Ausgabe 
6.11.1898 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

dieses Zieles zu beschleunigen, sind neben dem Vereins- roefcn die landwirthschaftltchen Winterschulen als vorzüg­liche Fachschulen für den Bauernstand mit vollem^ Recht anzusehen.

Ihre Aufgabe ist es, den Zungen Leuten aus den bäuer­lichen Kreisen vom 16. Lebensjahre ab in zwei Winter­halbjahren neben der Fortbildung in den Realfächern die Grundlage für den vernünftigen Wirthfchaftsbetrieb nach den Anforderungen der Jetztzeit zu übermitteln, die Schüler zu denkenden und rechnenden Landwirthen heranzubilden. Es erstreckt stch der Unterricht auf Ackerbau, Pflanzenbau, Vieh­zucht, landwirthschaftliche Betriebsmittel, allgemeine Natur- künde, Feldmessen, Buchführung. Deutsch, Rechnen, Schreiben rc.

Wenn die Landwirthschaftsschule ncbtn der speciellen fachlichen Einführung in die Landwirthschaft in erster Linie die allgemeine Bildung der Knaben heben und fördern soll, so ist anderseits die Winterschule ganz besonders geeignet, dem jungen Manne den Kern besten beizubringen, was ein Bauer von den Errungenschaften der Wissenschaft und von den gesammelten Erfahrungen der tüchtigsten Landwirthe misten muß, um seinen Betrieb den Fortschritten der Neuzeit gemäß einzurichten und zu leiten. Der Schüler soll stch das­jenige Maß von Kenntnissen erwerben, dessen er im späteren Leben al» Landwirth, Familienvorstand, Gemeinde- und Kreis- eingesessener und als Staatsbürger dringend bedarf.

Der ältere Winterschüler, welcher mehrere Jahre Praxis hinter sich hat und schon ein gewisse» Maß von Ernst, Ver- standesreife und Interesse besitzt, ist deshalb mehr befähigt, den dargebotenen Stoff zu durchdringen, als der noch schul­pflichtige oder jüngere Schüler der Landwirthschaftsschule, dem für das Wesen der Landwirthschaft und ihre Beziehung zur Außenwelt naturgemäß umst noch das richtige Verständniß mangelt. ,, ,

Dazu kommt noch, daß der Leiter der Winterschule während seiner Wanderlehrthätigkeit mit den ins practische Leben übergetretenen Winterschülern und ihren Angehörigen fiÄ in Verbindung setzt, um das Erlernte mit den localen und persönlichen Verhältnissen in Einklang bringen zu helfen. Nur so kann eine Grundlage geschaff.n werden, den jungen Mann zum selbständigen Denken heranzuziehen, ihn auf eigene Füße zu stellen und ihn von der landläufigen Gewohnheit, sich in seinen Unternehmungen lediglich nach den anderen zu richten, zu entreißen.

Wie viele Beispiele ließen sich anführen, um die segens­reichen Erfolge bet denjenigen ehemaligen Winterschülern darzuthun, die von der Schule wieder an den väterlichen Herd zurückkehrten, um die ererbte Scholle aus dem frucht' baren Grunde der erworbenen Berufsbildung weiter bebauen oder in ein der Landwirthschaft verwandtes Fach traten, um sich eine Stellung zu gründen, die ihr redliches Streben infolge der erworbenen Kenntnisse reichlich lohnte. Unver­kennbar ist auch der Emfluß der alten Schüler als ermunternde Berather bei ihren Fachgenossen und als Förderer gemein­nütziger Unternehmungen in den Gemeinden.

