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3.7.1896 Erstes Blatt
 
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Die Tischlermeister Wiens 6e-

welches

wieder genesen.

vielleicht nicht Unrecht, ihn als afrtkamüde zu bezeichnen. Er

onzeigerS" erklärte Major v. Wißmann einer Persönlich­keit gegenüber, die Entscheidung, ob er im Herbste wieder nach Afrika zurückkehren werde, hänge davon ab, ob fich sein gegenwärtig sehr angegriffener Gesundheitszustand während seines Aufenthalts in Lauterburg so bessern würde, wie er es erhoffe. Immerhin, meinte Herr v. Wißmann, hätte man

für ihn eine neue Einbuße an seiner Gesundheit bedeutet, dazu käme, daß er jetzt Frau und Familie habe, denen er sich in Ruhe zu widmen wünsche.

Berlin, 1. Juli. Die antisemitische ReichStagSsraction hat einen Antrag eingebracht, wonach spätestens tm Jahre

heben.

Brüffel, 1. Juli.

Berlin, 1. Juli. Vor dem Schwurgericht der hiesigen Landgerichts I begann heute der Prozeß gegen den bis­herigen Dirrctor der Rheinisch - Westsälischeu Bank, Her­mann Friedmann, der sich wegen MünzverbrechenS, Be­truges und Aneignung ihm anvertrauten fremden EigenthumS zu verantworten hat. Gegen 8Vi Uhr wurde die Verhand­lung, für die zwei Tage in Aussicht genommen find, auf morgen 9 Uhr vertagt.

Leipzig, 1. Juli. Das Reichsgericht verurtheilte den Buchbinder Jacobi aus Freiburg (Baden) wegen Aufforde­rung zum Hochverrath und Verbrechen gegen das Spreng-

Aufgabe (wiederholt):DaS französische Verbum nach den Zeugnissen von Grammatikern des 16. und 17. Jahrhunderts." Für das Jahr 1896/97 wurden folgende PretSaufgaben gestellt: Von der theologischen Facultät:Die modernen Versuche, verschiedene Quellen im vierten Evan­gelium zu unterscheiden, find darzustellen und zu beurtheilen." Von der juristischen Facultät:Die Lehre vom Wechselblankett nach deutschem Wechselrecht." Bon der

Coeele» nnt1 provinzieller.

Gießen, den 2. Juli.

* Bon der Universität. Die in der vorigen Nummer erwähnten PceiSaufgaben für 1895/96, deren Bearbeitern von den betrkffenden Facultäten die ausgeschriebenen Preise zu erkannt wurden, lauteten: 1) Theologische Facultät: Erklärung von Psalm 22." (Die Aufgabe der juristischen Facultät wurde, wie bereits erwähnt, nicht bearbeitet.) 2) Medicinische Facultät: 1. Für den akademischen Preis:Es sind die von M. Heidrnhatn und Cohn im Epithel von Amphibien und Säugethieren, von Bonnet im Epichel deS menschlichen MagenS und verschiedener Drüsen entdecktenSchlußleisten" bezüglich ihres Vorkommens womöglich mit Berücksichtigung ihrer functionellen Bedeutung beim Menschen einer systematischen Untersuchung zu unter-

____________,________ziehen." 2. Für den Balser-PreiS:Die Frage, ob der sei nunmehr" 17 Jahre in Afrika'thätig und jedes Jahr habe I Kopf des Neugeborenen in einem ganz bestimmten Derhältniß steht zu dem der Mutter, soll durch eine größere Reihe ver­gleichender Meffungen unter genauer Berücksichtigung des bereits vorliegenden Materials neu geprüft werden." 3) Philosophische Facultät: 1. Mathematische Auf- gäbe:Invarianten deS Systems von drei bilinearen ter­nären Formen." 2. Philosophische Aufgabe:Kritische Darstellung deS Problems der Materie bei Kant." 3. Lin­guistische Aufgabe:Die sorgfältige Sammlung und Er- wägung der Familien- und Derwandtschaftswörter in einer oder mehreren altindogermanischeu Sprachen." 4. Romanische

ist nach Metz abgereist.

