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i, Gleiberg«Concert kbends 8 Uhr, in Stetnr >age, über da- Programw een gern dessen Mmck- rnstellung. Hervorragende olai, Kremser, Koschat u. A. ;bt Orchestersatze mit Men iipnügUtal' M " I'1"- ^-° Ibeobot$auHM« ätirnntmittet unb »°dm taff«, I« ®* h0«tn, d-d »°tz °"d!«r M«, i-j-* jttai »irdimtk Blacht"!

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Horn für die Stadt (zur Erweiterung der Rteselanlage unserer Canaltsation auf der sogen. Pallaswiese) durch die Stadtverordnetenversammlung fteht bevor. In der per­manenten Ausstellung des Kunstv er eins hat eine vier­wöchige Pause begonnen. Die Vorarbeiten zur Bahn­linie DarmstadtRoßdorfGroß Zimmern (Fällen des bez. Waldes, Einebneu usw.) find bereits ziemlich weit vor­geschritten; leider ist sehr schöner Wald zum Opfer gefallen. Durch Abbruch deS Ganß'schen Anwesens seitens der Stad: ist die Einmündung der Erbacher- in die Mühl- Straße, wo viel Verkehr herrscht, bedeutend erweitert worden.

A Mainz, 15. Juli. In heutiger Sitzung der hiesigen Stadtverordneten - Versammlung sprach man einer Eingabe deS Vereins Mainzer Kaufleute an die Süddeutsche Eisen­bahngesellschaft wegen Erbauung einer Kleinbahn Mainz Mombach, welche gleichzeitig als Ringbahn das neue Schlachthaus, die Conferveufabrik und die Kasernen an der Mombacherstraße berühren soll, die Unterstützung zu. Ebenso will man daS Projekt des Baues einer electrischeu Bahn zwischen hier und Wiesbaden unterstützen. Für Erbauung einer Schlachthalle für Groß- und Kleinvieh wurden von den Stadtverordneten Mk. 118,700 und Mk. 97,000 und für Pflasterung der Straßen im Viehhof Mk. 96,000, zu­sammen also Mk. 312,800 bewilligt. In dem nichtöffent­lichen Theil der Sitzung wurde der seitherige Bauinspector Kuhn zum zweiten besoldeten Bürgermeisterei-Beigeordneten teilt einem AnfangSgehalt von Mk. 7000 gewählt.

A Maisz, 15. Juli. Der socialistische Reichs- und Landtagsabgeordnete Jöst scheint am Ende feiner politischen Carriöre angelangt zu sein. Derselbe ist von dem social- demokratischen Partetvorstand hier in einem sehr bündigen Schreiben aufgefordert worden, innerhalb drei Tagen seine fämmtlicheu Mandate ntederzulegen, ansonsten eine öffentliche Erklärung des Parteivorstandes erfolgen würde, daß mau keinerlei Gemeinschaft mit Jöst mehr habe. Eine ähnliche Aufforderung ist von der socialdemokratischen ReichStagS- fractton an Jöst gerichtet worden. Neben allerlei Meinungs­verschiedenheiten soll der Grund zu dem jähen Bruch zwischen Jöst und seinen Parteigeuoffen in nicht ganz einwandSfreten Geld- und Geschäftsmanipulationen deS ersteren zu suchen sein. Der Strike unter den hiesigen Maurern ist durch friedliche Verständigung beseitigt worden. Dank beider­seitigem Entgegenkommen ist eS heute Vormittag dem als EtnigungSamt zusammengetretenen Gewerbegertcht gelungen, diese Verständigung herbeizusühren.

Kastel, 15. Juli. Ja Anwesenheit des Chefs der Pioniere, Generallieutenant v. Goltz, fanden gestern die großen Schlußübungen des hiesigen Pionierbataillons statt, an welchen auch die Luftschifferabtheilung und die Eisen- bahnabtheilung theilnahmen. In den Morgenstunden fanden Hebungen auf dem großen Sande und am Nachmittag Pontontr- Uebungen am hiesigen Uebungsplatz statt. Generallteuteuant v. Goltz sprach sich sehr lobend über das hiesige Pionier- Bataillon auS. An die Uebungen reihte sich ein gemein­sames Festesten der Offiziere imAnker" an.

A AuL Rheiteheffeu, 15. Juli. Als Thäter des vor wenigen Tagen bei Stadecken vorgekommenen Mordes des dortigen AckerSmann Runkel bezeichnet ein allgemeines Gerücht den eigenen Sohn des Ermordeten.

Vermischtes.

