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Sonntag den 9. Februar
Drittes Blatt.
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Nr. 34
Aints- tmb Anzeigeblt»tt für den lirets Gietzsn.
chratisöeikage: Gießener KamMenblätier.
Allr Annoncen-Burxcux beS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex felgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr.
Redactton, Expedition und Druckerei:
KtSnkstraße Hlr.1
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Die Gießener
Z»«artkten5kätter r-erden dem Anzeiger «öchmtlich dreimal beigelegt.
Der
Gießener Anzeiger erscheint täglich, nit Ausnahme deS MontagS.
Gießener Anzeig er
Kenerat-Wnzeiger.
BieNelfährigcr Avannementsprets» Narl 20 'Vfg. mit Brin. lohn. Durch die Post l-czogei 2 Marl ÖO Pfg.
Feuilleton.
Wochendriese au» der Residen).
(Ortginalbericht des „Gießener Anzeigers").
Z. Darmstadt, 7. Februar.
WohlthLtigkeits Veranstaltungen und Vorträge. — Carneval. - Allerlei.
Wir sind unseren Lesern noch den Bericht über die WohlthLtigkeitSvorstellung im „Orpheum" zum Besten der Stadtarmen schuldig. Glücklicherweise hat dieselbe einen in jeder Hinsicht erfreulichen Verlauf genommen, denn daS Publikum war in dichten Schaaren erschienen, und so konnte nach Abzug der Kosten die ganz stattliche Summe von 500 Mk. dem woblthätigen Zwccke gewidmet werden. Em ebenso gün- stigeS Resultat erzielte die von Herrn Hosschauspteler Edward gehaltene Recstation des Baumbach'schen Märchens „Frau Holle", deren finanzielles Erträgniß dem Comite für Bertheilung warmen Frühstücks an arme Schulkinder zufloß. Herr Edward ist als Rccttator hier langst rühmlich bekannt, und so konnte ihm auch der Erfolg diesmal nicht fehlen. Dann wäre noch eine» rühmenöwerthen Concertunternehmens za gedenken, das Herr Organist Stumpf am vergangenen Sonntag zum Besten des Diakon ffenhauses veranstaltet hatte. Auch hier war ein erfreuliches Gelingen festzuftellen, zumal außer dem tüchtigen Concertgeber selbst noch mehrere bewahrte Künstler ihre Mitwirkung geliehen hatten. Am Sonntag Abend beanspruchte eine Familtenveranftaltung des Evangelischen Bundes im Saalbau großes Interesse. Hier sprach Herr Pfarrer v. Rode aus Frankfurt über ein k'ligiöseS Thema und dann folgten noch künstlerische Darbietungen. Die Familtcnabende deS Evangel. Bundes erfreuen sich übrigens großer, stets wachsender Beliebtheit, daS bewies die große Zuhörerschaft, die sich auch am Sonntag Wieder etngefunden hatte.
Aus dem närrischen Feldlager Sr. närrischen Hoheit deS Prinzen Carneval ist nur Erfreuliches zu melden. Auf
die glanzvoll verlaufene Herrensitzung folgt nun am Samstag die letzte große Herren- und Damensitzung mit bewährten CarnevalSrednern aus Darmstadt und dem goldenen Mainz, das diesmal seine FaschingSfreuden in bescheidenem Maßstabe hält. Die Proben des närrischen HostheaterS stehen unter Leitung deS Herrn Hofschauspielers Wegner und nehmen eriprießlichen Fortgang. Die Hauptrolle hat der von seiner Künstlerthätigkert in Gießen her auch Ihren Lesern bekannte Herr Karl Rupp übernommen, der seit einigen Monaten der Schauspielerlaufbahn Valet gesagt hat, und wieder zu seiner alten BerufSthäiigkeit zurückgekehrt tst Zum «roßen Jubiläumßzug sind bis jetzt schon über 60 Gruppen angemeldet, so daß er alle seine Vorgänger in den Schatten stellen dürfte. Auch der Maskenball ist bereits „in Vorbereitung" und das (Semite zur P eiskrövung der originell ft en Masken bereits gewählt. Endl'ch sei noch bemerkt, daß die „Narrhalla" von Herrn Musikdirector Keifer einen flotten, neuen FaschingSmarsch gewidmet bekommen hat, der bei seiner ersten Aufführung unter des Componisten Bettung ausgezeichnet gefallen hat.
