•• Theaterverei» (D* *öibu86eibinbnna). Za ben Bor« ftellungen bei Theater-Bereinl, bte heute Abenb im Leib'schen Saale ihrea Anfang nehmen, werben am Schluffe derselben Omnibusse nach ben verschtebenen Stabttheileu in gewohnter Weise verkehren und zwar in folgeubem Fahrplane: Erster Wagen: Kreuz—SeltrrSweg—Liebigstraße; zweiter Wagen: Maekcstraße — Bahnhofstraße — Bahnhof; britter Wagen: Schulftraße—LabwigSplatz—Lubwiglstraße—Bleichstraße. — Fahrpreis 20 Pfg.
•' Omuibusverbiubuug Wieseck nnb zurück Die Omuibul- führten nach dem Schiffeuberger Wald werden nunmehr auch an Sonntagen eingestellt. Dagegen werden die Fahrten nach Wieseck und zurück vermehrt und nach besonderem Fahrplan gefahren.
•• Krieger Bereiue. Seitdem die deutschen Krieger- verbände in unserem Kyffhäuier-Deukmal den lang ersehnten Vereinigungspunkt gefunden haben, find fie bestrebt gewesen, in allen wichtigen Fragen gemeinsam vorzugehen. So haben fie auch der tief einschneidenden Frage der Fürsorge für die Invaliden ihre Aufmerksamkeit zugewendet. In der Sitzung des ständigen Khffhäuser-Aulschuffel vom 3. October b. I. wurde nach eingehender Berathung aller einschlägigen Der» hältnisse beschloffen, Namen! P/2 Millionen Kriegerverein!- Mitgliedern dem Herrn Reichskanzler folgende Wünsche zu unterbreiten: 1) Erhöhung der Pensionen der Kriegsinvaliden der Unterklaffen. Gleichstellung derjenigen Krieglinvaliden, welche auf Grund der Allerhöchsten Eabinetlordre vom 22. Juni 1884 nachträglich anerkannt sind, mit den ans Grund del Gesetzes vom 27. Juni 1871 Jnvalidifirten. Erhöhung der Vergütung an Krieglinvaliden der Unterklaffen für N'chtbeuutzung des CivilversorgungSscheinS. 2) Fortfall des Ruhens der Pensionen der Kriegsinvaliden der Unter- klaffen für die im Reichs- und Staatsdienste Angestellten. 3) Erhöhung der Pensionen der durch den Krieg zu Wittwen Gewordenen. 4) Ausdehnung der Reichsbeihilfen au erwerbsunfähige und unterstützungsbedürftige Veteranen. 5) Erhaltung der Mittel des ReichS-JnvalideufondS lediglich für die durch den Krieg geschädigten Invaliden und Wittwen, und Bereit stellung anderer Mittel, eventuell unter Einführung einer Reichswehrsteuer.
•• Dal Auzundeu der Gasflammen auf elektrischem Wege. Eine Neuerung hat sich nun auch in Gießen eingesührt. Die Firmen MontanuS Nachfolger und Geschwister Aron haben ihre sämmtlichen Beleuchtungskörper mit dieser sehr practischen Einrichtung versehen lassen. DaS elektrische Zünden und Löschen beliebig vieler Gasflammen vermittelst Druckknopfes von der Wand aul für Wohnungen, Läden, Schaufenster, Säle, Treppen und Straßenbeleuchtung bietet, abgesehen von der bequemen Handhabung, den Borthett größter Feuerficherheit und schont beim Vorhandensein von Gasglühlicht deren Strümpfe sowie die Cylinder. Die Einrichtung ist beim Vorhandensein einer Haulklingelbatterie mit Benutzung der alten Brenner ohne erhebliche Kosten überall anzubringen und ist damit das Gaslicht nunmehr der elektrischen Beleuchtung ebenbürtig geworden.
** Wetterbericht Die Herrschaft bei hohen Drucke! über Europa dauert an. Nur im äußersten Norden liegt eine flache Depression. Der Einfluß del barometrischen Maximum! äußert sich denn auch in der fortdauernden ruhigen, milden Witterung und in der charakteristischen, in den niedrigen Luftschichten stattfindenden ausgedehnten Nebelbildung. Die meisten Orte des Flachlandes vom Küstengebiete bis zu den Alpen melden heute Morgen Nebel, während die Hochstationen allenthalben wolkenlosen Himmel verzeichnen. — Voraussichtlich e Witterung: Fortdauer der bisherigen Witterung.
