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Stahlwerken von Cyfarthfa statt. Die Sache kam am Donnerstag gelegentlich einer Verhandlung heraus, bei der sich der Maschinenführer Hopkins, einer der beiden Duellanten, wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu verantworten hatte. Der Fall spielte sich folgendermaßen ab: Der Lokomotivführer Edwards wollte für seine Maschine Wasser einholen, aber Hopkins, der gerade seine Maschine mit Kohlen versah, verstellte ihm den Weg. Edwards rückte trotzdem mit seiner Maschine vor und bemühte sich, die Maschine Hopkins zur Seite zu stoßen. Hopkins seinerseits gab Dampf und drängte die Maschine Edwards auf ein anderes Geleise. Edwards versuchte noch einmal einen Vorstoß. Abermals wurde er zurückgedrängt. Ein dritter Versuch hatte nur den Erfolg, daß die Puffer der beiden Maschinen aufeinander prallten. Hopkins erklärte beharrlich, er wolle eher „zum Teufel gehen", als den Weg frei geben, bevor er seine Maschine mit Kohlen versehen hätte. Es dauerte geraume Weile, bis sich Hopkins endlich entschloß, den Weg freizugeben. Da er der provozierende Teil war, so hatte nur er sich gerichtlich zu verantworten.
* Ein unbekannter Marsch von Franz Schubert. Das Wiener Tageblatt. meldet, daß der Privatier Palme in Heidelberg bei einer in Ziegelhausen stattgehabten Auktion eine kleine Bibliothek und Handschriftensammlung erstanden hat, in der sich unter anderen Raritäten das bisher gänzlich unbekannte Originalmanuskript eines Marsches für zwei Klaviere zu acht Händen von FranzSchubert vorfand. Die Komposition trägt nebst Schuberts Namenszug den Vermerk „Wien, im November 1825", in der rechten unteren Ecke den mit Bleistift geschriebenen Namen „Hüttenbrenner" und dabei das Wort „Schwammerl", ein Spitzname, mit dem Schubert von seinen Freunden vielfach geneckt wurde.
* Allgemeine deutsche Sport-Ausstellung München 1899. Schon viele schöne Feste haben sich in der Ausstellung abgespielt, so das Radfahrerfest, das Alpenvereinsfest, der Turnertag und so manch andere Röunions. Diesen soll sich in nächster Zeit ein patriotisches Fest anreihen, indem am Sonntag, den 3. September, ein solches zu Ehren der Kriegsveteranen veranstaltet wird. An diesem Tage wird all denjenigen Veteranen, welche dekoriert sind, der Eintritt in die Ausstellung zu dem ermäßigten Preise von 30 Pfg. gestattet. Das reiche Programm sieht für Nachmittag und Abend Konzerte vor von dem 50 Mann starken Berliner Philharmonischen Blas Orchester (früher Bilse) und den vollständigen Musikkorps der beiden Münchener Feld- Artillerie-Regimenter. Daneben konzertiert noch das Italienische Mandolinen-, Guitarre- und Gesang-Ensemble „Addio Napoli" und der unverwüstliche „Papa Geis" wird das Publikum durch seine humorvollen Vorträge ergötzen. In der Festhalle werden abends lebende Bilder aus dem denkwürdigen und ruhmreichen Jahre 1870 in natur- und historischgetreuer Darstellung geboten werden und zwar 1. der Kampf hetz 10. bayer. Jäger-Bataillons mit den Turkos in den Weinbergen vor Weißenburg am 4. August, 2. eine Episode W der Erstürmung Bazeilles durch die Bayern und 3. eine Schlacht-Episode des 1. Bayer. Armeekorps bei Orleans. Nach Beendigung dieser Darbietungen werden sich den Aus- sicllungsgästen die Bauten und der Park im reichen Schmucke von Lampions und elektrischer Illumination zeigen. — Durch die Einrichtung der Ausgabe sog. „Ausstellungskarten", welche Samstags und Sonntags auf allen bayer. Eisenbahnstationen ausgegeben werden und die, wenn sie in der Ausstellung abgestempelt worden sind, zur freien Rückfahrt innerhalb 10 Tagen berechtigen, ist auch den auswärtigen Veteranen billige Gelegenheit geboten, die Ausstellung zu besuchen.
