Ausgabe 
26.9.1896 Erstes Blatt
 
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Tanth wurde wegen Vergiftung seines mehrere Monate alten unehelichen Kinde« zum Tode verurtheilt.

(hoben, 25. September. Bei Borkum zerschmetterte ein Orkan eia verwuthlich von England kommende-Segel­schiff. Die Besatzung ist uotergegangen.

Papenburg, 25. September. Da- Em-gebiet leidet sehr unter der Ueberschwemwung. Aecker und Wiesen find mehrfach überfluthet.

Wien, 25. September. Die antisemitischeDeutsche ßtg.* hat die liberaleWiener Allg. Ztg." verklagt, weil letztere die Mittheilung gebracht hatte, die deutsche Zeitung sei von Lueger gekauft worden.

Wien, 25. September. Man hält hier ein eigenmäch­tige- Vorgehen England - gegen die Türkei für völlig au-geschloffen.

Amsterdam, 25. September. Die finische BarkUmau" ist infolge de- Sturme- auf der Nteuwedteper Höhe zer­schellt. Zwölf Mann der Besatzung wurden gerettet.

Paris, 25. September. Die hiesige Polizei forscht nach einem Hochstapler, der sich für einen Neffen Skobelews au-gab und viele Betrügereien verübte. Derselbe heißt mit seinem rechten Namen Schweinfurt und ist ein ehemaliger deutscher Unteroffizier.

CoceU» und

Gießen, den 25. September.

* Orben-'Berleihuug. Se. König!. Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädtgft geruht, dem Lehrer am Schul- lehrersewtnar zu Friedberg Wilhelm Schwarz da» Ritter­kreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigeu zu verleihen.

Deutscher und Oesterreichifcher Alpeuverei». Nach der durch die längere Reisesaison erfolgten Unterbrechung der DonnerStagSsitzungen de» hiesigen Deutschen und öster­reichischen Alpenvereins fand gestern Abend im VeretnS- local die erste gut besuchte gesellige Zusammenkunft statt, so daß damit die regelmäßigen Sitzungen der nach der Rück­kehr auS den Bergen nun ihre Retseerlebntffe austauschenden Mitglieder wiederum ausgenommen sind und hoffentlich auch in diesem Winter ihre altbewährte Anziehungskraft behaupten werden. Da nach dem ausgestellten Tourenprogramm schon am nächsten Sonntag ein Ausflug stattfinden soll, so bildete die Hauptbesprechung deS Abends die nach den geäußerten Wünschen gebotene Abänderung einzelner im Programm vorläufig getroffener Bestimmungen. Zunächst wurde man sich schlüfftg, mit Rücksicht auf die gegen­wärtig ungünstige Witterung, um 8 Uhr 14 Mtn. Morgens von hier abzufahren, alsdann die Route über Wetzlar, Dianaburg, Greiffenstein, Betlstein zu nehmen und als Schlußpunkt der Wanderung Herborn zu wählen. Hier­durch gewinnt die bekannte schöne Tour noch an Reiz und wird hoffenlich auch diesmal zu zahlreicher Betheiligung der Mitglieder Veranlaffung geben. Besonder- sei noch darauf hingewtesen, daß bet dem jetzt stündlich wechselnden Wetter man durch einen zur Abfahrtzeit vielleicht momentan etwa düsterer dretnschauenden Himmel nach den gemachten Er­fahrungen sich nicht abschrecken lassen wird und auf alle Fälle Sonntag Morgen 8 Uhr 14 Mtn. am Bahnhof zu erscheinen.

