„Lustbarkeiten" in Nr. 301 dieser Zeitung hat nicht den geringsten Bezug auf genanntes Weihnachtsspiel. Auch wird wtedervolt daran erinnert, sich zeitig mit Eintrittskarten (zu erhalten in den Geschäften von Holterhoff und Tetpel) -u versehen, da am ersten Feiertage die betreffenden Geschäftshäuser geschloffen sind.
*• Feuerverfichernogsverband hessischer Lehrer. Wie die „Darmst. Ztg." meldet, wird die constitutreode General- Versammlung deS FeuerversichernngSverbandeS hefftcher Lehrer SamStag, 16. Januar 1897, Nachmittags 1 Uhr, im Casö Ebel zu Gießen tagen. In derselben soll Berathung der vom BezttkSlehrervereiu Grünberg entworfenen Statuten und Wahl des Vorstandes vorgenommen werden. BiS jetzt haben schon über 200 Lehrer ihren Beitritt zu dem Verband erklärt.
*' Die Einführung der Sonntagsruhe auch im Fernsprechverkehr, bezw. die Verminderung der BetriebS- punden wird gegenwärtig von der Reichspoftverwaltung erwogen. Zu diesem Zweck werden über die Inanspruchnahme der Kernsprecheinrtchttmgrn während der einzelnen BerkehrSstunden der Sonntage auf den Fernsprechämtern besondere Feststellungen vorgenommen. Außerdem aber find die mit Fernsprechbetrieb versehenen Postämter angewiesen worden, bet den Fernsprechteilnehmern nachzufragen, wie dieselben über eine Einschränkung deS Sonntagsfernsprechverkehrs im Allgemeinen denken, und in welchen Stunden der Letztere am leichtesten zu entbehren sein würde. Von dem Ergebniß dieser Umfragen werden die Entschließungen der RetchSpostverwaltung abhängen.
• • Die Litewka bei den »bereu Militarbeamteu. Da sich das Tragen der Litewka bet den Osfiziren und SanitätS- offizieren als sehr vortheilhaft erwiesen hat, wird nun auch den oberen Militär beamt en rc. daS Tragen dieses Kleidungsstückes gestattet werden- die Litewka hat aus dunkelblauem Tuche nach dem Schnitte für Offiziere in sinngemäßer Anwendung der für diese geltenden Vorschriften gefertigt zu sein- die Unterärzte, einjährig-freiwilligen Aerzte rc. können dieselbe Litewka mit den für ihren Waffen- rock vorgeschriebeuen Schulterklappen an Stelle des Drtlltch- rockes tragen.
W. vad-Nauheim, 23. December. Die 50jährige Jubiläumsfeier des „Großen Sprudels" ist hier in erhebendster Weise gefeiert worden. Die Feier, arrangirt von der Stadt, bestand aus zwei Theilen: der Vorfeier am Abend des 21. December und der Hauptfeier am Nachmittag und Abend des 22. December. Die Vorfeier hatte die Nauheimer Freiwillige Feuerwehr, die sich bei den zahlreichen Bränden der letzten Zeit rühmlichst ausgezeichnet hatte, in die Hand genommen. Das schmucke, 120 Mann zählende Corps zog am Abend des 21. December in einem Fackelzug durch die glänzend illuminirte Stadt nach dem Spender von Nauheims Wohlhabenheit und Nauheims Weltruf, nach dem „Großen Sprudel", dessen 50jähriger Geburtstag gefeiert werden sollte. Während die stolze Fontaine rauschend ihre Schaumphramiden aus dem Schooße der Erde gen Himmel sandte und eine tausendköpfige Versammlung um die hei bringende Quelle versammelt war, spielte die ganze Capelle der Offenbacher Feuerwehr mehrere Choräle und nach einer Ansp ache des CommandeurS Fritz schritt der Fackelzug durch die Stadt zurück nach der Turnhalle, wo die Vorfeier einen glänzenden Abschluß fand. — Die Hauptfeteram 22. December, Nachmittags 3 Uhr, bestand aus dem Fest zu g der Bürgerschaft und der Vereine unter Begleitung der ganzen Capelle des 1. Großh. Hessischen Dragoner Regiments