das eigentlich? Ist es nur, weil die
Was ist
lofin« ab.
weit auseinander, erste Nachricht sei am Morgen des Convention in die
Blitz erschlug gestern nahen Allersberg und
der Zwölferspitze bei der Sohn des hiesigen Gr war in Begleitung
Napoleon mit sammt seiner Armee wurde, gingen bisher die Angaben sehr doch glaubte man im Allgemeinen, die durch zwei luxemburgische Aerzte, die
* Loudon, 11. August. Im Novelth Theater wurde gestern ein Schauspieler Namens Crozier getödtet. Er stellte eine Person dar, die am Ende deS Stückes erstochen wird und etnec der dabei verwendeten Dolche wurde mit solcher Heftigkeit gehandhabt, daß er tief in die Brust CrozierS eiudrang und den sofortigen Tod deffelben herbei- führte.
* Stockholm, 11. August. Nach hier eingegangeuen Meldungen ist die Sonnenfinsterniß bet Malmberget und bet Serkuu im nördlichen Schweden unter den günstigsten Verhältnissen beobachtet worden.
♦ Rewyork, 11. August. Die intensive Hitze verursachte 120 Todesfälle infolge von Sonnenstich und Hitz- schlag in einem Zeiträume von 5 Tagen. Gestern ereigneten sich hier 26 Todesfälle.
• Rewyork, 11. August. Die Zahl der Todesfälle infolge HitzschlageS in Newyork und den Vorstädten ist bis auf 188 gestiegen. Die Kranken-Transportwagen erweisen sich als unzureichend. Im Lande herrscht fortdauernd große ! Sterblichkeit.
Vermischte».
* Berlin, 11. August. Gestern Abend fand auf der kaotdstraße am Spandauer Schifffahrts Canal ein Zusammenstoß zwischen einem Schlächterwagen, dessen Pferd durch- zrglnngen war, und einer Droschke statt, wobei eine in dieser fitzemde, etwa 55 Jahre alte Frau auf den Damm geschleudert und so schwer verletzt wurde, daß sie bereits während der ücb»rrführung in das Krankenhaus Moabit verschied. Die gliche wurde nach dem Schauhause gebracht.
• Begründung eines Zettungsverbotes. F. T. Hart- »amn aus Berlin plante im Jahre 1786 die Herausgabe ilntt politischen Journals tu Elbing, das in deutscher, fran- Dcher und polnischer Sprache erscheinen sollte. Die Heraus- pbs wurde ihm nicht gestattet und das Verbot folgender- nahen begründet: „Es ist weder nöthig, noch nützlich, noch mlisam, den Druck einer Zeitung in Elbing zu verstatten, la «diese Stadt und die ganze dortige Umgebung sich mit Itir Zeitungen von Berlin und Königsberg behilft und von dncr besonderen Zeitung in Elbing kein anderer Vortheil ils derjenige, den der Herausgeber davon haben würde, ent- 6tE)«n kann. Ueberdem stehet der Herausgabe einer Elbing- jlen Zeitung die Schwierigkeit der Censur entgegen, indem in Elbing kein zuverlässiger Crnsor zu ermitteln ist und die Mungen nach Marienwerder zur Censur zu sch cken zu ttiiläufig sein würde."
* Der Criminalpoltzei z« Frankfurt a. M. ist es geglückt, iitr junge, im Alter von ca. 17 Jahren stehende Burschen ilr diejenigen zu ermitteln, welche drei Mal nacheinander ta Frankfurter Schlachthause je fünfzehn gesalzene Schinken ülttelft Einbruchs entwendet haben. Bei den jugendlichen Einbrechern wurde Einbrecherhandwerkszeug in großer Zahl, feie Stemmeisen, Dietriche, Dolchmesser, Revolver :c. vor-
jlfumden.
♦ Nürnberg, 11. August. Der silchmittog zwet Mädchen, eines im tmeS in Lanzendorf bei Bayreuth.
