Ausgabe 
24.10.1896 Erstes Blatt
 
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-er Vertrag mehr einen defensiven Character trage, beweise der Umstand, daß der Vertrag gelöst werde, fall» der Dreibund sich auflösen solle.

Petersburg, 22. October. Die letzten Nachrichten über La» Befinden des russischen Thronfolgers lauten sehr günstig. Das Befinden deffelben beffert sich von Tag zu Tag. Die Kaiserin-Mutter wird infolge deffeu demnächst nach Petersburg zurückkehren.

Nevyork, 22. October. Der Dampfer Orago, auf der Fahrt nach Sau Francisco, scheiterte au der Küste von Oregon. Die gesammte Mannschaft ist ertrunken.

Berlin, 23. October. Wie dieStaatSb.-Ztg." erfährt, liegt es in der Absicht des CultuSministerS, den kommenden Winter gelegentlich des geplanten Fortbildungscurfus für BolkSschullehrer auch die G esuu dheitSlehre in den Lehrplan aufzunehmen. Auch sei mau im Ministerium der Frage näher getreten, ob eS sich nicht empfehlen würde, in den Sewinerien schon hygienische Curse abzuhalten.

Berlin, 23. October. Der Ueberschuß des preußischen Staatshaushalts, der vor einigen Wochen auf 25 Millionen Mark geschätzt wurde, beträgt nach neueren Angaben rund 50 Millionen Mark.

Königsberg, 23. October. Auf Antrag des Laudwirth- fchaftSministerSwurde ein Ermittelungsverfahren gegen den Geheimen Cowmercienrath Becker wegen Beleidigung eingeleitet. ES sind bereits viele Zeugen verhört worden.

Sofia, 23. October. Der Abschluß des HandelSver- trageS Oesterreich-UngarnS mit Bulgarien steht in Kürze bevor.

Konstantinopel, 23. October. Zwischen Saloniki und Neskuet ist ein Militärzug entgleist. Der Zugführer und zwei Offiziere wurden getödtet. Die Ursache der Ent­gleisung ist ein Bahnfrevel. ES wurde nämlich in einer Curve der äußere Schienenstrang entfernt.

Cocokf unö prwhtjkUef.

vietzen, den 23. October.

* * DasHeidelberger Gymnasium", da» erste deutsche Gymnasium reformatorischen Glaubens, begeht am 24. d. M. die Feier seines 350jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß widmet das hiesige Gymnasium seiner Schwester­anstalt eine reich auSgestattete Adresse mit folgendem Inhalt:

Gymnaaio Heidel bergen ai

Inluatri acholae Palatinae

Unde imprimis lux elegantioria doctrinae effuaa eat

Primo omnium Germaniae lyceorum fidei reformatoriae praeaidio

Quod cum aempermagiatria doctiasimia abundavit

Tum bis temporibua floret.

Praeceptoribua eruditiaaimia humaniasimisque

Atque rectore et aummarum artium litterarum liberalium atudiia

Mirum in modum ornato

Et acerrimo hac aetate atudiorum quae vocantur humaniora

Propugnatore nec non in educandia atque inatituendia pueria et adoleacentibus aingulariter probato

Tria aaecula et dimidium proapere peracta

Ante diem IX Kal. Novembrea MDCCCICVI

Rite celebranti

Votia pientiaaimia gratulantur

Gymnaaii Giaaenaia

Rector et conlegae:

Das Kunstblatt, ein Erzeugrnh des Herrn Gymnasial­lehrer Hag genmüller, welcher übrigens schon öfter Proben seines künstlerischen Talents abgegeben hat, hat die Form einer Kartusche, welche durch effektvoll wirkende Farbenanlage in bordeauxrothem Seidenplüsch eingepreßt erscheint. Link» oben befindet sich in Form eine» alten ausgezackten Siegel» das farbige Heidelberger Stadtwappen und hieran anschließend die Adresse, welche in altgothischer Schrift mit zahlreichen verzierten farbigen Initialen versehen, äußerst wirkungsvoll calligraphirt ist. Rechts unten da» farbige Gießener Stadt­wappen, durch roth-weiße- Band gehalten. Alsdann folgen die eigenhändigen Unterschriften des DirectorS und de» Lehrer­kollegiums.

