Heute wird die Landes-
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WitteruugSberlcht vom S. November.
Mit Ausnahme deS äußersten Nordwestens und Nordostens steht ganz Europa unter der Herrschest niederen Druckes, d.fle» Dertheilung außerdem sehr unregelmäßig ist. Barometnsche Minim» lagern über Scanhinavien, über Norddeutschland sowie über de« Südwesten deS E.dthrtlS. In Süddeutschland find die Unterschied« im Lustdruck gering, jedoch find vielfach kleinere (Störungen 1* erkennen Die Witterung ist meist nebelig oder trüb. SrwShnent- werth- Niederschläge find in der Pfalz gefallen. In der Schafs und Süddeutschland lagen die Temperaturen am Morgm ein wenig unter dem Gefrierpunkt.
4- WuB dem Ohmthal, 2. November. Mit dem Näherrücken deS TageS der ReichStagSwahl ist auch die Wahl- bewegung lebhafter geworden Gestern fanden Wähler-
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liberalen Wählerversammlung eine antisemitische, in welcher der seitherige RkictStogSabgrordnete Herr Köhler sprach
§ Bo» vordere« BogelSberg, 2. November. Die Dresch- Maschinen-Gesellschaften und Smzelbesitzer führen Klagen über
Ausstellung geschlossen, dürfte ein erheblicher Fehlbetrag sein.
Huugersnorh ausqebrochen.
Budapest, 3. November.
einer Ooat'on gefehlt."
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♦* Panorama. Von dem Besitzer deS zur Zeit hier aufgestellten Panoramas, Herrn Schmidt, wird jetzt eine | Bilder Serie gezeigt, wie sie uns in ähnlicher Weise bisher noch nicht geboten worden ist: Moskau mit feinen Kirchen, I Prachtbauten und Sehenswürdigkeiten- gleichzeitig aber Sczenen aus den letzten KrönungSfeierlichketteu. Der Beschauer steht den Krönungszug mit seinen imposanten Einzelheiten, die bei der Feier anwesenden Fürstlichkeiten, die Tribünen auf dem Chodtnsktfelde, alsdann die bekannten I Schreckenssceueu, die gestürmten Geschenkbuden re. an seinem Auge vorüberziehen. Mit spannendem Interesse haben wir die ausgestellte Serie zu wiederholten Malen besichtigt und I können nicht umhin, dem Besitzer deS Panoramas unfern Dank und unsere Anerkennung auszusprechen. DaS Panorama ist in der That sehenswürdig.
** Kriegerkameradschaft „hasfia". Nach Erfüllung der satzungsmäßigen Pflichten ist der Kriegerverein Heuchel- heim mit 20 Mitgliedern in den Landesverband der Krteger- kameradschaft „Hassia" ausgenommen und dem Bezirk Friedberg zugetheilt worden.
*• Die Annahme von Alter«- und ZuvaliditStß-Berficheruvg»- Quittuugskarten als Unterpfand, wie sie von Gefindevermiethern oft gehandhabt wird, ist unzulässig. ES wird nämlich gegen Hinterlegung dieser Karte den strllungsuchenden Personen häufig Quartier und Kost gewährt, auch wenn dieselben momentan nicht zahlungSsähig sind. Die Gefindvermiether sind deshalb, wie die „Offenb. Ztg." meldet, bei vorgekommenen Fällen polizeilich darauf hingewiesen worden, dass dieses Verfahren gesetzlich nicht statthaft ist und daß die Karten kein Psandobstct für unbezahlte Forderungen bilden dürfen. Die Einbehaltung der Karten zieht vielmehr auf Grund des § 108 in Verbindung mit den §§ 147 und 148 des Gesetzes über die Alters- und Invaliditäts-Versicherung eine Bestrafung nach sich.
-|- Nidda, 2. November. Gestern Nachmittag fand im Saale GambrtnuS" dahier eine ziemlich besuchte Wähler Versammlung der nationalliberalen Partei zu Gunsten MeinertS statt, in welcher Herr Reichs- und Land- tagSabgeordnerer Dr. Osann auS Darmstadt mit beredten Worten die Aufgaben und Ziele der Partei darlegte.
