Ausgabe 
31.5.1896 Drittes Blatt
 
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Sonntag den 31. Mai

1896

M. 126

Drittes Blatt

Gießener Anzeiger

Kenerat-Wnzeiger.

lut Birßmrr ||iuintn6f4Utr ijrten dem Anzeiger liH-i thd) dreimal

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Redaktion, Esptditi» und Druckerei:

KL.kar.teKr.^

Kernsprecher 6L

Vierteljähriger K-onne«e«tiprrt» 2 Mark 20 Pfg. m» Bringerlohn. Durch die Post bezog«» 2 Mark 6J W

Der t'ch'uer Anzeiger d'Orint täglich, e Ausnahme deS Montags.

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Zlints- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen

Iiiruhme von Anzeigen zu der Nachmittags für bei ch'Siden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr.

Hratisöeikage: Gießener Kamisienöfätter. f

Feuilleton.

Wochenbriefe aua der Residenz

(Ortginalbertcht deSGießener Anzeigers-).

Z. Darmstadt, 29. Mai.

Turnerfeier. Städtische Angelegenheiten Sommervrrgnüguugeu.

gingst en war diesmal wirklich einliebliches Fest" >i ml innchte diesem Namen Ehre. Zwar spendete Jupiter PBWm am ersten Feiertage ab und zu einen kleinen W'tzttr", doch daS wollte nicht viel besagen, zumal der zr^ilk Feiertag daS vollauf wieder gut machte, waS der erste mstfdjutoet haben mochte Die Zahl der großen und kleinen UMvouristen war denn auch ganz enorm. Die Eisenbahnen oiitootiien den riesigen Verkehr kaum zu bewältigen, namentlich »i«St»ub reichten auch die zahlreich eingelegten Extrazüge «Mil aiii», ganze Schaaren von Touristen mußten an der Vl'iojsiriaße zwei auch drei Züge an sich vorüberfahren lasten, »tiiii (8 ihnen endlich gelang, ein bescheidenes Plätzchen zu kvWhm. Dennoch kam kein nennenswerter Unfall vor, w üti bei" Bahnverwaltung der Main-Neckar-Bahn zu großem gereicht. Weniger angenehm, insofern man dieses Wort «N tiiwr Liseubahnfahrt zu Pfingsten überhaupt anwenden bcikifi siill eS auf anderen im Großherzogthum verkehrenden ©Hnen gewesen sein. Daß eS natürlich auch in den Der- gcBjuits,Sorten in Darmstadts nächster Umgebung, sowie in ke l»karbungen der Residenz lebhaft und lustig genug herging, deMj !: einer besonderen Erwähnung. Den Wirthen war die re rfiii ttrute der Pfingsttage wohl zu gönnen, zumal fie buMtod; | för manchen verregneten Sonntag deS Vorfrühlings enMüdiggt wurden.

Dir Vorbereitungen zu dem großen Jubelfest der L Wrnscmeinde, daS schon mehrfach an dieser Stelle erMihut wurde, find nun dem Abschluß nahe. Auf dem Pciaudipllatz, der als Festplatz auserkoren ist, sind fleißige HäM unausgesetzt mit der Aufrichtung der nöthigen Bauten

beschäftigt. Vor Allem inreresfirt die Herstellung deS enormen FestzelteS, da» fein Dach über mächtige Tannenwölbungen, ähnlich denen der Festhalle verflosieven Angedenkens, spannen wird. Die Festordnung ist nun endgültig ausgestellt, fie sei im folgenden in ihrer definitiven Faffung ganz kurz mit- getheilt. Am nächsten Sonntag findet eine Vorfeier statt, die über die Verwendbarkeit der getroffenen Einrichtungen Aufschluß geben soll. Ein reiches Programm, Concerte und Schaustellungen verschiedener Art umfassend, soll den Abend verschönern. Am 3. Juni folgt dann ein sogen.Bierabend" und dann beginnt am SamStag da» eigentliche Fest, über dessen Plan ja schon deS Näheren berichtet wurde. Die Preise für Dauerkarten, die zu allen Veranstaltungen Zutritt gewähren, find außerordentlich gering, da man auf zahlreiche Betheiligung der Bevölkerung rechnet.