* Innsbruck, 11. August. Von limstift tm Stubai stürzte gestern
aus Metz mitgetheilt wird, findet diese Frage jetzt in einem zur Zeit unter der Presse befindlichen Werke des durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Metzer und lothringischen Localgeschichte besten- bekannten Oberlehrers Dr. Alders („Die Belagerung von Metz. Ereigniffe und Zustände innerhalb der Festung vom 19. August bis 28. October 1870, nach französischen Quellen und mündlichen Mtttheilungeu") folgende Antwort: „Ueber das erste Bekanntwerden des Sieges bet Sedan erzählte mir einer meiner Gewährsmänner, Herr Fuhrunternehmer Baser, der bereits vor 1870 in Metz ansässig war und während der Belagerung die Civilbeerdi- gungen übernommen hatte, als ich ihm die Correcturbogen zur Durchsicht überließ, Folgendes: Ich hatte am 4. September die in der Nacht vorher Gestorbenen auf den Ostfriedhof gebracht und kehrte gegen Mittag nach Metz zurück, als ich einen französischen Soldaten ohne Gewehr auf der Straße von Grigy antraf. Derselbe war während der Nacht mit einer Patrouille in Peltre gewesen, wo man eine deutsche Feldwache überfallen und mehrere Häuser auSgeplündert harte. Dabet halte er sich verspätet und bis zum Tagesanbruch vor den verfolgenden Deutschen im Gebüsch verborgen. Dieser Soldat zeigte mir eine Nummer der „Kölnischen Zeitung" vom 3. September, in der eine Depesche Über den Sieg bet Sedan stand. Er hatte die Zeitung aus einem Zimmer in Peltre, In dem ein deutscher Offizier einquartiert war, mitgenommen. Ich kaufte die Zeitung für einen Franken und brachte sie nach Metz. Auf dem Wege nach House zeigte ich sie mehreren Bekannten und nach etwa zwei Stunden wurde ich verhaftet und auf die Comman- dantur geführt. Hier erzählte ich den Hergang und zeigte die Zeitung. Der Commandant kam selbst und nahm mir die Zeitung ab, legte mir Stillschweigen auf und befahl meine Freilaffung. Die Nachricht wurde sehr bald in der Stadt bekannt, aber meistens für unwahr gehalten." Hiernach wäre also bereit- am 4. September, Nachmittags gegen 2 oder 3 Uhr, die erste Nachricht von der Gefangennahme Napoleon- und seiner Armee durch die „Kölnische Zeitung" nach Metz gekommen.
* Ueber de» Damo» Alpini-«»- findet sich in einer
u\ Maikäfer-Vertilgung und von sonstigen beachten-werthen I Li.lommnifsen im Bereiche deS Forst, Jagd und 3tf4etei’ S«sm-. Mittag- 12 Uhr: Gemeinschaftliches Gabels, ühstück b der Turnhalle. Nachmittag- 1 Uhr: Abfahrt zur Excur- Ma in die Domanialwaldungen der Großh. Oberförstereien I SihelSdorf mit Schluß in Nidda, so zeitig, daß die dort ■igen 6 Uhr Nachmittag- abgehenden Züge zur Heimreise I Itnutt werden können. Zu dieser Versammlung sind alle Mitglieder deS Verein- und Freunde deS Forstwesens ein- bladen. I
* Ueber die Wirkung des Gesetze, bett, de» »»lautere« Aittbewerb erfahren wir folgendes Beispiel au- Frankfurt. I Dort kaufte eine Firma au- einem ConcurS herstammende Darren und annoncirte darauf, ebenso wie durch Plakate an dn Schaufenster ersichtlich war: „Verkauf derConcurS- »as ie." Der Frankfurter Detatllisten-Verein machte die betreffenbe Firma darauf aufmerksam, daß diese letztere Be- Mnung unter § 4 des Gesetzes zur Bekämpfung des un- Unteren Wettbewerbes falle und machte, als die Annoncen Mt geändert wurden, Anzeige beim Gericht. Nach drei Lagen erfolgte daS Unheil, welches auf sofortige Aenderung btt Annonce sowie auf 100 Mark Strafe für jeden vorher- gegangenen UebertretungSsall erkannte.
4- Bad-Rauheim, 12. August. Die bekannte Görbel- seiimer Mühle bei Bruchenbrücken ist in vergangener WadDt total abgebrannt. DaS Wohnhaus blieb ver- |d)o«t. Genau vor 18 Jahren brannte dieselbe Mühle ebenfalls total nieder.
