zur Interpellation Munckel und Gen. betr. die Duellfrage und den Fall Brüsewitz Bebel sprechen soll. Außerdem wurden Liebknecht und Schippel als Redner für die EtatS- Debatte bestimmt.
Bafel, 12. November. Gelegentlich eine- Wirthshaus- streite- in Bry unweit Biel zertrümmerten vier Italiener die Lampen und stachen in der Dunkelheit die anwesenden Bürger nieder. Zwei der Gestochenen find ihren Der« letzungen bereit- erlegen, während vier andere, darunter der Wirth, schwer darniederliegeo. Die Thäter find verhaftet.
Wien, 12. November. Da- Warschauer Amtsblatt bestätigt den Unfall des russischen HofzugeS, der die Zarin Wittwe sührte.
Belgrad, 12. November. Ein in UeSkueb ansässiger angesehener Türke, Vischar Bega, wurde wegen Hochver- rat HS verhaftet. Er unterstützte die dortigen Serben gegen die Versolgungen der Arnauten.
Belgrad, 12. November. Infolge starker Regeugüfle find hier große Ueberschwemmuugen etngetteten. Der Bahnverkehr auf der Kcagujewatz Linie wurde eingestellt. Zahlreiche Orte an der Dvtua stehen unter Wasier. Save und Donau steigen ebenfalls.
_ CocoUs rrnd
Gießen, den 12. November.
•• Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- h erzog empfingen am 11. November u. A. die Pfarrer Stock von Ober-Breidenbach, Heintze von Gettenau und Orth von Bilde!.
** Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, den SteuercommisiariatS- asfistenten Dr. Rudolf Blum zu Offenbach in gleicher Dtensteigenschaft an daS Steuercommiffartat WormS zu versetzen und den Gteuercontrolleur Steueroffeffor Karl Jäger zu Groß-Gerau zum Steuercommiffariatsa sistenten bet dem Steuercommiffariat Offenbach, sowie die Steueraffefforen Bernhard Wenzel au- Gießen und Georg Heinrich Tag au- WormS zu Steuercomrolleuren zu ernennen.
** Bon der Universität. Der Rector der Lande-uni- verfität, Herr Geh. Ktrchenrath Prof. D. Stade, hat zu der in Gegenwart Sr. Kgl. Hoh. de- Großherzogs SamStag den 21. November stattfindenden Einweihung des veuerbauten hygienischen Instituts Einladungen mit folgendem Programm ergehen laffen: Festact im neuen hygienischen Institut, zu dem sich die Theilnehmer daselbst präciS P/4 Uhr versammeln. Festesten in Stein's Garten präctS 4 Uhr.
•* Sitzung der Großh. Handelskammer vom lll.Rovbr. 1896. Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Gail, Heichelheim, Klingspor und Wortmann. Die regelmäßige ErgänzungS- wahl zur Großh. Handelskammer soll am Mittwoch den 2 December l. I. stattfinden. Es scheiden aus die Herren L. Homberger, A. Katz, Albert Kraatz. Zum Wahl- commiffär wird Herr Commerzienrath Wtlh. Gail erwählt und zu Urkundspersonen die Herren Fabrikant Gustav Mueller und Kaufmann Wilhelm TribuS. Im Falle daß einer dieser Herren verhindert sein sollte, wird Herr Commerzienrath Gail ermächtigt, einen Ersatzmann zu wählen. Die Liste der Wahlberechtigten soll vom 17. bis zum 27. November auf dem Comptoir des Herrn Commerzienrath Heichelheim dahier zur Einsicht offen liegen. — Die Handelskammer zu Bielefeld hat an den Deutschen Reichstag eine Eingabe gerichtet betr. die Zulassung des Rechtswegs in Zollstreitsachev. Bereits in den Jahren 1886 und 1890 hat der Reichstag dahingehende Resolutionen angenommen. Die hiesige Handelskammer beschließt, die Bestrebungen der Schwesterkammer zu Bielefeld gleichfalls durch eine Eingabe an den Deutschen Reichstag zu unterstützen. — Die König!. Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. theilt der Kammer mit, daß von Sonntag den 15. November l. I. an in Gießen Sonntagsrückfahrkarten 1., 2. und 3. Klaffe nach Marburg zu den einfachen Personenzugfahrtaxen verausgabt werden. — Der Verein zur Wahrung der wirthschaftlichen Jntereffen der Eisen- und Stahlindustrie für Elsaß-Lothringen bemüht sich für da- Zustandekommen einer Fernsprechverbindung Metz- Trier—Coblenz—Cassel—Berlin. Die Kammer beschließt, die Bestrebungen deS genannten Vereins event. in geeigneter Weise zu unterstützen. — Der Verein der Detaillisten zu Gießen machte der Kammer Mittheilung von seiner Begründung und übersandte ein Exemplar seiner Statuten. — DaS Berzeichvtß der Kammer von zweifelhaften Firmen im Ausland hat weitere Ergänzung für Chile und die Türkei gefunden. DaS genannte Verzeichnt liegt stets in den Geschäftsstunden der Kammer für Jaterrffenten zur Einsicht offen.