Mm, 1. Juli. Die Tischlermeister Wien» be- schloffen, so lange ihre Werkstätten zu schließen, bis die Ge­hilfen den über einige Werkstätten verhängten Boycott auf-

WB Berlin, 2. Juli. Bei einem Gewitter, gestern über Charlottenburg und Umgegend niederging, wurden auf dem Friedhof in Weftend drei Personen vom Blitz erschlagen und fünf verwundet. Die Verwundeten dürften

1920 eine Ges ammtrevision des Bürgerlichen Gesetzbuches stattzufinden habe.

Die Polizei verhaftete gestern einen Anarchisten in seiner Wohnung. Die bei ihm gefundene umfangreiche Correspondevz lieferte den Beweis, daß er mit Berliner Anarchisten in reger Verbindung stand. ES fanden sich bei ihm mehrere in deutscher Sprache abgefaßte Briefe zur Verherrlichung der Propaganda der That. Der verhaftete Anarchist «st gl-ichzeittg der H-rauSgrb-r de, Anarchist-»- blatteSDer Insurgent", in welchem er die Anarchisten Henry und Vaillant verherrlichte. Zugleich mit dem Anarchisten wurde auch der Drucker und Verkäufer des Blattes verhaftet. Rewyork, 1. Juli. In einer Zeitungsdruckerei in Houston (TexaS) explodirte ein Dampfkessel. Einige Thetle flogen davon in daS Generalbureau der Southern- Pacific-Bahn und tödteten den dort befindlichen Stenographen und einen Telegraphisten. Der Vlcepräfident, der General- director und mehrere Beamte wurden schwer verletzt.

stoffgesetz, sowieMajeftätSbeleidiguug zu 31/, JahreuZuchthauS, 5 Jahre Ehrverlust und Zuläsfigkeit der Stellung unter d ^Meh^l. Juli. Der Braud in dem Artillerie-Depot im Vorort Devants les Fonts wüthete die ganze Nacht hin­durch: ebenso haben auch die Explosionen sortgedanert, jedoch weniger erhebliche Folgen gehabt. Einzelne benachbarte Privathäuser wurden vom Feuer ergriffen. Der offizielle Bericht meldet fünf Todte, darunter zwet Soldaten, sowie fünfzig Verwundete. Nach anderen Nachrichten wird die Zahl der Verwundeten auf mehr als 100 geschätzt. Zuverlässigeres darüber, wie viel Todte und Verwundete vorhanden find, konnte noch nicht feftgestellt werden. Der Schaden an Granaten beträgt 2 Millionen Mark. Der Statthalter hat seine beabsichtigte Reise nach Baden-Baden aufgegeben und

ich Dich Deinem Elemente und taufe Dich:K a i s e r I L 3»t«. Di- R-ileri« «# um brei Uhr Nachmittag- »ach P°'«d°m -bg-r-ist. D» «-is-r begleitete feine Gemahlin bi, zum Zuge. Truppen bilb-tm bis >um Bahnhase Spalier. Der Kaiser begab fich daraus

Rnid der Lahenzollern" zurück und trat kurz dar biet Uhr die Reise "nach Norwegen an. Bei der Einsahri«in den Lasen verabschiedete fich die Admiralität und da- Osfizier carvs Der Kaiser, aus der Commandobrücke stehend, grüßte Lhatt7nldb°°' Die Schiffe seuerten Salutt die: W»». schäften brachten brausende Hurrahs aus. In der KtelUnte derHohenzollern" folgte der KreuzerGefion. DaS Wetter ist stürmisch und regnerisch.

Bremen, 1. Juli. Der Kaiser telegraphirte auS Wilhelmshaven an denNordd. Lloyd", er verleihe den Führern deutscher SeehandelSschiffe, so lange fie Offiziere deS Beurlaubtenstandes find, die Berechtigung, daS ei ferne Kreuz auf der deutschen Handelsflagge zu führen, um die Marine mit der Handelsschifffahrt fester zu der- knüpfen, auf deren Unterstützung fie im Kriege r^°c; ®tn gleichlautendes Telegramm ging der Hamburger Packetfahrt- Gefellschaft zu. .