* Oberheffifcher Verein für innere Miffion. Erneute Anfragen veranlassen uns, nochmals zu wiederholen, daß da» JahreSfest des Oberhessischen Verein» für innere Mission Dienstag und Mittwoch nächster Woche statt­finden wird.

Wahlprotest. Gegen die Wahl des Rechtsanwalt» Metz als Abgeordneten für die Zweite Kammer ist Protest eingelegt mit der Begründung, daß bei dessen Wahl mehr wie 13 Nichthessen sich betheiligt haben.

* Lehrer-Compagnie. Heute wurde die au» 120 Mann bestehende Lehrercompagnie von btt Fahne entlassen, nachdem dieselbe 10 Wochen lang tüchtig eiurxercirt worden ist.

-y Coucert des Lehrerchors DaS am letzten Mittwoch Abend im großen Saale vonStein'S Garten" ftaltgehabte Wohlthäti gkeitS - Concert der hier eingezogeuen Lehrer au» dem Bezirk de» 11. Armeekorps stand unter den denkbar

besten Auspizien. War einerfeit» unferm musikliebenden Publikum infolge der Abwesenheit unserer RegimentScapelle im Manöver der Genuß eine» ConeerteS eine Zeitlang un­möglich gemacht, und freute man fich daher anf den Beginn der Saison, so berechtigten andrerseits die augeküudigten Ge- sangSvorträge der Lehrercompagnie zu den schönsten Erwart­ungen. Ein überaus zahlreich erschienener Hörerkret» folgte mit stets wachsendem Interesse den prächtigen Leistungen der unter vortrefflicher Leitung deS Herrn Lehrer W arten - berg stehenden jugendlichen Sängerschaar. Sowohl die mit Geist und Derständniß vorgetrageneu GesammtchöreLiedes- freiheit" (Marschner) undUntenn Ltndeubaum" (Sturm), rote auch die mit innigem Gefühl zu Gehör gebrachten Quar­tetteWiegenlied" (Brahms) undLehnsmanns Abschied" (Humperdinck) legten beredte» Zeugntß von der feinfühligen AuffassungSweise deS Dirigenten wie guten Schulung de» Chors ab. Der Höhepunkt der Darbietungen wurde erreicht mit dem Vortrag deS von Jakobs componirteu Chore» Barbarossa", welcher bei dem Publikum infolge der hin- reißenden Wiedergabe wohlverdienten, rauschenden Beifall fand. Die Leistungen unserer RegimentScapelle unter der bewährten Direction de» Herrn Mufikdirector Krauße reihten fich den Darbietungen deS Chores würdig an, und möchten wir neben der vorzüglich gelungenen Wiedergabe der Ouvertüre zuAthalia" und des Vorspiel» zuHänsel und Gretel" vor allem daS von Herrn Querchfeld in wahrhaft mustergiltiger Weise zu Gehör gebrachten 7. Con- certes für die Violine von Böriot lobend gedenken, was durch stürmischen Applaus ausgezeichnet wurde. So können wir allen an der Ausführung dieses ConcerteS Betheiligten für die prächtigen Leistungen nur unsere volle Anerkennung ausdrücken, und besonders den heute in ihren Wirkungskreis zurückkehrenden Lehrern möge dieser ehrenvolle Abend als würdiger Abschluß ihrer Militärdienstzeit eine angenehme Erinnerung an Gießen bilden.