Parlamentarisches. Der ,W. Ztg." wird ans Darmstadt geschrieben: „Leicht wird das für 1894/97 geltende hessische Finanzgesetz in seiner Wirkung verlängert, d. h. der damalige Ausschlag unserer dirccten Steuern beibehalten, prorogirt werden müffen. Denn mit dem 1. April 1897 beginnt da- neue Finanz- und Budgetjahr, die Vorlage deS neuen Staats-Budget- soll aber nicht in naher Au-stcht stehen. Die verathung, ständische Berichterstattung und Be- schlußfoffung deS umsaffenden dreijährigen Budget- mit neuen Posten und Wünschen fordern aber erfahrung-mäßig längere Zeit. Wenn de-halb die Einberufung des neuen (30.) Landtag- mit der Vorlage de- neuen Budget- spätesten- nicht noch vor Weihnachten ersolgt, wird jene Berathung u. s. w. kaum zeitig fertig, so daß eine Prorogation de- Finanz gesetzeS nöthig sein wird. Dazu bedarf e- na'ürlich auch ständischer Zustimmung. Unter allen Umständen muß also in absehbarer Zeit der neue Landtag einberuseu werden, zumal gewisse Vorlagen, die Verhältnisse der Beamten der Heff. LudwtgSbahn Gesellschaft betreffend u. s. w., bald vor dem 1. April k. I. neu zu regeln sind.
•*H. Stadtiheater. vor schwach besetztem Hause, wohl hauptsächlich infolge von gleichzeitig stattgehabteu
Vereins- und sonstigen festlichen Veranstaltungen, wurde gestern die GesangSpoffe ^Die wilde Katze" gegeben. Frl. Emma Frühling hatte in dieser die Rolle der „Marquita", welche sie von Anfang bi- zum Schluß feffelnd durchzufühlen wußte. Ihre künstlerische Individualität für daS Soubrettenfach kam hier zur vollsten Geltung, sie bezauberte durch virtuose Darstellung und Gesang, so daß da- Auditorium einfach entzückt war, und sich dieser reizenden, temperamentvollen „Marquita" vollständig gefangen gab. Enthusiastischer Beifall lohnte für solch glänzende noch lange in bester Erinnerung bleibende Leistung. Von den übrigen Mitwirkenden waren alle auf ihrem Posten und entledigten sich ihrer Aufgabe mit bestem Geschick.
** Stadttheater. Am Freitag wird Schiller-^Kab ale und Liebe" wiederholt. Zu dieser Classiker-vorstelluug werden für Schüler und Schülerinnen höherer Lehranstalten Brllet- zu ermäßigten Preisen abgegeben. Diese Schüler- billetS (Sperrsitz Mk. 1.—, 1. Parquet 60 Pfg.) find bei Herrn Ernst Challier, oder Abends an der Kaffe zu haben.
** Bortrag. Wir machen nochmals auf den dritten Vortrag Dr. Müllers aufmerksam, der morgen Freitag Abends 8 Uhr in der UniversitälSaula ftaltsii den und die Frage behandeln wird: „Giebt es Sünde?"
