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Frau Klein Wwe., Frankfurterffrahe 31.
icht AssKiiM gens-, Familien-, Ke- 'rivat-Verhältnieae auf ertheilen gewissenhaft . discret, auch über- ibezügliche Recherchen e L Klein le» AüskunftebureBU n Berlin. 7784
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Mittwoch den 4 November
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Berlin, 2. November. Die BundeSrathSbestimmungen Aber den Maximal AcbeitStag im Bäckereigewerbe Pud, wie vom Schöfferg richt, nunmehr auch vom Landgericht Berlin anläßlich der St age des Bäck-rmetfterS König als zu Mccht bestehend anerkannt worden.
Berlin, 2. November. Die „Rordd. Allqem. Ztg.- be- geichnet nach eiogezogeneu Erkundigungen die Nachricht ameri- -antscher Zeitungen für unbegründet, wonach eine neuere deutsche Verordnung die Einfuhr von Fteischconserven «us den Unionsstaaten tharsächlich unmöglich wache, indem fr die Untersuchung jeder einzelnen Büchse bei der Einfuhr ivorfebe.
Rathenow, 2. November. Amtliches Wahlresultat der NcichSragS-Ersatzwahl im Wahlkreise Westhavelland (Brandenburg) ES wurden inSg'iammt 18,969 Stimmen obgegtben; davon en>fi-!en auf den Svrtftftelltr Peue Dessau (Soc) 7864, auf den Landrath v. Loebcll Rathenow (cons.) 6293 und auf den Kaufmann Biell Brandenburg (freisinnige Bolksp ) 4818 Glimmen.
Hamburg, 2. November. Die Motorführer der Straßenbahn beabsichtigten gestern treten Lohnd ff-renzen in fcen Au-stand zu treten. Die Polizei gab bekannt, wer «hne Kündigung strike, verliere dauernd den polizeilichen Fahrschein. Der Strike unterblieb, soll aber angeblich am Dienstag beginnen.
Rom, 2. November. Die Leiche des Cardinals Prinz Hohenlohe wurde gestern Nachmittag nach einer Surzen Trauerfeter in der Kirche Santa Mar'a Maggiore, Welcher der Herzog von Raltbor, der N-ffe des Verstorbenen, beiwohnte, in der Stille nach der Capelle des deutschen Friedhofes bei St. Peter überführt, woselbst die Beerdigung am 3. d. M. nach einem feierlichem Traueramt in der Kirche San Lorenzo in Lucina stattfindet. Der Deutsche Kaiser hat den preußischen Gesandten beim Vatican, v. Bülow, mit seiner Vertretung bei der Trauerfeierlichkeit beauftragt und «inen prächtigen Kranz am Sarge niederlegcn lasten. Die Königin Margherita, sowie die Prinzessinnen Friedrich Carl »nd Friedrich Leopold von Preußen haben ebenfalls Kränze gespendet, desgleichen der Kronprinz und die Kronprinzessin Bon Schweden, welche sich bei dem Begräbntß durch den schwedischen Gesandten Baron v. Gildt vertreten lasten werden.
Paris, 2. November. Nach einer Meldung des „Temps" aus Madrid übernimmt die Bank von Spanien die Emission der inneren Anleibe im Betrage von 400 Millionen gegen eine Provision von i/i pCt.
Petersburg, 2. November. Wie verlautet, hat da« Verkehrs Minister tum beschlossen, vom nächsten Jahre ab daS rollende Material für sämmtliche Bahnen Rußlands zu verstärken.
Athen, 2. November. Meldung der „Agence HavaS". Eine Truppe Aufständischer drang von Macedonten in Eptru« em. In der Nähe von Zagon kam eS zn einem Mutigen Zusammenstoß mit türkischen Truppen, wobei Capitän Bekir Aga und mehrere türkische Goldateu fielen. Einige Aufständische wurden gefangen genommen.
Depeschen des Bureau „£>erolbN.
Berlin, 2. November. Der Kaiser empfing heute Vormittag u. A. den chinesischen Zolldirrctor Detring.
