Ausgabe 
28.11.1897 Drittes Blatt
 
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daß sämmtliche (Kantinen ihren Bedarf au Cigarren re. von der erwähnten Frrma entnehmen möchten, um einen möglichst einheitlichen Prei» in der geiammten Armee emfUhren zu können. Wenn daS eintritr, sei die Firma im Stande, an die säwwtlichen Cantinen der deutschen Armee eine Dividende von 40000 Mark zur Vertbeilung zu bringen.

Die Leutenar Srtaneruuglmedatlle kann auch an Damen verliehen werden, waS n chr allzu bekannt sein dürfte. Natürlich müffen er solche Damen fein, die im Feldzüge a>» freiwillige Krankenpflegerinnen thätig gewesen und im Besitze der Krtegsdenkmünze find. Bon einer solchen Dame ist jetzt ein Antrag auf Verleihung der Erinnerungsmedaille au die zuständigen Behörden ringereicht worden.

* Für dal nächstjährige Heereserfatzg-fchast wird den­jenigen jungen Mäane> n, welche ia tem Zeitraum vom 1. Januar bis 31. December 1878 gtboicn find, io Er­innerung gebracht, daß fie zur Vermeidung von Nachtheileu uud Weiterungen sich mit Geburtsscheinen oder sonstigen Au-wriSmittrlu über die Zeit und den Ort ihrer Geburt zu versehen haben. Die für diesen Zweck auS den Geburts« regtsteru der Standesämter zu elthelieaden Bescheinigungen werden kostenfrei aa-gesertigt. Der Zeitpunkt für die An­meldung zur Rekruitrungsstammrolle wird in der ersten Hälfte de» Monat» Januar k. I. bekannt gemacht werdens

W. TuS der Wetterao, 25. November. Bou allen Seiten laufen Klagen über die schlechte Beleuchtung an unseren Haltestellen uud Bahnstationen auf den beiden neuen Etieubahalinien ein. Der Zu- uud Weggang nach den Bahnhöfen war au den letzten Abenden bei dem herrschenden Rebel geradezu lebensgefährlich. Ein älterer Mann rannte vorgestern auf daS Ende einer Brüstung, er stieß einen Schmerzensschrei au» und war längere Zeit ohne Besinnung. Es steht fest, daß sich unsere Wetterauer Bahnlinien rentiren, die Verwaltung hat darum gewiß keinen Grund, au einigen Laternen zu sparen und dabei unter Umständen die Gesund­heit von Menschen, oder gar daS Leben oder die Gliedmaheu in Gefahr zu bringen. Für die Staatsbehörden aber er­wächst die Pflicht, die Gemeindeverwaltungen aozuhalten, daß fie für Laternen sorgen, wo fie dazu verpflichtet find.

A Hungen, 24. November. Am letzten Freitag bewegte flch um 3 Uhr Nachmittags unter Boraulritt von zwei hie- figen Vereinen ein imposanter Leichenzug durch die Hauptstraße unserer Stadt nach dem Friedhöfe, um die sterb­liche Hülle de» Gemeiodeetonehmer» und Kirchenrechners Herrn Bast zur letzten Ruhestätte zu geleiten. Das au» allen Kreisen der hiefigeu Einwohnerschaft sowie den Angehörigen der benachbarten Gemeinden bestehende zahlreiche Trauer- gesolge legte Zeugntß davon ab, welche hohe Achtung und Werthschätzung der Verstorbene fich während seine» ganzen, einer rastlosen, nie ermüdenden Thätigkeit gewidmeten Leben» erworben hatte. Den 9. December 1821 zu Langd geboren, erhielt er in dem jugendlichen Alter von 23 Jahren die Rechuerstelle in seinem Geburtsort, welche er auch bi» zu seinem Tode, also 53 Jahre, treu und gewifieuhaft ver­waltete. Infolge de» ihm von allen Seiten eutgegeuge- brachten Vertrauens wurden ihm daun in den 50er und 60er Jahren noch die Rechnerstellen für die Gemeinden Rod­heim und Rabertshausen übertragen, wozu später noch die­jenigen der Kirchen Langd und Hungen sowie die beiden Aemter de» Eontroleur» und de» Revisors der htefigen Spar- kaffe hinzukamen. Den in so reichem Maße mit Aemtern gesegneten Beamten befiel im Herbst vorigen Jahre» ein schweres Brustleiden, von welchem er fich leider nicht wieder erholen sollte. Doch ertrug er die damit verbundenen Be- schwerden mit der größten Geduld und Standhaftigkeit und ohne jemals eine Klage laut werden zu laffen. Er starb am Dten»tag, den 16. d. Mt»., Abends 10 Uhr infolge hinzu­getretener Altersschwäche im festen Glauben an seinen Herrn und Erlöser in seinem nahezu vollendeten 76. Lebensjahre. Der Dahingeschiedene war ein echt deutscher Eharacter, von reinem Wandel, makellosem Ruf und unbestechlicher Ehrlich­keit, ein treuer Gatte und sorgsamer Familienvater. Wir find der festen Ueberzeugung, daß Alle, welche den gegen Jedermann bescheidenen und liebenswürdigen Mann gekannt haben, ihm ein treues Andenken bewahren werden. Requiescat in pacel

