Sonntag den 19» April
r. 92 Zweites Blatt.
189t
Meßener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger
Aintr« und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
chralisöeikage: Hießener Kamikienökätter.
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Innah ME von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» plgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr.
gönnen. An 40 bis 50 Wagen voll waren größtentheils aus der Wetterau, namentlich auS der Umgegend von Sich, Hungen und Butzbach hierher zu Markt gebracht worden, verkauft wurden nahezu 600 Lentner. Die Preise schwankten zwischen Mk. 3.50 und Mk. 4.20 für 1 Malter je nach den
einen weiß merere Bule» wo scheu Körperbau find und Raße haben Siementhaler Reinzucht und Simeothalergreuzuog Farbe Kelbschektg und gelbrothschekich und die nicht in W.....
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Schülern begaben fich hierauf nach Worret» Etablisiement (Wöhler), um ein gemeinschaftliches Mittagsmahl etnzunehmev. Etwa 125 Personen nahmen an dem Esien Theil, das durch zahlreiche Toaste gewürzt wurde. U. A. toastete Herr Oberbürgermeister Küchler auf die Innungen, nur sie könnten die Pflege des Gemeingeistes üben, von der sich etu ideelles Wirken erwarten ließe, nur sie könnten die materielle Lage deS Handwerks besiern, die Submissionen ändern, indem sie
gesandt ist den an Frau und Sohn. Herzlich Grüße« Heinrich.....
AlSfelb, 16. April. Siebzehn Jahre stumm. Recht fröhliche Ostern feierte die Familie des SchmiedemeifterS Dietrich in BernSburg, Kreis Alsfeld. Die Frau deS Betreffenden hatte nämlich fett 17 Jahren ihre Sprache vollständig verloren und konnte fich nur durch Zeichen mit ihrer Umgebung verständigen. Dieselbe besorgte den Haushalt ganz mufterbaft und erzog ihre Kinder, Töchter und einem Sohn, als liebevolle Murter. Dietrich hatte mit seiner Frau bet vielen Profefforeu hilfesuchend vorgesprochen, mußte jedoch jedeSmal hoffnungslos, ohne Heilung für seine Frau gefunden zu haben, nach Hause zurückkehren. Die Freude
Dir Gießener p»»1tte«»kälter iKtbe» txm Anzeiger »tchentlich dreimal bnfldeflt
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3) Wter wollen den Markt halten tu B . . . . mit Erdencheschter, Töpfe mit Rtndfie wollen wir fahren, sein sie so gut und schreiben sie unS Antwort, Herr Bürgermeister, wegen der Krauenseuge, die bei ihnen wahr, ob Schperrung ist. Sein sie so gut und schreiben sie uns Antwort was e» kost wollen wir bezahlen mit Gruß F. G. Töpfer.
4) Da ich in verlägenheitt kamen bin, da so Guht Sein, da ich Mein Pappier Berllohren gehaen ist, so biette ich Sie, ein Reihen Pappier zu Schücken an mich Heinrich.....
Gebohren im Jahre 1842 den 30. Janewar und Schücken Sie so balldr Alls sie Es kan Herzlich Grüß Heinrich.....
bete Bescheintgunk. Gruß D. B.
2) Geertester Herr Bürgermeister Ich wiel sie hiermit benachrichten das sie einen Bulen kaufen wollen und das ich
fatsou findet am Sonntag den 26. April Nachmittags Hotel Langsdorf hier ein großes Militär-Coucert Capelle de» Thürtng. Ulanen-RegtmeotS Nr. 6 statt, welches wir schon jetzt aufmerksam machen.
