Ausgabe 
4.6.1896 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

N s

alle" Mir» te KhUui,

ähnlicher k^, 7'^

1 gebracht ' bei 8peL, S3«S M».?

^den CbQ ,?

ä K°sten datl. ®e noch *k,.

'rineten-B^ brauch in Gasleitung 7

lmehr die iX geändert Geraum) ein i», braucht undd^h Ränmen zQtTS'.. meisten Fäll* t » eder herstellUmj

hhing einer He? - men wir dere L, »zuschätzenden Pr- r gen darf ni- j->,

1 benöthigten tet*. auch in Mieth m 40, 60, 10 Pi; u

etet gegenüber k< mein anerkannt? I rlust und ohne ing.

fort in voller yi

itstehen bei de t vermieden, sic ; äusser Thätigte ch vereinfacht.

ame Bahnens!;.. i Verbrennung/.

f das Bratstürk der ganze 8r r, als auf anderen; Gases zu Ko'b von Jahr zu k l hierfür eingfrü ihne den Ver t.

für 1, 2,8,4 igsten Firmen. * . Siemens, D» ke, Gaggenaoet ] g, z. B. Kocht 1,50, für 3 Fett' er von MkJL- höher, Plätte» iher. Ferner fr le Apparate in "r h Kostensnsbü"

en

wtkü o*

serwerk 6

g«n*____

a Stande, Offerten

£Vy

>

;cW^

ISO«

M 129

Erstes Blatt. Donnerstag den 4 Juni

Der tW1 Mieijtt t täglich, heil < aahmt des Fantag«.

fr Gießener -«ßn!!le»ßtätler Beugte ixrm Anzeiger jTnHfr **' dreimal hfdeflt

Gießener Anzeiger

Kenerat-Mnzeiger.

Biertefjihrigtr JtfaeeeeenLtccfct 2 Mark 20 Pfg- eut vringerloha. Durch die Post bqogcV 2 Mark 50 P1§.

Rebachan, tpebvtiae- und Druckerei:

-«» ßraßeMr Krrnlprecher 5L

2lmts# und Anzeigeblutt für den Ttreis Gietzen.

HratisKeikage: Hießener Kamittenbtätter.

*2ter deutsch-japanische Handelsvertrag.

Uniiktut 6o« Anzeigen zu der Rachmittags für de» felilfbr Lag erscheinenden fhimmer bis Bonn. 10 Uhr.

Deutscher Ueichrtag 95. Sitzung. DteuStag, den 2. Zuui 1896.

lanbt'9Ibg. Müller-Fulda (Ctr.) mißbilligt, dah der Neu-Gutnea- Compagnte in dem mit ihr abgeschlossenen Vertrage das. Monopol der Arbeiter-Anwerbung belassen werde, ist aber im Uebrtgen mit dem Wechsel in der Landeshoheit einverstanden, namentlich auch m Interesse der kirchlichen MissionSpfiege, die dadurch mehr Spielraum

Director der Colonialabtheilung Dr. Kayser: ^^__tei schon im Vorjahre anerkannt worden, datz die Neu-Guinea-GesEchast unter den jetzigen Verhältnissen feit mehr auöüben könne, wenn fte die Hoheitsrechte behalte. Auch die Ostasrtkanische und die Südwestasrikanische Colonialgesellscha t hätten sich nach kurzen Erfahrungen ihrer Hoheitsrechte wieder ent- rr < v __ MLmUAa (vrianrimaan nPHIlmi 1. X

Bud de« Verhandlungen der Zweiten Kaunner der hessischen Stände.

nn. Darmstadt. 2. Juni 1896.

demokraten. Damir wird die heutige Tagung um 1 Uhr geschlossen. Morgen srüh 9 Uhr Sitzung.

Alle Innoncen-BureauF de« In- und Auslandes nehm« Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen

öiic 2. Stäudekammer trat heute Morgen um 1/^,110111^ unter dem Vorfitz des 1. Präsidenten Justizrath DrDt.-.B eber zu einer längeren Tagung zusammen.

Xani) Verkündigung einer Reihe von neuen Einlaufen umistöeirichtSanzeigen trar daS Hau« sofort in die Berathuug deiA jirmt zweiten Mal eingebrachten Antrags der Abg. L8ifr;rburg und Genoffen auf Aufhebung des 3^ sufi'-mgesetzes. Abg. Wasserburg erklärt, er verlange »itsttl lllnrechteS, sondern nur daS gleiche Recht, wie btt» itafinmn Corporationen zu Theil werde. Er polemisirt gegen bhSt: iglntQtton der evangelischen Generalsynode, die von dort Mschum könnte^nicktt v^^der^kathottschen Religion getrennt I deutsch. freisinnige Partei, die Antisemiten und die Soctal-

Am BundeSrathStische: Staatssecretär Frhr. v. Marschall, Gras v. Posadowski und v. Bötticher.

