aogesammelt. Tie Menge Ließ sich wie in einem Lager nieder, zündete Wachtfeuer an und verbrachte die Nacht singend und sich belustigend. Als der Morgen dämmerte, strömten immer größere Menscbenmaffen herbei. Die Menge wuchs von Minute zu Minute und hatte sich gegen 4 Uhr nahezu verdoppelt. Diespeciell anläßlich der Krönung gebildete Polizei, welcher die Wache oblag, verlangte Verstärkung durch die ständige Polizei. Infolgedessen trafen gegen 5 Uhr Mannschaften von Kosaken und Polizei ein. Inzwischen hatte die Menge einen bedrohlichen Umfang angenommen und begann gegen die am Rande deS Feldes errichteten Schaubuden vorzudringen, in denen die Gaben für da- Volk aufgespeichert waren. Die Menge brach gewaltsam in die Buden ein. In der sechsten Stunde wurde beschlossen, mit der Vertheilung zu beginnen. Die hundert mit der Vertheilung beauftragten Personen konnten gegenüber der ungestüm andräugeuden Menge nicht schnell genug die in Bündeln vereinigten Gaben vertheilen - in den engen Zügen zwischen den Schaubuden entstand ein furchtbares Gedränge, welches unter dem Nachdrängen der nach hunderttausenden zählenden Menge von Augenblick zu Augenblick wuchs und die bereit- gemeldete schreckliche Zahl von Opfern zur Folge hatte. Man hörte herzzerreißende- Schreien und Seufzen, bi- eß endlich den Kosaken gelang, einen Thetl der Menge vom Platze zu drängen. Diele Tausende kehrten schon zeitig, von panischem Schrecken ergriffen, in die Straßen der Stadt zurück. Bis zum späten Nachmittag sah man die Wagen der Feuerwehr und Arbeitswagen langsam durch die Straßen der Stadt hiueinziehen, welche die Leichen nach den Höfen der Hospitäler und die Kranken nach den Hospitälern brachten. Die Verunglückten sind meistens Frauen, auch zahlreiche Kinder befinden sich darunter. Die Zahl der Schwerverwundete« wird auf 200 geschätzt.
Moskau, 1. Juni. Die Stadt steht noch unter dem Eindruck de- großen Unglücks auf dem ChodynSky- felde, welches gestern, nachdem Tobte und Verwundete weg- geschafft waren, einem Schlachtfelde gleich sah. Eine Anzahl Tobte hat man gestern noch gefunden. ES verlautet, daß die Zahl der umgekommenen Menschen sich auf etwa 3000 beläuft. Zu den Buden, wo die Todten mit theilweise ganz entstellten Gesichtern untergebracht find, haben nur diejenigen Personen Zutritt, welche Angehörige ermitteln wollen. Nach den Angaben der Polizei hatten die Unfälle schon um 4 Uhr Morgens begonnen, zu welcher Zeit etwa •/< Millionen Menschen zusammen waren. ES find fast ausschließlich Bauern und Arbeiter umgekommen. Ausländer befinden sich unter den Todten und Verwundeten nicht. Mit der Beerdigung wurde gestern Nachmittag begonnen. Auf Veran- laffung deS Zaren wurde eine Trauerandackt für die Verunglückten in der Kirche des Kreml-Palais gehalten, bei welcher das Zarenpaar, die Großfürsten und Großfürstinnen mit Gefolge theilnahmen. Später besuchten die hohen Herrschaften die Krankenhäuser.
WB. Vern, 1. Juni. Die Ortschaft Kienholz bei Drienz im Berner Oberland wurde durch Abstürze und Rutschungen infolge WtldwafserS theilweise zerstört und mußte vollständig verlaffen werden. Die Straße ist zerstört, der Eisenbahnverkehr unterbrochen- der Schaden an Gebäuden und Culturland ist groß.
Coceks rrrrd prwhtsiclle* *.
Gießen, den 1. Juni.