Slüaberg, 15. April. Wie alljährlich im Frühjahr diese Zeit, hat auf dem letzten hiesigen Wocheumarkte verkauf von Kartoffeln in größerem Umfange
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* Ml euer Artiger scheint täglich, »L Ausnahme bei Montag»
Garantien für die persönliche Tüchtigkeit und Moral Meister schaffen. Au» dem unmittelbaren Verkehr der Hörden mit den Handwerkern lernten erstere mehr als den Acten. Wo nach den Acten regiert werde, ziehe der Papier« und Tintenhändler Bortheil. Sein Hoch
war deshalb eine unbeschreibliche, als die Gattin und Mutter am Tage vor Ostern vollständig geheilt und mit lauter uud deutlicher Sprache in ihre Familie zurückkehrte. Der Sohu, welcher in Lemberg ein Eolonialwaarengeschäft betreibt, war unverzüglich auf die freudige Nachricht hin ins Elternhaus zurückgekrhrt uud konnte die Bestätigung der Wahrheit a«S dem eigenen Munde der Mutter hören. Einem Candidateu Namen» Rothschild au» Angenrod, Kreis Alsfeld, welcher zur Zett in Würzburg studirt, war eS mit Hilfe deS Herr» Dr. Schlosser in Alsfeld innerhalb acht Tagen durch Behandlung mit Electricität gelungen, der seit 17 Jahren vollständig stummen Frau zu ihrer Sprache zu verhelfen.
§§ «ul Oberheffeo, 16. April. Mit welchen Briefschaften mitunter unsere Vogelsberger Bürgermeister beehrt werden, geht au» dem Nachstehenden hervor:
1) Bütte Machen Sie mier ein Grundbuchsauszug über
Alle Annoncen-Bureaux des In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Hoheit der Großherzog nebst hoher Gemahlin betheiligte. Gegen 2 Uhr erreichte die Feier ihr Ende.
AuS dem Kunstlebeu der letzten Tage, daS nun auf einem Male zum Schluffe noch so viel Jutereffante» gebracht hat, hätten wir dann noch der zwei großen Concerte be» MozartvereinS und der „HumanttaS" zu gedenken, die beide mit großem Erfolge auSgeführt wurden.
Eine eigenartige Ausstellung ist für die nächsten Tage im städtischen Saalbau geplant. Die Kunst- uud HandelSgärtnerverbiudung hat nämlich eine Ausstellung der Erzeugniffe ihrer Industrie angeküudigt, die namentlich Palmen, Orchideen, Anthicoden usw. enthalten soll. Der große Saal wird mit einer geschmackvollen Dekoration versehen, auch Wafferküuste sollen in ihnen angebracht werden.
Dann ist heute noch kurz über die Vorbereitungen zur Jubelfeier der Turngemeinde, die der kommende Sommer bringen wird, zu berichten. Der Mangel einer großen Festhalle macht fich schon jetzt, da der zu festlichen Zwecken errichtete Bau auf dem Exercierplatz gefallen ist, bet den vorberathuugeo empfindlich geltend. Man denkt nun daran, anstatt einer Halle ein coloffaleS Festzelt zu errichten, daS den räumlichen Mittelpunkt der ganzen Feier bilden soll. In den Damenkretseu ist bereit» ein besondere» Comits thätig, da» für die Beschaffung einer Ehrengabe zum fünfzigjährigen Jubiläum wirkt. Näheres über da» Festprogramm kann jetzt noch nicht mitgetheilt werden, jedenfalls darf aber die ganze Feier bei der Beltebthett unserer wackeren Turuerschaar, die auch stetS auf dem Platze war, wenn eS galt, bei patriotischen oder wohlthätigen Veranstaltungen mstzuwirken, auf starke Betheiligung in allen Kreisen der Bevölkerung rechnen. Uebrtgeu» wird ja auch der Gießener Turnverein in diesem Jahre seirH fünfzigjährige» Jubiläum feiern und da mehrere auswärtige Vereine in der gleichen Lage find, so wird es an Gelegenheit zu gegenseitiger Beglückwünsch«,» nicht fehlen.
der Selbstverwaltung der Innungen und deren Einführung im ganzen deutschen vaterlaude. Oberbürgermeister Falk- Mainz gratulirte den Wormser Innungen zu ihrem Oberbürgermeister, dem er seinen Trtnkspruch weiht. Ferner toastete Herr Ptrr-Gießen auf die Pflege de» GemeiugeisteS als Hauptaufgabe der Innungen. Auf diesem Standpunkte stünden freilich nicht alle Personen, viele seien der Meinung, die Pflege deS Gemeingetste» müsse vom Publikum bezahlt werden.