Lanbach, 22. November. Unter der großen Betheiligung der htefigen Bevölkerung sowie auch derjenigen der Orte der Grafschaft wurde heute daS 25jährige Regiernng»- jubtläum des Herrn Grafen Friedrich zu SolmS-Laubach festlich begangen. Nachdem Tags über GratulationScour im Schlöffe stattgesunden hatte, bewegte sich am Abend ein prächtiger, von htefigen und auswärtigen Vereinen, sowie den Schülern de» Gymnasium» gebildeter Fackelzug durch die Stadt nach dem Schlöffe, um dem Jubilar eine Ovation darzubrtugen. Den Schluß der in schönster und würdigster Weise verlaufenen Veranstaltungen bildete eine Festversamm­lung im Gatzhau» zum Schützenhof.

* Trier, 21. November. Trotz des umfaffenden Ge- fiändntffe» feiner Schuld wurde der Briefträger Johann Dockendors aus Olk, der der Unterschlagungen im Amte zum Nachtheil de» PostfiScuS angeklagt war, von dem Schwurgericht fretgesprochen. Der Angeklagte war zu­erst in Pronsfeld mit 1,20 Mk. Tagegeld angestellt. Da er von dieser Summe auch noch seine armen Eltern unter­stützen mußte, so nahm er ein Darlehen von 60 Mk. auf. Bald wurde er nach Merzig mit einem JahreSgehalt von 700 Mk. versetzt. SlS er am 1. Juli sein Monatsgehalt von 64 Mk. erhoben hatte, zahlte er da» Darlehen von 60 Mk. zurück sodaß ihm noch vier Mark für den ganzen Monat verblieben. Bon dieser geringen Summe konnte er sein Kostgeld nicht bezahlen. In seiner Noth wandte er flch an die Post Spar- und Borschußkaffe, bei der er 167 Mk. Ersparnih stehen hatte. Nach dem Kaffenstatut hätte ihm

die Summe über 50 Mk. auSgezahlt werden müffen, durch ein Mißorrständniß kam er jedoch nicht zu seinem ihm rrchr- lieb zusteyenden Gelte- In seiner Bedrängrnß vergriff er flch nun an fremdem Gute und unterschlug verschiedene ihm anvertraure Summ'n. Der Bertheitiger betonte, daß der Angeklagte bei den angeblichen Uarerschlagangen die Urber- zenguug gehabt habe, daß er jederzeit daS von ihm einbe­haltene fremde Geld zurückgeben könne, weshalb keine Unter­schlagung vorhanden wäre. Der Angeklagte sei nnr der satzungswidrigen Behandlung des PostdirectorS zum Opfer ge­fallen. Die Geschworenen schloffen fich dieser Auffaffuug an und sprachen den Beschuldigten frei.

Köln, 25 November. Der au Bersolgungswahuflnu leidende Eastellan de» ner StadttheaterS, Johann Heim, durch schnitt fich in der ver stoffenen Nacht mittelst eine» Brokmeffer» den Hal» und stürzte fich alsdann su» einem Fenster der dritten Etage tu den Hof hinab. H:im war so­fort tobt.

