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!llhr, mGemeindewal: chhch. aut ba Mb mbobernbotf): Eichen: n Nutzscheit. Buchen nt 28 fm, ca. 230 Stg Vohnenstangen.
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Rr. 47 Erstes Blatt.
Freitag den 25. Februar
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger
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Nachweisung
Lber den telegraphischen Verkehr der tm^Kreise Gießen belegenen, zum Ober-Bostdirectionsbezirk Darmstadt gehörigen Post- bez. Telegraphenanstalten im Jahre 1897.
Namen der Telegraphenanstalt
Telegramme
Bemerk-
Aufgegeben
Stück
Eingegangen
Stück
ungen
Aüendorf a. d. Lda. . .
Bellersheim.....
Beltershain.....
Beuern (Hessen) .... Eberstadt (Kreis Gießen). Geilshausen.....
Gießen 1......
, 2......
373
334
34 180 109
45 25512 13318
548
316
7
89
116
35
27875
8958
Gießen
38830
36833
Großen-Buseck .... Großen-Ltnden .... Grünberg (Hessen) . . . Heuchelheim.....
Hof Güll......
Hungen.......
Kesselbach......
Langgöns ......
Ltch........
Lollar .......
LangSdors ......
Londorf.......
Lumda.......
Mainzlar......
Obbornhosen.....
Odenhausen.....
Reiskirchen......
Staufenberg.....
Steinbach (Hessen) . . . Steinberg (Kreis Gießen) Tret» (Hessen) .... Villtngen (Hessen) . . . Wteseck (Hessen) ....
240 242
1237 270
106 1566
76 100
1182 867
249 412
54 64
20
79
157
18 165 154 133 108 358
249 328
1356 247
141
1432
157
280
1489 868 279
497
10
56
19
61
184
29 206 172 143
82 392
seit 6. Novbr
Summe
47762
46621
Nachweisung
der im Kreise Gießen im Jahre 1897 neu eröffneten Telegraphenanstalten, sowie der neu hergestellten Telegraphenltnten und Leitungen.
Namen der neu eröffneten Telegraphen anfialten
Datum der
Eröffnung
Bezeichnung der neu eröffneten Telegraphen- Linten und Leitungen
Obbornhofen
6. Noobr.
28. Juli
a. Hinrichtung einer Telegraphenanstalt mit Ferniprechbetrieb in Obbornhofen und Einschaltung derselben in die Leitung 741 8p ä. DieTl-'egraphenanstalten in Friedberg (Hessen) und Hungen find Ueberweisungsämter.
b. Neue Leitung 1339 mit Morsebetrieb von Bad-Nauheim nach Gießen und Einschaltung der Tele- grapbenanstalten Bad-Nauheim und Güßen.
Deutscher Netchstag.
48. Sitzung vow Mittwoch den 23. Februar 1898.
DaS HauS ist ungemein schwach besucht.
Tagesordnung: Fortsetzung der EtatSberathuug. (Lxtraordtnarium deS MilitäretatS, sowie die einmaligen Ausgaben beß Ordtnartumö.
Die Commission hat von den einmaligen Ausgaben im Ordinarium und Extraordiuarium drei Millionen g strichen, also statt 83% Millionen nur 80% bewilligt.
Abg. Gröber (Cent.) sührt als Referent au», daß daS Extraordinarium diesmal so niedrig sei, wie nur jemals stit Trennung desselben vom Ordinarium.
Eine lauge Re^he von Titeln wird gemäß dem Com- misstonSavtroge bewiutgt. Die erste Rate für Neubau von Magaziugebäudeu in Celle wird debatteloS gestrichen.
Bon den drei Millionen zur Vermehrung der Reserven an BerpflegungSmitteln werden zwei Millionen gestrichen, also nur eine Million bewilligt.
Weiter werden debatteloS die erste Baurate für den Neubau eines Stabs- und Familienwohngebäudes für daS Etsenbahnregiment in Berlin gestrichen, deSgl. die Forderung für Umbau des Commandauturgebäudes in Glotz.
Bei der Forderung für gewisse E'satzbauten in Koblenz wird der auSgeworfrne Betrag um 72,000 Mk. erhöht.
Für die Beschaffung eines BureaugebäudeS für da» Generalcomwavdo des 9. Armeecorps in Altona werden 105,000 Mk. gefordert- die Commission hat den Betrag gestrichen, und daS HauS tritt diesem Beschluffe bei.
DeS Weiteren stimmt daS HauS den übrigen von der Budgetcommission beantragten Streichungen bei, u. A. der Forderungen für einen KaseruemeotSergäuznugSbau in Braunschweig, ferner für den Neubau einer Feldartilleriekaserne in Graudeoz, eines GarntsoulazarethS in Bonn, für den Umbau des Garuisonlazareths in Schleswig.