△ Mainz, 11. August. Bezüglich der künftigen Ge- flalrung der Verhältnisse der Beamten der Hessischen Lud- tolgtzbahn wird jetzt mitgetheilt, daß im Allgemeinen der D?o5u6 der GehaltSregulirung, wie er bei den zuletzt de,süaatlichten Privatbahnen zur Anwendung gelangte, als Viagstab genommen werde. Wollen die Angestellten in ihrem fdUeren Pension-Verhältnisse bleiben, so müffen sie die Beiträge weiter bezahlen, anderenfalls erfolgt die Zahlung der Pension auS dem CivilbeamtenpensionsfondS für die Staats- beatnten genau nach den staatlichen Grundsätzen. Jm Uebrtgen sollm alle Diejenigen, welche noch nicht zehn Jahre im Dienst der 'Gesellschaft find, einer Prüfung unterzogen werden, wenn sie demnächst eine etatSmäßige Stelle im Staatsdienst be* Italien wollen, während die, welche am 1. April 1896 bereits zehn Dienstjahre zurückgelegt haben, sofort unter der kndbindung von der Prüfung etatsmäßig angestellt werden sollln. — Baurath Hochgesand, langjährige- Mitglied her Specialdirection der Hessischen LudwigSbahu, ist ver- ßoss-ne Nacht im Alter von 78 Jahren gestorben. Nahezu zwei Menschenalter widmete fich der Verstorbene dem Eisenbahnwesen und ist der größte Theil der Bahnanlagen der Llldioigsbahn unter Leitung Hochgesand's entstanden. Ehe tr en die LudwigSbahu kam, war Hochgesand 25 Jahre im hcisi sch en Staatsdienst und war es besonder- die Anlage de- gro$en BiabuctS bei Friedberg in Oberhessen, welche die Sufmerksamkett her Fachkreise auf ihn lenkte.
Bingen, 9. August. Billigen Wein gibt eS jetzt hier zu trinken. In verschiedenen Wirthschaften usw. wird ber Schoppen Wein, der früher 40 und 50 Pfg. kostete, seht zu 25 Pfg. verkauft. Dte Leute find gezwungen, so billig zu verkaufen, damit fir ihre Keller und Fäffer leeren, nm den zu den schönsten Hoffnungen berechtigenden 96er nntrrbringen zu können._____
Hetmdal", eine zeitgemäße Plauderet er führt u. A. auS: „TS ist heute zu gewiffen Zeiten in den Alpen zu besteigen. Alle- spricht davon, man von der großen Völkerwanderung in
7. September auf Grund der Genfer
Stabt gelaffen wurden, dorthin gelangt und dann durch die am Nachmittag desselben Tages erfolgte Auslieferung von 596 bei Sedan gefangenen französischen Soldaten bestätigt und überall verbreitet worden. Wie der „Straßb. Post"
ktatthaltcreiraths Dr. Majoni ab.
zweier Damen. Ebelraute suchenbe Burschen sahen ihn köpf- Aber abstürzen. Don Neuftift gingen zwei Gendarmen und itr Bergführer Anbrae Gumpold ab. Der Abgestürzte teimbe bereit- tobt aufgefunden. Majoni, ein auSgezeich- itietr Bergsteiger, legte Heuer sein erste- juridische- Rigo-
Prager Zeitschrift, „ von Peter Rosegger, Bedürfniß geworden, sein, hohe Berge zu liest, hört, fieht nur
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* Sedan und Metz. Ueber die Frage, wann in dem belagerten Metz die Gefangennahme deS Kaiser- bei Sedan bekannt
Witternugsbericht vom 11. August.
Der Kern deS barometrischen Maximums zieht sich langsam nach Süden und ragt daher der hohe Druck weiter in den Continent herein, doch hat sich die gestern im Süden angedeutete Depression weiter ausgebildet und liegt heute ein geschlossenes Minimum über dem Mtttelmeergebiet, daS durch die Herrschaft deS Maximums wenig zur Geltung kommen kann. Unter dem Einfluß der letztgenannten Depression hat die Witterung namentlich in den südlichen Theilen unseres Gebiets einen regnerischen Character beibehalten. _____
—- vo««»rr-»»UUe» WttmiW__________
"Zunächst noch meist wolkiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. ____________________________________________________________
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemeffen am 12.August, Mittags zwischen Hund 12Uhrt
Waffer W/., Luft 12".