♦♦ Nach dem Jahres Bericht des Octroi-ZuspeciorS pro 1896/96 beträgt:
> daS Octrot-Einkommen der Stadt Gießen
1894/95
1895/96 Jl
1. für Schlachtvieh
30667.65
31491.99
2. „ Fleisch und Wildpret
4 894.61
4 789.59
3. „ Mehl und Früchte
28 749.18
31602.56
4. „ Brennmaterial
28 245.90
29298.54
6. „ Getränke
26 881.71
29127.83
Zusammen
119 439.05
126310.51
119 439.05
daher in 1895/96 mehr 6 871.46
B. Die Rückvergütungen betragen:
1.
für Schlachtvieh und Fletsch :c.
612.99
645.08
2.
„ Brennmaterial
670.19
743.94
3.
u Mehl und Früchte
14576.97
17 782.38
4.
„ Getränke
4 188.15
4 886.31
5.
an das Militär
283465
3 063.67
Zusammen
22 882.95
27 121.38
22 882.95
daher in 1895/96 mehr 4 238.48
C. Abschluß.
Bon dem Einkommen
119439.05
126 310.51
die MckoergUtung ab
22882.95
27121.38
bleibt
96556.10
99 189.13
96 556 10 daher tu 1895/96 mehr 2633.03
*• Cooeertuachrichl. DaS Concert zum Besten des Baufonds für Errichtung eine Kriegerdenkmals in Gießen, welches am DicnStag den 2. Juni im Saale de» GefellschaftSvereins stattfinden wird, bietet in feinem Programm so viel deS Schönen und Jntereffanten, daß der Besuch desselben auf jeden Fall sehr lohnend und daher sehr zu empfehlen ist. Außer der bereit- in voriger Nummer erwähnten Bo-äur Symphonie von Haydn find an Orchesterwerken das Vorspiel zum 5. Act auS „König Manfred" v. Reinecke, dem langjährigen verdienstvollen Letter der Leipziger GewandhauSconcerte, sowie der Prolog auS LeoncavalloS „Bajazzo" vorgesehen, Tonschöpfungen, die unter der bewährten Leitung deS Herrn Mustkdirector Krauße sicherlich zu schönster Wirkung gelangen werden. Die liebenswürdige
Mitwirkung unserer geschätzten LondSmäuuin, der königlich sächsischen Kammersängerin Frau Marte Wittich, ist eS aber, die dem ganzen Unternehmen erst den vollen Glanz verleiht. Frau Wittich au dieser Stelle als Künstlerin zu preisen, halten wir für überflüssig- bei ihren Darbietungen kann die Kritik nicht- beffereS thun als schweigen. Die Wahl ihrer Borträge, Arie der Elisabeth aus „Tannhäuser", Romanze ans „Mignon", und Lieder von Rubinstein, Franz und BrahmS, läßt schon genügend erkennen, daß uns ein hoher Kunstgenuß geboten werden wird. Die Clavierbeglei» tung zu den Liedern, für die Herr Wilhelm Rudolph einen vorzüglichen Bechfteioflügel bereitwilligft zur Verfügung gestellt hat, hat Herr Paul Polster übernommen, sodaß auch hierin ein gutes Gelingen drS Ganzen garantirt ist.
** Gelinde Ermerb. Die Stadt Gießen hat kürzlich daS Baugelände im Gartfeld (Schwarzlach), zur Seultug'fchen Concur-maffe gehörig, für 15,000 Mark erworben.
** Fritz Friedmann, der in Bordeaux verhaftete und nunmehr an Deutschland ausgelieferte Berliner Recht-anwalt, passirte in vergangener Nacht mit dem 12 Uhr-Schnellzug nach Berlin die hiesige Station. Friedmann war von zwei Feldgendarmen begleitet und fuhr in einem Abtheil dritter Klaffe. Er machte, wie die „Franks. Ztg." erfahren, keineswegs den Eindruck eine- gebrochenen Mannes. Er unterhielt sich in ungezwungenster Weife mit feinen Begleitern und konnte sich im Abtheil frei bewegen. Er trifft heute IOV2 Uhr Vorm. auf dem Potsdamer Vahnhof in Berlin ein.