Metz, 1. Juli. Nach den bis fetzt vorliegenden Meld­ungen ist die Ursache deS Brandes tm Zeughause Nr. 3, sowie die Zahl der Verwundeten und Tobten noch nicht genau festgestellt. Der ganze Unglücksplatz ist durch Militär streng abgesperrt. Die Militärposten laffen Niemanden zum französischen Thore hinaus. DaS Feuer ist int Wagen­schuppen des Zeughauses in Devants les Fonts auSgebrochen. Durch die H'tze entzündeten sich gegen 8 Uhr die in den Magazinen lagernden MunitionSvorräthe mit gewaltigem Knall, durch den in der Stadt Metz eine heftige Erschütterung hervorgerusen wurde. Die htnzugekommenen Neugierigen, I außerdem insbesondere die militärischen Schutzmannschaften wurden durch umhergeschleuderte Spreuggeschoffe von Bomben in großer Anzahl verletzt. Die Angaben über die Tobten und Verwundeten gehen weit auseinander und schwanken zwischen 5 bis 30 Tobten und 40 bis 150 Verwundten. Die Verwunderen wurden in daS Garnisonlazareth geschafft. Die explodirte Munition bestand meist auS Jnfauteriepatronen und Granaten. Einzelne Pulverkörper flogen bis gegen 10 Uhr in die Lust.

Metz, 1. Juli. Die Ursache des gestrigen Brandes deS WageohauseS des Art.lleriedepotS Nr. 3 in Devants les Fonts bei Metz waren Funken, welche von einem auf dem be­nachbarten Bahnkörper fahrenden Zuge in daS vordere Ge­bäude flogen. DaS Feuer entzündete daselbst lagernde Zünder und Schießbaumwollekörper. Um 78/4 Uhr gab eS eine große Explosion, durch welche eine Anzahl Militär, und Ctvilpersonen getödtet und verwundet wurden. Todt sind 2 Unteroffiziere und 2 Civilpersonen, sowie der Knabe Jungfleisch- Verwundete befinden fich in öffentlichen Krankenhäusern 14 und eine größere Anzahl in Privatpflege. Der Brand sprang auf eine benachbarte Scheune. In nicht allzu weiter Entfernung befindet sich ein Pulvermagazin, das bedroht war. Gegenwärtig bildet die Brandstätte einen rauchenden Trümmerhaufen und ist vom Militär abgesperrt. Der Schaden, welcher hauptsächlich aus Belagerungsmaterial besteht, ist beträchtlich.

Metz, 1. Juli. Ein weiterer Bericht aus Devant-leS- PontS besagt: Todt find 2 Unteroffiziere vom 9. Dragoner- Regiment und ein Knabe. Die Zahl der Verwundeten läßt fich noch nicht feststellen. Einzelne Geschoßtheile flogen 1 Kilometer weit. Die beiden Unteroffiziere und der Knabe wurden in einer Entfernung von 500 Metern von der Un- glückSstelle getödtet. Der Materialschaden ist bedeutend.

Dwrich« b«l Wezmi

Berlin, 1. Juli. DenBerl. N. Nachr." zufolge er- halte sich in gut unterrichteten Reichstagskreisen die An­schauung, daß mit dem Rücktritt Berlepschs die Reihe der ministeriellen Veränderungen noch nicht abgeschloffen sei. Namentlich sei von einem bevorstehenden Wechsel im EultuSministerium die Rede. Die an die dreimonatliche Be­urlaubung des KriegSminisierS sich knüpfenden Befürchtungen seien hoffentlich unbegründet.

Berlin, 1. Juli. DerPost" zufolge ist die Aller- höchste Ermächtigung zum Einbringen der Handwerker- Organisationsvorlage im BundeSrathe nunmehr ein­geholt und wird Ende dieser oder Anfangs nächster Woche in ihrem Wortlaut veröffentlicht werden.

