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Der Herr Einsender weiß daS auch und hatte wohl bk Adstcht, mich in Berlegenheit setzen. .. .
Ich habe durch meine Erklärung der Uebrrreugmi- «n»dr»L gegeben, daß die Anlage des BiehmarttplatzeS, wenn sie wie beschlokM zur Ausführung kommt, eine versehltc ist. Der Marktverkehr wirb fick an dieser Stelle nicht entwickeln können, sondern er wird zurückgehen.
Wer ein Geschäftshaus mit den modernsten Ladeneinrichlmqm in eine entlegene Eck« der Stadt baut, wird trotz des ver^ltniß» mäßig billigen Baues auf eine mäßige Verzinsung seines Anlage» capttalS nicht rechnen können. r ... . , .
Derselbe Bau, in einer guten Geschäftslage aufgeführt, wirb trotz der höheren Kosten aller Wahrscheinlichkeit noch rentiren. Da» wird auch der Herr Einsender glaub n, ohne dah ihm daS zahlen>- mäßia nachgewtesen wird. ., .
Ich bitte ihn, daS Gleichniß aus di- Vtehmarktsrage anzuwenden.
Louis Gmmelius.
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Eingesandt.
«et», bk Biehmarktfrage.
Gieße«, 21. December 1897.
Der Herr Einsender verlangt von mir den Nachweis, daß sich der Vtehmarkt hinter den Bahnhöfen rentiren würde, im Gegensatz zu der Anlage des Viehmarkles neben dem Schlachthause.
Wäre ein zahlenmäßiger Nachweis der Rentabilität der einen oder anderen Anlage möglich, so hätte eine Meinungsverschiedenheit der Stadtverordneten in dieser Frage gar nicht aufkommen können.
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freundliches Bild bescheint, tzleber und über stad die Wände bedeckt mit Gemälde» und Skizzen aller Art. Da hängen zunächst gleich link» die großen Bildnisse der nächsten Ange» hörigen, vorzügliche Stahlstiche mit den Unterschriften her Eltern uud Großeltern. Sie tragen die Jahreszahl 1878 und waren wohl für die erste große Reise de» jungen Prinzen, die Weltumsegelung, bestimmt. „Seinem lieben Enkel Heinrich, Wilhelm 1887*, in zittrigen Zügen, daneben mit schwungvoller Bleischrist die Erbpriuzesfin von Meiningen „ihrem lieben Bruder Heinrich die treue Schwester Eharlotte*, daun Kaiser Friedrich, die Mutter, die Großmutter und mit einigen englischen Zeilen zur Erinnerung an „devoted Grand- mother®. Sehr Interessant und künstlerisch werthvoll find zahlreiche Aquarelle, meist Seestücke mit Bildern au» dem Seeleden darstellend. Bor Allem salleu die prächtigen Bilder de» auch bei uu» rasch berühmt gewordenen italienischen Seemaler» Marrino auf, von dem außer einigen Skizzen ganz hervorragende Aquarelle der „Sardegna" uud „Italia", der beiden riefigen Panzer der italienischen Marine, unter Gla» und Rahmen hingen. Eine Photographie de» „Röntg Wilhelm" mit längerer geschichtlicher Anmerkung darunter von der Hand bei Freihrrrn v. Seckendorfs, de» Hofmarschalls und früheren seemännischen Mentor» de» Prinzen- zahlreiche Darstellungen au» Venedig und eine Reihe nicht mit Nam-n gezeichneter Genrebildchen in Aquarell au» dem Leben au Bord vervollständigen den Bilderschmuck. Auf dem Schreibtisch finden sich zahlreiche Familieubilder von Eltern, Geschwistern, Frau und Kindern. Hervorragend unter ihnen ist eine sehr große Platinothpie des Kaisers in AdmiralSuniforw, die i« Publikum bisher nicht bekannt geworden ist. ES ist eine der ähnlichsten und schönsten Aufnahmen, die mau von Sr. Majestät sehen kann. Auch in dem sehr practisch eingerichteten Wasch- und Baderaum stad noch weitere photographische Ausnahmen aufgehängt. Ein großes Bücherbrett mit allerhand Marine- ltteraturen, SophaS, mehrere Tische und Stühle vervollständigen die Einrichtung.