Mit der jüngst von unS al» Projekt erwähnten Um­gestaltung deS sogen.HeumarkteS" am Mathildenplatz zu einer gärtnerischen Anlage hat man schon begonnen, die Pflastersteine sind schon entfernt und die Grenzen abgesteckt. Ein anderesEreigviß" von localer Bedeutung sei hier der Curiofität halber gleichfalls mitgetheilt, wir meinen die Reinigung deS Marktbrunnens. Man entdeckte nämlich in dem mächtigen Brunnentroge zwei lebende Thtere, einen Goldfisch von ungewöhnlicher Größe und einen Krebs, die auf verborgene Weife in dieFluthen" des MarktbrunnenS gekommen find und nun darin auch fernerhin verbleiben sollen. Da gerade doch von städtischen Angelegenheiten die Rede ist, so sei erwähnt, daß die Darmstädter von dem Gießener Beschluß, die Errichtung eines großen Schwimmbades betr., mit größtem Interesse Kenntniß genommen haben. Hier dürfte sich die gleiche Angelegenheit wohl noch nicht so rasch erledigen lassen. Auch zwei andere Mängel traten in den letzten Tagen wieder fühlbar hervor: der Mangel eines großen Festplatzes zu ständiger Benutzung außerhalb der Stadt, und das Fehlen der electrischen Straßenbahn. Namentlich der letztere Mißstand kommt eben besonders in Betracht, da man gezwungen ist, deu weiten Weg zu den

Waldungen, die sich rings um die Residenz tu blühender Pracht ausdehnen, in der Sonnenhitze zu Fuß zurückzulegeu. Hoffentlich ist bis zu Beginn deS nächsten Frühjahrs wenigsten» diesem dringendsten Bedürfniß abgeholfen.

DieSaison" im Sommert Heater im Saalbau beginnt nun am nächsten Sonntag. Die beliebte Directioa Sreng«Krauß macht augenblicklich durch große Anschläge auf ihr Unternehmen aufmerksam. Sie hat nur Mitglieder von guten Stadttheatern engagirt und verspricht außer den im Vorjahre beliebt gewordenen Operetten eine ganze Reihe von neuen, zugkräftigen dem Spielplane einzuverleiben. Dagegen scheint man die Pflege des Schau- und Lustspiel» in den Hintergrund drängen zu wollen und daS ist nach dem Erfolg deS letzten Jahres auch nur zu billigen. Für Operetten ist daS Publikum deS Sommertheaters dankbar, weil eS solche auf dem Hoftheater im Laufe des Winters so gut wie gar nicht zu sehen bekommt, wie daS der Eharacter dieser Bühne mit sich bringt, im Schau- und Lustspiel liegen die Verhält- nisse dagegen anders.

Auch die Veranstaltung von großen Sommerfesten, in Verbindung mit der Capelle der 115er, die auch da» Theaterorchester stellt, ist wieder geplant. Gerade diese Ver­gnügungen hatten im vorigen Jahre so außerordentlichen Erfolg.

So ist also auch für die Sommervergnügungen aus­reichend gesorgt, zumal auch das Orpheum ununterbrochen geöffnet bleiben soll. Im Juni treten auch noch die Militär- concerte hinzu, die sich namentlich bei der studentischen Jugend großer Beliebtheit erfreuen.

Au der Technischen Hochschule ist eS zur Zett recht still. Die Studtrenden haben die Pfingstferien großen- theilS zu Ausflügen mit ihren Profefforen benutzt, um außer den landwtrthschaftlichen Schönheiten in der Umgebung Darm­stadts auch große industrielle Etablissements kennen zu lernen. Am Dienstag kommender Woche beginnen die Vorlesungen von Neuem.

B* Stuttga

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JL

432252.47

. iW'lieheneKapitalien 328021.80

11351.96

J.tetfaufgelber

5.

Summa 464637.01

Summa 464637.01

Die Mitgliederzahl betrug Ende 1894 . .291

5074

$! L C. Trapp Nacht, Friedberg (Hessen)

1565.13

11633.95

6606.98

1226.52

üfcbißlien . .

-'i MSie Zinsen

14

4

1.

2.

JL H 13985.91

von Asphalt-, Cement, Terrazzoarbeiten als: Außbodeubeläge für Küchen, Läden, Fluren, Baderäume usw., sowie

Passiva.

1. Kapital Einlagen . .

2. Stammantheile der Genossen ....

3. Im Vorau» erhobene Zinsen von Güter- schillingen ....

4. Reservefonds . . .

5. Specialreserve . . .

6. Zu vertheilender Gewirm

Es traten zu.....

