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11.1.1898 Zweites Blatt
 
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brunnen eröffnet, daß am 25. November 1886 erstmals Qncllwaffer ta die Häuser eingeführt wurde und daß erstmals vom Verwaltungsjahr 1887/88 ab eine regelmäßige Controle des WafferwerkbetriebS auch hinsichtlich dr» gefammten Quellen- TrguffeS bezw. der Wafferförderuug, sowie des Wasser- Verbrauchs für häusliche und öffentliche Zwecke stattfand, während der bis dahin stattgehabte öffentliche Waffer- verbrauch der Ventilbruuuen für Straßen> und Aulageu-Be« sprenguug im Einzelnen weder festgestellt wurde, noch zur Verrechnung kam.

Am 31. März 1897 hatte Gießen 1625 Wohnhäuser -unb 1058 HauSwafferanschlüffe und find also jetzt 65pTt. oder rund Zweidrittel aller bewohnten Häuser an die Wasser- Leitung angrschloffen.

(Fortsetzung folgt.)

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----- AuS der oberen öettttau, 9. Januar. Die in letzterer Zeit in hiesiger Gegend vorgenommeneu Treibjagden er­gaben durchweg gute Resultate. So wurden beispielsweise geschossen tu den Gemarkungen Berstadt 200, Wölfersheim "213, Obbornhofen 130, Feldheim 120 Hasen. Auch die Hühnerjagden waren im Herbste recht ergiebig.

Lauterbach, 7. Januar. Vor einiger Zeit fand ein Maurer in einem benachbarten Dorfe einen Fund alter Th al er. Der Fund dürfte zur Zett des 30jährigeu Krieges eingegraben worden fein. Von einem hiesigen Münzensammler wurde derselbe angekauft.

Schwarz. 5.Januar. In die hiesige Pfennig-Spar- 3affe, welche jetzt 50 Jahre ihres Bestehens hinter sich hat nnb äußerst segensreich in der Gemeinde wirkt, wurden im »ergangenen Jahre eingelegt 4621,60 Mk. Zurückbezahlt wurden in derselben Zett 3916,75 Mk. Demnach hat sich Las in der Kaffe verzinslich angelegte Capital um 704,85 Mk. vergrößert und beträgt dasselbe gegenwärtig 13102,35 Mk.

Bildet, 7. Januar. Dem Schriftführer des Krteger- verbandes Vilbel, Lehrer Will zu Rendel, wurde von Setten des Präsidiums der unter dem Protectorate de» Großherzogs stehenden Krieger-KameradschaftHaffia" in dankbarer An­erkennung seiner 25jährigeu Wirksamkeit im KriegerveretnS- tvesen daS Ehreudtplom zuerkannt. In einem Schreiben wurden ihm zugleich die herzlichsten Glückwünsche zu seinem Jubeltage dargebracht und der Hoffnung Ausdruck verlieben, daß es demselben noch lange vergönnt sein möge, im Jatereffe der vaterländischen und kameradschaftlichen Bestrebungen zu airken.

X. Darmstadt, 9. Januar. Der beliebte Pfarrer der IohanneSgemeinde, Herr Guyot, der sich um diese unver- grngliche Verdienste erworben hat, ist auf seinen Wunsch wegen schwankender Gesundheit, die ihn die BerufSpflrchten einer umfangreichen Pfarrei doppelt schwer empfinden läßt, iv eine andere Stelle und zwar als Seelsorger nach Dortel­weil versetzt worden. Er hinterläßt hier viele und aufrichtige Freunde, welche die besten Wünsche für da» fernere Wohl­ergehen veS auf dem Gebiete der Seelsorge und der kirchlichen Armenpflege usw. tu gleichem Maße hervorragend thätigeu Manne» hegen. Auf verschiedene Reclamationen hin ist seit einigen Tagen die 7«/, - Minuten-BetrtebSzeit bet der - klectrischen Bahn auf 10 Minuten herabgesetzt worden and zwar zum Leidwesen vieler Bahnbenutzer, die eseilig haben" und daS haben e» ja heutzutage die meisten Menschen. Wie wir hören, stehen dieserhalb Interpellationen in der Stadtverordneten-Versamwlung bevor. Um der Ucberfülluug on Wagen möglichst abzuhelfen, sollen noch einige leichtere Wagen eingestellt und mit den jttzigeu nach Bedarf gekuppelt »erden.

