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Rt. 90 Zweites Blatt. Freitag dm 17 April
1896
Der hleße«er **irigct rrichemt täglich, eit Ausnahme bei Montag«.
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Gießener Anzeiger
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Feuilleton.
Berliner Ausstelinngsbriesr.
(Bon unserem Correspondenteo.) II.
Berlin. 15. April 1896.
Schon in meinem letzten Briefe habe ich in allgemeinen Riffen avgedeutet, welchen Umfang die Berliner Gewerbe- mfljieUuug annehmen, waS Alles fie an SehenSwerthem auf bei Gebiete des GewerbefletßeS, der Kunst und der Ver- zvbguugen aller Art bieten wird. Thatfächlich verspricht htvi auch die Ausstellung eine der reichhaltigsten und inter- lsfamtesteu Unternehmungen zu werden, die im letzten Decennium In Deutschland zu Stande gekommen find.
Man hat im „Reiche" draußen in mancher Beziehung (leit' Abneigung gegen Berlin und daS Berlinerthum, deren Ver echtigung ich hier nicht untersuchen will. Nur ungern »i[ man die Oberherrschaft Berlins anerkennen, eifersüchtig touren sich die großen Städte, ihren Ruhm und ihr Ansehen, baf auf zum Theil viel älterer Berechtigung beruht al3 daS Äe»omm6 der Metropole, und wir geben ihnen darin Recht. Söt:r wenn erst einmal die Neider und Eifersüchtigen zur Ausstellung hierher kommen, dann werden fie wohl sehr bald mi eten Sinnes werden und fie werden in ihre Heimath eine b-f ere Meinung von dem viel geschmähten Berlin mitnehmen Hl diejenige, welche sie hergebracht haben.
DaS lebhafte Jnterefie, daS fich allenthalben für die . Ausstellung bemerkbar wacht, ist natürlich in erster Reihe in Berlin selbst vorhanden, wo man auf daS Gelingen | des großen Werkes stolze Hoffnungen ausbaut. Und wie der Berliner nun einmal neugierig ist, so läßt er es fich jetzt schon nicht nehmen, an schönen Sonntagen, deren wir hier jetzt bereits mehrere hatten, nach Treptow hinauSzueilen, um von außen den Fortgang deS Werkes zu „beaugenscheinigen". AuS der Völkerwanderung, die da in gewaltigen Strömen fich nach Treptow ergießt, kann man Schlüffe ziehen dafür, welchen Besuch die Ausstellung erst erhalten wird, wenn fie einmal im Betriebe ist.
Tharsächlich schreiten denn auch die Bauten sehr rasch vorwärts, sodaß nur noch die Jnnendecorationen vorzunehmen find. DaS stattliche Chemiegebäude, Kairo, Alt-Berlin, baß Alpenpanorama und das Marineschauspiel — sonach die HauptsehenSwürdigkeiten der Ausstellung, sind theils schon fertiggestellt, theils der Vollendung nahe und weithin zeichnen fich die schlanken gefälligen Contouren dieser Baulichkeiten in scharfen Umriffen ab. Daß aber auch bis in die allerhöchsten Kreise hinauf das Interesse für die Ausstellung ein regeS ist, paL beweist der wiederholte Besuch, mit welchem die Kaiserin Friedrich die Ausstellung beehrte, das beweist der mehrstündige Besuch unseres Kaisers und der Kaiserin, die so viel Gefallen an der Ausstellung fanden, daß fie be- schloffen, sehr bald wieder zu kommen.
Die Gesammtzahl der Aussteller beträgt 3780. Da
nur noch wenige Nachmeldungen mehr angenommen werden, so wird sich die Zahl der Aussteller wohl nicht mehr erheblich vergrößern.
UeberdieS müffen sich Diejenigen, die noch auSstellen wollen, sehr beeilen, da fie sonst zu spät kommen und An- Meldungen nicht mehr berücksichtigt werden können. JnS- besondere gilt daS von der Bekleidungsindustrie, die etwa 600 Aussteller zählt und jetzt bereits als die stärkste gilt. Nach ihr kommt die Gruppe der Metallindustrie mit 305 Ausstellern- ihr folgt die Gruppe Kurz- und Galanteriewaaren mit 300 Ausstellern ufw. Die wenigsten Aussteller, nur 29, findet man in der Gruppe Porzellan- und Glasindustrie sowie Chamotte- waaren. Trotzdem beansprucht fie einen Flächenraum von 7500 Quadratmetern.