Berlin, 1. Juli. Nach einer Meldung desLocal-

medicinischen Facultät: a) Für den Preis der Balser-Stiftung:An der Hand der Literatur und de» Materials der Gießener Slimk soll entschieden werden, ob fich für die Behandlung deS chronischen Glaucom« die Jridectomie oder die Selerotomie bester eignet." b) Für den akademischen Preis:Danach einigen vorläufiqev Ver­suchen fich beim Hunde die reflektorische Ltdbewegung tn Folge von OpticuSreizung anders als beim Kaninchen ge­staltet, so sollen durch Versuche diese Unterschiede feftgestellt und die Ursachen davon erörtet werden." Von der philo­sophischen Facultät: a) Chemische Aufgabe (wieder­holt):Chemische und thermo-chemische Untersuchung von Masur." b)Classische philologische Aufgabe:Qua ratione compositi sint commentarii notarum Tiroma nannn. c) Germauische philologische Aufgabe: Die Geschichte des deutschen GenittvS seit der mittel-hoch- deutschen Zeit." d) Romanisch philologische Auf- gäbe:Die französischen Lehn- und Fremdwörter im älteren Deutschen." e) Mathematische Aufgabe:AuS dem Vorzeichen der Summen sin k x -|- sin k y, für alle ganz­zahligen k sollen die Winkel x und y bestimmt werden. Die Bewerbungsschriften sind vor dem 1. Mai 1897 ein- zusenden und an die betreffende Facultät oder dem Decan derselben zu adrestireu. Jede Bewerbungsschrift darf nur einen Verfaffer haben.

Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Eotschließung vom 2. April d. I. den nachbemerkten Pflegerinnen des Alice- Frauenvereins für Krankenpflege: a. der Fräulein Helene Hüser in Offenbach, b. der Fräulein Margarethe Haster in Gießen, c. der Fräulein Louise Freund in Darmstadt das Dienftauszeichnung-kreuz für Krankenpflege (in Silber) Allergnädigst verliehen.

Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 12. Juni wurde der GertchtSaffeffor Wilhelm Bechtold in Alzey zur Recht», anwaltschaft bet dem Amtsgericht Alzch, am 13. Juni wurde der vormalige Rechtsanwalt Ferdinand Eberwetn in Vilbel nach erfolgter Aufgabe der 'hm unter» 27. April l. IS. ertheilten Zulaffung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Grünberg, zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amts­gericht Zwingenberg mit dem Wohnsitz tn Bensheim zu- gelaffen.

* Die Spar- und Leihkaffe Gießen hielt am 12. Juni d. I. eine Generalversammlung, in welcher für die weitere Entwickelung dieses Instituts sehr wichtige Beschlüsse gefaßt worden find. Nachdem der Vorsitzende die Aenderung der Statuten mit Rücksicht auf das Verfahren anderer Banken eingehend begründet hatte, wurde u. A. folgende Statuten- änderung beschlosten, die dem Vernehmen nach vom Ministerium bereits Genehmigung gefunden hat. § 48 der Statuten wurde tote folgt abgeändert:Bet auf gerichtliche Schuld- I und Pfandverschreibungen gewährten Darlehen wüsten die Unterpfänder in der Regel den doppelten Schätzung, werth des DarlehnS haben. Werden in Landgemeinden Gebäude verpfändet, so muß der Schätzungswerth dieser Unterpfänder im Allgemeinen dreifach die Summe deS dar­auf gewährten DarlehnS erreichen und ist nur in Ausnahme- fällen auch hierbei doppelte Sicherheit genügend. In der Stadt Gießen können ausnahmsweise auch Dar­lehen bis zu 60«/, des Schätzungswerthes gegeben werden." § 60 lautet: Alle Darlehen find der Regel nach mit 4% zu verzinsen. Bestimmend für diesen Be­schluß ist gewesen, daß die Spar- und Leihkaste eine zu be­deutende Summe in Staatspapieren liegen hat und man wirthschaftlich mehr damit bezweckt, wenn die Capttalien auf

I Immobilien anSgeltehen werden.

* * Gießener Sänger-Bereinigung. Wie wir soeben er­fahren, findet am 22. Juli ein Concert der Sänger- Vereinigung statt. Näheres werden wir schon tn den allernächsten Tagen bringen.