Gilt das standesamtliche Aufgebot als ein rechtSgiltigeS Eheversprechen? D ese Frage ist vom Landgerichte in Cassel auS folgendem Anlaß verneint worden. Ein dortige» Brautpaar hatte da» standesamtliche Aufgebot vollzogen und der Tag der Livillrauuug war bereit» festgesetzt, als der Bräutigam fich eine» Anderen besonnen und dem Mädchen ohne Angabe von Gi linden mittheilte, daß er auf die Ehe­schließung mit ihr verzichte. DaS Mädchen wollte ihren früheren Bräutigam so leichten Kaufs nicht fahren lassen, fie stellte Klage auf Erfüllung de» Eheversprechens - hierzu fehlten ihm jedoch die Mittel und fie stellte deshalb den Antrag, ihr da» Arwenrecht zu bewilligen. DaS Landgericht wieS jedoch dieses Gesuch zurück mit der Begründung, daß nach dem hier geltenden Rechte nur da»gerichtliche Eheversprechen" die Abgabe der beiderseitigen Erklärung zwrckS Eingehen der Ehe vor dem zuständigen Gericht als rechtsbindend betrachtet werden könne und daher ein Proceß als auSfichtSlo» erscheinen müffe. Hiergegen legte der Rechtsbeistand der Klägerin Be- schwerde bei dem OberlandeSgericht ein, die damit begründet war, daß an Stelle de» gerichtlichen Versprechens daS standes­amtliche Aufgebot getreten fei und daß nach Inkrafttreten des StandeSamtSgefetze» im Jahre 1878 in ganz Kurheffen kein gerichtliches Eheverspcechen mehr abgegeben worden sei, sowie ferner, daß jedes Mädchen bei Erlaß de» standesamt­lichen Aufgebot» fich zweifelsohne wohl al» rechtlich ver- fprochene Braut betrachte. Das OberlandeSgericht stellte fich jedoch auf den Standpunkt deS Vordergerichts und wie» die Beschwerde zurück.

* Ehescheidungen. Die Thatsache, daß Berlin in der Häufigkeit seiner Ehescheidungen in der ganzen Welt nur vom Laude der Mormonen, Utah, und einigen anderen westlichen Staaten Nordamerika» übertroffen wird, ist nur wenig bekannt. ES kommen nach dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte auf je 10000 stehende Ehen in Berlin 31.92 Scheidungen. Ueber- troffen wird diese» Verhältntß nur in Utah mit 96, Montana 75 1, Wyoming 70 6, Colorado 67.2, Nevada 62.2, Oregon 45 5, Washington 45.9, Californien 44,9, Idaho 39,6 und Jllinoi» 33.5. In Europa nähert fich dem Berliner Durch­schnitt einigermaßen Hamburg mit 26,7. Selbst da» Übel berufene Paris hat nach der Einführung de» geltenden Gesetze» über die Ehescheidung seit dem Jahre 1884 nur 21,2 Ehe­scheidungen auf 10000 verheirathete im Jahre.

Die Rachweheu. Wegen Genehmigung einer Geld­lotterie zur Deckung de» Deficit» der Treptower Aus­stellung waren die bei der Zeichnung deS Garantiefonds betheiligten HauSbefitzer aus dem Südosten Berlin» mittelst Jmmediat Eingabe vom 12. December v. I. vorstellig ge­worden. Darauf ist vor einigen Tagen der Bescheid ergangen, daß der Kaiser nach erfordertem Bericht von den Ministern deS Jonern und für Handel und Gewerbe diesen beiden Ministern die abschlägliche Bescheidung der Bittsteller auf­getragen hat. Die Angelegenheit hat also beinahe ein Jahr geschwebt. Der erste Termin in den Garantiefonds Proceffen steht am 24. d. Mt». vor dem Landgericht I an, dürfte aber eine Entscheidung noch nicht bringen, da die umfangreiche Klagebeantwortung erst vor Kurzem dem klägerischen Anwalt zugestellt ist und eine weitere schriftliche Vorbereitung nöthig sein dürfte.

* Die größten Einnahmen der Welt an» dem Post- und Telegraphenverkehr hat Deutschland im verfloffenen Jahre erzielt: 486,7 Mill. Fr. und verausgabt 469,5 Mill. Fr. An zweiter Stelle steht Nordamerika; es nahm 398,8 Mill, ein, während fich die Ausgaben auf 449,7 Mill, beliefen. ES folgt England mit 286,6 Mill. Einnahmen und 202,021,825 Fr. Ausgaben. Frankreich nimmt den vierten Rang ein mit 224,8 Mill. Einnahmen und 174 Mill. Aus­gaben. Rußland vereinnahmte 160,2 Mill., denen Ausgaben von 116,5 Mill, aegenüberstehen. An sechster Stelle steht Oesterreich (ohne Ungarn) mit 113,7 Mill. Fr. Einnahmen und 105,1 Mill. Ausgaben. In den Einnahmen folgen bann Italien mit 50, Ungarn mit 49, Japan mit 29, die Schweiz mit 25, Spanien mit 23, Raaaba unb Belgien mit je 19, Hollanb mit 16 unb Schweden mit 12 Mill. Franken.

