Ausgabe 
29.5.1896 Erstes Blatt
 
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wurde der Dreibund bis 1903 verlängert, nachdem am 6. Mai keinerseits Kündigung erfolgte.

Rom, 28. Mai. Gestern Abend gingen zwei Compagnien Genietruppen nach Adua ab, um die Todten zu bestatten. RaS Mangascha hat ihnen freies Geleit zugesichert unter der Bedingung, daß fie keine Waffe mitführen. Bet Debradamo wurden fie von den Truppen RaS MaogafchaS erwartet.

Bordeaux, 28. Mai. Die Abfahrt Friedmanns vom hiesigen Bahnhofe erfolgte Abends 7i/i Uhr.

Moskau, 28. Mai. Im AudreaSsaale deS Kremlschlosses fand gestern ein anderthalbstüudiger großer Empfang statt. Die Zarin Wittwe war nicht anwesend. Gegen Abend gab der deutsche Botschafter den höchsten Würdenträgern ein Fest­mahl, an welches sich ein B^fl anschloß. Abends war die Stadt feenhaft illumintrt. Auch der Kreml leuchtete in einem Flammenmeer. Heute ist wieder großer Empfang beim Zarenpaar.

Athen, 28. Mai. In Canea und Umgegend find aber­mals Ruhestörungen vorgekommen. Diesen wird jedoch weniger Bedeutung beigemesien.

Coustautiuopel, 28. Mai. Bon den Vertretern aller Mächte wird der Pforte die schnellere ErMung der Wünsche hinsichtlich Creta sowie ein energisches Einschreiten gegen die Blutthaten dringend empfohlen.

New-Aork, 28. Mai. In Turek in KansaS explodirte in Folge Blitzschla ges eine große Pulverfabrik, wobei zahlreiche Menschen getödtet wurden.

CoceUs unö ptroittsicUef*

Gießen, den 28. Mai.

** Parlamentarisches. Den Landständen ist ein Gesetzentwurf zum Schutz der Heilquellen zugegangen.

-n.* Laujährige treue Dienste braver Mitarbeiter zur rechten Zett zu kennzeichnen, ist immer eine angenehme Pflicht. Zu den Jubilaren, welche in dieser Beziehung unser GaS- und Wasserwerk bereits aufzuzählen hat, gehört Herr Peter Weigand aus Garbenteich, welcher heute sein 3 0. Dienstjahr an genannter Stelle abschließt.Maurer von Beruf, hat er in dem Baue der Retortenöfen und bei Jahrzehnte langer Beschäftigung als Heizer Anerkennens- werthes geleistet, wie er auch als Rohrleger und Gas- etnrlchtungS-Monteur gute Verwendung findet. Neben dieser Vielseitigkeit verdient sein stets kundgegebeues wackeres Ver­halten alle Anerkennung. Die besten Wünsche seiner Vor­gesetzten und Arbeitsgenossen begleiten ihren treuen Mit­arbeiter auf seinem ferneren Lebensweg!