Unsere letzte Mittheilung über die Wahl eines größeren Festplatzes inmitten der Stadt ergänzen wir heute nach einer Meldung der „Heff. Volksbl." dahin, daß ein in jeder Hinsicht geeignetes Terrain zwischen Sttfts , Soder-, Darmund Beckjtraße angekauft werden soll. Diese Erwerbung wäre mit Freuden zu begrüßen, denn damit wäre der Haupt- klage, daß der ganze Fremdenverkehr an Festtagen zum Nachtheil unserer Geschäftswelt außerhalb der Stadt gebannt bleibe, Einhalt geboten. Außerdem zeigt dieser Fall aber von neuem, wie segensreich die Errichtung der sog. Bezirks- Vereine in unserer Stadt gewirkt hat. Viele Fragen von gemeinnützigem Interesse sind dort in fder letzten Zeit zur Sprache gebracht worden, und darunter befano sich auch die Festplatzfrage, die nun zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt sein dürfte. Schließlich möge noch rin kurzer Ueberblick über das Kunstleben und seine Elscheinungen in der letzten Woche folgen. Da hätten wir zunächst der Aufführung von
Richard Wagners „Götterdämmerung" am Sonntag deshalb zu gedenken, weil die Aufführung sich nach dem einstimmigen Urtheile der gesammten Fachkrittk zu einem Triumphe für unsere Hofoper gestaltete, die das grandiose Werk nun schon zum 15. Male zur Aufführung gebracht hat Man darf hoffen, daß die Hoftheaterleitung für den Rest der Spielzeit, die schon eine reiche Menge erfreulichster Thatsacheu gebracht hat, eine ausgedehnte Pflege gerade den Wagner'ichcn Tonwerken gönnen wird, denn diese erfreuen sich in der That der größten Beliebtheit beim Publikum. Wie verlautet, soll noch vor Theaterschluß der ganze „Ring des Nibelungen" zur Darstellung gelangen. Am Dienstag begann Frl. Fischer von der Kasseler Hosbühne mit nicht allzu großem Erfolg ein Gastspiel auf Engagement. Ein Haupt- ereigniß war jedoch der Richard Senfs Abend, den am Montag der Richard Wagner - Z-veigverein veranstaltet hatte. Der Name Senff kam dabet zum ersten Male zu voller G ltung, denn dar Publikum lernte den mit Recht hochgeschätzten Dirigenten des MozartveretnS in dem Concert als Componist 1 kennen, nachdem eS schon die Bekanntschaft mit dem Sänger und Lehrer zu verschiedenen Malen erneuert hat. Der liebenswürdige und bescheidene Künstler durfte am Montag einen schönen und wohlverdienten E>folg erringen, zu dem man ihn aufrichtig beglückwünschen kann. Nicht das Publikum allein, auch die Kritik hat seinen sämmtlichen Darbietungen aufrichtigste Anerkennung gezollt und namentlich seine Liedercompositionen als hochbedeutend hervorgehoben. Schüler und Schülerinnen deS Herrn Senff unterstützen ihren Meister bei der Erledigung deS Programmes, so daß man auch einen Einblick in SenffS Lehrthättgkeit und ihre Eriolge bekam. Der schöne Erfolg ist aber auch ein Verdienst des Richard Wagner - ZweigveretnS, der dem mufik- liebenden Publikum Darmstadts durch die Veranstaltung besonderer „Componistenabende" nun schon manche erfreuliche Bekanntschaft ermöglicht hat.
Wußholzverkauf.
Fürstliche Obersörfterci Hohensolms.
Mittwoch, den 19. Februar 1896, Vormittags 10 Uhr, in der ^astwirthschaft des Herrn I. Führer zu Hohensolms.
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za Bauholz sehr geeignet.
Freitag, den 21. Februar, District „Jffelscheid", „Ebelstein" und ,.Eulersgrund". Der Verkauf findet in Frankenbach in der Geller'schen Gastwirthschaft statt, Vormittags 10 Uhr.
Buche: 5 Rm. Prügelholz, 1430 Reisigwellen. Eiche: 51 Rm. Prügel, 100 Rm. Stöcke, 3760 Reisigwellen. „Eberstein": 100 Buchen- Egwellen, 42 Rm. Kiefernprügel, 370 Kiefernreisigwellen. District .EnlerSgrund": 650 Kiefernreisigwellen.
Hohensolms, den 5. Februar 1896.
1268________________________ Fürstliche Oberförfterei.
INene Gasglühlicht-Actiengesellschatt Berlin!
General-Vertreter für Gießen und Umgegend: 849I Kudolph Bödiger in Giessen.|
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 13. Februar 1896, Nachmittags 2 Uhr, sollen die an Gr. Polrzeiamt abgelieferten gefundenen, von den Verlierern nicht abgeholte,n Gegenstände, darunter verschiedene Gold- und Silbersachen, Sonn- und Regenschirme, Kleidungsstücke, Brillen u. s. w. im alten Rathhause dahier zu Gunsten der Armenkaffe gegen Baarzahlung versteigert werden.
Gießen, den 8. Februaar 1896.
Die Armen Deputation der Stadt Gießen. 1278
Holzverfteigerung.
