schädigte oder unbrauchbar gewordene Exemplare Ersatz za leiste«, wenn da» vorgelegte Stück zn eine« echten Scheine gehört und mehr al» die Halste eine» solchen beträgt. Die Scheine selbst werden bet allen Kassen de» Reiche» und sämmtlicher Bundesstaaten nach ihrem Renowerthe tu Zahlung genommen. Ihre Verausgabung erfolgt I« Auftrage und für Rechnung de» Reiche». Sie bilden also da» eigentliche StaatSpaptergeld und werden Reichskaffenscheine genannt. Die Ausgabe derselben erfolgte auf Grund de» Gesetzes be- treffend dieAuSgabe vonReich»kassenschetuen vom30.Aprtl 1874. Aach diesem wurde der Reichskanzler ermächtigt, zur Erleichterung de» Geldverkehrs ReichSkaffeuschetne zu« Gesammt- betrage von 120 Mill. Mark in Abschnitten zu 5, 20 uad 50 Mk. ausfertigen zu lassen und unter die Bundesstaaten «ach dem Maßstabe ihrer durch Zählung festgrstellten Bevölkerung zu vertheileu, während die Bundesstaaten ihr früheres StaatSpaptergeld bis zu« 1. Juli 1875 etuzu- ziehen hatten.
Wenn also der schetoegterige Oberfactor sich nur Scheine zu 5, 20 und 50 Mk. widerrechtlich »»geeignet hätte, so würde dies ausschließlich zum Nachtheile des deutschen Reiches geschehen fein. Hat er dagegen nur Scheine zu 100 und mehr Mark unterschlagen, so tst eS zunächst zum Nachttheile der Deutschen RetchSbank bezw. deren Actiooären geschehen. Die RetchSbank selbst wird sich u. U. suchen schadlos zu halten, indem fie Ersatz vom RetchSfiScu» verlangt, weil die ReichSbankuoten tu der RetchSdruckerei unter Controle der RetchSschuldeocommisfion an- und ausgefertigt werden. Ob dies indeß geschieht und der FiScu» von Rechtswegen ersatzpflichtig gemacht wird, bleibt abzuwarten.
Daß derartige Unterschletfe überhaupt Vorkommen konnten, ist um so auffallender, weil gerade in der RetchSpost- und Telegraphen-Verwaltuog der Dienstbetrteb mehr wie tu irgend einer anderen Verwaltung überwacht und controlirt wird, selbst wenn eS sich um geringfügige Sachen handelt. P.
Deutsche» Reich
Berlin, 19. April. Im Abgeordnetenhaus wurde heute die Interpellation von Brockhausen und Genossen be- rathen. Dieselbe lautet: Welche Maßaahmeu hat die Staat»- regterung tu Aussicht genommen, um die Schäden und Gefahren, welche dem gewerblichen Mittelstände durch dir im Detailhandel mit Maaren verschiedener Gattungen betriebenen großcapttalisttschen Unternehmungen entstehen, thunlichst ein« zuschränkeu. Im Laufe der Debatte erklärte der RegierungS- Lommtffar, General-Steuer-Director Burghardt, die Regierung habe in voller Würdigung der großen Wichtigkeit dieser Frage die Angelegenheit geprüft und umfassende Erhebungen veranlaßt- sie bedauere, daß es ihr nicht gelungen sei, einen Weg zu finden, der mit der Reichsgesetzgebung nicht im Widerspruch stehe und daß ihr auch ein solcher Weg von btn Interpellanten nicht angegeben sei. Die bisherige Steuerreform hätte sich nach den Beobachtungen und Erfahrungen, welche die Regierung gesammelt habe, nicht wirksam erwiesen. ES fet nicht gelungen, das Großmagaztn-Weseu durch Steuern wirksam etnzudämmen. Nach Erledigung der Interpellation vertagte sich daS HauS auf morgen 11 Uhr. Tagesordnung: Interpellation Szmula betr. Dienstbotenmangel tu den öft- ltcheu Provinzen.
