-st vom
Hratisöeitage: Gießener Jamitienökätter.
Dienstag de« 19. Mai
1896
M 116 Zweites Blatt
Aints- und Anzeigeblutt für den Areis Gieren.
Feuilleton
kaukfurtei
3833
Orth,
Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts.
Summa 5073.37
Summa 5073.37
4782
4
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Cellarius.
187.-
109.95
4235
Preisen
Weigerung bestimmt.
4763
Kartoffeln.
Born, Gerichtsvollzieher in Gießen.
4731!!!.
159.15
177.50
• I wat mt Bo« Anzeigen zu btr Nachmittag» für bei X> Ijrn1 ftt Tag erscheinendm Nummer dir Bonn. 10 Uhr.
570 300
700 120
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Parthien:
450 Paar
185.80
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1654.68
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b Druckerei tratst 7.
>e Gießener WpaittenßtLtler toKdi Dem Anzeiger dj dreimal de gelegt.
JL H 696.— 26.72 3307.66 216.97 278.76 547.26
Activa.
Kaff^L:rrath . . . JßaoitniWSanb . . • DebiWim .... MobtLim abz. 10 pCt.
ItemHitn abz. 15 pCt.
Der a Wirrt »Mittler jrtmt täglich, .-nähme bet J.ontag».
Mittwoch, 20. Mai d.I., Mittags um 1 Ahr beginnend, versteigere ich in der Fr. Frey'schen Mühle zu Lollar im Auftrage der Concursverwaltung Aber denselben, gegen Baarzahlung: 7 Kühe, 2 Ochsen, 6 Rinder, 3 Kälber, 4 Zugferde, 8 Schweine, Gänse, Hühner, größere Quantitäten Heu, Grummet, Stroh und
Conmrsverfahren.
In dem Concursoerfahren über bas Vermögen des Kaufmanns Georg Repp von Laug-Göus ist zur Abnahme der Schlußrechnung »des Verwalters und zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schluß- verzeichniß der bei der Vercheilung zu berücksichtigenden Forderungen der Schlußtermin auf Freitag den 22. Mai 1896, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst bestimmt.
Gießen, den 18. April 1896.
Herren-Stiefel und -Schuhe, Dameu-Stiefel und «Schuhe, Kuabeu- und Kinderschuhe, diverse Pantoffeln, Arbeiterschuhe, diverse Schuhe.
> Vemähhin«.£M1 Mfti ete.) ■
Harnirte Damen- und Kinderhüte
Blumen, Federn, Brautkränze, Schleier, Handschuhe, Corsetten, Sonnen- und Regenschirme, sowie olle
Herren-Artikel
empfiehlt zu den denkbar billigsten
schon zitternd am Fenster. Dort, ja dort kam er wieder, und das stumme Spiel begann von Neuem.
Vier Tage grüßten sich nur die beiden Augenpaare, am fünften rief Guy Dreadford ein zärtliches, leises Wort hinauf und am sechsten antwortete ste ihm — und zu Guys Entzücken in vollendetem Englisch.
Nun, da die Liebesgeschichte in vollem Fluß war, mußten die Schwierigkeiten ihr Recht verlangen. A'ischa und Guy hatten trotz langer, leiser Gespräche kein Mittel zur näheren Verbindung finden können- und Llebe ist wie ein Kind, sie verlangt immer Neues, je mehr man ihr reicht.
Eines Morgen« erschien keine A'ischa am Fenster, sondern ein langes Setdenband hing herunter mit einem Briefchen daran:
„Geliebter, man hat Argwohn geschöpft, weil ich so viel allein und am Fenster bin. Mein Vater findet mich blaß und matt, er reist mit mir auf sein Landgut bei Skutart. Alida begleitet mich. Du kannst ihr der- trauen, versuche eine Annäherung durch fie. Aber sei vorsichtig, um Allahs Willen.
A'ischa, Dein Kleinod."
Guy starrte lange auf das Briefchen nieder. Er wußte, gutwillig würde ihm Ebenihed Bey nie seine Tochter zum Weibe geben, List und Gewalt mußten hier helfen.
Auf dem Landgute des Beys genoß A'ischa mehr Frei, heit als in dem städtischen Palast ihres Vater«. Ste war mit nur wenigen Frauen hinausgefahren und ein oder zwei Eunuchen versahen den Wachtdieoft vor dem Schlößchen. In dem weiten, von Mauern umgebenen Garten wandelte Arscha mit Alida unb deren Tochter Fatime stundenlang auf und ab und machte mit diesen, ihr treu untergebenen Dtenerinuen Pläne für ihre Flucht mit Guy Dreadford. Denn zur Flucht mußte es kommen, das war unumstößlich.
(Schluß folgt.)
>nb i Ian er en
ica.
Einr Sernilgrschichlr.
Von E. Fahrow.
(Nachdruck verboten.)
