Ausgabe 
31.12.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

4

M tafe** 7 *" *" Ȋ

7 ®U &ta **"'<Ä.S?;

- Sn, d

to6Ä.'

Ö6«QQ(Mattet «Bli4 äSä A'LLL

«eigoitiinbunnNttf. Wtl| filld jM InternatioDaltQ J* *°ffen In: »rgentlni«, ^Pllblik Eolmnblen, Saaitwala, «ngofiaat, Montenegro, MiK, Witt, Niederländisch ®^JB8 ^olttüste, ßagol, Gibraltar, S'Krstinditt, Falklandr-Jnseln, u°d Fidji-Jnselo. Von den k>ko Prlvatpostkarten Im inneren l lafitn im 8cgt der Privat- Paarten zu, nicht aber Post- Mel Tanada, Lehion, Erlechen- fteistaot, Eerblen unb blt Vtr- a.

, D s.«°> !->i*®1;1"; «« 816",abgn W*1"1

er von W

°ttr Mren JahreltlokomMn iben, dertn ««den.

t to f* ?dmtitiiW ;"Ä«,fessÄ wM'S.urf

If, it-lohn«- wu,' Kttttabit ® .Lqi angfPr*t'tB äSSjTÄ a ajjf, Ött^nP/ . gilb ®it

ntn ö,,lNl|n(B Htll»err» , 16 & b,r it .Srnot, w

AWK tätigen W Dflö

1897 bi' 785oder''" jgg?), «11«1/6821»« 860 |4 («<85 (1186)- ®68 (102)- S1äK>'Ä

e.r 1(rt «I«"

Gestern Vormittag vereinigte» Ige, die Bürgermelsttrund i Steife öorml mit dtm Herrn Iner gemelnfamen Sitzung Im gemeinsame Semeindeangelegen« , so über gemeinsame Rranfen» «rbeitsnachlveis, Fleischbeschan, t« re. Die Betätigen nähme» ühl In Anspruch, worauf sich tlc Zahl, zn einem gemeinschaftlichen btgabtn.

lt |ftf Hl

jl. December 1747, erblldle zu fschm Gottfried August Bürger t eine hochbegabte DichteniaM btüdteSerW*!? hutgtireol «°d schW®: «!«* W * ßeonore" jw« «bi<ani

i 1794 In

tta« die einzelnen preu&ifdjen Provinzen anbetrifft, so zählt Rheioprovlnz die »elften «ergte, nämlich 2407 ober 169 metjr, all im Vorjahr, die wenigsten bte Provinz «Befiptenfeen, nümlich nur 460 ober 12 »ehr, all im Vorj-Hr. Daß nneer ben Großstädten Berlin hinsichtlich bet Zahl bn Heute benan stehe, versteht sich von (elbfi; bielelbe beträgt 2186 ober 38 «ehr, oll Im Borjahr; an zweiter Stelle steht V,ü"chev wlt 686 (w'hr 76), bann erst kommt bal viel gil&ere Hamburg mit 632 (mehr 36), Breilau mit 461 (mehr 29); R8ln steht erst an achter St,lle hinter dem viel kleineren Frankfurt mit 295 Herzten, gegen 284 t» 3ahre 1897, Nur 28 Stäbte haben mehr all 100 Herzte, von anderen rheinischen Städten zählt Düsseldorf 156 Herzte (ober 9 mehr all im Vorjahr), Bonn 141 (mehr 12), Hachen 105 (wie 'm Vorjahr). Huch b'e Zahl ber Hpotheken Im beutschen Reich ist gegen bal Vorjahr angewachlen, nämlich von 5254 ans 6885 ober um etwa 21/, pLt. In Preußen giebt el 3076 Hpotheken (gegen bal Borsahr mehr 88), in Bayern 667 (mehr 20), tu Sachien 293 (mehr 6), in öflrt« temberfl 281 (mehr 8), in EUaß Lothringen 237 (mehr 4), in Vaden 211 (mehr 7), in Heffen 116 (weniger 2); in allen anderen Staaten bei deutschen Rrichel giebt el weniger, all je 100 Hpotheken. Unter ben preußischen Provinzen steht auch hier wieder die Rhelnprvvinz mit 626 (mehr 7) Apotheken obenan; Westfalen zählt deren 296 (wehr 13).