Aich, 6. Januar. Ein 7jähriger Knabe gerieth im Bltrhetn an einer offenen Stelle inS Wasser und kam in Ge- sahr zu ertrinken. Ein Jagdhund de» Herrn Pauly au# Sberstadt rettete da» Kind, da» er schwimmend dem User Mtrug.

A Mainz. 9. Januar. Die von dem preußischen KriegS- rinifteiium erfolgte Ablehnung des von den Städten Ma.nz ob Kastel für daS an ber Nordoftfeite von Mainz frei fcerbenben FestungS gelänbes gemachten Gebotes wirb, Vie wir vernehmen, Gegenstand einer Interpellation in der z'veiteu heffischen Kammer geben. Nicht die Höhe der von t :m MilitärfiscuS für daS Gelände gestellten Forderung ist veraulaffung zu der Interpellation, sondern es soll durch die- s«lbe vielmehr bezweckt werden, die hessische Regierung zu tlner Meinungsäußerung über da» EigentbumSrecht an dem

Kinder Haben will. Wodurch kann man nun aber die Nerven b-irect kräftigen und stählen? Hauptsächlich durch harmonische Abwechselung von Arbeit und Ruhe, von geistiger und körper­licher Thätigkeit. Denn die beste Erholung von geistiger Anstrengung und sitzender Thätigkeit bildet stets körperliche Bewegung in frischer Luft. Wer nach stundenlanger Arbeit a.n Schreibtisch sich matt und abgespannt fühlt und dann elwa zur Erholung sich aus's Sopha legen wollte, der würde »achher nur noch ermüdeter und schlaffer aufftehen. Wer «der statt deffen eine Stunde lang draußen in kühler, frischer Luft nicht zu langsam herummarschirt, der reckt und streckt diie steif gewordenen Glieder, bringt sein träge pulstrendes Blut wieder in energische Bewegung, führt der Lunge durch tiefere Athemzüge belebenden Sauerstoff und dadurch dem Gehirn und Nervensystem ein gesunderes, nahrhaftes Blut jli und scheidet die Ermüdungsproducte des Stoffwechsels schnell aus. Ein Stubenhocker fühlt sich eben wahrhaft nfrischt und gestärkt ni< k etwa nach einem Stündchen Schlaf, sondern nach einem längeren Spaziergang. Daher, ihr Eltern, schickt eure Kinder bei jedem Wetter nach dem Schulunterricht cast eine Stunde hinaus, damit sie in der frischen Luft herumtummeln, spielen oder auch sich balgen- und wenn habet Hose oder Jacke ein Loch bekommen, schadet nichts, Hf er die Kleidung ist defect als die Gesundheit, denn jene lcßt sich schnell und leicht wieder ausbeffern, diese aber nicht.

frei werdenden Festungsterrain zu veranlassen. ES bestehen nämlich hierüber verschiedene Ansichten, indem von einer Seite behauptet wirb, das Gelände sei Elgenthum des Reichs- militärfiScu» und man auf anderer Seite energisch die Meinung vertritt, ber Grund und Boden des FestungS- terrains sei unbestreitbar Eigenthum Hissen» und mithin habe bei dessen Veräußerung und Werthbemessung btr Militär- fiScuS nicht das Geringste mitzureden. Im Falle die Regie­rung in Darmftabt die letzte Anschauung zu der ihrigen macht, soll die Interpellation durch die weitere Frage ergänzt werden, welche Schritte dem Ansinnen des preußischen KriegS- minifterium» gegenüber die Regierung zur Wahrung ber EigenihumSrechte Hessen» an dem. frei roerbenben FestungS- geläabe zu thun gedenke.

+ AuS ber Diocefe Mainz, 9. Januar. Im laufenden Jahre toneben zwei Priester ihr goldene» unb fünf da» silberne Jubiläum begehen. Die beiden Ersteren sind Herr Professor i. P. Kaufmann in Bensheim und Herr Pfarrer Steindecker in Mainz. Aeltester Geistlicher ist ber im Jahre 1839 Priester gewordene jetzige Decan Herr Bi eg er zu Herrnsheim. Gestorben find im ver­flossenen Jahre nur zwei Geistliche ber Diöcefe.