Donnerstag, 13. Februar 1896, von Vormittags 9% Uhr au, soll im Anneröder Ge meindewald, in den Adtbeilmigen 3 Tempel und 9 Birkeberg, nachoer- zeichneles Holz versteigert roerbin:
A. Bau- und Werkholz:
10 Eichen-Slämme, 4—9 m Sänge, 40—60 cm Durchmesser, mit 10,19 fm haltend,
20 Nadel Stamme, 10—16 m Länge, 16—25 cm Durchmesser, mit 6,81 fm haltend, 380 Flchten-Derbstangen, 25,81 fm haltend,
1198 Fichten Reisstangen, 22,67 fm haltend, darunter einige Hundert Bohnenstangen,
2 rm Eichen-Nutzscheitholz,
B. Brennholz:
15 rm Eichen-Scheitholz,
16,5 „ Eichen- und Nabelknüppel, 1350 Etchen-Wellen, 5040 Nadel-Wellen,
25 rm E chen- u. Nadel-Stockholz, Die Zusammenkunft ist am Oppen« röder Weg, am Alteberg.
Aanerod, den 7. Februar 1896.
Großh. Bürgermeisterei Annerod. 1276 Horn.
"108) Im Klavierstimmer» hält sich bestens empfohlen
Herman« Bauer,
Holzversteigerung in der fiirstl. Obttsörstkrei Lich.
Es sollen versteigert werden:
Montag den 17 Februar, von Vormittags 10 Uhr an, in den Distrikten Fuchsstrauch und Hard:
87 Eichenschniiiholz von 41—84 cm Dckm, 2,4—12mLänge — 109,67km;
3 Bucheuschniitholz von 60—84 cm Dchm. — 6,63 km; 8 rm Eichen-Werk scheiter, 10 rm Eichm-We kscheitbrocken.
Die Zusammenkunft ist im District Fuckestrauch beim Eichenschnittholz.
Dienstag den 18. Aevrnar. von Vormittags 9Vi Uhr an, im District Meilbach:
Buchenr 97 rm Scheiter, 67 rm Knüppel, 59 rm Stocke, 2.40 Wellen; Sichen r \ rm >Lcheitbrocken (für Küfer u brauchbar), 12 rm Knüppcl, 2 rm Stöcke, 160 Wellen; Siadelhoiz: 1 rm Knüppel, 4 rm Störie, dazu 1571 Fichten -Derv- vnd Si.is stungen — 39 89 fm aus den Fich enhorsten zwi'chen dem Äibocher Gemeindewald und der BlindelochS- wiese
Die Zusammeikunft ist auf der Kreis- stratze Lich Hattenrod an der Schneise n-icb dem Pflanzgarten in der Meilbach (Holz Nr. 372 bis 401 kommt zuerst)
Lich. den 5. Februar 18v6. 1277
Fürftl. Oberförfterei Lich.
Feinster Frühstückskäse!
„Perle der Wetterau"
empfiehlt im Alleinverkauf
I. M. Schulhof.
Schillerstratze 16.11178
Jagdverpachtung.j
Montag den 17. Februar l. I., Nachmittags 1 Uhr, rotrb auf dem Burgermeister-Bureau dahier die der Gemeinde Oppenrod zu- stehende Jagd, ca. 260 Hectar Feld und 50 Hectar Wald enthaltend, auf weitere 6 Jahre verpachtet.
Oppenrod, den 7. Februar 1896. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod.
1270_______Balser.__
Gr.ObkthrUcht Eisenbahnen
Die He stellung des östlichen TheilS der Auffüllung für die mue Werkstätten- anlage zwischen Hauptbau, Bahndamm, Straße und Nord cke des ersteren, 7000 cbm Boden umfassend, soll v.rgcbeu werden. Bedingungen und Pläne liegen auf dem Ba büreau am Riegelpfad offen, elftere können auch gegen Zahlung von 40 H durch unser Sekretariat bezogen werden-
A' geböte, versiegelt und mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 18. Fe» broar d. I., Vormittags 10 Uhr, da- httr einmreichen.
Zuschlagsfrist acht Tage.
(Kietzen, den 6. Februar 1898.
1271 Gr. Direktion.
Gr.McrhkMche Eisbahnen.
Ein Theil der K lstrräume des bicS* fettigen Verwüstung^ gebäudes dahier soll neu vermtetbet werden.
Angebote find verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, biS zum 20. l. »ti.. Vormittags 10 Uhr, hierher emzui eichen.
Nähere Auskunft. insbesondere über die B blugurgen erth ist unser Secretariat.
Bemerkt rotrb jedoch schon hier, daß die Räume nur zur Aufoewahrung von solchen Gegenständen benutzt werden dürfen, welche nicht feuergefährlich sind und keinen starken Geruch verbreiten.
Gießen, den 7. Februar 1896.
1272 __________________Gr Direction-
Buchen- und Tauueuschkiihoh empfiehlt billigst die Holzbandlung von Wilhelm Jang 1., Klei« Lind»« 407 (seither R. Jung IV.)