+ Orlenberg, 20. Oktober. Dom 1. bi! 4. November wird dahier der von jeher stark besuchte „Kalten-Markt" abgehalten, welcher zugleich das Gepräge eines Volksfeste! trägt. Er ist einer der ältesten Vieh- und Krämermärkte OberhessenS, welcher sich in den letzten Jahren durch günstige Bahnverbindung sehr gehoben hat.
△ Herbstein. 18. Oktober. Zu Ehren de! von hier nach Bodenheim versetzten Decan Herrn Pfarrer Htlldorf fand gestern Abend unter großer Betheiligung ein Fackelzug mit Musik statt.
§§ Born höheren Vogelsberg. 15. Oktober. Der Versuch einer Hutweidenmelioration soll demnächst in einigen weiteren Gemeinden deS Vogelsberge! nach Beschluß des landwirthschaftlichen Verein! für die Provinz Oberheffen durchgeführt werden. Diese Gemeinden hätten dem landwirthschaftlichen Verein für die Provinz Oberheffen je eine Fläche von sechs bis acht Morgen unter folgenden Bedingungen zur Verfügung zu stellen : 1. Sämmtliche Kosten der Melioration alS: Bodenebnung und Bearbeitung, Einsaat, Düngung und Einzäunung werden vom landwirthschaftlichen Verein für die Provinz Oberheffen getragen. 2. Die vom landwirthschaft- lichen Provinzialverein für die Hutweidenmeliorationen ernannte Commission darf in ihrer Thätigkeit von der Gemeinde nicht beschränkt werden, sie wird fich jedoch bemühen, etwaigen Wünschen deS Gemeindevorstandes bei der Durchführung der Melioration möglichst Rechnung zu tragen, insoweit die- selben den von der Commission als zweckmäßig erkannten Grundsätzen nicht zuwider laufen. 3. Die Gemeinde ver- pflichtet st», die meüotirte Fläche im nächsten Jahre 1898 nicht all Weide zu benutzen, in den nächstfolgenden Jahren aber nur abwechselnd, d. h. in der Weise, daß, sobald dal GraS abgeweidet ist, die Fläche dann einige Wochen nicht behütet wird. Die Gemeinde hat ben nach dieser Richtung gegebenen Weiltingen der Commission Rechnung zu tragen. 4. Die hier mitunterzeichnete Localpolizeibehörde (Bürgermeisterei) verpflichtet sich, auf der meliorirten Fläche daS Einzelhüten nicht zu gestatten. Zuwiderhandlungen haben für die Gemeinde die unter 6. festgesetzten Nachtheile zur Folge. 5. Die Gemeinde verpflichtet sich, bezüglich der Instandhaltung der meliorirten Hutweidefläche folgende Verbindlichkeiten zu übernehmen: a) Die Be- und EntwäfferungSanlagen ordnungsmäßig im Stande zu halten, k) Die Kothhaufen zu zer-
I streuen, damit keine Gailstellen entstehen. Ebenso sollen Amelien- und Maulwurfshaufen nicht geduldet werden, c) Auf die Düngung mit ThomaSpholphatmehl, Kainit und Kalk pro Morgen möglichst jährlich einen Betrag von 5 Mk. in den nächsten Jahren zu verwenden. 6. Kommt die Gemeinde den übernommenen Verpflichtungen nicht nach, so hat fie da! von dem Provinzialverein ausgewendete Meliorationlcapital zurückzuerstatten. Die Entscheidung über die Frage, ob die Gemeinde den von ihr übernommenen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, trifft ein von drei Sachverständigen zu bildendes Schiedsgericht, zu welchem die betr. Gemeinde ein Mitglied, der Provinzialverein ein Mitglied und daS zuständige KreiSamt daS dritte Mitglied ernennen. DaS letztere führt zugleich den Vorsitz. Das Schiedsgericht entscheidet enbgtlttg.
G. Darmstadt. 20. October. (Telephonnachricht.) Der Kaiser von Rußlanb unb der Großherzog find soeben zum Besuch be! Kaiser! Wilhelm nach Wiesbaden abgereist. Kaiser Nikolai trug die Uniform be! 24. Drag - Regt!. Kaiser Wilhelm wirb morgen zum Gegenbesuch am Großh. Hofe eintreffen.