Dresden, 7. Januar. DieDreSd. Reuest. Nachr.- melben einen vierfachen Morb und Selbstmord ans dem benachbarten Orten Kaditz, woselbst der Former Jahn seine Frau und drei Kinder ermordete uck) sich selbst erschoß. Die Motive der That sind unbekannt.

Graf Rantzau unb die Presse. Da in der Nacht vom 1. zum 2. Januar demHamburgischen Korrespondenten" auS London folgendes Telegramm zuging:Abendzeitung meldet: Bismarck gestorben. Telegraphirtumgehend. Reuter", begab sich der langjährige Leiter ber Telegraphen-Ablheilung des Blattes am Morgen des 2. Januar persönlich nach FriedrichSrub, um sich durch birecte Nachfrage in ber Um­gebung de» Fürsten BiSmatck zu überzeugen, ob die günstigen Nachrichten, die dem Blatte über die NeujahrSfeier beim Fürsten unb fein Befinden zugegangen waren, völlig richtig feien, damit er sie bann in die Welt hinauSfenden unb bie Gerüchte bamit aufs Wirksamste widerlegen könne. Als er in FriedrichSruh eingetroffen war, ging er zum Schlosse hin und erkundigte sich beim Portier, ob Graf Nantzau zu sprechen sei. Der Graf befand sich mit seinen beiden Söhnen auf einem Spaziergang im Walde, von dem er jedoch bald zurückkehrte. Al» er den Hohlweg jenseits der Bahn herab­kam, ging ihm der Vertreter desHamb. Korr." entgegen, grüßte den Grafen durch Abnehmen feines ChlinderS und sagte:Ich bitte Ew. Exccllenz gütigst zu verzeihen, daß ich mir erlaube, Sie hier auf der Straße anzureden, gestatten Sie, daß ich Ihnen meine Karte überreiche, um mich vorzu- stellen." Der Graf erwiderte den Gruß nicht, nahm aber die Karte entgegen, deren Aufschrift lautete:Inspektor Wilh. Brun», Hamb. Börsen Halle, Hamb. Korr." Als bann unmittelbar nach dem Lesen der Graf die Karte zur Erde fallen ließ, hob Herr Jnsprctor BrunS sie in ber Annahme, daß sie durch Zufall der Hand de» Grafen entglitten sei, auf und reichte sie nochmals hin. Der Graf schrie ihn jedoch an:Scheeren Sie sich weg hier! Das fehlte mir gerade, jedem hergelaufenen Gesindel, solchem her­gelaufenen Litteratenvolk Rede und ^Antwort zu stehen! Scheeren Sie sich weg!" Dabei wies er mit dem Stock über die Geleise der Bahn weg. Die beleidigende Anrede erregte natürlich den Vertreter de»Hamb. Korr.", der, feit so langen Jahren allbekannt und persönlich geschätzt, an der Spitze des verantwortungsvollen Telegraphendienst-s steht, in höchstem Grade, uab e» lag ihm eine heftige Er­widerung auf ber Zunge. Er beherrschte fiw jedoch gewalt­sam unb sagte nur:Excellenz, Sie find Über meine Person im Jrrthum, ich bin hier al» Vertreter der bedeutendsten Telegraphen-Agenturen der Welt, um Ihnen ein Telegramm des Reuter'schen Bureau» in London vorzulegen, das Sie gewiß interessieren wird." Die in gereiztestem Ton erfolgende Antwort des Grafen war:Ich sage Ihnen nochmals, scheeren Sie sich weg! Ich will weder eine Depesche au» London noch anderswoher sehen!" Und unter lauten Schimpfreben, bereu Einzelheiten dem mit Recht über solche» Verfahren inbigmrten Frager nicht mehr verstänblich wurden, schritt der Graf mit feinen Söhnen durch da» Thor zum Schlosse hin. DerHamb. Korr." knüpft an diese Meldung folgende Bemerkungen: Wir wissen sehr wohl, baß die» Betragen des VicewirtheS von FriedrichSruh nicht im Ein­klang mit den Wünschen des Fürsten BiSmarck steht, ber immer in ber liebenswürdigsten, chevalereSkesten Form jeden höflichen Gruß erwidert und jede berechtigte Frage einer Antwort gewürdigt hat. Wir wissen auch, daß schon sehr viele Männer von der Feder ähnliche Eindrücke von der Wohlerzogenheit deS Herrn Grafen Rantzau erlitten haben. Die Sache hat aber, ganz abgesehen von der Differenz mit einem Manne, dessen hochfahrender Ton in gar keinem Ver- hältniß zu seiner persönlichen Wichtigkeit steht, eine große Bedeutung für die Oeffentlichkelt, und deßhalb bringen wir sie hier zur Sprache. ES ist daS gute Recht eines jeden, der mit treuer Verehrung an dem Fürsten BiSmarck hängt und ihn al» nationaler Hera» im Herzen trägt, bie Wahrheit über solche Gerüchte zu erfahren, die au» unbekannter Quelle wer weiß zu welchen Zwecken verbreitet werben. Und es ist die Pflicht einer ihre Aufgaben ernst nehmenden und die Person deS Fürsten nicht minder hoch schätzenden Presse, sich von den Thatsachen zu Überzeugen, die sie der Welt mit­

