biir.0 Oberbürgermeister Dr. Gaßner wurde diesem der in der Versammlung übertragen. Nach einem aus« fiWchen Referate des Privatdozenten Dr. Jastrow über «Mste Verbandsversammlung und Arbeitsnachweiskonferenz d'elöerbands deutscher Arbeitsnachweise in München sprachen IjHtor Abegg-Wiesbaden und Kreisrat Fey-Erbach über dbrAusdehnung des Arbeitsnachweises auf das flache Land, s pe Erlangung von Beträgen zu diesem Zwecke von den bietiiligten Regierungen". Beide Referenten besprachen die fi|iJ letzt gemachten Erfahrungen. Von beiden Referenten tlknien jedoch keine sehr erfreuliche Mitteilungen gemacht WMibem Besonders wurden im Bezirk Wiesbaden gar keine Multate erzielt. Selbst bei hohem Lohn ziehen es die Weiter vor, nicht die Arbeit auf dem Lande aufzusuchen, fßt verbleiben lieber in der Stadt. In dem Kreis Erbach Ipt man schon bessere Erfahrungen gemacht. Von beiden c Seiten wurde hervorgehoben, daß eine andere Organisation platz greifen müsse. Kreisrat Fey legt der Versammlung ii«h „Grundsätze" vor, wonach der Arbeitsnachweis auf dem ’Sonbe durchgeführt werden soll. Es soll damit auch ein 'llvhnungsnachweis verbunden sein, damit der Arbeiter, der Linss Land komme, auch nach dieser Richtung hin eine Unter- f cützur g fände. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, iud) i»em die preußische Regierung ersucht werden soll, nach kOdßglabe des Bedürfnisses die Arbeitsnachweisverbände zu : alter ftüfcen. Die von Stadtrat Dr. Flesch- Frankfurt • ^gearbeiteten Statuten wurden provisorisch en bloc an- i ytnoin men; sie sollen erst eine Probe bestehen. Nach Ablauf «aies Jahres habe man Erfahrungen gesammelt, so daß ’wi brr nächstjährigen Konferenz erst die Beratung und ev. *86iinterung der Statuten vorgenommen werden soll. Auch über, den Stand der gemeinsamen Arbeitsnachweis-Statistik"
•' worben keine weiteren Mitteilungen gemacht; es wurde nur • rrfläit, die Statistik in der gleichen Weise wie bisher fort- ».osetzm. Auf Antrag von Dr. Flesch wurde noch beschlossen, ach einer Petition an den Reichstag anzuschließen, die ' Llkbeil^nachweisstellen von der Bezahlung der Telephon- ßebühcen zu befreien. Die auf der Tagesordnung stehende «Dienstboten-Vermittlung" wurde der vorgerückten Zeit
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wegen von der Tagesordnung abgesetzt. Die nächste Ver- i Mnrlung findet in Wiesbaden statt.
Vermischtes.
Eisenach, 27. Mai. In der von Professor Rudolf Deithcirdt in Eisenach seit mehr als zwei Dezennien gebeitetem Anstalt für Sprachleidende hat auch während btf verflossenen Jahres (April 1898 bis April 1899) wieder eine »große Anzahl von Stotterern Hilfe gegen ihr Leiden ztsucktt und gefunden. Wie immer, war auch diesmal das Ausland nicht unvertreten. Aus Rußland kamen 12, aus England 3, aus Oesterreich 5, aus Holland, der Schweiz, ^lallen, Schweden, den Vereinigten Staaten von Nord- ffloienfta, Chile, Indien je einer, während sich die Gesamt- ßahl b-er Patienten auf 131 belief. Unentgeltliche Aufnahme toben 29 Personen. Die Anstalt verdankt ihre Erfolge bum individualisierenden Verfahren, das in ihr zur An
wendung gelangt. Es beruht auf der durch langjährige Beobachtung gewonnenen Erfahrungsthatsache, daß beim Stottern nicht sowohl die Fähigkeit zum Sprechen, als vielmehr der unbefangene Glaube an diese Fähigkeit verkümmert ist. Es verschont infolgedessen den Stotterer mit den in üblicher Mbertrewung schablonenhaft ausgeführten Trainierübungen der Athmungs- und Artikulationsorgane und sucht dafür vor allem das erschütterte Selbstvertrauen zu der eigenen Sprache von neuem zu beleben.