4- Huageu, 2. November. Seither wurde für die hiesigen und tu der näheren Umgegend wohnenden Katho- ! likcn ein periodischer Gottesdienst in einem geräumigen Locale dahier abgehalten, dessen Miethe mit 140 Mk. jährlich Se. Durchlaucht Prinz SolmS Braunfels wegen seiner Tochter bezahlte. Nachdem die Prinzessin infolge Derheirathung ihren Wohnsitz zu Hungen aufgegeben hat und die Zahlung der Miethe eingestellt wird, hört auch Mangels der ersorder- lichen Mittel und des nöthigen Inventars der periodische Gottesdienst auf, so daß die Gläubigen theilS nach N.dda, Laubach oder Sich, theilS nach Rockenberg und Gießen zum Gottesdienste reisen werden.
r. AlSfeld, 2. November. Mit dem heutigen Tage hat die hiesige land wirth s ch aftltch e Wiuterschule ihren I diesjährigen Wintercursus begonnen. Die Aufnahme der Schüler fand um 11 Uhr nach einer kurzen Eröffnungsrede I deS Schulvorstehers im Schullocale statt. Der regelmäßige I Unterricht beginnt morgen früh und dauert, abgesehen von I einer kurzen Unterbrechung zu Weihnachten, bis gegen Ende I März. Die Schule wird diesen Winter von 41 Schülern I besucht. Eine auffallend große Zahl derselben stammt aus I dem Kreise Gießen. Während früher immer höchstens 3 bis 4 I von dort waren, schickte der Kreis Gießen dieses Jahr neun I junge Leute zum Besuch der Schule. DaS diesjährige 25. Wintersemester zeigt mit 41 Schülern die höchste Schüler- I zahl seit Bestehen der Schule.
♦♦ Orden» -Verleihuuge«. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben den nachbenannten Angehörigen des Großherzoglichen Gendarmerie-Corps die Erlaubniß Allerhöchst ertheilt, die ihnen von Seiner Majestät dem Kaiser , von Rußland verliehenen Orden und Ehrenzeichen annehmen und tragen zu dürsen, nämlich: dem Oberst und Commandeur des Corps Beck für den St. Annen-Orden 2. Klasse, dem Rittmeister ä. la suite Frhru. v.Normann für den St. Annen Orden 3. Klaffe, dem unberittenen Ober- wachtmrister Gärtner und dem berittenen Oberwachtmeister Apfel für die große silberne Medaille, sodann den berittenen Gendarmen Lotz, Schmidt, Held, Hauck, Stroh, Buchhammer, Heinrich, Kaiser, Kösinger und Heß für die kleine silberne Medaille.
*• Kirchliche Dieustuachrichteo. Seine Königliche Hoheit der G r o ß h e r z o g haben Allergnädigst geruht, dem Director i. P., dermalen Psarrverwalter zu Holzhausen, Decanat Rodheim, Karl Di gelt uS den Character als Pfarrer zu ertheilen, dem von Seiner Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu SolmS- Hohensolms Sich auf die evangelische Pfarrftelle zu Eberstadt, Decanat Hungen, präsentirten Pfarrer Wilhelm Beller zu Holzheim für diese Stelle zu bestätigen.
*• 3» Verein deutscher Studenten hält am Mittwoch Abend Herr Dr. Prttze einen Vortrag über die deutsche Marine. Da genannter Herr längere Zeit auf deutschen Kriegsschiffen lebte, dürfte dieser Vortrag von allgemeinem
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vießen, den 3. November.
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die Unrentabilität der Dreschmaschinen. Fast in jeder Gemeinde befindet sich eine Damps-Drefchmaschine, sehr häufig sogar zwei. In einem nicht großen Ort befanden sich jüngst sogar drei DampsKreschmaschtoen in Thätigkeit. Daß bei solch starker Concurrenz nicht mehr viel zu verdienen übrig bleibt, ist einleuchtend. Dazu nehmen noch viele Landwirthe die Dampsdreschmaschine trotz ihres billigen DreschlohneS nicht, sondern üben den Handdrusch au«. Die mäßigen Getreideergebuiffe der drei letzten Jahre find auch hierbei ein mitsprechender Factor.