E. Bad-Nauheim, 17. April. Zur Eröffnung der Bade«
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Die erste Allgemeine deutsche Fleischerschule zu WormS Lti am 15. b. M. im Lehrgebäude ihre» Direktor», beS Herrn Ok. S ch n e t b e r, feierlich eröffnet worden. Anwesend waren die Spitzen der Behörden, der Schulanstalten, Stadtverordnete, Dielt Ooermeifter der Fleischer Innungen Hessen» und Eltern dir Schüler, von letzteren hatte sich die stattliche Zahl von Wnzig angemeldet, au» allen Theilen Deutschlands und auch einigt Ausländer. Herr Dr. Schneider gab einen Hebet« bild Iber die Entstehung der Schule uud erklärte das Be« diufmß derselben für den Beruf. Um ein Bild von der Lchrttzärigkeit zu geben, ersuchte er die für die Anstalt ge« ■onnenen Herren Lehrer, über den von ihnen zu ertheilendeu Aittnicht selbst zu sprechen. Danach wird folgender Lehr- Kch behandelt: Der körperliche Bau der Schlachtthiere, Äläwffenhett und Werth ihrer Fleischtheile und Organe, die Lhitrlrankheiten, die Raffen und Züchtung der Schlachtthiere, Bit wncroScopische Untersuchung deS FleischcS und die Fletsch- Öintwle, Chemie de» Fletsche», da» Zerlegen der Schlacht- riikre, da» Couiervtren der Fletschsorten, dte Räucherung, bn Wurstfabrikatioo, die Wirkung der Gewürze, Schlacht- tzanS-Sinrichtungeo, Einfluß der Fütterung auf den Fleisch« ■ml), Handelslehre, Geschäftsrechnen, Correspondenz rc., eine W. von Lehrstoff, deren Bewältigung Lehrern und Schülern eint s roße Ausgabe stellt. Dte Dauer eine» CursuS beträgt 1 Dhnate. Herr SretSrath Dr. Bretd ert sprach Namen» btt Staatsbehörden dem Unternehmen seine Sympathie aus. Hin Oberbürgermeister Küchlet erwartet vou der Schule, ba6 ft den Schülern nicht nur die Liebe zum Beruf, sondern nid; tuen Stolz auf den Beruf stärken werde. Fachschule« Vilser Art werden auch hoffentlich dazu beitragen, dte Hand- Vater vou der bedauerlichen Gewohnheit abzubrtngen, auS Inn Söhnen, wie sie meinen, etwas beffereö machen zu ■iHtt al« Handwerker. Herr Regierungsbaumeister Noack ■liascht der Anstalt NamenS der Großh. Centralstelle in Vvm'ftadt Blühen und Gedeihen. Herr Obermeister Gold- mavHl-WormS wendet fich an die Schüler und fordert fie I n ßei'higer Arbeit auf. Herr Marx- Frankfurt, Vorsitzender M AeztrkSverbandeS führt den jungen Leuten zu Herzen, toifc ihnen mehr Gelegenheit zum Lernen gegeben werde, al» chm Lerufsgenoffen seither, sie sollten dereinst auch mehr l.Aßir.. Redner rühmt die Energie deS Herrn Dr. Schneider, h tr Mein dte Organisation der Schule zu danken sei und * -erbirt zu einem Hoch auf Herrn Dr. Schneider auf, das Stan auch kräftig ertönte und den ernsten Theil bet Feiet I IMoß. Dte meisten bet Festtheilnehmet sammt den
bewundern. Somit scheint nach dem großartigen Erfolge deS ganzen Unternehmens Goethes Metsterschöpfung nun in ihrem ganzen Umfange für unsere Bühne gewonneu zu sein und sie wird wohl noch oft wiederkchrev.