Butzbach, 30. Mai. Heute Morgen bei Abgang des Zuger 7.44 Uhr ereignete sich auf hiesigem Bahnhof ein recht bedauerlicher Unfall. Eine Griedeler Frau, die wegen Gelenkentzündung mit diesem Zuge nach Gießen in die Klinik wollte, fiel beim Absteigen vom Wagen so unglücklich, daß sie das eine Bein brach. Die BedauernSwerthe mußte in daS Eisenbahncoupe getragen werden und wird eß hoffentlich bald gelingen, sie wieder herzustellen.
M. W. Aus der mittleren Wetterau, 31. Mai. Der diesjährige Wonnemonat Mai, der heute zu Ende geht, hat vielleicht dem Spaziergänger, nicht aber dem Landwirthe gehalten, wa- man von ihm erwarten konnte. Mit geringen Unterbrechungen herrschte ein trockener, zu kühler Nordostwind, der das Erdreich hart und rissig machte und den Pflanzenwuchs wenig begünstigte. In den Gärten sieht es darum nicht erfreulich auS. Die jungen Gemüsepflanzen wollen gar nicht vom Flecke. Die Aecker sind klotzig, denn die Schollen wollen nicht zerfallen, weil der Regen fehlt, der die Brocken ausweicht. Dadurch wird daS Aufgehen der Kartoffeln auf schwererem Boden beeinträchtigt. Die Obstbaum- blüthe ist ziemlich gut vorübergegangen, es fallen aber viele Blüthen ab, weil die trockenen Norstostwtnde vielfach die Befruchtung hinderten. Das Bodengras auf wenig feuchten Wiesen fehlt ganz, wir werden ziemlich hohe Heupretse erwarten dürfen. Die Kleearten laffen zu wünschen übrig, weil ihnen die trockenen Nordostwinde auch nicht recht zusagen. Die jungen Dickwurzelpflanzungen auf den Aeckern sind durch die Rübenwürmer geschädigt worden- in den Gärten sehen die Setzlinge besser ans. Alle Getreidearten haben sich weniger gut bestockt, als man erwartete. Der Roggen ist nahezu ausgewachsen. Die zweite Behackung der Zuckerrüben und das Vereinzelnen ist im lebhaften Gange. Eine gute Wirkung haben die kalten Nächte auf das Ungeziefer ausgeübt, denn man spürt wenig Geschmeiß. Maikäfer waren recht selten. Hoffentlich läßt uns der Juni nicht mit milder, feuchter Witterung im Stiche. Da im Mai wiederholt verunglückte Gewitter auftraten, läßt sich auf einen kühlen Sommer schließen.
AuS dem Decauat Büdingen, 28. Mai. Man schreibt der „Darmst. Ztg." : Am 2. Juni d. I. wird Herr Decan Dr. Ree zu Bletchenbach sein 50jähriges Dienstjubi- läum feiern. Der Jubilar ist geboren zu Mainz am 12. Februar 1823 und studtrte katholische Theologie. Er trat in den Dienst feiner Kirche im Jahre 1846 zuerst in Ober-Wöllstadt, dann stand er in Seligenstadt, Mainz und Viernheim. Im Jahre 1861 machte er den Acceß am Gymnasium zu Darmstadt, trat im Jahre 1862 zur evangelischen Kirche über und war 1863 Vtcar zu Hausen bei Gießen. Seit 1867 ist er Pfarrer zu Bletchenbach und feir 1889 Decan des DecanatS Büdingen. Herr Decan Dr. Röe zeichnet sich aus durch ein reiches Wlffen auf dem Gebiete der evangelischen und katholischen Theologie.