-e. Reu - Ulrichstein, 1. November. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro October 189 6. Ende October 1896 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 47 Mann. Dieselben vertheilen sich auf daS Groß- herzogthum Hessen?- Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 7, Regierungsbezirk Wiesbaden 7- Provinz Rhein« lande 9, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 3, Provinz Brandenburg 1, Provinz Schlesien 2, Provinz Posen 2- Königreich Bayern 1, Königreich Sachsen 1, Königreich Württemberg 1 - Großherzogthum Baden 3- thüringische Staaten 1 - Ausland: Schweiz 1. Hiervon waren: Arbeiter 26, Anstreicher 2, Bäcker 4, Postbeamter a. D. 1, Buchdrucker 1, Former 1, Installateur 1, Kaufleute 3, Oeco- nomen 1, Maschinenschlosser.1, Schmiede 1, Schneider 3, Schuhmacher 2. Gearbeitet wurde an 1071 Tagen. Im Monat October wurden entlassen 6 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 4, zum Militär 1, gestorben 1. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganze« 3116, dagegen abgegangen im Ganzen 3069 Mann, bleibt Bestand am 31. Decoder 1896: 47 Mann.
Darmstadt, 1. November. Bei dem diesjährigen Prets- schteßeu der Cavallerie-Osfiztere und Unteroffiziere hat lt. „Tgbl." den KaisrrpreiS Vizewachtmeister Plock vom 2. Großh. Hess. Drag.-Regt. Nr. 24 erhalten.
Ober-Ingelheim, 2. November. Ein Küfer und ein Kellermeister betraten am Samstag Abend einen Keller, in dem neuer Wein lagert. Durch die angefammelteu Gase betäubt, suchten beide Männer sofort den AuSgang zu erreichen. Während dies dem einen gelang, stürzte der Küfer Philipp Menk von hier in den im Keller befindlichen Brunnen । und ertrank.
•• Eine antisemitische Wählerversammlung fand gestern Nachmittag im Gasthof „zum Löwen" unter Vorsitz deS Herrn Fleisch h au er- LanggönS statt. Als Referent war erschienen Herr ReichStagS-Abgeordneter Zimmermann aus Dresden, während die Zuhörerschaft zu etwa drei Fünfteln auS Anhängern Zimmermanns und zwei Fünfteln Socialdemokraten bestand. Wir wollen hier von einer ausführlichen Wieder- gäbe dessen, was gesprochen wurde absehen und beschränken uns nur darauf, zu berichten, daß Herr Zimmermann seine Partei als diejenige hiastellte, welche die bedeutendsten Cultur- ausgaben drr Gegenwart zu lösen, das deutsche Reich und I dem deutschen Volke seine Rechte (besonders das Wahlrecht) zu erhalten habe. Für die Uebelstände der Gegenwart machte er in erster Linie das Judenthum, dann den Liberalismus und den von diesem verschuldeten Sozialismus verantwortlich, I während er als sesteste Stütze des Staates den Bürger- und Bauernstand hinstellte. Nach Zurückweisung einer An- zahl, den antisemitischen Reichstagsmitgliedern gemachter Vorwürfe, hob er das hervor, um was sie sich verdient gemacht und schloß seine Rede mit der Aufforderung, den Landwirth Köhler wiederzuwählen. — Gegen die AuSsührungen Zimmermanns wendete sich hierauf der Candidat der Soctaldemo- kralen, Schetdemann, in scharfer Weise- er bezeichnete die Versprechungen der Antisemiten in Bezug auf das Wahlrecht als windig, charactertfirte den Antrag Kauitz, das Verhalten der Antisemiten zur Mtlitärvorlage, zum Branntwein- und Zuckersteuergesetz und anderem, und sprach aus diesen und einer Reihe anderer Erwägangen den Antisemiten daS Recht ab, sich eine Volkspartei zu nennen. Er erklärte weiter, in Besprechung deS Verhaltens Köhlers im Reichstage, daß der- | selbe auch, salls er wiedergewählt werde, so oft fehlen werde, wie seither, er habe dies ja erklärt, deshalb empfehle er ihm ehrlich zu sein und neue Verpflichtungen nicht wieder zu übernehmen. Die Politik der Antisemiten gehe nur darauf hinaus, das Großcapital in der Landwirthschast zu unterstützen. Seine Ausführungen schloffen mit der Aufforderung, einen Socialdemokraten zu wählen. — Auf die Angriffe des Herrn Schetdemann erwiderte hierauf eingehend Herr Zimmermann, indem er an einer Reihe von Beispielen nachzuweisen suchte, daß die Sozialdemokraten Bauernfeinde |Cien. — Als hierauf Herr Schetdemann, sowie ein anderer Redner daS Wort verlangten, erklärte Herr Fletsch- Hauer, daß dem Gegrnredner nur einmal daS Wort er- theilt werden könne und schloß unter lebhaftem Protest der Socialdemokraten die Versammlung, indem er noch ein Hoch aus Kaiser und Großherzog ausbrachte.