Nr. 23. Auch dieser Zug, von Jubel begleitet und von Jubel empfangen, bewegte sich durch die im Fahnenschmuck prangende Feftstadt nach dem geliebten Sprudel, wo Pfarrer Wissig eine vorzügliche Ansprache hielt. Um 5 Uhr Nachmittags fand in der evangelischen WtlhelmSkirche Dankgottesdienst statt und Abends um 7*/, Uhr war Fest-Bankett im Hotel Restaurant Langsdorf. Der Bürgermeister der Stadt Bad Nauheim, Herr Wöruer, begrüßte die Festgäste, worunter fich zahlreiche höhere Beamte, der Geheime RegterungSrath Dr. Braden vom KretSamt Friedberg rc. rc. befanden, und dann folgten sich in rascher Reihenfolge die Reden. Alle Redner waren beseelt von einem Gedanken, datz Nauheim Alles dem „Großen Sprudel- zu verdanken habe. Der festlich geschmückte Saal vermochte nicht die Zahl der Gäste zu fassen, die nicht allein aus Nauheim, sondern auch aus der ganzen Umgebung gekommen waren, um Nauheims größtes und schönstes Fest würdig mitfeiern zu helfen. Fünfzig Jahre besitzt Nauheim feine herrliche Heilquelle, möge daS Bad immer mehr und mehr seiner Bestimmung entgegengehen: ein Heilbad zu sein für die Leidenden der ganzen Welt!
Büdingen, 19. December. In Nr. 281 dieses Blattes ist eine Notiz, die auch in verschiedenen anderen oberhesfischen Blättern abgedruckt war, enthalten, in welcher über eine vor dem hiefigen KcetSauSschusse verhandelte Wildschadens- klage berichtet wurde. In derselben wird u. A. ausgesührt, der KreisauSschuß habe den Jagdpächter zur SchadeuSersatz- leistuug und zur Tragung der Kosten verurtheilt, da angenommen worden sei, daß derjen ge Landwirth, der seine Pflicht durch Anbringung von Schutzvorrichtungen genügt habe, auch entschädigt werden müsse, wenn ein Schaden du ch Rehe herbeigeführt wird, obgleich das Wild- schadenSgesetz nur von Hasenschaden rede. Diese Ausführungen enthalten insofern Unrichtige», al» Art. 1 des Gesetzes den Ersatz deS Wildschadens betteffeud vom 1. Juni 1895 allgemein bestimmt, daß der Schaden, welcher durch Wild (also auch durch Rehwild), angerichtet wird, dem Bkschädigteu auf Verlangen ersetzt werden muß. Der KreiSauSschuß kam daher nicht aus den von dem betreffenden Herrn Berichterstatter angeführten Gründen, sondern allein deshalb zu einer verurtheilung des Jagd- pächterS, weil nach dem auf die Zeugenaussagen gegründeten Gutachten der Sachverständigen der betreffende Schaden an
den nicht mit Schutzvorrichtung versehenen Bäumen von Wild und zwar von Rehwild herrühre und eS in der dortigen Gegend nicht üblich sei, im Sommer die Bäume gegen Rehwild zu schützen.
Dernau».
• Frankfurt a. 22. December. Am 22. December 1796 kehrten die letzten Geiseln, die im Juli und August jenes Jahres von den Franzosen nach dem damaligen Bombardement von Frankfurt al» Bürgen für die der Stadt aufgelegten Brandschatzungen nach Frankreich mitgeführt worden waren, in ihre Heimath zurück. ES waren, den „Frankfurter Nachrichten" zufolge, im Ganzen 24 Männer auSgehobeu worden, Mitglieder der einflußreichsten Familien, nämlich die Schöffen v. Humbracdt, v. Barkhausen, v. Holzhausen, Bonn und Schloffer, v. Ohlenschläger, v. Uffenbach, v. Günderrode, v. LerSner, v. Loan, die Senatoren Hehler, Andreä, Moors, Steitz, Mühl und Scherbiu», die Bürger Geheimrath v. Wiefruhütten, I. E. Hartmann, ManSkopf, Kling, Thurneifen, de Neufville, Gwinner und Schweizer- Alefina. Neunzehn davon kehrten schon am 11. December hierher zurück, die übrigen erst zwei Tage vor Weihnachten.