Auch weiterhin schließt sich daS HauS überall den Com- misfionSbeschiüffen an.
Bei der Forderung im württembergischen Etat zur Errichtung einer RemontedcpotS macht Abg. Schultz-Lupitz (Rp.) die württembergische Armeeverwaltuug darauf aufmerksam, daß, wenn nicht die Verwaltung der Remonte« depotS eine zu.kostspielige werden solle, ein tüchtiger Land- f wirth an ihrer Spitze stehen müsse.
Damit ist daS Extraordiuarium erledigt.
Morgen 2 Uhr: Anträge Schneider und Lieber betreffend die Bernssvereine.
Schluß 4% Uhr.
Deutsches Reich.
Berlin, 23 F-br.'ar. D-e Kaiser nahm heute Do*- 6 mittag den Vortrag der Chefs des CivileabinetS, v. LucanuS, i entgegen.
Berlin, 23. Februar. DaS Abgeordnetenhaus berieth heute den Antrag des Abgeordneten Herold (Ctr.) auf Vorlegung einer Gesetzentwurfs nebst Ausführungsgesetz zum Reichsviehseuchengesetz Daffrlbe soll dahin geändert ■ werben, daß die Kosten für thierärztliche Untersuchung, die \ auf Anordnung der Verwaltungsbehörde erfolgen, auf die ! Staatskasse übernommen werden. Der Anrrog wurde an die 5 Adreß«Agrar«Commisfion verwiesen. ES folgt die erste Lesung ) her Vorlage, betreffend daS ländliche Anerbenrecht in West« | fttlen. Dieselbe wurde an eine 21er-Commisfion verwiesen. I Morgen Fortsetzung der Etatberathuug.
Berlin. 23. Februar. DaS Staatsministerium c trat heute Nachmittag 3 Uhr im ReichStagSgebäude unter dem Vorsitz deS Mmisterpräfidenten Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen.
Berlin. 23. Februar. Die GeschästSordnungS- 1 Commission des Reichstages beschloß heute, den Au« r trag des Abg. Augst: „Die verbündeten Regierungen zu ■ ersuchen, zu veranlassen, daß dem württembergischen Gericht | Langenbmg die Genehmigung zur Strafverfolgung deS Ab« i} geordneten Augst ertheilt werde," stattzugeben, wie eß bereits ’ in zwei früheren Fällen geschehen war.
Berlin. 23. Februar. In parlamentarischen Kreisen ■ nimmt man an, daß die Berathung der Marinevorlage | in der Budget-Commission drS Reichstages drei Sitzungen in Anspruch nehmen wird.
Geseke, 23. Februar. Heute.Morgen stießen auf dcm hiesigen Bahnhofe zwei Güterzüge zufammen. Ein großer Theil der Wagen wurde zertrümmert. Der Materialschaden ist bedeutend. Die Strecke Aachen-Kassel-Berlin ist j gesperrt.
Braunschweig. 23. Februar. Bei einem hiesigen Privat- ' manne stad 28,000 Mk. Braunschweigische Leihhaus- ; Obligationen, figuirt mit Lit. B. 8264 und ein gleiches , Papier über 1800 Mk., stgnirt mit Nr. 268, gestohlen worden.
Saarbrücken, 23. Februar. Das 3. Bataillon des 70. Regiments hatte zwölf Sterbefälle innerhalb weniger Tage. General Engelbrecht erläßt eine Erklärung in der „Saarbrücker Zeitung", wonach die Ursache der Erkrankungen in den Verhältnissen der Kaserne des Bataillons zu suchen sei. _____________________
Arrslarrd.
Prag, 23. Februar. Der nenernannte deutsche Consnl Freiherr v. Bodenbach wird seine AmtSgeschäfte im Lause dieser Woche aufnehmen. Die czechische Presse ist von der Errichtung deS deutschen ConsulatS Hierselbst wenig erbaut.