Blain wie der Himmel eine« Neu-Rupptner Bilderbogen« die Aetherkuppel über dem Bosporus. Es war ICt am Morgen, so früh, daß nur wenige schlanke Boote übrr ta« Wasser glitten, selbst die Fischer waren noch nicht bet öir Arbeit.
8n Iden steil zum Master abfallenden Mauern eines 1 rregte sich indeß etwas am Fenster- ein einziges -civjfitr enthielt die ganze Mauer und diese« gehörte zu dem mmlir non A'ischa, der Tochter der verstorbenen Liebling«.
ton Ebenthed-Bey.
Äildia hatte eine sehr bevorzugte Stellung im Serail, . Btaog eine halb europäische Erziehung, hatte ihre sprach- Wnu!' musikalischen Anlagen bei vorzüglichen Lehrerinnen ttSMka können und war der Liebling ihre« Vater«- nur i Sites de« Glauben« war er unerbittlich und A'ischa nützlich sich den strengen Sitten ihre« Heimathlande« fügen.
86, wie war fie schön! Ja, Ebenihed-Bey hatte Recht, illh Ihrer todten Mutter, welche germanischer Abstammung .^enxeltn, iiprecheud ähnlich - nur schauten unter den schimmernd ldümm i.'otfen die grsßen, dunkelbraunen Augen de« Vater« ■xrfcijr, traurig und sehnsüchtig.
liid a sah qu« dem vergitterten Fenster auf den Bo«- rnti hu ab. Ein feine« weiße« Schleierchen ließ ihr süße« iniMzestcht deutlich durchschimmern.
stösllich schrak fie zusammen- ihr Auge wandte fich ecfciiinlit einem Boote zu, welche« dicht an der Hausmauer entbtag fuhr.
.Smt ist groß," murmelte das junge Mädchen uuwill-
Alle Annoucm-Lureoux be« In- unb Auslandes nehm« Anzeigen für brn „Gießener Anzeiger" entgegen.
kürlich wie zum Schutz. Denn ein Paar blitzende, stehende, blaue Augen hatten ihren Blick festgehalten und schienen sich an ihr festzusaugen.
Der junge Herr dort unten befand fich ganz allein in dem Boote. ES war nicht da« erste Mal, daß er die schöne Aischa bemerkte, im Gegenthetl, seit zwei Wochen schon ruderte er auf dem Master umher in der Hoffnung, die Tochter deS Bey« wiederzusehen, welche beim ersten Anblick sein Herz entzündet hatte. Ja, Guy Dreadforg liebte, und zwar diesmal sehr ernstlich, „for good“ sagte er selbst. Vielleicht reizte auch die Gefahr seiner Werbung den verwöhnten, reichen Engländer, denn er hatte lange genug in jenem Lande gelebt, um zu misten, daß den Widerstand eines frommgläubigen Türken kein noch so guter englischer Name oder Stand brechen könne; fast wäre er selbst zum JSlam über- getreten, wenn er nicht durch bestochene Dienerinnen de« Beys von der abendländischen Erziehung seiner Angebeteten gehört hätte, — er hoffte nun, seinerseits sie zum Christen« thum bekehren zu können.
Alscha also fühlte den heißen Strom aus dem Blicke de« jungen Bewunderers zu fich aufsteigen, und — AmorS Wege find wunderbar — der Strom ergoß sich alsogleich bis in ihr eigenes Herz hinein.
Jäh fuhr sie vom Fenster zurück, um gleich darauf wieder zwischen den Gitterstäben hervorzulugen. Ja, dort hielt noch das Boot und der kecke Manu darin hielt ihr eine rothe Rose — die Blume der Liebe — entgegengestreckt.
Erschreckt und doch beseligt, wich A'ischa nun ganz zurück und sank auf die seidenen Polster ihre- Divans nieder. In eine« Sturm neuer Gefühle verbrachte sie den Tag und die folgende Nacht. Sie blieb unter dem Vorwande von Kopfschmerzen in ihrem Gemach allein und nur Alida, ihre alte Negerin, durfte um fie sein.
Am nächsten Morgen, ehe die Sonne aufging, harrte fie
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Concurs - Versteigerung
eitaer grossen Parthie Schuliwaaren.
Auftrage des Herrn Rechtsanwalts Dr. Rob. Heß hier, als «ttaMr im Concurse Lutz, versteigere ich
Mi Mwoch den 20. Mai, Nachmittags 3 Uhr, unb imit die folgenden Tage zu derselben Zeit, im Pfanblocal Judeu- mammAO bahier öffentlich meistbietenb gegen baare Zahlung in größeren
Passiva.
Guthaben ber Mitglieber
Zinsen.....
Crebitoren ....
Betriebsrücklage . .
Reservefonb....
Reingewinn. . . .
Vierteljähriger KSo»»e«e»t»prriL t 2 Mark 20 Pfg. mit Vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pf».
Nedaction, Expedition unb Druckerei:
Kch-tftr-ljeZlr.7.
