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bei «ereil »HersN^.

Berlin, 13. August. Im Palais des Reichskanzlers hat gestern ein Miutsterrath stattgefunden, zu welchem, wie dieNordd. Allq. Ztg." meldet, der hier nur für kurze Zeit fich aufhaltende Mtutsterpräfident Fürst Hohenlohe die in der Refideuz anwesenden StaatSminister versammelt hatte, nm mit ihnen die laufenden StaatSgeschLfte zu besprechen.

Berlin, 13. August. Der Gouverneur von Kamerun, v. Puttkamer, ist hier eingetroffen.

Berlin, 13. August. Lieutenant zur Tee, v. Kettel- Hard, welcher s. Zt. den Rechtsanwalt Zenker auS Potsdam erschoß, soll dieserhalb verabschiedet und vom Kriegsgericht zu zwei Jahren Festungshaft verurtheilt worden fein.

Berlin, 13. August. DieStaatsbürgerzeitung" meldet: Staatssekretär von Bötticher hat seinen Urlaub unter­brochen und ist heute Mittag wiederum für einige Tage in Berlin eingetroffen. Seine Rückkehr soll mit wichtigen inneren politischen Fragen, die seit der Rückkehr des Reichs­kanzlers laut geworden finb, zusammenhangen.

Berlin, 13. August. Finanzminister Miquel kehrte am 8. d. M. zu kurzem Aufenthalt nach Berlin zurück und begibt fich demnächst zu seiner Tochter und seinem Schwieger­söhne nach Zeffel bet OelS, um dort den Rest des Urlaubs zu verbringen.

Berlin, 13. August. Dem Staatsminister Freiherrn v. Berlepsch ist gestern auf seinem Gute Seebach von Profeffor Schmoller das Diplom überbracht worden, durch welches er zum Ehrendoctor der philosophischen Facultät der hiesigen Universität ernannt ist.

Berlin, 13. August. Die große Herb st parade vor dem Kaiser wird am 1. September, früh 9 Uhr, auf dem Tempelhofer Felde stattfinden.

Berlin, 13. August. Zum Nachfolger deS Geheimen Medictnalraths Profeffor Georg Lewin als dirtgirender Arzt an der Charitö ist, wie gemeldet wird, Profeffor Lesser auS Bern berufen worden.

Berlin, 13. August. Bet der gestrigen Ziehung der Berliner Gewerbe - AuSstellungS - Lotterte fiel der dritte Hauptgewinn im Werthe von 10,000 Mk. auf die Nummer 362 928.

Berlin, 13. August. Am heutigen zweiten ZiehungStage der Gewerbe-Ausstellungs-Lotterie wurden folgende Haupttreffer gezogen: Auf Nr. 221119 fiel der vierte Haupt­gewinn im Werthe von 5000 Mk., auf Nr. 69 722 Gewinn 10, Werth 1000 Mk., auf Nr. 348 235 Gewinn 19, Werth 500 Mk., auf Nr. 442088 Gewinn 20, Werth 500 Mk., auf Nr. 265898 Gewinn 30, Werth 500 Mk., auf Nr. 84 856 Gewinn 40, Werth 300 Mk.

Linz, 13. August. Unmittelbar vor dem Eintreffen eines Güterzuges gingen in der Nacht bei Sulzau infolge eines Wolkenbruches große Bergmaflen vom Tännengebirge nieder, welche den Bahnkörper verschütteten. Die Maschine und zwei Waggons entgleisten. Der Zugführer und ein Con- ducteur wurden verletzt.

Rom, 13. August. DieRoma" bestätigt die Meldung von Kriegsrüstungen Meneliks. Das Kriegsmini­sterium beschloß die Absendung von tausend Pionieren und Verpflegungstruppen für den Fall, daß in Eritrea eine Herbst-Campagne eintritt.

Rom, 13. August. In derConsulta" wird mitgetheilt, daß hinfichtltch Cretas wichtigeBeschlüffe bevorftehen, welche die Einigkeit der Mächte documentireu sollen.

Berlin, 14. August. Der Kaiser wird sich bei der am 18. October stattfindenden Enthüllung deS Denk­mals für die Kaiserin Augusta in Coblenz durch den Prinzen Friedrich Leopold vertreten laffen.

