Ausgabe 
14.1.1896 Zweites Blatt
 
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Der «--er die Diebe zwängten den Rollladen deö Auslage* fenfterS in die Höhe, zerschnitten eine dicke Scheibe und stahlen den größten Theil der in der Auslage befindlichen Gegen' stünde, meistens Ringe, Korallen und Armbänder. Die Ein­brecher find offenbar gestört worden, denn viele unverschlos­sene Werthgegenstände waren unberührt. Da daS Juwelen- geschäst sich ganz in der Nähe einer militärischen Wache be- findet, und mir Rücksicht darauf, daß in der Stadthalle ein großer Maskenball stattgefunden hatte, die Srraßen in der Gegend des Marktes bis zu den ersten Morgenstunden sehr belebt waren, ist der Einbruch mit großer.Verwegenheit ausgeführt worden, Bon deu Thäteru hat man bis jetzt noch keine Spur. Main und Neckar bringen noch starkes Treibeis. Da die Temperatur indeß umgeschlagen und vorerst kein Rheineis zu befürchten ist, dürfte die Rhein- schifffahrt zunächst vow nicht gestört werden.

PeraiifcM***

* Elberfeld, 9. Januar. Die Regierung zu Düffeldorf hat für die Ergreifung des flüchtigen Mörders Erdarbeiter Duda 300 Mk. Belohnung auSgefetzt.

Paffan, 11. Januar. DaS Schöffengericht hat die ZahlmeisterSaSpirantengattin Hemmiuger wegen roher systematischer Mißhandlung ihres fünzehnjährigen Dienst­mädchens zu acht Tagen Gefävguiß verurthetlt. Ihr Ehe­mann, der Feldwebel und ZahlmeifteraSpirant Hewminger, war vom Uutergericht deS 16. Infanterie Regiments zu 60 Mk. Geldstrafe verurtheilt worden, weil er ebenfalls wiederholt das Dienstmädchen stark mißhandelt, zu Boden geworfen, mit der HundSpkitsche ins Geficht und auf den Kopf geschlagen hat, weil daS Mädchen sich weigerte, aus der Schüssel deS Hundes zu essen. DaS Militär» bezirksgericht hob die Anklage in mehreren Punkten auf, da der Mann zur Ausübung von Züchtigungen gegen daö Dienst­mädchen theilweife berechtigt sei. Frkf. Ztg.

Mit einer großartigen Entdeck»»- eines Würzburger ProfefforS der Pbysik, Wilhelm Konrad Röntgen (früher in Gießen), die auf medicinischem Gebiet die außer- ordentlichsteu Umwälzungen herbeizuführen geeignet wäre, beschäftigen sich zur Zeit die betheiligten Kreise auf's leb­hafteste. Professor Röntgen nimmt eine sehr stark aus­gepumpte Glasröhre, durch die ein JnductionSstrom geht, und photographirt mit Hufe der Strahlen, welche diese Röhre nach außen hin entsendet, auf gewöhnlichen photographischen Platten. Diese Strahlen nun, von deren Existenz man bis­her keine Ahnung hatte, sind für das Auge vollständig un­sichtbar- sie durchdringen dagegen im Gegensatz zu gewöhn­lichen Lichtstrahlen Holzstoffe, organische Stoffe und dergleichen

207

Fichten- und Kiefernstämme mit

offen.

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6450 Wellen

Gnauth

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Wermicthungen.

empfiehlt

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Busold.

verkaufen.

tin Friseurgeschäst.

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nntag, Nachmittag» n eine Gedenk- \i deutschen Reich'» alten, wozu auch :r soll wie ernte

Festm., Nadel-Scheitholz, Nadel-Knüvpelholz, Nadel Stockholz,

)et TrLuduuz ahren will der Jinuar gedenken, tglieder genannten 1 der Zinßer'schnt b Cladiervortrilge iienenzüchtervereiA e» ObechefW en 19. b. M, N-.ch. hschast dahier eine ftdent bei Vertin»

Born, Gerichts Vollzieher.