Wichtige! UrtheU. Ein für Mitglieder der Drtflfranfcntaf f en, hauptsächlich für Arbeitgeber, die mit dem Zahlen der Krankenkaffenbeiträge im Rückstände bleiben, wichtiges Urtheil fällte kürzlich die Strafkammer des königlichen Landgerichts Saarbrücken. Ein Unternehmer, der mehrere Arbeiter bei der Ortskrankenkaffe angemeldet und für diese die Krankenkaffenbeiträge zu zahlen hatte, blieb trotz an ihn ergangener Aussorderungen, Mahnungen unb Exekution mit seinen Zahlungen derart im Rückstand, daß fich die Ortskrankenkafle veranlaßt sah, bei der königlichen Staats­anwaltschaft auf Grund des § 82 des Krankenverficherungs- gesetzes Anzeige gegen den Unlernehmer zu erstatten. Trotz- dem nun der betreffende Unternehmer schon während de» Verfahren» die sämmtlichen schuldenden Beiträge an die be­treffende Kaffe gezahlt hatte, verurtheilte die königliche Straf­kammer ihn doch zu einer Geldstrafe von 60 Mark. Da» Gericht nahm mildernde Umstände in Betracht, weil der Unternehmer die Beiträge inzwischen bezahlt hatte, andernfall» wäre auf eine Gefängnißstrafe erkannt worden.

e Selb ans Aluminium. Au» Kopenhagen schreibt man derFr. Zig.*: In der hiesigen königlichen Münze werden jetzt Versuche angestellt, kleine Münzsorten wie fünf unb zwei Oere au» Aluminium zu verfertigen. E» gilt zu­nächst festzustellen, ob bicfefl leichte, jedoch starke Metall die Airculation ertragen kann.

* Elektrische Beleuchtung in Riautfchou. Die Berliner Electrizitätl-Aetten-GeiellfchastUnion* ist mit ben Hui* führunglarbeiten der elektrischen Beleuchtung in Riautfchou beauftragt worden und hat jetzt den Elektrotechniker Hammel­mann nach dort entsandt. Dieser Fachmann, der während feiner Militärbienstzeit In ber kaiserlichen Marine große Reisen mitgemacht hatte, war ursprünglich dazu aulersehen, im Raifer* palafie zu Peking die elektrische Beleuchtung eivzurichten. Diesel Unternehmen mußte aber damals wegen der gerade ausgebrochenen Palastrevolution aufgeschoben werden.

Seltsames Angebot für Brautleute. Hui Regensburg, 19. Dicember, schreibt man ben »Münch. Reuest. Nachr.*: DerRegensburger Anzeiger" enthielt dieser Tage folgendes Inserat: N$ür Brautleute. Spottbillig zu verkaufen zwei neue altdeutsche Bettläden, zwei ditto Rachtkästchen, eine Hobe lbank und ein schöner Zwilling." Da muß wohl ber Bräutigam ein Schreiner und Schütze zugleich sein, sonst nütz'U ihm diese Gegenstände nichts.

