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NL 107 Zweites Blatt. ___Donnerstag den 7. Mai
1896
Der chtSO>n An,ei,er rlüton täglich, «tßii. »nähme bt» V ~itag».
Ü! Gießener >Meillr*irätltt wro* «in Anzeiger dreimal t, gelegt.
Siebener Anzeiger
viertellihriger Aöo,«,«eut»,rer» 1 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerlotzn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Rtbaction, ExpeditiaR und Druckerei:
Kenerat-Wnzeiger.
Zch.tstr-tzeZrr.7.
Fernsprecher 51.
Aintr- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen.
1
Hratisöeikage: Gießener Kamilienötätter
ihrem Schooße
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Passiva.
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Nückfahrt.
183735.95
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2.
Gelnhausen
12« Nacht,
an
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Nachts
C. Strecke Frankfurt a. M.-Homburg v. d. H.
Nachm.
D. Strecke Frankfurt a. M.-Rüdeßhei«
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Sovcr:vixr kalter bis zum 26. Mai
189«86 inqeige zu machen.
Wekannt gemacht:
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4296
WO tthmr von Anzeigen zu der Nachmittag» für ben W:Ttm Tag erscheinenbm Nummer bi» vorm. 10 Uhr.
aufgesprungen, und gejubelt:
Frankfurt Hptbhf.
Hanau OKbhf.
Frankfurt Hptbhf.
an ab an
über oder
zu in
Der Zug 142 von Rüdeshetm, um 634 Vorm. in Kastel ankommend, fährt
ab an ab an
All: Annoncen-Bureaux be» In- und Auslandes nehm« Anzeigen für bm „Gießener Anzeiger" entgegen.
825
710
910
ab an ab an
ab 63'» an 7’8 ab 7io an 9*0
zum Ge»
10W Nachm.
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als Sonderzug: Kastel
Frankfurt Hptbhf.
RüdeSheim Frankfurt Hptbhf.
Rüdeshetm Frankfurt Hptbhf. RüdeSheim
an 1132 ab 1125 an l18
4. Kaffenvorrath
5. Ausstände
6. Mobilien
7. Vorlagen
Friedberg
Frankfurt Hptbhf.
4. Frankfurt Hdhf. (Pz.29) ab IV« „ Hanau an Ipo Nachm. ab 12° - NachtS
ab 10<5 Nachm. an ll3» „
ernaniE
So ESsforderungen sind bis 26 .Ma>i 1896 bei dem richte uMimelden.
Ess liid zur Befchlußfaffung die M;ich«ltung des ernannten
1. Aufgenommene pitalien
2. Stammguthaben Mitglieder
3. Reservefond
4. Betriebs Rücklage
5. Reingewinn
2. Gießen Frankfurt Hptbhf.
r. G. Grote
pract. Arzt.
176.—
30.—
2406.12
2049.77
doacmma ffe gehörige Sache in Besitz tmbcnn tbei zur Concursmaffe etwas ichuldtigiinld, wird aufgegeben, nichts n denpSmeinschuldner zu verabfolgen oder ^Msten, auch die Verpflichtung
abgehalten wird.
Es wird wird hiermit ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß nicht allein Schweine-, sondern auch Rindvieh-Markt abgehalten wird.
Nidda, den 1. Mai 1896.
hattest sie ihre bebende Hand auf seinen, in ruhennd» unklen Lockeukopf gelegt.
^tdbcmann V
Mit - lnem Schrei des Entzückens war er hatten sie stürmisch in seine Arme geschloffen
kl «:k or-Szuharren?"
Ängft'oU hatten seine Augen in die Ihren geblickt und in hochn, verzehrender Gluth aufgeleuchtet, als sie einfach erwittmir
et)am doch erst recht, denn ich habe Dich ja lieb."
,0, Du mein Glück, — meine Wonne — mein Alles!" ad ei Miete sie wild, leidenschaftlich.
ISr Maria war dann eine schwere Zelt gekommen. >)te Gtiitrn wollten von dieser Verlobung nichts wissen, denn — Mitt Hie Mutter — man könne doch nicht wissen, ob »QiN oufl Friedemann würde — da sei ihr doch der Spatz in dem Hand lieber als die Taube auf dem Dache.
»niv wußte wohl, daß diese Anspielung der vor toenlfwi Aiochen erfolgten Werbung deS reichen HolzhäudlerS
Großherzogliche Bürgermeisterei Nidda. Rullmann.
Mitgliederstand Ende 1894 in 1895 Zugang . . Abgang . .
Stand Ende 1895 . . .
3. Werthpapiere nach dem Curse v. 31. Dec. 1895 35524.50
Einsicht der Interessenten offen, von heute ab. Beuern, am 7. Mai 1896.
Otto, Director.
CÄcmsverfahren.
UeM idas Vermögen der ver- storbemm Müllers Friedrich Frey zu Lwllar wird heute am 4. Mai 1898»i,.Nachmittags 41/., Uhr, das <5 onernsm fahren eröffnet.