Bultz-Concert. Ueber Fritz MaSbach, der am Mittwoch den 18. November als Pianist thätig sein wird, lesen wir einen Bericht aus London im „Musical Standard" vom 16. Mai 1896: Herr Fritz MaSbach spielt sehr gut. Er ist schon früher tu London aufgetreten, aber Schreiber dieses hörte ihn am Montag Abend zum ersten Male. Er besitzt die Macht eines echt musikalischen Ausdrucks, deffeu Etgenart es ist, daß er auf ein höheres Ziel hinzuweisen scheint, als dasjenige, welches gewöhnlich der Lohn ist für einfachen Fleiß, erreichbar jedem arbeitsamen Menschen. Die verschiedenartigen Composilionen gab er mit einer, den Charakter derselben fein unterscheidenden Auffassung wieder, welche wirklich geradezu überraschend war. Dann hat er eine Technik von bemerkenSwerther Vollendung und einen Anschlag, der ein Entzücken selbst Denjenigen sein muß, die sonst einseitige, grenzenlose Bewunderung sür Sauer und d'Albert hegen. Er mag Jemand vielleicht nicht durch überschwengliches Gesühl verblüffen, aber sein Spiel ist voller Hingabe, Ernst und unbestreitbaren Liebreizes. Wa» die Feinheit der Ausführung betrifft, steht er auf vollständig gleicher Stufe mit jenen Männern, die ihm vielleicht in anderer Hinsicht den Rang bestreiten möchten. Zweifellos hat er hart für seine Kunst gearbeitet, um so zu spielen wie er spielt: mit so viel blendender Vollkommenheit und Meisterschaft der Auffassung. Man ist sicher glücklich, Herrn MaSbach gehört zu haben. Im Laufe deS Abends spielte er zwei Concerte: Chopins E-moll und St. SaönS G-moll, beide in einer interessanten und sehr begnadeten Art wiedergebend.
•• Soeben übermittelt uns die Ferber'sche Universität-- Buchhandlung (C.Koch), Kircheoplah 11 dahier, ihren elegant auSgestatteten und reich illustrirten Weih nachtS- Catalog. Mit der peinlichsten Sorgfalt zusammengestellt und versehen mit sämmtlichen Neuerscheinungen auf jeglichem Gebiete der Literatur, insbesondere der Geschenkliteratur, gleichviel für welches Alter, verdient derselbe, wohl beachtet zu werden und wird als Sammelwerk ersten Ranges einen Jeden, der betreffs seiner WethnachtSeinkäufe noch unschlüssig ist, leicht auf eine Passende und hübsche Gabe aufmerksam machen. Wie man uns mitthetlt, ist besagtes umfangreiches Nachschlagewerk in großer Auflage erschienen und wird zu geeigneter Zeit iw Kundenkreis obengenannter Firma gratis verabreicht werden.
** Ehrung. Dem seit 23 Jahren in hiesiger Stadt als Fletschbeschauer angestrllten Herrn Stooß, der sich in allen Kreisen wegen seines stet- frischen Humors und loyalen Verhaltens der größten Beliebtheit erfreut, wurde heute anläßlich seines 75jährigen Geburtstage- feiten- der Gießener Schlachtvieh-VerficherungS-Gesellschaft ein Pracht- voller Blumenkorb und ein Ruhesessrl überreicht. Zuvor überbrachten die Beamten deS Schlachthofes ihrem treuen Mitarbeiter herzliche Glückwünsche.
verunglückt. Gestern Abend verunglückte der Wagenputzer Georg Wenzel au- Lützellinden beim Rangiren an der Köln-Mindever-Bahn dahier, dadurch, daß er beim Besteigen von Wagen fehl trat, und unter die Räder der ötafdrne kam, wobei ihm beide Beine abgefahren wurden und er noch weitere Verletzungen am Kopfe davon trug. Er wurde in die Klinik verbracht, wo er einer Amputation unterzogen wurde.
•• Wäschediebstahl. In vergangener Nacht fand ein W S schedie bstahl in einem HauSgarten derDtezstraße statt.
