Ausgabe 
2.4.1899 Drittes Blatt
 
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Rechte auf Grund der Berliner Samoa-Konferenz auf diplomatischem Wege zu wahren. Eine Aufteilung der Inseln ist zur Zeit nicht erstrebenswert,-^sondern wie unser Blatt durch Informationen an maßgebender Stelle bereits mitzuteilen in der Lage war erhofft die deutsche Regierung, daß durch neue Vertreter der drei Mächte stabile friedliche Zustände auf Samoa baldigst eintreten werden. Wenn auch der Generalkonsul Rose seit 1896 der deutsche Vertreter auf Samoa manche unliebsame Kritik von englischer oder amerikanischer Seite beffer vermieden hätte, so hat doch die deutsche Regierung das Selbstbewußtsein, betreffs Samoa stets loyal gemäß den Satzungen der Samoa- Konferenz vom 14. Juni 1889 gehandelt zu haben und wird sich durch die bedauerlichen Vorgänge auf Samoa nicht zu gewaltsamen Unternehmungen verleiten lassen, sondern auf diplomatischem Wege zielbewußt und nachhaltig ihre Rechte auf Samoa zu wahren wissen. Angesichts der gespannten Weltlage wird das deutsche Volk der Regierung für deren unbeirrte Friedensliebe und Besonnenheit Dank wissen.

Krefeld, 30. März. Das Ende des Weber streiks steht bevor; es scheint wenigstens endlich eine Einigung über gewisse Bedingungen stattgefunden zu haben. Dem­gemäß soll der Zusatzlohn, welcher bis zu zehn Pfennige pro Meter für schadenlose Ware bezahlt werden sollte, als fester Lohn dem Lohn zugeschlagen werden. Sämtliche Weber haben, derFranks. Ztg." zufolge, der sozialen Kommission ihr Einverständnis zu erkennen gegeben. Das­selbe haben auch die Fabrikanten gethan. Sie machten jedoch ihr Einverständnis von der Bedingung abhängig, daß eine Einigung in den einzelnen Fabriken darüber erzielt wird, wie hoch der Zusatzlohn jedesmal bemessen werden soll. Im Uebrigen sind weitere Streikbewegungen im Gange, auch die Stoffarbeiter sind mit erhöhten Forderungen an die gemischte Kommission herangetreten und es verlautet, daß mit dem 1. April ein Streik in dieser Branche aus­brechen werde.

Straßburg, 27. März. Annäherung zwischen Elsässern undAltdeut^chen. Zwischen der einheimischen und eingewanderten Bevölkerung bestand anfänglich infolge der verschiedenen politischen und sonstigen Anschauungen eine große Kluft, die auch jetzt noch nicht vollständig überbrückt ist. Durch den Einfluß der Zeit und den täglichen Verkehr find jedoch heute, wie dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen kann, die schärfsten Gegensätze ausgeglichen. Daraus erklärt es sich, daß bei den Wahlen in den letzten Jahren vielfach die Einheimischen mit den Eingewanderten Hand in Hand gingen, und daß auch die frühere gesellschaftliche Ab­sonderung im Schwinden begriffen ist. Ein weiteres Zeichen, daß die Verschmelzung der beiden Bevölkerungsschichten Fortschritte macht, ist die verhältnismäßig große Zahl der Eheschließungen zwischen Altdeutschen und Altelsässern. In hiesiger Stadt wählten z. B. im abgelaufenen Jahre von den in den Ehestand getretenen 882 Mädchen 213 oder etwa 25 Prozent Altdeutsche zu Lebensgefährten, nämlich 95 Preußen, 48 Badenser, 24 Bayern, 24 Württemberger und 22 sonstige Reichsdeutsche. Mit Ausländern verheirateten sich nur 23. Von den in Elsaß'Lothringen geborenen Männern schlossen einen Ehebund mit Mädchen, von denen 47 in Baden, 21 in Bayern, 16 in Württemberg, 10 in Preußen, 5 im übrigen Deutschland und 23 im Ausland geboren sind. Es wäre nicht uninteressant, wenn diese Statistik auf das ganze Land ausgedehnt würde.