Adolf Geisse, Gleesen, am Kreuz.

Grünbergerstraße am Bahnwärter­haus.

Gießen, den 13. Januar 1896.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

88,10 Rmtr.

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Submission.

Die Füllung des Eiskellers unserer Kliniken soll auf dem Wege der Sub­mission vergeben werden.

Offerten, mit entsprechender Auf­schrift versehen, sind bis zum 15. ds. Mts., Vormittags 12 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau ab- zugeben.

Die Bedingungen liegen auf letzterem

kürzlich im Walde beschäftigt. Auf dem Heimwege blieb «mer von ihnen liegen und zwar auf dem E-se deS Teiches in der Nähe unseres Ortes, er war von seinen Kameraden odqekommeu. Ein anderer konnte in Folge der Anstrengung n cht mehr weiter und mußte von seinen College» auf einem Eggeschlitten nach HauS gebracht werden. Ferner mußten noch zwei Holzhauer in einer hiesigen Wirthsckaft übernachten. Die übrigen Holzhauer kamen erst gegen 10 Uhr nach Hause.

§§ Vom höhere« Vogelsberg, 10. Januar. Wie bekannt, wurde seither in den Wirthschaften unseres höheren GebirgS n >r Bier aus den Brauereien von Supp es in Herbstein, Krömmelbein und Frhrl. Riedesel'schc Brauerei in Lauterbach verzapft, mitunter noch Hanauer Bier. Kürzlich war auch ein Bierbrauer aus Aschaffenburg hier, um seine Biere einzuführen. Derselbe hat in Gunzenau eine Nieder­lage errichtet, beabfichtigt daselbst auch einen Felienkeller mir EiShauS bauen zu laffen. Heute ist bereits der erste Waggon Bier auf der Station Steinau nngetroffen, um nach Gunzenau verbracht zn werden.

Darmstadt, 11. Januar. Eine von Interessenten dies­seits und jenseits des Rheines besuchte Versammlung beschloß eine Resolution, welche der Regierung, dem Landtage und der Verwaltung Darmstadts mit der Bitte übergeben werden soll, k ästig und mit allen Mitteln für die baldige Erstellung einer directen Bahnverbindung über Seeheim nach Oppenheim einzutreten, und sowohl der LaudeShaupt- sladt als allen Gemeinden, links und rechts des Rheins, die jangentbehrte Förderung allgemeiner und geschäftlicher Ent­wickelung zu Theil werden zu laffen.

Offenbach, 10. Januar. In den letzten Tagen wurde hier mehrmals der Versuch gemacht, falsche Einmark­stücke auszugeben- in einigen Fällen ist eS dem Unbekannten auch geglückt, Falfificate an den Mann zu bringen. Die Stücke tragen die Jahreszahl 1891 und das Münzzeichen

A Mainz, 12. Januar. Die deutsch-freisinnige Partei von Mainz und Umgegend hat in ihrer gestrigen General­versammlung beschlossen, im Mai dieses Jahres den süd­westdeutschen Parteitag hier in Mainz abzuhalten. Mit dem Frankfurter Parteivorstand soll dieserhalb in Verbindung getreten werden. Der bei der Provinzialdtrection Rhein­hessen seither beschäftigte Regieruugsrath Braun ist in das Finanzministerium nach Darmstadt berufen worden. Wie die M. N. Nachrichten mittheilen, ist diese Berufung nur vorübergehend und soll mit der Verstaatlichung der Ludwtgs- bahu im Zusammenhang stehen.

A Mainz, 12. Januar. In einem Juwelengeschäft uf dem ständig belebten Marktplatz hier wurde verflossene Nacht ein bedeutender Einbruchsdiebstahl verübt.

Holzverkauf

in der Königl. Oberförstern Krssdorf.