Für die Verkehrsverhältniffe während der Ausstellung wird natürlich in umfangreichstem Maße gesorgt werden. Fünf Dampfer find auf der Kieler Werft im Bau, die den Verkehr von der Jannowitzbrücke nach Treptow auf der Spree besorgen werden- Eisenbahnen, electrischc Bahnen, Pferde- bahnen, Omnibuffe — sie Alle werden in den Dienst deS Verkehrs in großartig erweitertem Maßstabe gestellt werden und die umfangreichsten, Vorbereitungen werden getroffen werden, damit in der Zett der Ausstellung keine Stockungen eintreten. Ueber die Zahlenverhältntffe in dieser Beziehung, sowie über andere intereffante Details in einem nächsten Briefe.
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A. W. Bullrich’s A ■ „ ■
Gesangbücher
Marktstraße 2.
3603
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Gnft. Walter, Gießen, Mäusb. 13.
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19500, 30001
19000, 30001
19500, 30001
11601
10101
9701
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30575
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15400, 16001 13600, 16001 13000, 16001 15050, 16001 verloost sind.
ingrotzerArrswahl empfiehlt
Wilhelm Klee,
uno Lagerhölzern, 214 qm Buchenparket Asphalt,
34 qm Eichenparkei Asphalt, *
18 qm Bohlenboden
dem zus. 9 innere Thüren für das Obergeschoß im Hauptgebäude und für das Nebengebäude, außerdem Fußsockel.
Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung um diese Arbeiten und ihre Ausführung wird auf den Erlaß Großh. Ministeriums vom 16. Juni
abschlüffe.
3: 25 Zimmerthüren, 16Roll ladenkaften und Fußsocke für da» Sockelgeschoß des Hauptgebäudes.
4: 19 Zimmerthüren, 29 qm Wandvertäfelung und Fußsockel für das Hauptgeschoß de» Hauptgebäude».
5: 4 Außenthüren für da» Nebengebäude und außer-
Am Donnerstag, den 9. d. Mts., hat sich eine Dame, welche bei einer hiesigen Familie zum Besuch war und nerven- leidend ist, gegen 10 Uhr Morgen» entfernt. Angestellte Ermittelungen über den Verbleib der Dame sind bis jetzt ohne Erfolg geblieben. Dieselbe ist 34 Jahre alt, dunkelblond, ziemlich kräftig gebaut, trug einen dunkelblauen Hut, einen dunkelblauen anschließenden Regenmantel und ein sch marzeS Kleid. Sollte Jemand die Dame gesehen haben oder Mittheilungen machen können, welche geeignet wären, deren Verbleib festzustellen, so wird dringend ersucht, eine bezügliche Anzeige dem Königlichen Landrathsamte in Marburg ohne Verzug zu erstatten,
Marburg, den 14. April 1896.
(Ohne Unterschrift.) ________
Gießen, den 4. April 1896. Großherzogliche Baubehörde für die Universitäts-Neubauten zu Gießen.
Neuting. 3321
Freitag den 17. April 1896,
Nachmittag» 2 Uhr, tm (Marktplatz 20) zu Gießen
sollen durch den Unterzeichneten öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden: eine Partie Nutzholz (Bohlen und EichenstSmme), 1 Hobelbank, 1 Ladeneinrichtung, ganze Garnitur Polster- möbel, 1 Schreibtisch, 1 Bett, 4 Bettstellen, 6 Sophas, 1 Silberschrank, 2 Commoden, 1 Vertieow, 2 Salonspiegel, einige Marmorplaiten, eine Anzahl BUder, 1 gold. Ring rc.
Versteigerung vorauSs. iheilw. bestimmt. 3659 Sngel, GerichtSoollzieher.
Jeder Versuch jtührt zu dauernder Benutzung.
Ueberall vorräthig Io Dosen ä 10 und 25 Pfg. Erfinder und alleiniger Fabrikant; Fritz ZAHM., §rWg.
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(Milh. Bögers Nachf.) .
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Empfehle mein bedeutendes Lager optischer Artikel, als: Brillen und Zwicker in Gold, Double, Nickel und Stahl, nach ärztlicher Vorschrift, genau den Augen an paffend. Brillen von 50 Pfg., Zwicker von 1 Mk. an.
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Reparaturen an Brillen und Zwicker u. s. w. werden schnell und billig ausgeführt. 3606
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soweit solche nicht "schon früher
Lagerhölzern.