Ueber den gegenwärtigen btaud der Arbeiten an der Znngfraubahn vern rnmt man Folcienbes: In Lauterbrunnen ist eine Wafferkraft von 2400 Pferden nutzbar gemacht; die Hälfte wird schon nächster Tage in Betrieb gesetzt werden, um sür die Tunnelbohrung am Eigergletscher die elektrische Kraft zu liefern. Die Stromleitung vom TurbinenhauS bis zur Station Scheidegg und zum Eigerglrtfcher, 10 Kilometer lang, ist vollendet und die offene Linie zwischen der Scheidegg und dem Ggergletscher mit einem Tunnel von 80 Metern in der Hauptsache fertiggestellt, so daß der elrctrische Bahn­betrieb auf dieser Strecke in der zweiten Hälfte de» Juni 1898 eröffnet werden kann. In den Haupttunnel ist man mittelst Handbohrung etwa 150 Meter tief eingedrungen. Für 75 bei der elektrischen Tunnelbohrung zu beschäftigende Arbeiter find Dorräthe für den ganzen Winter bereit» beim Eigergletscher angehänft. Die Triangulationen zur Be­stimmung de» Trace» de» großen Tunnel» find nach einer

Arbeit von zwei Jahren im Wesentlichen durchgeführt; einige ergänzende Aufnahmen werden im Verhältnisse zum Vorrückcn der Tunnelarbkiten mit aller Muße gemocht werden können.

Erfolgreiche Pferde. Nach der Beendigung der deutschen Rennsaijon liegt nunmehr auch die genau auf­gestellte Statistik der siegreichen Pferde von 1897 vor, welche diele imereffante Z'ff-rn enthält. Danach haben 251 deutsche Pferde im Laufe der letzten Saison mehr als 1000 Mark verdient. An der Ep tze steht der Derbyfieger Flu kerm chel mit 125,395 Mark, ihm folgen Saphir, welcher 112,800 M. und G:ranium, der 109,300 M. auf sein Conto zu bringen vermochte. Diesen drei Champion» reihen sich iechS Pferde an, deren Gewinne zwischen 100,000 und 50,000 M. be­trugen, nämlich Lobengnla, die Gröditzer Habenichts, Lebe­mann unb Psaueninsel sowie Ea Bloe, der Sieger de- Großen Preises von Baden-Baden, und Wasa, der erfolg- reichste Zweijährige der Saison. Mehr a!» 30,000 Mark gewannen die Gröditzer Kirsche, Argwohn und Volapük sowie der nützliche Engländer Shadow und Trumbeter. Ueber 20,000 M. brachten 8, über 10,000 M. 34 Pferde ihre» Ställen ein, während 51 Kämpen mehr al» 5000 unb 47 mehr als 3000 gewinnen könnten. 97 Pferde mußten fich mit den bescheidenen Renngewinnen von etwa 1000 begnügen.

Ich kann ja nicht! Stürmische Heikerkeit herrschte i» der Sonntagnacht am Schlesischen Thor zu Berlin. Daselbst saß vor dem Schaufenster eines Restaurant» ein dem bessere» Stande angehöriger Mann und war trotz de» nicht gerade gelinden Wetters sanft entschlafen. Al» Vorübergehende ihn bemerkten, aufweckten unb ihm znrebeten, nach Hanfe zu gehen, gab fich der anscheinend Angetrunkene redlich Mühe, dem wohlgemeinten Rathe Folge zu leisten, aber alle seine An­strengungen waren vergeblich unb ein Über da» andere Mal rief er jammernd:Ich kann ja nicht, ich kann ja nichts Auch den vereinten Kraftanstrengungen der Umstehenden gelang e» nicht, ibn auf die Beine zn bringen. Bereit» wurde» faule Witze über dieschwere Ladung" de» Festfltzeuden lo»« gelassen, al» man mit einmal die Entdeckung machte, daß die Rockschöße des Manne» von der herabgelaffenen Schau- sensterjaloufie eingeklemmt waren! Der Localinhaber hatte beim Herablaffen der Jaloufie den draußen fitzenden Manu nicht gesehen und so war derselbesehhast" gemacht worden. Der heran»geklopfte Wirth zog nun die Jalousie in die Höhe und mitHnrrah" undHallo" wurde der Eingeklemmte zum Stehen gebracht.