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die in den hiesigen Gast- und Schankwirthschaften aufgestellten Sammelschiffchen der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurden diese Woche geleert und ergaben die immerhin schöne Summe von Mk. 121.68. In diesem Betrag ist allerdings auch der Erlös eines Schiff benS, welche- in der Gastwirthschaft „zur Burg" in Klein-Linden aufgestellt ist, enthalten. Dank allen edlen Gebern! Anmeldungen als Mitglied der Gesellschaft gegen einen Mindestbeitrag von Mk. 1.50 pro Jahr nimmt der Vertreter Herr Jean Kirch in Gießen gern entgegen.
** Bei zerrißene» Geldscheinen kann nach der allgemeinen Ansicht deS Publikums derjenige Ersatz verlangen, welcher die Nummer des Scheines besitzt. Dies ist jedoch keineswegs der Fall, danach dem Bankgesetz vom 15. März 1875 nur dann Ersatz zu leisten ist, wenn der Inhaber einen Thetl präsrntirt, der größer ist al» die halbe Note, oder den Nachweis führen kann, daß der Rrst der Note, von der er nur die Hälfte oder einen geringeren Theil besitzt, auch wirklich vernichtet sei.
• An» Oberheien, 10. November. Die seit einiger Zett angestrebte Constitnirnng des FeuerversicherungS-
Verbandes der Lehrer Hessens wird «unmehr zur Verwirklichung kommen, nachdem noch eine größere Anzahl Lehrer auS den Bezirken Grünberg, Laubach, Ohm-Fulda und Ruppertenrod einen bedeutenden Garantiesond gezeichnet haben.
• Nidda, 11. November. Der gestrige Schweinemarkt war ziemlich gut befahren und brachte einen lebhaften Handel. Für daS Paar schöne Milchferkel wurden 22 bis 26 Mark und für ein Paar Einlegeschweiue 50—60 Mark bezahlt- der Preis fetter Schweine betrug durchschnittlich 40 Pfg. pro Pfund lebend Gewicht. — Der heutige Jahrmarkt ist dank des günstigen Wetters auch aus der Umgegend ziemlich gut besucht und für die Geschäftsleute zufriedenstellend. Am Abend findet zum Schlüsse des Martinimarktes im GambrinuS ein Co ncert statt.
? Son der Oh«, 11. November. Nach der Mittheilung unserer Jäger tritt im gegenwärtigen Spätherbste die Schnepfe nicht so selten auf wie in manchen anderen Jahrgängen. Jedenfalls trägt die seitherige gelinde Witterung dazu bei, den Aufenthalt de» delikatesten Federwildes bet seiner Rückreise zu verlängern. Auch die Lerchen haben da- Feld noch nicht verlassen- sie find sehr zahlreich vorhanden und sehr feist. Die äußerst ungünstige Herbstwitterung und verspätete Feldarbeit hat nicht selten die Feld- Hühnerjagd recht erschwert, so daß die Ketten oft sehr stark geblieben find und man die Rebhühner noch zMreicher wie sonst um diese Zeit im Felde antrifft. Da feilte aber, sobald die Kornsaat aufsproßt und fie diese zur Nahrung be- r-Ützev, vor Jagdhund und Jager nicht mehr Stand halten, sondern bei Zeiten daS Weite aufsuchen, so ist die Jagd aus Feldhühner eben weniger lohnend und mehr vom Zufall abhängend.
Offenbach, 8. November. Seitdem man in Hessen die Selbsteivschätzung eingeführt hat, ist die Steuerbehörde an- gewiesen, jeden Fall von Ucbeitretung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen streng zu verfolgen. In der letzten SchöffengerichtSfitzung wurde ein hiesiger Architekt und Stadtverordneter wegen Steuerhinterziehung verurtheilt, 262.20 Mk. hinterzogene Steuern nachzuzahlen, sowie eine Strafe von 287.04 Mk. zu erlegen und außerdem sämmtliche Kosten zu tragen.