Berlin, 2. November. Dem BundeSrath ist heute, wie der „Kreuzzeitung" zufolge verlautet, der Militär'Etat sür daS Etatjahr 1897/98 zugegangen. Hiermit soll dem BundeSrath nunmehr der gesammte Etat vorliegeu, dessen Berathung so gefördert werden soll, daß dem Reichstage bei seinem am 10. d. M. erfolgenden Zusammentritt der ganze Etat vorliegt.
Berlin, 2. November. Die „Post" bestätigt, daß in lern Brfiuden des Generalobersten Freiherru von Lov, der vekanntltch schon seit Anfang dieses Jahres leidend ist und leit Monaten tu Eonstanz weilt, eine Besserung noch immer nicht eingetreten ist, sodaß eS fraglich erscheint, ob der General wieder auf seinen Poften zurückkehrcu wird. Sein verlängerter Urlaub läuft mit dem 1. Januar 1897 ab.
Berlin, 2. November. Zu dem vorgestrigen Artikel der ^Hamb. Nachr." schreibt heute der „RetchSanzeiger" im nicht- Mwtlichen Theil: Wir find ermächtigt, Folgendes zu erwidern: Die Frage, von welchem Zeitpunkte ab geheime diplomatische Vorgänge den Charaeter von Staatsgeheimnissen vertieren, kann ausschließlich von leitenden Staatsmännern auf Grund ihrer Verantwortlichkeit und ihrer besonderen Kemttniß der politischen Lage entschieden werden. Jede Ab
weichung von diesen Grundsätzen würde die auswärtige Politik Ueberraschungen und Erschütterungen auSsctzeu und dürfe daS Staatstnteresse gefährden. Hat Deutschland bedingungslos die Zusage erthelt, sowohl die Thatsache wie den Inhalt der vor 1890 mit Rußland geführten Verhandlungen geheim zu halten, so dauert diese Berpfl'chtung für Alle, die darum wissen, auch heute noch unverändert fort. Damit entfällt auch die Möglichkeit, auf den sachlichen Inhalt jener Verhandlungen einzugehen.
Berlin, 2. November. Gestern wurden verschiedene öffentliche Versammlungen, deren Beginn in die Zeit von 10 bis 11 Uhr Vormittags fallen sollte, polizeilich verboten. Begründet wurde daS Verbot damit, daß nach der Polizei-Verordnung vom 10. October öffentliche Versammlungen an Sonn- und Festtagen bis Vormittags 12 Uhr nicht stattfinden dürften.
Berlin, 2. November. Der russische Kaiser hat, wie das „Berl. Fremdenbl." auS bester Quelle erfahren haben will, in Darmstadt seinen Besuch in Berlin zum Frühjahr nächsten JahreS in sichere Aussicht gestellt. Dieser Besuch soll mehr den Charaeter einer freundschaftlichen Be- gegnung als einer offictellen Gegen-Visite tragen.
Berlin, 2. November. Unter den Personen, die als Nachfolger des Majors von Wißmann für den Gouverueur- posten in Oftafrika in Frage kommen, wird neuerdings auch der Landes-Hauptmann Dr. K. W. Schmidt genannt.
Berlin, 2. November. Geheimrath Georg Lewin, der bekannte Specialift für Hautkrankheiten, ist heute Mittag im 77. Lebensjahre gestorben.
Breslau, 2. November. Der RittergutS' und Fabrikbesitzer HanS von Decker aus Bobeptein bet Hirschberg im Rtesengebtrge stürzte, wie der „BreSlauer Generalanzeiger" meldet, bei Dittersbach in der Nähe von Lüben auf der Jagd aus dem Wagen, wobei sich das Gewehr entlud und die Kugel dem Jäger in den Leib drang. Herr v. Decker war sofort tobt.
Elbing, 2. November. Der „Elb. Ztg." zufolge hat Vicekönig Lihung-Tschang nach seiner Rückkehr nach China mit der Firma Schichau in Elbing einen Contract auf Lieferung von vier großen Divifionsbooten, sogenannten Torpedo-Jägern, abgeschloffen. AIS Bauzeit ist ein Jahr festgesetzt. Die Fahrzeuge werden aus Nickelstahl von 60 Kilo Festigkeit hergestellt.