Freitag den 31. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Freund'jchen Gast Hause zu Krofdorf aus Schutzb. Krofdorf, Dtstr. 14b u. 15 (Kreuzschläge): Eiche: 1 rmKnüppel, 3 rmStockholz, 25 rm Reiser. Buche: 580 rm Scheit, 108 rm Knüppel, 101 rm Stockholz, 821 rm Reiser. Distr. 17b u. 20a (Buchwald): Eiche: 20 rm Reiser. Buche: 96 rm Scheit, 30 rm Knüppel, 649 rm Reiser. Dtstr. 21b u. 2 2 d (Küh- beit): Eiche: 6 rm Scheit. 12 rm Knüppel, 4 rm Stockholz, 920 rm Reiser. Buche: 10 rm Reiser. WeichHolz: 5 rm Reiser. Nadel- Holz: 3 rm Knüppel, 35 rm Stock­holz, 400 rm Reiser.

Krofdorf, den 12. Januar 1896. Der Königliche Obersörster:

Zu bru dm Finden" Heute Dienstag: Metzelsuppe, wozu höflichst einludet

I. Seibel, Frankn-rterftraße 62.

Die Zuschlagsfrist beträgt 1 Tag. Gießen, den 12. Januar 1896. Großh. Verwaltungs-Direction der chirurg.-ophthalm Univ.-Klinik.

Bose. V o s f i u s.

968S] Eine «tue Zither billig zu Schniatrasee 5

JtäHL SWWaus.

Freibank. [463

Heute u«d morgen:

Ochsensieisch

nicht ladmrein, pr. Psd. 54 Pfg.

Buchweizeumehl,

Buchweizengrütze, frisch cingetrnffm

175 J. M. Schulhof

Nadel-Reisig.

Die Zusammenkunft ist in der

laut man die rkanfSzenosien- ! Mitgliedern der ibung in der stürze

11. Januar. Mit ialzhaner bei ihre, er Aiilre, besonder» zu kämpfen hoben, ruenotle au» "A Mann stark, war

Bersteigeruna

DienStag de« 14. Aanvar l. IS.,

Nachmittags 3 Uhr, »ersteigeee ich im , Adler* (Markt­platz 20) dahier gegen Baarzahtung:

2 Fiaichen (Stet, 26 Flaschen Wein, 12 Flaschen SchnapS, 2 Sophas, mehrere Oelgemälbe, 1 Eisschrank. Versteigerung tyeUweise bestimmt.

Holzversteigerung

im Gießener Stadtwald.

Montag, 20. Januar 1896, Bormittags 9^2 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in den Dlsiricten Neuheege und Tanne, ver­steigert werden:

Beste Marke

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Scherer & Co., Langen in allen Preislagen garantlrt rein

Flasche v. Mk. 1.80 an

Feinsten Rum u. Arrac

sowie hochfeine

Punsch-Essenzen

Heute Dienstag:

Metzelsuppe.

Morgens r Wellfleisch mit Sauerkraut.

L. Jochem, plllvkrmiihlk.

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36] Durch Wegzug von Frau Canzletrath Dörr ist Saethestratze 8t der msttlere Stock per 15. April 1896 zu oermiethen.__

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VUVCll Linsenplatz 8.

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Lämpchen werde« gefüllt. Auf träge werden, des voraussichtlich großen Andrangs in den letzten Tagen, baldigst erbeten.

Gebr. Kaufmann,

452 Marburaersiraße 44.

154] Vahnhofstraße 51, iv, 3 schöne große Zimmer mit Zubehör, per 1 April zu oermieihen_______August Noll.

133] Fünf«Zimmer-Wohnnng -u oermiethen. Auskunft erthetlt _____________L. Genling, Architect.

132] Die von Herrn Regierungsrath Dr. Wallau bewohnte Wohnung, Aster­weg 84, ist zum 1. April 1896 zu ver- miethen, auf Wunsch mit Pferdestall. _____________Näheres Asterweg 9.