Statistik der freiwilligen Feuerwehren im Kreise Gießen pro 1896. Im Kreise Gießen existireu nach der neuesten Zusammenstellung an 12 Orten 13 freiwillige Feuerwehren mit 923 freiwilligen Feuerwehrleuten und 1012 Pflichtfeuer- wehrmanuschafteu, welche in diesen 12 Ortschaften bei Feuer­gefahr außerdem noch disponible sind. Auf die einzelnen Orte vertheilt sich die Mannschaft wie folgt: Annerod 1895 (400) 28 Fretw. F., 55 Pfl.-F. Birklar 1895 (457) 35Fretw.F., 15 Pfl.-F. Garbenteich 1896 (693) 40 Freiw.F., 40 Pfl.'F. Gießen 1855 (23200) städt. Wehr 124, Gailsche Wehr 94, Pfl.-F. .120. Großen Linden 1891 (1560) 69 Fretw. F., 65 Pfl.'F. Grünberg 1873 (2074) 90 Freiw. F., 140 Pfl.-F. Heuchelheim 1878 (1976) 87 Freiw. F., 80 Pfl.-F. Hungen 1876 (1450) 43 Freiw. F., 124 Pfl.-F. Klem-Ltnden 1895 (1300) 39 Fretw. F., 93 Pfl.-F. Lang­göns 1880 (1500) 78 Freiw. F., 100 Pfl.-F. Lich 1876 (2800) 60 Fretw F., 120 Pfl.-F. Lollar 1876 (1500) 136 Fretw. F., 60 Pfl.-F. Die hinter den Ortschaften stehenden Jahreszahlen bedeuten da- Jahr der Gründung der betreffenden freiwilligen Wehr, während die in Klammern befindlichen Zahlen die Einwohnerzahl der einzelnen Orte angeben. Diesen 12 Orten stehen im Kreise Gießen noch 68 Orte gegenüber, welche nur über eine Pflichtfeuerwehr verfügen, und wäre sehr zu wünschen, daß auch hier frei­willige Feuerwehren gegründet würden.

Zur Beachtung für deutsche Industrielle und Erfinder. Die wachsende Ueberzeugung und die besonders in letzter Zett tn dem alten Industriestaat England laut gewordene, wenn auch widerwillige Anerkennung deS deutschen lieber« gewicht- aus den Weltmäikten In sehr vielen Industriezweigen, hat unseren englischen Vettern Veranlaffung gegeben, nach jeder Richtung neue Anstrengungen zu machen, um daS ver­lorene Terrain möglichst für sich zurückzugewinnen. Die vom Colonialamt in London zur Zeit veranstaltete Ausstellung aller in überseeischen Ländern gangbaren Jndustrieerzeugnisse gehört hierzu,- sie bezweckt tn erster Linte, Exporteure und Fabrikanten In eine intimere Verbindung mit einander zu bringen. Die tn Deutschland so mannigfaltige Erzeugung von Specialitäten in den mittleren und kleineren Fabriken und Werkstätten hat zur Erreichung deS jetzigen hohen Stande» der deutschen Industrie offenbar nicht unerheblich betgetragen. ES kann aber nicht oft genug betont werden, daß die deutschen Industriellen mehr und mehr sich bemühen müssen, ihre Erzeugnisse den fremden Interessenten und den für Übersee wirkenden Einkäufern zur Schau zu bringen. Hier­zu bietet die in Hamburg, dem ersten deutschen Handels- und Ausfuhrplatze feit Jahren in der Hamburger Börse be- legtne Ausstellung, geleitet von der Actten-Gesellschaft Neue Börsen-Halle" tu Hamburg, die denkbar beste

Gelegenheit. Provisionen werden tn dieser Ausstellung nicht bezahlt, die Muster und Proben werden vielmehr nur gegen eine mäßige Gebühr, je nach Umfang der Gegenstände und Zeitdauer berechnet, den Jntereffeuteu vorgelegt und erklärt. Die Hamburger Börse ist bekanntlich der Sammelpunkt der Exporteure, sowie der überseeischen Einkäufer, weshalb diese AuöstellungSgelegenheit die weiteste Beachtung verdient. Im Jntereffe unserer nationalen Industrie wollen wir auf diese nützliche and praktische Einrichtung Hinweisen. Nähere» theilt die Actieu-Gesellschaft Neue Börsen Halle in Hamburg, Ab- theilung Patent- und Exportmuster-AuSstelluug, auf Anfragen gern mit.