SonWeiße» Rissel". Hui Wien erhält dieJugend- folgende amüsante Zuichrift:Geehrter Herr Schriftleiter! Ich bin kein Hbonncnt derJugend- und lese dieselbe nur im Lasöhaus. M t Entrüstung habe ich in Nummer 49 einen Aufsatz gesehen, den ich nicht gelesen, sondern nur über­flogen habe, ans dem mir aber sofort klar wurde, daß es sich nm nichts Geringeres, als um eine Persiflage des SchwankesDas weihe Waffel* handelt! Noch einmal, ich habe ben Artikel nicht gelesen, aber ich habe das Stück gesehen, und wenn ich auch kein Unheil Über derartige Bühnenschspfungen habe, so kann ich nur das Eine gegen die Jugend* zu Felde führen, daß fich meine Frau göttlich amüfirt hat. Sie hat so gelacht, daß Ich ihr den Leib halten mußte. Ls war der Wunsch meiner Fron, dal Stück zu sehen, da el ihr von unserer Hausmeisterin warm empfohlen wurde, und da wir zufällig Freibillets erhielten, brachte ich meiner Frau das Opfer, meinen Rönigrufer-Abend aulfaHen zu lassen. DieJugend*, mit der meine Flau nichil zu thun hat, mag darüber anderer Anficht sein, und persifliren so lange fie mag! Meine Frau hält bal Stück für sehr bedeutend, ich selber verstehe wenig vom Theater, aber all el auf dem Theater zu regnen anfing, ba konnte ich auch nicht länger an mich halten. Ich habe biefen Effect schon bei den öafferprntomimen im (Stical gesehen, aber einen so aal dem Leben gegriffenen Regen habe ich nicht erlebt, so alt «eine Frau ist. DieJugend* kümmert fich natürlich (?) nicht um unsere Riafftter, aber ich frage blol: Wo staden Sie Regen bei Goethe, bei Schiller, ja nicht einmal bei Lesfing? Warum regnet el bei Wilhelm Tell nicht, warum nicht bei Faust, ja selbst in Minna von Barnhelm laßt Lesfing die Sonne scheinen unb el wäre doch so naheliegend, daß der arme Major Tellheim prttschelnaß auf die Bühne kommt, weil er fenen Regenschirm versetzt hat. Warum? frage ich. Einfach weil es ihnen, wie fie da find, nicht eingefallen ist. Ihre Satire zielt offenbar auf dal Diobsknrenpaar Blumen- thal-Radelburg ab. Im Namen des Zwerchfelles meiner Frau frage ich: Wohin soll es kommen, wenn zwei Dichter b efer Art vor Verunglimpfung nicht mehr sicher sein fc-tn! Warum soll der Pegasus nicht einmal ein weßes Rössel fein? Nun gut, fie ließen es regnen, ihr Drang trieb fie

dazu! S e haben alte Wlrthlhausspähe auf die Bühne gebracht, aber gerade die Jugend durfte daran nicht Aostoh nehmen! Denn bte Spähe sollten ihr unbekannt sein! Ja, wenn zwei Geister wie Radelburg unb Blumenthal, die sonst vor ber Jugend sicher find, vor IhrerJagend* nicht mehr sicher sein sollen, was loll denn daraus werd-n? Meine Frau hat sich sogar das BuchIm Weißen Rössel* g-kaust und es liegt in ihrem Rachikistchen. Sie werden vielleicht sagen: Lieber Leser, Ihre Frau hat einen schlechten Geschmack. Ma, sein, ich habe fie nicht gekostet, aber wenn weine Frau Seitenstechen bekommt rühre das nun vom Lachen oder von was Anderem her so ist das für mich eine Geuugihuuug. Jedenfalls werde ich jenes Easöhans nicht mehr betreten und ein anderes besuchen, in dem mau die Jugend* hält. Mit Achtung Gin Leser.*

e Der Tribut eines Millionärs. Man schreibt ans London, 28. December: Mr. Woolf Joel, das vor Kurzem in Johannesburg ermordete Mitglied ber Firma Bamako B others, hat den biefigen Spitälern unb Wohl- thätiokeits-Anftalten Vermächtnisse in ber Höhe von 510 000 Mark hinterlassen. Unb bamit die vermächmifse den Anstalten unverkürzt zugehen, hat die Firma die Vermächtnißsteuer, die volle 50 000 Mark beträgt, aus ihrer Tasche bezahlt.

Die leiben Mittelmeerfahrten, die von Earl St äu­gens Reife-Bureau auf dem SchnelldampferBohemta* vom Oesterreichtschen Lloyd veranstaltet werden, finden wiederum großen Anklang. Für die am 21. Februar beginnende Fahrt nach dem östlichen Theile des Mittel­meeres, aus der die wichtigsten Drientlänber besucht werden, find bereits zahlreiche Einschreibungen erfolgt und das Zustandekommen der Reise steht außer Zweifel. Auch für bte zweite, am 4 April abgehende Reise nach dem westlich n Mittelmeer bis Madeira find schon jetzt Anmeldungen ein- gegangen.