Ein tutereffanter Theaterabend war dann auch der vom DienStag. Herr Hofschauspieler Edward feierte sein fünfundzwanzigjährtge» Jubiläum uud wurde auS diesem Anlaß vou dem in dichten Schaaren Herbetgeeilten Publikum mit Ovationen aller Art reich bedacht. Der Künstler, der seine Fähigkeiten stets in uneigennützigster Weise in den Dienst der Wohlrhätigkeit gestellt hatte, wurde von zahlreichen Vereinen der verschiedensten Art durch Ehrengaben und Glückwünsche erfreut. Schon am Tage war er Gegenstand der mannigfaltigsten Ovationen und am Abend, wo er den Derbloy io OhnetS Schauspiel „Der Hütten- besitzet" spielte, überschüttete man ihn mit Kränzen und zahllosen Blumenspendeu. Im Auftrage Sr. Köntgl. Hoheit beß Großherzogs wurde dem Künstler daS Ritterkreuz erster Klaffe des BetdienftordenS Philipp» des Großmüthtgen überbracht und von der Großherzogin traf als Geschenk eine Photographie mit eigenhändiger Unterschrift etu. Bon nah und fern gratultrten zahlreiche Bühnengrößen und Freunde deS Jubilars, der die Früchte feinet eifrigen künstlerischen Tbätig- kett in reichem Maße ernten durfte. Den Abschluß be» Tage» bildete eine fröhliche Feier im Hotel „Traube", an bet fich bte Mitglieder beß Hoftheater» betheillgteo.
Bei Hofe fand am verflossenen Montag Abend eine intereffante Festlichkeit statt. Schon seit langer Zeit war ein Co stümball geplant, doch kam er wegen mißlicher Hindernisse allerlei Art nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, noch in der eigentlichen VergnügungSsmson zu Stande. Am Montag nun konnte daS muntere Fest endlich stattfinden und es nahm denn auch unter Antheilnahme von etwa 140 geladenen Gästen einen prächtigen Verlauf. Den Glanzpunkt bildete eine spanische Quadrille, an der fich außer jugendlichen Angehörigen der Hofgesellschaft auch Se. Königliche
Wochenbriese aus der Residenz.
(Ortgtualbertcht de» »Gießener Anzeiger»").
Z. Darmstadt, 17. April.
: Kiustauffühmugen Im Hoftheater. — Jubiläum. — Au» dem Hof- und Kmrstleberr. — Allerlei.
Im Gtoßhetzogltchen Hoftheater waren feit I leigtr Zeit keine so geradezu enthusiastischen Beifallsstürme । |u f$ren wie an den drei Abenden, dte der ChcluSaufführung dis Goethes Faust gewidmet waren. Durch längere Artikel iniLmmtlichen TageSblättern wurde da» Publikum mit der 18-tltntung und dem Zweck deS großen Unternehmens bekannt Iiaacbt und auch über dte den hiesigen Vorstellungen zu l-nnbe gelegte Bearbeitung orteutirt. Am dritten Feiertag bicpnn dann der CycluS.
Am ersten Abend stellte man die erste Abtheilung deS eirfa TheileS dar. Zunächst hob fich der Vorhang zu dem IBnifplel auf dem Theater, bann folgten ber fcenisch prachtvoll Lmzisithrte Prolog im Himmel und danach die ©eenen in 8 fich» Studierzimmer, der Spaziergang, die Scene tu Hbmvrch» Keller und in der Hexenküche. Damit schloß der ett* Abend ab. Am zweiten wurde die Grethchentragödie d Lzi stellt, wobei namentlich daS Intermezzo der zum ersten IRilt gegebenen Walpurgisnacht außerordentlich iuteteffitte. SÖaa kam noch der zweite Theil der Dichtung am dritten H viud' zur Aufführung. Mit ber glänzenden Wiebergabe de» : lenbiofen Werkes feierte baS Hoftheater einen großen 5 Qnnph.
Jede Vorstellung fand vor völlig ausverkauftem Hause Piull und würbe mit jubelndem Beifall aufgenommen. SHiniinitltch fand die großartig tnfcentrte Walpurgisnacht die glitte! Anerkennung und im zwetten Theile konnte man die SRt Kunst der Mafchinerietechnik der modernen Bühne
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Perber’schen UniTer® äthig hat, zu habet rstag, den 25. Äpr.
Der Vorstand
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Knnst-AussteUnng, SÄ’® Ztt nähme be» SamStag», von 11 bi» 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bi« 5 Uhr. eetmt«»# währe«« M »tmteei «Nttttterhrsche« wen 1t H» • Utz«. — etntrittßpreU fit N-chtmUglieder an Werktaaeu 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pf,
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