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Nr. 152 Drittes Blatt.Samstag den 1 Juli
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Meßmer Anzeiger
Heneral-Unzeiger
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kanischen Armee um 100000 Mann an, wovon 55000 Mann nach den Philippinen gesandt werden sollen.
— lieber die Grundsteinlegung der evangelischen Kirche in Dar-es-Salaam berichtet die dort erscheinende „Deutsch-Ostafrikanische Ztg." folgendes: Der Wunsch, welcher schon jahrelang die Gemüter der zahlreichen hiesigen evangelischen Gemeinde beschäftigte, die Errichtung eines den gegebenen Verhältnissen entsprechenden würdigen Gotteshauses, ein Wunsch, an dessen Erfüllung sowohl die schöne Kirche der katholischen Mission in Kollasini wie der groß angelegte, mächtig und stetig der Vollendung zustrebende Bau der katholischen Kathedrale für unser Stadt täglich mahnte, ist vor wenigen Tagen verwirklicht worden. Am morgen des Pftngst-Sonntags versammelten sich sämtliche Europäer der Stadt, denen sich die Besatzung von S. M. S. „Condor", welcher den deutschen Konsul Frhrn. v. Rechenberg und Herren der deutschen Kolonie aus Sansibar als Festgäste hergebracht hatte, auf dem dicht bei der Lagune an dem Wilhelmufer Gelegenen Bauplatz, wo im Schatten einer ehrwürdigen alten Mangogruppe ein Altar in feierlicher Einfachheit errichtet war. Die Feier begann Morgens 8 Uhr mit dem Gesänge des Liedes „O heil'ger Geist, kehr' bei uns ein", unter Begleitung der Stadtkapelle. Sodann ergriff der Ortspfarrer P. Roloff das Wort, um die Weiherede zu halten. Als Text hatte er Eph. 2, 19—21 gewählt. Nach dem Gesänge des Liedes: „Lobe den Herren" sammelte sich die Gemeinde um den blumengeschmückten Grundstein, der in der vorgeschriebenen Weise mit den üblichen drei Hammerschlägen vom Pfarrer geweiht wurde. Nächst ihm begleitete Gouverneur Siebert die drei Schläge mit kurzen Worten, in denen er seiner Freude Ausdruck gab, daß nun endlich nach 2»/2 Jahren der einem so dringenden Bedürfnis entsprechende Bau in Zugriff genommen werden könne. Er hoffe und wünsche, daß nach weiteren zwei Jahren die Weihe des fertigen Gotteshauses vor sich gehen würde. Darauf folgte der Kommandant von S. M. S. „Condor", welcher die sittliche Bedeutung der Kirche für die Marine hervorhob, der Generalvertreter der deutschostafrikanischen Gesellschaft, Hollmann, durch dessen Vermittlung der Bauplatz geschenkt war und Brauereibesitzer Schultz als Vertreter des Gemeinde- Kirchenrats. Mit Segen und Gesang des Liedes „Nun danket Alle Gott" schloß die schöne Feier. Am Abend desselben Tages hatte der Gouverneur einen großen Teil der Gemeinde zur fröhlichen Geselligkeit in seiner Villa versammelt.
wenn die Forderungen aus der Zeit vor Errichtung der Heimstätte stammen und nicht drei Jahre nach Veröffentlichung der Heimstätteneigenschaft verflossen sind,
auch nach Errichtung wegen rechtskräftiger Ansprüche aus Lieferungen und Leistungen, die zur Einrichtung und zum Ausbau der Heimstätte verbraucht sind, wegen rückständiger Renten oder Annuitäten, wegen gesetzlicher Verpflichtungen,
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Uotbskunde.