* *H Stadttheater. Für gestern Abend hatte der Theater­zettel daS Gastspiel eines angesehenen Künstlers, deS Herrn Clemens Grün vom Frankfurter Stadttheater, angekün­digt. Mit diesem Hinweise hofften wir ein auSverkaustes HauS zu finden, was leider nicht der Fall war. Die ziem­lich große Anzahl der Erschienenen aber ist der Direktion dankbar für den gehabten Genuß, den der geschätzte Gast geboten. Zur Aufführung kam als Erstes das feine, graciöse Lustspiel:Erlauben Sie, gnädige Frau!", dem die köstliche Soloscene:Meine drei Töchter" folgte, und zum Schluß der mit drastischer Wirkung auSgestattete Schwank:Taub muß er fein". In diesen drei Stücken verstand es der ge­feierte Künstler, durch seine schauspielerische Gewandtheit die Wirkung einer glänzenden Situationskomik zu steigern. Er verstand es, seine Figuren mit soviel Komik auSzustatten, daß ihm stets das Hauptinteresse galt. Wahre Beifallsstürme, auch bei offener Scene, entfesselten seine großartigen Leist­ungen. Neben dem Gaste trat das Ensemble natürlich zurück, doch erntete es für die mit lobenSwerthem Eifer durchgeführten Rollen gleichfalls reichen Applaus.

* * Die Schlierfeer Vauervtruppe wird Sonntag den 25. d. M. hier auftreten. Die oberbayerischen GebtrgSgäfte find uns keine Fremden, wir kennen fie von ihrem Gast­spiele her, daS sie vor zwei Jahren an unserer Bühne ab» solvirteu und in angenehmer Erinnerung ihrer uns damals gebotenen Leistungen heißen wir sie willkommen. ES dürste kaum ein zweites Ensemble geben und gegeben haben, welches sich so rasch und überall die Sympathien des PublikamS zu erwerben und zu erhalten versteht, wie dies wackere Schlierseer Bauernvölkchen. Die künstlerische Veranlagung aller Mit­glieder der Truppe konnten wir bei ihrem früheren Hiersein genügend erkennen. Seither find die Keime ihrer Talente einer Vollendung entgegengereift, wie fie ehedem Niemand, selbst nicht der gewiegteste Kunstkenner und Fachmann auch nur im Entferntesten ahnte. Thatsache ist, daß Publikum und Presse aller Städte einstimmigen Lobes voll find, und vor Allen der Name Terofal, des ersten Schlierseer-Dar- stellerö in Deutschland, Oesterreich und Amerika mit Aus­zeichnung genannt wird. Der Schöpfer der Schlierseer Unternehmung, die zur Freude, zum Vergnügen, aller kunst­sinnigen Theaterfreunde und zum Wohle aller daran Be- theiligten gedeiht, der Königlich bayerische Hofschauspteler Conrad Dreher darf stolz auf sein Werk, auf die Er­gebnisse seiner nicht geringen Mühe blicken. In unermüd­licher Thätigkeit sorgte derselbe neuerlich für eine Erweite­rung des RrpertoirS der Truppe und werden wir dieselbe Heuer in einem ihrer neuen Stücke auftreten sehen. ES ist daS oberbayerische DolkSstückDie Wildschützen" von ihm selbst, für die Bühne und speziell das Schlierseer Bauern­theater bearbeitet. ES gehört zu den besten bedeutungsvollste» Arbeiten auf diesem speziellen Gebiet. Der ewig bestehende Conflict, der fich darin zwischen dem Förster und den Wild­schützen abspielt, ist mit LebenSwahrheit gezeichnet, und von erschütterndem Eindruck. DaS Stück ist reich an drama­tischen Momenten, doch fehlen darin auch die heiteren Scencn nicht, welche die gewaltige Tragik mildern. Gesang und Tanz der Schuhplattler, den die Schlierseer mit unerreichter Virtuosität aussühren, find wie in allen oberbayerischen Bauernstücken obligat. Jodem wir unsere Leser auf daS Wiederauftreten der Schlierseer hiermit aufmerksam machen, dürfen die grrngesehenen Gäste überzeugt sein, daß unser theaterfreundlicheS, kunstsinniges Publikum demselben ein warmes Interesse entgegenbringen wird.