♦E.B. lieber den Besuch der öffentlichen Versammlungen bet Gelegenheit der 9. Generalversammlung des Evangelische» Bunde» zu Darmstadt herrscht noch vielfach Unklarheit- e» möge daher folgendes zur Aufklärung dienen: Wer auf einen vorbehaltenen Platz nicht rechnet, kann selbst ohne Fest­karte alle öffentlichen Versammlungen (also den Begrüßung-- abend im Saalbau, Montag, 28. l. MtS., Abends 8 Uhr, Prof. Scholz über die deutschen evangelischen Frauen re., den Festabend vom DienStag Abend, an dem Graf HoenS« broech sprechen wird, und die Hauptversammlungen am Mittwoch uud Donnerstag, Vormittags 10 und 4 Uhr), frei besuchen, da alle Evangelischen, insbesondere auch die Frauen, hierzu eingeladen find. Wem aber daran liegt, als Mitglied in der Generalversammlung in der Präsenzliste eingetragen zu werden, und wem die Verhandlungen wichtig genug find, daß er auch seinen Theil der unvermeidlichen Festkosten tragen will, der muß sich eine Festkarte lösen (bei Kaminsky, I. Waitz ober Rev. Bauer, Bletchstraße 41). Will er daS Festspiel am 31. dS. nicht besuchen, so genügt eine Feftkarte zu 3 Mk. Diese sichert ihm und seiner Familie alle Vortheile, welche den Mitgliedern der Generalversamm­lung gewährt find (also Berechtigung zu den vorbehaltenen Plätzen tn allen Verhandlungen - auch in der geschlossenen Mitglieder Versammlung am 30. dS., Nachmittag- 4 Uhr, tu den Gottesdiensten, unentgeltlicher Besuch de- Museum-, deS KunstveretnS, der Holbeinschen Madonna rc., waS für erwarteten Besuch auch Darmstädtern von Werth sein kann. Wer aber sich oder einem Angehörigen einen Platz in der Festvorstellung am 30. dS. sichern will, muß sich eine Fest­karte zu 4 Mk. erwerben, da nur diese für den erwähnten Abend Gültigkeit haben. Auswärtige, die mit Familien- Mitgliedern hierher kommen, können weitere Plätze zur Fest- Vorstellung durch Lösung einer oder mehrerer Beikarten zum ermäßigten Preise von 2 Mk. erwerben, die nur am Bahn­hof bei dem Empfangsbureau zu haben sind. Zur Fahrt nach WormS am 1. October, Nachmittag- 2 Uhr, find Alle willkommen gegen Lösung einer Karte im Preise von 1,60 Mk. beim EmpfangSbureau im Saalbau.

Zu Amerika verstorbene Hessen. Brooklyn, N. U., John Krämer, 50 Jahre alt, auS Wöllstein. Frau Anna M. Keller, geb. Schäffer, aus König. Frau Margaretha Klein, geb. Keim, 76 Jahre alt, auS Wendelsheim. LouiSville, Ky., Louts Wenzel, 62 Jahre alt, aus Büdingen. St. Louis, Mo., Frau Anna Maria Nülfeu, geb. Ptnger, 75 Jahre alt, aus Framers­heim. MaScoutah, Jll., August Kissel, 60 Jahre alt, auS Groß Umstadt.

-n- Gettenau, 24. September. In Nr. 190 vom 14. August und in Nr. 204 (erste- Blatt) vorn 30. August haben wir in dieser Zeitung berichtet, daß bet den Bahn­bauten links von der hiesigen Brücke, in der Nähe wo da» Bahnhofsgebäude errichtet werden soll, sehr interessante Funde auS der Steinzeit gemacht worden wären. Wir sprachen die Ansicht au-, daß vor Jahrtausenden an dieser Stelle eine Niederlassung gewesen sein möchte und wettere Funde erwartet werden könnten. Diese Ansicht hat sich tn den letzten Tagen bestätigt, denn e- wurde ein Stein- messer von etwa 15 Zentimeter Lange bei 3 Zentimeter Brette und ein Stetumeisel von 6 Zentimeter Länge bei 3 Zentimeter Breite gefunden. Der Letztere lag längere Zeit, vielleicht acht Tage, bet dem Moorgrunde auf der Oberfläche und blieb unbeachtet wegen seiner tief dunkel­grünen Farbe, die ihn dem Moorgrunde sehr ähnlich er­scheinen liefe. ES ist ein Blitz« und Donnerkeil, erkärte ein Eingeborener. Vor etwa 40 bi» 50 Jahren schlug der Blitz in die Scheuer, der Donnerkeil fuhr in die Erde und blieb in einer Tiefe von 12 Fufe stecken. Natürlich sand diese Erklärung vom Donnerkeil, die noch in ganz Deutschland gang und gebe ist, vollständigen Beifall. Sehr häufig hört man ja da- Kraftwort aussprechen: Da soll doch ein Ge- witter-Donnerkeil hineinschlagen! folglich mufe es auch solche Blitz« und Donnerkeile geben. Beide Funde find sehr schön und glatt gearbeitet, rote die früher gefundenen Sachen: Streitaxt und Steinbeil. Gestern roüthete bet uns ein heftiger Sturm, der an den beladenen Obstbäumen grofeeu Schaden anrichtete. Auf den Staat-strafeen lagen die Aepfel streckenweise wie gesäet. Hefte und nicht sehr starke Bäume wurden gebrochen, flachwurzelnde Bäume wurden au-gerissen, wa- durch den weichen, morastigen Boden, in Folge des seit Wochen anhaltenden Regen», Vorschub erhielt.