In dieser Ausscheidung der Heimstätte aus der Rechtswirkung einer Verschuldung in dem Sinne des Entwurfes liegt zunächst ein unwirtschaftliches Moment, indem dadurch eine Prämie für unrationelle Bewirtschaftung geschaffen wird. Der Schutz gegen Zwangsvollstreckung fördert nicht die Selbstverantwortlichkeit und Pflichterfüllung, auf der unsere moderne Volkswirtschaft allein gedeihen kann, sondern die Lässigkeit und den Anspruch auf staatliche Hilfe. Aber von diesem psychologischen Moment abgesehen, liegt der greifbarste Nachteil der Heimstätte in der Erschwerung des Kredits, ohne den heute der Kleingrundbesitzer so wenig auskommen kann, wie der Latifundienbesitzer. Die Eximierung der Heimstätte wirkt als Kreditsperre. Niemand anders, als der Deutsche Land- wirtschaftsrat hat mit Nachdruck sich gegen die lieber» tragung des amerikanischen Heimstättenrechts auf deutschen Boden ausgesprochen. Er sieht in der Beschränkung des Zwangsvollstreckungsverfahrens gegenüber den nach Errichtung der Heimstätte eingegangenen Verbindlichkeiten, insbesondere solcher des Personalkredits, eine geradezu krediterschütternde Wirkung. Des Personalkredits kann der Landwirt nicht entbehren, und die Höhe des Zinsfußes muß um so größer sein, je weniger die Haftung der Heimstätte in Frage kommt. Ja, in Amerika, dem vielgelobten Lande der He'imstätten- gesetzgebung, hat letztere geradezu zu einer Kreditnot schwerster Art und zu wucherischer Ausbeutung der Heimstättenbesitzer geführt, sodaß in der großen Krisis der achtziger Jahre ihrer Tausende zu Grunde gegangen sind. In der Richtung der Krediterschwerung wirken ferner die schematische Verschuldungsgrenze und die Unteilbarkeit des Heimstättewesens. Es ist auch gewiß kein Zufall, daß die Abneigung der bäuerlichen Kreise gegen die Kreditbeschränkung, namentlich im Süden und Südwesten des Reiches, ähnlichen Instituten, wie der Heimstätten, stets hinderlich gewesen ist. Die geringen Erfolge der Höfe- und Landgüterrollen lassen den I Schluß ziehen, daß diese agrarpolitischen gut gemeinten Maßnahmen so wenig eine durchgreifende Wandlung auf dem Gebiete des ländlichen Grundbesitzes erzielen werden, wie etwa die Zwangsinnungen befähigt sind, dem Kleingewerbe eine neue Unterlage zu geben.
Berlin, 29. Juni. Die Vossische Zeitung meldet aus I London: Nach einem Washingtoner Telegramm ordnete der I Präsident Mac Kinley eine Vermehrung der ameri- I
Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«.
Fernsprecher Nr. 51.
wegen Verpflichtungen aus unerlaubten Handlungen.
In den Fällen zu 2 bis 5 ist als Vollstreckungsmaßregel nur die von der Heimstättenbehörde zu vollziehende Zwangsverwaltung der Heimstätte zulässig.
Deutsches Reich.
Berlin, 28. Juni. Der dem Reichstag zugegangene Entwurf eines Heimstättengesetzes greift eine Frage auf, die unter dem Einfluß einer gleichen Gesetzgebung in amerikanischen Staaten auch in Europa vielfach erörtert und im Sinne eines agrarpolitischen Heilmittels empfohlen worden ist. Wenige Ideen werden auf den ersten Blick so sympathisch erscheinen wie die Schaffung von Heimstätten. Auch in dem vorliegenden Entwurf scheint der § 1, der jedem Deutschen nach vollendetem 24. Lebensjahre das Recht zur Errichtung einer Heimstätte giebt, einer Auffassung zu entsprechen, die in der Gemütswelt des Germanen ihre tiefe Begründung hat. Allein die praktische Erfahrung, die man in Amerika mit den Heimstätten gemacht hat, läßt die Frage ihrer Nützlichkeit offen, und die Kritik, welche der Volkswirtfchafter an ihnen üben muß, zeigt, daß neben dem Vorteil, den die Heimstätten gewähren können, ein wirtschaftlicher Nachteil schwerwiegender Art einhergeht. Der eigentliche Zweck des Heimstättengesetzes besteht darin, die Verschuldung des ländlichen Kleingrundbesitzes zu verhindern oder bis auf ein bestimmtes Maß einzuschränken, indem die Grundlage der Verschuldung, die Heimstätte, der Zwangsvollstreckung bis zu einem gewissen Grade entzogen wird. In diesem Sinne verfügt § 5 des Entwurfes:
Die Heimstätte unterliegt der Zwangsvollstreckung nur in folgenden Fällen:
Schiffsnachrichten
Norddeutscher Aoyd, in Gießen vertreten durch die Agenten (teil LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 27. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Doppelschrauben - Schnellpostdampfer Kaiser Wilhelm der Große, Capttän H. Engelbart, vom Norddeutschen Llopd in Bremen, ist heute 9 Uhr vormittags wohlbehalten in New-Aork angekommen.
Verkehr, Land- nn- Uatbswirtschast.
Ätwemre, 28. Juni. Fruchtmarkt. Roter
13,80, weißer Weizen 00.00, Korn X 11.30, Gerste X 0.00, Hafer X 7.62.
Ausland.
Rom, 29. Juni. Die Deputiertenkammer beschloß gestern auf Verlangen Pelloux in namentlicher Abstimmung mit 208 gegen 138 Stimmen, das königliche Dekret unter der Bezeichnung Jndemnitätsbill an die Kommission für die Vorlage über die politischen Maßnahmen zu verweisen. Trotz dieses Votums gilt die Lage keineswegs als geklärt. Die äußerste Linke wird in ihrer Obstruktion verharren.