* * Zubiläum. Gestern feierte Herr Phil. Deibel sein 25jährigeS Dienstjubtläum als Fuhrmann bei der Spedt- tionSfirma Adolf Lyncker dahier, nachdem er bereits drei Jahre bei feinem Vorgänger tn Diensten gestanden. Der Jubilar wurde Seitens der Firma und deren Angehörigen mit Geschenken bedacht und eine kleine Feier veranstaltet.

* Schlachtungen im städtischen Schlachthof. Im städtischen Schlachthaus wurden vom 1. April 1895 bis dahin 1896 geschlachtet 1369 Ochsen (1256), 90 Faselochsen (30), 122 Kühe (150), 284 Stiere (238), 554 Rinder (657), 84 Pferde (95), 8965 Schweine (8799), 4763 Kälber (4393), 559 Hämmel (703), 170 Schafe (180), 15 Ziegen (23). Die etngeklammerten Zahlen bedeuten die Schlachtungen für den gleichen Zeitraum deS Vorjahres. Bei den Ochsen, Faselochsen und Stieren ist für 1895/96 ein Mehr von zusammen 189 Stück zu verzeichnen, dem aber bei den Kühen 28 und Rindern 103, also zusammen 131 Schlachtungen weniger gegen daS Vorjahr gegenüberftehen. Pferde wurden I 11 weniger geschlachtet, wohingegen Schweine und Kälber wieder 166 resp. 370 Stück wehr dem Consum zugeführt wurden. Hämmel wurden 46, Schafe 10 und Ziegen 8 Stück 1895/96 weniger geschlachtet als im Jahre 1894/95.

W. Lollar. 1. Juli. Die vor wenigen Jahren mit einem Kostenaufwand von 120 000 Mk. erbaute Fre y'sche Dampf- und Wassermühle wurde gestern auf Antrag der ConcurSmaste vom OrtSgericht versteigert. DaS höchste Gebot von 45 000 Mk. gab der Fruchthändler Herm. Katz IV. I von Gießen ab.

Darmstadt, 30. Juni. Beitens der Großh. Central­stelle für die Gewerbe werden in diesem Jahre eine nam­hafte Anzahl Beamte, bezw. Haupt lehr er der Landes- I baugewerkschule und anderer höherer Schulen des Landes zum Studium der Ausstellungen nach Berlin, Nürn­berg und Genf entsandt. Diese Maßnahme dürfte auch I heuer wieder die besten Früchte tragen.

Darmstadt, 1. Juli. In der Aula der Technischen I Hochschule fand heute in Anwesenheit von Vertretern der

Berlin, 2. Juli. DieBerl. Neurst. Nachr." melden, die Stadtbehörden Altonas verliehen dem Generaloberst Grafen Waldersee das Ehrenbürgerecht.

Wilhelmshaven, 2. Juli. Bei dem gestrigen Festmahl im Offiziers.Casino feierte der Kaiser in einem Trinkspruch seinen Vater und deffen Beziehungen zur Marine. Seinen Namen für den neuen Panzer habe er mit Vorbedacht gewählt, gleichsam als die Eröffnung einer neuen Aera für unsere Armee und Marine, wie auch der Name und die Per- sönlichkeit des Kaisers Friedrich die Eröffnung einer neuen Aera für daS deutsche Reich gewesen sei. Sein dreifaches Hoch galt der Marine und dem neuen Panzer.

Königsberg, 2. Juli. In Heils berg (Ostpreußen) ertranken gestern ein vierjähriges Kind und ein ihm zur Rettung nachspringender junger Mann.

Thorn, 2. Juli. 30 auf einer Uebungsreise be­findliche russische Generalstabß - Of siztere, unter Führung deS Generals Kaulbarth, besichtigten gestern, nach­dem fie sich auf dem Gouvernement gemeldet hatten, die hiesigen Festungswerke.

Chemnitz, 2. Juli. Heute Nacht brannte daS Futtermittel-Lager von Koogs Nachfolger völlig nieder.

Wien, 2. Juli. Der fortschrittliche Partei- Verband deS Wiener GemeinderathS beschloß gestern, die MilleniumS-AuSstellung in Pest corporativ zu be­suchen. Dem Ausflüge werden sich auch mehrere liberale ReichSrathSabgeordnete anschließen.