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Confer enz hat, wie verlautet, ihre Arbeiten nahezu beendet. In der morgigen Sitzung soll da- Schluß Protokoll zur Verhandlung kommen. Die russischen Delegieren gedenken bereits am 3. Januar nach Petersburg zurückkehren zu können.

Berlin, 29. December. Die Berat Hungen des BundeSrathS sollen in der nächsten Woche wieder auf« genommen werden. Wie diePost" vernimmt^ ist dem Buudesrath jetzt durch den Reichskanzler Fürsten Hohenlohe der Entwurf eines Gesetzes über daS AuSwanderungSweseu zur Beschlußfassung zugegangeu.

Bonn, 29. December. Georg von Bunsen wurde gestern in der hiesigen Familiengruft bei gesetzt. Ober­präsident Raffe wohnte der Trauerfeier bet. Der Kaiser und der Großherzog von Baden hatten kostbare Kränze gewidmet.

München, 29. December. Im zweiten großen H a b e r e r - vrozeß, der gestern vor der Strafkammer des Königlichen Landgerichts München II begann und in dem 59 Burschen angeklagt find, in der Nacht vom- 22. September 1895 in der Gegend zwischen Aptng und Peisch ein Haberfeldtreibeu abgehalten zu haben, wurde heute Nachmittag 4 Uhr das Urth eil gefällt. Die Angeklagten wurden zu Gefängniß- strafen von 2 Monaten bis zu 2 Jahren 9 Monaten ver- urtheilt. 22 Berurtheilteu wurde die Untersuchungshaft an­gerechnet.

St. Gallen, 29. December. Der Constanzer Reichsbank- Agent Hegele ist heute Vormittag den badischen Polizei- beamten übergeben worden.

Rom, 29. December. Der Papst soll, wieVoce della verita" erfahren haben will, zu den Offizieren des ehemaligen päpstlichen Heeres, die ihm ihre Glückwünsche anläßlich des bevorstehenden Jahreswechsels darbrachteu, die Aeußerung gethan haben, er hege die Hoffnung, Alle bald wieder in ihrer alten Stellung zu sehen.

Loudon, 29. December. DerGlobe" führt bei Be­sprechung der Lage in Südafrika aus, Deutschlandmüffe fich darüber klar werden, daß der geringste Versuch seinerseits, England aus seiner vorherrschenden Stellung in Südafrika zu verdrängen, sofort zum Kriege führen werde, dem England ruhig entgegeusehe. Wenn Deutschland den Krieg vermeiden wolle, müffe seine feindliche Politik und Haltung gegen­über der colonialen Ausdehnung Englands aufgeben.

Oran, 29. December. Der Gemeinderath beschloß, alle israelitischen Gemetndebeamten ihres Postens zu entheben. ____________

Berlin, 30. December. DasBerl. Tagebl." meldet aus London: In der vorletzten Nacht fielen vor dem Palast des irischen Vtcekönigs zwei Schüffe. Die Wache trat sofort unter Gewehr und constatirte, daß sich die Soldaten des Doppelpostens vor dem Thore duellirt hatten. Die Duellanten blieben unverletzt.

Hamburg, 30. December. Gestern wurden 165000 Mk. Strikeg elder auSgezahlt. Viele Arbeiter verzichteten freiwillig auf die Unterstützung. Auch das Altonaer Amts­gericht ordnete die Auslieferung der eingezogenen Strike- gelber an. Daß Schöffengericht verurtheilte einen Schauer­mann wegen Belästigung zu zwei Monaten Gesängntß.

Hamburg, 30. December. In Folge deß Nebels wurde gestern ein Schlepper mit Ersatzleuten durch einen Dampfer überrannt. Ein Stauer ertrank. Die Situation im Hafen ist unverändert.

Hamburg, 30. December. Mehrere Berichterstatter wurden gestern bet ihrer Hafenrundfahrt angehalteu und zur Hafenwache gebracht, wo sie nach Aufnahme der Personalien wieder entlasten wurden.