theilen kann und soll. Sich mit den dazu nöthlgen Anfragen an die Dienerschaft zu wenden, ist nicht Jedermanns Sache, e» wird aber nach solchen Ersahrungen kaum etwas andere» Übrig bleiben, al» untergeordnete Kräfte mit Erkundigungen I zu betrauen, bie für bie Welt von ber allergrößten Bedeutung find. Die Oeffentlichkcit wird auS der Darstellung ersehen, welche Schwierigkeiten der pflichtmäßigen Berichterstattung

Über die Person de» Fürsten BiSmarck in den Weg gelegt werden! Wir können diesen Mittheilungen hinzufügen, daß Graf Rantzau sich bei den Feierlichkeiten, die auS Anlsch des 80. Geburtstage» de» Fürsten BiSmarck in FriedrichSruh stattfanden, ebenfalls der Presse gegenüber sich sehr wenig ent­gegenkommend gezeigt hat. Vvn diesem Auftreten hob sich sehr zum Vortheil da» Verhalten deS Oberförsters Lange ab, ber in feiner Eigenschaft als Amtsvorsteher namentlich bett ZeitungScorrefPondenten das größte Entgegenkommen bewies. Aber im llebrigen zeigte sich damals, daß die Leute im Schloß, die den Verkehr mit der Außenwelt aufrecht zu er­halten hatten, ihrer Aufgabe nicht Im Geringsten gewachsen waren. So mußte die Osfiziersdeputation der Halberstädter Kürassiere längere Zeit zwischen zwei Thorwegen, den Augen deS Publikums sichtbar, warten, bis die Erloubniß zum Ein­tritt in den Schloßhof ertheilt wurde. Mit Rücksicht auf den greifen Fürsten BiSmarck hat man damals von diesen und ähnlichen Vorkommniffru in den Zeitungen nichts gesagt. Herr Inspektor Brun» hat gegen den Grafen Rantzau eine Klage wegen Beleidigung anhängig gemacht. D. T. A.

* DaS Festessen der ärmsten Kinder. Man berichtet ber Frkf. Ztg." ouS London. In ber altberühmten Guilb- hall fand am 5. Januar zum vierten Mal da» große Weih- nachtsesseu statt, welches Alderman Treloar alljährlich den allerärmften Kindern von London giebt. 1250 Kinder waren dazu dngelaben, und sie kamen, theils gewaschen, theils ungewaschen, ater sämmtlich hungrig, auf Wagen angefahren, andere Kinder, die nicht eingeladen waren, liefen den Wagen nach, unb als die eingeladenen Kinder ihre Sitze eingenommen hatten, sand sich noch Platz für 50 nicht eingelabene. Tausend Pfund Roastbeef unb Kartoffeln unb 105 fiebenpfündige Plum- pubding» wurden den Kindern ferbirt, während daS Musik- corps ber City Polizei populäre Weisen spielte. Dann wurde Milch getrunken, nachher gab eS Aepfel und Apfelsinen und zu allerletzt noch Knallbonbons, welche ziemlich zu gleicher Zeit losgefeuert wurden. Darauf konnten die 1300 Kinder, welche sonst keine Kopfbedeckung haben oder nur solche von unbeschreiblicher Qualität, alle die bunten Kopfbedeckungen aufsetzen, welche sich in den Knallbonbons befanden. Um diese Zeit erschien in feierlichem Aufzuge der Lord Mayor mit dem Eity-Marschall, dem Schwertträger und dem Szepter- träger und hielt eine Ansprache an die Festversammluug, welche mit der AnspracheKnaben unb Mädchen!" begann und worin der Lord Mayor sagte, er habe schon manche Fest­versammlung gesehen, aber noch feine mit so vielen glück­lichen Gesichtern. An 4000 kranke Kindern waren gleich­zeitig Körbe mit Eßwaaren verschickt worden. Alderman Treloar sprach die Erwartung aus, daß bei reicherer Unter­stützung künftig diese Kinberspeisnng eine noch größere sein würde.