Leider hört man bisher noch abfällige Urtheile über diese Schulen. Man meint, die Köpfe der jungen Leute würden mit unnützem Wlssenskram und unberechtigten Ansprüchen an das Leben erfüllt rc. In dieser Tonart gefallen sich nur uriheilslose Schwätzer, die eben nur aus dem engen Gestchts- krets herausreden, welchen sie besitzen; sie unterdrücken aber bet anderen in dieser Weise gar zu oft den guten Willen zum Besseren. Wer den Schulen näher getreten ist, weiß, daß eine gute Schulzucht gehandhabt wird und eine sorgsame Ueberwachung auch außerhalb der Schule besteht. Bei jeder Gelegenheit wird den Schülern auch gesagt, daß sie mit ihrer Schulweisheit allein gar nichts ausrichten können, daß Fleiß, Sparsamkeit, Ordnungsliebe, Pflichttreue, sittltchtüchtiges

Wesen und Gottvertrauen die Grundpfeiler des bäuerlichen Wohlstandes sind, daß andererseits eine allzuhoch hinauf­geschraubte Lebenshaltung den Bauernstand untergräbt.

Wir haben gesehen, daß die Winterschule nur der jüngeren Generation der Landbevölkerung zu Gute kommt. Der Schuldirector hat aber noch die Aufgabe, in den Sommer­monaten die Wanderlehrthätigkeit in dem ihm zuge­wiesenen Bezirk auszuüben. Dies geschieht im Anschluß an das Vereinswesen und im regen Verkehr mit seinen früheren Schülern, denen er über die Schulzeit hinaus dauernd An regung und Belehrung zu besserem freudigeren Schaffen giebt. Hierdurch wird das in der Schule Erworbene erhalten, er- gänzt und auf seine Verwendbarkeit für die speziellen Ver­hältnisse geprüft.

Im Wanderlehrer besitzt jeder Landmann den berufensten, uneigennützigsten und treuesten Berather, das lebendige land­wirthschaftliche Lexikon, welches ihm insbesondere für ferne persönlichen und localen Verhältnisse Rathschläge ertheilt.

Wenn das Mißtrauen der Landleute gegenüber gewissen Anpreisungen und Rathschlägen gerechtfertigt erscheinen muß, so wäre ein solches gegen den Wanderlehrer am allerwenigsten gerechtfertigt, weil derselbe es zu seinem Lebensberuf gemacht hat, dem Landmann seine ganze Kraft und Zeit zuzuwenden. Leider wird hiervon nicht der umfangreiche Gebrauch gemacht, wie dies im Interesse der Hebung des Bauernstandes er­wünscht wäre.

Aus dem Schulbericht entnehmen die landwirthschaft- lichen Vereine, zu welcher Zeit der Winterschuldirector seine Wanderlehrthätigkeit und zwar vom 1. Mai bis 1. Oe- lober, ausmüben gedenkt. Auf besondere Einladung ist derselbe auch stets gern bereit, im Sommer, wenn nur rechtzeitig die Benachrichtigung erfolgt, die Besprechungen über ein landwirthschaftliche» Thema etnzuleiten und so durch Aufklärungen den Interessen des Landbaues zu dienen. Von solchen Vereinen wird stch der Director gefl'ssentlich fern halten, wo durch Agitation das Gefühl der Unzufriedenheit unter den Landleuten großgezogen und in ein System gebracht, bezw. für politische Zwecke ausgeb?utet wird.

Mögen aber die öffentlichen Vorträge, Obstbau- und Buchführungs-Curse, Thierzucht und Pflanzenbau-Curse, die ErgänzungScurse für ehemalige Schüler rc. noch so interessant und belehrend sein, sie können nur als Anregungsmittel be­trachtet werden, denen der persönliche Verkehr des Wander­lehrers mit den Zuhörern in deren eigenen Wirtschaften auf dem Fuß folgen und erst die rechte Weihe geben muß. Hierzu gehört auch der schriftliche Verkehr mit den Landwirthen, welcher an so mancher Winterschule einen erfreulichen Umfang genommen hat.

Wir glauben hiermit die Ausgabe der Winterschule und der Wanderlehrthätigkeit genügend gekennzeichnet zu haben.

Es ergeht nur noch die ernste und eindringliche Mahnung an die bäuerliche Bevölkerung, dieser segensreichen Einrichtung vertrauensvoll sich zuzuwenden zu ihrem und der Gefammt- bevölkerung Wohl.