Berliner Ausstellungsbriefe.

(Don unserem Correspondenten.)

(Nachdruck verboten.)

DaS Ausstellungsschiff des Norddeutschen Lloyd.

Wir armseligen Landratten haben einen Begriff von unserem Seewesen und unserer Schifffahrt wie der Hottentotte vom Gebrauch der Seife oder Zahnbürste. Zwar behaupten Leute, die das wtffen müffen, daß alle Vergleiche hinken, und ich will von dem meinigen durchaus nicht etwa das Gegentheil behaupten, das Eine steht aber jedenfalls fest, es gibt viele, ja sogar sehr viele Leute bet unS, die noch nicht einmal ein größeres überseeisches Schiff gesehen und die fich für äußerst seetüchtig halten, weil fie eine Dampferfahrt von Berlin nach Stralau oder Treptow ganz ohne Uebelkeiten zurückgelegt haben.

Unter diesen Umständen ist als ein verdienstvolles Werk des Norddeutschen Lloyd, dieser größten Dampfschiff­fahrtsgesellschaft der Welt, anzufehen, daß fie uns einmal auf der Ausstellung einen ihrer Coloffe in natürlicher Größe vor Augen führt.

Ich will zunächst mit einigen Worten die Geschichte deS Norddeutschen Lloyd behandeln. Die Gesellschaft wurde im Jahre 1857 von einigen Brewer Großkaufleuten tnS Leben gerufen und hat sich auS den kleinsten Anfängen heraus zu der jetzigen Weltftellung emporgeschwungen. Ihr ganzer Betrieb, die Zahl der Schifffahrtslinien, der Tonnengehalt ihrer Flotte übertrifft alle bestehenden Schifffahrtslinien der Welt. Der deutsche Handel verdankt dieser Gesellschaft viel, denn dem zirlbewußten Vorgehen des Norddeutschen Lloyd ist eS zu danken, daß der gesammte deutsche Handel in einem einzigen Jahrzehnt, nämlich von 1882 bis 1892 um tausend Millionen gewachsen ist, von 6000 auf 7000 Millionen.

Einige statistische Ziffern geben am Besten ein genaues Bild über die große Bedeutung dieser Gesellschaft. Der Norddeutsche Lloyd verfügt jetzt über 81 Dampfer, deren Gesammttonnengehalt 302116 Tonnen betragen. Die Ma- schinenstärke indicirt 272 796 Pferdekräfte. Seit Beginn seines Bestehens beförderte der Norddeutsche Lloyd bis Ende

Berlin, 14. August. Die «Nordd. Allg. Ztg." dementtrt die Nachricht, daß in nächster Zett im ganzen deutschen Reiche eine außerordentliche Revision der JnvaliditätS- und Altersversicherungskarten stattfinden soll.

Breiten, 14. August. Während seines Aufenthalts hier- selbft wird daß Czarenpaar in dem neu erbauten Landes- hauS der Prsvinz Schlesien Wohnung nehmen.

Lübeck, 14. August. Der Getreidehändler H. MagnuS ist gestern wegen Wechfelfälschuvg zu drei Jahren Ge- fängniß verurtheilt worden. Der Staatsanwalt hatte vier Jahre Zuchthaus beantragt.

Wien, 14. August. Nach einer Meldung auS Belgrad ist der KriegSminifter nach Somendria abgereist, um dem Könige seine Demission zu geben. Sein Nachfolger dürfte Pawlowitsch werden.

Rom, 14. August. Visconti Denofta besprach gestern mit den Botschaftern Rußlands und Englands die Lage auf Kreta. Die Schiffe Stromboli, Banoan und Partenope, welche in Spezia liegen, haben Befehl erhalten, sich vorzu- bereiten, um nach dem Orient abzudampfen.

Paris, 14. August. Der legitimiftische Deputirte Cazenore Readine ist gestorben.

London, 14. August. Li - Hung - Tschang besichtigte gestern die Mazim'sche Geschützfabrik.