Ma. vad Wilduvgeu, 15 Juli. Bei einem schweren Unwetter, das sich in dem hessischen Nachbargebiete entlud,

schlug neben vielen anderen Fällen auch der Blitz in das Gehöft eines Bauern im Dorfe Löhlbach ein. Der Strahl fuhr durch den Viehstall und während nun merkwürdigerweise drei zwischen den Kühen liegende schwere Ochsen unver­sehrt blieben, wurden die aufrechtstehenden vterKühe vom Blitz getroffen und auf der Stelle getödtet.

Hundeausstellung in Homburg v. d H. Am 9. bis 11. August d. I. veranstaltet der Deutsche Foxterrier-Club in Homburg v. d. Höhe eine große internationale Ausstellung von Foxterriers. Die Ausstellung, die unter dem Protectorat Sr. Hoheit des Prinzen Albert von Schleswig-Holstein steht und die die ersten Namen Homburgs zu ihrem Ehrenausschuß vereinigt, wird eine sehr großartige werden. Sie findet in der Freiherr v. Erlanger'schen Reitbahn statt. Als Preisrichter wird der englische Specialist Mr. S. I. Stephens nach Homburg kommen, um die Prä- mtiruug der Hunde vorzunehmen, während ein deutscher Waidmann die Leistungen der Hunde im Bau, vor Fuchs unb Dachs, werthen wird. Programm unb Anmeldescheine find zu beziehen von dem Secretariat des Deutschen Fox­terrier Clubs Rödelheim bet Frankfurt a. M.

DerlebeusreltendeDurst. Ein Frankfurter Rentier lag jüngst auf dem Sopha unb las Zeitungen. Infolge bet riesigen Hitze verspürte er plötzlich einen gewaltigen Durst unb sehnte sich nach einem kühlenben Schoppen. Er zog sich an unb ging fort. Auf bet Treppe hörte er einen bumpfen Schlag, der ihn jedoch nicht zur Umkehr bestimmte. Als er bet seiner Rückkehr in das Zimmer trat, erschrak er nicht wenig über die darin stattgehabte Vernichtung: der größte Theil der GyPSdecke war herabgestürzt und ein großes Stück lag auf der Stelle des Sophos, wo er kurz vorher noch der Ruhe gepflogen hatte. Wäre er nicht dem Drange nach dem Genüsse eines Schoppens gefolgt, so wäre er schwer verletzt ober sogar getödtet worden.

Die Plage der Zusecten, die ins Zimmer dringen und uns NachtS recht unangenehm stören können, beginnen jetzt mit den warmen Tagen. In Italien, das bekanntlich viel von Stechmücken zu leiden hat, findet man oft die folgende einfache Jnsectensalle, welche gute Dienste leistet. Man stellt in die Mitte eines tiefen weihen Porzellantellers ein kleines brennendes Nachtlicht und füllt den Teller mit weißlich aussehender Flüssigkeit, z. B. Seifen- oder Chlorkallk wasscr, auch einfach nur Wasser, das man mit Milch oder Salzwasser versetzt und stellt diesen Teller nur Nachts in die Mitte des Schlafzimmers auf den Boden. Das Licht lockt alle Jnfecten an, die meist immer dann in die Flüssig­keit fallen. Auch gegen Motten, selbst gegen Flöhe, soll sich dieses einfache Mittel bewähren.

Eingesandt.

Gießen, dm 15. Juli 1896.

Eine große Anzahl Damen und Herren fieht man des Mitt­wochs zwischen 12 unb 1 Uhr zur Südanlage pilgern, um den Promenadeconcerten anzuwohnen, die man Gießen seit neuester Zett rotebergegeben hat. Die zahlreiche Zuhörerschaft legt deutliches Zeugniß davon ab, daß sie sich dankbar verpflichtet fühlt, sowohl der höheren Stelle gegenüber, die die Concerte veranlaßt als auch der Regimentscapelle, die sie aussührt. Dankbar erkennt man auch an, daß man zur Ausführung der Concerte gerade die Südanlage ge­wählt hat, den herrlichsten Theil der ganzen Anlage... Die wunder­vollen Laubgänge, die die Natur in unnachahmlicher Kunst hier ge­schaffen, erlauben, in der Kühle des schönsten Schattens zu lüft wandeln und sich, wie ein modernes Schlagwort sagt,voll und ganz" dem Genüsse der Mufik und all des Schönen, das f<nft noch geboten wird, hinzugeben.

Und trotzalledem scheint sich auch hier des Dichters Wort zu bewahrheiten, wonach

Des Lebens ungemischte Freude ward keinem Sterblichen zu Theil."