Bautzen, 30. März. In der Pulverfabrik von Kranz u. Co. fand eine große Pulver-Explosion statt, durch welche sechs Pulverhäuser total zerstört wurden. Vier Arbeiter sind bei der Katastrophe schwer verletzt worden.

Austand.

Wien, 31. März. Das Gerücht von einer bevor­stehenden Verlobung des Kaisers Franz Josef, welches seit drei Wochen hier zirkuliert und sich erhält, obwohl seine Unglaubwürdigkeil längst erwiesen ist, wird jetzt von derDeutschen Zeitung" reproduciert. Es ist dies bas erste Mal, daß ein Wiener Blatt davon Notiz nimmt, was Aufsehen erregt. Ein Gerücht nennt nun die spanische Infantin Maria Mercedes oder eine Schwester der ver­storbenen Fürstin von Bulgarien. Wahrscheinlich wird nun endlich ein Dementi erfolgen, wozu aber die Zustimmung des Kaisers nötig ist.

Wien, 31. März. Das österreichische Kriegsschiff Saida", welches sich bereits auf dem Wege nach Amerika befand, hat infolge neuer Weisungen seinen Kurs geändert und die Richtung nach Ostasien eingeschlagen. DieSaida" begiebt sich zunächst nach Hongkong.

Wien, 30. März. Die Fürstin Metternich veröffent­licht in den Abendblättern eine Erklärung, in welcher sie den von derNouvelliste de Bordeaux" veröffentlichten Brief, in welchem über ein angebliches Gespräch der Fürstin mit dem deutschen Kaiser über Frankreich berichtet wird, als vollständig apokryph bezeichnet. Die Fürstin erklärt werter, mit dem Kaiser Wilhelm seit dem Jahre 1895 nicht mehr gesprochen zu haben.

Wien, 30. März. Die tschechischen Blätter melden aus informierter Quelle, daß bei der letzten Konferenz des deut­schen Botschafters mit dem Minister Kaizl die Differenzen, welche die Diskussion über den Dreibund hervorgerufen hatten, vollständig beseitigt worden sind. Die tschechischen Abgeordneten erklärten, gegen keine auswärtige Politik auf- treten zu wollen, welche der Kaiser im Interesse des Reiches unternehme.

Wien, 31. März. DasNeue Wiener Tageblatt" widmet dem Reichskanzler F ü r st e n Hohenlohe zu seinem heutigen 80. Geburtstage einen äußerst sympathisch gehaltenen Artikel, in welchem demselben das Zeugnis aus­gestellt wird, daß er sein Amt als deutscher Kanzler bisher ganz und in vornehmster Weise ausgefüllt und stets treu geblieben sei der eigenen politischen Vergangenheit sowie der Vergangenheit seines Geschlechts.

Brüffel, 30. März. Der Abgeordnete Baron Bethune, welcher in der gestrigen Kammersitzung den sozialistischen Abgeordneten Journez durch einen Zuruf beleidigt hatte, hat diesem ein Entschuldigungsschreiben mit dem Aus­druck des Bedauerns gesandt. Ein Duell wird also nicht ftattsinden.

Paris, 30. März. Die heutigen Blätter melden, der Kriegsminister habe beschlossen, den Generalstabschef Ge- lannes ebenfalls zur Abrüstungs-Konferenz nach dem Haag zu senden. Der Kolonieenminister wird in dem nächsten Ministerrat ein Dekret vorlegen, betreffend die Aus­rüstungs-Gesellschaft am Ubangi und am oberen Congo.

Paris, 30. März. Hier hat sich ein Comits von 19 Mitgliedern gebildet, darunter der frühere Justizminister Trarieux, sowie Pressenss und andere, welche eine Sub­skription eröffneten, deren Ertrag dazu verwendet werden soll, die Schriftstücke der Untersuchung und die Debatten des Kassationshofes in der Dreyfussache so schnell wie möglich der Oeffentlichkeit zu übergeben.