Berit», 19. Aprtl. von einem hiesigen Blatte war heute gemeldet worden, daß infolge des Grüneuthal'schrn Verbrechens neue Bestimmungen für die Controlle in der RetchSdruckerei angeordnet worden feien und es waren auch diese Maßregeln tm Einzelnen angegeben worden. Wie die National-Zeüuug auf Grund von Erkundigungen an zuständiger Stelle mittheileu kann, ist diese Meldung unzutreffend. Wie daS Blatt weiter erfährt, wird daS Grünen- thal'sche Verbrechen voraussichtlich tm Monat Jult, also jedenfalls noch vor den GertchtSferten, daS Schwurgericht beschäftigen. Die immer noch tm Gange befindliche Voruntersuchung hat irgendwelche neue Momente nicht ergeben.
Berlin, 19. April. Dem „Berliner Tageblatt" wird gemeldet: Der Gesandte in Madrid meldet hierher, daß alle
RegterungScommtssar Stephani durch einen Trompeter als Parlamentär figualtsirt.
„Kann ich Hecker sprechen?" rief er dem Nachhut- stthrer zu.
»Der tst schon vorauSmarschtrt!" erwiderte dieser.
„Darf ich denn zu Ihren Leuten reden?" fragte dann Stephani.
„Nach Belieben!"
Dann stellte sich der Commiffar vor die Front, verlas die Aufruhracte und rief den Freischärlern zu:
»Ihr seid dem Gesetze verfallen« Doch Alles wird vergeben, so Ihr die Waffen streckt! Wollt Ihr?"
„Nein! Nein!" donnerte e» im Choru» zurück, die Schaar schwenkte und marschirte ihren vorauSgegangeoen Kameraden nach, welche mittlerweile hinter dem Städtchen, jenseits der Kanderbachbrücke, von Wtllich tu Schlachtordnung gestellt wurden. Die Truppen debouchirteu aus Kaudern und ordneten sich zum Angriff. Nur wenige hundert Schritte trennten sie von der Freischaar.
In der vorderrethe ritt General v. Sägern gegen die Brücke heran. Er entsendete den Lieutenant Kieffer mit dem Auftrage, Hecker zu einer Unterredung auf der Brücke einzuladen. Dieser nahm an, trat in Begleitung von Willtch, Mögling und Kaiser auf die Straße hioau», lieh seine Be- gleiter etwa 20 Schritte von der Brücke zurück und ging allein vorwärts. Dasselbe that General v. Sagern, er ließ seinen Stab halten, stieg vom Pferde und schritt auf die Brücke zu.
„Sie müssen die Waffen niederlegeu! Ihre Schaareu auflösen! Ich fordere Sie auf, sofort die Waffeu zu strecken!" rief er Hecker zu.
„Da» lehne ich natürlich ab!" versetzte der Auge- rufeue kurz.
in Amerika wohnenden Spanier i« Laufe der Woche da» Land verlasse» werden, viele gehen al» Freiwillige nach Cuba. Weiter berichtet der Gesandte, daß da» amerikanische Krieg»- amt die Uuterwinirung aller große» Häfen, insbesondere de» Hafen» von New York, angeorduet habe, so daß die Schifffahrt daselbst gefährlich werde. Der Gesandte wird wahrscheinlich morgen nach Spanten abreiseu, die österr.-ungartsche Botschaft übernimmt die Vertretung der spanischen Interessen in Washington.
Berit«, 19. Aprtl. Zu de« gestrigen Beschlüsse de» amerikanischen C o n g r e ss e S schreibt die »Rordd. Allg. Ztg.": Da Präsident Mac Kinley mit ausdrücklichen Worten die Entscheidung über die Frage de» Einschreiten» auf Euba dem Congreß überlassen hat, so kann man sagen, daß mit der Ab- sttmmuug der letzten Nacht da» EntscheiduogSwort bereit» gesprochen ist.
Berlin, 19. Aprtl. Wie au» Shangai gemeldet wird, machten die auswärtigen Eonsuln dem Prinzen Heinrich von Preußen nach seiner Ankunft ihre Aufwartung.
Kiel, 18. April. Bei Skager wurden vom Panzer Kurfürst Friedrich Wilhelm drei Matrosen durch eine Sturzwelle über Bord gespült. Einer derselben ist ertrunken.
