20 Seltersweg 20.
Neuheiten i* Blonsen, Uuterröckerr, Schürzen Cor sotten, Pellerinen Mussen, Boas, Kopshiillen, Tüchern Ccharpes, Tellermützen
—— Matrosen-Mützen--
für Mädche« unb Knaben.
"3
10315
Die ächten Prof. Dr. Jägers
ZZ Normal —
und Dr. LahmannS Reform-Unterkleider als: Hemden, Hosen, Jacken, Tocken, Leibbinden usw., sowie verschiedene andere Systeme in Wolle, Seide, Baumwolle und Leinen, fertige Kragen und Aermeldündchen für Nor- malhemden sowie Stoff zum Flicken empfiehlt E 8520
H. Rübsamen.
W — . .. Weihnachten — 1 ▼ Bestellungen auf Monogramm-Stickereien
für Taschentücher = erbitte möglichst frühzeitig behufs prompter und bester Ausführung, k Fritz Nowack, Wäsche-Fabrik. ▲
‘»Inng i’
4 m,
Vkueriveht er' Abends 8 Uhr Angsstßer
Nr. 287 Zweites Blatt. Samstag den 5. December
ISO«
3) er Gießener Jlwjtieer erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags.
Die Gießener Anmtfienvfätler «erden dem Anzeiger «öchentlich dreimal beigelegt.
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
Vierteljähriger Avonnemeutspreisr
. 2 Mark 20 Psg. mit vringerlohn.
Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Psg.
Redaction, Expedition und Druckerei:
-chutssraße Ar.7.
Fernsprecher 51.
2lnrts- unb Anzeigeblatt für den T!reis Gieszen.
i-Unterhaltung Leib.
m in Unisom (TnchuS).
___DerVorstand.
V.
6, Abends 8 Uhr: ’ftflor Stamm
fit 6« W. Kitz», n bet Froum isi nMU Ter Vorstand.
Äi(UL bends 8»/, UhrM eibeO. 10613 1 iiln ß«W t „HUfe")
, Abends 81/? Uhr,
eladen. 106^
forter Vkksstnmlmi-.
>sss»r««sn
Geburt eines gesunden I
O
-in und Freu, t
F IM |
»mm****
■Confect
teil und Mustern, lhglMtv- M* oBe Auswahl tn 1
Wiedttverkällfer^
che der
Ausstellung
ust ein
uchhandlun® 1@
inieste Daun
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr.
Gratisbeilage: Hießencr Aamitienötätter.
Alle AmronceN'Bureaux deS In- und Auslandes nehme«
Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- -entgegen.
» «mb jpreefagafeS*». -
•leben, den 4. December.
ReligiSfeBorlrage. „DaS Christenthum Christi!" Darüber sprach Herr Dr. Müller am letzten Freitag. »Da- Christenthum Christi." To lautet ein Schlagwort tu den religiösen Kämpfen unsrer Tage. ES ist daS Feld- geschrei Derjenigen, welche eine religiöse Reform fordern. Sie rufen daS Christenthum Christi auf gegen daS Christen- thum unsrer Tage. Sieht man aber näher zu, was unter dem Christenthum Christi verstanden wird, so stößt man auf die äußersten Gegensätze. ES ist, als käme man in einen Irrgarten hinein. Woher schreibt fich daS? Daher, daß Federmann seine eignen religiösen Anschauungen in dem Christenthum Christi wiederfiuden will. Wir können aber nur dann hoffen, daS Wesen deS Christenthum- Christi wirklich zu finden, wenn wir vorher allen Voreingenommenheiten entsagen. Eine Voreingenommenheit ist eß, wenn wir JesuS lediglich als Religionsstifter betrachten und ihn neben andere Religionsstifter stellen. Er ist das nicht. Christus will da- alttestamentltche Judenthum nicht auslösen, sondern erfüllen. Er giebt auch weder CultuSvorschriften, noch religiöse Satzungen. Er macht Eindruck auf die Menschen und ruft eine geistige Bewegung hervor, die über ihn hinaus- wirkt. Diese Bewegung M später allerdings erlahmt und ist kirchliche Lehre und kirchliche Organisation geworden. ES ist weiter eine Voreingenommenheit, wenn man vermeint, daS Christenthum sei eine fertige Weltanschauung, die fich in die Geister herabgesenkt habe, und von den Aposteln weiter verbreitet worden sei. Christus giebt uns nicht ein dogmatisches System. ES ist endlich wieder eine Voreingenommenheit, wenn man JesuS begreifen will als daS Product seiner gelt. Er gebraucht allerdings die Begriffe und Ausdrücke, fcie fie seinen Zeitgenoffen geläufig waren, aber er erfüllt sie mit neuem Inhalt. DaS