| Ordn.-Nr. 1
Nau
der Gemeinden
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der Halter
A
Art
ngaben über
Raffe
$7
Gutachten der Commission über Röhr-, Gesundheits-
Zustand rc.
4. 3uni 1897.
34
35
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37
38
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Hungen
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Rabertshausen Langd
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1
von Oven Derselbe Derselbe Derselbe Derselbe Derselbe
Friedr. Roth Johs. Hofmann TU. Wilh. Selten Konrad Engel Hrch. Klipper Hrch. Krd. Roth Gg. Nicolai III.
Wild. Lang Wilh. Reichardt Ludwig Wolf Emil Fritz Gg. Krd. Walther Peter Fritz
r>. Jun Gemeinde
Dieselbe Dieselbe Dieselbe Dieselbe Dieselbe
Hrch. Vogl IV.
Bulle Simmenth. Bast
, Simmenthaler
Eber ^Yorkshirer
Ziegenbock Saaner Bulle Simmenth. Bast.
Eber Yo'rksh. Bast.
Bulle Simmenth. Bast.
Eber Yorksh. Bast.
Ziegenbock Saaner Bast. Bulle Simmenth. Bast.
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Eber ,Yorksh. Bast.
1897.
Bulle lSimmenthaler
„ Simmenth. Bast.
„ Vogelsberger
Ziegenbock Saaner
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-weile Ziegenbock fehlt
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Warnen
Angaben über
Gutachten der Commission über Räbr-. Gesundheits- Zustand rc.
der Gemeinden
der
Halter
Art
Raffe
Alter (n. llabrtn)
40
Birklar
Hrch. Müller VII.
Bulle
Simmenth. Bast.
IV.
genügend
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Pachter Brückmann
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Derselbe
Eber
Yorksh. Bast.
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Wilh. Hanitsch Witlwe
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Bastard
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Muschenbeim
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Bulle
Simmentb. Bast.
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genügend
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Gilbert Koch
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gut
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Derselbe
Eber
Yorksh. Bast.
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Hrch Eller V.
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Wilh Müller II.
Ziegenbock
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Hrck. Sames VI. Adam Gorr III.
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Simmenthaler
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Heinrich Weitz
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Yorksh. Bast.
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Johs. Plank
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Vogelsberger
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Cbr. Ernst Bingel H.
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Goltfr. Wilh. Fey
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Friedr. Ernst Bender
Ziegenbock
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Holzheim
Gemeinde
Bulle
Simmenthaler
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Dieselbe
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Simmenth. Bast.
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Dieselbe Hrch. Müller II.
Ziegenbock Appenzeller Bast.
Eber Zorkshirer
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sehr gut
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Ober-Hörgern
Herm. Düringer
Bulle
Simmenthaler
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Joh. Gg. Düringer III.
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Wilhelm Schmalz
Ziegenbock Bulle
Appenzeller
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46
Eberstadt
Jakob Köhler
Simmenthaler
3
Derselbe
I-/4
n
Krd. Wedemann II.
Ziegenbott
Saaner Bast.
2'/4
gut
• Gotha, 8. September. Nach verbüßter Strafe fretgesprochen. Der Barbtergehtlfe Albert Grobe aus Großfahner wurde am 13. August 1895 wegen schweren Dikbkahl» unter Zubilligung mildernder Umstände zu einem Jahr Gefanguiß verurtheilt. Der Berurtheilte sollte am 27. April 1895 im Comptoir der Arnoldi'schen Bierbrauerei hier unter Anwendung von Gewalt 26 Mk. und 70 Bier- marken gestohlen haben, was er entschieden in Abrede stellte. Grobe hat in den Gefängnißanstalten zu Ichtershausen seine Strafe verbüßt. Nach seiner Freilassung hatte er Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt mit der Be- hauptung, unschuldig verurtheilt zu sein. Dem Anträge wurde Folge gegeben, und in der heutigen Verhandlung vor der Strafkammer, zu der 11 Zeugen geladen waren, wurde Grobe fr igesprochen. Der Gerichtshof war auf Grund der Zeugenaussagen zu der Ueberzeugung gelangt, daß das s. Z. den Angeklagten schwer belastende Zeugniß seines vormaligen, jetzt verstorbenen Principals so erschüttert sei, daß demselben
eine Glaubwürdigkeit nicht mehr be«zumesien sei, auch sprächen andere Momente zu Gunsten deS Angeklagten, die die Frei sprechung rechtfertigten. Wer entschädigt nun, so fragt mau hier wieder einmal, den unschuldig Verunheilten, der eine Gefängnißstrafe von einem Jahre verbüßt hat?
vo-en, 9. September. Im Artlergebiet wurde gestern an verschiedenen Punkten ein heftige- Erdbeben verspürt. Dasselbe dauerte zwei Secundeu.