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Jeder Leser unserer Zeitung sollte neben unserer Zeitung auch-die hochinteressante „Tierbörse" Berlin (13. Jahrgang) halten. Für 7b Pfg. (frei in die Wohnung 90 Pfg.) abonniert man für ein Vierteljahr 1W bei der nächsten Postanstalt, wo man wohnt, und erhält für diesen geringen Preis jede Woche Mittwochs: 1. Die „Tierbörse", 4 große Bogen stark. Die „Tierbörse" ist Vereinsorgan des Berliner Tierschutz-Vereins und anderer deutscher Tierschutzvereine. 2. (gratis) Den landwirtschaftlichen Zentralanzeiger,' 3. (gratis) Die internationale Pflanzenbörse; 4. (gratis) Die Kaninchenzeitung; b. (gratis) Das Illustrierte Unterhaltungsblatt (Romane, Novellen, Beschreibungen, Rätsel u. s. w. u. s. w.); 6. (gratis) Allgemeine Sammler-Zeitung; 7. (gratis) Allgemeine Mitteilungen über Land- und Hauswirtschaft; 8. (gratis) Unsere Hunde (nur Text); 9. (gratis) Unser gefiedertes Volk (nur Text); 10. (gratis, monatlich zweimal) einen ganzen Bogen (16 Seiten) eines hochinteressanten fachwissenschaftlichen Werkes und 11. (gratis monatlich) Die Naturalien- und Lehrmittelbörse. Für jedes Familienmitglied bietet jede Nummer eine Fülle der Unterhaltung und Belehrung. Alle Postanstalten Deutschlands und des Auslandes nehmen jeden Tag Bestellungen an und liefern die im Vierteljahr bereits erschienenen Nummern für 10 Pfg. Porto prompt nach. Man muß aber ausdrücklich bestellen: „Mit Nachlieferung". Man abonniert auf die „Tierbörse", Berlin, nur bei der nächsten Postanstalt, wo man wohnt.
| — Aerztliche Mission. Die Erfolge der ärztlichen Mission
I in den Hetdenländern, wo die unglücklichen Kranken der Unwiffen- I beit und Grausamkeit von Medizinmännern, Götzrnpriestern und I Zauberern in ihren Schmerzen hilflos preisgegeben sind, lassen sich I nicht besser, nicht plastischer darstellen, als wenn wir aus der Heibeu- I welt selbst eine Stimme der Anerkennung in dem beredten Wortlaut I einer Adresse hören, die, von dreißig angesehenen Heiden unterzeichnet, I dem Geschäftsführer des deutschen Vereins für ärztl. Mission in Stuttgart I überreicht wurde, als er aus seinem Wirkungskreis als Misstonsarzt an I der Malabarkaste zu seinem Schmerz aus GesundheitSrückstchten scheiben | mußte. Diese Adresse, die wir nachstehend in der deutschen Uebersetzung I wiederg'ben, verdient allseitigeBeachtung. Auch wenn die Urberschwmg- I lichkeit des Ausdruckes als nationale Eigentümlichkeit in Betracht I gezogen wird, erweist fie nicht blo», daß die Unterzeichner von den I christlichen Wahrheiten schon durchdrungen und in ihrem Denken und I Empfinden durch die selbstlos sich aufopfernde MissionSthätigkeit I mächtig beeinflußt find, sondern sie bietet gleichzeitig die beste Jllu- I stration für die segensreiche Wirksauckeit des MisfionsarzteS und für I die großen Erfolge, die sich aus einer solchen Arbeit ergeben, — I Erfolge, die sich zwar nicht in Ziffern ausdrücken lassen, die aber I trotzdem handgreiflich find. Die mit Goldbuchstaben gedruckte Adresse I lautet wie folgt:
Revd. Dr. E. Liebendörfer
Ealicut. Geliebter und verehrter Herr!