Braunschweig, 19. April. Den „Brauuschw. Neuesten Nachr." zufolge wurden der Prinzessin Albrecht von Preußen anläßlich der heutigen Frier der silbernen Hochzeit pu» Staatsmitteln 50,000 Mk. für milde Stiftungen des HerzogthumS zur Verfügung gestellt.
Wien, 19. April. Hiesige diplomatische Kreise bestreiten die Richtigkeit Pariser und Londoner Meldungen über neue BermittelungSversuche der Großmächte in Washington, bezeichnen vielmehr die Situation al» eine derartige, daß an eine friedliche Lösung nicht mehr zu denken sei. Da» Fallen- lassen de» Passus über die Unabhängigkeit Euba» bei der Sompromiß-Refolution wird al» ein Hinterthürchen der Amerikaner für die Annexion der Insel bezeichnet. Auf Mac Kinley hat man nunmehr wenig Hoffnung. Mit oder ohne sein Veto wird der Krieg unvermeidlich sein.
Triest, 19. Aprtl. Die hiesige Arbeiterschaft plant, fall» den hiesigen streikenden Küfern die Forderungen nicht bewilligt werden, die Veranstaltung eine» Generalstreik».
Warschau, 19. April. In der Stadt Nowgorod im Gouvernement Lomscha ist eine fnrchtbare Feuer»- brnnst auSgebrochen. 150 Häuser find eingeäscherr, fünf Personen verbrannt. DaS Feuer soll an verschiedenen Stellen gleichzeitig gelegt worden sein.
Madrid, 19. April. Der Correspondent der „Times" wurde ans Havanna auSgewiesen. Er ist bereits nach Keywest abgereist.
Loudon, 19. April. „Daily Chronicle" meldet au» Washington, Mac Kinley habe beschlossen, an Spanien ein Ultimatum zu richten, sobald die Resolution de» Con- gresse» von ihm nnterzeichnet worden ist. Er werde Spanten nur 48 Stunden Zett zum Entschluß geben.
Loudon, 19. April. Hier wird allgemein angenommen, daß der Zusammentritt der spanischen Sorte», der für morgen angesetzt ist, daS Signal zum Bruch zwischen Spanien und Amerika sein werde.
London, 19. Aprtl. In etnem Bergwerk zuWhttewick brach et« Feuer au», fünf Bergleute wurden getödtet, 30 bt» 40 eingeschlossen, deren Rettung für unmöglich gilt.
Nevyork, 7. Aprtl. Der „Newhorker StaatSzeitung" wurde gestern au» Berlin telegraphtrt: „Eine Anzahl deutscher Offiziere int Dienst und außer Dienst haben bei der amerikanischen Botschaft angefragt, ob ein Eintritt in da» amerikanische Offiz ier» corpS möglich sei. Man legt hier zwar nicht viel Gewicht darauf, weil man annimmt, daß ein Thril der Kriegslustigen auS privaten Gründen eine Luftveränderung wünscht, betrachtet eS aber als ein Symptom, daß fie sich der Sache der Bereinigten Staaten zuwenden wollen." Hente läßt sich dasselbe Blatt
„Herr Hecker! Sie find ein gescheiter Manu, ein braver Manu, aber ein Fanatiker!"
„Herr General!" antwortete Hecker ruhig. „Wenn die Hingabe an die Befreiung eine» großen Volke» Fanati»mu» ist, dann wögen Sie «eine Handlungsweife also bezeichnen! ES gibt aber auch einen Fanatismus auf der anderen Seite, dem Sie dienen! — Haben Sie mir sonst noch etwa» mit- zntheilen?"
„Rar diese», daß ich sogleich mit aller Strenge gegen Sie einschreiten werde."
„Nun wohl, wir werden dem Angriff zu begegnen wiffen. Sie werden «ich und meine Osfiziere doch wohl ungesährdet zu unseren Leuten zurückkehren lassen?"
„Allerding»! Ich gebe Ihnen zehn Minuten Zeit dazu!" —
Nach Ablauf dieser Frist setzte der General seine Truppen in Marsch, verbot ihnen aber, da er immer noch hoffte, die Rebellen würden sich zerstreuen, ausdrücklich, von der Schußwaffe Gebrauch zu wachen. Inzwischen hatten sich die Frei- schaaren jedoch zum Angriff bereitet und ließen die Truppen ungehindert anrücken. Al» dieselben auf Sprechweile heran waren, erscholl e» von drüben her: „Schießt nicht, deutsche Brüder! Komwt in unsere Reihen! Wir wollen ja da» Gleiche, da» Eure Väter und Brüder wollen!"
