Ausgabe 
1.1.1899 Erstes Blatt
 
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Kle»8hurg, 31. Dezember. Die hiesige Strafkammer verurteilte den Hofbesitzer Lund, welcher ohne Er­laubnis der Behörde in einer öffentlichen Versammlung zur Anschaffung einer Leibrente für den Abgeordneten Johannsen eine Sammlung vorgenommen hatte, wegen Veranstaltung einer öffentlichen Kollekte zu einer Geldstrafe von 50 Mark.

Wien, 31. Dezember. DieWiener Zeitung" Publiciert die Verordnungen auf Grund des § 14.

Bozen, 31. Dezember. Der Unterjäger Wawra stürzte bei Meran ab und blieb tot.

Görz, 31. Dezember. Ein hiesiges Blatt schreibt: Falls der Erzbischof im Görzer Landtage, wo Italiener »nd Slowenen gleich stark sind, sich mit seiner ausschlag­gebenden Stimme auf die Seite der Slowenen stellen sollte, werde eine große Anzahl italienischer Bürger zum Pro­testantismus übergehen.

Prag, 31. Dezember. Die s. Z. gemeldete Tetanus­seuche in der tschechischen Frauenklinik hat trotz der weit­gehendsten Vorsichtsmaßregeln auf die deutsche Frauenklinik übergegriffen, wo bereits ein Todesfall eingetreten ist. In­folge dessen erfolgt jetzt die Schließung und Jsolirung der deutschen Klinik.

Budapest, 31. Dezember. In parlamentarischen Kreisen wird mitgetheilt, Koloman Szell knüpfte sein und seiner Freunde Verbleiben in der liberalen Partei in einem Ge­spräch mit dem Ministerpräsidenten an die Bedingung, daß während der jedenfalls nur kurzen Dauer des gesetzlosen Zustandes weder die Cloture eingeführt, noch der Reichstag aufgelöst oder länger vertagt werde.

Bndapest, 31. Dezember. Das Abgeordnetenhaus

hielt gestern seine letzte Sitzung vor Neujahr ab, worauf bis zur Herstellung eines Budgets-Provisoriums nun der außergesetzliche Zustand eintritt. Als zum Schlüsse der Sitzung Baron Banffy das Wort ergriff, entstand ein so entsetzlicher Lärm, daß Banffy nur unter großer Anstrengung seine Rede beenden konnte.

Budapest, 31. Dezember. Gajari forderte Jvanka. Die Angelegenheit wurde jedoch später auf friedlichem Wege be,gelegt. In der Affaire Horanszki ließen Aczel und Halassy Horanszki durch den Ehrenrat wegen seiner For­derung zum Duell abweisen.

Budapest, 31. Dezember. Die Unabhängigkeitspartei und die Natlonalpartei hielten gestern Abend Konferenzen ab. Beide Parteien faßten den Beschluß, für den Fall, daß die Regierung vom 1. Januar ab ohne gesetzliche Basis weiter regieren werde, dieses mit allen gesetzlichen und durch die Hausordnung erlaubten Mitteln unmöglich zu machen In oppositionellen Kreisen ist man der Ansicht, daß die erste Sitzung nach Neujahr einen sehr stürmischen Verlauf nehmen

Rom, 31. Dezember. Im März und April des nächsten wahres werden wettere Amnestierungen stattfinden Die höchsten körperlichen Strafen werden dadurch auf etwa ein Jahr beschränkt sein.

Brüssel, 31.Dezember. Prinz Victor Napoleon erklärt, daß anläßlich der Affaire Dreyfus ein bonapartisti- scher Putsch nicht geplant worden sei.

Rotterdam, 31. Dezember. Esterhazy dementirt die Nachricht, daß er sich nach Amerika eingeschifft habe. Er habe nicht die Absicht, nach Amerika zu gehen. Er wolle

vielmehr in einem Landhause bei Rotterdam die weiteren Ergebnisse der Untersuchung gegen ihn abwarten.

r. 31. Dezember. Der Kassationshof hat

beschlossen, den Untersuchungsrichter in Cayenne zu beauf­tragen, Dreyfus gewisse Fragen zu unterbreiten, welche er sofort beantworten solle.

Paris, 31. Dezember. Der Ministerpräsident Dupuy richtete ein Rundschreiben an die Präfekten, worin er die­selben aufforderte, nationalistische oder antisemitische Kund­gebungen bei Neujahrs-Empfängen der Behörden und sonstigen Körperschaften zu verhindern.

London, 31. Dezember. Die neuerdings auftretenden Gerüchte von angeblichen englischen Rüstungen werden von kompetenter Seite als völlig erfunden bezeichnet. Nicht einmal mit Transvaal werde es zu einem Konflikte kommen.

Kanea, 31. Dezember. Der dänische KreuzerFyen" hat in der Suda-Bai für 20 Tage Anker geworfen. Er hat Geschenke für den Prinzen Georg von seinen Verwandten aus Kopenhagen, sowie von seinen Eltern aus Athen an Bord.

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