De'c Kaufmann Jeau Böck von ^ießcM vird zum ConcurSverwalter
<AL
Vorstand des Spar- und Vorschuß - Vereins Beuern E. G. mit unbeschränkter Haftpflicht zu Beuern. Otto, Director.
735
900
835
9'5
3. Vom Zuge 145 wird der Rüde? Heimer Zugthett von Frankfurt bis Kastel als Sonderzug gefahren wie folgt:
Gießen
I 4. Frankfurt Hptbhf.
| Friedberg
General -V er Sammlung des Spar« und Vorschuß-Vereins Beuern II, E. G. m. u. Haftpflicht Beuern, am Freitag den 15. Mai 1896, Mittags 1 Uhr, der Wohnung des Rechners Lindenstruth.
Tages Ordnung: Abhör und Vorlage der Rechnung pro 1895. < gänzungswahl des Aufsichtsraths.
Die Rechnung pro 1895 liegt acht Tage lang bei dem Director ;
B. Strecke Frankfurt a. M.-Giessen. ab 718 Vorm. 1 3. Frankfurt Hptbhf.
Me'w, mein, für immer «ein! Nicht wahr, Ria, nichts, Nauheim 11 ßQT soll unS je nennen; ich liebe Dich unsagbar. duncim w Wirst! Du aber auch die Kraft haben, in Sturm und Noth
Arnold, Controlleur. Hch. Ad. Lindenstruth III., Rechner.
Jrmler galt, den die Mutter herzlich gern als Schwiegersohn begrüßt hätte.
Diesen Angriffen von Seiten der Mutter gegenüber blieb sie gelaffen. Sie erklärte ruhig und bestimmt, daß sie entweder Friedemann Bach oder niemals heirathen würde.
Anders und ungleich schwerer, qualvoller waren die fast täglichen Kämpfe mit Friedemann. Seine Eifersucht war grenzenlos und Maria, die ihn doch so innig liebte, litt sehr darunter.
Jedesmal nahm sie sich vor, bei dem Zusammentreffen mit ihm alle- zu vermeiden, was ihn wieder aufregen könnte, — es genügte ober oft das Geringste, ein Wort nur, um die entsetzlichste Scene heraufzubeschwören.
So heftig aber auch sein Zorn und seine maßlose Wuth war, wenn er glaubte, daß ein Gedanke oder Blick Marias einem Anderen gegolten, so unendlich erfinderisch war seine Liebe in Aufmerksamkeiten sür sie. So auch heute. Als sie sich nach der Kirche wie zufällig trafen, holte er behutsam aus seiner Rocktasche einen entzückenden Maiblumenstrauß und reichte ihr diesen lächelnd.
Dankbar leuchteten ihre Augen zu ihm auf. Ein heißes Wonnegefühl durchströmte ihre Brust. Verdiente sie denn diese große, herrliche Liebe? — Sie wußte wohl, daß diese Blumen nicht auf dem Markte oder bei einer Händlerin erstanden waren, sondern daß er die wenigen Morgenstunden seines Schlafes — denn er arbeitete meist bis tief in die Nacht — geopfert hatte, um ihr diese Freude zu bereiten.
Er halte, als sie außerhalb der Stadt waren, den Arm um ihre Taille gelegt und so schritten sie innig aneinander geschmiegt, beide wie von einem Gedanken getrieben, der Bank zu, wo sich ihre Harzen gefunden hatten.
„Sage, Ria, kannst Du mich unstäten Menschen denn wirklich lieb haben, sagst Du es mir nicht vielleicht aus bloßem Mitleid?"
„Nein, Liebster, so weit ginge mein Mitleid denn doch nicht; ach, Friedel, weißt Du eß noch immer nicht, daß ich Dich schrecklich lieb habe? — Aber sag'," fragte sie, ihn plötzlich umarmend, schelmisch, „wie steht eß mit Dtr, mein
Bilanz
am 31. December 1895
Bekanntmachung.
Zur Bewältigung des Personenverkehrs anläßlich der am Sonntag, den 10. Mat er. stattfindenden Enthüllung deS Kaiserdenkmals in .Frankfurt a. M. werden an diesem Tage nachfolgende Sonderzüge gefahren:
A. Streck» Frankfurt a. M.-Gelnhausen.
Hinfahrt.
1. Gelnbausen
Arnold, Controlleur. Hch. Ad. Lindenstruth III., Rechner.
Freund, wie lieb haft Du mich denn? Und seit wann? Und — warum?"
Ernster olß sie die Frage gestellt, beantwortete er sie.
„Wie lieb?" sagte er, „so lieb, daß ich, wenn ich Dich verlieren sollte, zu Grunde ginge. Nicht wahr, mein einzig Lieb, Du bleibst mein," setzte er fast angstvoll hinzu.
„Nicht abschweifen, Da Böser," mahnte mit glückseligem Lächeln Maria. „Weiter — und seit wann?"