Rübfamen'sche Badeanstalt.
und Seligkeit im Angesicht der heiligen Natur, sie habe» andere Beweggründe, daß sie fahren, laufen, steigen oder klettern, sie wollen z. B. wiffen, wer bester fährt, schneller läuft, flinker steigt, waghalsiger klettert- sie wollen genau in Metern wiffen, wie hoch ein Berg, wie weit eine Höhle, wie tief ein See- ist zehnmal gemeffen- so mesten sie da- elfte Mal. Sie wollen gehn, wo keine Wege, und klettern, wo keine Steige find, sie wollen gerade dort auf den Berg, wo man nicht hinauf kann, sie wollen leisten, was vor ihnen noch keiner geleistet. Sehr wacker! — Im Monat August klettert eine Million Menschen auf den Alpen um zwischen Graz und Genf. An fiebenhunderttausend davon find Sportsleute. DaS find so recht die vom Dämon Gejagten und Gehetzten. Kein BergwirthshauS, da- nicht erschallt von Renommage der Kühnen, kein Alpenfriedhof, auf dem nicht ein zu Tode Gefallener ruht. Der Dämon Alpinismus!"____________
Citeraiur ut»6 ILr-nst.
— Wer fich für die Reise und für den Aufenthalt in Bädern und Sommerfrischen mit guter und habet billiger Lectüre versehen will, dem empfehlen wir aufs wärmste die bekannte und wertverbreitele Sammlung von ,Me»ers Dottsdücher«- (Verlag des Biblio- graphifchen Instituts in Leipzig und Wien-. Preis jeder Nummer, geheftet und beschnitten, nur 10 Pfg. — DaS Lewere litterarische Unterhaltungsbedürfniß findet in dieser wahrhaft volksthüm ichen Sammlung des Besten auS allen Lttteraturen ausreichende Befriedigung und die bisher erschienenen 1160 Nummern gestatten Zedem, vollauf nach Geschmack und Neigung zu wählen. Aus der soeben erschienenen neuen Serie nennen wir zunächst den ungemem spannenden Roman ^Die Elixire des Teufels" (Nr. 1138-1142)
I aus der Feder des bekannten Romantikers E. T. A. Hostmanm oes I Gespensterhoffmann, wie man ihn kurz und treffend nennt, ^ine I eminente Begabung, seine unglückliche Neigung zum Absonder | lieben und Grauenvollen im menschlichen Leben tritt am beut- | lichften und schärfsten gerade in diesem Roman bervor, der an
Technik den bedeutendsten Mustern des heutigen Roman expön- I mental gleichkommt. Die beiden Hauptvertreter der Londoner I Romanschule reihen fich würdig an, W. M. Thackeray mit feinem | in Hunderttaufenden von Exemplaren auf allen Gebieten englischer I Zunge verbreiteten Roman „Vanaty Fair“, „Der 2"drmarkt des
Lebens" (Band I, Nr. 1143—1148, Band U, Nr. 1149—1155), I unbestritten feine bedeutendste Schöpfung, in der er ebenso al» realistischer Lebensschilderer wie als geistreicher Satiriker glänzt, I von seinem auf unferm (Kontinent wohl noch bekannten Zellgenossen
Charles Dickens bringt die neue Serie eine kleinere Erzählung.
I „Der Weihnachtsabend". Eine Gespenstergeschichte (Nr. 1157, 1158), I der beliebten Sammlung der „Weihnachtsgeschichten entnommen.
Es folgen „Gullivers Reifen nach «illipuf (Nr. 1156), die schönste | Partie aus dem großen Werke des englischen Humoristen unb
Satirikers Jonathan Swift, auS deren Lectüre der gereifte Leser I ebensoviel geistigen Genuß ziehen wird, wie daS naive Kindergemuty harmlose Freude. Wahre Cobinettstücke realistischer Detailkunst, | frei von allen das Gemüth verletzenden Auswüchsen des französtswen I Naturalismus find die „Scizzen" (Nr. 1159) des in allen Lagern I gleich hochgeschätzten französischen Romanciers Alphonse Daudet.