* Schlittschuh-Sport. Kommenden SamStag hält der Eis verein seine Generalversammlung im Hotel Victoria ab, um bei eintretendem Frostwetter gerüstet zu sein. Allen- fallfige Anträge und Wünsche können daselbst vorgebracht werden, woraus wir unsere Leser aufmerksam machen wollten.

Radfahrerfport. DieWanderer", Gießener Rad- fahrer-Gesellschaft, werden bei günstigem Wetter am Sonntag Vormittag auf der Straße nach Lollar ein 3000 Meter- Rennen veranstalten, bestehend in einem Erstfahren und» einem Hauptfahren. Bet dem letzteren werden die drei

besten Fahrer Medaillen erhalte». Nachmittag um 4 Uhr ist eine Schnitzeljagd beabsichtigt. Die Fahrer, welche em derselben theilnehmen, treffen fich um 4 Uhr hnCaf4 Hettler", woselbst der Punkt bekannt gegeben wird, von wo die al» Füchse geltenden zwei Fahrer, Schnitzel hinter fich streuend, 2 Stunden früh« vorauf gefahren find. Sache derselben ist e», ihre Verfolger zu täuschen und vom rechten Wege abzubringen. Bei dieser Schnitzeljagd kommen drei Preise im Werthe von 30, 10 und 8 Mk. zur venheilung.

Straßeudurchbruch. Mit der Durchlegung der Lie- bigstraße zwischen Ludwig- und Franksurterstraße ist an der ersteren Straße der Anfang gemacht.

* 3b Gruppe 8 der Berliner Gewerbe-Ausstellung, Bau- und Jngenieurwesen, die zahlreich und mit manchen hervor­ragenden Leistungen beschickt war, ist nur eine einzige goldene Medaille der Kaiserin verliehen worden, deren Werth nm so höher zu schätzen ist. Diese Auszeichnung ist der be­kannten feuer- und schwammficheren Kleine'sch en Decken- constructiou, welche iu Gießen durch den Licenzinhaber für die Provinz Oderheffen, Architect H. Kock erd eck, ver­treten ist, in Würdigung ihrer hohen gesundheitlichen und wirthschastlichea Bedeutung zu Theil geworden.

-f- Echzell i. d. W., 22. October. Herr Rentier Georg Schultheiß I. und dessen Ehefrau von hier, welche sich noch einer seltenen körperlichen und geistigen Frische erfreuen, begehen in den nächsten Tagen die nur Wenigen beschickens Feier ihrer diamantenen Hochzeit.

4~ Nidda, 22. October. Gestern tagte in dem hiesige» Rathhaussaale die Generalversammlung der Spar- und Leihkassse Nidda. Nach Eröffnung derselben durch den DirectorHerrnDecan Hofmeyer wurde der Rechenschaftsbericht pro 1895 erstattet, welchem zu entnehmen ist, daß die Kaffe über ein Vermögen von 1296096,73 Mk. resp. nach Abzug der Einlagen mit 1 143 944,03 Mk. über ein reines Raffe» vermögen von 152152,70 Mk. verfügt, sowie daß der Reservefonds 181708,91 Mk. beträgt. Sehr günstig für die Verwaltung spricht der erfreuliche Umstand, daß in de» letzten Jahren eine beträchtliche Steigerung deS Kassevermögen» zu verzeichnen. Wie früher, wurde auch dieses Mal au» den Ueberschüssen eine namhafte Summe zu wohlthätige» Zwecken und für gemeinnützigen Bestrebungen rc. verwilligt,. sowie eine Prämiirung treuer Dienstboten vorgenommen. An Stelle de» freiwillig au-geschiedenen VorstandSmitgliede», Herrn Lehrer i. P. Lotz, wählte die Versammlung den Ge- meindeeinehmer Herrn Reuning dahier. Endlich wurde dem langjährigen Rechner, Herrn Bürgermeister R ullmann dahier, Pensionsberechtigung zugefichert und zwar in Höhr von jährlich 1000 Mk. Nach Schluß der General­versammlung fand imGambrinuS" ein gemeinsames Mittags­mahl statt.