„WaSk Brüder! Gesindel seid Ihr!" rief Sagern. Al» er die schwankende Haltung seiner Soldaten bemerkte, feuerte er sein Pistol auf die Mitte der Freischaar ab, zog seinen Säbel, gab seinem Pferde die Sporen und schrie: „vorwärts! Ja Gottes Namen! vorwärts!"
(Schluß folgt.)
auS Berlin melden: „Ja Verbindung mit der Kriegsfrage sind bei den Beamten der hiesigen vereinigten Staaten- Botschaft i« den letzten Tagen zahlreiche Anfragen eigen- thümlicher Art eingelaufen. Man ist da einem Schwindel auf die Spar gekommen. Ja den Anfragen heißt es, ob eS wahr fei, daß die vereinigten Staaten-Regieruag kriegserfahrene Männer anzuwerben suche, und ob fie Agenten mit derartigen Anwerbungen beauftragt habe. Eine Anzahl Leichtgläubige find die Opfer von Schwindler-Agenturen geworden. Die Polizei sucht der Schwindler habhaft zu werden; einen hat fie bereit» erwischt." S» wäre doch interessant, zu erfahren, wa» e» mit dielen Mittheilungen auf fich hat.
Dmnifdytes*
• Berlin, 14. April. Ueber eine kleine Epidemie von Kahlköpfigkeit unter Schulkindern weiß ein hiesiger Speeialarzt in der letzten Nummer der „Berliner Klinische« Wochenschrift" zu berichten. Die Epidemie umfaßte i» Ganzen acht Quintaner einer hiesigen Schule. Sämmtliche Schüler zeigten auf dem Kopfe die ausgesprochenen Erscheinungen einer umschriebenen Kahlköpfigkeit, die Mehrzahl in Form eines runden Fleckes,- drei von ihnen wiesen sogar zwei und drei kahle Stellen auf — bei dem jugendlichen Alter von 12 bi» 13 Jahren ein recht eigenartiger Anblick. Genauere Nachforschungen ergaben mit Sicherheit die Aa- sttckuugSfähigkeit des liebelt. Der ersterkrankre Knabe, der die Affection bereit» vom Sommer her hatte, war der Sohn de» Magistratsbotenmeister» uad wohnte im Magistrat»- gebäude, wo viel vagabondirende» Volk, Kranke und Almosenempfänger zusammenströmen. Nach einiger Zett nun meldete sich fein Schulnachbar mit der gleichen Erkrankung, bald darauf kam ein Dritter, der auf der anderen Seite de» Erst- erkrankten faß, und später folgten drei Knaben, welche gleich- fall» in der Nachbarfchafr saßen. Endlich erkrankten noch zwei Schüler der Parallelklasse und hier lag die Wahrscheiu- "chkeit vor, daß die Ansteckung entweder in der gemeinsamen Turn-, Siug- oder Zeichenstunde erfolgt war. E» ist damit der untrügliche Beweis von der Uebertragbarkeit der Kahlköpfigkeit geliefert.