* Der Oberhesfische Obstbauvereiu hielt gestern hier seine ordentliche Hauptversammlung unter Vorfitz des Herrn KretSrath Dr. Brad en - Friedberg ab. Aus dem vom Dtrector der Geschäftsstelle, Herrn Dr. v. Peter-Friedberg erstatteten Rechenschaftsbericht geht hervor, daß der Verein auch im achten Jahre seines Bestehens segensreich gewirkt hat, wir denn der Stand des Obstbaues in der Provinz Oberhessen, im Vergleich zu demjenigen vor Gründung des Vereins als vorzüglich bezeichnet werden kann. Der Auf­gabe, durch Vorträge, Versammlungen und practische Demon­strationen alles WtffenSwerthe unter den Landwirthen zu ver­breiten, wurde der Verein auch im abgelaufenen Jahre gerecht. Die Techniker des Vereins hielten 303 Vorträge, Demon­strationen und Versammlungen, im nächsten Jahre soll diese Zahl noch vermehrt werden. Das bet Gelegenheit der in den einzelnen Orten gehaltenen Vorträge von den Technikern gesammelte Material in Bezug auf Anzahl der Obstbäume, Thätigkeit der Obstbaumwärter u.s.w. wird zum Besten deS Obst­baues in der Provinz wieder verwerthet, auch sollen von Zeit zuZeitVersammlungen derObstbaumwäner behufSJnformation und Mittheilung der Erfahrungen abgehalten werden. Der Verein zählt 4610 Mitglieder. Die für 1896 vorgesehene BezirkS-ObstauSstellung in Schotten fällt aus, da der dortige Verein fich noch nicht stark genug fühlt, dagegen wird, falls die Aussichten auf die Obsternte sich günstig gestalten, in Lauterbach eine Ausstellung stattfinden. Die projectirte ObstverwerthungSgenosseuschaft ist inS Leben getreten, und wird deren, jetzt schon als befriedigend zu bezeichnendes Ge- fchäftSergebniß demnächst vorgelegt werden. Der hierauf er­stattete Rechenschaftsbericht weift folgende Einnahmeposten auf: Aus der Staatskasse 3100 Mk. (3100 Mk.) [öle in Klammern gesetzten Ziffern find in den Voranschlag für 1896/97 eingestelltj - aus KreiSmitteln 1500 Mk. (1500 Mk.), Jahres­beiträge der Mitglieder 4517 Mk. 66 Pfg. (4100 Mk.), VereinSzeitfchrift, Abonnement der Mitglieder 2258 Mk. 84 Pfg. (2050 Mk.), für besonders bezahlte Arbeiten der Techniker 101 Mk. 75 Pfg., Zinsen 75 Mk. (50 Mk.), Rückstände aus Vorjahren 547 Mk. 65 Pfg. (170 Mk.), Ausstellung zu Gießen 800 Mk., Reservefonds 2572 Mk. 75 Pfg. (4904 Mk. 54 Pfg. Kaffenvorrath). Ausgabe: Gehalt für einen Techniker 1500 Mk. (1500 Mk.), Function-- zulage für zwei weitere Techniker 700 Mk. (700 Mk.), Diäten für drei Techniker 1513 Mk. (2000 Mk.), Grati­fikation für besondere Leistungen 200 Mk., Pensionskasse für zwei Techniker 31 Mk. 20 Pfg. (31 Mk. 80 Pfg.), Vorträge und Versammlungen 390 Mk. 40 Pfg. (360 Mk.), Entschädigung für den Director der Geschäftsstelle 200 Mk. (200 Mk.), Entschädigung für den 1. Secretär 300 Mk. (300 Mk.), Reisevergütung für die Mitglieder deS Ausschusses Mk. (100 Mk.), für den 1. Secretär zu Informationen und Sitzungen 409 Mk. 90 Pfg. (320 Mk.), Schreibhülfe 200 Mk. (200 Mk.), Porto 95 Mk. 51 Pfg. (100 Mk.), Schreibmaterialien und Drucksachen 224 Mk. 53 Pfg. (200 Mk.), Kosten der Zeitschrift 2067 Mk. 14 Pfg. (2200 Mk.), Kassenführung 729 Mk. 70 Pfg. (740 Mk.), Zeitungs­abonnement 15 Mk. 90 Pfg. (50 Mk.), Retserbesorgung 89 Mk. 55 Pfg. (100 Mk.), Prämien und Retsestipendien für Baumwärter 154 Mk. 15 Pfg. (100 Mk.), Stipendien an Theilnehmer des RepetitionScursuS für Baumwärter 100 Mk. (100 Mk.), ObstauSftellung in Gießen 692 Mk.