München, 30. December. DaßMtlitär-Verordnungß- blatt" meldet die Ernennung deß bisherigen Commandeurs der 3. Infanterie-Brigade, General-Major Ritter von Lobenhoffer, zum Chef des Generalstabs der Armee.

fein. Aber er war allein, vereinsamt. AlsSohn der Firma" ohne Mutter und ohne Schwester, kurz, ohne liebende weibliche Sorgsamkeit aufgewachsen, hatte er nur ihr gelebt bisher, just wie sein Oheim eS auch gethan hatte. Uud ob­wohl ihm dieser ost gerathen:Junge, laß die Gebrüder Ptstel nicht auSsterben!" hatte er nichts gethan, diesen Wunsch zu erfüllen. Kein liebendes Weib waltete zarten Sinnes um ihn her, kein Kind schmückte sein Heim- er war verein­samt. Vereinsamt, und morgen sollte er sein vierzigstes Lebensjahr beginnen.

Ein leiser Zug wehmüthiger Resignation legte sich um seine Lippen. Er war reich, sein Name hatte guten Klang, die geschäftliche Verbindung mit seiner Firma galt sogar als Vorzug und Empfehlung. Er war auch ein ganz leidlicher Mann, groß, stattlich, gesund undgebildet" bet diesem Gedanken lächelte er spöttisch auf man sah ihn gern in den Gesellschaften und die Damen feierten ihn geradezu. Sein Heim hatte er mit vornehmer Gediegenheit auögestattet, er war in der Lage, eine größere Anzahl Gäste in demselben zu empfangen, als über ihm jetzt beisammen war, uud doch befand er sich allein darin, allein, trotz seiner vierzig Jahre.Hm---1" Der Großhändler warf sich

in einen Lehnstuhl an dem Kamin uud schloß die Augen. Hm---!"

Bim, bim, bim---" fing sein Regulator zu

schlagen an.

Nun?!"

Johann Jacob wollte zählen. Da fielen die Glocken von dem nahen Kirchthurme mit dröhnenden Accorden ein: Birnbaum! Btmbauml Btmbum bambaum!" Und in demselben Augenblicke entwickelte fich auf der Straße ein ohrenzerretßender Lärm.Profit Neujahr! Profit Neujahr l"

- «ms pssMsiOMss.

Sießen, den 30. December.

Ordensverleihung. Se. Kgl. Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädtgst geruht, am 28. December der Präsidentin des Alice-VereinS für Fraueubtldung uud Er­werb, Frau Marie v. Hombergk zu Vach zu Darm­stadt, das Ritterkreuz 1. Klasse des LudewtgS-OrdenS zu verleihen.