• Berlin, 9. November. Ein gefälschtes Loos der GewerbeauSstellungS-Lotterie wurde heute bei der Gewinnausgabestelle präsentirt, um darauf den zweiten Hauptgewinn der Serie A im Werthe von 15,000 Mk. zu erheben. Nur durch einen Zufall wurde die Aushändigung deS Gewinnes verzögert, und inzwischen saad sich der richtige Gewinner ein, wodurch die Fälschung zu Tage trat. — Ueber die Angelegenheit der Fälschung eine- GewinnlooseS der GewerbeauSstellungS-Lotterie berichten die Abendblätter: Der Vorzeiger deS Looses, Kaufmann Meyer aus Neuenburg wurde, da er im Begriff war, nach Berlin zu reifen, von dem Arbeiter Malkows aufgefordert, daselbst den auf sein LooS gefallenen Gewinn einzvziehen. Als nach der Rückkehr MeyerS der Malkows sich einstellte, um seinen Gewinn in Empfang zu nehmen, lieh ihn Meyer in Hast nehmen. Er war sofort geständig und bezeichnete den Schäfer ZieSner als den eigentlichen Fälscher. ZteSuer dürfte inzwischen ebenfalls verhaftet sein.
♦ Zu einer Bauernhochzeit in Nordholz (Hannover) waren dieser Tage nicht weniger al» 200 Famckien durch berittene Hochzeitsbitter geladen worden. Die Tafelrunce betrug am ersten Tage reichlich 500 Personen, am zweiten speisten etwa 700 Personen. Getrunken wurden gegen 700 Flaschen Wein, 54 Faß Bier, 300 Liter Branntwein, ein Meer von Kaffee.
• Verbrannt ist die Frau eines Musikers in Groß- Wootz (Sachsen), die, nachdem sie ihre drei Kinder auS dem brennenden HauS gerettet hatte, nochmals hineinlief, uw Bettzeug zu holen. Das Dach stürzte ein und begrub die arme Mutter.________________________
kirchliche Anzeige« der Stadt Gietze«.
Evangelische «eetiabt
Donnerstag ben 12 November, Abend- 8 Uhr: Vtbelv««de im Confirmandensaal (Neustadt61). Jac b.l—6. Pfarrer Schlosser.
LottksdimS in der Synagoge.
Sam Stag den 14. November.
Vorabend 4” Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr. SabbalhauSgang 5“ Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft.
Freitag Abend 4* Uhr, SamStag Vormittag 8* Uhr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSaang 5” Ubr.
Nachmittag 2« Uhr SchrifterkUlr««-. Wetzsteingaffe S.
Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 4" Uhr_______
WitterungSbertcht vom 11. November.
Die beiden Gebiete niederen Druckes im Norden und Süden deS Erdthetltz sind auch heute noch durch eine Zone hohen Barometerstandes getrennt, welcher sich von etntm Maximum über Frankreich ostwärts quer durch den ganzen Kontinent erstreckt; doch hat fich der Einfluß des nitberen Druck-- vom Norden her roieber südwärtß euSat breitet und reichte am Morgen bereits bis zum deutschen Küstengebiete. Daselbst sowie auch in Norddeutschland tft trübet, stellenweise unruhiges und regnerische- Wetter eingetrelen. In Süddeutschland ist bei ziemlich gleichmäßig verthetttem hohen Luftdruck daS Wetter ruhig und trocken, jedoch meistenorts nebelig. Im Nord- unb Ostsee-Gebiet sind die Temp ratnrra beträchtlich gestiegen, iS Eentral-^u-opa jeboeb wieder etwa- zurückgegangen._____________
Verkehr, £aw$* uub Volks u> irr h sich aft.
, 11. November. Frachtmarkt. Not-er Weit« X 14 30, weißer Weizen X 14.00, Korn X 10 30, Gerste X 0.00, X 5 50. ________________________ -rc__
Bali-SeidfHT60 Pfg.
Hevuederg-Setve von 60 Pf. b.S Mk. 18 65 p. Met. - glatt, geHretft, (entert, gemustert, Damaste ic. (ca. 240 orfd>. Qual, an» 2000 versch. Farben, DesstnS ic), porte- eteeerfrel lat Hase Muster umgehend. Lager: ea. 2 MHIIeaeo Meter. 8W4