* * Darmstadt. 19. October. In btr letzten Sitzung bei geschäftlführenden AulschuffeS zur Errichtung eine! Volksbades wurde da! Ergebniß der Actienzeichuungen sestgeftellk. Es find bis jetzt 68 600 Mk. gezeichnet, hierunter 10000 Mk. vom Großherzog, je 5000 Mk. von den Herren Wilhelm Merck und WolfSkehl, je 3000 Mk. von Bankdirector ParcuS und Major v. Hehl, 2000 Mk. von Dr. Blumenthal. Ferner haben 9 Personen je 1000 Mk., 12 Personen je 600 Mk., 29 Personen je 400 Mk. und 64 Personen je 200 Mk. gezeichnet. DaS Ergebniß ist stark hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Trotzdem beschloß der Ausschuß, daS Projekt noch nicht aufzugeben, sondern mit den Sammlungen fortzufahren. (Da sind wir in Gießen doch schon einen großen Schritt weiter, denn abgesehen davon, daß unsere Einwohnerschaft die gleiche Summe wie Darmstadt zeichnete, geht bereits der Prachtbau des VolkSbadeS feiner Vollendung entgegen. Red.)
Pfungstadt. 17. Oktober. Heute Morgen nach 8 Uhr ereignete fich hier ein schreckliches Unglück. Herr Post- verwalter Hännele war im zweiten Stockwerke am Fenster mit AuSbürften seiner Kleider beschäftigt, als er plötzlich — wie eS gekommen, weiß Niemand — zum Fenster hinaus in den Hof fiel. Er brach dal Genick unb war sofort tobt. Man nimmt an, baß Hännele schwinbelig wurde unb über bie Brüstung fiel. Er hatte auch die Kleiderbürste noch in der Hand. Thatsache ist auch, daß H. schon längere Zett leidend war und öfter von Unwohlsein befallen wurde. Er galt als ein sehr menschenfreundlicher, diensteifriger und charakterfester Mann. Er ist etwa 45 Jahre alt.
Bubenheim, 17. Oktober. Ein gräßliche! Unglück, das ein junges, hoffnungsvolles Leben als Opfer forderte, ereignete fich hier. Die 15 Jahre alte Tochter de! Ludwig Mayer von Kleiu-Bockenheim, die hier zu Besuch bei Wirth Ludwig Setzer war, berührte beim Reinigen des Zimmer! ein Jagdgewehr, welche! fich entlud und das junge, hoffnungsvolle Leben tobt zu Boden streckte. Der Schuß ging durch Hals unb Kopf.
Mainz, 19. October. In später Abenbstunbe ersuchte gestern der FriedhofSaufseher Herr Bergmann bie Polizei, einen Mann bei ihm abzuholen, welcher den Versuch gemacht habe, Selbstmord durch Erhängen zu begehen. Die Polizei brachte den Lebensmüden nach seiner im Hause Neu- thorstraße 5 gelegenen Wohnung, wo fich ihnen ein selbst für abgehärtete Nerven ergreifendes Bild bot. Die Wohnung, in welcher den Spuren nach bie Tüncher schon seit einigen Tagen thätig sind, um fie für neue Miether herzurichten, war bis auf eine ärmliche Lagerstätte in einer Ecke aul* geräumt und da! Mobiliar stand auf dem Hofe. Auf dem irnprovifirten Lager wand fich eine abgezehrte Frauengestalt ohne jede Hilfe in Kindesnöthen, während ein kleine! Mädchen weinend und frierend neben dem Lager der Mutter kauerte. Die sofort herbeigeholte Hebamme entband die Frau, deren Mann, ein viele Jahre in Höchst a. M. beschäftigt gewesener und wegen Lungenkrankheit entlaffener Fabrikarbeiter sich in der Verzweiflung über die Lage seiner Familie daS Leben hatte nehmen wollen. Durch mildthätige Menschen wurde daS Nöthigste an Wäsche für die Wöchnerin und daS Kind zusammengesteuert.
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* Frankfurt a. M., 16. October. Dal Gutleuthof- geläude ist auf Gruud eine! im August l. I. abgeschloffenen Kaufverträge! am 15. l. Mts. tn den Besitz de! Herrn Eugen Tornow übergegangen. Der Kaufprei! beträgt 3227000 Mk.