* Einige beemaunrscherze erzählt Marinepfarrer P. G. Heim» in setnrw „Seemann» latein". Ein Altmatrose bringt den Obersteuermann nach Hause, als dieser etwa» stark geladen hatte und heftig schlingernd seinen Cur» heimwärts richtete. Im Hausflur trat ihnen die Frau Obersteuermann zornschnaubend entgegen. „Wa» haben Sie mit meinem Mann gemacht?" schrie fie, „er ist ja ganz betrunken !* — Der Matrose richtete sich würdig auf und ruft entrüstet: „Frau Michels, er ist nicht betrunken Yon das, was ich getrunken habe, er ist betrunken von das — was er selbst getrunken hat." — Ganz besonders characteriftisch ist folgende Unterhaltung. Auf dem Achterdeck stehen zwei Leute, die den Schnee wegfegen sollen. „O je, o je!"
Summ«: 5 (1) 3 (1) 2
«nm. Die w KUnnman gesetzt« Zister» gebe« o>, wie der Todesfälle in der betreffenden «r-mkhett «us von tutmlrtt na« Gießen gebr«chte Kranke komme».
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51. Woche. Vom 12. December bis 18. December 1897.*« Einwohnerzahl: «genommen zu 23 700 (tacl. 1600 Mttfc:). SterbltÄkcU-ziffer: 10 97, nach Abzug der Ortsfremden 8,77°/«.
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Am Donnerstag, den 23. December, Nachmittag» SV* Uhr, in der Johannesktrche: «hrisUwscheirrmgSfeiir de» Kinder- gottesdienstes der Johannesgemeinde. Die ganze Gemeinde wird zur Theilnahme herzlich eingeladen. Pfarrer Dr. Naumann.
Freitag den 24. December, Nachmittags 3*/i Uhr, »eitz- nachtsfeier für die Kinder der Lucasgemeinde- Pfarrer Din g eld ey.
Da die Stadtkirche zu Weihnachten noch nicht benutzt werden kann, so sollen an den beiden Feiertagen in der JohanneSkirche Vormittags zwei Gottesdienste, um 9</, Uhr und um ll1/« Uhr, und Nachmittags 5 Uhr ein Gottesdienst gehalten werden.
In der Friedhofscapelle findet während der Weihnachtsfeiertage kein Gottesdienst statt-
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ist noch gar nicht»!" lacht der andere nod fegt «it Gewalt - ^bist Du «al i« Januar oben bei« Nordpol gewesen?" — ,Ne!" sagt der erste, „Du?" — „Jawohl- und ich erzähle die volle Wahrheit, da hatten wir vier Wochen laug 32 Grad. . Und das waren nicht so kleine Grade wie hier — nein, mein Junge, daS waren, hol' mich der Teufel, Grade so lang wir mein Arm!"
• Au» ««glücklicher Liebe »ergiftel hat fich der junge Millionär Beverley Ward, rin Verwandter der Pri«- zesfin Lhimay, geborene Ward. Er hatte fich in eine der schönsten und reichsten Erbinnen von Newyork wahnstnnig verliebt, uud al» er von deren Verlobnng vernahm, ergriff ihn düstere Verzweiflung uud mit Opium «achte er seinem Leben ein Ende. Echt amerikanisch ist der Nachruf, den «au ihm widmete. E» heißt da: „Obwohl erst 23 Jahre alt, war er bereit» eiu guter Truni» Spieler."
• Der Huugrr nach Goltz hat viele Tausende nach dem eirstarrenden Ala-ka getrieben. Nun >reibt der Hunger nach Brod die Goldsucher hiuwrg von der Stätte, wo fie ihr Glück machen wollten. Entsetzlich lauten die Nachrichten, die von glücklich Entkowmeuen über die HuugerSnoth in der Goldstadt vou Klondike, Dawson City, melden. Die Lebensmittel haben Preise, die schon den Reichsten beinahe zu hoch find. Man schlägt fich, ja mau mordet um Brod und Fleisch. An 3000 Menschen haben fich aufgemacht, nm über einen schaurigen Gletscherpaß hinweg dem ficheren Tode zu entrinnen. Biele Goldsucher find so arm, ja ärmer, alS fie gegangen waren, in Gitka aa der Küste augelangt. Run kommt noch die schlimme Kunde, dah der Dampfer „Eleve- land", der mit Paffagieren nud Lebensmitteln nach den Goldfeldern von Klondike unterwegs war, an der Westküste der Vancourinsel totalen Schiffbruch erlitt, wobei 22 Personen ertranken. Bald wird, da diese HilsSexpedition gescheitert ist, dir Goldgier noch mehr Opfer fordern.
♦ «ul der Kafer«e. Sergeant: . . Also, von
jetzt an find in der Kaserne Zahnbürsten im Gebrauch! Da» sag ich Euch aber, daß fie mir keiner auch zum Stiefelputzen nimmt."
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