Wollt Ihr Väter Euren Söhnen manchen Mißerfolg in ihrem späteren Leben ersparen, so laßt ihnen die ent­sprechende Berufsbildung an einer Winterschule, an welcher der Uni rridjt im November begann, zu Theil werden; sie werden Euch für die dargebotenen Opfer stets Dank wissen, sobald sie zur Erkenntniß der hohen Bedeutung der fachlichen Ausbildung gelangt sind. Und Ihr jungen Leute, die Ihr Lust und Liebe für den landwirthschaftlichen Beruf in Euch fühlt, sucht Alles aufzubieten, um Euch durch den Besuch der Winterschule eine Grundlage für Eueren späteren Beruf zu schaffen". Dr- p-

8>e*t*H*tw*

SIF Leipzig, 2. November, vr. Han» Meyer ist gestern von seiner Forschungsreise nach dem Ktltma-Ndscharo hierher zurück gekehrt. Auf dem Rückwege benutzte der Forscher von Salaga bis zur Küstenstatioa Mombassa die englische Eisenbahn, die schon weit ins Innere h-mmführt und mit der unsere Usambarabahn, die, wie M. mittheilt, nur nothdürftig fahrbar ist, nicht im Ealferntesten den Ber- gleich aushalt. Bon Mombassa aas besuchte M. den deutschen Gouverneur v. Ltebert tu Dar-eS-Salaam, wo er bedeutende Fortschritte im Wehr- und Bsückeubau vorfaud und über­haupt eine erfichtliche culturrlle Hebung der deutschen Be­sitzungen feststellen konnte. Der Plantagen-, uawcntltch der Kaffeebau, ist in Usambara in erfreulichstem Aufschwung. Die ersten 5000 Ceutner Kaffee hat Meyer mitgebracht, um sie in den Handel einzusühren. Auch Sansibar besuchte der Reifende, wo er sehr wenig erbauliche Zustände antraf. Ja der Hauptsache fehlt e» geradezu an Allem: an Beleuchtung, an ordentlichen Straßen, ja sogar an der uothweudtgeu Er­haltung der staatlichen Gebäude, am meisten aber dem Sultan an Geld. Er ist so arm, daß er sich, wenn er nach orien­talischer Sitte einmal ein RepräseutatiouS-Gescheuk machen will, da« Geld dazu zusammeuborgen muß. Dr. Meyer har, wie er einem Berichterstatter derLeipz. N. Nachr." sagte, ein paar kostbare Teppiche, die für den Sultan angesertigt waren, billig erstanden, weil der nominelle Herrscher von Sansibar sie nicht bezahlen konnte. Die ganze Heimreise machte Mkyer mit dem Generalmajor v. Ltebert zusammen auf demselben Schiffe.

* 10000 Mark von einem Hunde aufgesteffev, dieser eigen- artige Vorfall ereignete sich kürzlich tu einer grotzeu techni chen Fabrik in Berlin. Der Ehef des Hause«, Herr S., war eben in seinem Privat-Lomptoir damit beschäftigt, die Kaste zu revtdtrev, als er plötzlich abberufen wurde. Der Hund de« Herrn S., ein sonst gutmütiges und treues Thier, be fand sich nun allein im Zimmer, und da ihn jedenfalls die Langweile Plagte, schnupperte er nach Hundeart um^r. Un­glücklicher Weise gerieth er auch au den Schreibtisch seines Herrn, auf dem außer sonstigem Grlde ein Packetcheu mit zehn Tausendmarkscheinen lag. Diese» Packet Idjetute« nun dem Thiere besonder» angrthan zu haben. Für Menschen sind 10000 Mark gewiß immer ein Leckerbissen, daß aber auch der Hund daran seinen Genuß haben kann, da» sollte Herr V. bet seiner nach wenigen Minuten erfolgten Rückkehr erfahren. Er kam nämlich noch gerade zur rechten Zeit, um dem Thiere die Fetzen von drei Scheinen zu entreißen, die übrigen sieben waren bereits bis auf wenige Stückchen von dem Hunde verschlungen worden. Die Nummern von drei Scheinen konnten noch ermittelt werden, so daß die Reich»- bank diese honoriren wird.