Kopenhagen, 14. August. Der Besuch des Czaren wird hier in der Zeit vom 8. bis 10. September erwartet. Das Czarenpaar wird in FredenSborg längere Zeit ver­weilen und sich dann nach Balmoral begeben.

WB. Christiauia, 14. August. DemOrftenposten" zufolge ist Frithjof Raufen heute in Bardoe mit Wtedward" eingetroffen.

WB. Bardoe, 14. August. Frithjof Nansen und Lieutenant Johans en verließen am 14. März 1895 den Fram" auf 84 Grad nördlicher Breite, um daS Meer nörd­licher zu untersuchen alsFram" vorgedrungen. Die Ex­pedition führte lhren Plan aus, drängte fich nordwärts von den neufibirischen Inseln durch daS Polarmeer und unter­suchte daS Gebiet bis zum 86. Grad 14 Minuten. Nördlich vom 82. Grad wurde kein Land mehr gesehen. Nansen und Johanseu wandten fich alsdann südwärts nach Franz-JosefS- Land, woselbst fie überwinterten. Bärenfleisch und Walfisch­speck waren hier ihre Nahrung,- hier trafen sie Jackson und Wtedward". Sie langten heute Nachmittag 4Va Uhr in bestem Wohlsein in Bardoe ein. AuchFram" wird in Bardoe oder Bergen bald erwartet. DaS Schiff hat fich als Eisschiff vortrefflich bewährt. An Bord alles wohl.

WB. Stockholm, 14. August. Die ZeitungDagenS Npheter" erhielt die Mittheilung, daß Frithjof Nansen, Lieutenant Schott und Hansen in Bardoe eingetroffen seien,- fie gingen auf dem Eise seit Herbst 1895, wo fie Nansens SchiffFram" verließen und der englische Dampsec Wiedward", welcher fie nach Norwegen führte, fie in der Nähe von Franz-JosefS-Land aufnahm/ es wird ange­nommen,Fram" werde nach der OftkÜste Grönlands treiben. Nansen erreichte den Nordpol nicht, kam aber 4 Grad nörd­licher als Jemand vor ihm.Wtedward" war auf der Reife, um Jacksons Expedition zu verproviantiren.

WB. Bardoe, 14. August. Nansens SchiffFram" trieb im Eise auf der Höhe des vterundachtzigsten Grades nach Westen und wird in Spitzbergen erwartet. Ueberall, wohin Nansen vordrang, war EtS, jedoch mit großen Wacken- Woffer daselbst 3600 Meter tief. Die ersten 190 Meter waren falt, tiefer >/8 Grad warm, wahrscheinlich wegen deS Golfftromes. Infolge bisher unbekannter Schaeren hatte Nansen die Olenekflußmündung mit derFram" nicht an­laufen können, um Hunde an Bord zu nehmen. Die ungenügende

Hundezahl zwang Nansen bei 86/15 Grad umzukehr» Mit genügenden Hunden und Kajaks würde er den Nordp» erreicht haben. Die Landreise war mühevoll,- die wisse schaftlichen Ergebniffe find ausgezeichnet. Im Herbst I8S5 kam Nansen an der Nordküste von Franz-JosefS-Land at*' baute ein Steinhaus und überwinterte darin. Die Jack Expedition kam daselbst im Frühjahre 1896 an.

CoceU» unb proviwsUtUs,

Biete®, den 14. August.

