Dienstag den 28. April
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M. 99 Zweites Blatt
Amts- und Anzeigeblatt für den Tkveis Gietzen.
Hraiisöeilage: Hießener Aamitienökätter.
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Welt zurück. Wo wohnt er?" Louise nannte daS HauS.
Die Gießener pernifkumttrt rerden dem Anzeiger »bchenttich dreimal beigelegt.
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„Ich meine daS Bild," erwiderte Louise schüchtern. „Er hat kein Bild von ihr auS ihrer Mädchenzeit."
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der Herr Baron auch dort," fügte fie leise hinzu.
„So giebt es auf einem Wege zwei Abmachungen," sagte die alte Dame und erhob sich. „Warten Sie einen Augenblick, — ich laste den Wagen vorsahren — zuerst zu Ihren Eltern. — Aber was fange ich nun mit dem da an?" fragte fie. „Ich hatte schon gehofft, ihn statt meiner Miffh zu behalten, — denken Sie, ein so reizendes, weißes Angora» Kätzchen, wenn ich nur wüßte, wo eS geblieben ist."
„Wie sah eS denn aus?" fragte Louise.
„Mit einem blauen Schleischen?"
„Gewiß, ja, und auf der Brust ein einziger kleiner gelber Fleck. WaS wiffen Sie von ihm?"
„Ach, gnädiges Fräulein," antwortete Louise, „ich fürchte, das hat der Baron neulich in unserem Garten todtgeschoffen."
Einige Stunden später hatte Surtur eudgiltig und in aller Form Rechten» seinen Besttzer gewechselt. Der Rese» reodar Morolf hatte ihn der Baroneste Gundelinde Hainau geschenkt. Einer Dame gegenüber, die einem plötzlich al» ritterliche Freundin eine Braut zuführt und gleich auch die Mittel dazugibt, demnächst ohne Sorgen die Doppelwoune des Ehestandes und des unbesoldeten AflessoratS zu genießen, war daS doch der geringste Gegendienst. WaS Surtur au» geht, so war er jedenfalls sehr zufrieden mit dem Wechsel. Bollkommeu aber wurde seine Befriedigung erst, alS ihn sein Onkel Schnauzer! einige Tage darauf in Begleitung des Referendars im Hainau'schen Hofe besuchte und ihm erzählte, daß der Herr Baron bei Nacht und Nebel verschwunden sei.
Bekanntmachung.
Das Hebregister über die Umlagen der Stadt Gießen pro .189'6/97 liegt acht Tage lang auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 15, Ak Einsicht eines jeden Betheiligten offen. Es wird dies mit dem Be- :iertt;n zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Beschwerden gegen die im Agiler enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf ikt Offenlegungsfrift entweder schriftlich oder mündlich zu Protocoll bei Wsth. Kreisamt Gießen vorgebracht werden müsten und daß später vor» Brachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden können.
Gießen, den 24. Aprll 1896.
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DaS Mädchen erröthrte über und über.
„O, gnädiges Fräulein, — aber," rief eS plötzlich und deutete auf Surtur, der freundlich schnurrend neben ihr lag, „Sie müffen ihn doch kennen, — das ist ja seine Katze!"
„DaS Thterchen ist uns heute früh zugelaufen," erwiderte das gnädige Fräulein verwundert, „kennen Sie eS?"
„Gesehen habe ich es früher nie," gestand daS junge Mädchen, „aber da auf dem Halsband steht ja der Name „Surtur", sehen Sie!"
Der Kater richtete fick bei Nennung seines Namens auf und reckte sich stolz und würdevoll.
„Er hat mir oft davon geschrieben, — und auch von SurturS Freund, dem Hunde Schnauzer!."
Der Kater horchte verwundert auf, — „Schnauzer!?" — schon wieder ein Gruß aus der Heimath.
„So, so," meinte das gnädige Fräulein lächelnd, „und wer ist denn nun endlich dieser Er, der so schöne Briese schreibt und die Thtere so gern hat?"
„Herr Referendar Carl Morolf," gestand Louise.
„Morolf, — Morolf?" wiederholte daS gnädige Fräulein finnend. „Wie ist mir doch, — Morolf, — wiffen Sie nicht, wie seine Mutter mit Zunamen hieß?"