Ein seltene» »erbrechen der Raub einer RegimentSkasse durch den Posten, der sie bewachte, fand dieser Tage in JekaterinoSlaw statt. Verübt wurde da» Verbrechen von dem Gemeinen de» 134. Frodofiaschen In­fanterie-Regiments, Kirill Popow, der in der Zett zwischen 3 und 5 Uhr Morgens am Abramowitschew>Plotz, wo sich die Kasernen des Regiment» befinden, auf Posten stand. Während dieser Zeit hatte Popow den Geldkasten de» Regt- ment« erbrochen und ihm eine Schatulle entnommen, in welcher sich 2877 Rubel Krongelder und Sparkassenbücher iwBe- trage von 40000 Rubel befanden. Mit dem Raube ist er unter Zurücklassung drs Gewehrs desertirt. Um 7 Uhr Morgens fanden Arbeiter die geraubte Schatulle, in welcher sich noch zwei Sparkassenbücher, auf den Betrag von 8000 und 200 Rubel lautend, befanden.

Bureau Papier zu bekrttzeln, wo ich vor Hoffnung zitterte und lieber die Vögel auf den Bäumen härte fingen hören, so schickte ich einen Brief au weinen Ehef, um ihm mit- zutheileu, daß eine starke Migräne mich an« Zimmer fesselte. Dann stieg ich auf da« Verdeck eine« Straßenbahnwagen«, de» ersten, der mich hinaus in» Freie bringen konnte. Am Eingang de« Bois de Boulogne stieg ich ab.

Ich irrte durch dir Alleen, ging zweimal um den See herum und setzte mich schließlich unter eine Eiche, wo ich meinen Hut in da» Gra» warf, um auf meiner Stirn die Liebkosung de» Windhauches zu verspüren.

Da bemerkte ich eine Gruppe von Spaziergängern wie e» schien, junge Eheleute in Begleitung ihrer Gäste an» den Tiefen bc« Gehölzr« auf mich zukommen.

Binnen Kurzem wert e ich auch so machen," murmelte ich fröhlich,aufl ich werde mit Leontine und unseren Freunden mein Glück im Schatten spazieren führen."

Plötzlich sprang ich auf und entfernte mich schnell.

Du kamst zu spät!" bewkrkte meine Mutter zu mir, al» ich zu Hause anlaugte.

Ich weiß e« bereit», ich habe Leontine und ihren Gatten im Bois de Boulogne getroffen."

* *

Ich war weniger niedergeschlagen/ al» man hätte glauben sollen. Im Gegenrheil, diese neue Enttäuschung stachelte meinen Muth an. Sind mir L online und Octavia auch ent­gangen, so war doch Charlotte noch da.

Und wirklich wenn ich die Züge ihre« Gesichtes mir vorstellre. war sie schöner oder doch wenigsten» ebenso schön, wie ihre Schwestern. Allerdings war sie brünett und ich zog die Blondinen und die Röthlicheu vor; doch sie hatte ein Paar wunderbare Augen, eine edle Haltung und einen ele­ganten und stolzen Gang, vielleicht würde sie die Herrin in der Wohnung. Wenn c» auch schmeichelhaft ist, zu befehlen, so ist e« doch auch süß, zu gehorchen, wenn der Befehl au» solchem Munde kommt.

Doch um mir den Besitz der dritten und letzten Grazie zu sichern, wußte ich nun schnell und entschlossen handeln. Zweifellos lauerte ein noch unbekannter Geier auch auf

diese Beute und entriß mir auch die, wenn ich nicht da­zwischen trat.

Ich weiß nicht, wie viel Tage verflossen waren, ohne daß ich meine Angebetete gesehen hätte. War da» junge Mädchen krank? Hatte e» seinen Weg geändert? . . . End- lich erschien e» wieder.