Fernsprecher 51.
Bilanz
pro BL December 1895
fotttfl
fiten. 8tnW Oesten. dto. Americ.
Müller II.,
Gerichtsvollzieher zu Frankfurt a. M.
Korsetten in allen Fayons, gut sitzend, empfehle in großer Auswahl.
Gleichzeitig mache auf eine Partie zu- rückgesetzte aufmerksam, verkaufe solche, um damit zu räumen, ganz unter Preis.
J. H. Fuhr, SollUkllür. 25.
• 11
Marktstraste 29.
Grasversteigerung.
Die biesjährige Grasnutzung an ben Gräben unb Böschungen ber Staatsstraßen soll wie folgt an Ort unb Stelle öffentlich versteigert werben.
Dienstag, den 26. Mai 1896, Straße Gießen—Gelnhausen, Abth. 6,4—55, in ber Richtung Gießen—Steinbach—Lich, Vormittags 71/, Uhr bei Abth. 6,4 an ber neuen Jnfanterie-Caserne bei Gießen unb Vormittags 10 Uhr am Ortsausgang Steinbach beginnenb;
Mittwoch, den 27. Mai 1896, Straße Gießen—Gelnhausen, Abth. 68—108,3, in ber Richtung Lich—Hungen—Berstadt, Vormittags 8 Uhr bei Abth. 58 nächst dem Bahnhofe Lich unb Nachmittags P/2 Uhr bei Abth. 87 am Friebhofe bei Hungen beginnenb;
Donnerstag, den 28. Mai 1896, Straße Gießen—Frank- furt, Abth. 7,4—20, in ber Richtung Gießen—Butzbach, Straße Klein- Linben—Wetzlar, Abth. 13—26, in der Richtung Klein-Linden—Duten- Hofen, Vormittags 7>/- Uhr bei Abth. 7 nächst den neuen Universitätskliniken und Vormittags 9»/r Uhr am Ortsausgang Klein-Linden nach Dutenhofen beginnend;
Freitag, den 29. Mai 1896, Straße Gießen—Frankfurt, Abth. 20—74, in der Richtung Gießen—Butzbach, Straße Pohlgöns— Wetzlar, Abth. 59—66, in der Richtung Pohlgöns—Niedercleen, Vormittags 8 Uhr bei Abth. 20, Gemarkungsgrenze Klein-Linden—Großen- Linden, Nachmittags 1 Uhr bei Abth. 48, Gemarkungsgrenze Lang-Göns— Kirchgöns und Nachmittags 5*/2 Uhr bei Abth. 65, Gemarkungsgrenze Pohlgöns—Butzbach beginnend;
Samstag, den 30. Mai 1896, Straße Lich—Butzbach, Abth. 115,3—55, in der Richtung Butzbach—Lich, Vormittags 8 Uhr bei Abth. 115 am Ortsausgang Butzbach und Nachmittags 1 */2 Uhr bei Abth. 80 am Ortsausgang Eberstadt beginnend.
Nidda, den 15. Mai 1896.
Großherzogliches Straßenbauamt Nidda.
Bericht
Giessen, M Dom 16. Mai 1896, Wli Ochm. 6ilbtm 4^1 M ®oW 3öio NtugWa 6°/c Mefiknier
। <o/g Mrupol-M"
। 40/0 W. W.Ä । 6 0/0 Suhcrul OK ilWmirgrW l 3>/i°/°Prellß.-E ) 3'^/ePomv.S?pl^ ) 4°/»Frkf-Ldw.rM^
Gießener Anzeiger
Kenerat-Wnzeiger.
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Die Mitgliederzahl betrug Ende 1894 39 Mitglieder
Es traten neu hinzu 3
gingen ab 3
Bekanntmachung.
tafl 1. Ziel Gemeindesteuer pro 1896/97 ist binnen acht igM büi Vermeidung ber Mahnung an ben Zahltagen — Dienstag, ' )Fintt6tng unb Samstag — anher zu entrichten.
6fielen, ben 16. Mai 1896.
173(1) Stabtkaffe Gießen.
D 0 epfer.
Bestaub Ende 1895 39 Mitglieder.
jMIvirihslhastliihtr (lonfamiirmn, 8.8. m. u. !« füllet.
v uhiinitj Spuck II , Director. Ludwig Seipp VII., Kasensührer.
rKYX bequem und billig bade» will, der gehe inS ut» jBenntr’fdjr Lsdeh««.
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e Gebrauch Tapeten ” von
lasse man sich die neuest. Muster der
OstdeutschenTapeten-Fabrik
Gustav Schleising,
Bromberg (Prov. Posen)
senden. Dieselben sind wegen ihrer unübertroffenen Billigkeit u. Schönheit im In- und Auslände bekannt, und werden auf Verlangen überallhin franco gesandt.
Bei Musterbestellungen wird um Angabe der Preislage der gewünschten Tapeten ersucht.
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