* Berlin, 19. December. Ueber die Familie deS Freiherrn v. Hamm er st ein, der sich nun beinahe ein Jahr in Haft befindet, macht ein Berliner Blatt folgende Mtttheilungen: Seine Frau und deren Tochter au» erster Ehe leben tu Steglitz, und die Adelsgenossenschaft gewährt den Damen eine Unterstützung. Außerdem verdienen die fleißigen und geschickten Hände der Tochter durch Kerbschnitzerei für Truhen, Möbel u. dgl. für den Lebensunterhalt. Die anderen beiden Töchter leben bei befreundeten Familien auf dem Lande. Der Stiefsohn deS Verhafteten lebt nach wie vor auf Sizilien. Die Familie ist weit entfernt davon, fich vom Vater loszusagen, vielmehr hoffen und erstreben alle nach verbüßter Haft wieder ein Zusammenleben. — Herr v. Hammerftein magerte bei der schweren Zuchthaus- kost zusehends ab und erhielt deßhalb Krankenkost.
" Die Bertheiluug der 5000 Mark Belohnung, welche die Berliner AuwaltSkammer seinerzeit auf die Ergreifung der Mörder des Justizraths Levy ausgesetzt hatte, bildete dieser Tage in der Sitzung der Anwaltskammer Gegenstand der Verhandlungen. ES find von verschiedenen Seiten Ansprüche auf die Summe erhoben worden. Ju Berückfichttgung der Thatsache, daß in einer größeren Versammlung eine genaue Prüfung der Betheiligung der einzelnen Theiloehmer an der Ermittlung und Verhaftung der Mörder nur sehr schwer durchführbar sei, wurde beschloffeu, dem Vorstande das Recht der Vertheilung der Belohnung nach seinem Ermessen zu überlassen.
* Pari», 18. December. Seit Menschengedenken wurde die Morgue an einem einzigen Tage nicht von so viel Menschen besucht, wie gestern. In der Morgue werden aufgefundene Leichen von Unbekannten hlmer Glasscheiben in einem Gefrierapparat bei wenigstens 4 Grad unter Null ausbewahrt und können von außen leicht auf ihre Herkunft geprüft werden. Gestern nun war dort ein mit Beulen, blutunterlaufenen Flecken und Brandwunden bedecktes Knäblein von kaum 21/, Jahren ausgestellt. Noch lebend war es am Montag vorher in einem Thorweg der Rue Vanneau ausgesunden worden- man schaffte eS nach einem Kinderhospital, wo es bald seinen Geist aufgab. Papa,Maman, Toutou? waren die einzigen und letzten Worte, die der Kleine ausgesprochen. Toutou ist ein Kosenamen für einen kleinen Hund. Sehr begreiflich war also daS Interesse des Publikums an dem kleinen Kerlchen, das in den alten Lumpen, in denen eS gefunden worden, in der Morgue sich den Blicken darbot. Und die viel angefochtene Einrichtung der Morgue bewährte fich. Schon gestern Morgen meldete fich auf dem Polizeiamte eine Persönlichkeit, die den Wohnort der Eltern verrteth: Rue de Dessous-des-Berge- zu Jvry im Süden von Paris - ebenso sagte vor der Morgue ein Anderer aus- kurzum, die Rabeneltern waren gefunden, der Anstreicher Albert Gregoire und seine Mattreffe DeShayeS, mit der er in jener Straße lebte. Gregoire seinerseits hatte von seiner im Juni verstorbenen Frau drei Kinder- zwei verschwanden spurlos- das dritte, den 1894 geborenen Pierre, brachte er in den neuen Haushalt mit. Leider besaß des Kleinen neue außereheliche Stiefmutter gleichfalls mehrere Kinder, von denen fie zwei bei fich hatte- und da begann denn für Pierre