•• Stabttheater. Gastspiel Vohu6e. Ueber Herrn OScar Bohn Le als Urtel Acosta schreibt das „Kölner Tageblatt": „Nach mehr alS dreimonatiger Pause trat am Montag OScar BohnLe wieder auf und da» Publikum bereitete dem beliebten Heldendarsteller, der in Ausübung seines Berufes am ersten October vor. IS. eine schwere Verletzung erlitt, nach seiner Wiedergenesung einen warmen Empfang. Schon bei seine» ersten Erscheinen durchbraufte ein BetsallSsturm daS HauS und im Laufe deS Abends wurden ihm Lorbeerkränze und Blumengebinde zu Theil. Mau gab „Uriel Acosta", in welcher Rolle Herr Bohnse einer seiner reifsten Leistungen bot. In der äußeren Repräsentation wie im Spiel zeichnete er den characterstarken Denker, dem seine Ueberzeugung das Höchste ist und der zu Grunde gehen muß, weil er dieselbe auf einen Augenblick seinem Herzen geopfert. In BohnöeS Auffassung stand der Geisteskämpfer ganz im Vordergründe, leine Liebe zu Judith war ihm eine Episode, die zwar den äußeren Anlaß zu seinem freiwillig gewählten Tode gibt, I bewegung lebhafter geworben. Gestern sanoen -vayrer- aber doch nicht die zwingende Ursache desselben ist. Wir versawmlurgen der nationalliberalen Partei in Ober-Ohmen Habenseiten eine so seelenvolle und eine so von tief innerster und Ruppertenrod statt. In beiden Versammlungen, die Leidenschaft beherrschte Sprache gehört, wie fie Herr BohvLe stark besucht waren, beleuchtete Herr PatzigI « »"l n In diesem Rededrama führte - da war Alles scharf gezeichnet, I daS vationalliberale Parteiprogramm und empfahl die Wahl jede HerzenSregung fein ausgeprägt, und in den elementaren | des Herrn Meiner!. In Ruppertenrod folgte der netionat- Ausbrüchen heißen ManneSzorneS lohten vulkanische Flammen. Wahrlich, Herr BohnLt hätte mit solchem Uriel Acosta einen Triumph erlebt, wenn auch der oben bezeichnete Anlaß zu
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Vereins vers chiedene Concerte theilS von hiesigen, DaS finanzielle ^Ergebniß theilS von auswärtigen Kräften arrangirt werden. Unter den Darbietungen, welche von elnheimtschen Kräften unserm Musik liebenden Publikum geboten werden sollen, neunen wir heute ein WohlthätigkeitSconcert, welches die beiden vereinigten Gesangvereine Bauer'i'cher Gesangverein und Männergesangverein unter Leitung ihres Dirigenten, H:rru Paul Polster im Verein mit der hiesigen Regimentscapelle unter Leitung deS Herrn Musikdirector Krauße am 29. November l. I. in StemS Garten arrangiren werden. Die beiden Gesangvereine, von denen der Bauer'sche Verein beim dies- jährigen Lahnthalsängerfest zu Sich und beim 50 jährigen Stiftungsfest des hiesigen Gesangvereins „Harmonie" sich in hervorragender Weise auSzeichnete, bilden eine gut diSciplt- nirte Sängerschaar, die im letzten August beim 50 jährigen StiftungSsest deS hiesigen Turnvereins Proben ihres vorzüg- lichen Könnens ablegte und jetzt bet ihrem ersten öffentlichen Auftreten hinter den früheren Leistungen nicht zurückblerben wird. Die