130] Alieestratze 13 freundliche Wohnung, 7 Zimmer mit Zubehör, zu oermiethen. Näh, daselbst dritter Stock.

undurchsichtige Körper. Metalle und Knochen hingegen haltt« die Strahlen aus. Wie die gewöhnlichen Lichtstrahlen durst, GlaS gehen, so gehen diese neu entdeckten Strahlen durch Holz und auch durch Wetchtheile des menschlichen Körpers. Am Überraschendsten ist nämlich die durch Photographie (>c- wonnene Abbildung einer menschlichen Hand. DaS Bild ent­hält die Knochen der Hand, um deren Finger die Ringe frei zu schweben scheinen. Die Weichtheile der Hand find nicht sichtbar. Physiker und Photographen werden von dieser großartigen Entdeckung lernen und Vortheil ziehen, die weiteste Perspective eröffnet dieselbe jedoch für die Med ein. Die Diagnose von Knochenverletzungen und Knochenerkrank- ungen, die jetzt eine recht schwierige, oft fast unmögliche ch, würde mit Zuhilfenahme der neuen Lichtstrahlen ohne Weiteres mit den Augen zu erkennen sein. Auch dieser neue Erfolg der Wissenschaft ist ein Beweis dafür, daß der menschlichen Erkenntniß Grenzen anscheinend nicht gezogen sind.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten (Karl LooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 10. Januar. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weimar, Eapt. C. Steencken, vom Norddeutschen Lloyd in Bremer», ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten tv Newyork angekommen.

Bremen, 11. Januar. sPer transatlantischen Telegraph.« Der Postdampfer München, Eapt. A. v. Eöllen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 9 Uhr Vormittags wohlbehaltca in Baltimore angekommen.

Briefkasten.

Nach B........m. Wenden Sie sich an die Postanstalt

Ihre« Bezirk«. DerAnzeiger" geht hier regelmäßig zur Post. Red.

UirchUche Anzeigen der evang.Geineinde.

Montag, den 13. Januar, Abends 8 Uhr, Bibelst««vs tm Confirmarrdensaal der Johannesktrche: 1. Brief an die Corinther, Kapitel 6. Pfarrer Dingeldey _

Am Sonntag, den 19. Januar, Vormittag« 9«/- Uhr, in beiden Kirchen Dank- ««d Bittgottesdienst zur 25 jährigen Gedächtniß- feier der Errichtung des deutschen Reiches.________________

Verkehr, Land, «nd Volk»wirthschaft

Uvstatzerck, 11. Januar. Fruchtpreise. Weizm X 00,00. Korn X 14,80, Ge,ste X 12,50, Hafer ^^2, Erbsen >* 0?£0 Lwsm X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0 00, Samen X 00,00.

Verwirklichung,US

schmutzigen, dumpfen Ecken im Haufe und nur tadellos reine Wäfche dm ch

den Gebrauch von »Lahns Wosch Extract^ D. R. P. 82 424 h»t. 138

312] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Cabinet, per 1. Februar zu oermiethen. ___________ MänSdnr- 7, 1 137] Zwei ineinanderg. möbl Zimmer im mittleren Stock zu ve-m e'b.n.

L. Petri l. Wwe., Steuenweg 39

35] Ein gut möblirteß Zimmer zu oermiethen. Bahnhofstratze 15, 2 Tr.

5n8] Ein schön möbl. Zimmer im ersten Stock w rerm. Sonuensteatze 25.

475] Zwei schön möblirte Zimmer an ruhigen Herrn alsbald zu oermiethen.

________Näheres Atieestratze 19, I

490] Anständige Arbeiter können Kost und Logis erhalten «anrleiderg 5

492] Kleines möblirteS Zimmer mit Kost zu oermiethen. Lirrdenplatz 7.

448] Freuvdl. möbl. Zimmer zu ver miethen.________Liebigstratze 65, n.

187] Großer gewölbter Keller per 1. April ds. Js. zu vermiethen. Näheres Exped. d. Bl. unter Nc. 187.

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Jung, Darmstadt, Wendelstr. 40.

Hypotheken-Kapital g in Höhe von Mk. 35 OOO und Mk. 1OOOO gesucht. Näheres durch Adolf Bieler, Weüanlage 44^

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