* Russische Rational Capelle. Wie auß dem Inseraten theil ersichtlich, findet am nächsten Montag, den 17. gu.c,-. ein Concert dieser ausgezeichneten Sängerschaar for Zur Empfehlung bringen wir nachstehend eine aulftyr^ Besprechung und bemerken noch, daß in Frankfurt & $ und Darmstadt rc. die Künstler in den allerletzten Tazro größtem Erfolg concertirten. Im Concerthaast fich gestern Abend ein zahlreiches und wie national ausgewähltes Publikum zusammen, um die artigen russischen Volkslieder, den russischen Kirchengr^i zu vernehmen. Die Capelle ist ca. 30 Köpfe stark «j besteht auS 4 Damen und 26 Herren und Knaben. 7 , Ersteren in reicher Bojarentracht, die Letzteren in prädjtigti Nattonalcoftüm, machen einen Vortheilhaften Eindruck. §r<1 Nadina, eine angenehme Erscheinung, dirigirt, intonirt v, singt die SopransoliS. Ihre Stimme ist weich und lationSfähig, ihr Vortrag ausdrucksvoll und je nach t?1 Thema sogar neckisch und leidenschaftlich. Daß will bei, rusfischen Nationalgesang, der sich meist in getragenen Weis« und in Moll-Tonart bewegt, viel heißen. Der muntere la kam daher in den Zugaben hauptsächlich zum Ausdruck, bera immer neue gefordert und bereitwilligst gespendet wurde: Denn der Beifall, der da capo-fRuf und der Hervorruf tr> folgten nach jeder der 14 Nummern deS Programms nr* gestaltete fich die Soiree somit zu einer einzigen grotz- Ovation für die Capelle und ihre geschickte Dirigentin. $ der letzteren Eigenschaft brillirte fie namentlich in b?r Vater unser" (Kiewer Klosterstil deS 16. Jahrhundert und demGott segne unS" von BortnianSky. Ein phäco. menaler Sopranist ist ferner Mischa Tschurelin - seine glotfin reine Brust- und Kopfstimme erregte allgemeine Bewundere. Besondere Hervorhebung verdient auch der Bassist, tot!:.- Liebhabern der Octave deS tiefenCa einen auß- ordentlichen Hochgenuß gewährt. An einem Baß von unergründlicher Tiefe reichte selbst Skaria nicht heran, 7tt Pflege deS Baffes ist ebenso eine Specialität der Russen, wie die des 1. Tenors den Franzosen und Deutschen zusSII- Hauptsächlich aber zieht die Aufmerksamkeit des kundigen HSrat daß Ensemble auf fich; im forte und piano gleichmeiftrr hast zu bewerkstelligen und mit dem Äthern wunderbar auj und hauszuhalten. Möge Niemand die gebotene Gelegen- heit unbenutzt lassen und den Russen seinen Besuch abftatitr, daß Verständniß für die russische Sprache wird durch da) deutsche Programm vollständig erzielt.

Französischer Deserteur? Wir erhielten folyntt Zuschrift: In Nr. 186 Ihres Blatteß steht unterLocale»'' zu lesen, daß kürzlich in Dutenhofen ein junger Main durch den Ueberetfer deß OrtSvorsteherß in eine ganz u» verdiente peinliche Situation gebracht sei lediglich weil« dort mit einem Gaste tm WirthShause französisch gesproehn habe. Der Thatbeftand ist ein anderer: Der betreffen»! junge Mann hatte in verschiedenen Wirthschaften in Duten­hofen durch auffälliges Benehmen sich verdächtig gemacht umsomehr alß in neuerer Zeit in der Gegend um Gieße« vielfache nächtliche Einbrüche und Diebstähle vorgekowmer find. Der herbeigerufene OrtSvorsteher forderte dem Freak»

deS Jahrcs 1895 3 247 287 Passagiere. Die von den Schiffen deß Norddeutschen Lloyd in einem einzigen Jahre (1895) durchlaufenen Entfernungen beliefen fich auf 2627 263Millionen Meilen 121mal den Umfang der Erde. Der jährliche Verbrauch an Proviant aus den Schiffen des Norddeutschen Lloyd erreichte an Werth fast 6 Millionen Mark. Der jähr­liche Verbrauch an Kohlen auf den Schiffen beziffert fich auf mehr alß 750000 Tonnen ä 1000 Kilo.

Von der Bequemlichkeit und dem Comfort, mit welchem man heutzutage längere Seereisen zurücklegen kann, erhält der Binnenländer erst so recht eine Vorstellung, wenn er daß Außstellungßschiff des Norddeutschen Lloyd betritt. Daffelbe gibt ein genaues Abbild des LloyddampserßBremen" wieder, welcher in kurzer Zeit in Dienst gestellt werden wird. Der geniale Bau ist saft die genaue Hälfte des stattlichen Doppel- schrauben-Paffagier- und Frachtdampserß. Die gesammte Länge und Tiefe konnte wegen der beschränkten Raumverhält- niffe nicht zur Darstellung gelangen, da der hier wieder- gegebene Theil aber der natürlichen Größe entspricht, so erhalten wir dennoch ein genaueß Bild. Die Länge deß Außstellungßschiffes beträgt 88 Meter und ragt dasselbe 55 Meter weit in die Spree hinein. Die Höhe deß oberen Deckeß liegt 14 Meter über dem Wasserspiegel.