58 Pfg. (ObftauSstelluug in Cassel 500 Mk.), für unvorher­gesehene Fälle zur Disposition deS Präsidenten 108 Mk. 20 Pfg. (200 Mk.), niedergeschlagene Poften bezw. unein­bringliche Ausstände 167 Mk. 75 Pfg. (200 Mk ), (Errich­tung von VersuchSgärteu in Alsfeld und Büdingen 3000 Mk.), Ausstände 170 Mk. 48 Pfg., Reservefond bezw. Betriebs- Capital 5347 Mk. 04 Pfg. (2515 Mk. 47 Pfg.). Unter letzteren 2515 Mk. 47 Pfg. find 400 Mk., welche dem Aus­schüsse zur Verfügung gestellt wurden, behufs Unterstützung der Obstverlderthungsgenossenschaft Wetterau, sofern von der­selben daS Bedürfniß uachgewiesen würde. Nach dem vom 1. Secretär, Herrn C. Reiche lt-Friedberg, erstatteten Bericht der ObftverwerthungS-Genossenschaft Wetterau in Friedberg zählt die Genossenschaft 60 Mit­glieder- die vorgesehenen Anteilscheine find indeß noch nicht alle auSgegeben. Der ursprünglich auf den Tafelobfthandel berechnete Betrieb sollausgedehntwerden auf Mosterei' und Bren­nereibetrieb (letzteres behufs Verwerthuvg der von den Genossen gezüchteten Kirschen); die Absicht, auch Mosterei einzurichten, hatte im vergangenen Jahre ein rapides, durch die Agenten der württembergischen rc. Apfelweinproducenten hervorgerufenes Steigen der Apfelpreise zur Folge, aber auch das vertrauen zur Genossenschaft stieg, sodaß derselben wiederholt Capitalien zur Betriebserweiterung angeboten wurden- es wird als wünschenSwerth bezeichnet, daß sich den vorwiegend mittleren und großen Landwirthen mehr kleinere als Genossenschafter anschließeu- der erste Geschäftsabschluß wird fich günstig ge­stalten und auch ferner die Genossenschaft segensreich wirken, weil durch fie die Obstpreise gehoben, neue Absatzgebiete er­schlossen, neue Handelsbeziehungen angeknüpft werden. Der Vorsitzende, Herr Geh. RegieruvgSrath KreiSrath Dr. Braden erkannte das Wirken derjGenoffenschaft als segensreiches au, und Herr Provinzialdirector Frhr. Gagern gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich die ObstverwerthungSgenosseuschaft ausdehne auf die ganze Provinz, daß sich Producenten und Gemeinden als Mitglieder ihr anschließeu möchten; auch der Bezug von Obstbäumeu durch die Genossenschaft sei von hohem practischen Werth. liebet die Obstausstellungen in Cassel 1896 und H amburg 1897 referirte eben­falls Herr Re ich elt. Die in Berlin und Breslau erzielten Erfolge (der Oberhesfische Obftbauverein erhielt die goldene Medaille der Stadt BreSlau und die große silberne preußische StaatSmedaille) sollten zur Betheiligung an weiteren Aus­stellungen anspornen- die Ausstellung in Gießen im vorigen Jahre habe bedeutende Fortschritte in der Auswahl und Be­nennung der Sorten gezeigt, weshalb die Mitglieder ihr Glück in Cassel versuchen sollten, damit ein Repräsentationssortiment ausgestellt werden könnte- besonders die Ortsgruppen sollten ihr Möglichstes zur Beschickung des diesseitigen Thetis der Ausstellung thun, dessen Leitung die Geschäftsstelle in die Hand nehmen werde- ein Theil der für die Ausstellung in Cassel gestellten Preisaufgaben sei bereit- auf der vorjährigen Ausstellung in Gießen gelöst worden- der Verein stehe für seine Mitglieder ein, weil er die Sortirung und die Auf­stellung übernehme. Auch die 1897 in Hamburg stattfindende Ausstellung möge beschickt werden, weil Hamburg ein be­deutendes Absatzgebiet Oberhessens sei, auch die Obstwein­producenten möchten sich an der Ausstellung betheiligen, vorausgesetzt, daß sie nur Gutes lieferten. Herr Provinzial- dtrector Frhr. v. Gagern nahm vor Schluß der Versamm­lung Gelegenheit, die Thätigkeit des Vereins wie die finanziellen Verhältnisse desselben als erfreuliche zu bezeichnen- dieser befriedigende Zustand sei zu danken den Organen des Vereins, denen er ein Hoch ausbrachte. Der Vorsitzende dankte Namens der Geschäftsstelle und des Vorstandes für diese Anerkennung und gab der Zuversicht Ausdruck, daß auch für die Zukunft in erfreulicher Weise gearbeitet wird, er lobte den guten Einfluß der Obstbaumzüchter und brachte ein Hoch auf das fernere Blühen und Gedeihen des Ober­hessischen Obstbauvereins auS.