München, 2. November. Die „Münch. Reuest. Nachr." melden aus Berlin: In hiesigen politischen Kreisen findet es ganz besondere Beachtung, daß die italienische Presse lebhafte Aeußerungen im Sinne einer Annäherung an Frankreich und England bringt.
München, 2. November. Wie nunmehr feststeht, belaufen sich die Unterschlagungen deS durch Selbstmord geendeten KaisirerS der bayrischen Hypotheken- und Wechselbank, Klocker, auf 130 000 Mark. Die Veruntreuungen waren nur dadurch möglich, daß hierzu ein zweiter Kassenbeamter Hilfe leistete.
Weinsberg, 1. November. Neber da« schwere Eisenbahnunglück, welches sich vorgestern Abend 8 Uhr zwischen Weinsberg und Willsbach ereignete, wird noch gemeldet: Der um diese Zeit von hier in der Richtung nach Hall abgehende Personenzug stieß auf der genannten Strecke mit acht Wagen zusammen, die sich in Eschenau von einem in gleicher Richiung, also auf demselben Geleife fahrenden Güterzuge losgelöst hatten und auf der abfchüifigen Strecke über Wlls- bach zurückgerollt waren. Der Zusammenstoß erfolgte mit furchtbarer Gewalt, da der Personevzug zwei Maschinen hatte und die Güterwagen mit großer Geschwindigkeit dem Zuge entgegenrollten. Der auf letzteren befindliche Bremser, der vergeblich seine Wagen zu bremsen versuchte, wurde auf die erste Maschine deS PersonenzugeS geschleudert und war sofort tobt. Ebenfalls geiödiet wurde der Heizer dieser Maschine und schwer verletzt der Locomitvsührer, dieser wurde gestern Nacht noch nach Heilbronn gebracht; er soll bereits gestorben sein. DaS Personal der zweiten Maschine wurde nur unbedeutend verletzt, von den Reisenden Niemand. Letzteres ist dem Umstand zuzufchreiben, daß der Personenzug zwei Maschinen führte, diese vermochten den furchtbaren Stoß zu pariren. Die erste ärztliche Hilfe leistete Herr Ober- amtSarzt Dr. Höring von hier. Mit einem später von Heilbronn ankommenden HilfSzug trafen auch fünf Aerztr ein. Der Heizer wurde gestern vergebens gesucht. Erft heute Morgen entdeckte man ihn, als der Tender der ersten Maschine von letzterer weggebracht wurde. Ec war zwischen beiden in die Kohlen eingepreßt worden. Der Materialschaden ist bedeutend. Die erste Maschine wurde auf die Seite geschleudert und ist fast ganz zertrümmert, ebenso die acht Güterwagen mit ihrer Ladung. Die zweite Maschine wurde ebenfalls aus dem Geleise gehoben, aber nicht be
sonders stark beschädigt. DaS eine Geleise wird bi« heute Morgen wieder frei sein. Zu bemerken ist nock, daß nach der Ablösung der Wagen deS Güterzuges in Eichenau daS Alarmsignal gegeben wurde. Darauf will der Wärter bet Sulzbach den heranbrausenden Wagen daS Haltsignal gegeben haben, natürlich vergebens. Dem Personenzug, der hinter einer Curve verdeckt war, konnte kein Zeichen gegeben werden. Bei Ertönen des Alarmsignals soll er den Posten Ellhofen bereits passirt haben.
Rom, 2. November. Großes Aufsehen erregt folgender Zwisckenfall bei der gestern stattgehabten Leichenfeier des Cardinals Hohenlohe. DaS Capitel ließ nicht zu, daß die von der Königin von Italien und von Kaifer Wilhelm gesandten Kränze in die Kirche gebracht wurden. Die Kränze wurden daher, als der Sarg die Kirche verließ, auf denselben niedergelegt.
Rom, 2. November. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Papst im nächsten Conflstorium keinen französischen und keinen russischen Bischof präconifiren wird.