Ich stand vor meiner Thür und hatte mich mit männ­lichem Entschlüsse gewappnet.

Als zwischen ihr und mir nur noch die Entfernung eine» Meter« lag, trat ich ehrfurchtsvoll näher.

Fräulein Charlotte . . ."

Sie sah mich mit ihren schwarzen Augen an, erröthete und ging weiter- dann besann sie sich eine» andern, blieb stehen und sagte:

Sie wissen weinen Namen, mein Herr?"

«Ich habe ihn erratheu, mein Fräulein!"

Sie machteMiene, weiterzugehen, blieb aber doch noch stehen.

Wa» wünschen Sie?"

Wenn «e mir gestatten, so möchte ich"

Sprechen Sie, mein Herr, wenn da», wa» Sie mir zu sagen haben, rechtschaffen ist."

Trotzdem wagte ich nicht, ihr den Gegenstand meine» Ehrgeize« so ohne Weitere« zu gestehen.

Mein Fräulein, ich schätze Sie . . ich will . .

Sie lieben wich . . . Da« weiß ich, mein Herr!"

Sie wissen e»?"

Seit langer Zeit schon. Indessen dachte ich immer, Tie zögen weine Schwestern vor . .

Entzückt, daß sie weine Zuneigung kannte, war ich doch bestürzt, daß sie weine Empfindungen für Octavia und Leontine bemerkt hatte, und stotterte:

Die Damen sind reizend ... Ich liebte sie alle drei, da» ist die Wahrheit . . . Aber Sie . . . Sie . . ."

Vollenden Sie, mein Herr, denn ich muß eilen.

Tie will ich heirathen!"

Da» große Wort war gesprochen. Lharlotte wurde blaß und brauchte Zeit, sich von dem Schreck zu erholen.

Leider," versetzte sie,hat man schon um meine Hand l angehallen"

Um Ihre auch?"

Ich lehnte mich an die Wand, um da» Gleichgewicht za bewahren.

Und wer denn?" fragte ich mit stockender Stimme.

Ein Vetter."

Und Haden Sie bereit» zugesagt k"

Mein Vater hat fast fein Wort gegeben."

Er wird e« zurücknrhmen! Bitten Sie ihn, e« zurück- zunehwrn! Sagen Sie ihm, ein junger Mann au» der Nachbarschaft, etu guter, junger Manu, fleißig, pünktlich, liebenswürdig, hingebend, fparsam, mit guter Erziehung.und besten Grundsätzen, verträglich"

3a, aber," unterbrach fie,mein Vater wünscht diese Heirath."

Ich fuhr auf.

Dann gibt« ein Unglück!"

Ich wollte auf der Stelle diesen Vater aussuchen, ihm weine wiederholten Enttäuschungen erzählen und mich auf seine Gerechtigkeit verlassen- wa« Eharlotte anbrtraf, so be­trachtete fie mich prüfend und schien zu überlegen.

Noch heme Abend," sagte fie,soll die Sache sich end- giltig entscheiden . . Ich werde für Sie sprechen . . . Wem, Sie sie gewonnen haben, werde ich Ihnen morgen früh ein Züchen mit dem Kopfe geben- sonst werde ich meinen Weg unbeirrt fortsetzen."

Mit diesen Worten entfernte sie sich, da fie e», wie schon gesagt, eilig hatte.

In großer Aufregung und Angst stellte ich mich am nächsten Morgen als Schildwache auf dem Bürgersteig ans. Würde fie da» Zeichen mit dem Kopfe machen oder würde sie stumm und gleichgiltig ihren Weg fortsetzen?

9 uhr 10 Uhr 11 Uhr! . . . Und noch keine Nachricht!

Meine Sache wußte wohl verloren sein und Eharlotte an» Mitleid nicht wagen, mir mein Schicksal zu verkündigen!

Der Angstschweiß stand mir aufÄ bet Stirn. Endlich bemerkte ich sie, vergnügt lächelnd.

Herr Alfred," sagte fie zu mirPapa erwartet Sie!