-e. Neu - Ulrichstein, 1. Juni. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro Mai 1896. Ende Mat 1896 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 45 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 7 - Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 8, Regierungsbezirk Wiesbaden 4, Provinz Rheinlande 5, Provinz Westfalen 1, Provinz Hannover 2, Provinz Sachsen 2, Provinz Berlin 1, Provinz Schlesien 1, Provinz Posen 1 - Königreich Bayern 2, Königreich Sachsen 2 - Großherzogthum Baden 3- Thüringische Staaten 3- Herzogthum Anhalt 1 - Ausland: Italien 2. Hiervon waren: Arbeiter 19, Bäcker 3, Barbier 1, Fleischer A Graveure 1, Kaufleute 4, Krankenwärter 1, Kürschner und Kappenmacher 2, Kupferschmiede 1, Maurer 1, Oeconom 1, Photographen 1, Portefeuillearbeiter 1, Schlosser (Maschinenschlosser) 1, Schneider 2, Schuhmacher 1, Tischler 1, Töpfer 1, Zimmerleute 1. Gearbeitet wurde an 1220 Tagen. Im Monat Mat 1896 wurden entlasten 15 Mann, und zwar zur Famtlie zurück 1, auf eigenen Wunsch 7, wegen Arbeitsscheu 1, wegen ungebührlichen Betragens 3, wegen wiederholter Trunkenheit 3. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3056, dagegen abgegangen im Ganzen 3011 Mann, bleibt Bestand am 31. Mat 1896: 45 Mann.
nn. Darmstadt, 31. Mai. Die 50jährige Jubelfeier der Gründung der Turngemetube Darm» sta dt nahm heute Nachmittag, begünstigt von dem herrlichsten Welter und unter Antheilnahme der gesammteo
' matUtg, 30. M°I. flntäfcli* feinerßlk«"'"»* * stiftete der vierbraueretbefitzer Bopp 25000 ixr. < schöneruug.der Umgebung unserer
• Eine originelle Reelame macht ein »critni r radfabrikant- er inserirt: „Bei eine« f’tnnig
Einwohnerschaft Darmstadt«, mit einer Vorfeier ibn Um 3 Uhr bewegte sich, unter voramritt einer »A. ein imposanter Festzug der Mitglieder der Turn von dem Turnhouse nach dem Festplotz, de« iee der trauten der Stadt liegt und für die lbbtS/U Festes wie geschaffen ist. Im nördlichen Ende e ' Platzes befindet sich das prächtige Festzelt, bei ca. 3000 Personen hat und ringS um dasselbe reihe-' Bierhallen, in welchen dem Durstigen ton 7 c Münchener Madeln" der köstliche Stoff credevzt atri für den Juxplatz ist in ausreichendem Maße tzoror, worden. Der ganze Festplatz, einschließlich der Bierhallen, wird electrisch beleuchtet. Nach ’ Festzuges auf de« Festplatz erfolgten turnerische fcrfteX der Turnermannschaft, bestehend in Freiübunp,,1 turnen, Stockschlagen, Keulenschwingen, Reck- und Pferdeturnen, und zum 64^ meines Rtegeuturnen. Auch die Fechtriege ihren vortrefflichen Leistungen im Säbelschlager. i J’ liche turnerische Vorführungen wurden » (Ie Weise au-geführt und mit Beifall von dem Padltk» 7 gezeichnet. Am Abend fand ein große- üoncen m th - Halle statt, bet welchem der Männerchor „Humaunu Gesangverein „Melomanen" und die Turnerüog,^^ mttwirkten. Seiten- der Turnmanuschast wurden > Festhalle bis auf das letzte Plätzchen fttflenbtn tst v Reck und Leiterpyramiden sowie Marmorgrupprn tot|r« während die Fechtiiege mit Säbel- und Fleuretsechtrn Darbietungen brachte. Auf dem Festplatz selbst, tR Abend in elektrischem Licht glänzte, herrschte bil tu‘ ■_ Nacht hinein ein festliches Treiben. Mit der hemiga & feier hat die Turngemeinde Darmstadt ihre 50^rs-; feier in würdiger Weise eingeleitet.