Rom, 2. November. „Italic" schreibt, ein Telegramm Macarias an den Vatikan melde, MeneUk habe offen ausgesprochen, er werde die Gefangenen nur gegen Zahlung einer großen Kriegsentschädigung freilassen. Die oppositionelle „Roma" behauptet, das Kriegsminifteriu« habe Befehl ertheilt, bi« Ende November 60000 Gewehre neucftcn Modells nach Afrika zu senden. Fanfulla erklärt, die Regierung habe jeden Moment zwei ArmeecorpS für Eritrea bereit. Sollte kein ehrenvoller Friede zu erlangen sein, so sei die Regierung vorbereitet, um ein günstiges Resultat zu erzwingen. Der osficielle Don ChtSciotte sagt, die Regierung habe noch nicht Alles gethan, um allen Eoentualitäten ent» gegensehen zu können.
Brüssel, 2. November. Der Arbeitsminister hat die Abgesandten von 2000 invaliden Bergarbeitern der Borinage dahin informirt, daß er sie am 8. November nicht empfangen werde, dagegen bereit sei, dieselben an einem anderen Tage zu empfangen, damit die Regierung nicht direct oder indirect an einer Demonstration betheiligt erscheine, in welcher die rothe Fahne getragen wird.
Pari«, 2. November. In bonapartistischen Kreisen wi.d erzählt, der Zar habe während seines Aufenthaltes in Darmstadt den Prinzen Victor Napoleon etngeladen. Dieser Besuch habe deshalb eine hohe Bedeutung, weil das Pariser Comitv dec Bonapartiften den Prinzen Ludw'g als Kronprätendenten bezeichnet hat, welcher als Oberst in der russischen Garde in Petersburg steht.
Paris, 2. November. Präsident Faure besuchte heute Vormittag daS Pantheon, wo er am Grabe CarnotS die drei Söhne desselben antraf und ihnen die Hand drückte. Faure verweilte mit ihnen noch einige Zeit am Grabe CarnotS.
Paris, 2. November. Der goldene Kranz deS Zaren ist gestern nicht am Grabe CarnotS niedergelegt worden. Es soll dies erst morgen geschehen.
Paris, 2. November. In der „Lanterue" kündigt der Deputirte Rouauet eine Interpellation über das Ver- hältniß Frankreichs zu Rußland an. Nach den Enthüllungen der „Hamb. Nachr.", meint derselbe, sei eine Erklärung über die politische Situation Frankreichs nöthig.
Nancy, 2. November. Gestern Nachmittag sand vor de« Denkmal auf dem Friedhöfe für die 1870 Gefallenen eine Gedächtnisfeier statt. Sämmtliche Nancyer Vereine begaben sich in corpore mit Musik an der Sp tze nach dem Friedhöfe und legten Kränze auf den Gräbern nieder. ES wurden mehrere Reden gehalten.
London, 2. November. Seit drei Tagen verweigern die Londoner Lohnkutscher den Reisenden ihre Dienste. Anstatt dieselben biß in einen der Bahnhöfe zu befördern, halten sie die Reisenden von den Bahnhöfen mit dem Gepäck ab, wa« zu vielen Unzuträglichkeitin führt.
Berlin, 3. November. Wiederholt erfolgte Dernehwungen der Mörder Werner und Große Haden bestätigt, daß dieselben bei Ausführung der That keine Complicen hatten.
Berlin, 3. November. Wie dem „Vorwärts" aus Brandenburg gemeldet wird, findet die Reichstags- Stichwahl bereits am 6. ds., nicht am 7. statt.
Berlin, 3. November. Gestern Abend fanden hier fünf Versammlungen der Schneider und Con- fectiousarbeiter von Berlin und Umgegend statt, in welchen der Wunsch ausgesprochen wurde, daß der Reichstag dahin wirken möge, daß gesetzliche Schutzbestimmungen für die ConfrctionS Arbeiter erlassen würden. In allen Versammlungen wurden dementsprechende Resolutionen angenommen.
Berlin, 3. November. Rach Berichten auS Deutsch-