Eine wichtige Modefrage. In tonangebenden Pariser Modekreisen beschäftigt man fich seit einiger Zeit mit der Frage: Sollen die Frauevkleider länger oder kürzer werden? Im Allgemeinen hofft man, daß die Entscheidung im letzteren Sinne fallen wird. Man ist fich darüber einig, daß nichts unangenehmer und unbequemer ist als die gegenwär ige Made. Gezwungen, m t der linken Hand Ihre Rlelber hcchzuraffcn, können unsere Damen nur schwer ihren Schirm halten, die Muffe aber zu tragen, wird fast zur Unmöglichkeit. Auch wirkt der Gang mit der Zeit ermüdend und sieht schleppend aus. Eine Mode der kurzen Rieider würde sicherlich Alles zur Befriedigung lösen. Ihre Stimme für kurze Rletber geben sicher die Sportidamen, die tüchtigen Marschirerivneu unb nicht zum Wenigsten Diejenigen, welche ein hübsches Füßchen ihr eigen nennen.

Hebet Zolls Flucht aus Paris nach England wirb jetzt erzählt: Zolo, der kein Wort Englisch konnte, wurde rin Zettel mitgegeben, auf dem deutlich »Eharing Eroß Station* stand. Mit Hilfe englischer Polizisten wurde der reichlich mit Mitteln versehene an die richtige Station gebrach», von wo aus er ein Dorf erreicht»!. Im Wlrthlhau!e erkannte ihn die Tochter bei Besitzers. Der Vater sagte dem R'nde, es müffe fich irren, und dieses schwieg sechs Wochen lang, bis Zola nach Middlesex g»ng. Zola hielt fich an fünf ver­schiedenen Orten auf; er ist voller Bewunderung für die in England gefundene Aufnahme.

Sin vermißter Gewinnet. In der Meißener Dombau- Lotterie betrug derHavptgew nn* 40000 Mk., außerdem aber war einePrämie* von 60000 Mk. für das letzte überhaupt gezogene Gewinnloos bestimmt. Der In­haber dieses Glücktloses meldete fich aber nach der Ziehung nicht. Am 12. December fand die Ziehung statt und all letztes Loos wurde mit einemGewinn* von 30 Mk. und der Prämie von 60 000 Mk. Nr. 284413 gezogen. Erst am 22. December la» der Besitzer des Looses die Ge­winnliste und beeilte fich, das Geld alsWeihnachtsgeschenk* einzuziehen. Es ist in die rechten Hände gekommen. Der Manu ist ein Beamter mit sehr bescheidenem Einkommen und hat neun Rinder. *

wiftessschast, Clteratur unö

De» .Leipziger Tageblatt" Nr. 652 bringt folgende Theater- notiz: Authentischen Nachrichen zufolge gelangt die mit größter Spannung ermattete Oper:Die Kriegsgefangene" von Karl Golbwark am 9. Januar an der Wiener Hofoper zur allerersten Aufführung, welcher Berlin, Köln unb Hamburg al» erste deutsche Bühnen folgen werden. KlavlerauSzug unb Einzelautgaben liegen bereit» in tauftnben von Exemplaren beim Verleger Jui. Schuberth u. Co., Leipzig, fertig vor unb kommen kurz vor der Wiener Premiere zur Ausgabe. Die Oper beginnt ohne Vorspiel, dagegen geht dem zweiten Act eine stimmungsvolle Ouvertüre voraus. Im Ganzen enthält dieKriegsgefangene" drei Hauptrollen: Bri ei», Achilles unb Priamotz, die in Wien durch Fräulein Äerarb, Herrn Reichmann und Herrn Hefch dargeftellt werden. Der Wiener Erst­aufführung werden die bedeutendsten Intendanten unb Theater- Directoren beiwohnen.