** Der BerwaltuugSbericht der Großh. Bürgermeisterei Sieben für daß Rechnungsjahr 1895/96 ist erschienen und wird demnächst unsere Stadroerordneten-Dersammlung beschäftigen. Erweitert ist diesmal der stattliche Baud durch einen Ver­waltungsbericht über die Armenpflege Gießens. Der Bericht erwähnt einleitend die in der Zusammensetzung der Stadtverordneteu-Versammlung durch Ausscheiden von Mitgliedern und Neuwahl solcher eingetretenen Veräode- rungen; die Stadtverordneten - Versammlung bestand am Schluffe deß Berichtßjahrß außer dem Oberbürgermeister, und den drei Beigeordneten, aus 30 Stadtverordneten; fie hat in 24 Sitzungen 612 Gegenstände verhandelt - au den Sitzungen nahmen im Durchschnitt 22 Stadtverordnete und jeder Stadtverordnete an 17 Sitzungen Theil. Wie immer, so waren auch im Berichtsjahre die Deputationen und Commissionen, in deren Berarhungen eigentlich der Schwer­punkt der für die Stadt wichtigen BeschlÜffe liegt, stark be­schäftigt. Es verhandelte die Baudeputatton, die Commission für Feuerlöschwesen uud die Friedhosscommisfion in 29 Sitz­ungen über 647 Gegenstände, die Finanzdeputation in 18 Sitzungen über 62 Gegenstände, die Deputation für daß Gaß- und Wafferwerk in 10 Sitzungen über 87 Gegenstände, die juristische Commission in 7 Sitzungen über 32 Gegenstände, die laudwirthschaftlicheCommisfion in 9Sitzungen über 33Gegen- stände, die Schuldeputation in 4 Sitzungen über 11 Gegen­stände, die Deputation für die Märkte tu 1 Sitzung über 1 Gegenstand, die EtnquartierungScommisfion in 1 Sitzung über 3 Gegenstände, die Commission zur Prüfung von Ge­suchen um Concession zum Branntwein Außschank in 17 Sitz­ungen über 54 Gegenstände, die Vorschlags Commission in 5 Sitzungen über 10 Gegenstände, die Armendeputation in 23 Sitzungen über 1618 Gegenstände, der Schulvorstand in 6 Sitzungen über 32 Gegenstände, daß Curatorium der höheren und erweiterten Mädchenschule in 5 Sitzungen über 22 Gegenstände. Der P ersonen- Verke hr auf den einzelnen Bureaus der Bürgermeisterei betrug nach den an monatlich zwei Tagen vorgenommenen Zählungen im Durch­schnitt täglich auf der Bürgermeisterei 55, auf dem Standes­amt 22, dem ArmenAnt 24, dem Bureau für JnvaltdttätS- uud Altersversicherung 40, dem Gewerbegertcht 2 Personen. Das Gew erb egerich t hatte fich mit 100 Fällen zu beschäftigen; von diesen erledigten sich 38 durch Vergleich, 31 durch Erlaß eines Versäumntßurtheils, 7 durch Klage­zurücknahme, die übrigen auf andere Weise. 87 Procent aller Klagen wurden ohne Heranziehung von Beisitzern er- ledigt. ES wurden 105 Termine abgehalten und zwar durch den Vorsitzenden an 45 SitzungStagen 88, durch denselben mit Beisitzern an 8 SitzungStagen 17; von den Arbeitgebern wurden erhoben 12, von den Arbeitnehmern 88 Klagen; von den Arbeitgebern gingen 9 auf Wiederaufnahme der Arbeit, 3 auf Entschädigung, die 88 Klagen der Arbeitnehmer lauteten in 3 Fällen auf Herausgabe des Arbeitsbuches, in 5 Fällen auf ZeugnißauSstellung, in den übrigen Fällen auf Ent schädigung in der Gesammthöhe von 2116 Mk. 05 Pfg., wovon ihnen 1417 Mk. 56 Pfg. zugesprochen wurden. An GerichtSkosten sind erwachsen 68 Mk. 95 Pfg., an Vergütungen für die Beisitzer 32 Mk. Sühne- versuche auf Grund § 420 der Strafproceßorduung wurden in 106 Beleidigungssachen abgehalten; in 27 Fällen gelang eine Einigung der Parteien, in 7 Fällen wurdr der Antrag zurückgezogen. Die von der Bürgermeisterei besorgten Geschäfte der Jnvaliditäts- und Altersversiche­rung bezogen fich auf 2290 bei 1150 Arbeitgebern be­schäftigte Personen; an Marken wurde der Betrag von 18,902 Mk. 94 Pf. verwendet. Im Genuß der Alters-

heulre, kreischte, brüllte Überall. Daß alte Jahr war hinüber, ein neues hatte seinen Lauf angetreten und der Janhagel beglückwünschte fich zu diesem Ereigniß in seiner Weise.

Der Lärm beleidigte Johann Jacobs Empfinden. Er sprang von seinem Seffel empor, um ihm durch erneutes Teppichftampfen zu entrinnen. Da ging es über ihm los. Stühle wurden gerückt, Gläser klangen,Profit Neujahr!" jubelte es hell und laut zu ihm hernieder. Und nun gingen gar die Thüren oben; man kam die Treppen herab, und aus voller Brust ertönte:Wir winden dir den Jungfern­kranz mit veilchenblauer Seide!"