* Zur Beurteilung der V o r - und N a ch t e i l e der verschiedenen Systeme von elektrischen Bahnen giebt eine Mitteilung des Internationalen Patentbureaus Carl Fr. Reichest, Berlin NW. 6, nach französischen Quellen folgende Anhaltspunkte. Man hat zu unterscheiden zwischen Bahnen mit Akkumulatorenbetrieb, solchen mit Zuführung des Stromes von außerhalb und 'dem gemischten System. Die Stromzuführung kann durch Lust- oder unterirdische Leitung, durch Kontaktkästen oder durch eine isolierte dritte Schiene erfolgen. — Dabei ergiebt sich, daß der Akkumulatoren- bctrieb, ebenso wie die unterirdische Stromzuführung, den Vorteil bietet, das Straßenbild nicht zu verunzieren, den Wagen unabhängig von der Krafterzeugungsquelle zu machen und die größte Regelmäßigkeit im Stromverbrauch zu sichern. Dagegen ist die Vermehrung des toten Gewichts außerordentlich groß, die Betriebskosten sind sehr hohe, und Ichließlich findet auch durch die Ausdünstung der Batterien eine Belästigung der Fahrgäste statt. Bei der oberirdischen Zuleitung sind die Anlage- und Betriebskosten verhältnismäßig gering, auch stellt sie das einfachste und deshalb sicherste System dar, das übrigens auf 95 Prozent aller elektrischen Bahnen der Erde in Anwendung ist. — Die unterirdische Stromzuführung macht Masten, Drähte rc. in den Straßen unnötig und bringt keine Störungen im telegraphischen und Telephonbetrieb mit sich, aber ihre Betriebskosten sind sehr beträchtliche. Das System der gemeinsamen Anwendung von oberirdischer Zuleitung mit Akkumulatoren oder Bodenzuführung ist im Jnnenverkehr der Städte und sür Untergrundbahnen das Empfehlenswerteste. — Die Korstaktleitung durch zwischen den Schienen in Entfernungen voll je einer halben Wagenlänge eingeschaltete Kontaktkästen vermeidet die Nachteile der erstgenannten Systeme, ist aber noch zu wenig erprobt, um eine gerechte Beurteilung zuzulassen. Das Dreischienensystem mit isolierter Zuführungsschiene, dessen Einfachheit und Billigkeit auf der Hand liegt, ist nur auf einem freiliegenden Bahndamm anwendbar, für den Straßenverkehr aber ausgeschlossen.