Neueste Erfindungen und Erfahrungen" aus ben Gebieten ber praktischen Technik, ber Eleetroiechntk, der Gewerbe, Industrie, Chemie, ber Lanb- und HauSwirthschast rc. 26. Jahrgang (A. Hartleben« Verlag in Wien) Pränumeraiionöpreis ganzjährig für 13 Heste franco 7,50 Mk. Einzelne Hefte für 60 Psg. in Brief­marken. AuS ber Fülle beS Inhalte» de» erftm HesteS, beS An- iangSbeftes vom sechSunbzwanzigften Jahrgänge, seien besonder« folacnbe Artikel hervorgehoben: Praktische Erfahrurgen über Prga- moid und Pegawoibgewebe. Darstellung von Leinölfirnih nach Livache. Hobel unb Hobelemrichtungen. Vernickelung von Speichen unb anderen Fahrrabtheilen. Praktische Anweisung zur Anfertigung von Geschirrwichse, Sattelpasta oder 6altclfeife. Im trockenen Zustande abziehbare DecoraiionSmalereien. Neue form­bare Kunstmane. Neuer Cf en zum Brennen von Kalk. Neuer DeSinfectionS-Apparat von dem L,mischen Laboratorium Lingoer in Tresben-A. Herstellung von Cyanotype-Popier. Verhütung ber Auswitterung vo Ziegelmauern. Pflasterung unterirdischer , Weinkeller. Amerikanische Methode, bittet nach vollrnbetet Gäht- j ung ein hoch brillante» Bier zu gewinnen. Electrischer Apparat ! zur Beftimmuna unb Selbstregiftrirung ber Hecloliiergrabe von Bierwürze. Anwendung Electrizstät Im Bruckenbau. Neue» ; Reinigungsverfahren für Acetylen. Unfallverhütung bei Turbinen. ! Zahnräder aus Aluminium stahl. Praktische Versuche mit einem Hering'i'chen Darrviüberbltzer. Praktische Anleitung zur Herstellung von Winter-Gettänkev. Darstellung von 6i eme für Lederschnhe.

Eine englische Neuerung jm Formen von Ziegeln. Neues Verfahren zur Nutzdarmach na ber Heic. Cementfarden. Bc »ugSqurllen für Maschinen, Apparate unb Materialien Unter* cheidung echter Seide von Kunstseide. Em neue» Lösungsmittel zur Unterscheidung ber Pborphortäure in verschiedenen Pdospdaie». Haltbarmachung der OralsLmelö'ungen. P>akiische Anleitung rur rationellen Chro>an'h mum-Euttur. Praktische Anlritung, die Pferde an da» Geräusch von Eifenbahnzügen zu gewöhnm. Er­fahrungen in ber Weinbrrg-düncung. Darstellung von Haar- Shampoo. Schmlermiit-l für Gla-hähne. Dar ellung glänzen­der Stiefelschmiere. Darstellung eine» Klebemittel» für Papier, fieber u. bgl. Anleitungen zur Bereitung von Linoleumwichse. Kleinere MiNHeilungen. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Ein­gegangene Bücher unb Brochüren. Neue Erscheinungen auf dem Patentgebiet-. Technische» Feuilleton. Industrielle» Feuilleton. Chemische» Feuilleton. Kalender Literatur. Fiagekasten. Beantwortunaen. Brl skast'N.___________________________________

Mrchliche Anzeigen -er Statt Giehen.

Evangelische Gemeinde.

Samstag ben 31. December. Sylvester. Gottesdienst. In der Studtkirche.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

In der Iohannedkirche.

Abend! 8 Uhr: Pfarrer Euler.

Sonntag den 1. Januar. Neujahr.

In der Liadtkirche.

BormittagS v«/, Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

In der Iohannedkirche.

Vormittags S'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. AbendS 6 Uhr: Siehe Stadtkirche.

Nach allen Gottesdiensten Collecte für die Armen und Kranken.

Montag den 2. Januar AbendS S Uhr: vibelstunde im Lonfirmandensaal der JohanneSkirche. Kolofferbrief, Cap. 2, von LerS 16 an: Mahnung zur Treue gegen den Herrn und fein Wort; Warnung vor Verirrung. Pfarrer Dr. Naumann.

Am 1. Sonntag nach Epiphanias, 8. Januar Landes- Misfionsfest. An diesem Sonntag Collecte für die Heidenmifston.