Das war denn doch ein bißchen allzu fröhliche Shlvesterfeier! Herr Johann Jacob Ptstel trat hinaus, um fich den Unfug zu verbitten. Eine ganze Reihe lachender und fivgender Paare kam, die dampfenden Punschgläser in den Händen, Arm in Arm, die Treppen herab, Alter und Ehrbarkeit, Schönheit und Jugend, alles von Sylvesterfreude und Shlvesterpunsch durchglüht, und er stand als Philister in seiner Thür, um zu schelten.

Doch nein! In duftigem weißen Kleide huschte es plötzlich aus der Reihe her an ihn heran, ein zarter Mädchen­arm schob sich in den seinigen, und während er fich so mit unwiderstehlicher Gewalt in die Reihe der Paare hinein, die Treppe mit hinabgezogen fühlte, hörte er die übermüthigen Worte an sein Ohr klingen:

Aetsch, nun habe ich doch noch einen Herrn, uud einen viel feineren, als ihr alle miteinander!"

Dem Großhändler in Bodenerzeugoiffev und Dünge­salzen wurde ci plötzlich gar sonderbar zu Muthe und wonnig umß Herz. Dasselbe rofige Lippeopaar, daS ihm schon so manches Mal auf den Treppen zugelächelt hatte, lachte jetzt

reute waren 23 Verficherte, Invalidenrente beziehen 17 Personen. An Baugesuchen wurden erledigt: 32 Gesuche für Wohnhaus Neubauten, 12 für Neubau von Nebengebäuden, 14 für Bauveränderungen.

Hessisch-Preußische Eisend ahnbetriebßgemeinschafl. DaS Büreaupersonal der Oberhesfischen Eisenbahnen wird ab 1. April 1897 wie folgt verwendet: 1. Bei der Betriebs- inspection I die Herren: Wilker, Rullmann, Deibel und Mathes; 2. bei der Betriebstnspectiou II die Herren: Schmidt, Zöckler und Dörner; 3. bei der Maschineninspection die Herren: Grönivger, Franz, Kasting und Mohrhardt. Versetzt werden die Herren: Kreuder, Gerch, Günther, Zivßer, Schäffer, Neumann und Pfeiffer. Wie wir ver­nehmen, sind bei der Stationirung der Beamten fast ohne Ausnahme die Wünsche derselben berücksichtigt worden.

Ermäßigung der Depeschengebuhren. Neuerdings find wesentlich: Tarifermäßigungen für Telegramme nach außer­europäischen Ländern eingetreten. Hauptsächlich find dabei betheiligt: Weftindien, Niederländisch- und Britisch- Guyana, Venezuela, die Inseln Mauritius und Seychellen in Afrika. Die ermäßigten Gebühren find zum Theil am 22. December in Kraft getreten, zum Theil werden fie vom 1. Januar 1897 ab gültig fein. Beispielsweise ist die Worttaxe für Mauritius von 8,70 auf 5,15 Mk., also um 3,55 Mk., für Venezuela von 11,20 auf 8,25 Mk., also um 2,95 Mk. und für Republik San Domingo in W st- indien von 9,15 auf 6,65 Mk., also um 2,50 Mk. ermäßigt worden. Das Nähere ist bei den Telegrapheo-Anstalten zu erfahren oder aus der bereits erschienenen Nr. 1 für 1897 des käuflichen Tarifs für Telegramme in Plakatform zu ersehen.