Mainz, 23. September. Bon hier wird verschiedenen Blättern berichtet: Ging da jüngst eine Herrschaft in» Bad und liefe da» Kind mit der Amme zurück. Al» dieselbe wieder zurückkehrte, fand die Mutter ihr Kleine» in einem eigenthümlichen Zustande. Beim Befühlen desselben knatterte e« inwendig sonderbar. Erschreckt beschlafe man, die Kleidchen au-zuztehen, und wa» sieht man: der arme Wurm war in Frankfurter Zeitungen" etngewickelt und seine Haut mit politischen Neuigkeiten bedruckt. Auf die Frage, wa» da» heifeen solle, erhielt die Hau-frau die prompte Antwort:Die Wäsch war dreckig uud da hun ich« in Bleetcher gewickelt, die brauch mer wenigsten» nit fe wasche."

68. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte.

Krankfurt a. 9L, 24. September 1896

Gestern Abend fand in der landwirthschastlichen H.i der von der Stadt Frankfurt gegebene grofee Zommer» ftr zu welchem 2200 Karten au-gegeben waren. Oberbürge: meister Ad icke- brachte da» Kaiserhoch au», Geh. Professor Waldeyer-Berlin feierte die Musenstadt Frau' furt, Stadtverordneten«Vorsteher H ums er gedachte k Frauen, Dr. Laqver - Frankfurt leerte fein Gla» auf |ü I Wohl Nansen». Außer einer gewaltigen Reihe von Tich \ liebem gab e« ein Festspiel und andere- »ehr zur linte: Haltung der gut gelaunten Versammlung.

In der Abtheilung:Allgemeine Pathologie und path» logische Anatomie" sprach Professor Ehiari-Ptag üb: \ Netzbildungen im rechten Vorhofe de- Herzen-. Diese biShe nicht beachteten Netze find Effect einer partiellen Petfister der Valoulae venosae und de- Septum spurium ur können durch an ihnen sich bildende Thromben bebeutuugi voll werden.

Die Zhirurgen hatten sich gestern nach dem städtische Krankenhause begeben, wo Oberarzt Dr. Rehn- Franks einen Fall von Herznaht bei penetrirender Seichverletzar; deS rechten Ventrikels demonstrirte.

Professor Lorenz-Wien zeigte im Verfolg seine-Vn träges am Tage vorher das EinrenkungSoerfahren bei cer 5 genitaler Hüftluxation- derselbe Gelehrte demonstrirte ai» eine Klumpfuß Redression.

Oberarzt Dr. Rehn-Frankfurt führte Patienten r: Magenresectionen mit Präparaten vor.

Dr. Siegel-Frankfurt demonstrirte einen Fall 6k Athemaoth durch Thhmu» Hyperplasie (geheilt durch Extrope-: der Drüse an die Haut).

Dr. Nebel- Frankfurt zeigte eine Reihe von orthe pädischen Apparaten.

In der Section für Kinderheilkunde sprach Geh. Reis Professor von Ranke:Zar Scharlachdiphtherie." En- gegen der herrschenden Lehrmeinung, daß die Scharlai- diphtherie eine Erkrankung sei, die mit dem Diphtherie bacillu- nichts zu thun habe, konnte Ranke in München tn mehr al- der Hälfte feiner frischen Fälle von Schatlal-

diphtherie den Diphtheriebacillus nachweifen, bei 39 p6i. fanden sich nur Streptokokken. Wegen der relativen Häufst« kett des DiphtheriebacilluS empfiehlt eS sich, daS Diphtherie« Heilserum auch bei Scharlachdiphtherie anzuwenden.