• Frankfurt a. M., 18. October. DaS seinerzeit berichtete Straßenbahnunglück auf der Kaiserstraße fand heute seine gerichtliche Sühne. Anfangs September fuhr der betrunkene Lenker eines BackfteinwagenS, Herrn. Woitag, in vollem Trabe mitten in einen nach dem Hauptbahnhof fahrenden Straßenbahnwagen. Die Deichsel traf ein Fräulein aul Gießen (?), das mit seinem Verlobten die Rosenausstellung besuchen wollte, so schwer an Kopf und Hall, daß man Anfang! an ihrem Aufkommen zweifelte. Doch ist eß den Aerzten im städtischen Krankenhause gelungen, fie ziemlich wieder herzustellen, sogar die Sehkraft de! verletzten Auge! ist nicht ganz verloren, unb fie konnte vor 14 Tagen aul dem Krankenhaul entlassen werden. Der Fuhrknecht hatte für da! von ihm angerichtete Unglück keine andere Entschuldigung al! seine Trunkenheit und da! Gericht hielt delhalb eine empfindliche Strafe für angezeigt; e! erkannte auf ein Jahr Gefängniß.
• Berlin, 16. Oktober. Im Jahre 1896 wurden in Berlin befördert: von Omnibuffen 43452646 Personen, von den Pferde- und elektrischen Bahnen 187 337 467, durch I bie Stabt- unb Ringbahn 76899 568 nnb durch die Dampf- straßeubahu 3527274 Personen. Gegen da! Jahr 1895 • wurden mehr befördert 41 085464 Personen.
e Liu »euer Gaunerstreich ist vor einigen Tagen bei zwei Juwelieren in Berlin verübt worden. Während der Abwesenheit be! Chef! erschien bei einem Juwelier ein junger Manu im Alter von 20 bi! 24 Jahren und wünschte einen Brillantring zu kaufen. Die Berkäuserin nahm mehrere Ringe, darunter einen im Werthe von 325 Mk., an! dem Schaufenster und legte fie dem Kauflustigen vor. Dieser steckte einige Ringe an ben Finger, kaufte indeß keinen und entfernte fich darauf. Vorigen Samstag trat nun ein Bekannter in ben Laden und machte den Juwelier darauf aufmerksam, daß er einen Similtring für 325 Mk. im Fenster habe. Der Juwelier nahm schnell den Ring au! dem Fenster nnb überzeugte fich, baß statt seine! werthvollen Ringe! ein ziemlich ähnlicher Stmiltting aulgelegt war. Der Gauner hatte bie Ringe vertauscht unb bat Fräulein getäuscht. An bem unechten Ringe besanb fich eine Aulzeichnung über den Preis usw. saft genau so, wie an den übrigen Ringen. Der Gauner wird al! ein großer, hellblonder, seingekleideter Mann geschildert. Er hat in Gemeinschaft mit einem kleineren Maan denselben Streich bei einem Juwelier in der Friedrichstraße aulgeführt. Allem Anschein nach find el österreichische Jn- buftrieritter, die in Gemeinschaft mit einem Sachkundigen, der die falschen Tauschringe besorgt, „arbeiten". In Verdacht find mehrere Personen, die in anderen Städten ähnliche Gaunereien verübt haben, darunter ein gewisser W. unb ein Mann, der fich mit Vorliebe adelige Namen, wie v. Brüsewitz usw., beilegt.
* Das radfahreude Berlin. Die Zahl der gegenwärtig in Berlin den Radsport aulübenden Personen beträgt etwa 45000. Davon entfallen auf 47 bestehende Radfahrer- Vereine nur 2300 Personen.
* Eine Statistik der verli»er Specialttate» Locale ergibt da! Vorhandensein von 74 Etablissements der verschiedensten Kategorien, in welchen regelmäßig Artisten ihre Künste zum Besten geben. An der Spitze stehen neun große Specialitäten-Theater, darunter Wintergarten, Apollo-Theater, ReichShallen-Theater, Kaufmanns Variete, Feenpalast usw Ihnen folgen 28 eigentliche Chantant!, unter diesen 12 Locale, die auf den Besuch von sogenanntem Familienpudlikum rechnen, während in 16 Bedienung von zarter Hand eingeführt ist. In sieben Chantants ist der Besuch von Damen sogar anscheinend recht unerwünscht, da man fie, während Herren freien Eintritt haben, durch Erhebung eine! Eintrittsgeldes von 50 Pfg. bi! zu 1 Mk. feruzuhalten sucht. Außerdem extsttren 21 Sommer-Etablissement!, in denen nur ein Theil des Jahre! über gespielt wird. Acht Concertlocale mit Gesang, sowie acht Ballsäle, in welchen Ballet! zur Aufführung gelangen, vervollständigen diese Liste.