nn. Darmstadt, 31. Mai. Heber den voa an , telegraphisch gemeldeten Generalstrike in der scheu Heerdfa brik kann ich noch da» Weitere berwr Der Strikt ist schon von langer Hand vorberriu: und eß haben schon früher mit dem Fabrikherrn.7 -r hiesigen Vorsitzenden des OrtSverdande» bei 8neld - Metallarbeiter, Wurm, Verhandlungen stattgesuodn. j Forderungen der Arbeiter bestehen in der ilbicha^i, sogen. Zwtschenmetster - Systems , Milderung der tr । Fabrikordnung, Abschaffung der Abzüge bei Fehl,-? .1 Aufbesserung der Löhne, die in einzelnen BravLei- ? bei den Formern und Gießern, gegenüber den • - körperlichen Anstrengungen geringe zu nennen -1 nachdem Herr Röder einen Theil dieser Forderuszn unannehmbar erklärte und jede Verhandlung mit ta :« sitzenden deS OrtSverbandeS ablehnte, traten am gatt Morgen die sämmtlichen jüngeren Mitglieder bet über 200, in den Ausstand. Ein ganz kleiner 2.r > Arbeiter, ältere Leute, arbeiten weiter. Heute J.crjc gab sich nochmals eine Deputation von sieben artenerr 1 dem Vorstand der Ortsgruppe, Wurm und Dörr j. ;\'rr Röder, um mit demselben zu verhandeln. Di v- Arbeiter der Fabrik erklären den Strtke forniwv ihre Forderungen kein Gehör finden. Die vtrsunc.. wurden in maßvoller Weise abgehalten, und foent er i der Stadt hört, finden die von den Arbeitern gehtlir ? dtngungen im Publikum Billigung. I« Jnlennt in M reichen Familienväter, die sich unter den Strikeodw tri» wäre eß sehr zu wünschen, wenn auf beiden bnttr Äd giebigkeit gezeigt würde. Allgemein wird ein Schiedsgericht in dieser Sache vermißt.
Worms, 30. Mai. Durch eine frriflamthit machung vom 28. d. MtS. ist nunmehr auch fcr • • - WormS der FronleichnamStag als gesetzlicher ist c:-.: bestimmt.
Mainz, 30. Mat. Die von der „Frack'. 3t-‘ r Monaten angekündigte Maßregel, die Muirrni--^ werde den seitherigen ModuS der Lieferung bd bedarfeS an die Truppen der Garnison lunänbtrn, tr:-. - in Kraft. Sämmtlichen Metzgermetstern wurden du •.«» rungSverträge mit den einzelnen Bataillonen zum 1 J gekündigt, weil von da ab die Fleischlieferung nut ar . ganze Garnison erfolgen soll. Der ntut soll probeweise bi- zum Schluß des Jahre» 1896 bttbefc» bleiben - die Gesammtfleischlieferung im Gewicht ror .1 150,000 Kilo für die Zeit vom 1. Juli bi» JahreS soll nur an Fachleute (Metzgermetster) uni rti - sonstige Lieferanten vergeben werden- auch ist beftfm®: c diese Metzgermetster nur in Mainz oder der nSchttn 0 gebung der Stadt Mainz ihren Wohnfitz haben tarfei^
Rieder - Olm, 28. Mai. In Vereinen und Rheinhessens hält gegenwärtig ein junger Regel > Alter von 28 bis 80 Jahren lehrreiche BortrSß^ Sitten, Gebräuche und Religion inAsrtkr- strebsame Mann au» dem Stamme der Ooomdr^ Zampa genannt, war in seinem 9. Jahre von t»- '' gelegentlich eine» Kriege» geraubt und zn« Skl-U»« an die Westküste gebracht. Anfänglich kaufte tbn H ” disten- Mission. Derselben entrann er aber nach de» lischen MisfionShause, wo seine Jugendspule dem er die Stanley - Expedition al» Träger nahm ihn Herr v. Gravenreuth von Dar -1»' ^e‘aa”^ mit nach Deutschland, wo er nach kurzem E>mtntarun. $ da» Berliner Gymnasium bi» Obeneriia Taufe erhielt der 'Neger im Jahre 1890 in dn l - , kirche zu Berlin. Der junge Mann spricht gelau z englisch und französisch.
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