In derselben Abtheilung berichtete Professor Thoma»- Freiburg über einen Fall vonungewöhnlich rasch tödtltcher Hyperthermie" bei einem kaum viermonatltchen, nur an un­bedeutenden Hautletden erkrankten, bisher nicht fieberndta Knaben. Derselbe starb durch Steigerung feiner Eigen­wärme, welche beim Tode 42,2 Grad erreicht hatte anl unvermuthet rasch entstanden war, ohne wesentliche anatomische Veränderungen. Eine besondere Ursache der Erkrankung lief sich nicht erweisen.

In der Abtheilung: Neurologie und Psychiatrie hie: Professor Dr. von Strümpell-Erlangen einen Vortroz Heber multiple Sclerofe de- Zentral-Nervensystem»". -e besprach namentlich die Ursachen der Krankheit und suchte den Nachweis zu führen, daß das Leiden auf einen angi- borenen abnormen Zustand des nervösen StützgewebeS zurüü- zuführen fei.

In der Abtheilung: Zahnhetlkunde sprach Dr. Juliut Witzel - Marburg (Docent für Zahnheilkunde) über Blutung« im Bereiche der Kiefer. Gerade nach Zahnextractionen trete» oft gefährliche, selbst tödtliche Blutungen auf, besonders fcn der erblichen Blut Erkranktheit. Die blutstillenden Mitt.l wurden besprochen. Redner empfiehlt einen sehr em'ata Verband au» Abdruckmasse, der selbst von Laien ianerhav einer Minute zweckentsprechend angelegt werden kann.

In der Abtheilung: Hygiene wandte sich Geh. Ober medicinalrath Dr. Neidhar^ - Darmstadt gegen die Unter stellung Landmann», daß jede stärkere Randentzündung n die Pusteln mit pathogenen Batterien btr Lymphe zusanwiet hänge und wie- nach, daß auch keimfreie Lymphe keine rq losen Pusteln liefere. Er bespricht weiter die Methode» feimarme ober keimfreie Lymphe zu erzielen burch bte ZS» tung der reinen und die Reinigung der unreinen Lymphe.

In der Abtheilung:Tropenhhgiene" sprach Shgkrun^ arzt Dr. Plehn-KarnerunZur vergleichenden Pathologe der schwarzen Rasse in Kamerun". Die Schwarzen 1 Kamerun stammen aufl verschiedenen Gegenden Afrika». Der gemäß war ihr Verhalten gegenüber den krankmachendr Factoren verschieden. Am meisten hatten die Sudanesen t leiden. Während der Trockenheit kamen Fälle vonTyphös vor, die klinisch wie Unterleibstyphus verliefen. In M kühlen Zeit wurden etgenthümliche Fälle von Lungeotc zünbung beobachtet. Bei allen Europäern unb Negern aCi Stämme war bet Hämoglobingehalt be» Blute» herabgeie?

In bet Abtheilung: Kinderheilkunde sprach Heu- Dr. Oppenheimer-München über den Einfluß bet Sau- stoss Einathmungen bei bet catarrhalischen Lungen-Entzündl-l bet Kinber. Bei 15 schweren Fällen von catarrbalifi?1 Lungen-Entzünbung roanbte Redner Sauerstoff Inhalation» an. Ohne in den Enthusiasmus früherer Autoren ehu stimmen, empfiehlt Oppenheimer den Sauerstoff al» trefflickr« Reizmittel für die Herzthätigkeit besonder» bet dylynoisck:» Zuständen. Verfasser zeigt an mehreren Ktarikengeschttn den überau» günstigen Einfluß de» Gase» auf Pul» vt Allgemeinbefinden.

In der Abtheilung für Physik hielt Prof. Rose» betget-Frankfurt a. M. einen Vortrag Übet die Entwicklung der Elettrifitmaschine, worin er zeigt, daß d Theile derselben, vor allem auch der Eonductat, einzeln vor der allgemein angenommenen Erfindung der Maschi" in den Jahren 1743 bi» 1745 vorhanden waten und nnttt- stützt da» durch Vorlegung von Abbildungen.

In der Abtheilung Ehitutgie behandelte Dr. 8err

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