Paris, 30. März. Die Regierung hat beschlossen, Mar­chand zum Kommandeur der Ehr en-Legion zu er­nennen. Marchand wird wahrscheinlich am 28. April die Rückreise antreten und zuerst in Marseille eintreffen.

Paris, 31. März. Die Zeitungen nehmen bezüglich des Samoa-Handels für Deutschland Partei und hoffen auf ein energisches Vorgehen der deutschen Diplomatie gegen die angelsächsischen Uebergriffe. Die Erbitterung gegen England ist wegen der Herausforderung britischer Matrosen in Nizza stärker denn je.

Paris, 31. März. DerFigaro" beginnt heute die Veröffentlichung des Textes der ersten Untersuchung des Kassationshofes im Revisionsverfahren. Der erste Teil der Veröffentlichung umfaßt die Untersuchung gegen Esterhazy. Es befindet sich darin der Bericht des Obersten Schreyer.

Paris, 29. März. Bei der Beratung über den Haus­halt des Münzwesens in der Deputiertenkammer veranlaßte der sozialistische Abgeordnete Breton einen Zwischenfall, indem er seine Verwunderung aussprach, daß auch auf dem Rande der jüngst neu ausgegebenen Louisdors die Devise Dieu protdge la France beibehalten sei. Da er dieselbe grotesk" nannte, unterbrach ihn Präsident Deschanel mit der Bemerkung, diese Bezeichnung müsse verschiedene seiner Kollegen verletzen; Redner möge doch die Gewissens­freiheit mehr achten. Breton nahm diesen Verweis hin, brachte aber nichtsdestoweniger einen Antrag ein, die Re­gierung solle zu erreichen suchen, daß Frankreich nicht mehr unter den Schutz irgend einer Gottheit gestellt werde. Finanzminister Peytral erwiderte, er habe geglaubt, das Althergebrachte nicht verändern zu dürfen auf die Gefahr hin, dadurch Anstoß zu erregen. Die DeviseDieu protäge la France stamme vom Konsulat her, und wenn sie eine Zeit lang beseitigt gewesen, so sei dies gerade unter der Restauration geschehen. Damals sei sie durch die Worte Domine salvum fac regem ersetzt worden. Uebrigens hätten andere republikanische Staaten, wie die Vereinigten Staaten und die Schweiz, ähnliche Devisen auf ihren Münzen, letztere z. B.Dominus providebit. Bretons Antrag fand schließlich nur 166 Anhänger und wurde mit 315 Stimmen verworfen.

Paris, 31. März. Die Erörterungen über den Dreyfus- handel sind neuerdings von dem öden und erbitterten Streit von Person zu Person zu der Frage zurückgekehrt, in der das Ausland von Anfang an das hauptsächlichste Interesse an dieser Angelegenheit erblickte, zu der Frage nämlich, ob es in Frankreich möglich ist, daß ein Angeklagter ohne sein und seines Verteidigers Wissen auf Grund ge­heimer Beweisstücke verurteilt wird. Ein Richter des Kriegs­gerichts von 1894 hatte dem Advokaten Salles mitgeteilt, daß Dreyfus auf diese Weise verurteilt worden sei; General Mercier ist bis heute auf die dahinzielende Frage Laboris im Zolaprozeß die Antwort schuldig geblieben; hinterlassene Briefe eines Freundes Felix Faures, des Dr. Gibert, be­haupten, Faure selbst habe Gibert den Vorgang als That- sache bestätigt; der jüngste der Kriegsrichter, der Hauptmann Freystätter, hat nicht leugnen können, daß er noch am 12. März d. I. vor mehreren Zeugen davon geredet habe, und der Behauptung des Voltaire, Casimir-Perier habe er­klärt, daß Mercier ihm von der Vorlegung des geheimen Schriftstücks Mitteilung gemacht habe, ist nicht widersprochen worden. Zu alle dem kommt, wie der Figaro erinnert, die Thatsache, daß gegenwärtig der Cassationshof mit der Prüfung der geheimen Aktenstücke beschäftigt ist, daß der Verteidiger Dreyfus' diese Aktenstücke nicht kennt, daß also durch diese Thatsache allein schon jene Frage in bejahendem Sinne beantwortet ist. ' K. Z.