* Heilere« aus dem Schnllebeo. In einem Aussatz schreibt eiu künftiger Historiker: „Franz war der letzte Kaiser, weil im Römer zu Frankfurt kein Platz mehr für ein Katserbild war." Frage: „Warum steigt das Quecksilber in die Höhe, wenn man das Thermometer in heiße- Wasser steckt?" Antwort. „Weil eS ihm unten zu heiß wird." Ein Gymnasiast schreibt scharfsinnig: „Cäsar war ein stattlicher Manu vom Kopf bi- zur Zehe, welchen Eindruck wir schon aus der vortrefflichen Büste im Schulsaal gewinnt." Der Schüler Schulze überreicht einen Aufsatz mit der Ueberschrift: „Das Schwein. Eine Beschreibung des Joseph Schulze." Ein zu- künftiger Zoologe leistet sich den Scherz: „Der Igel rollt
sich so zusamm'N, daß man ihn nicht sieht." Ein Anderer schließt die Schilderung ein s Brauers: „Zuletzt fuhren die Spritzen weg tu dem Bewußtsein, eine edle That vollbracht zu haben." „öomtt athmet der Fisch?" fragte der Lehrer. „Mit den Kiemen." „Und der Mensch?" „Mit den Nasenlöchern." Ueber Napoleon schreibt ein Quartaner: „Er war in Corfica geboren von einem Edelmann." Und ein Anderer: „Er erhielt da- Recht, seine Nachkommen (statt Nachfolger) selbst zu bestimmen." Ein Dritter nennt Erzherzog Karl den „Erfinder von Karlsbad." „Im Dialect," so erklärt ein Wiener Lehrer, „wird oft fälschlich der dritte Fall statt des ersten gebraucht, z. B. Grüß Jhna Gott! Wie sagt man dafür richtig auf hochdeutsch?" Mit Grandezza antwortet ein Schüler: „Habe die Ehre!"
* Ach so. A.: „Ist baß wahr, Langfeld soll mehrere hei« rathsfähige Töchter haben?" — B.: „Ja, er hatte fie bis vor Kurzem." — A.: „Wieso? Sind fie jetzt verheirathet?" — B.: „Nein, aber er hat vor vier Wochen pleite gemacht "
Feuilleton.
Volks-Humor bei der Kaiser-Parade.
Von unserem Spezial-Schlachtenbummler.
Es ist beinahe selbstverständlich, daß überall da, wo große Menschenansammlungen stattfinden, Ereignisse eintreten, die entweder Stoff zu ernsten Betrachtungen oder zu Heiter- keit bte'.en. Bet einem Manöver, spectell aber bei einer Kaiserparade, tritt wohl mehr der Humor in den Vorder- »rund, denn wenn auch hier und da einmal ein Wagenrad bricht, ein Pserd durchgeht oder ein Trupp Zuschauer tu einen Waffergraben purzelt, so mögen derartige Unfälle wohl zunächst für die dtrect Betheiligten unangenehm sein, traurig zu stimmen aber vermögen fie auf die Dauer nicht. Zudem wirken auch derartige Unfälle nicht „ansteckend", während der unbedeutendste komische Zwischenfall wohl geeignet ist, eine Stimmung hervorzurufen, die weitere heitere Zwischenfälle zeitigt.
Schon auf dem Marsche zum Bahnhofe machten verschiedene Schlachtenbummler sich lustig über die fürsorglich dorthin abgelaffeoen Omnibusse, wovon einer mit zwei, der andere mit drei Personen „gestoppt voll" gewesen sein soll.