Pari«, 23. Februar. Zola-Prozeß. In der Fort- setzung seine» PlatdoyerS kam Advocat Labori heute auf den vom General Pellieux erwähnten unumstößlichen Beweis der Visitenkarte mit dem gftichglltigen Text und daS Billet eines Attaches vom November 1896 zu sprechen. Hierzu erzählt
Labori Folgende»: Die Visitenkarte mit dem gleichgiltigen Text war ächt. Sie diente al» Begleitschein de» FalsumS. Deffeu Text lautete: Zwischen nn» bleibt eS also ausgemacht, daß wir selbst unseren Regierungen gegenüber jede Beziehungen zur Judenschast leugnen," also nicht, wie Pellieux citirte, zu dem Juden. Labori schließt auch au» der Stiltfiruug dieses Billet», daß sie kein AttachS geschrieben haben könne. Wesentlich aber sei, daß im November 1896 die Militär- Attaches Deutschland», Oesterreich» und Italien» mit den wegen den Rapporten über die Herbstmanöver täglich cou- sertrtea, und ausschlaggebend sei, daß die Karte einen Tag nach PicquartS Entfernung anlangte. Labori führt weiter aus, daß, wenn da» Land die Wahrheit erfahren wolle, e» sich Zola anschließen wüffe. Bemängeln müsse er die scharfen Worte, die Pcllieux an P.'cquart richtete, als er ihn „dieser Herr" nannte. Pellieux hübe vergessen, daß er einen Unter* gebeueu vor sich habe, der sich nicht vertheidigeu könne. Die Rede Labori» dürfte die ganze heutige Sitzung ausfüllen. Die Geschworenen schenkten den Ausführungen Labori» kaum noch Aufmerksamkeit.
Pari». 23. Februar. Im Zola«Prozeß beantworteten die Geschworenen alle gestellten Schuldfragen mit „Ja". Zola wurde zu einem Jahre Gefängniß und 3000 Francs Geldstrafe verurthellt. DaS Urtheil gegen Clemeuceau, den Herausgeber der „Aurore", lautete auf 4 Monate Gefängniß und 3000 Francs Geldstrafe.
Amsterdam, 23. Februar. Der hiesige Bürgermeister hat vie Aufführung eines Theaterstücke», welches die Zola- Äffair e bkhanöelt, verboten. Man vermuthet, daß die» ; auf Veranlassung de» französischen Gesandten geschehen ist.
»rüffel, 23. Februar. Der Londoner Berichterstatter deö „Etoile beiße" behauptet, daß Lord Salisbury dem französischen Botschafter in London erklärt hat, England lege da» größte Gewicht darauf, keinen Couflict mit j Frankreich und selbst nicht die geringsten Meinungsverschiedenheiten zu haben.
Stockholm, 23. Februar. Die Regierung hat heute beim Reichstage einen Gesetzentwurf, betreffend die Altersversorgung der Arbeiter, eingebracht.
London. 23. Februar. Nach einer Meldung auS Siuga« Pore berichtete ein dort eingetroffener Dampfer, daß die deutschen Kriegsschiffe ^Deutschland" und „Gefion" heute in Singapore anlangea würden.
Athen, 23. Februar. Die Unterhandlungen betreff» Anleihe der griechischen Krte gSeutschädigung dauern fort und werden nicht vor acht Tagen zu Ende geführt werden können. Die Einberufung der Kammer ist deshalb । für einige Tage ausgesetzt worden.
(Male» und provinzielle».
Gießen, den 24. Februar 1898.
Militärdienstnachrichteu. Kettner, Bicefeldwebel vom Landw.-Bezirk Bonn, zum Sec.-Lt. der Reserve deS 5. Großh. Hess. Juf.-RegtS. Nr. 168, Schön, Vicefeldwebel vom Lavdw.'Bezsrk Gießen, zum Sec. Lt. der Ref. de» 5. Großh. Hess. Jnf.-RegtS. Nr. 168, Haberkorn, Vice- wachtm. vom Landw.-Bczirk Gießen zum Sec.-Lt. der Ref. des Großh. Hess. TraimBat». Nr. 25 befördert.
•» Sitzung Großh. Handelskammer vom 18. Februar 1898. Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Balser, Heichelheim, Katz, Kliugspor, Kraatz und Wortmann. Der Herr Staats« secretär de» Reichs-Postamts hat an die Handelskammern das Ersuchen gerichtet, die betheiligten Kreise auf die unerquicklichen Zustände hinzuweisen, welche im Postschalter- dienst dadurch eingerisscn find, daß die meisten Geschäfte — insbesondere die großen Versandthäuser — gewohnheitsmäßig ihre gesammte Packetaufgabe erst in der Stunde vor Schalterschluß vornehmen, so daß fich in dieser der Verkehr in außerordentlichem Maße steigert und die Annahmestellen oft derart in Anspruch genommen werden, daß dem sonstigen Publikum die Auflieferung von Packeten nahezu unmöglich ist. Bei einer Fortdauer dieser unhaltbar gewordenen Zustände sehe sich die Postbehörde nothgedrungeu demnächst in die Lage versetzt, eine durchgreifende Aenderung in der Weift herbeizuführen, daß in den letzten Abendstunden — etwa von 6 Uhr ab — nur noch die gleichzeitige Auflieferung von höchsten» drei Packeten durch je eine Person gestattet und die Anhäufung von Packeten in den Schalterräumen ganz untersagt werde. Wenn die uns in ausführlichem Cxpos6 geschilderten Unzuträglichkeiteu auch nicht in ähnlicher Weise