ein wahres Hundeleben. Er ward unablässig gepeinigt, geprügelt, gestoßen, so daß er schließlich, fast unempfindlich geworden, nur noch winselte. Nur einer erbarmte fich seiner, Toutou, der kleine Pudel- NachtS sprang er in deS Kleinen mit Sttoh gefüllte Kiste, die ihm als Bett diente, und wärmte ihn mit der eigenen Körperwarme, da dem Kleinen nicht einmal eine Decke gegönnt war. Die Nachbarn wußten um seine Mißhandlung, hörten auch sein Gewinsel, sahen ihn aber nur selten und dann stetS mit einem verbundenen Kopfe, als sollten seine Beulmalen verheimlicht werden. Ein Polizeiagent begab fich also nach der Rue DeffouS-deS-BergeS, traf die Kinder der DeShayeS vor der Thüre, traf ferner fie selbst in ihrer Wohnung, und auf die Frage: „Was ist aus Peter geworden?" gestand fie überrascht sofort ein, ihr Mann habe den Kleinen am Sonntag nach seiner Großmutter gebracht, ihr aber am folgenden Tage sein Verbrechen eiugestauden. Daraufhin ließ denn die Polizei da» Haus und die um- liegenden Straßen umstellen, schon um den Heimkehrenden vor der wachsenden BolkSwuth zu schützen, hob ihn Abend», al» schon eine Frau ihn am Halse gepackt, um ihn zu er- würgen, in einen Wagen und brachte ihn nach dem Polizeiamte. Warum haben Sie Ihr Kind getödtet? fragte ihn klug der Polizeiagent. Und Gregoire fiel darauf mit einem offenen Grständniß herein: „Ich bin jähzornig, sagte er, ich handelte in einem Augenblick der Aufregung!" Die Aut- wort genügte dem Polizeiagenten- und damit darf man denn im Großen und Ganzen den Fall für erledigt halten.
• Schicksale eine» „»eilttlinbel". Au» Neapel
meldet man der „Neuen Freien Presse", daß dort im „Hotel Milan" der weitbekannte österreichische Rechenkünstler Moriz Frankl einen Revolverschoß gegen seinen Kopf abgefeuert und fich tödtlich verwundet hat. Er wurde sterbend in» Spital gebracht. In hinterlassenen Briefen an den Bürger- meister von Neapel und den österreichisch ungarischen Consul gab er unglückliche Liebe zu einer Neapolitanerin al» Ursache des Selbstmorde» au. Auch nach Wien find Briefe Frankl» gelangt, und einem derselben, welcher biographischen Inhalt» ist, ist Folgende» zu entnehmen: „Mein Name," so beginnt der Unglückliche, „ist Moriz Frankl. Ich bin zu Fünfkrrchen in Ungarn im Jahre 1872 geboren. Schon in meiner Kindheit entdeckte man in mir die Naturgabe, mit welcher ich mich producirte. Ich bereiste mehrere Länder und hatte die Ehre, mich vor dem König von Rumänien in der Rechenkunst zu produc'ren. Außerdem gab ich vor vielen hohen Persönlich- teilen Vorstellungen. Nach sechsjährigen Reisen kam ich im Jahre 1884 in die Schule. Im Jahre 1888 ließ ich mich freiwillig zur österreichischen Kriegsmarine als Schiffsjunge ossentiren, in welcher Stellung ich zehn Monate blieb. Dann wurde ich Matrose vierter Klaffe. Als solcher ließ ich mir mehrere große Subordinations • Verletzungen und wegen schlechter Behandlung der Beschließer im Marine-Gefangen- hause sogar eine MajestätS Beleidigung zu Schulden kommen. Ich wurde hierfür zu sieben Jahren schweren Kerkers verurtheilt, wovon mir jedoch in Folge guter Aufführung neunzehn Monate nachgesehen wurden. Ich rückte dann zur