vorgesehene pianistische Mitwirkung deS Herrn Polster, der das F-moll Covcertftück von Weber mit Orchester- begleitung und Solostücke für Ptanoforte spielen wird, sowie die Vorträge unserer Regimeuiscapelle, die zum Theil hier noch nicht gehörte Neuigkeiten enthalten werden, dürsten nicht wenig dazu beitragen, daS Programm interessant zu machen, und dem Concert zu einem guten Besuch zu verhelfen. Wettere Einzelheiten werden demnächst bekannt ge-
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• Hachenburg, 1. November. Gestern ereignete sich hier ein schweres Unglück. Ein Möbelwagen, der von dem Bahnhofe in die Stadt gefahren werden sollte, bedurfte an der Anhöhe vor der Stadt eines Vorspanne» von sieben Pferden. Als die Anhöhe erreicht war, gerteth der schwere Wogen ins Rollen. Einer der Fuhrknechte wollte die Bremse der Vorderräder anziehen, doch diese versagte und der weiter- rollende Wagen warf den Mann nieder. Dem Unglücklichen gingen die Räder dermaßen über den Leib, daß er sofort tobt war.
• Crefelb, 2. November. Der Kaufmann Emil Bredow aus Crefeld stürzte sich gestern mit Frau und drei im Alter von 5 bis 10 Jahren stehenden Ktndern bei Budberg in den Rhein. Nur ein neunjähriger «nabe konnte sich retten. Da» Motiv der That ist bi» jetzt unbekannt. Bredow war reich und ein vielfacher Hausbesitzer.
• Landau (Pfalz), 30. October. Aus Schreck darüber^ daß ihre Kleider an einem Spiritus Apparat Feuer gefangen hatten, stürzte die Gattin des tm 18. bayerischen Infanterie- Regiment dienenden Majors Gürleth zu Boden und war sofort eine Leiche.
* Lobeufieio, 29. October. Im benachbarten Heiners- dorf kam ein Handwerksbursche in die Stube des Lohn- arbeitet Müller, traf die Kinder ohne Aufficht an und erdrosselte ohne Wettere» das jüngste Kind im Alter von acht Wochen. Einige Bauern setzten dem Burschen, der nach der That sofort geflüchtet war, nach, holten ihn ein und richteten ihn fürchterlich zu. Der Mörder wurde dann nach Lodenstein gebracht._____________________________
Verkehr, £a*b- ttttö volkrwirthschaft.
•iitm# 3. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. X 1.00-1J5, Hühnnri-r pr. Sr. 0 4L 2 ©L 13—15 A- Enteneier L A. 2 St A,J der nr. ©LCO-OOA, «Sie pr.St. 5-8^, «äsem-tte nr. 6L3 4- Erbsen pr. Liter 17 A- Linsen pr. Liter 28 A. Tauben pr. X 0,50 bi» 0,65, Hühner pr. Stück 0,90 bi« 1,20, Hahnen pr. 6tüd X '-,50-0,90, Enten pr. Stück X 1,40-1,60, Gänse pr. PstmL X 0,44—0,55, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 A. «uh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 A. Schweinefleisch pr. Psd. 56 M« 66 A. Schweine fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfldsch pr. Pfd. 60-54 4» Hammelfleisch pr. Psd. 60—70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bi» 500 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 Ä, Zwiebeln pr. Centn« X 4,00-0.00, Mil» pr. Liter 16 A, Zwelschen pr. Gentner X 8—10.
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