Aus der TaaeS-Ordnung steht die erste Berathung deS Nach- traaSetats für Uebernahme der Landeshoheit über Neu-Guine« auf das Reich, für Kasernenbauten auS Anlah der Umwandlung der vierten Bataillone, ferner für ein neues (viertes) Telegraphenkabel nach England, für die Kosten der Vertretung de» Reiche» bei dm Moskauer Festlichkeiten usw.

Abg. Hasse (ni.) tritt für den Uebergang der Landeshoheit über Neu-Guinea auf datz Reich ein. Die Zustände dort seien unhaltbar und das Reich werde sich auf die Dauer der Aufgabe nutzt entziehen können, wie in den übrigen Schutzgebieten, so auch diesem die Verwaltung selbst 8» übernehmen. Redner vermißt ferner Forderungen im Etat zur Unterstützung deutscher Schulen im »u«.

er6aUybg. SBartfr (frs. Dg.) erklärt sich principiell dagegen, das Reich mit der Verwaltung von New Guinea zu engagtren, gleichviel ob auf Grund des vorliegenden oder eireS abgeanderlen Vertrages. Neu-Guinea sei der letzte Theil der Bismarck schen Colonialpol tk. bei dem sich noch eine selbstständige kaufmännische Verwaltung »haltm habe. Die Neu-Gutnea-Compagnie sei an sich ein sehr letftunß^ fähiges Institut, das reiche Hintermänner habe. Sollte es diesem Institut nicht gelingen, auf der Basis der bisherigen

Zukunft Erfolge zu erzielen, dann wäre das der beste Beweis dafür, daß eS sich überhaupt nicht lohne, für jenes Schutzgebiet Gelder auf­zuwenden. Der vorliegende Vertrag lade übrigens alle Lasten auf das Reich, beiaffe dagegen alle Vortheile der Compagnie.

Abg. Graf Arnim (Rp.): Aehnliche Reden wie diese haben wir schon von Bamberger bet der Samoa-Angelegenheit gehört, und doch gibt es heute viele Freisinnige, denen eS leid Ihm, daß, wir damals die Samoa-Vorlage abgelehnt haben. Allerdings ist der Vertrag mit der Neu-Guinea-Compagnie derart, daß wrr lächeln h.-,.chtUch b« St-at-. I

gemalten. (Bravo). Abg. Dael v. Koeth wendet sich l g^chtragsetats annehmen, müssen wir zum Mindesten über mit großer Emphase gegen die letzten Ausführungen deS oerfch.edentliche Vorfragen Auskunft erhalten. Der Vertrag ist ia

M«XiTiW«4Ä S undt .. er verampf | ttnc neue Vorlage über Neu-Guinea gemacht werde.

Abg Richter (frs. Vp.): Hat daS Reich wirklich noch Geld la, bann sollten wir es doch nicht an einer solchen Stelle anlegen, uw seine Verwendung sich nicht lohnt. Wenn wir Herrn Bamberger immer gefolgt wären, wie damals bei Samoa, dann hätten wir un« auch manche colonialen Nasenstüber erspart. Graf Arnim meinte, die Kosten für den Landeshauptmann könnten wir durch Beschaffung von Einnahmen aus der Colonie bestreiten. Aber was an neuen Steuern dort erhoben werden kann, daS ist schon durch die Disconto-

. werden, so wenig roic der Pionier von der deutschen Armee. Die Agitation richte fich gegen das ganze katholische Volk und er protestire in deffen Namen hiergegen und erkläre, daß er es nicht zugeben könne, daß fich die evangelische General« synode in katholische Angelegenheiten einmische. DaS Jesuiten« gesetz rage mit seinen Ausnahmebestimmungen wie ein traurige« Wrack auS den Zeiten de« Polizeistaates, welcher jeden Bürger für verdächtig hielt, in unsere Zeit deS Rechts« ftaates herüber, der sich doch auf der Basis allgemeiner Gleichberechtigung aufbaue. Spectell in Hessen, welches daß freieste VeretnSgesetz unter allen civilistrten Völkern befitze, und sich bezüglich seiner Toleranz rühme, könne man doch nicht einem Gesetze hold sein, welches dieser berühmten Tole­ranz geradezu Hohn spräche. Erst kürzlich seien die Feste gefeiert worden zum Andenken an die Errichtung deS Deut­schen Reiche«. Zahlreiche Jesuiten hätten an den Kämpfen von 1870/71 Theil genommen und somit auch an der - Gründung deS Reiche« und trotzdem habe man sie in die « Verbannung geschickt. Durch ein solche« Verfahren müsse jedem Katholiken die Schamröthe in'« Gesicht steigen und er bedauere, daß viele Katholiken diese Feste mitgeseiert haben.