Gestatten Sie, Ihnen mit dieser Abschiedsadrefle uns zu nahen, I um Ihnen, sowie Ihrer liebenswürdigen und edelgesinntm Gattin I eine glückliche Reise in Ihr fernes Vaterland, einen frohen Aufent- I halt daselbst und eine sichere Rückkehr in dieses Land zu wünschen, I welche« für Sie beide der Weinberg ist, den Ihnen der Herr als I Arbeitsfeld angewiesen hat. Vor zwei Jahrzehnten kamen Sie in I unser Land, um daS strahlende Licht des Evangeliums unter Nicht- I Christen zu verbreiten. Neben dieser Ihrer treuen Arbeit haben Sie | auf die verschiedenste Weise allen, die um Sie waren, an Leib und I Seele Gute« gethan, nach dem edlen Motto Ihres großen Landsmanns Schiller, zu „folgen des Gewissens Drang". Durch Ihr hn I Jahr 1886 eröffnetes Misfionsspital, durch Ihre geschickte und erfolg- I reiche Behandlung so mancher schwierigen Fälle von Schlangenbiß, I durch Ihre zahlreichen wertvollen Hilfeleistungen bei schweren und I gefährlichen Entbindungen, durch Ihre unermüdlichen Anstrengungen I um die Fortführung des Missions-Krankenhauses und die Heranziehung zweier Gehilfen für dieses Werk aus Ihrer Gemeinde, durch Ihre menschenfreundliche Bereitwilligkeit zur Uebernahme deS AuS- fätzigen-AsylS, als dessen unglückliche Insassen hilflos in die kalte Welt hinauSgestoßen werden sollten — durch diese und viele andere „ungenannte und unbekannte Thaten der Liebe" und der Christenpflicht, haben Sie Ihr Gedächtnis in unsere Herzen eingegraben und gewiß auch in die Herzen aller derer, mit denen Sie sonst in Berührung kamen. Keine Unterschiede der Kaste, de« Glaubens oder der Farbe haben je Ihre Thätigkett beeinflußt, kein Streben nach Ehre oder Gewinn bat Sie jemals geleitet. Nach dem Spruche des großen Philosophen Ihres Heimatlandes, Göthe: „Ohne Hast, ohne Rast", gleich einem Sterne, ruhelos, aber ohne Uebereilung haben Sie immer die Ihnen von Gott zugewiesrnen Aufgaben erfüllt. Ihre gute und geliebte Gemahlin ist wie die Morgensonne in unsere Hauser gekommen, hat unseren Familien Liebe erwiesen und Friede | und Glück auf ihrem Pfad verbreitet. Von den Bibelfrauen vernahmen wir ohne ihr Wissen, wie vortrefflich sie ihre Stellung als Frau eines Boten des Evangeliums auszufüllen verstand. Geduldig, gütig, edel und gut war fie, und wir dürfen wohl von ihr sagen, daß, wo immer fie weilte, „die Erde frischer grünte in den Spuren ihrer Tritte." Sie beide haben sich eine dauernde Stätte in unseren Herzen berettet. Schmerzerfüllt scheiden wir von Ihnen mit dem innigen Wunsche, daß der Aufenthalt in Ihrem fernen Vaterland Ihnen beiden wieder zu guter Gesundheit und Kraft verhelfen und Ihnen die Widerstandsfähigkeit erneuern möge, welche das harte Leben in diesem Lande verzehrte hat. Und nach der Erde Mühen möge Gott feine treuen Diener in der seligen ewigen Heimat reichlich lohnen. Zum Schlüsse erlauben Sie uns, Ihrer lieben Gattin ein kleines Zeichen unserer Dankbarkeit zu übergeben, — einer Dankbarkeit, deren Größe weder Gaben noch schwache Worte auszudrücken vermögen.
Wir sind, geliebter und verehrter Herr, Ihre gehorsamen und dankbaren Diener
(folgen dreißig Unterschriften von Heiden der verschiedensten Kasten).
Aber in unserem deutschen Schutzgebiet Kamerun sind die Verhältnisse leider noch trauriger als an der Malabarküste. ES ist unglaublich, wie viele Menschen dort in einem Jahre den Folgen der Zauberei und der sogenannten Gottesurteile erliegen oder als Krüppel daraus hervoraehen. Wie viele mit ekelhaften Hautkrankheiten, schmerzhaften Geschwüren, schlimmen Augenkrankheiten und Leiden aller Art behaftete Menschen trifft man dort an, die der Hilfe bedürftig sind! Und wenn wir hören, daß in Kamerun der Säugling mit der gestorbenen Mutter begraben wird, daß ein Kind sein Herz zu einer Kraftbrühe für die kranke Mutter bergeben muß und dergleichen mehr, — dann fühlt gewiß jeder ein menschlich Rühren und wird in seinem Teil dazu mithelfen wollen, daß die dem Mutterlande auch in dieser Richtung obliegenden Pflichten so gut als möglich erfüllt, daß das Helle Licht evangelischen Glaubens und die helfende Hand christlicher Liebe solch traurigen Zuständen gegenüber sich aufklärend und rettend erweisen mögen. Der MissionSarzt ist unbestreitbar einer der wichtigsten Pioniere für Kultur und Christentum; er beweist sein Wort mit der helfenden Thal und wird deshalb eines nachhaltigen Eindrucks auf die Heiden niemals verfehlen.