Reich GotteS z. B., daS er verkündigt, ist etwas ganz Anderes, als daS Reich Gottes, wie es das pharisäische Judenthum verstand. Also fort mit btn vorgefaßten Meinungen, wenn wir daS Christenthum Christi finden wollen. Welches find denn nun die Wurzeln des ursprünglichen Christenthum-? Christus stellt fich in Gegensatz zu dem Judenthum seiner Zeit und gründet sich auf die Gotte-geschichte deS Alten Testamentes. Seine tiittte insbesondere gehen meistens auf die Prophetie zurück, namentlich auf den zweiten Theil de« Propheten Je aia. Man denke an daS Wort, daS er in der Synagoge von
Nazareth gesprochen hat, oder an die Antwort, die er Johannes dem Täufer sandte, als ihn dieser fragen ließ: „Bist Du der Messias oder sollen wir auf einen andern warten!" Der zweite Theil des Jesaia ist der Höhepunkt der Prophetie. Nach der Anschauung deS Propheten soll Israel durch die fortdauernde Fürsorge Gottes vorbereitet werden, um der Boden zu werden für die vollkommene GotteSoffen- barung. Die Prophetie blickt hinaus auf den Tag de« Herrn, da sein Geist ausgegoffen wird über alles Fleisch, da die GotteSerkenntniß die ganze Welt überfluthen soll wie Waffer! JesuS verkündigte nun mit Wort und That, daß die Wirksamkeit GotteS, die mit der Prophetie einst abbrach, in ihm selbst wieder zu Tage trat, daß in ihm alles erfüllt und verwirklicht wurde, was die Propheten ersehnt hatten. DaS war aber nichts Geringeres, als der Tag des Herrn, als die Herstellung einer neuen Menschheit nach dem Willen GotteS. Dieses Reich GotteS brachte er, zunächst in feiner Person, aber mit dem Ziel, die Herrschaft GotteS aufzurichten unter allen Völkern. Die Propheten hatten da- alles geschaut, als daS Werk eines einzigen TageS. JesuS zeigte, daß diese große Neuschöpfung der Menschheit sich vollziehen sollte in einer großen Entwicklungsgeschichte. DaS Christenthum Christi ist nichts Anderes als der Anbruch dieser Entwicklung. WaS zunächst in Jesu selbst Wirklichkeit war, da- sollte sich später volk-thümlich au-breiten. Die Wirksamkeit Jesu trug daher den Charakter der Vorbereitung auf da«, waS kommen sollte. Seine Thätigkeit war die Thätigkeit de« Ackermannes, der den Boden aufreißt. Dabei war Jesu ganzes Wirken ein Kampf, um da- zu ermöglichen, waS da kommen sollte. Dieser Kampf begann mit der Versuchung, über welche uuS Math. 4 berichtet, und endigte mit dem Tod am Kreuze. Wenn Derjenige, der fich in voller Sin» hett mit Gott wußte, zuletzt' zu dem Scyret veranlaßt wurde, ,meln Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen", so können wir eine Ahnung bekommen von der Schwere Ze- Kampfe-. Aber in dem Kampf blieb da- Leben au- Gott, da- in Jesu war, schließlich doch Sieger. Da-große Leben-» werk, da- Jesu- in beständigem Rmgen mit der widergöttlichen Welt durchsetzte, wurde da- Fundament von etwa- Neuem. Das Reich Gotte- außerhalb der Persönlichkeit Jeiu brach erst auf Pfingsten au. Das Christenthum der Jünger Jesu, so lange fie noch mit ihm wandelten, zeigt den Charakter des Unvollkommenen und Unselbständigen. Aber auf Pfingsten offenbarte fich's, waS Christi vorbereitendes Wirken gefruchtet hatte. Nun kam der heilige Geist in die
Nachfrage der Arbeitgeder.
der
Versteigerungen
1 Schlosser.
1 Schneider.
4 Erdarbeiter.
Arbeitnehmer.
1 Buchbinder.
1 Metzger.
1 Lackirer-
1 Zimmermann.
1 Schmied.
Stückarbeit.
1 Kistenmacher.
15 Taglöhner.
1 Laufmädchen.
1 Maurer.
1 Scdloffer.
1 Schneider auf
3 Schreiner
6 Haittbui scheu.
Apfetringe, fst. weiß, Apfelspatten, Aprikosen, catiforn., Airueu, catiforn., Airnen, itakien., Arünetten, itatien., Kattetn, Kalifat, Kirschen, 'Nstaumen, Aordeaur, Iwetscheu, vosnische, Awetschen, catiforn.
empfiehlt in besten Qualitäten
Emil Fischbach
Angebot
1 Bäcker.
1 Friseur.
1 Weiß in der.
2 $i tzstautn.