* M. Bertillon und sein System. Im Wiener Extra- blatt liegen zwei Meinungsäußerungen von Wiener Graphologen über das Gutachten Bertillons vor dem Kriegsgericht in Rennes vor. Professor Franz Kirchner, Sachverständiger im Schreibfache für das k. k. Handelsgericht
und sämtliche Civilgerichte Wiens, meinte: „Das System res Herrn Bertillon ist, um mich knapp und präzise auszudrücken, dieMethodedeshellenWahnsinns. Dieses System hat absolut keine Grunvlage, seine „Gedanken" sind die denkbar konfusesten und halten auch nicht der Harm« osesten Prüfung gegenüber stand. Das Ganze stellt sich als Hokuspokus schlimmster Art dar. Bertillon hat sich in diese fixe Idee verrannt. Ich habe mich intensiv mit dieser Angelegenheit befaßt und bin auf Grund eines im „Figaro" veröffentlichten Facsimiles der Schrift Esterhazys zur Ueberzeugung gekommen, daß Esterhazy der alleinige Verfaffer des Bordereaus ist. Ich habe diese meine Ueberzeugung auch seinerzeit wissenschaftlich begründet, dem französischen Senator Scheurer-Kestner brieflich mitgeteilt, wofür dieser mir seinen herzlichsten Dank aussprach. Es besteht nicht der geringste Zweifel, daß außer Bertillon keine lebende Seele auf dem Erdenrund sein System versteht." — Prof. Arthur Skallitzky, beeideter Sachverständiger beim Landesgerichte und Militär-Garnisonsgerichte, äußerte sich wie folgt: „Bertillon ist kein Sachverständiger; jedes Wort, jeder Satz verrät, daß er nicht vom „Fache" ist, und man sollte doch meinen, daß in einer so bedeutenden Affaire jemand vom Schreibfache unbedingt notwendig wäre. Ich mache durchaus kein Hehl daraus, daß ich schon beim Prozesse Zola, als ich Bertillons „Feststellungsplan" las, nicht aus dem Lachen herauskam. Und jetzt lache ich nicht, sondern muß verzweifelt den Kopf schütteln. Wenn ich ein Sachverständiger bin, so beweise ich den strittigen Punkt derart, daß ihn jeder intelligente Mensch versteht. Bertillon aber bewegt sich in absolut unverständlichen Ausdrücken, die weder ein . österreichischer, noch ein englischer oder amerikanischer, kurz, kein Schreibexperter der ganzen Welt begreift, was sage ich: „begreift", die kein Experter des Erdballs kennt! Es ist stets verdächtig, wenn man, wie Bertillon, aus Verzweiflung beständig die Beweistaktik ändert, es ist doppelt verdächtig, wenn man, um einen bestimmten Fall zu beweisen, erst ein funkelnagelneues System erfinden muß, das absolut nicht in allgemein verständlicher Weise erklärt werden kann, und es ist dreifach verdächtig, wenn man sich mitten im „Beweisen" dieser sensationellen Erfindung so unsterblich blamiert, daß man Den Mißerfolg mit dem schlechten Sitzen erklärt. Nein, nein, das gibt es nicht! Wenn man sich den Anschein gibt, in wissenschaftlicher Weise eine Sache zu demonstrieren, die sonst niemand anders erklären kann, dann darf es keinen Irrtum geben. Bertillon hat auch viel davon gesprochen, daß Dreyfus seine Schrift absichtlich verstellt hat. Ich erkläre decidiert, daß, um das Auge eines Sachverständigen zu täuschen, nur eine sehr geriebene Verbrechernatur jahrelang systematisch sich mit dem Verstellen und Fälschen abgegeben haben muß, um seine eigene Schrift in „erfolgreicher" Weise zu entstellen."
• Langsam ist teuer. In' der Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen lesen wir: Man ist gewohnt, es als wohlbegründete Thatsache hinzunehmen, daß die Kosten für die Schnellzugbeförderung beträchtlich höher sind, als die für gewöhnliche Personenzüge. Bei näherem Augenschein jedoch drängen sich Zweifel hieran in verschiedenen Richtungen auf. Zwar ist das Wagenmaterial der Schnellzüge wertvoller, die Abnützung aller bei der Fahrt in Mitleidenschaft gezogenen Bahnteile größer, aber auf der anderen Seite bedingt die längere Fahrzeit des Personenzugcs einen Mehraufwand für Personal, Beleuchtung, Wagenheizung. Wie steht es nun mit dem Aufwand an Maschinenkraft und ihrer Quelle, dem Kohlenverbrauch? In Bezug auf diesen sind, wie der New-York Herald mitteilt, in Amerika sehr beachtenswerte Versuche gemacht worden, durch die man ermittelt hat, welche Kosten durch das Anhalten von Zügen auf kleineren Zwischenstationen verursacht werden. Die Versuche fanden auf einer Strecke von 198 Kilometer Länge statt, und zwar mit zwei Zügen, von denen der eine die ganze Strecke ohne anzuhalten zurücklegte, während der andere auf 14 Zwischenstationen zum Stillstehen gebracht wurde. Der Schnellzug legte 80 Kilometer in der Stunde zurück, während der Führer des „Bummelzuges" beauftragt war, die auf den Stationen verlorene Zeit nach Möglichkeit wieder einzuholen. Die Lokomotive des letzteren Zuges verbrauchte für Zurücklegung der gesamten Strecke 11,400 Pfund Kohlen, der Schnellzug dagegen nur 10,317 Pfund; ein Unterschied von nahezu einer halben Tonne Brennstoff. Für die nicht anhaltenden Züge ergaben sich somit nicht unbeträchtliche jährliche Ersparnisse.