Kriegsmarine nach Pola wieder ein, wurde aber bald darauf wieder superarbitrirt. Ich wollte nicht zu Hause bleiben, wo mich Jeder kannte, und faßte den Plan, nach Afrika auszuwandern. Ich ging nach Neapel, um mich nach Port-Natal einzuschiffen. Hier wurde mir meine ganze Baar- schäft gestohlen. Außerdem hatte ich noch überdies das Unglück, mich in eine Neapolitanerin zu verlieben. Ich fand bei ihr Gegenliebe, sah aber ein, daß wir un» unmöglich angehören könnten. Mißgestimmt über diese» Unglück, jage ich mir nach Absendung dieses Briefes eine Kugel in den Kopf, damit mein Elend ein Ende har." — In den siebziger Jahren erregte Frankl al» kleiner Knabe in Wien Aufsehen, wo er die schwierigsten Rechenoperationen durchsührte und complicirte mathematische Aufgaben mit verblüffender Sicher- heit und Schnelligkeit löste. Eine gewisse Nervofiiät war ihm trotz seines jugendlichen frohen Wesen» immer eigen. Der kleine Virtuose wurde durch aller Herren Länder gehetzt, so daß weder Geist noch Körper gedeihen konnten.
* Eia warnendes Beispiel für Landleute. ES ist oft genug darauf hingewiesen worden, mit welchen Unannehmlichkeiten und Widerwärtigkeiten e» ost verknüpft ist, wenn ältere Leute ohne zwingenden Grund ihren Besitz an ihre Kinder abtreten und fich nur einen „Auszug" Vorbehalten. In welche mißliche Lage solche AuSzügler kommen können, lehrt nachstehender Fall, der in einem coburgischen Dorf vor- gekommen ist. Ein sehr begütertes Bauernpaar zog fich dort vor mehreren Jahren zu Gunsten de» einzigen Sodne», welcher heirathen wollte, auf daS „Altentheil- zurück, sich auf dem Gut-Hof freie Wohnung, Beköstigung und Bekleidung vorbehaltend. Der Sohn heirathere, aber der Tod entriß iha schon nach einem Jahr seinen Angehörigen. Die junge, kinderlose Wittwe erbte da» schuldenfreie Bauerngut, und nach kurzer Zeit ging sie mit einem Bauernsohn au» einem benachbarten Orte eine zweite Ehe ein. War schon nach Ableben deS Sohnes daS Verhältniß zwischen den noch sehr rüstigen Schwiegereltern und der Schwiegertochter uichi mehr dasselbe freundliche wie früher, so kam e» bald zu vielerlei Unzuträglichkeiten und Zänkereien, nachdem der neue Schwieger- sohn ins HauS gekommen war. Diese Uneinigkeit steigerte sich, sobald die Leute Ansprüche auf ihren Auszug, zu dem auch eine tägliche Baarzahlung von einer Mark gehört, er- hoben, zu offener Feindseligkeit und Haß, sodaß es die alten Leute kaum mehr in ihrer ehemaligen Besitzung auShalren konnten. Ihre mager zubereiteten Mahlzeiten verringerten sich nach und nach zu winzigen Rationen, an Kleidungsstücken erhielten fie abgetragene Fetzen, an eine Renovirung ihrer kleinen Wohnung durch den Tüocher war gar nicht zu denken und Baargeld erhielten fie nur in ganz kleinen Bettägen mit vielem Widerstreben seitens der Zahlungspflichtigen. Jetzt starb aber im vorigen Jahr auch die junge Frau, und der Wittwer brachte bald eine neue Gefährtin, ebenfalls von auswärts, ins HauS. Die schöne Besitzung befindet fich nun in ganz fremden Händen und die armen AuSzügler haben jetzt in dem HauS, in welchem fie früher nach Belieben schalten und walten konnten, ein schier unerträgliches Dasein.