* Das Eisenbahnnetz der Erde hatte nach einer Darstellung im „Archiv für Eisenbahnwesen" am Ende des Jahres 1897 ein Länge von 732255 Kilometer erreicht, eine Länge, die das 18^fache des Erdumfangs am Aequa- tor (40070 Kilometer) noch um etwa 1000 Kilometer und das l,9fache der mittleren Entfernung des Mondes von der Erde (384420 Kilometer) noch um nahezu 12000 Kilometer übertrifft. Von den einzelnen Erdteilen steht in Bezug auf Eisenbahnlänge, wie auch in den Vorjahren, Amerika mit 380384 Kilometer, also mit mehr als der Hälfte der gesamten Länge der Eisenbahnen der Erde, obenan. Danach folgen Europa mit 263145 Kilometer und mit bedeutend kleineren Zahlen Asien, Australien und Afrika. Von den einzelnen Staaten der Erde weisen die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrem weit ausgedehnten Gebiet das größte Eisenbahnnetz auf — 296 745 Kilometer. Danach folgt das deutsche Reich mit 48116 Kilometer, während die gewaltige Fläche des russischen Reiches einschließlich Finlands und des gesamten asiatischen Rußlands nur 45576 Kilometer Eisenbahnen aufweist. Das nächstgrößte Netz besitzt Frankreich mit 41 342 Kilometer, dann folgen Großbritannien und Irland mit 34445 Klm., Britisch-Öst- indien mit 33 820 Klm., Oesterreich-Ungarn einschließlich Bosniens u. s/w. mit 33668 Klm., Britisch-Nordamerika mit 26866 Kilometer, Italien mit 15643 Klm., die Argentinische Republik mit 15172 Klm. Das Verhältnis der Eisenbahnlänge zur Flächengröße ist am günstigsten im Königreich Belgien, wo 20 Kilometer Bahnlänge auf je 100 Quadratkilometer Fläche kommen. Nur wenig anders ist dies Verhältnis im Königreich Sachsen mit 18,3 Klm. auf je 100 Quadrat- Kilometer. Dann folgen: das Großherzogtum Baden mit 12,3, die Reichslande Elsaß-Lothringen mit 11,9 Klm., Großbritannien und Irland mit 10,9 Klm., das deutsche Reich im Durchschnitt mit 8,9 Klm., die Niederlande mit einschließlich Luxemburgs ebenso wie die Schweiz mit 8,8 Klm., Württemberg mit 8,3 Klm., Bayern mit 8,2 Klm., Preußen mit 8,1, Frankreich mit 7,8 Kilometer Eisenbahnen auf je 100 Quadratkilometer Fläche. — Die Anlagekosten sämtlicher Eisenbahnen in Europa berechnen sich auf rund 753/4 Milliarden, diejenigen sämtlicher Eisenbahnen auf der Erde auf rund 1448/4 Milliarden Mark.
* Von bet Pariser Weltausstellung. Man berichtet der „Fkf. Zeit." aus Paris vom 24. Mai: „In dem Maße, wie die Eröffnung der Ausstellung näherrückt, mehren sich die Gründungen von Gesellschaften, welche die Ausbeutung von Unternehmungen im Innern der Ausstellung zum Gegenstand haben. Eines der bedeutendsten und besonders der
nützlichsten dieser Unternehmungen ist die Compagnie des Transports Electriques de FExposition.^©ie entspricht einem Bedürfnis und unternimmt Beförderung der Besucher von einem Punkt der Ausstellung zum andern. Das System, das bei diesem elektrischen Transport zur Anwendung kommen soll, besteht in der Herstellung einer eingeleisigen
und in der Einrichtung eines Rollbodens, der sich aus zwei Teilen von verschiedener Geschwindigkeit zusammensetzt. Dieses System, das bereits für die 1889er Ausstellung vorgeschlagen worden war, hat seine erste Anwendung in Chicago gefunden und hat sich dort wie auf der Berliner Ausstellung erfolgreich bewährt. Das von der Ausstellungskommission angenommene Projekt des Herrn de Mocomble ist eine Verbesserung der bisherigen Anwendungen. Es besteht aus zwei parallelen Plattformen, von der sich die erste mit einer Geschwindigkeit von 4Klm. per Stunde und die zweite mit einer Geschwindigkeit von 