„Ja, Ria, vom ersten Augenblick an, als ich in Deine Augen geschaut — in diese wunderbaren Sterne, die deutlicher sprechen olß mancher Mund. — Und nun zu denken, daß dieselben mir stets leuchten wollen, dies Glück ist berauschend," fuhr er leiser fort.
Sie saß, während er sprach, auf der Bank, die Arme lässig hinter dem Kopfe verschlungen, so daß die weiten, spitzenbesetzteu Aerwel deß duftigen Sommerkleideß weit zurückfielen und den weißen, vollen Arm freigabeu. Die ganze Gestalt ruhte weich hingeschmiegt und Friedemann, der vor ihr stand, betrachtete sie mit verzehrenden Blicken.
Ihre Augen waren bisher träumerisch in die Ferne gerichtet. Jetzt schaute sie Friedemann an und sagte neckend:
„Wenn also meine Augen reden können, — bitte — waß wollen sie Dir eben sagen?"
Ein leuchtender, verführerischer Blick traf ihn. Wie von Sinnen stürzte er auf sie zu und riß sie in seine Arme, an seine Brust. Sich schier an ihrem Munde festsaugeod, küßte er wie ein Wahnsinniger und ließ sie erst wieder von sich, als sie, todteobleich und nach Athem ringend, ihn von sich stieß.
„Schäme Dich, — hier im Freien, — wenn eß ein Mensch gesehen hätte —" kam eß stoßweise von ihren erblaßten Lippen.
„O, verzeihe, Ria, eß war ja nur daß Uebermaß von Liebe, ich konnte nicht anders, Du warst so lieb eben, so hinreißend schön, o verzeih mir!"
(Fortsetzung folgt.)
Activa. jl H
1. Ausgeliehene Capilalien 106696.80
2. Angekaufte Gutskauf-
««für 1895 uj
Feuilleton.
Verlorenes Glick.
Don Loni Scharff.
(1. Fortsetzung.)
'va nie gekanntes Glücksgefühl war über Maria ge- fowtmo, olS er so sprach. War el denn möglich! Ihr sollte» <1 t ergöunt sein, solch einen gottbegnadeten Künstler degleMu M dürfen auf seiner RuhmeSlaufbahn. Mehr noch, sie fi|i lllr ipm helfen, den Gipfel zu erreichen. — Sie wußte wohlil dch solch ein Weg nicht über Rosen führen, sondern em Shetler und schwieriger sein würde; daß galt ihr gleich, Ä SibMilheil, eß war ihr so vielleichtmöglich, ihm manches hibilsmlfe aus dem Wege zu räumen. — Leise liebkosend
Warktvertegung.
Es wird hiermit zur Kenntniß des handeltreibenden Publikums gebracht, daß in Folge eingelangter Entschließung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz der für den 19. Mai l. I. genehmigte Viehmarkt
Frankfurt Hptbhf. ab 935
Kastel an IO10 Nachm. ab 102‘
188397.84
103
Hamel) ich'lc. 7 •.Werkstätte, I tu Zahl hör und eilen
Die speciellen Fahrpläne für die vorstehend anfgeführten Sonderzüge find den Stationsschaltern ausgehängt. 4412
Frankfurt a. SR., den 3. Mai 1896.
Königliche Eisenbahn Direktion.
die AbithI seines anderen Verwalters, sowie ickr die Bestellung eines Glau- It fflCTWWr r-gercimisHmffes und eintretenden Falls über :*< in § 120 der ConcurSord- iöbung unter W h,iniJ { hnchneten Gegenstände und lid m lUT: Wi°'0 der angemeldeten For-
. HoscE derilNM auf
>■ D-mmrs-tag den 4.J«uil896, ,u enorm , । Nachmittags 3 Uhr,
' vor dEunterzeichneten Gerichte Ter-
2768.50
14968.14
95.57
46.45
188397.84
1. Homburg v. d. H. ab 7Ar> Vorm. Frankfurt Hptbhf. an S22 „
, ifpfsrt । Großift'«nsg,l. Amtsgericht zu Gießen.
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°er Vorstan ^nherr Doi|t. hier als ter |,| h deu verehrlichki. »r Ausfühnug lk Lichtest: lnkfurterstraße 36.
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fit Herren- nid Knaden-AnMe
offeriren wir: Reiuwoll. Cheviot zu Mark 4.50 per Meter in schönen Farben und leisten Garantie für Haltbarkeit und gutes Tragen.
ittffbi io Aug. Montanus Nachfl.
' ' ' (Inhaber R. & M. Jmheuser) 3152
;. I 2. Frankfurt Hptbhf. ab Homburg an
Stoff« oder • pOen, auch die Verpflichtung
” aitiBÄ, von dem Besitze der Sache
i pAcfnilH1 and oixibem Forderungen, für welche
lllld sie QTUbex Sache abgesonderte Be-
pjlsse 'riedicPm in Anspruch nehmen, dem
joör’ r ---
Vorm. 3. Frankfurt Hptbhf.
„ Hanau Ostbhf.