Unter den ganz neuen BerathungSstoffen, welche dem Rei-^axe seit Ostern noch zugegangen find, befindet fich and* b-.i zwischen Deutschland und Japan abgeschloffeue Haimlelk« Schifffahrt«- und Eonsularvertrag, der jetzt den JieiWf unmittelbar nach Ablauf seiner Pfingstserien zum erftiina Me beschästigen wird. Die seit Beendigung de« rpEjch-chinesischen Krieges gewaltig gewachsene politische Beloomuqg deS fernen ostasiatischen Jnselreiche«, anderseits aud.ifl \tm* staunenSwerthe industrielle, gewerbliche und com« tueiotllc Entwickelung und seine nicht zu unterschätzende Auf- naf;:pMWflteit für eine ganze Reihe wichtiger Erzeugntffe Den lenken Industrie ließen e« für die deutsche Regierung 21«il rSir.tzenswerth ersch-men, zu einer durchgreisenden Neu- .-NPilmz der handelSpo'cktischen Beziehungen Deutschland« ninÄinLe de« Mikado zu gelangen. Die japanische Regie- rutJijlieh sich auch hierzu gern bereit finden, und die be- re'rjfaitn Verhandlungen kamen, trotz mancher Schwierig« riitita, unter denen die erklärliche Verstimmung weiterer Irirtiit bi Japan wegen der Mitwirkung Deutschland« an i ccuaucic, »«b u-r- -"J'"- ".» -

ber- ür Hapa»/ungünstigenRevision" de« Friedensvertrages Auf seinem Hause habe keine Flagge geweht, ^aat« no.i.ZZmonoseki nicht die kleinste Rolle spielte, schon vor Knister Finger erwidert, erkönne zu d'nAuSführunge *3cVtkn ||um glücklichen Abschluß. ES erübrigt nun nur noch Wasserburg« nicht schweigen, ^r müsse sagen, ' -tc Sk^hmigung des Vertragswerts durch den deutschen Antrag sei nicht etwa d^e Fragens RechtSgefühls "°v^bmd

Re iitiht an welcher nicht im Mindesten zu zweifeln ist. gewesen, sondern das Princip, neuen Stoff n die Mater^

neu« ®enra6«artf (c8l di- j°p°ni,ch°n Elnsuhr- hw-inzuw-rs-n und ,ür die «l-dn-iumal von! fich

d-u üb-rwi-g-ud-n Th-il d-r d-ullcheu Auisuhr reben ,u mach-». Er halt-, dah-r auchj sllr ganz natürlich,

na°ch g«,mn s-st, für di- nicht g-bund-n-n Ar,tl-l bl-id-n bi- w-nn -vang-Ifich--V-r!ch°s>°» ein« -k-iM« ,, ber Einsuhrzöll- und auch b-r -twaig-n Auisuhr- J-jui.-narb-u hab-», benn b««5!fd)i*U-brMc .»S'ta °u.°n°m-» R-g-iu»g Japau« üb-rlafi-n. Di- b-, Ma.-riai, um zu b-w.ifen, «t.: M. <«t» Nk°m> M-Nisch-N B-rlr°g-I°tz- w-fi-n im B-rgl-tch zu b-n lei unb et fiub- e, behhab gau, |ür richtig, batz »ch bte e Dlt äirLt.i -iolljätzeu gegenüber b-utlch-u Maare» zwar eine Körp-rschaft an bai Minift-r um gewend-1 habe. Gr m ff buÄm..iiche ErhShung um 5 bi« 10 pffit. auf, bi-|elb- aber auch lagen: - - -'b' Nich.t°°« d em D - u I ch n tnuifiinteffen, zieht man die Ein|uhr,Slle embeter Liinber in Reich unb b-m beut|chen Volk ge,°hriicher lei «e-M>Gigu»g, °i« eine nur mähig- bezeichnet werben unb künne °-i<! ber J^utteno ' Reiche, unb --'-AM °a°her nicht geeignet, die «uuhr der be«-ffe°ben \ bue_»,»e «egn.iobe,(Deutsch en R-iund devrui^v Jnduftrie-Erzeugniffe nach Japan wesentlich zu er- fd)iMtrtn Außerdem steht zu erwarten, daß gerade daS AwlMiun neuer Industrie« und Erwerbszweige in jenem

ES=« Ä» 1 -'

*SwSr,Kto|S",ÄS...,

-s:»...tjrSSsÄsSilrEI SRBßW .....