Universitäts-Nachrichten.
— Berlin. Die Prioatdozenten in der philosophischrn Fakultät der hiesigen Universität, Professor Dr. Richard Sternfeld und Dr. Otto Hintze sind zu autzerordenllichen Professoren ernannt worden. ;0erItn hiesige Professoren begingen am 30. August, wie das Berliner Fremdenblatt mitteilt, einen akademischen Erinnerungstag. Der eine ist der Chemiker Geh. Regierungsrat P^of. Dr. RammelSberg, der andere Geh. Medizinalrat Prof-sior Dr. Fritsch. Jener wurde vor 25 Jahren zum Ordinarius, dieser zum autzerordentlichen Professor ernannt.
— Freiburg. Der Privatdozent für innere Medizin an der hiesigen Universität Dr. Gustav Treupel ist zum außerordentlichen Professor ^efmdert wordm^^^ox der Mechanik an der Technischen Hochschule G-h. Regierungsrat Dr. August Ritter tritt am 1. Oktober in denRuhestanb. aufluft starb hier ber Rector ^gmficus
Germanist Prof. Dr. Peter Jakob Cosyn (geb. 1840 zu Ryswick).
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— .Deutscher Soldateuhort^ Jllustrirte Zeitschrift für das deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal Mk.I.A). Verlag von Karl Steaismund Berlin SW., Dessauerstraße 13. 10. Jahrgang. Nr 34 nschien soeben und mthält: M-nöoergäste. Von H. Justi. - Mommtphotographie. Von Hugo Müller, Bibliotheks-Assistent an der Kgl. Technischen Hochschule in Charlottenburg. (Mit Abbild
ungen.) — Die „Schöne Else", die Stammmuttrr des deutschen Kaiserhauses. Don D. ColontuS. — Die Faltboote der deutsch n Kavallerie. (Mit Abbildungen.) — Die Vertreibung aus dem Para- dikse. Von W-lhelm Wiemann. — Noch eine Bismarck Erinnerung. Von Helling, Parana. Brasilien. — Skizzen aus der britisch indischen Armee. — Die Mannschaft detz französischen Kriegsschiffes „JbiS" in Geestemünde. (Bildertext.) — Eins Brockenfahrt. Von Pastor R. Reichhardt. — Wie es in vorgeschichtlich r Zeit in Deutschland autzssh. Kulturhistorische Skizze von Robert P. G. Wendlandt. — Vaterländische Gedenktage. — Vermischtes. — Splitter und Funken. — Rätsel. — Briefkasten. — Inserate.