* Beamte muffen schuldenfrei sein. Die osficielleBerl. Corresp." schreibt: In der Disc'pliuaruntersuchungssache gegen einen im Reichsdtenft angestellt gewesenen Büreau- beamten enthalten die in der ersten und in der Berufungs­instanz ergangenen Entscheidungen grundsätzliche Ausführungen, deren Mittheilung von Interesse sein dürfte. Dem betreffen­den Beamten war zur Last gelegt worden, die vor seiner etatsmäßigen Anstellung amtlich erforderte Versicherung, daß er schuldenfrei sei, wissentlich falsch abgegeben zu haben. Die erstinstanzliche Entscheidung äußert sich hierüber dahin: Schon die Thatsache, daß der Angeschuldigte die von seiner vorgesetzten Dienstbehörde erforderte amtliche Erklärung der Schuldenfreiheit wiffentlich falsch abgegeben hat, stellt ein schweres Dienstvergehen dar, welches die Dienstentlaffung um so mehr rechtfertigt, als von der Abgabe dieser Er­klärung die etatßmäßige Anstellung abhängig war, letztere fich also nunmehr als unter unrichtigen Voraussetzungen er­folgt kennzrichnet." Dieser Auffaffung hat sich daß Urtheil des Kaiserlichen DiSciplinarhofeß zu Leipzig angeschloffen. Dort heißt es:Mit Recht hat auch die DiSciplinarkammer angenommen, daß schon diese wiffentlich falsche Verficherung die erkannte Strafe der Dienstentlaffung zur Folge haben müffe. Die damit bekundete Nichtachtung vornehmster Pflichten deß Beamten, alß Treue, Gewiffenhafttgkeit, Wahrhaftigkeit, inßbesondere gegen die vorgesetzte Behörde, enthält eine so grobe Verletzung der Dienstpflicht, daß von einem Vertrauen auf fernere pflichtgemäße Verwaltung eineß Amtes ihm gegen­über nicht mehr die Rede sein kann."

* Für Absender von Neujahrskarten. Bezüglich der jetzt so maffenhaft in den Verkehr gebrachten Ansicht- Postkarten zu Zwecken von Neujahrs Gratulationen sei auf die bezügliche postalische Bestimmung hingrwiesen, wo­nach Postkarten mit dem AufdruckHerzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre" und dem handschriftlichen Datum und Namen alß Drucksache gehen. Bei weiteren Zusätzen jedoch alß Postkarte. Im ersteren Falle ist auf die Vorderseite Drucksache", im letzteren FallePostkarte" zu schreiben. Man achte daher beim Einkauf dieser Karten darauf, daß auf deren Vorderseite die betreffende Stelle frei ist, dann kann man daß Formular zu beiden Zwecken benutzen. Neujahrßkarten, Postkarten oder Drucksachen, welche nn- fläthige Zeichnungen oder beleidigenden In- halt haben und von den Poftanstalten als solche erkannt

in Heller Schelmenlust zu ihm empor, uud zwei wunderbare Augensterne strahlten ihm soviel Lebenßlust und Lebensfreude in die eigenen Augen hinein, daß aller Unmnth darauß ver­schwand. Und alß daß liebliche Wesen ihm nun gar noch ihr Punschglaß credenzte und ihm zuflüsterte:Gelt daß habe ich recht gemacht, Herr Ptstel?!" da preßte er ihren Arm in heiß aufwallendem Empfinden an seine Brust und flüsterte ihr zu:Guädigeß Fräulein find mir als schöner Stern zum neuen Jahre aufgegangen."

Singend und trinkend schritten die fröhlichen Paare die Treppen deß Vorderhauseß hinab, und Johann Jacob lachte, sang und trank am Arme seiner schönen Partnerin mit. Dann ging über den Hof und die Treppen deß Hinter­hauses hinan, alles unter Lachen und Scherzen, biß man endlich wieder in dem vorhin verlassenen Gesellschaftszimmer über Johann Jacobs Wohnung landete. ES war eine kleine Sylvesterpolonatse extempore.

Der Philister Johann Jacob war plötzlich seiner Ein­samkeit entriffen und in den Jubel einerzahlreichen Familie" versetzt, in der er gerade gefehlt hatte, um die Paare voll zu machen.

DaS hatte er denn auch gethan, und zwar nicht bloß für die Sylvefternacht, sondern bald darauf fürs ganze Leben. Hanna Moritz war zwar nur halb so alt als er; doch that das der Liebe keinen Abbruch. Was ihr an Alter fehlte, daß ersetzte er durch Verstand. Und wenige Wochen später waren Hanna Moritz und Johann Jacob Piste! in Firma Gebrüder Pistel ein glücklicheß Brautpaar. Onkel Jacobß Wunsch wurde erfüllt. Die Gebrüder Ptstel starben nicht auß.