* Ein verbesserter Lademechanir«u» soll an dem deutschen Gewehr Modell 1888 angebracht werden. Der bisherige, der Aufnahme der Patronen dienende Kasten soll fortfallen und anstatt seiner ein Ladestreifen von Stahlblech zur Anwendung gelangen, auf welchem die Patronen umschichtig derart Übereinander fitzen, daß sowohl bisher vorgekommenen Ladehemmungen durch Einladen zweier Patronen vorgebeugt ist, wie auch denen infolge des verschmutzens de» Patronenkasteu» durch Erde, Sand rc. Auch soll da» Gewehr ein Trrppenvifir, ähnlich dem de» schweizerischen Gewehr», jedoch nicht mit 50 Meter-, sondern mit 100 Meterabstufungen erhalten. Ferner soll bei Neuanfertigungen de» Gewehr» der fich nicht bewährende Laufmantel fortsallen und der Lauf eine hölzerne Hülle, wie die der im versuch befindlichen kleinkalibrigen Gewehre, erhalten. Auf eine verbesserte Reiuigung»«ethode be» Gewehr» wirb fortan ba» größte G wicht gelegt, da die Gewehre unter der bisherige« erheblich litten. Diese besteht darin, daß eine stählerne Reinigungsplatte, die ein mit Filz au»gefütterte» Gewehr- lager enthält, zur Reinigung benutzt wird, indem «a« fie auf den dazu bestimmten Tisch legt und da» Gewehr hineia- legt und mittelst einer Hebelvorrichtung befestigt. SlSdarn wird eine besondere Kammer in die Hülfe eingeschraubt und vermittelst ihrer ein stählerner Wischftock sicher durch btn Lauf geführt.
• 3® Zweifel. Oeconomierath (dem der Bürgermeister bei einem Feste zugetrunken): „Jetzt weiß ich nicht, hat er zu mir gesagt: Pros't oder Protz?!"
e Immer Geschäftsmann. „ . . Du, bei der nächsten Bilanz könnte Freuno Wörkel seiner Frau nach zehn Jahre« ab schreiben."
• Kasernevhafblnthe. Unteroffizier: „Kerl, wen« Sie mit dem Arwschwung 'ne Semmel au» dem Ofen hole« wollten, würde fie Ihnen Unterweg» alt!"
Ciitraiur mnd Ar*»ist
— Dem Komponisten Albert Lortzing soll in Berlin ein Denkmal gesetzt werden. Bisher wurden zu diesem Zweck 2000 Mk. gesammelt und die Königliche Cpet wird demnächst zu Gunsten de» TenkmalsfondS eine Vorstellung veranstalten.
Parfc^r,
— Lebenoverficherungobank für Deutschland in (»otlnu Die vorgenannte filterte uno größte deutsche ÜedenSoerficherungS« anstatt, welche, wie bekannt, ledtgttch mrt der LedenSoeriicher ung auf den Todesfall sich beschäftigt, hat auch im Jahre 1897 wieder recht befriedigende GefchLitSerge! n sie n zielt. Der Zugang an neuen Velsicherungen war noch um 2389000 INf. größer al» im Jahre 1896 Er belief sich auf 42217800 M'. Der BersicherungSbestand stieg auf 89059 Personen mit 730978000 Mk. Versicherungssumme. Für eingetretene Sterbefälle waren 13109748 Mk. zu zahlen während rechnungsmäßig eine Sterdefall-AuSgade von 15539278 Mk. zu erwarten war. Die wirkliche Ausgabe für Sterbeffille ist atso wieder sehr erheblich — um mehr al» 2,4 Millionen Mark — hinter der rechnungsmäßigen Erwa-tui g zurückgeblieben. Bei Uebzeiten der Versicherten wurden 2271100 Mk. Dersi-rerungdsumme fällig und zur Ausiahluna gebracht. — Dee reine Iadre» lleberschuß bezifferte sich auf 8681506 Mk ! Dieses Ergedniß ist außer dem günstigen Verlauf der Sterblichkeit hauptsächl'ch dem Umstande zu verdanken, daß die Bankfonds ungeachtet de» niedrigen Stande» de» Zinsfüße» immer noch einen den rechnungsmäßigen Bedarf überftdflenben Ertrag lieferten, und daß die Verwaltungskosten auf dem außerordentlich niedrigen Satze von nur 6,02 Piocent der Jahre» Einnahme gehalten werben konnten. Die Fonds der Bank erreichten die Höhe von 231166238 Mk. Darunter sind 37 534 398 Mk. reine Heben fchüsit enthalten, die im Larsie der nächsten Jahre voll und un»er- kürzt al» Dividende an die Versicherten zurückgewfihrt werden. I» Jahre 1898 beziffert sich diese Dividende inSgeiammt auf 8151011 Mk. und stellt fich für die einzelnen Velficherten je nach der Art und de« Älter ihrer Versicherungen auf 30 bi» auf 136 Procent der im Jahr» 1893 eingezahlten JahreS Ronnalprfimie.