1 Buchbinderlehrling.
2 DienstmädchlN. 1 Ladnerin-
8363 __________________
1 Schmied.
1 Fabrbursche.
1 Taglöhner-
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Gartenftraße L.
Vom 30. November bis 2. December:
12 Lehrlinge, je 2 Buchoinder- und 2 Schlosser-, je 1 Setzer-, 1 Buchdrucker-, 1 Schmied-, 1 Schuhmacher-, 1 Bäcker, 1 Schneider,, 1 Schreinerund 1 Glaserlehrling.
1 Köchin.
20 Dienstmädchen für sofort und spater und für hier und Auswärts-
2 tüchtige Schweizer ) auf
2 tüchtige Pferdeknechte ) Weihnachten.
FMgrstchNtn Zucker, Blüthenmehl sowie sämmtliche zur Feinbäckerei nöthigeu Artikel empfiehlt billigst Robert Stuhl, 10591 Neustadt 23.
Zsmstsg den 2. Januar 1897,
Nachmittags 2 Uhr,
Bttben auf dem diesigen OrtSgericht die int »atl Len, Eheleute« in Gießen «hörigen Immobilien:
zlu.r 34 Nr 698’/io - 1'9 qm Holraitbe zwischen dem Wäldchen und dem Schirßhaus (altes Schützenbaus), flirr 34 Nr. 581"/,« — 363 qm GraS- garten daselbst
IfiewtHd) meistbietend versteigert werden. Meßen, den 20. November 1896.
Großh OrtSgericht Gießen-
I. A.: »ogt. 10286
[l—IMM IMM—M—■ Empfehlungen.
Schellfisch u. Cabliau
We Waare, im -Rebstock*. (10204
Herzen der Jünger und machte au- alten Menschen neue Menschen. JesuS war auferstanden. Seine Stelle war nicht mehr in dem beschränkten Bezirk von Palästina. Seine Stklle war zur Rechten GotteS. WaS vorher in seiner Person beschlossen war, da- fluthete jetzt schrankenlos heraus. Die Neuschöpfung neuer Persönlichkeiten begann, e- begann die Neuschöpfung der Menschheit, indem sich jene einzelne Persönlichkeiten zusammenschloffen zu neuen Organismen, zu Gemeinden, die fich anSbreiten unb die ganze Menschheit allmählig durchdringen sollten. WaS Christus wollte und erstrebte, daS begann fich zu verwirklichen tn dem Christenthum der apostolischen Zeit, in dem lebendigen Urchristentum. Auch hier finden wir denselben Charakter wie bet dem Christenthum Christi. ES ist eine gewaltige Geistesbewegung, eine Revolution auf dem persönlichsten Gebiet; göttliche Kräfte sind wirksam, die neue Menschen hervorbringen, der göttliche Geist kehrt daS Innerste der Persönlichkeit um und läßt da- neue Leben au- dem Innersten der Persönlichkeit herau-dringen bi- iw die Peripherie deS persönlichen Sein-. E» war sicherlich gegen den Willen Christi, wenn die große Geistesbewegung späterhin erlahmte, wenn da- Christenthum zur bloßen Uebung der Frömmigkeit wurde, wenn die geistig bewegten Gemeinden der apostolischen Zett hernach erstarrten zur alten Kirche mit Dogmen, Ordnung, Brauch und Satzung. Heute streben wir zurück zur Natur auch auf dem Boden der Religion. Da- kann doch keinen andern Sinn haben, al- daß da- Christenthum wirklich werde Erneuerung, Neuschöpfung der Menschheit. Diese Erneuerung wird keine andere sein al- Wtederanbruch der großen Geistesbewegung, wie wir sie tn dem apostolischen Zeitalter sehen. ES geht heutzutage durch die Menschheit hindurch wie Früh- lingsahnung, Ahnung eines Frühling- auch auf religiösem Gebiet. Wir wissen-, wenn wir wirkliche geistige Erneuerung erleben würden, da- wäre erst das eigentliche Menschenda- fein, daS befreite Menschendasein, nach dem wir unS so sehnen. Sine solche geistige Erneuerung bedeute auch ein Neuwerden auf politischem, socialem unb sittlichem Gebiete, fie bedeute die Gesundung unsere- Volksleben-. — Der nächste Vortrag wird erst am Freitag der kommendkn Woche gebalten werden.
JEmAÄ erzielt man bie-benb wrtße WLsch« bet größter Echornmg der Stoffe mit LettermaarrSr »»sche La«ge«-»x1raet oder
, Satmtar rerp.nttn ry.tUaugenmehl 115 Pfg. Man echte genau auf die unter Nr. 11718 patentamtitch geschützte Marke: (Fabrikant L. Lettermann tn Eldersetd).