ÄTÄÄ S ÄjUi. -. ili{ «j« m «.»« LR-Mg ÄÄ1 '!

fi(W Ausdehnung für die Deutschen und den deutschen HoMl, womit sich dem deutschen Unternehmungsgeist ein neiwelFrld im äußersten Osten Asiens erschließt. Jedenfalls etf^ni das gesammte Vertragswert geeignet, die mannig« -faedge Lebhaften Beziehungen, die schon seit geraumer Zeit zwWn Deutschland und dem intereffanten Reiche de« Mikado befall, zu festigen und zu fördern.

________ der Niger-Gesellschaft fei schon angeregt, ob e» nicht richtiger fei, fie der Hoheitsrechte zu entkleiden. Und was die South-Africa-

w» v...... v,-,------o . . _ Comvany anlange, so glaube er, darüber brauche er wohl dem Haufe

handele sich in dieser Frage doch nur um 300 bis 400 Per« ntcbt8 weiter »u sagen. Jedenfalls seien auch dort schon sehr einfluß- Un, bene» m°» °°rschreib-u wollt, »Ur a» von ber Re-

gierung bestimmten Orten wohnen und wirken zu dürfe . I Hohettsrechte in einer Colonie, so sei es auch viel eher

Diese Ausnahmebestimmungen gegen Personen festzulegen, tfi ber ße(lc# mit feiner Gesetze geordnete Zustande hnbeizu- die ihr ganzes Dasein in den Dienst der Menschenliebe ge- sührm. Zur Begründung des Vertrage« mit der Neu-Guü,ea- siellt sei die aröß - Intoleranz, die je geübt worden sei. Gefellschaft weist Redner auf die großen Summen hin, die diefe fteut, ict orc »iubic juu * of j ö (snriftr. I Gefell chaft nicht in ihrem eigenen, sondern im onentUchen Zntttene

So sicher die Ausnahmebestimmungen gegen die Social ««WWi « bem Neu-Guineas, den Barth bestritten demokratie gefallen seien, müßte auch daS Jesuitcngesetz fallen. . würbe bet Reichstag leicht überzeugen, wenn n oder die Aba. Schröder stellt fest, daß der evangelische Bund, dem Budgetcommission einmal seine Sitzung nach der Colonial-AuSstellung oo»°-».hoificher s/iie möu^b.e »g.t°.i°» gege» ba, J-|uite»- oer,--« °°m.V*«

gesetz imputire, eine größere Gesellschaft evangeltsch gut ge berechtigten durchaus die von Jahr zu Jahr gestiegenen

sinnter Bürger sei, die abernichtim Austragder evangelischenKtt che ber 6olonte en Producten. Bei Beurtheilung des Vertrage«

handele, sondern dazu berufen sei, den Frieden in der evan- mtt der Gesellschaft dürfe man nicht übersehen, b°h^ne einen gelischen Kirche zu «halten und ihren Bestand zu sichern

und dieses Recht laffe fich der evangelische Bund nie un I Limburg-Stimm (cons.) tritt für Vertagung der

nimmer rauben. Nachdem noch der Berichterstatter, Abg. I bis »um nächsten Herbst ein und tadelt, daß in unserer ge- Hechler, den ablehnenden Standpunkt deS Ausschusses pracisirt fammten Colonialverwaltung Me Jureaufra i^jen.

Aushebung deS Jesuitengesetzes denke, sei e« auch für Hessen Staatsfecretär o. Marschall bemerkt hierzu früher seien nicht angezeigt, die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen ^artige Ausgaben dem Reichstage lediglich zur n°»lraglichen Ge- g-?-» b-»J-l»ite»orb°n v°» b°« Mg »Wg£

VBafltrbutg u»b b-°°tr°g,-n »°m-»-i,ch » Ab. """to gS»!««. x k b

stimmung stimmen 24 Abgeordnete mtt Nein gegen die Aus« abg. Beck (frf) äußert fich noch gegen dm »ertrag mit der h-bu»g u»b 17 für di-I-ib- | »1^«*