-j- Wallerohaufe», 22. October. Vorgestern Abend gingen die Pferde eines hiesigen LandwirtheS auf der Weg­fahrt von Nidda mit dem Wagen durch. Der Besitzer deS Fuhrwerks trug bei dem Versuche, die Thiere zurück­zuhalten, eine derartige Handquetschung davon, daß gestern ein Finger abgenommen werden mußte.

§§ Bom Vogelsberg, 22. October. Wie bekannt ist, wurde in voriger Woche vom Schwurgericht in Gießen der Handelsmann Feist Sommer I. von Crainfeld, eine In unserem ganzen Vogelsberg wohl bekannte Persönlichkeit, wegen Meineid, Betrug und Untreue zu 3 Jahren 6 Monate» Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Iu unserer ganzen Gegend wird dem Wahrspruch der Herren Ge­schworenen Beifall gezollt, ebenso wird den AuSführunge» des Herrn Staatsanwalts Koch das größte Interesse ent­gegen gebracht und daS Urtheil allgemein mit Freude» be­grüßt. Schon damals, als die Verhaftung de» Beschuldigte» erfolgte und der Transport mit der Gendarmerie durch de» Ort Ilbeshausen nach dem Gefäugniß in Herbstein erfolgte, äußerte fich die Genugih ing über die Verhaftung Sommer». Es sind viele Leute aus einem gewissen Bann gekommen, denn wenn die Schuldner auch ihre Schulden noch bezahle» müssen, so find sie doch vor ferneren Drangsalen bewahrt. Mit besonderer Genugthuung begrüßt e» unsere ganze Be­völkerung, daß mit der Vrrurtheilung de» Feist Sommer der dritte Sommer au» diesem Ort unschädlich gemacht worden ist. Traurig ist e» nur, daß verschiedene Zeuge» selbst nicht anzugeben wußten, in welchem Schuldverhältniffe fie zu Sommer standen.

Darmstadt, 21. October. Heute starb dahier in Folge eiveS kürzlich erlittenen Schlaganfalls im hohen Alter von 87 Jahren der Großh. hessische Generalmajor z. D. F. C. Hartmann. Mit ihm ist wohl der letzte hessische Veteran, der von der Ptke auf gedient, dahingeschieden. Er war während seiner activen Dienstzeit zuletzt Oberst und Commandeur des Großh. Artillerie-Regiment» und wurde gelegentlich des Jubiläum» diese» Regiment» vor sechs Jahre» zum Generalmajor ernannt. Erst in verflossener Woche war sein Bruder, der frühere Metzgermeister Hartmann in Mainz, im Alter von 80 Jahren gestorben.

Mainz, 20. October. In tiefe Trauer wurde die Fa­milie deS hiesigen Restaurateurs Schreiber versetzt. Gester» traf die Nachricht hier ein, daß ein hoffnungsvoller Sohn dieser Familie, der in Constanz eine schöne Stellung einnahm, bet einer Kahnfahrt, die er auf dem Bodensee unternommen hatte, ertrunken sei. Die Leiche soll bereit» geläudet sein. Der tiesbekümmerte Vater ist gestern nach Constanz abgereip.

Mainz, 22. October. In der gestern stattgehabte» Versammlung de» mtttelrhei Nischen Fabrikanten­vereins, in welcher vertreten waren : die Handelskammer» Frankfurt a. M., Bingen, Heidelberg, Coblenz, Mainz, Mannheim, Offenbach und Wie»baden, referirte der Reichs- commissar für die Weltausstellung in Pari» im Jahre 1900, Geh. RegierungSrath Dr. Richter- Berlin, Über diese Aus­stellung, soweit dies bisher möglich ist. Redner führte au», die Ausstellung solle auf einem halb so großen Platze, als der iu Chicago war (108 ha), in 22 sachlich und räumlich