„O ja," erwiderte Louise, „er hat mir ja so viel von ihr erzählt, — sie hieß Wildmark, Therese Wildmark. Als fie starb, war er fünszehn Jahre alt. Sie muß eine Herr» ltche Frau gewesen sein."
„DaS war sie," versetzte die alte Dame ernst. „Ich kann eS bezeugen, denn fie war meine beste Jugendfreundin, — sehen Sie hier, ihr Bild."
Sie holte eia kleines Pastellbild herbei, gerührt 6t» trachtete Louise die lieben Züge.
„O, wie daS Carl freuen wird," flüsterte Louise.
„WaS?" sragte daS gnädige Fräulein herbe, „daß die beste Freundin seiner Mutter zu menschenscheu ist, um sich bis jetzt nach ihm umzusehen? Ach ja, eS soll mir eine Lehre sein."
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Non dem Gewerbebank * Rechner r-kiiurich Wagner als Gurator iütr Idas Vermögen des am 11.Januar 11806$ zu Gießen geborenen, seit den ®kc Jahren unbekannt wo abwesen tikn Konrad Debus ist der Antrag grteöt worden, letzteren für tobt zu Mren.
ßM ergeht daher an den Konrad ftbtufi, sowie an Alle, die von deffen pm oder Tod Kunde Haden, hier- Bl Vie öffentliche Aufforderung, dem Mr zeichneten Gerichte Nachricht hieran spätestens bis zum 14. Juli l. I., LrvnittagS 9 Uhr, zu geben, anderen- ifa in jenem Termin der genannte Iraab Debus für tobt erklärt nuten wirb.
S ießen, ben 23. April 1896.
GrohherzoglicheS Amtsgericht.
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Versteigerung.
Mittwoch den 29. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr,
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SW Mulch, Vollziehungsbeamter.
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Die Holzversteigerungen vom 17. und 21. April l. I. find genehmigt.
Die Abfuhrscheine können von Donnerstag, den 30. April, an auf Freiherrlicher Rentei zu Son» borf in Empfang genommen werben. Ueberweisung Freitag, ben 1. Mai.
Papiermühle, ben 25. April 1896. Freiherr! Oberförsterei Rabenau.
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Dienstag den 28. April 1896,
Mittags 12 Uhr, in der Hofraithe des Spediteurs Herrn Lynker zu Gießen (Erlengasse) werde ich
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4072 Engel, Gerichtsvollzieher.
Surtur.
Novellette von GetheguS.
(Schluß.)
„Ich verstehe Sie nicht," erwiderte die Dame sttrn- tvlizelnd.
„Aber, gnädiges Fräulein, Sie wiffen doch, — Ihr hen Reffe, der Baron Adalbert Hainau —"
„Existirt der noch? Für mich schon lauge nicht mehr. 8in Jahrgehalt habe ich ihm ausgesetzt, — das Uebrtge ist buche meines Justitiars. WaS haben Sie mit diesem Laichen? WaS eS auch sei, ich bedauere Str. Unter idtti schlechten Menschen, die wich gelehrt haben, measchen» scheu zu werden, ist er sür mich der schlimmste, denn die enber n entehrten nur die Menschheit, er entehrt auch den litte Namen, den ich mit ihm theilen muß. Nun, waS ist S alt dem?"
Gespannt lauschte fie der anfangs ziemlich verworrenen llrzächlung des Mädchens.
„ES ist gut, daß Sie sich an mich gewandt haben," sügtr sie daun, „ich muß Ihnen danken dafür, daß Sie da» M diese neue Gauneret des Burschen vereitelt haben, — viiii ltch ist eS nicht wahr, daß er von mir irgend etwas p ei warten hat oder erhält, außer dem bestimmten Jahr- fdb, welches ausreicht für eine anständige Gartzonextstenz - Mr ihn freilich wohl nicht. Also HeirathSschwindler ist n Mt auch geworden, — er hatte es eben nur auf Ihre •Rtßlft abgesehen, mein Fräulein, — ich werde mich sogleich .« Ähren Herrn Vater wenden, — Rentner Daniel Weiß» imi, nicht wahr? so war ja wohl der Nuwe. — Aber M," fuhr fie etwas milder fort, „beichten Sie mal, Kind, I - Sie gefallen mir wirklich sehr, — wer ist denn der Mme?" 1