— Johannes Reuchlin und seine Werke. Man schreibt der „Frkf. Zlg." au§ Pforzheim vom 28. August: Die Bich v- und Al'ertumskommission der Stadt Pforzheim hat, wie den Lesern der „Frkf. Ztg." seinerzeit mitgeteilt worden, in einem Aufrufe sich zunächst an die Bürgerschaft gewandt, um durch Vermehrung der bereits vorhandenen Mittel die baldige Errichtung eines würdigen Standbildes für Johannes Reuchlin in seiner stets geliebten Heimat icherzustellen. Etz unterliegt keinem Zweifel, daß diese Anregung nicht nur hier am Orte von glücklichem Erfolge sein wird: steht doch der edle Gelehrte, den Altmeister Goethe als ein „Wanderzeichen" pries, allen denen nahe, die in ihm einen der frühesten Vorkämpfer für die Freiheit der Wissenschaft erblicken und müßen andererseits selbst die Gegner der reformatorischen Bewegung zugestehen, daß ReuchlinS Eintreten für religiöse Duldung — soweit damals dieser Begriff überhaupt schon vorhanden war — ihn seinem angestammten Kirchenglauben nicht untreu gemacht hat. Ein anderes Denkmal aber schuldet dem bedeutenden Manne noch immer die vaterländische Gelehrtenwelt: eine kritische Gesamtausgabe seiner Schriften, oder doch wen-gstenS eine# Neudruck derjenigen unter seinen Arbeiten, die entweder bezeichnend sind für seine Denkweise oder die alS Marksteine in der Entwicklungsgeschichte der Wissenschaft beti achtet werden können. Zu einem solchen Unternehmen haben die Geschichtsschreiber des Humanismus, vor allem Ludwig Geiger und Adalbert v. Hora« witz, nicht minder aber auch Eduard Borcking in seiner mit schier übertriebener Sorgfalt behandelten Ausgabe von HuttenS Werken die schätzbarsten Vorarbeiten geliefert. Bis jetzt sind gerade die Hauptwerke Reuchlins, die theosophischen Untersuchungen „De verbo mirifico“ und »De arte cabbalistica“, die „Rudimenta linguae Hebraicae“ u. a. m., sowie die zahlreichen, zuw Teil heute noch merkwürdigen Streit- und Flugschriften gegen die Kölner Dominikaner fast ausnahmslos nur in den immer seltener werdenden Drucken des 16. Jahrhunderts zugänglich. Sie besitzen aber immerhin so viel methodologische Bedeutung und gewähren in ihrer Gesamtheit ein so treues Bild von dem rastlosen Wirken des großen Gilehrtm, daß ihre Erneuerung den Studien zur Geschichte beS Humanismus und des hebräischen Sprachstudiums unzweifelhaft reiche Förderung bringen würde.
— Das Goethe-Heft des «unstwarts (Herausgeber Ferdinand Aoenarius, Verlag Georg D. W. Esllwey, München) ist so reichhaltig geworden, daß der Verlag gezwungen war, den Einzelpreis diesmal auf 75 Psg. zu erhöhen. Es bringt dafür: Goethe. Vom Herausgeber. — Die Goethe Gesellschaft und Weimar. Don Adolf Bartels. — Goethe und das Theater. Von Ltonh. Lier. — Goethische Lieder in der Musik. Von R. Batka. — Goethe unb bic bildende Kunst. Von Paul Schumann. — Lose Blätter: Schülerszene, Auerbachs Keller unb Kerkerszene aus dem Ul sauft. — Rundschau: Friedrich Theodor Vischer. — Goethe-Biographien. — Leipziger Musik. — Dresdener KunstauSstcllung II. — Goethe Plakette.— „Mehr Licht"! — U. a. m. — Notenbeilagen: C. F. Zelter, Ich denke dein. F. Schubert, An Schwager Kronos. R. Schumann, Freisinnn. Hugo Wolf, CovhtischeS Lied II. — Biiderbeilagen: Goethebildnisse von Schmoll, Raabe und L. Sebbers.