* Widerspruche. Die Mechaniker, die bekanntlich zur sachgemäßen Ausübung ihre» Berufe» in erster Linie aus­kömmliche technische Kenntniffe befitzen müffen, nennt man trotzdem Mech aniker und der glückliche (?) Besitzer griechischer StaatSpnpiere, der längst nicht mehr glaubt, daß er Capital und Zinsen in dieser Welt unverkürzt wieder fieht, bleibt gerade trotz seine» Unglauben» ein Gläubiger.

* Gefärbt. Schulze:DaS haben Sie denn mit he* Lehmann? Ich höre, Sie haben fich mit ihm geprügelt." Me er: ,3a, er hat wich augeschwärzt und ich hab' ih» dnrchgebläut."

* Die perfekte Köchin. Gymnasialproseffor schreibt btt abgehenden Minna in da» Dienstattest:Ich muß noch besonders hervorheben, daß fie fich in ihrer Eigenschaft all Köchln nicht nur al» Perfektum, sondern sogar al» ein Plu »- quampetf ectum bewährt hat."

Rene Gattung.Höre, Max, wir find in riesiger Verlegenheit, Du mußt ein Festgedicht machen." »Warum ich?"Du bist doch so ein Verleg enheitSdichter."

Rach bem Sommer». Nachtwächter (Morgens 2 Uhr): Schreien Sie doch nicht so 1 Sie stören ja die nächtliche Ruhe!" StndiosuS:Schläft denn schon Jemand?"

* Umschrieben. Sergeant:Schnucke, die Würste von zu Hause waren ja gut, nur die Zipfel saßen etwal zu nahe aneinander!"

* Kafernenhofblüthe. Unteroffizier:Kerl»! Der Paradernarfch muß ein mit den Beinen deela- mirte» Epos sein!"

Citeratur uub ICunft.

- »«schichte der Weltliteratur nebst einer »eschichte de» Dheoter» aller Zeiten und Völker. HerauSgegedm vor, Julius Hart. Erschemt in 40 Lieferungen |um Preise von je 30 Psg. und umfaßt ca. 120 Druckbogen und 825 Abbildungen und 16 Tafeln in feinstem Farbendruck. Auch zu beziehen in zwei hoch­feinen Leinenbänden zum Preise von 15 Mk. Verlag von I. Neu­mann in Neu da mm. In den unS heute vorliegenden Lieferungen 7 bi» 10 wirb die Gefchichle der griechisch,n uud römischen Literatur zum Adfchluß gebracht unb der Verfall de» antiken Geisteslebens in interessanter Werse dargestellt. Wie die vorhergehenden Hefte, so find auch die heute vorliegenden reichlich mit Tert Illustrationen ge­schmückt, auch ist ein in Farbendruck vorzüglich ausgrführte» Facfimile, Seite aus einer südfranzösifchcn Hand'chuft b<t G-dichte des Horaz aus dem 12. Jahrhundert n. Chr. (jetzt in der Pariser Nattonal- bibliothek b-findlich), beigegiben. Jedem, dem daran gelegen ist, sich mit der Geschichte der Weltltteiatur vertraut zu machen, empfehlen wir die Anschaffung be» Werkes aus das Angelegentlichste, seine erste Lieferung, welche ungemein reichhaltig ausgeftattet und mit drei Farbentafeln geziert ist, wird von der Verlagshandlung auf Verlangen umsonst und postfrei versandt, so daß Jedermann in der Lage ist, sich ein Urlheil zu bilden.

Univorsttät». Nachricht«»».

Den bisherigen Docenten und außerordentlichen Professor« Medicmalrath Dr. Oesterlen und LandgertchtSrath Dr. Gaupp an der Unioerfitäl Tübingen ist der Titel und Rang eines .ordent­lichen Honorarprofessors" verliehen worden. E» ist damit eine neue Würde an der LandeSuniverfflät eingeführt worden, die fast an all« anderen deutschen Univerfität« bereits bestand und auch für Tübingen sich als nöthig erwiefm hat.

5cbiffsnad?rid?ten»

Der Postdampfer .NederlaodE der ,Red Star Linie" io Antwerpen ist laut Telegramm am 25. November wohlbehaltm in Philadelphia angekommen.