Es gingen ab.......

Mithin mehr......

Stand der Mitglieder Ende 1895 . .

Activa.

l.Aembestand . .

. 115820.29

175.

6634.01

vertag von Gypsbödeu als feuersicherer Belag für Speicher und MdM empfiehlt sich bei billigster Preisberechnung. [5077

Hermann Thiele, Asphalt , Cement-, Terrazzogeschäst, Gieße«, Brandgaffe 5.

Eröffnung 6 Schluss Ende Sipii kauf von Plakate; durch das B nTCognac'- per LiterE 1 :

. Liste MttMO.

«*5$***«

h «uchelheim, den 29. Mai 1896.

Director. Schleenbecker, Rechner. Gorr, Controleur.

Stifit

A. M

2627 S**

IjrSjiwn^''1 f MO'

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. 301

Jjsl! Ijeggr. 1792 Weingrosshandlung Gegr. 1792.

Ißiupj* i ' Specialität:

fr Naturreine Mosel- und Saar-Weine.

1 r < | Aßkführliche Preisliste wird auf Wunsch sofort zugesandt.

Credit-Verein Heuchelheim

(Eingetr. Genossenfch. mit unbeschr. Hastpfl.)

Bilanz am 31. December 1895.

| Verdingung.

Die für die lausende bauliche Unterhaltung der Gebäude des städtischen Hospitals erforderlichen Maurer-, Dachdecker- und Weißbiuderarbeiten sollen

Samstag den 13. Juni,

Bormittags ll1/, Uhr, öffentlich verdungen werden.

Arbeitsbeschreibung und Beding- ungen liegen bei uns zur Einsicht osten. Angebote auf dem vor­geschriebenen , bei uns erhältlichen Formular sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlags- ftist 14 Tage.

Gießen, am 28. Mai 1896.

Das Stadtbauamt: Schmandt. 5060

Dienstag, 2. Juni 1896 zu Gikßen versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung und zwar:

a) Mittags 12 Uhr, Neuenweg 41: eine große Partie Bohlen.

b) Nachmittags 2 Uhr, im .Pfau" Neustadt 55:

1 Wagen, 1 Hobelbank, 1 Partie Nutzholz, 1 Schreibtisch, 1 Partie Gläserleisten, 1 Piantno, Spiegel, Bilder u. s. ro.;

ferner: 6 vollst. Betten, 3 Sophas, 6 Zimmertische (runde u. viereckige), 2 Waschtische, 1 Ladeneinrichtung, 2 Kleiderschränke, 2 Spiegel (groß), 1 Pendule, 1 Nähmaschine, 3 Schließ­körbe, 1 Koffer, 2 Lampen, 6 Stühle und sonstige Mobilien. Kleidungs­stücke uf-ro; endlich eine neue Copterpreffe.

Versteigerung unter Absatz 2 bestimmt, betr. der übrigen Sachen voraussichtlich bestimmt-

5088 Engel, Gerichtsvollzieher.

Ein Halbverdeck

billig zu verkaufen.

5043 Th. Bogt, Löroengasse.

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Garantie.

Nicht giftig!

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versieg. Flaschen VK zu 30 und 50

Patentbeutel unbedingt noihwendig, hält jahrelang, 15 4- Zu haben in Gießen in der »Hirschapolheke*.

Versteigerung.

Dienstag de« 2. Juni d. I., Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im(Markt­platz 20) dahier gegen Baarzahl««» r eine Partie eichene Bohlen, Fenster­glas und Fensterbeschläge, mehrere Oelgemälde, 2 SophaS. 1 Verticow, 2 Commoden, 1 Pfeilerschränkchen, 2 Nachttische, 3 Spiegel, 1 Wasch­kommode, 2 Tische, 2 Kleiderschränke, 1 Nähtisch und verschiedene andere Sachen.

Versteigerung theilroeise bestimmt.

5089

Bor«, Gerichtsvollzieher.

Pumpernickel, achter westfälischer, frisch ein­getroffen bei

A. 8t G. Wallenfels,

379 Marktplatz 21.

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in Original-Fläschchen von 65 $ an ist zu haben bei C. ttoth II.

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Ich wohne vom 1. Juni an er Marktstraße 30. -w 5063 Hebamme Schirmen«.

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