Was ist das DUM-DUM Geschoß ? Angesichts der vielseitigen Erörterungen, welche sich in letzter Zeit an dies englische, furchtbare Wirkungen hervorrufende Geschoß knüpften, besonders auch auf der Friedens-Konferenz im Haag, sei auf den inierreffanten, mit Illustrationen versehenen Artikel eines bekannten Militärschriftstellers hingewiesen, der sich im neuesten (27.) Hefte Der illustrierten Familien-Zeitschrift „Zur Guten Stunde" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. — Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pf.) befindet- Es wird des Näheren berichtet, wie im Tschitralkriege die englischen Soldaten bemerkten, daß manche der von einem Geschoß durchbohrten Gegner noch im Stande waren, fortzustürmen und geraume Zeit kampffähig blieben, und wie die Soldaten dqnn zunächst eigenmächtig jene Aenderung an ihren Geschaffen vornahmen, die darauf von der Munit.onsfabrik in Kalkutta ausgenommen wurde. — Wir begegnen in demselben Hefte auch int übrigen wieder einer Fülle fesselnden Lesestoffes und vorzüglichen Bilderschmuckes. Während die Karte der Interessensphären und Elsenbahn- bauten in Ostasien, ein reich illustrierter Artikel über die Deutschen in Mexiko und anderes uns mitten hineinführen in das politische und Ser kehrsleben der Gegenwart, während die beiden größeren Werke „Irrwege" von Gustav Johannes Krauß und „Ohne Segen" von Philipp Wenger- Hoff sowie andere kleinere unterhaltende Beiträge unser Gemüt anregen und fesseln, weist die illustrierte Beilage „Für unsere Frauen" wieder praktische Belehrung und Ratschläge in großer Anzahl auf, und die Gratis-Beilage „Illustrierte Klassiker-Bibliothek, Meffternovellen des XIX. Jahrhunderts," wird mit E. T. A. Hoffmanns packendem Werke „Das Fräulein von Scudery" fortgesetzt. Der demnächst beginnende neue Jahrgang soll mit einem neuen Werk der bekannten Romanschriftstellerin E. Werner, der Versafferin von „Am Altar", „Um hohen Preis", „Gesprengte Feffeln", „Ein Gottesurteil" usw, betitelt „Hexengold", eröffnet werden, und gleichzeitig soll ein neuer Großstadtroman von Dora Dunker, „Die Glücksucher", beginnen.
Eine elektrisch betriebene Maschine zum Aufbrechen beS Straßsnpftasters wird jetzt in Amerika mit bestem Erfolge angewendet, wenn es gilt, in möglichst kurzer Zeit den Zugang zu Gas-, Kanal-, Telegraphen- und sonstigen Leitungen un Untergründe von Straßen zu öffnen. Die eigenartige, sinnreiche Konstruktion ber ganz Außerordentliches an Arbeitseffekt leistenden Maschine wird durch Wort und Bild ausführlich erläutert in dem soeben erschienenen 3. Haste von , Für Alle Welt" (Deuffches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57 — Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pf.). In derselben Nummer finden sich noch weitere sehr intereffante Artikel über Fortschritte und neue Erfindungen auf den verschiedensten Gebieten der Technik, vielfach durch Illustrationen anschaulich dargestellt. Der unterhaltende und künstlerische Tell des Heftes ist nicht minder reich und anziehend.
Heber das Leben und Lebensgewohnheiten des Erzherzogs Otto von Oesterreich, sowie über die innere Einrichtung seines herrlichen Schlaffes Schönau wird ber Leser burch einen prächtig illustrierten Aufsatz in der neuesten (25.) Nummer der „Modernen Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart) auf das Beste unterrichtet. Auch wegen ihres sonstigen Inhaltes kann die besonders schöne Nummer der prächtigen Zeitschrift dringend empfohlen werden. Von den durchaus vorzüglichen bildnerischen und texllichen Beiträgen erster Autoren und Künstler seien noch folgende besonders hervorgehoben: Ueber das Leben und die Bedeutung Alexander Pötefis; über Spiegelphotographie. Eine interressante Abbildung führt Sarah Bernhardt in der Gesellschaft ihrer Lieblinge, einer Schlange und eines Tigers vor. Der laufende Roman „Blonde Teufel" von Günther von Freiberg, sowie ber sonstige novellistische Inhalt ist dem meisterhaften illustrativen Schmuck des Heftes ebenbürtig.
Schisssnachrichten.
— Der Dampfer „Aragonia" der „Red Star Linien Antwerpen ist laut Telegramm am 30. August wohlbehalten 'N Philadelphia angekommen.