Seine Erzählungskunst ist der Dickens naoe verwandt; rote tetn I anderer aber versteht er es, auch dem kleinsten ^/senstande eine I reizende intime Seite abjugeroinnen und durcd thränenfeucktes Lächeln I zu wirken, wo ein Naturalist gesteigerte rohe Effecte anwenden würde.
Auch die neuere italienische Litteratur ist vertreten durch zwei wohl- I gelungene, halb ernst, halb humoristisch gehaltene Erzählunakn. | „Terefinas Zopf“ und „Giovanninos Bein" (Nr. 1160), von dem schon längst bei feinen Landsleuten beliebten Enrico Castelnuovo. Die bisherigen trefflich commentitten und mit Einleitung und Sach- I regtfter versehenen Gesetzesausgaben des Bibliographischen Instituts I sind vermehrt worden durch Aufnahme des hochactuellen ,/Neichs- I gesetzes zur Bekämpfung deS unlauteren Wettbewerbes (Nr. 1137).
die Alpen.
Menschheit gähnt? — Ich will eS sehr trocken sagen. Das wirkliche Reisen und Alpentourenmachen zu dem Zwecke deS Selbstunterrichts und um Herzensfreude an Welt und Natur zu genießen, ist edel und bedeutungsvoll- aber wie jetzt die meisten Leute reisen und auf den Bergen umherklettern, das ist sinnlos und albern. Die wirklichen Genüffe und Gewinne wiegen bei Weitem nicht auf die Kosten, den Zeitverlust, die Mühsal und Unbequemlichkeiten einer Reise, wenn der Philister reist. Man reist, um zu reisen, man klettert, um zu klettern, man hat nichts davon, aber wennS vorüber ist, fühlt man fich von einem Alp frei, der vorher gedrückt hat. Man redet fich vorher wochenlang ein, eS müffe sein, bis man endlich diesem sonderbaren „Muß" nachgibt und fich einige Wochen den Beschwerden der Eisenbahnfahrten, der fremden Nachtquartiere, der ungewohnten Kost und touristischen Leiden aller Art auSsetzt. Gar viele kehren vom Salzkammergut, von Tirol, von der Schweiz heim und wiffen nichts anderes zu erzählen, als wie man in diesem und jenem Hotel ge- geffen, auf dieser oder jener Bergpartie übernachtet und wie viel man für d ese und jene Fahrstrecke bezahlt hat. Solchen gilt mein Bedauern, daß sie fich von dem modernen Dämon hin- und herjagen laffen müffen." Unsere Eltern und Ahnen, fahrt Rosegger ungefähr fort, saßen fest und seßhaft auf ihrer Scholle- dann und wann ein bunte- Fest, ein fröhlicher Wanderdrang auch wohl einmal, im Uebrigen aber lebten und webten fie tagtäglich derart in der Natur, daß fie etu eigentliches Anstauuen der Natur als Natur gar nicht kannten, auch kein „Genießen" der Natur. „Und ist denn heute die Naturfreude so allgemein, als eS scheint? Ganz gewiß nicht. Drei Biertheile der Touristen, die da fahren, laufen, steigen und klettern und gelegentlich sich zu Tode kugeln drei Viertheile beiläufig gemeffen, empfinden nicht die Wonne
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Wöchentliche Ueberficht der TodeSsAle in Gieße«.
32. Woche. Vom 2. August bis 8. August 1896.
Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffer: 27,12, nach Abzug der Ortssternden 15,82°/«,.
Kinder
SS starben an: Zusammen: Erwachsene: im v°m
1. Leben-jahr: 2.—15. Jahn Altersschwäche Gebärrnutterentzünd. Lungenbrand Rose Krebs Lungenschwindsucht Gehirnerweichung Brechruhr Gehirntuberkulose Syphilis
Summa: 12 (5) 8 (4) 4 (1) —
A nm. Die in Klammem gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
•E.& K
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