♦ Ein nette» Preisausschreiben bringt die sehr rührige Wochenschrift „Von HauS zu HauS" in Leipzig in ihrer 1. Januar-Nummer, indem sie 100 werthvolle Preise (darunter einen HauptpreiS in Gestalt eine» prachtvollen Salon- Pianinos von der Firma Rudolf Ibach Sohn in Barmen im Werthe von 1290 Mk.) für eine Anzahl der besten Be- schreibungen ernpfehlenSwerther Bäder, Kurorte, Sommerfrischen, Hotel», Pensionen oder HeUanstalten, Reiseutenfilien, Reisekleidung, Reiselectüre u. s. w. auSsetzt. Jeder, der gern reist und Erfahrungen auf Reisen gesammelt hat, ist als Preisbewerber willkommen. Alles Nähere ist aus der 1. Januar Nummer der Wochenschrift „Bon HauS zu HauS" zu ersehen, welche auf Verlangen von Adolf MahnS Verlag tn Leipzig überallhin kosten- und portofrei versandt wird.
• Pferde lasse man bei kaltem Wetter un Freien niemals unbedeckt und lange stehen. Die Hufeisen müssen öfter» geschärft werden. DaS Geschirr bewahre man im warmen Stalle auf. Ist dasselbe dem Froste auSgesetzr und wird dann da» eiskalte Gebiß dem Pferde in» Maul gelegt, so werden dem armen Thiere schwere Verletzungen an Lippen und Zunge und entsetzliche Schmerzen verursacht. Solche schreckliche Thierquälerei wird leicht vermieden, wenn die Eiseotheile vor dem Gebrauch in warme» Wasser gelegt oder mit einem warmen Lappen gerieben werben. Diele» ist auch nöthig, wenn die Pferde im Freien Futter bekomme» und ihnen dabei da» Gebiß herauSgenommen wird.
U163
' T--'
133 . 6flt/ 1
Saison 6''Abzug °
JtfOOO N
«Ha dritter Bard { " h g Artins bet *
,3» W- §
M-rk veS belitblm LkKöLLL'
MM
(roh alledem giebt OTflnn'fid) nur durch Zoeika ridt an, wenn eine Wem Schande wird? Der Zweika wurjeinber Brauch, nur äeu iu uns herüber, »olltegenbe Mer bas Duell und seine Ge kamps des Mittelalters, daS Lande und drautzen, bqonp »4 iolgtn dk zumeist erfolßli ton hm schein und Behörde: und Duellregeln geben Ausskl im Zweifel befindet und eine Las Auge fesselnde Illustriert ardeniliche Belebung des gi reicher tnleressanter Fälle 1 jüngster Vergangenheit. $h gebet, Allen eine anregende,
- «atechiSmu» dtt «traf. Bon Franz Ben Lemeoband 3 Mark. Stria, einem halben Jahrhundert n eung noch ein Wissensgebiet, »aitter und der Astronom bi geworben. Wer heute Abh pbhstologstchen und statistische I«hi, Lehrbücher der genann aller Orten auf Dffmnttalf. Arzt, der Ch.miker, der Techn er gezwungen, fich mit der In
Bcil
In dem Firmen- ftlgende Einträge vollzogen
1. Magazin-Ausseher Rain II. und Masc hast tn Lollar, betr ab zu Lollar unter i sowie einen Handel 1 wen haben unter 0 ichast gegründet und und Vertretung der
^Ku^nnScholun >ett 14. December 1$
’■ wfaann Wildel "“»Sw.
2?; 1Minu«. Li
6. N
Firma:
•“»«. dm 22X: 11157 Mil«
i l ""'S e' Seit« Io«0 B. ft,
^ager in fei fnStet 6a6e « besorgt.
bin-ich 7m 7 föt s S-n-igt«