Cherbourg, 30. März. Die Marinetruppen werden heute eine große Festlichkeit den Offizieren und Ma­trosen des russischen Schulschiffes Herzog von Edinburg geben. Das Schiff liegt im hiesigen Hafen und wird mehrere Tage hier bleiben.

Loudon, 30. März. Nach einem Telegramm aus St. Louis flog der DampferTyler" auf dem Missouri in die Luft.

London, 30. März. Zu den neuerdings stattgefundenen Kämpfen auf den Samoa-Jnse.ln wird gemeldet, daß auf Anweisung des amerikanischen und britischen Kon­sulats die KriegsschiffePhiladelphia" undRoyalist" am 15. März 1 Uhr Mittags das Feuer auf die umliegenden Dörfer von Apia eröffneten, nachdem die Mataafa-Leute begonnen hatten, die Stadt anzugreifen.

Loudon, 30. März. Die gestrigen Versuche mit dem Telegraphen ohne Draht haben ein so günstiges Resultat ergeben, daß man heute Versuche zwischen Dieppe und Newhaven anstellen wird. Gestern wurde der Versuch auf die Zahl der Worte gemacht. Es gelang Maconi, zehn Worte in der Minute zu übermitteln.

Tunis, 30. März. Das Kriegsgericht hat gestern eia* Franzosen und einen Deutschen namens Meißner weq?-, Thätlichkeit gegen einen Vorgesetzten zum Tode ver- urteilt.

Sidney, 30. März. Zwischen Engländern und Ameri. kauern und der Bevölkerung der Insel Samoa haben neu? Gefechte stattgefunden. Die Engländer und Amerikaner haben Truppen gelandet, und verschiedene Dörfer befehl Bei dem Gefecht wurden drei englische Soldaten getötet Die Deutschen enthielten sich jeden Eingreifens. Die eur^ päischcn Ansiedler flüchteten sich auf die Kriegsschiffe.

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

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Bei der Redaktion eiugegangeue Bücher.

Die Wohnungsnot und ihre Abhilfe durch ein Reichs' WohNUNgSgefetz. Von Prof. Dr. Kamp, Schriftführer de« Antw» Reichswohnungsgesetz" in Frankfurt a. M. Kommissionsverlag von Joh. Alt, Frankfurt a. M. Bisherige Gesamtauflage 30,000 DerBerliner Herold" schreibt unternt 20. November 1890: Frankfurt a. M. hat sich ein Verein gebildet, der den Namm .WM* wohnungSgesetz" führt: einen zwar etwa« ungewöhnlichen, av« praktischen, kurzen, bezeichnenden Namen. Sämtliche Parteien von den Konservativen bis zu den Sozialdemokraten gehören dem veren an; Vertreter sämtlicher Parteien sitzen einmütig im Vorstande, o Presse aller Parteien ist ihm wohlgesinnt. Er will, wie st« dem Namm ergiebt, Stimmung machen für eine allgemeine Reform beB Wohnungswesens im ganzen Reiche. Er will daS auf on* Grunde eines Reichsgesetzes, da es keinen Sinn hätte, eineso « gemeine Sache erst in 26 Einzellandtagen durchzusprechen unb outor zuberaten; wozu haben wir denn daS Reich'? Er will alle Ver und Korporationen, die ähnliche Tendenzen verfolgen, die evangem« wie die katholtschm Arbeitervereine, die Mieter vereine, die genossenschastm u. s. w. heranziehen, mit ihnen Meinungen lauschen, von ihnen Hilfe empfangen und ihnen HUfe btom. ist der Ansicht, daß Konfession und Partei nicht« mit der P thun habm, daß Protestant wie Katholik, Jude wie Freigl 1* gleicher Weise dafür interessiert sein mflffen, gesunde, dm jwjg; ltchen Anforderungen entsprechende Wohnungen zu billigen v zu hab«.

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