Ihre Majestät der Kaiser und Kaiserin haben daß Schiff schon wiederholt besichtigt und nahmen großeß Jntereffe an demselben. Für die Majestäten sind auf dem Schiffe besondere Salonß eingerichtet, welche daß Entzücken und die Bewunderung aller Besucher Hervorrufen. Betritt man daß Schiff voß der Landfeite her, so gelangt man zunächst zu einem großen Raum, der sonst alß Laderaum dient, in welchem fich aber augenblicklich ein mächtiges Taucherbassin befindet. Hier finden täglich mehrere Tauchervorstellungen statt, die dem Publikum zugleich Augenweide genug, wie auch Belehrung bieten. Bon hier auß gelangt man in daß Hauptdeck deß Schiffes. Wir pasfiren einen großen weiten Raum, in welchem fich eine Marineausstellung befindet, die sämmtliche Modelle der Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd enthält. Diese Ausstellung bietet auch für den Laien ein großes Jntereffe, well diese Modelle in gleichem Maßstabe gehalten sind und

weil man die Entwicklung und den Aufschwung, welch» diese gewaltige Rhederei genommen hat, hier genau verfolgenlavu. In Wirklichkeit enthält dieser große Raum sonst die Maschwe» und Keffelräume. Vom Marinesaal aus gelangen wir val vorn zunächst in die Dampsküche, welche in ihrer AuSfiattuiig genau der Wirklichkeit entspricht und mit den neuesten Dampf- kochapparaten versehen ist, deren Leistungsfähigkeit für wehr als 2000 Personen ausreicht. Vom rechten Seitengang aal (Steuerbordseite) gelangt man in eine Anzahl von Bade­zimmern mit vollständiger Ausstattung. Vom linken Seim- gang auS (Backbordseite) öffnet fich ein SchiffShoSpital, dal Zimmer des Arztes und die Apotheke. Im vorderen Theil deS Deckhauses auf dem Hauptdeck befinden fich die ©aloafl der Kaiserlichen Majestäten. Im Salon Seiner Majesti« des Kaisers werden Wände und Decke von Neu-Gutnea-hol^ (aus Deutsch-Neu-Guinea) gebildet. Den Fußboden befctii altblaues Linoleum, auf welchem Teppiche aufigebrettet sind. Die Lederbezüge der Möbel, die Malerei an Wänden uni Decke sind ebenfalls in Altblau gehalten. Die Gardinen finfc aus chinesischer Rohseide mit reichen Posamenten.

Im Salon Ihrer Majestät der Kaiserin sind die mit grünem Stoff überspannt, die Möbel mit grüner uni Elfenbein gestreifter Seide bezogen, die Gardinen auß grüner chinesischer Seide.

Geht man auf dem Hauptdeck noch weiter nach vs» so gelangt man am Vormast vorüber in die Back, auf welche« die gewaltige Ankerwinde ihren Platz hat. Aber wir gehr« zum Marinesaal zurück, um die oberen Deckß zu besuchen.

Zwei breite Treppen führen zum Oberdeck empor um öffnen fich auf dem unteren Vorplatz, deffen Wände und Decke» geschmackvolle Vertäfelungen zeigen. Nach hinten vom untere: Vorplatz auß gelangt man in die Pantry, den AnrichteratM in welchem das gesammte Tafelgeschirr und die Bestecke mehr alß 100 Personen in finnreichster Weise untergebrach sind. Nach vorn vom unteren Vorplatz auß öffnet fich der für 100 Personen berechnete Speisesaal deß Schiffe!. Der selbe zeigt grüne Wände mit Ton in Ton gemalten uni farbigen Bildern. Die Decke ist in (Slfenbetnfarbe «k

Malereien auf grünem Grunde in den Füllungen gehalten