Lios 2: 4 Hausthüren und 6 Glas-
Ri. o(fernen zunächst die K-rtd-uer der 4'/«igen f Bis zum 1. Januar 1897 und die Amsherabsetzung -nf 3'/,^, m» NirKuua vom 1. Januar 1897 -B denjenigen, welche rhr- Ufand- Briefe mit ßoupous per 1. Juki 1896 und folgenden, zur em- jprechendeu Abstempelung vis zum 2. Wai 1896 elnreiche«.
Formulare zur Einreichung sind in Frankfurt a-M. an unserer Kaffe (Gallusanlage 8), auswärts bei unseren Coupons-Emlosungsstellen erhältlich, insbesondere: in Darmstadt bei der Bank für Handel und Jndustw, in Gießen bei Herrn A. Heichelheim, "Mainz bei Senen Schmitz, Heidelberger L Co.
Wegen Kündigung der bis zum 2. Mai 1896 nicht zur Abstempelung eingereichten Stücke wird weitere Bekanntmachung erfolgen.
Frankfurt a. M., den 10. April 1896.
Jrankfurler «Hypothekenbank.
0. „ P. „ R. „
Lamstag den 18. April, Nachmittags 2'/» Uhr, feilen auf dem hiesigen Ortsgericht die pn Toncursmaffe der Wilhelm Senling emittitm in Gießen gehörigen Grund- ftife: fUir 40 Nr. 40a«8‘/tooo - 878/io q™ Weg links der Chaussee, fCur 40 Nr. 44N/1OO — 94 qm Grab- garten daselbst, tzlur 40 Nr. 73 — 2375 qm Acker links am Schwarilachweg 1
tzliir 40 Nr. 74 — 2387 qm Acker daselbst, gilt 40 Nr. 101,8 — 1438 qm Acker in der Echwarzlach, filmr 40 Nr. 102,2 — 637 qm Acker da- fclur 40 Nr^l08 — 1650 qm Acker das-, gltjr 40 Nr 109 — 1525 qm Acker das-, zlur 40 Nr. 136 — 1138 qm Acker das., ßlur 40 Nr. 137 — 2300 qm Acker das-, Hur 40 Nr. 138 — 2300 qm Acker das-, ?lur 40 Nr. 145,4 - 1731 qm Wiese das.
Iffantlitb meistbietend versteigert werden.
^Hießen, den 14. April 1896.
Großh- OrtSgericht Gießen.
I. A.: Bogt. 3617
Vergebung
tium Bauarbeitcn. (Schrkinermdriten.)
Die für den Neubau des hygie- nifchen Instituts in Gießen erforder- üchen Schreinerarbeiten sollen zusammen, oder in 5 Loose getheilt, eiuf dem Wege öffentlichen Angebots »ergeben werden.
Der Hauptsache nach enthält:
Lao» 1: 126 qm Riemensußböden aus pitch-pine auf Gebälk
Zurück- gesetzt eine große Partie Kragen, Maufchetteu, Shlipfe für Herren und Knaben in nur guten Qualitäten und verkaufe dieselben, um damit zu räumen, ganz bedeutend unter Preis. IH. Rübsamen. Wagenverkauf
Circa 25—30 Feder-Wagen stets auf Lager zu billigen Preisen.
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Corsetts für Damen und Kinder in allen Preislagen. Brüsseler Fabrikat. — Marke P. D. empfiehlt Robert Haas, 2097 Eeltersweg 18.
1893 verwiesen.
Die Angebotsunterlagen können in jdem Amtslocal unterzeichneter Behörde, Goethestraße 52, eingesehen werden, woselbst auch das Angebotformular abgegeben wird.
Die Angebote find bis Montag den 27. April d. I., Vormittags 11 Uhr, einzureichen, zu welchem Termin deren Eröffnung erfolgt. Zuschlagsfrist: 3 Wochen.
Viel besser
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Jahrgänge 1885 und folgende betreffend.
Der andauernde Rückgang des Anssutze« älterer Hypotheken macht es erforderlich, den Rest unserer Pfandbrief-L-erie XII von 4% auf 31/2 0/ zu convertiren. Es sind dies die Stücke:
Ser XII Lit H. Nr. 2001 bis 2670, 16001 bis 16300, 17001 bis 17350 ^er.Aii, in. 10600,16001 ,, 19000,30001 „ 30475
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