Die nur zu gewissenhaft befolgte Mahnung deS Tribünen- Unternehmers, daß sich die Besucher der Kaiser-Parade mit Eßwaaren und Getränken versehen möchten, gab Veranlassung zu Heiterkeit. So bemerkte beim Verlassen deS Zuges in Bonames ein „schwerer" Wetterauer Landbewohner, daß er während der Eisenbahnfahrt auf zwei sauren Ri es en - gurken gesessen, die ihm seine bessere Ehehälfte in die hinteren Taschen seine- langschößtgen Rocke- gesteckt hatte. Die Säure, welche die ganz verquetschten Gurken verloren hatten, kam recht deutlich auf dem Gesichte ihre- Besitzer- zum Ausdruck,- trotz de- wenig zum Sauregurkeneffen einladenden Wetters verzehrte er die „Gurnrnern" auf dem im Trab nach BonameS zurückgelegten Wege.
Der erste Spaßmacher für die Tribünenbesucher war ein Hase. Er hatte wahrscheinlich den Aufmarsch der Truppen verschlafen und lief nun in seiner Verlegenheit die ^^/"ometer lange Front de- Jnsanterie-Treffens in einer Geschwindigkeit ab, mit der ohne Zweifel ein neuer Record i« Hasenlaufen geschaffen wurde. Freund Lampe zeigte also nicht nur wo, sondern auch wie Hasen laufen.
Ein Trtbünendesucher, den Muttern ordentlich verprovtan- tirt zu haben schien, denn er war förmlich auSgestopft, auch zwei aus den Ueberziehertafchen herau-fchaueude Flafchen- ßälfe verriethen den Besitz von irgend welchem „Stoff" packte einen etwa '/«Pfund schweren Schwartenmagen, Butter n. dgl. au-, bemerkte aber zu seinem Entsetzen, daß ihm das Brod abhanden gekommen war. „In der Noth frißt der Teufel Fliegen", seufzte er und biß in den i Schwartenmagen, wie etwa ein böser Bube in eine „gestrippte" । Kohlrübe beißt.
Ein behäbiges und besonders fürsorgliches Familien- überhaupt packte einen großen Handkoffer aus, der eine ganze Kücheneinrichtung zu enthalten schien, Meffer, Gabeln, Gläser, Servietten, Teller u. s. w. wurden dem Koffer entnommen, während die nicht weniger besorgte Gattin ihrem umfang- reichen „Ritterkühl" die linke Hälfte einer feisten Gans, Servelatwurst, Schweizerkäse, Senf u. s.w. entnahm. Gerade als die Familie da angelangt war, wo eß am besten schmeckt und Papa die zweite Flasche Pisporter entkorkt, während neben ihm noch zwei Flaschen Rother die Hälse reckten, krachte ein als Rücklehne etwas lose angenageltcs Brett und zwei „fest und treu zusammenhaltende" junge Männer fielen mir Grandezza mitten in das „Dejeuner" hinein. Die Verwüstung muß schrecklich gewesen sein, denn soviel Ihr etwaS von Statur zu kurz gekommener Special-Schlachtenbummler zwischen den die Scene umstehenden, natürlich schadenfroh dretnlachenden nächsten Nachbarn schließlich noch bemerken konnte, waren nicht nur etzliche Teller in Stücke gegangen, sondern auch die Gläser in Gesellschaft einer Servelatwurst unter die vorn sitzendrn Zuschauer gerollt. Nur Papa hielt krampfhaft in der eineu Hand die Flasche Pisporter, in der anderen eine Gänsekeule, Mama aber betrachtete wehmüthig ihren Schirm, in welchen sich nicht nur ein Theil des Roth- sponö verlaufen, sondern auch daß Senftöpschen verirrt hatte.
Schrecken verursachte ein hinter der Tribüne mir einem Braekchen durchgehende- Pserd, da- auf eine Gruppe von Personen zurannte, die eben auf daliegendeu Rüftstangen ihr Frühstück einnahmen,- fie konnten sich vor dem Ueberfahrenwer- den nur durch schleunige Flucht und unter Zurücklassung ihrer Mahlzeit retten. Ein anscheinend dem Arbeiterstande angehöriger Mann betrachtete wehmüthig seine überfahrene Flasche mit den Worten: „Här aich doaS gedoacht, so här aich mei Branntewei schon in Bonames ausges . . . .!"
Am AuSgang des Paradefeldes, da wo für den Kaiser ein Weg nach Ober Eschbach durch Draht abgesperrt war, setzte eine Schwadron Dragoner über einen kleinen Kartoffel- acker. Ein ländlicher Augenzeuge diese- Ritte- kleidete den Eindruck, den dieser schneidige Ritt auf ihn gemacht, einem seiner Bekannten gegenüber in die Worte: „Die Dragoner sein der geritte, daß die Kartoffle flogen so hoch wie mei SäuschtallSthür!"
