werden, fallen zugunsten der Mitglieder. — Je größer die Mitgliederzahl, desto größere Erfolge wird der Verein erlangen! Je früher die Beitrittserklärungen erfolgen, desto bessere Vorkehrungen können getroffen werden; daher ist sofortiger Beitritt im Interesse aller geboten! Die Beitrittserklärung schließt natürlich keinerlei Verpflichtung zur
Feuilleton.
Harlenöetrachlungen im September.
(Nachdruck verboten.)
Der September ist der Monat stolzer, aber duftloser Blüten; Georginen, Herbst Anemonen und Astern herrschen vor, und ihre leuchtenden Farben heben sich wirkungsvoll von dem sattgrün gefärbten Laub der Bäume ab.
Der September ist auch der Obstmonat. Das Sommerobst reift; wir schütteln es aber nicht von den Bäumen, sondern wo es angeht, pflücken wir es mit der Hand, besser noch mit praktischen Obstpflückern, die jetzt von der Industrie in so vielgestaltigen Formen erfunden sind, und bewahren die Früchte möglichst vor dem Beschädigen; denn eine gedrückte Frucht wird bekanntlich bald schlecht und fleckig. Im übrigen wird das frühe Obst ja bald verzehrt oder zu Obstwein oder zum Dörren benutzt, sodaß mehr für das Lagerobst diese vorsichtige Pflückmethode eine Rolle fpielt. Leider ist in den meisten Teilen Deutschlands der Obstbehang nur ein geringer, sodaß wir in diesem Jahre kaum Stützen anzubringen haben, um das Abbrechen zu roll behangener Zweige zu verhindern. Nach beendeter Obsternte schneidet, verjüngt undMngt man schwachwüchsige Bäume. Es ist von Vorteil, diese Arbeit bei schwachwüchsigen, Erschöpften Bäumen im frühen Herbst vorzunehmen. Die zirkulierenden Säfte wirken günstiger auf die Entwickelung Der stehen bleibenden Augen, und der Frühjahrstrieb wird Dadurch um so kräftiger.
Der Gemüsegarten zeigt im September schon ein etwas ^herbstliches Aussehen. Wir halten dies jedoch noch möglichst Hange hin, indem wir alles Absterbende forträumen, die «Strünke beim Kohlernten herausnehmen, leer gewordene
Die ersten Blumenzwiebeln kommen jetzt auch zum Einpflanzen in Töpfe, um uns im Winter durch ihre Farben und ihren Duft zu erfreuen. Hyacinthen werden einzeln gepflanzt, Tulpen zu 2 bis 3 in einen Topf, Crocus zu 4 bis 5, Narzissen, Scilla und die vielen anderen je nach Neigung des Besitzers. Man hat für die Doppelfenster jetzt sehr hübsche und billige Blechkästen konstruiert, die bei einer geringen Breite dennoch so viel Erde aufnehmen können, um den Blumenzwiebeln eine genügende Ernährung zu geben. Dieser Schmuck des Fensters ist sehr angenehm und mit wenig Kosten verknüpft.
In Holland wurden vor einigen Monaten bewegliche Klagen laut, daß die Ernte der Hyacinthen vollständig mißraten sei. Wenn auch einzelne Sorten in ihrem Aussehen klein geblieben und die Preise im allgemeinen gestiegen sind, so ist zum Glück diese Befürchtung nicht ganz eingetreten, denn im Durchschnitt stehen die Blumenzwiebeln denen der Vorjahre nicht nach.
Im Blumengarten pflanzt man jetzt Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht und Silenen für den Frühjahrsflor. Von allen diesen Sorten sind in letzter Zeit viele vorzügliche Neuheiten in den Handel gekommen, die in jeder größeren Gärtnerei zu haben sind.
Beim Beginn der Winterruhe der Zimmerpflanzen ist jedes Anreizen durch Düngung zu unterlassen. Unsere Hauptsorge ist die zweckmäßige Aufstellung der Gewächse im Zimmer; zarte, blühende und kleine Pflanzen kommen dem Fenster so nahe als möglich zu stehen; von da ab zimmereinwärts steigt die Höhe und Zähigkeit der Gewächse. Jede Pflanze bekomme so viel Platz, daß alle ihre Blatter Licht und Luft einsaugen können. Lieber ziehen wir wenig gute Pflanzen im Zimmer als viele und mangelhafte. b I. C. Schmidt m Erfurt.