W. Aus der Wetterau, 27. Mai. Das muß man den Antisemiten lassen, rührig sind sie, wie die gestern in Echzell abgehaltene Wähler-Versammlung beweist. Während Freisinnige, Nationalliberale, Christlichsociale und Conser- vative noch unschlüssig umherschauen, haben die Antisemiten gestern Nachmittag entschieden an Terrain gewonnen, denn auch der Bund der Landwirthe schließt fich den Antisemiten an. Geeignet für die Versammlung war auch der Tag selbst. In vielen Wetterauer Orten werden die dritten WethnachtS-, Oster- und Pfingstfeiertage als wirkliche halbe Feiertage Vor­mittags durch Gottesdienste gefeiert. Die Leute gehen dann Nachmittags recht gerne auswärts, um etwas zu sehen und zu hören. ES können etwa 200 Leute anwesend gewesen sein. WaS nun die gestern, am 26. dS. MtS., Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Herrn Herzberger in Echzell ab­gehaltene antisemitische Wählerversammlung anbelangt, so wurde sie durch ein Hoch auf Kaiser und Großherzog er­öffnet und von Herrn Stoll geleitet. Der Besuch war, wie bemerkt, ein guter. Die Herren Hirschel, Redacteur in Offenbach und Köhler in Langsdorf, der neuaufgestellte Candidat, sprachen über daS Thema: Wen wählen die Bauern bei der kommenden ReichStagswahl im Kreise Gießen? Daß ihre Ansprachen mit Beifall ausgenommen wurden, ist selbstverständlich. Auch Herr Kaufmann Acker auS Berstadt ergriff daS Wort. Nachdem die Echzeller Versammlung be­endigt war, begaben fich verschiedene Herren nach'Reichels­heim, um dort für ihre Sache weiter zu wirken.

H. Aus dem Horloffthale, 27. Mai. Auf der hiesigen Bahnstrecke sind nunmehr etwa 240 Erdarbeiter beschäftigt, die Mk. 2.50 bis Mk. 3.20, je nach Geschicklichkeit und Leistungsfähigkeit verdienen. Die fremden Leute sind ganz zurückgetreten, cS find fast nur noch Einheimische beschäftigt. Sämmtliche Arbeiten au den Brücken und Durchlässen sind in Angriff genommen. Die große Brücke zwischen Melbach und Södel ist bedeutend gefördert.

Nidda, 26. Mai. Wie gefährlich eS ist, daß kleine Kinder Wagen nachlaufen und sich an dieselben

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hat, ist nicht näher bekannt- derselbe ttnttrläit a

Geschwister. «

hängen, hat ein Beispiel in unserer Stadt kleine Jungen machten sich dieses$er0nüotn- r ' mit Fruchtsäcken beladenen Wagen. Alt letztere-hr Gosse fuhr, rutschten durch die Erschütterung 1BnT Säcke herab und fielen einem der Saabeu aus s . fo daß derselbe längere Zeit ün Bett wird mbrinar-^ ' indem das Bein zerschunden und daS Fußokl,r>» t 61:1 schwollen ist. 7 '

veiß-Nidda, 26. Mai. Gestern borgen K' braver, unverheirateter Holzhauer Namens Dte^ ' Aborte des Nachbarhauses erhängt aufgestwdrn '1 20jährigen Lebensmüden zu dieser Schreckenithrt _ (

-o- Blofeld, 27. Mai. Heute wurde unser 1&. meindemitglied und zugleich einer der älteneu Umgegend, der AckerSmann Kessel, unter gnC ligung zur letzten Ruhe bestattet. Er erreichtes , * Alter von 92 Jahren. Der Verstorbene hatte ce* $ Kurzem seine fünf gesunden Sinne und vermochte Holz klein zu machen. Noch älter ist ein benachbarten Leidhecken geworden, der dai-z . ® jahr überschritten hatte. Der älteste Mana bn seit vielen Jahrzehnten war Herr Holzmaau, g HofgutSpächterS Herrn Holzmaun auf dem bei Stockheim. Er erreichte daS sehr seltene t.-« 1 100 Jahren. Häufig sind die Ehepaare in ufern tz, welche ihre goldene Hochzeit feiern. Man sieht Utty die Wetterau eine gesunde Gegend sein maß, |0Bfc die Menschen fein so hohes Alter erreichen.