* Da8 Amt all Gage. Die Sängerin Erika Wede­kind droht, Dresden zu verlassen, weil man ihre Forder­ungen nicht bewilligen will. Diese bestehen, nach einem Dresdener Blatte, in fünfjährigem Contract mit JahreSgage von 25,000 Mk. und Anstellung ihres Bräutigam», eines Schweizer Ingenieur», in einem Ministerium! . . . Das ist sehr bescheiden. Sie könnte ebenso gut noch den Adel, den Ehrendoctor und eine Natiorialcollecte für ihren AuSerwählten verlangen.

* Der Magen von Paris. Man berichtet au» Pari» vom 3. d. Mts.: Em in Statistik arbeitender Reporter hat in den großen Markthallen die Z'ffern des Pariser ConsumS während ber Weihnachtswoche erforscht. An Austern wurden nicht weniger als 2,446,300 Stück, darunter mehr als die Hälfte die wohlfeilstenPortugaises verkauft. Der Absatz an Wildpret war gleichfalls sehr bedeutend unb erreichte: 114,000 Lerchen, 18,000 Wachteln, 6100 Wild­enten, 1900 Rehe, 13,000 Fasane, 32,000 Krammetsvögel, 53,000 Hasen, 102,000 Rebhühner, 6900 Perlhühner, 32 Wildschweine, 27,000 Sandhafen. An Geflügel wurden verkauft: 67,000 Hühner, 11,000 Enten, 16,000 Gänse, 82,000 Truthühner, 177,000 Tauben. Getrüffelte unb andere Pasteten find in einer Menge von 3800 Kilogramm nach Paris eingesührt worden und ebensoviel dürste in Pari» hergestellt worden sein. Die Zahl der Kisten mit Wein­trauben, Tafeläpfeln, Birnen, Ananas übersteigt viele Tausende. Für Bonbons soll bie Kleinigkeit von anberthalb Millionen aufigegeben worben sein. Die Einnahmeu der bekannten Confiseure betrugen in den letzten Tagen durch­schnittlich zwischen 15,000 unb 20,000 Francs täglich, die eine» ersten Hause» am Sylvestertage 27,000 Francs.

Uttivcrfitäfs - Nachrichten.

Göttingen. Dem Geh. Rath Prof. Dr. Gottlieb Planck wurde das Ehrcndürgerrecht der Stadt Göttingen verliehen. Ferner erhielt eine neue Straße am Theaterplatz den NamenPlanckstraße".

In Dorpat feierte am 24. December der Theolog und Statistiker Pros. Dr. Alexander v. Dettingen seinen 70. Ge­burtstag.

Bonn. Die medicinische Facultät in Bonn hat dem Kreis- physicus Sanitätsrath Dr. Hermann Terftesse in Büren aus An­laß seines 50jährigen Doctor Jubiläums das ihm von der Facultät am 3. Januar 1848 verliehene Doctordiplom erneuert und darin die Verdienste des Jubilars als Arzt und als Förderer der öffent­lichen Gesundheitspflege gerühmt.

In Genf starb, 70 Jahre alt, der Bildhauer Jguel. Von ihm sind die Basreliefs des Freiburger Rathhaufes, die Statue Daniel Jeanrichards in Locle, die Löwen des Braunschweig-Denkmals und daS Monument des Herzogs von Rohan in Gens, Statuen am Bundesgerichtsgebäude in Lausanne und auf dem Gebäude der Creditanstalt in Zürich.

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