Im Confirmandensaa», Neustadt 61t

Donnerstag den 5. Januar, AbendS 8 Uhr. Vibelstunde. Pfarrer Dr. Grein.

UgttzDltfche Gemeinde.

SamStag ben 81. December.

Nachmittag! um 4 Uhr und AbendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

, um 6Vf Uhr: Sylvesternndacht mit Segen und Te Deum.

Sonntag den 1. Januar. Neujahr.

Fest der Beschneidung Christi.

Vormittags von 6/i Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.

, um 7 Uhr: Die erste heil- Meffe;

vor und in derselben AuStheilung der heil. Kommunion;

um 8 Uhr: die zweite heil. Meffe; NiilitärgotteSdienst mit Predigt.

, um 9Vi Uhr: Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2Vf Uhr: Festandacht mit Segen.

Schiffsncrch richten.

Der PostdampferWesternland" berReb Star Line' in Ant­werpen ist laut Telegramm am 28. Deccmber wohlbehalten in New- Uork angekommen.

Neneste Nachrichten.

Depeschen de» HhneeaHerold'.

Budapest, 80. Dicember. Der Abgeordnete Horavszki hat veue'dmgS mehrere Perfoaeu zum Duell heraul- forbern lasten.

Notterdam, 30. Dtctmbtt. Gestern Morgen brach in einem Drogenlabcn Feuer aus, welches derart um fich griff, daß eine Im zweiten Stockwerk des betreffenden Houirs wohnende Frau mit ihren beiden sechs- und ueunjähngeu Rindern in den Flammen umkam, ohne daß eine Rettung möglich war. Der Ehemann rettete fich durch einen Sprung «Dl dem Fenster. Der Feuerwehr gelang es eine andere Frau unb ihre Rinder zu rette i.

Paris, 80. Dtccmber. Das BlattVolonte* meldet, daß General L Hanoi ne gestern Hbeob von der Regierung verständigt worden ist, fich in Begleitung des Sapltäns Suiguet mit dem geheimen Dossier zum Caffatlonshof zu be­geben. Ehanoine wird fich der Srimlualkammer zur Ver­fügung stellen, um diesem alle wichtigen Mittheilungeu zu machen.

Paris, 30. December. Casimir Perser erklärte dem Caffattonshofe, daß er während seiner Präsidentschaft niemals etwa» von einem Geständntß Drehs ul gehört habe.

Paris, 30. December. Da Ptcquart sich harvcick g weigert, ein Freiloffunglgesuch an dal Rrieglministtrium zu stell« n, werden die Socio listen bet Wiedereröffnung der Rammet einen dielbezügl chen fit trag einbringen.

Now, 80. December. Der Röntg hat ein Dectet unten zeichnet, weiche» fast 8000 wegen des letzten Husstandes im Mat verurtheilte begnadigt, darunter die russische Soctalistin Anna Rnlischow. Der Eindruck der Amnestie unter der Be­völkerung ist sehr günstig, da man nach der Thronrede eine so umfangreiche Begnadigung nicht erwartete.

Pari», 30. December. Verschiedene Arbeiter-verbände sammeln augenblicklich Gelder, um tm kommenden Frühjahr einen allgemeinen Ausstand der Eisenarbeiter ins Werk zu setzen Im Monat April sollen nämlich die größeren Eisen- bauten in den Palästen der Ausstellung in Angriff genommen werden. Ein gut organifirter Ausstand würde daher den Erfolg der Arbeiten für 1900 in Frage stellen.

Belgrad, 30. December. Hol Roporitisch in Alt- Serbien kam eine starke Ainauteabande über die serbische Grerze, um Vieh zu rauben. Bei dem Dorf Lagovina fand ein Zusammenstoß mit der serbischen Grenzwache statt, wobei mehrere Arnavten erschaffen wurden. Das geraubte Vieh wurde den Räubern wieder abgenommen.

New-Yark, 30. December.New-Kork Herald* ver­zeichnet das Gerücht, Drebful fei am 4. Dicember in Eryenne, an Bord eine! zum Transport von Gefangenen bestimmten Dampferi tingtschifft worden.