8y2 Kilometer bewegt. Der Zutritt zur ersten und der Uebergang zur zweiten Plattform soll, wie die Versuche gezeigt haben, für Jedermann sehr leicht sein. Die Rollbahn wird im Kreislauf innerhalb 25 Minuten vom Champ de Mars nach deut Jnvalidenplatz und zurück gehen, und zwar in entgegengesetzter Richtung wie die Eisenbahn. Weniger ephemer gedacht ist L’Optiqiie, Societe anonyme des Grands Teleacopes. Für die Ausstellung wird sie den „Clou“ bilden durch die Schaustellung der „lune L un metre“, mittels ihres Siderostats, der den Mond auf 60 Meilen heranrücken soll, wozu noch eine Reihe mehr oder weniger wissenschaftlicher Vorstellungen kommen werde. Die Gesellschaft ist auf 99 Jahre gegründet und soll sich mit der Herstellung und Ausbeutung astronomischer Instrumente befassen, ebenso mit allem, was auf die Optik Bezug hat; auch die Elektrizität ist im Programm inbegriffen. Die Linse von iy4 Meter Durchmesser soll bereits fertiggestellt sein und eine Reihe kleinerer Teleskope ist in Arbeit, da Bestellungen von anderen Ländern bereits eingelaufen sind, wie auch das große später in den anderen Hauptstädten gezeigt werden soll. — Die anderen Schöpfungen, wie Le Grand Globe Celeste de Paris, welches Unternehmen noch einen wissenschaftlichen Anstrich hat, und Venise ä Paris wenden sich an die Schau- und Vergnügungslust des Publikums/^_________
Frankfurter Stadttheater.
In der bevorstehenden Aufführung von Richard WagnerS „Ring des Nibelungen" im Frankfurter Opernhause wird der Hofopernsänger Gerhäuser auS Karlsruhe Mitwirken, und zwar stngt derselbe Donnerstag den 1 Juni den Loge in „Rheingotd" und Sonntag dm 4 Juni den Siegfried in „Siegfried". Platzbestellungen für den Ntbelungen-CykluS werden täglich, auch für alle vier Vorstellungm zufammen, entgegengenommen. Die Preise für diese Aufführungen werden die normalen großen Preise des Opern- hauseS sein.____
Krieskasten.
Einer für Viele in Steinberg. Wir werdm Ihre Frage beantworten und Ihnen daS Gewünschte zusenden, wenn Sre die Güte haben, unS Ihren Namen mitzuteilen. Zuschriften ohne Namensangabe bleiben unberücksichtigt.
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Pflichtfeuerwehr.
Aebung der Rotten 3 und 4
Danmstag, btn 1. Inni d. I., abends 8Vr Nhr pünktlich
im Hofe des Turmhauses am Brand.
Gießen, den 26. Mai 1899. 4220
Der Branddirektor: Traber.
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Fuhr-Akkord.
Die Stellung der Gespanne für Sie Gießwageu beim Walzen der Strecken:
in Muschenheim, in Ltch, Lich— kberstadt, in Eberstadt, Eberstadt —Ober-Hörgern, in Ober-Hörgern unb Ober-Hörgern — Kreisgrenze des 2. Baubezirks,
mb der Strecken:
in. Obbornhofen, Bellersheim — Treis—Münzenbera, Bettenhausen —Muschenheim, Hungen—Utphe, in Utphe und Utphe—Kreisgrenze be8 3. Baubezirks,
P im SubmissionSweg vergeben itrben und sind Angebote bis ftistag de« 6. Mi I. Is.,
vormittags 11 Uhr,
in Amtszimmer des Unterzeichneten, eosslbst die Bedingungen zur Einsicht ifiem liegen, einzureichen.
Gießen, am 30. Mai 1899.
Ler Großherzogl. Kreisbauinspektor. __Stahl.______4303 Sekamlmachung.
A« Firmenregister wurde die Ziraua Kaspar Wiegel in Ober- Wngm gelöscht. 4311
Lich, am 28. Mai 1899.
Großh. Amtsgericht.
Gießener Omnibus-Gesellschaft
E. G. m. H.
Die Rückseite von 100000 Fahrscheinen, welche während des Schützenfestes zur Ausgabe gelangen, ist zu Reklamezwecken zu vergeben. Reflektanten wollen sich alsbald an unser Mitglied Herrn Hanau wenden. 4283
Der Vorstand.
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