Durch bas Auf- unb Abgehen so vieler Menschen wird nämlich von dem zwar um 7 Uhr schon gesprengten, aber bis 12 Uhr längst wieder aufgetrodneten Boden eine unendliche Menge deS lästtgm unb im höchstem Maße nachtheiligen KteSbaubes aufgewirbelt unb muß von den Promenirenden nolens volens eingeathmet werden. Daß dies aber hygienisch nachtheilig ist, wird Jedermann zugeben. Daber sei an diesem Orte nur die Bitte ausgesprochen, an genannter Stelle Mittwochs vor 12 Uhr einige Male den Sprengwagen, den kleinen auf dem Fußpfad und den großen auf der Chaufsee, verkebren zu lassen unb fo dem ganzen Ucbelftanbc einfach aber gründlich abzuhelfen. Schon für die reizenden Hellen Sommertoilettm unferer Damen, wie für die hochmodernen, wundervollen, nach der allerneuften ausländischen Mode gearbeiteten, weißen Sommer­anzüge einiger Herren Studenten, wäre daS gewünsche (Sprengen von Vortheil. .....r

Gottesdienst in der Synagoge.

SamStag den 18. Juli.

Vorabend 7* Uhr, Morgens 8M Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 95 Uhr.

Verkehr, Land- nnd VoUrwirthschaft.

, 15. Juli. Fruchtmarkt. Roth er Weizm X 13,10, weißer Wetzen X 12.80, Korn X 9.10, Gerste X 8.10, Hafer X 7.00.

Witternugsbericht vom 15, Juli.

Die Depression, welche gestern nordwestlich der britischen Inseln lag, ist nordöstwärts abgezogen. Auf ihrer Rückseite ist das Baro­meter erheblich gestiegen. Von dieser Depression haben sich jedoch Thetle losgelöst und sind südwärts über die Nordsee vorgedrungen. So lag heute Morgen eine Thetldepression vor der Rhetnmündung und gab für die nächste Umgebung zu Gewittern Veranlassung. In Centraleuropa besteht zwar im Allgemeinen der hohe Druck fort. Indessen gestaltet sich auch hier die Druckoerthetlung wieder etwas ungleichmäßig, lieber Central-Frankreich lagert ein erkennbares Minimum, das bet feinem Vordringen neuerdings Gewitter bringen dürfte. Südlich der Alpen bestehen Störungen in der Lustdruck- vertyetlung. Die Temperatur-Verlheilung bleibt in Centraleuropa andauernd die gleiche.

VmeauAWchttUbe tBitimmii

Allgemein heiteres und warmes Wetter, jedoch vorübergehend zu Gewi lern geneigt. ________________________________

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemessm am 16.Juli, Mittags zroifchm Hund 12 Uhrt Wasser 17</a, Luft 14°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

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t $iir Hnndel und Verkehr:.

Soeben erschien:

Weyers Deutsches Derkehrslerikon.

Ein Nachschlagebuch über Post-, Telegraphen-, Eisenbahn- und Schiffahrtsstationen.

Kartoniert 1 Mk. 50 Pf.

Zur Ansicht in jeder Buchhandlung. Prospekte gratis.

Kerlag des Bibliographischen Instituts in Keipstg. fr

Bekanunnachung.

Die am 15. d. Mts. fällig gewesenen Pachtgelder von Trieb- Viertel« unb anberen städtischen Grundstücken sind innerhalb 8 Tagen bei Meldung der Beitreibung anher zu bezahlen.

Gießen, den 16. Juli 1896.

Stadtkasse Gießen. Doepfer.6530

jBehördliche Anzeigen |

Verpachtung

der Marktlauben und der Keller im Thurmhaus am Braud.

Nachdem am 1. August d. I. die neue Wochenmarkt-Ordnung in Kraft treten wird und von da ab das Feilbieten von Gegenständen des Wochenmarktverkehrs am Stand außerhalb der Markttage und Markt- weiten nur noch in den gedeckten Marktlauben gestattet ist, sollen diese nebst den Kellern im Thurmhaus am Brand

Freitag den 24. d. Mts., Abends 5 Uhr,

im Hofe des Thurmhauses öffentlich an die Meistbietenden für die Zeit bis zum 31. März 1897 verpachtet werden.

Die Verpachtungs - Bedingungen können zuvor schon von der unter­

zeichneten Stelle, Zimmer Nr. 15, bezogen werden.

Gießen, den 14. Juli 1896.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 6535

Wegen Ausführung asphaltirter Bürgersteige wird die Marktstraße vom 20. Juli l. I. ab bis auf Weiteres für den Verkehr mit Fuhr- werken aller Art, Reiter und Vieh­transporte gesperrt.

Gießen, den 14. Juli 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

I. V.: Roth. 6536

[ EmpfehlungerL^I Stöbt SchlaWim.

Freibank. [6498

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