• Die in Berlin lebende» Mormone», von deren Dasein man nur selten etwas erfährt, beginnen fich jetzt lebhafter zu regen. Aehnlich wie die Apostel der Heilsarmee versuchen eS auch diese „Heiligen deS jüngsten Tage!", hauptsächlich unter den Schiffern Propaganda zu machen, und zwar soll die Zett vor Weihnachten, zu welcher voranlfichtlich die Schiffer Muße haben werden, zu Bekehrunglzweckcn dienen Ein kleiner Stamm ist bereit! durch die Propaganda unter den Schiffern gewonnen worden, und el find auch hier wieder die Frauen, die dem Mormonenthum zugänglich find. Ans Ogdou, Utah, wird demnächst ein sehr beredter Apostel hier gehofft, der der deutschen Sprache mächtig ist und von dem erwartet wird, daß er da! Mormonenthum in Deutschland zu größerem Ansehen al! bilher bringen wird.
• Konigshütte, 19. Dctober. Im Bahuschacht Königs- grübe find durch Pfeilereinsturz beim Abbau der Hauer Bar- dubitzki und der Schlepper Dttenburger verschüttet und gr> töbtet worden.
• BreSla», 19. October. Ein Neffe bei Präfibentew F aure ist auf der Reise nach Rußland wegen Unvollständig- leit seine! Paffe! von den rusfischen Grenzbeamten in SoS- nowice am Ueberschreiten der Grenze gehindert worden. Da! hiefige französische Consulat wurde sofort zur Vervollständigung de! PaßvisumS aufgefordert.
* Posen, 15. Oktober. Bei einem Zimmerbrande in Maucha bei Wollstein verbrannte da! 10jährige Schulmädchen Katharina Pacholek, die Tochter der Wittwe Franziska Pacholek.
• Leipzig, 19. Oktober. Heute Nachmittag 5 Uhr 20 Min. stieg auf dem Borplatze der sächfisch-thüringischeu Industrie- und Gewerbe-Ausstellung der 3200 Cbm. faffenbe Luftballon „August Pölich" unter Führung der fraa- zöfischen Luftschiffer Gobard und Surcous und mit sechs Personen auf. Der Ballon schlug sofort eine rein Östliche Richtung ein. Die Fahrt dient wiffenschastlichen Zwecken.
e Nürnberg, 18. October. In der heutigen Schlußsitzung del Aulschuffe! bei 12. deutschen Bunde!- schießen I wurde heute It. „Franks. Ztg." ein Deficit von etwa! über 100,000 Mk. festgestellt, vom Garantie- fond! wurden 25 pCt. eingesordert.
• Biberach, 16. Oktober. Im nahen Alt heim brannte el jüngst wiederholt. Als Brandstifter ward nach der „U m. Zeitung" der Hornist der Altheimer Feuerwehr entdeckt. Der Mann hörte fich zu gern Alarm blasen, weßhalb er „zündelte".
• Straßburg, 15. Oktober, lieber einen bedauerlichen UuglÜcklfall berichtet die „Straßb. Post" aul Saar- gemünb. In dem dortigen Militärlazareth übten fich einige LazarethgehÜlfeu nnb Reconvalelcenten im Revolverschieben. Einer zielte nach der Thür. In bem Augenblick, all er abdrückte, wurde die Thür von außen geöffnet und die Kugel drang einem eintretenben Soldaten tn bte rechte Schläfe nnb zerschmetterte ihm bte Schadeidecke. Der Unglückliche, ein junger Kaufmann aal der Pfalz unb ein braver Soldat, der erst vor einigen Tagen zum Gefreiten befördert worden war, wird die Unvorfichtigkeit seine! Kameraden wohl mit bem Tode büßen müssen.
• Budapest, 16. Oktober. Der Grundbefltzer Szilagy in Naghe. ye erschlug Nacht! seinen 80jährtgeu Vater, weil biefer ben für ein verkaufte! Grundstück vereinnahmten Betrag nicht hergeben wollte. Bemerkevlwerth ist, daß der Ermordete