4 DarmWtt.

Leipzig, 26. Mai. Die vergangene Ofteruiene,, daß die dauernde Gewerbe-AuSftelluag mt: n haft besucht wurde, sondern eS trat die sehr erfreuet ü. sache ein, daß seitens der Aussteller zahlreiche Leckrr- , Abschluß gelangten. Es wurden nicht allein em t~<- Anzahl Motoren, die allerdings auch in großer feit vertreten sind, verfauft, sondern Leder-, Papier- und Metallbearbeitungs- und andere Maschine i-.ö Artikel, hauSwlrthschaftliche Geräthe und auch » llche Gegenstände fanden guten Absatz, da die baitch : werbe-AuSstellung zu Leipzig wegen ihrer braun . Reichhaltigkeit und bequemen Ueberfichtlichkeit dcb lofc fern gern und mit gutem Erfolg ausgesucht tritt.

* Leipzig, 27. Mal. Im Vororte Zschohtt n drei Kinder einer Familie, die in einer Sv!,., spielten, durch eine herabftürzende Wand verschütt« at r erstickt.

* Einige Soldatengefchichteu auS der guten :u . finden wir in dem jüngst veröffentlichten Buche Erlebnissen und Erinnerungen eines alten Cfmtr ; E. Betz, Oberst z. D., Karlsruhe). Besonder» :n;pr fr ist eine Erzählung, zu deren vollem Verflänöack hr ir faffer die Belehrung voraufschickt, daß damals, rrr : . 50 Jahren, für einen badischen Offizier daS.verncr d. erst an der Majorsecke anfing. Die Herren 6tib»c;< waren deshalb im allgemeinen keine allzu l'chettv - weil sie in so spätem Lebensalter, selten vor bei 46. fr aufS Pferd kamen.Und wie muß man ün Sena .i fein, um nicht beim ersten Tarnbourschlag ober Tnehib abgesetzt zu werden! Denn etwas anderes ist ti -t abgeschundenen und nur spärlich gefütterten PferdeauSleiherS auf ebener Landstraße, wo nut:» stört, dahin zu traben- ein andere-, die beutet ' rlchtungen einer Truppe zu Pferde mitzumacha.' gegen einen etwaigenFall" möglichst zu iiufcc. yM einstmals ein im vorgerückten Lebensalter offizler ein einfaches Mittel. Er war im Pferdes, das, wie die meisten Pferde, schwache Änra h, und das Schießen nicht vertragen konnte. 8» 5n der Herr Major zur Abgabe einer Salve commrt Schlagt an!", wartete das ängstliche Thier W folgende CommandoFeuer!" gor nicht erst ab, »uff drehte schon nach jenem ersten Commando um. uv?. - " und Reiter" sah man bann oft erst nach einer !r» x Pause wieder, mitunter aber gar nicht mehr Plane erscheinen. Hierdurch entstanden dann zritze legenheiten, da die Mannschaften so lange mit cngtbM Gewehre stehen bleiben mußten, bis der Herr ' vorgeschriebenen Platz wieder einnehmen konnte, oder m älteste Hauptmann als sein Stellvertreter baß cerwj übernahm und daS Gewehr absetzen ließ. Um na v diese Verlegenheit zu schützen, ließ der Genannte stet» seiner Tamboure unmittelbar neben den Kops feint! treten und gab ihm ein Stück Zucker in die Hanb.^ JJ der Herr Major nun commanbirte:Schlag» an der Tambour bem Pferbe schnellsten- da- Stück 3u^-r unb eS spielte sich bann hinter ber Front bei W* folgenber ergötzliche Auftritt ab. D:r flJlajor Schlagt an!" worauf ber Tambour / Pferbe baS Stück Zucker barreicht. Der Majors ' rasch:Frißtr - frißt r?" Der Tambours - Ja wohl, Herr Major." Hierauf ertönt bal a manbo:Feuer!" Dieser buchstäblich t

wieberholte fich öfter unb biente zur großen Erhtt Mannschaften nutz beS Publikum-, da- ihn mit

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Han»b«ch der Uniforwlanb*on1. V«

Mit über 1000 6inicl<bbtlbungen auf 100 oom

Tafeln. In Crtglntf.bVeinenbanb 6 Mark. Berltfl J in Leipzig. In Trachtenwerken kann bi« Geschichted 1 J »I nur gestreift werden, weil da-Gebiet so umsangretch eigene Behandlung für sich verlangt. Nicht nur w 5| sondern überhaupt in ber gelammten WeMitterawr - <

Werk, das die Geschichte der Uniformen, aflet nrrrc , verfolgt, so ausgezeichnete Speclalschristm über em»«»', Periobm auch Durbanben sind. Hauptsächlich du