Eiu Radfahrer au- Frankfurt bemühte sich zwischen Ober-Eschbach und Gonzenheim vergeblich, den undicht gewordenen Reifen seine- RadeS auSzubeffern und aufzublasen. Als ihm dies trotz anstrengenden Luftpuwpens nicht gelang, nahm er mit den Worten: „Ei thätste Verblatze" baß Rad auf die Schultern und trollte nach Homburg ab.
Ueberhaupt gaben die Radfahrer Stoff zu mancherlei Bemerkungen und Außdrücken der Schadenfreude, die nicht alle regillrirt werden können, denn die Zahl der Personen, die nach der Parade auf Frankfurt zu radelten, ging in die Hunderte.
! Zwei Tandemfahrer waren in später Nachmittagsstunde, | als die Straße zwischen Homburg und Oberursel noch stark mit in heiterster Laune btfindlichen Fußgängern belebt war, durch einen Defrct an ihrer Maschine gezwungen, abzustetgen. Nach vergeblichem Bemühen, die Maschine wieder in Ordnung zu bringen, wobei eß an guten und schlechten Rathschlägen der vergnügt vorbei marschirenden Fußgänger nicht fehlte, entschlossen auch fie sich mir einem Anflug von Galgenhumor, daß Rad zu tragen. Eine Gesellschaft junger Leute trat hinter ihnen im Gänsemarsch an und so bewegte sich der Zug unter dem nrueften Gassenhauer: „Wir woll'n nach Seckbach geh'n" nach dem Oberurseler Bahnhofe.
Daß der einigermaßen aufmerksame Beobachter auch noch andere, ihn heiter stimmende Eindrücke auß solch großer Menschenansammlung mit hinwegnehmen kann, ist erklärlich durch ab und zu fallende Aeußerungen. So bot ein Fest- zeitungß-Berkäufer dem Publikum „die ganze Kaiser- parade und 50,000 Manu für 30 Pfg." an, ein PoftkartewBerkäufer schlug sogar „die höchsten und aller- höchsten Herrschaften für nur 10 Pfg." loß. Ein Befichtiger der berühmten alten Paradeganö in Nieder- Eichbach machte fich mit der Bemerkung davon, nunmehr auch die „jungen Paradegänse" sehen zu wollen, ohne zu verrathen, wen er damit meinte. Einer der zahlreich herumsteigenden Engländer wollte von einem anscheinend vom linken Ufer deß MainS gekommenen Paradebesucher Auskunft über irgend Etwas haben, erhielt aber von dem biederen Sachsenhäuser die Antwort: „Jo, wann Se net Deitsch babbele könne, bletwe Se am beste derhaam!"
Das Bestreben, einen möglichst günstigen AnßsichrSplatz zu erlangen, machte fich besonders bet den mit Zaunbilletß versehenen Paradebesuchern geltend und zeitigte allerlei Kniffe. So hatte einer derselben ein Paar zusammenlegbare Stelzen mitgebracht, ein anderer hatte einen kleinen Klappseffel bei fich. Wieder andere warfen mit Zuhilfenahme der von Soldaten geliehenen Spaten meterhohe Erdwälle auf, um sich darauf zu poftiren, weniger hohe Erdaufwürfe wurden durch mit dem Halse nach unten in die Erde gesteckte, natürlich der Vorsicht halber erst entleerte Bierflaschen und auf dieselbe gelegte Bretter um einen Fuß erhöht. Speculative Bauern vermietheten ihre dicht an daß Paradeseld heran- geschobenen Leiterwagen, andere hatten auf ihren etwa an- grenzenden Grundstücken auß zusammengebundenen Weißbinder, fangen kleine, allerdtogß von weniger couragirten Besuchern mißtrauisch betrachtete „Tribünen" hergerichtet- auch die an daß Paradefeld grenzenden Obstbaumstücke boten in ihren alten Bäumen herrliche, allerdingß nur gegen Bezahlung zugängliche, aber sonst recht „gut besetzte" AußfichtSpunkte. Schließlich mußten auch einige alte Ackergäule, die baß Durch- gehen längst verlernt, als AuSsichtSgeftelle bienen, indem fich je 2—3 Personen auf ihren Rücken postirten. E.


